Fahrt in Skiurlaub endet tragisch

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Völlig demoliert ist die Front des Unfall-Busses. Der Fahrer starb im Krankenhaus. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Es ist das tragische Ende einer Urlaubsfahrt nach Österreich: Der Fahrer eines belgischen Reisebusses sieht vermutlich einen Lastwagen zu spät und fährt auf. Nicht der einzige schwere Unfall auf Bayerns Straßen am Osterwochenende.

Schwere Unfälle am Osterwochenende

Weibersbrunn – Bei einem Busunglück auf der Autobahn 3 bei Weibersbrunn in Unterfranken hat es einen Toten und viele Verletzte gegeben. Der mit 48 Fahrgästen voll besetzte belgische Reisebus war in der Nacht zum Samstag auf einen Sattelzug aufgefahren. Der Fahrer starb im Krankenhaus. 17 Fahrgäste wurden verletzt, drei von ihnen schwer.

Die Urlauber wollten nach Angaben der Polizei nach Österreich zum Skifahren. Unter den Fahrgästen waren auch Familien. Ob Kinder verletzt wurden, war zunächst unklar. Zu dem Unfall kam es laut Polizei, weil der Busfahrer den langsamen Sattelzug auf der rechten Spur laut Ermittlern wohl zu spät erkannt hatte.

Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot an der Unglücksstelle. Der Rettungsdienst versorgte die leicht- und unverletzten Fahrgäste auf dem Gelände einer nahen Raststätte. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Einmal mehr kamen die Retter nicht problemlos zur Unfallstelle durch: „Die Rettungsgasse hat wohl nicht so funktioniert, wie sie sollte“, sagte ein Polizeisprecher.

Ein Fahrgast berichtete dem belgischen Rundfunk, es sei alles sehr schnell passiert. „Es war in ein oder zwei Sekunden vorbei.“ Er selbst und seine Frau seien durch Glück unverletzt geblieben. „Viele prallten mit ihren Köpfen auf den Vordersitz.“ Laut dem Bericht waren alle Passagiere angeschnallt, was weitere schlimme Verletzungen verhindert habe. Die Polizei ermittelt dazu noch.

Es sollte nicht der einzige schwere Unfall im Freistaat am Osterwochenende bleiben. Bei einem weiteren Auffahrunfall auf der A 3 nahe Wörth an der Donau (Kreis Regensburg) ist am Ostersonntag ein 79-jähriger Autofahrer gestorben. Laut Polizei war er mit Warnblinker langsam auf dem Standstreifen gefahren. bevor er auf den rechten Fahrstreifen zog. Eine Autofahrerin sah das zu spät und fuhr schnell und ungebremst auf. Sie und die Beifahrerin des 79-Jährigen kamen schwer verletzt in die Klinik.

Ebenfalls schwer verletzt wurde ein 49-Jähriger, als sein Auto am Samstag an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug erfasst wurde. Bei dem Unfall in Oberstdorf (Kreis Oberallgäu) wurde der Pkw rund 150 Meter mitgeschleift. Im Zug kam laut Polizei niemand zu Schaden.

Bereits am Nachmittag des Karfreitag geriet auf der B 12 bei Ramsau im Kreis Mühldorf ein 26-Jähriger mit seinem BMW auf die Gegenfahrbahn – laut Polizei wohl, weil ihn die tief stehende Sonne blendete. Er touchierte den VW eines entgegenkommenden 80-Jährigen. Ein 21-Jähriger Opelfahrer mit drei Mitfahrern konnte eine Kollision ebenfalls nicht mehr verhindern. Sechs Menschen, alle aus dem Landkreis Mühldorf, wurden laut Polizei verletzt. Der Unfallfahrer half einem Opfer: Trotz eines selbst erlittenen Beinbruchs leistete er dem 80-jährigen Verletzten laut Zeugen Erste Hilfe.

Lebensgefährlich verletzt wurde ein nicht angeschnallter 18-jähriger Fahranfänger bei Bodenkirchen (Kreis Landshut). Er war am Sonntagabend von der Straße abgekommen, rund 100 Meter über eine Wiese gerast und gegen eine Fichte geprallt. Weshalb, ist laut Polizei noch unklar.

Ohne Verletzte, aber mit gut 100 000 Euro Sachschaden endete ein Missgeschick auf dem Parkplatz des Rasthauses Chiemsee an der A 8: Als er Essen aufwärmen wollte, setzte ein 22-Jähriger Lastwagenfahrer das Führerhaus seines Lkw mit einem Gaskocher in Brand. Das Führerhaus brannte bei dem Vorfall am Samstag völlig aus. lby/mm

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