Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Exklusiver Wetterbericht

Hitze-Gewitter-On-Off oder einfach Traumsommer - So entwickelt sich das Wetter in der Region

Sommer, Sonne, Gewitter (Symbolbild).
+
Sommer, Sonne, Gewitter (Symbolbild).
  • Martina Hunger
    VonMartina Hunger
    schließen

Gewitter und Regen haben die zuletzt vorherrschende Hitzewelle beendet. Doch wie es in der Region mit dem Wetter weiter? Und warum die aktuellen Entwicklungen jetzt schon Auswirkungen auf den Winter haben, lest Ihr hier:

Spätestens beim Lesen von „Winter“ wird sich der ein oder andere wohl denken: jetzt drehen sie vollkommen durch!
Doch während wir uns hier noch über mittlerweile angenehme Hochsommertemperaturen freuen können, bereitet sich die Großwetterlage schon langsam auf den kommenden Winter vor. Denn, auch wenn es noch nicht sehr auffällt, die Tage werden mittlerweile deutlich kürzer. Wo die Tageslänge zur Sommersonnenwende als Beispiel in München noch 16 Stunden betrug vergehen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang mittlerweile nur noch 15 Stunden und 15 Minuten, das sind ganze 45 Minuten weniger. Und diese schwindende Tageslänge beziehungsweise der sinkende Sonnenstand lässt schon jetzt die Kaltluftproduktion am Nordpol wieder beginnen.

Anfang August haben wir zwischen Spitzbergen und Grönland in 1500 Metern Höhe schon verbreitet um die -5 Grad. Nur einen Monat später, Anfang September, werden wir dort schon verbreitet bei -10 Grad angekommen sein. Diese Abkühlung ist aber ein ganz normaler Vorgang zu dieser Jahreszeit. Da wir in diesem Jahr im Vergleich zu den letzten zehn Jahren aber eine verhältnismäßig große und gut erhaltene Meereisfläche im Polarmeer haben, können diese kalten Flächen auch etwas größer als sonst ausfallen.

Darum ist die Entwicklung schon jetzt interessant

Noch einen Monat später, Anfang Oktober, sind wir schon bei -15 Grad angekommen. Spätestens dann können Nordeuropa, Grönland und auch große Teile Sibiriens mit winterlichem Wetter aufwarten. Bis dahin sollte der erste Schnee gefallen sein und auch die ersten Tage mit Dauerfrost sind dann in den nördlichen Breiten schon möglich.

Nur warum interessiert uns dieser ganz natürliche Vorgang jetzt schon in Mitteleuropa? Grundsätzlich ist festzustellen, dass große Temperaturunterschiede immer für viel Bewegung in der Wetterküche sorgen. Je weiter die Temperaturen im Norden sinken, desto größer ist auch die Wahrscheinlichkeit und/oder Gefahr, dass sich diese Kaltluft zwischendurch auch mal auf den Weg nach Süden macht. Sie wird uns in Mitteleuropa dann zwar bis Oktober keinen Wintereinbruch bescheren, kann aber durchaus schon für richtig herbstliches Wetter mit einstelligen Höchstwert sorgen. Das Thema Trockenheit sollte spätestens dann beendet sein. Und auch schon in der Zeit davor wird bei uns das Wetter langsam wieder lebhafter, unbeständiger und wechselhafter werden und die möglichen Höchsttemperaturen langsam aber sicher immer weiter nach unten gedrückt.

Noch können wir natürlich hier in Südbayern relativ wenig bis gar nichts von diesen Vorgängen spüren, auch wenn die Gewitter der letzten Tage für eine leichte Abkühlung gesorgt haben. Wie sich das Wetter bei uns in der Region in nächster Zeit detailliert gestaltet, berichten uns die Kollegen vom Himmel im SüdOsten:

Die Aussichten für die Region im Detail:

Wetter in Südostbayern ab 27. Juli 2022.
  • Mittwoch (27. Juli): Der Mittwoch beginnt mit Temperaturen zwischen 13 Grad im Berchtesgadener Land und Rosenheim, 14 Grad in Altötting, 15 Grad in Traunstein und 16 Grad haben wir in der Früh in Mühldorf. Es erwartet uns ein sommerlicher Tag mit viel Sonnenschein, aber auch einige meist harmlose Wolken sind unterwegs. Die Höchstwerte erreichen 26 Grad in Traunstein und Mühldorf und 27 Grad im Berchtesgadener Land. 28 Grad bekommen wir in Altötting und Rosenheim.
  • Donnerstag (28. Juli): Am Donnerstag starten wir mit Tiefstwerten zwischen 13 Grad in Rosenheim, 14 Grad im Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein sowie 15 Grad in Altötting in den Tag. Einen erneut sommerlichen Tag gibt es auch heute, allerdings gehen auch einige Regenschauer und Gewitter nieder. Dabei könnte es auch zu ergiebigem Starkregen kommen. Die Temperaturen erreichen 28 Grad in Traunstein und bis zu 29 Grad in Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Rosenheim.
  • Freitag (29. Juli): Der Freitag beginnt mit Temperaturen von 15 Grad in Rosenheim und 16 Grad haben wir in der Früh in Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein. Über den Tag verteilt gehen erneut Schauer und Gewitter nieder, auch örtlich wieder mit hohen Regensummen. Die Höchstwerte erreichen dabei Temperaturen zwischen 25 Grad in Altötting, Mühldorf und Traunstein, 26 Grad im Berchtesgadener Land und bis zu 27 Grad in Rosenheim.
  • Samstag (30. Juli): Am Samstag beginnen wir am Morgen das Wochenende mit Temperaturen zwischen 15 und 17 Grad. Erneut ziehen am Tag verteilt Regenschauer und Gewitter durch die Region. Die Tageshöchstwerte erreichen Temperaturen zwischen 23 und 25 Grad.

Der regionale Wetterbericht wird präsentiert von www.der-himmel-im-suedosten.de.

Längerfristige Vorhersage wohl schwierig

Ab Sonntag wird die Wettervorhersage schwierig, denn die Wettermodelle sind sich ziemlich uneinig. Die einen berechnen durchgehend Sonnenschein bis Freitag bei bis zu 34 Grad, die anderen immer wieder Wolken und Regen bzw. Gewitter bei gemäßigten 25 bis 30 Grad.

Wenn man die von den Modellen berechnete Großwetterlage betrachtet, befinden wir uns laut Meteorologen Kai Zorn nächste Woche Dienstag irgendwo im „Nirwana“. Wir haben weder beständigen Hochdruck noch durchgreifenden Tiefdruck. Allerdings ist bei dieser wuseligen Wetterlage ein kleines Höhentief über Norddeutschland berechnet, „das im Süden die Hitze lässt und im Nordwesten [Deutschlands] die kühlere Luft. Das birgt die Chance auf Niederschläge.“ Das europäische ECMWF-Modell ist laut Zorn allerdings etwas niederschlagsfreundlicher als das amerikanische GFS.

Wir sehen also, dass etwas Bewegung in die Wetterküche kommt und sich die stabile Hitzewetterlage langsam aufzulösen beginnt. Das könnten die ersten schüchternen Auswirkungen der Kaltluftproduktion am Nordpol sein. Wirklich bemerken werden wir in Süddeutschland davon aber in den nächsten Wochen noch nicht viel. Noch steht normales Sommerwetter auf dem Plan. Dennoch ist es interessant zu wissen, dass jetzt schon die ersten Grundsteine für die kommenden Wetterlagen und den nächsten Winter gelegt werden.

mh/www.wetter-im-suedosten.de

Kommentare