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Ferienreise trotz steigender Coronazahlen: Diese Hinweise sollten Inlandsreisende beachten

Bergwanderer gehen am Jenner im Berchtesgadener Land vor der Kulisse der schneeverhangenen Ostwand des Watzmann spazieren. 
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Bergwanderer gehen am Jenner im Berchtesgadener Land vor der Kulisse der schneeverhangenen Ostwand des Watzmann spazieren. 

Die aktuellen Corona-Fallzahlen bereiten vielen Urlaubern und Urlaubswilligen Kopfzerbrechen. Wir haben eine Übersicht über alle Regelungen für Inlandsdreisen.

Berlin - In Deutschland steigen die Corona-Fallzahlen wieder drastisch an. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) erneut über 4000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Zur Eindämmung des Virus haben einige Bundesländer bereits Beschränkungen für Reisende aus Gegenden mit besonders hohen Corona-Zahlen beschlossen.

Viele Urlauber bereitet das Kopfzerbrechen: Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein stecken mitten in den Herbstferien. Andere Bundesländer gingen am Freitag in die Ferien oder folgen eine Woche später. Wo gelten nun welche Corona-Regeln für Urlauber im Inland?

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Regelungen zur Einreise aus einem Risikogebiet

BADEN-WÜRTTEMBERG: In Baden-Württemberg gibt es keine Einreiseverbote oder Quarantänepflicht für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten.

BAYERN: Es gibt kein Einreiseverbot. Wer aus einem innerdeutschen Risikogebiet anreisen will, und bei Freunden oder Bekannten unterkommen kann, für den ändert sich nichts. Wer etwa ein Hotel ansteuern will, braucht einen negativen Test, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Ansonsten erhält der Reisende keine Unterkunft.

BERLIN: Für die Einreise gibt es keine Beschränkungen.

BRANDENBURG: Wer vor hat aus Corona-Hotspots nach Brandenburg zu fahren, kann Ausflüge unternehmen oder einkaufen gehen. Übernachtungen sind nicht erlaubt, außer bei Vorlage eines negativen Corona-Tests oder bei zwingenden beruflichen oder medizinischen Reisen.

HESSEN: In Hessen gilt bereits seit einiger Zeit ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten außerhalb Hessens, wenn in dem Gebiet in den letzten sieben Tagen vor der geplanten Anreise die Inzidenz höher als 50 Fälle pro 100 000 Einwohner war. Für Reiserückkehrer aus dem Ausland gilt eine Quarantäneregelung.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Neben einem aktuellen negativen Corona-Test schreibt die Corona-Landesverordnung weiterhin eine 14-tägige Quarantäne unmittelbar nach der Einreise vor. Die Wartezeit kann durch das zuständige Gesundheitsamt verkürzt werden, wenn ein zweiter, selbst zu bezahlender Test nach fünf bis sieben Tagen ebenfalls negativ ausfällt.

NIEDERSACHSEN: Die Einreise innerhalb Deutschlands ist nicht beschränkt. Tagestourismus etwa ist auch aus deutschen Risikogebieten möglich. Es gelten auch keine Quarantänevorgaben für deutsche Risikogebiete.

NORDRHEIN-WESTFALEN: In NRW gibt es keine Beschränkungen.

RHEINLAND-PFALZ: Personen, die aus einer Risikoregion im In- oder Ausland nach Rheinland-Pfalz einreisen, müssen sich nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben. Vorgesehen ist auch ein Beherbergungsverbot für Menschen aus inländischen Risikogebieten. Ab wann es gilt, ist noch nicht klar.

SAARLAND: Im Saarland gilt seit Ende Juni ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Risikogebieten.

SACHSEN: Die Einreise ist erlaubt.

SACHSEN-ANHALT: Die Einreise ist erlaubt.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: In Schleswig-Holstein gelten keine Beschränkungen.

THÜRINGEN: Es gibt keine Einreisebeschränkungen oder andere Beschränkungen für Menschen aus deutschen Risikogebieten oder Hotspots.

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Regelungen zum Beherbergungsverbot für Reisende aus inländischen Risikogebieten

BADEN-WÜRTTEMBERG: In Baden-Württemberg gilt der jüngste Beschluss der Länder, wonach Menschen aus Orten mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen nur dann etwa in Pensionen und Hotels beherbergt werden dürfen, wenn sie einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test haben. Dies greift für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen.

BAYERN: Zweimal pro Woche veröffentlicht das bayerische Gesundheitsministerium eine Liste der Städte und Kreise, für deren Bewohner das Beherbergungsverbot gilt. Verstöße werden mit 5000 Euro Bußgeld für die Hoteliers belegt.

BERLIN: Der Senat hat noch kein Beherbergungsverbot beschlossen.

BRANDENBURG: Wer aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt mit mehr als 50 neuen Infektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nach Brandenburg kommt, darf nicht in Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen oder Campingplätzen übernachten. Ausnahme: ein negativer Corona-Test, der vor Abreise höchstens 48 Stunden alt gewesen sein darf.

HESSEN: Für Menschen, die ein ärztliches Attest vorlegen können, dass keine Anhaltspunkte für eine Corona-Infektion vorliegen, gilt das Beherbergungsverbot nicht.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Menschen aus einem Risikogebiet dürfen theoretisch zum Urlaub nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Aber auch hier gilt: Neben einem aktuellen negativen Corona-Test schreibt die Corona-Landesverordnung weiterhin eine 14-tägige Quarantäne unmittelbar nach der Einreise vor.

NIEDERSACHSEN: Die Einreise innerhalb Deutschlands ist nicht beschränkt, Tagestourismus etwa ist auch aus deutschen Risikogebieten möglich. Es gelten auch keine Quarantänevorgaben für deutsche Risikogebiete.

NORDRHEIN-WESTFALEN: In Nordrhein-Westfalen sind vorerst keine Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots in Kraft.

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RHEINLAND-PFALZ: Wer einen maximal 48 Stunden alten, negativen Corona-Test vorweisen kann, muss nicht in Quarantäne.

SAARLAND: Ein Beherbergungsverbot gilt nicht für Gäste, die einen ärztlich attestierten, negativen Corona-Test vorlegen können, der nicht älter als zwei Tage ist.

SACHSEN: Wer aus einem Risikogebiet etwa aus dem Ausland kommt, muss sich testen lassen. Bis ein negatives Ergebnis vorliegt, besteht die Pflicht zur häuslichen Quarantäne.

SACHSEN-ANHALT: Die Beherbergung von Personen aus Risikogebieten zu touristischen Zwecken ist verboten, außer der Gast kann ein Attest vorlegen, wonach es keine Anhaltspunkte für eine Covid-19-Erkrankung gibt.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Ein Beherbergungsverbot besteht für gewerbliche Betriebe. Es gibt allerdings die Möglichkeit, einen negativen Corona-Test vorzulegen, der höchstens 48 Stunden alt ist.

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THÜRINGEN: Es gibt kein Beherbergungsverbot

Herkunft aus einem Risikogebiet: Regelungen für den Besuch von Verwandten und Freunden

BADEN-WÜRTTEMBERG: Das ist erlaubt.

BAYERN: Private Besuche bei Freunden sind nicht verboten.

BERLIN: Dazu gibt es bislang keine Vorschriften.

BRANDENBURG: Siehe oben unter Ausnahmen.

HESSEN: Besuche etwas aus Gründen des Sorgerechts oder Familienbesuche sind erlaubt.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Das Verbot gilt nicht für Reisen zu privaten Besuchen bei Familienangehörigen, der sogenannten Kernfamilie, die ihren ersten Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern haben.

NIEDERSACHSEN: Private Besuche werden nicht untersagt.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Es gibt allgemein kein Beherbergungsverbot.

RHEINLAND-PFALZ: Besuche etwa aus Gründen des Sorgerechts oder Familienbesuche sind erlaubt.

SAARLAND: Besuche eines engen Familienangehörigen oder Lebenspartners bleiben erlaubt.

SACHSEN: Der Besuch ist möglich.

SACHSEN-ANHALT: Menschen aus Risikogebieten dürfen einreisen und privat bei Freunden und Familie übernachten.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Es gibt keine Restriktionen.

THÜRINGEN: Es gibt keine Einreisebeschränkungen oder andere Beschränkungen für Menschen aus deutschen Risikogebieten Hotspots. (dpa)

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