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Peter H. jahrelang Pfarrer in Garching an der Alz

30 Kinder missbraucht: Vorbestrafter Geistlicher trotz seiner Taten noch immer Priester

Der Geistliche Peter H. verging sich an Minderjährigen an mindestens vier Orten in Nordrhein-Westfalen und Oberbayern.
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Ein Missbrauchsgutachten widmet allein Peter H., verpixelt im Bild zu sehen, 370 Seiten.

Der Mann aus Essen, der auch Minderjährige in Nordrhein-Westfalen missbrauchte, arbeitete als Pfarrer in Garching. Bisher haben sich rund 30 Betroffene gemeldet. Was über ihn bekannt ist.

München/Essen – Er war charmant und hatte Charisma. Seine Gottesdienste waren ein Ereignis, die Kirche war voll. Und mit seiner gewinnenden Art sammelte der katholische Priester Peter H. stets viele Ministranten um sich. Doch das war auch das Verhängnis: Mit dem Essener Diözesanpriester verbindet sich einer der brisantesten Missbrauchsfälle der katholischen Kirche in Deutschland. Der Geistliche verging sich an Minderjährigen an mindestens vier Orten in Nordrhein-Westfalen und Oberbayern. Bisher haben sich rund 30 Betroffene gemeldet.

Das Missbrauchsgutachten widmet allein Peter H. 370 Seiten. Der Mann kam, durch Übergriffe auffällig geworden, Anfang 1980 nach München und sollte sich dort einer Therapie unterziehen. Auf eine Anzeige und oder ein eigenes Strafverfahren verzichtete die Kirche.

Seelsorger arbeitete in München

Kurz nach seiner Übersiedlung arbeitete H. wieder als Seelsorger, zunächst in München, von 1982 bis 1985 in Grafing (Kreis Ebersberg), 1987 bis 2008 in Garching an der Alz (Kreis Altötting), danach bis 2010 als Kurseelsorger in Bad Tölz. 1986 verurteilte ihn das Amtsgericht Ebersberg nach einem Geständnis zu einer Gefängnisstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 4000 Mark.

Der Gerichtsgutachter und H.s Therapeut waren sich einig, dass der Priester nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfe. Dennoch wurde er abermals mit Gemeindeseelsorge beauftragt. Erst nach weiteren Vorwürfen zog ihn der Essener Bischof Overbeck am 11. März 2010 aus dem Verkehr.

Peter H. bleibt trotz Berufsverbot Priester

2020 kehrte H. ins Bistum Essen zurück, wo er zurückgezogen und unter Aufsicht lebt. Ein kirchenrechtliches Strafverfahren endete im Mai 2016. Sein Berufsverbot wurde bestätigt, der Titel Pfarrer entzogen. Er ist nach wie vor Priester. 

cm/kna

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