Fast hätte ich Klara nicht erkannt: Als ich ins Dorf flatterte, sah ich am Boden ein weißes Tier mit schwarzen Flecken.

Fast hätte ich Klara nicht erkannt: Als ich ins Dorf flatterte, sah ich am Boden ein weißes Tier mit schwarzen Flecken.

„Das sieht aus wie ein Zwergkaninchen“, quakte ich und beschloss, mir das aus der Nähe anzusehen. Erst als ich gelandet war, erkannte ich meine Freundin Klara. „Du bist ja gar kein Kaninchen!“, quakte ich. „Bei dir piept’s wohl“, schnatterte Klara. „Warum sollte ich ein Kaninchen sein?“ Ich tippte mit dem Flügel auf einen der schwarzen Flecken. „Deshalb“, quakte ich. „Was ist mit deinem Federkleid passiert?“ Klara lachte. „Ach so“, schnatterte sie. „Die Flecken habe ich, weil ich einen Kaminkehrer umflügelt habe.“ Der sei sogar im Gesicht und an den Händen voller Ruß gewesen. „Davon ist wohl auch etwas auf meinen Federn gelandet“, quakte Klara. „Aber das macht nichts, das bringt Glück.“ Sie erklärte mir, dass der Kaminkehrer bei den Zweibeinern als Glücksbringer gilt. „Warum das denn?“, quakte ich. „Der bringt doch nur Dreck ins Haus.“ Klara hob die Flügel. „Das nahmen die Zweibeiner früher gern hin“, quakte sie. Denn: Indem der Kaminkehrer den Kamin von Ruß befreite, verhinderte er manchen Brand – und ein solcher war früher, als Häuser meist aus Holz und Dächer mit Stroh gedeckt waren, doppelt gefährlich. Eure Paula

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