MEIN DORF

„Fährt man weg, versäumt man was“

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Beppo Bierling aus Oberhausen liebt den Blick aufs Gebirge, radelt gern und spielt das Flügelhorn. Foto: Emanuel Gronau

.Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat.

Beppo Bierling, 68, wohnt mit seiner Frau Rita in Oberhausen (Landkreis Weilheim). Der ehemalige Hauptschullehrer hält das Dorfleben musikalisch und sportlich lebendig.

-Was gefällt Ihnen an Ihrem Heimatdorf?

Der dörfliche Charakter und die besondere Lage mit dem Blick aufs Gebirge. Es gibt ein Lied, da heißt es: „Wennst herfahrst, geht da’s Herz auf“. Das hat mein Bekannter Gerhard Krötz über Oberhausen geschrieben, mein jüngerer Sohn Maxi hat es vertont. Der Text stimmt einfach.

-Sind Sie eine musikalische Familie?

Ja, meine beiden Söhne und ich sind bei der Oberhauser Blaskapelle. Eine der wenigen, wo noch ausschließlich Männer musizieren. Ich bin schon 50 Jahre dabei und spiele das Flügelhorn. Lange war ich auch Vorsitzender von den „Oberhauser Musikanten“.

-Wohnen Ihre Söhne auch in Oberhausen?

Ja. Ich finde es schön, dass sie heimatverbunden sind. Wir haben fünf Enkelkinder, die halten uns auf Trab.

- Lebt es sich mit Kindern gut hier?

Ja, wir haben Krippe und Kindergarten. Alles ist gut erreichbar und wir sind bestens versorgt.

-Gibt es Supermärkte?

Wir haben 2200 Einwohner mit den neun Ortsteilen. Es gibt in der Ortsmitte einen Edeka mit Metzgerei, einen Bäcker und einen Bioladen. Momentan sorgt das Vorhaben einer Einzelhandelskette für Hickhack: Es soll ein Rewe auf der grünen Wiese gebaut werden, am Ortseingang. Dabei gibt es in Huglfing, Weilheim und Peißenberg genug Supermärkte.

-Wie schaut‘s aus mit einem Gasthaus?

In Oberhausen gibt es den Stroblwirt, mit der Stroblbühne, da ist viel Kleinkunst unterwegs. Der Stroblwirt ist auch für die Vereine wichtig. Die „Oberhauser Musikanten“ proben dort und haben einen eigenen Raum, Schützen- und Trachtenverein auch. Die anderen Vereine treffen sich auch dort. Außerdem gibt es eine Pizzeria.

-Was sind die wichtigsten Termine im Dorfleben?

Bei uns ist ständig was los. Wenn man wegfährt, versäumt man gleich was. Das Weinfest von der Freiwilligen Feuerwehr ist beliebt und die Serenade am Badeweiher. Die wird von den „Oberhauser Musikanten“ organisiert.

-Dann fahren Sie nicht oft weg?

Nicht länger. Aber ich mache Wochenendausflüge, gehe Ski fahren, im Sommer zum Radeln.

-Kann man gut radeln?

Ja. Ich habe vor drei Jahren die Freie Radlgruppe Oberhausen übernommen und plane Touren. Wer mag, kommt mit. Wir starten meistens einfach am Rathaus. Das macht Spaß.

Interview: Aglaja Adam

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Wenn auch Sie Ihr Dorf vorstellen möchten, schreiben Sie uns an redaktion@ovb.net.

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