Autobahnkollaps zum Ferienstart in Bayern

Ferienbeginn in Bayern: Neue Spur für Grenzkontrollen an der A8 soll Verkehr entzerren

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Der ADAC warnt vor einem der staureichsten Wochenende des Sommers. (Symbolbild)

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien dürfte es auf den Autobahnen eng werden. Eine dritte Spur für Grenzkontrollen am Walserberg soll für Entlastung sorgen.

Update vom 29. Juli: Gute Nachrichten für alle, die in den kommenden Tagen in den Urlaub aufbrechen: Zur Entzerrung des Verkehrs haben Bayern und die österreichische Stadt Salzburg eine dritte Spur für die Grenzkontrollen an der Autobahn 8 eröffnet. Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) und der Salzburger Landesrat Stefan Schnöll gaben am Montag am Walserberg die neue Spur frei. 

Das etwa eine halbe Million Euro teure Projekt soll die Abfertigung gerade in der Sommerreisezeit beschleunigen und Staus auf österreichischer Seite speziell im Gebiet um Salzburg verhindern.

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„Bayern hält Wort“, sagte Reichhart. „Für Reisende und Anwohner ist dies eine große Entlastung. Im Gegenzug erwarten wir jetzt aber auch, dass das Land Salzburg seine Zusage hält und den Rückreiseverkehr nicht von der Autobahn durch Bayern ableitet.“ Weil immer wieder genervte Autofahrer in Österreich von der Autobahn abgefahren und über die Dörfer ausgewichen waren, sperren die Salzburger diverse Straßen an der Tauernautobahn an Wochenenden für diesen Ausweichverkehr. Salzburg folgte damit dem Vorbild Tirols. Abfahren dürfen auch dort an bestimmten Autobahnabfahrten nur Anrainer oder Gäste, die in der Umgebung Ziele haben.

Zwischen Österreich und Deutschland gibt es verkehrspolitisch derzeit mehrere Baustellen. Ungelöst ist auch nach einem Krisengipfel in Berlin etwa die Frage der Blockabfertigung von Lastwagen bei Kufstein, die immer wieder für lange Lkw-Staus auf bayerischer Seite sorgt.

A8 südlich von München: Verkehrsbehinderungen nach schwerem Unfall

Update vom 28. Juli, 8.15 Uhr: Ein schlimmer Unfall hat sich am Sonntagmorgen auf der A8 südlich von München ereignet. Die Autobahn ist total gesperrt. Offenbar ist eine Person gestorben.

Update vom 27. Juli: Zum ersten Wochenende der Sommerferien in Bayern erwartet der ADAC lange Staus und Verkehrsbehinderungen. Der Stau-Höhepunkt dürfte am Samstag bevorstehen. Besonders staugefährdet seien die Autobahnen 8, 9 und 99, heißt es.

Bahnreisende können wegen der Hitze Fahrten im Fernverkehr noch bis Samstag stornieren oder bis zum 4. August verschieben. Am Montag dürfen zudem Einserschüler ihre Zeugnisse als Freifahrtscheine in Regionalzügen innerhalb Bayerns nutzen.

Die Flughäfen in München und Nürnberg erwarten am Wochenende den Angaben nach 440 000 Passagiere. Der Allgäu Airport Memmingen, der kleinste Verkehrsflughafen Bayerns, rechnet mit 280 000 Passagieren in den Ferien, ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Sommerferien-Start in Bayern: Mega-Stau und XXL-Rückreisewelle

Update vom 25. Juli: Am Wochenende droht Reisenden und Heimkehrern das Chaos auf den Autobahnen. Immer noch sind in allen Bundesländern viele Autofahrer unterwegs. In Berlin und Brandenburg enden am Wochenende die Sommerferien. Auch in Hamburg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern, Rheinlandpfalz, Schleswig-Holstein und im Saarland rückt das Ferienende näher. Dagegen startet in Süddeutschland eine neue Reisewelle.

In Bayern und Baden-Württemberg beginnen am Montag, den 29. Juli, die Sommerferien. Viele Urlauber werden wohl jetzt schon die Koffer gepackt haben und am Freitag ihre lange Reise antreten. Das könnte vor allem auf den südlichen Autobahnen für Frust sorgen. Gerade in Richtung Österreich und Italien müssen sie mit langen Staus rechnen. Bei der aktuellen Hitze würde man in den Alpen sicher eine gute Abkühlung finden. Ein Franzose machte dort nun aber eine gefährliche Entdeckung.

Die Autoschlangen könnten besonders auf den Rückreisestrecken sehr lang werden, prophezeit der ADAC und rät: „Wer schlau ist, fährt nicht am Wochenende, sondern weicht auf einen anderen Tag wie Montag oder Dienstag aus.“ Noch mehr Tipps gibt es im ADAC-Video zu sehen.

ADAC-Stau-Prognose: Stau-Alarm - Sommerferienstart in Bayern und BW

Update, 6. Juni: Die Landeshauptmannschaft Tirol teilte Mittwochabend mit, dass das Bundesland Tirol (Österreich) kurzfristig für Freitag, den 07.06.2019, ab 12.00 Uhr und am Samstag, den 08.06.2019 nach Ende des Nachtfahrverbots ab 05.00 Uhr, Lkw-Blockabfertigungen angeordnet hat.

Erstmeldung, 5. Juni

München - Bereits am Donnerstag können die A8 (München - Salzburg) und die Inntalautobahn (A93) zur Höllenstrecke werden. Denn laut Polizei führt das österreichische Bundesland Tirol ab 5 Uhr wieder eine Blockabfertigung für Lkw durch. In Höhe der Abfahrt Kufstein-Nord wird von der Polizei dann eine sogenannte Dosierstelle eingerichtet, an der stündlich nur 250 Lkw vorbeifahren dürfen. 

Sind es mehr, müssen die Brummis warten. Der übrige Verkehr kann die Engstelle nur auf einer Fahrspur passieren, was zu langen Rückstaus oft bis zur A8 kurz hinter München führt. Mit den Blockabfertigungen will Österreich Lkw-Staus auf der Inntalautobahn und im Raum Innsbruck vermeiden und nimmt deshalb Verkehrsbehinderungen in Deutschland in Kauf. 

A8/A93 in Bayern: Heimkehrer in Richtung München stehen wegen der Grenzkontrollen im Stau

Am Freitag und Samstag sind  laut ADAC insbesondere die Autobahnen 7 (Würzburg-Füssen), die A8 (München-Salzburg), die A9 (Nürnberg-München), die A93 (Inntaldreieck - Kufstein) sowie die A95/B2 (München - Garmisch-Partenkirchen) und die A99 (Umfahrung München) von der Pfingstreisewelle betroffen. 

Grundsätzlich braucht man auf allen Fernstraßen Richtung Süden sehr viel Geduld. Wer aus dem Urlaub wieder heimkehrt, steht dann an den bayerischen Grenzstellen Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93) wegen der Grenzkontrollen im Stau. 

A8/A93 in Bayern: Schon bei stockendem Verkehr unbedingt eine Rettungsgasse bilden

In einem Stau müssen Autofahrer unbedingt eine Rettungsgasse bilden. Polizei und ADAC weisen darauf hin, dass schon bei stockendem Verkehr vorsorglich Platz für Rettungsfahrzeuge gemacht werden muss. 

Die Rettungsgasse wird dabei stets zwischen dem linken und den weiteren Fahrspuren gebildet. Wer keinen Platz macht, der muss mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 320 Euro rechnen. Außerdem ist es auch bei einem Stau verboten, auf dem Standstreifen zu fahren. 

Wer das macht, etwa um schneller zum Rastplatz oder zur Ausfahrt zu gelangen, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Mittlerweile hat sogar die EU-Kommission auf die Straßensperrungen in Tirol und die Blockabfertigung reagiert.

Sommerzeit ist auch Stauzeit: Mitte Juli könnten sich auf den Autobahnen in Bayern viele Staus bilden, der ADAC warnt gar vor einem der „schlimmsten Reisewochenenden“ des Jahres, wie Merkur.de* berichtet.

Wenn Sie noch überlegen, was Sie und Ihre Kinder in Sommerferien in Bayern machen können: Wir haben ein paar Tipps für Sie.

Von Dienstag bis Samstag ist die B2 zwischen Eschenlohe und Oberau gesperrt. Die gesperrte Strecke misst nur 770 Meter, der Umweg viele Kilometer.

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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