Drei Arbeiter erleiden schwere Verbrennungen bei Explosion in Salzbergwerk Berchtesgaden

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Der Rettungseinsatz am Salzbergwerk in Berchtesgaden.

Zu einer Explosion oder Verpuffung ist es am Mittwochmorgen im Salzbergwerk in Berchtesgaden gekommen. Bei dem Vorfall sind fünf Menschen verletzt worden. Wie es zu dem Unglück kam, wird derzeit ermittelt.

Update 16.15 Uhr: Drei Arbeiter haben schwere Verbrennungen erlitten

Laut Polizeiinformationen soll es sich bei den Verletzungen der drei Schwerverletzten um Verbrennungen handeln. Der Bayerische Rundfunk berichtet, die Unfallstelle soll rund 800 Meter untertage liegen. Es handele sich dabei um einen nicht öffentlich zugänglichen Teil des Bergwerks, in dem aktiv Salz abgebaut werde.

Update 12.15 Uhr: BRK Berchtesgaden meldet fünf Verletzte

Wie das BRK Berchtesgaden meldet, wurden bei dem Unglück insgesamt fünf Menschen verletzt. Drei Arbeiter seien schwer verletzt in Kliniken eingeliefert worden. Zwei weitere Arbeiter seien leicht verletzt. Der Explosion beziehungsweise Verpuffung habe sich bei Schweißarbeiten im Bereich eines sogenannten Bohrspülwerks ereignet.

Explosion im Berchtesgadener Salzbergwerk: Die Fotos vom Einsatz

Die BRK-Pressemeldung im weiteren Wortlaut: Die Grubenwehr brachte die Patienten rasch ins Freie, wo sie vom Roten Kreuz und von der Feuerwehr an einer Patientenablage übernommen, gesichtet und auf einem improvisierten Behandlungsplatz erstversorgt wurden. Die Einsatzkräfte brachten dann einen der beiden leicht Verletzten per Rettungswagen zur Kreisklinik Berchtesgaden. „Christophorus 6“ flog einen schwerer Verletzten nach Salzburg, „Heli Alpin 6“ den Zweiten nach München-Bogenhausen und „Christoph Murnau“ den Dritten nach Murnau.

Der ehrenamtliche Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes kümmerte sich vor Ort mit insgesamt sieben Krisenberatern um betroffene Angehörige und Arbeiter, wobei der Fachberater für Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) den Einsatz koordinierte. Insgesamt waren fünf Notärzte und 15 Sanitäter im Einsatz, der in rund 90 Minuten abgearbeitet wurde.

Zur Unfallzeit war das Bergwerk noch nicht für Besucher geöffnet, und auch für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. Die Grubenwehr führte nach dem Unfall Messungen durch. Die polizeilichen Untersuchungen zum genauen Hergang und zur Ursache des Unfalls werden von der Kriminalpolizei Traunstein geführt. Zum jetzigen Zeitpunkt können dazu noch keine Aussagen getroffen werden.

Update 10.20 Uhr: Keine statischen Probleme im Salzbergwerk

Statische Probleme, sprich Einsturzgefahr, gebe es nach Aussage von Bergwerkssprecher Peter Botzleiner-Reber im Salzbergwerk Berchtesgaden nicht. Das meldet die Süddeutsche Zeitung. Botzleitner-Reber spricht von einem "Arbeitsunfall", nicht von einem "Grubenunglück". Vorsichtshalber seien alle Menschen aus dem Salzbergwerk evakuiert worden.

Die Erstmeldung vom Unfall im Salzbergwerk Berchtesgaden

Berchtesgaden - Das Unglück passierte am Mittwoch, 25. September, gegen 8 Uhr. „Wahrscheinlich im Zuge von Schweißarbeiten“, sagt Alexander Huber, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Wahrscheinlich keine lebensgefährlich Verletzten

Die Polizei meldete zuerst, dass es bei der Verpuffung oder Explosion vier Verletzte gegeben hat. Mittlerweile ist von insgesamt fünf Verletzten die Rede. „Über die Schwere der Verletzungen können wir derzeit keine Angaben machen“, sagt Huber. Allerdings soll es sich nicht um lebensgefährliche Verletzungen handeln. Der Vorfall ereignete sich vor Öffnung des Besucherbergwerkes. Daher geht die Polizei nach aktuellem Stand nicht davon aus, dass weitere Menschen von dem Unglück betroffen sind.

Dennoch seien Suchmannschaften vor Ort, die das Bergwerk routinemäßig durchkämmen. Weitere Rettungskräfte und die Feuerwehr sind im Einsatz. Ebenso sind laut Polizei Spezialkräfte im Einsatz, die im Bergwerk Messungen durchführen.

Bergwerk bleibt geschlossen

Zur Unglücksursache gibt es am Mittwochvormittag noch keine Erkenntnisse. Die Kripo Traunstein hat die Ermittlungen übernommen. Laut Polizei bleibt das Besucherbergwerk zumindest am heutigen Mittwoch geschlossen.

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