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Vorstellung der aktuellen Planung

Erweiterung der Hans-Kammerer-Schule in Burghausen nimmt konkrete Formen an

So soll die Erweiterung der Hans-Kammerer-Schule realisiert werden. Diese Animation zeigt den Eingang von Süden aus.
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So soll die Erweiterung (links) der Hans-Kammerer-Schule realisiert werden. Diese Animation zeigt den Eingang von Süden aus.
  • Jens Zimmermann
    VonJens Zimmermann
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In der Stadtratssitzung vom 19. Mai hat Werner Lechner, Leiter der Geschäftsstelle Burghausen, die aktuellen Planungen zur Erweiterung der Hans-Kammerer-Schule vorgestellt. Ein Großteil des Projektes fand große Zustimmung, geklärt werden müsste jedoch noch die genauen Kosten sowie eine mögliche Kälteanlage.  

Burghausen – Mehr Schüler und höherer Anteil der Ganztagsbetreuung: Um diesen Trend gerecht zu werden erhält die Hans-Kammerer-Schule in der Mozartstraße einen Erweiterungsneubau. Dort sollen auch die Klassen der Pestalozzischule unterkommen, die derzeit in der Hans-Stethaimer-Schule untergebracht sind. Nun wurden die aktuellen Planungen in der jüngsten Stadtratssitzung vorgestellt.

Anbau der Hans-Kammerer-Schule - „Bildungscampus“ von Burghausen

Schon vor rund zwei Jahren wurde das Burghauser Architektenbüro Karl + Markert mit der Planung beauftragt. Inzwischen sei man soweit, dass die Stadt mit der Eingabeplanung loslegen kann. In die aktuellen Entwürfe wurden laut Lechner alle Bedürfnisse der Schulleiter berücksichtigt, auch wenn dies jedoch kein Wunschkonzert war. Es sei aber vernünftig gewesen.

Sobald der Anbau fertig sein, könne seiner Ansicht nach schon von einem „Bildungscampus“ gesprochen werden. Neben der Hans-Kammerer-Schule befindet sich auch die Franz-Xaver-Gruber-Schule und die Sport-Kita in unmittelbarer Nähe. Hinzu kommen die bereits erwähnten Räumlichkeiten der Pestalozzischule.

Kostenrahmen von rund zehn Millionen Euro

Ins Auge fällt bei den aktuellen Entwürfen das offene Atrium, das das Gebäude mit Tageslicht erhellt. Man habe zudem auf wenig Grundflächenverbrauch geachtet. Insgesamt sei wenig unterkellert, da viele Anschlüsse und Technik aus dem Bestandsgebäude verwendet werden kann. Auch die Turnhalle bleibt bestehen, zwischen der und dem Anbau lediglich eine Fluchttreppe entstehen muss. Dafür muss das Gebäude des Hausmeisters weichen, auf welchem der neue Komplex auf drei Etagen entstehen soll.

Im linken Gebäude wohnt derzeit der Hausmeister. Dort soll der Neubau der Kammer-Schule entstehen.

Die Gesamtkosten für die Grundvariante belaufen sich aktuell auf rund 9,2 Millionen Euro. Offen sei dagegen noch, welche vorbereitende Maßnahmen und Optionen umgesetzt werden. So soll eine mögliche Aufstockung um eine Ebene vorbereitet werden, ebenso eine optionale Kälteanlage und eine Photovoltaik-Anlage. Auch ein Glasschiebeelement in der Mensa steht noch im Raum. Florian Schneider plädierte dafür, alle vorbereitenden Maßnahmen auch durchzuführen, um später die Möglichkeiten für eine Nachrüstung zu haben. Der Kostenrahmen belaufe sich demnach auf rund zehn Millionen Euro.

Große Zustimmung für Gesamtprojekt, großes Fragezeichen hinter einer Kälteanlage

Schulreferent Norbert Englisch (SPD) lobte das ausgewogene und gute Raumkonzept. Mit dem Anbau würde die Stadt den Anforderungen gerecht werden. Aktuell plane man im Zuge der Ganztagsbetreuung mit 100 Essen pro Tag mit einer steigenden Tendenz. Bereits jetzt hätte Burghausen viele Schüler. Für das Schuljahr 2025 wird auch hier ein Zuwachs gerechnet. Hinzu komme der Zuwachs in den Neubaugebieten. „Der Bedarf ist vorhanden und eine mögliche Aufstockung zwingend notwendig“, so Englisch. Aufgrund der Klimaerwärmung würde er sich auch für die Kälteanlage inklusive PV-Anlage aussprechen. Die Kosten von rund 174.000 Euro würden sich in Grenzen halten.

Gunter Strebel (Grünen) sprach von „ansprechenden“ Entwürfen, die optisch sehr gelungen sind. Ihm gefalle zudem, dass die Sanierung der Hans-Kammerer-Schule optisch aufgenommen wurde und sich im Anbau wiederfindet. Bezüglich einer möglichen Kälteanlage würde er gerne noch eine Expertenmeinung hören, ehe er eine Entscheidung darüber treffen könnte. Seine Fraktionskollegin Maria Kapsner dagegen sprach sich als Lehrerin klar für eine solche aus. Irgendwann könne man alleine durch das Lüften die Räume nicht mehr herunterkühlen.

Ob Bedarf hierfür besteht soll eine Simulation klären. Generell wäre das aktuelle System auf jeden Fall in der Lage die Räume bis mittags angenehm kühl zu halten. Probleme könnte es aber Nachmittags geben. „Solange wir ohne auskommen wäre dies die beste und nachhaltigste Lösung“, meint auch Schneider.

Nur ein Teil des Neubaus (links) muss unterkellert werden.

Höhere Ausgaben als gedacht?

Einen weiteren Grund zur Diskussion sah Peter Schacherbauer (UWB). Dieser erkundigte sich über den Kostenrahmen, schließlich habe man im Haushalt unter acht Millionen Euro eingeplant. Die zehn Millionen seien laut Schneider noch ohne Förderungen und einem einkalkulierten Zuschuss vom Landkreis in Höhe von zwei Millionen. Stefan Niedermeier (UWB) wollte zudem noch wissen, ob eine mögliche Kostensteigerung von rund 30 Prozent einkalkuliert sei.

Nach Auskunft des Architekturbüros beruhen diese Zahlen auf seriöse Schätzungen. Zwar hätte man den Markt nicht im Griff, doch der Rahmen sollte normalerweise eingehalten werden. In diesem Zuge sollte laut Niedermeier auch Einsparmöglichkeiten aufgelistet werden, um am Ende nicht doch auf 13 Millionen Euro zu kommen.

jz

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