Frau verstirbt im Krankenhaus

Rollator am Ufer entdeckt: Polizistin zieht 83-Jährige aus zehn Grad kaltem Wasser

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Ein Großaufgebot an Rettungskräften suchte am Mittwoch nach einer 83-Jährigen.

Mitarbeiter des Bauhofs bemerkten einen herrenlosen Rollator am Ufer der Saalach. Sie wählen den Notruf. Eine junge Polizistin geht ins zehn Grad kalte Wasser und rettet eine 83-Jährige. 

Freilassing - Mitarbeitern des Freilassinger Bauhofs arbeiteten am Mittwochnachmittag am Uferweg der Saalach. Dort fiel ihnen ein herrenloser Rollator auf - und setzten bei der Polizei einen Notruf ab. Eine Spaziergängerin bemerkte, noch während sich die Polizei auf der Anfahrt befand, rund 200 Meter flussabwärts der Fundstelle - auf Höhe des ESV-Stadions - eine leblose Frau, die in der Saalach trieb. Das teilte das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Berchtesgadener Land, mit. Daraufhin wurden zusätzlich die BRK-Wasserwacht, die Freiwillige Feuerwehr und der Rettungsdienst des Roten Kreuzes alarmiert, sowie ein Rettungshubschrauber, der die Suche von der Luft aus unterstützte.

Junge Polizistin rettet 83-Jährige aus Saalach 

Die Polizeistreife rettete laut Pressebricht die Bewusstlose aus dem nur zehn Grad kalten Wasser - und begann sofort mit den Wiederbelebungsversuchen. Das Rote Kreuz setzte diese bis zur Einlieferung in die Klinik fort, wo die 83-Jährige trotz aller Bemühungen verstarb.  

„Wie und wieso die 83-Jährige in die Saalach gestürzt ist, ist bisher nicht bekannt. Respekt und Anerkennung verdient die junge und mutige Polizeibeamtin, die hüfttief in den zehn Grad kalten Fluss ging, um die Verunglückte an Land zu bringen“, sagte Wasserwacht-Einsatzleiter Christoph Scharf.

Zahlreiche Einsatzkräfte am Ufer der Saalach im Einsatz

Rund 100 größtenteils ehrenamtliche Einsatzkräfte wurden zu dem Unfall alarmiert, darunter die Wasserwachten Freilassing-Ainring, Laufen-Leobendorf und Bad Reichenhall, der Einsatzleiter Wasserrettung, die Freiwillige Feuerwehr Freilassing, zwei Rettungswagen aus Freilassing und Teisendorf, der Freilassinger Notarzt, der Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ und der Einsatzleiter Rettungsdienst.

Bei dem Einsatz bewährte sich laut Mitteilung des Roten Kreuz auch die zusätzliche Notfall-Ausrüstung, mit denen das Rote Kreuz im Landkreis bestimmte Funktionsträger wie Einsatzleiter, Leitungskräfte und Pressesprecher ausgestattet hat: Der Einsatzleiter Rettungsdienst traf als erster Notfallsanitäter nach nur wenigen Minuten bei der Patientin ein, setzte die Wiederbelebungsversuche der Polizei fort und musste unter anderem seinen für solche Fälle mitgeführten Frühdefi einsetzen.

Erst am Mittwochmittag war ein Großaufgebot an Rettungskräften an der Loisach in Wolfratshausen unterwegs, wie Merkur.de berichtet. Auch dort wurde nach einer vermissten Person gesucht.

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mlu

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