Erinnert ihr euch noch an Hermine, die Holzbiene?

Erinnert ihr euch noch an Hermine, die Holzbiene? Sie ist eine von vielen hundert Wildbienenarten, die es in Deutschland gibt.

Damals wartete sie gerade am Eingang zu ihrem Nest darauf, dass ihr Nachwuchs flügge wird. Dieses Nest war eine lange Röhre, die Hermine in einen umgefallenen Baumstamm genagt hat. So fleißig sind aber nicht alle Wildbienen. „Manche von uns schenken sich die Mühe mit dem Nestbau“, verriet mir Hermine. „Auch darum war ich neulich so aufgeregt. Als Wildbiene weiß man nie, ob einem nicht eine Kuckucksbiene ihr Ei untergejubelt hat.“ Diese Wildbienen heißen so, weil sie einen fiesen Trick nutzen: Sie bauen ihre Nistplätze nicht selbst, sondern lauern anderen Bienen auf. Haben die ihren Nistplatz fertig und fliegen mal schnell Pollen als Futtervorrat für das Kleine sammeln, nutzt die Kuckucksbiene ihre Chance. Sie legt ihr Ei zu dem der Nestbauerin. Das entwickelt sich dann viel schneller als das der fleißigen Bienenmama. „Die Kuckucksbienenlarve saugt das andere Ei manchmal aus oder tötet die andere Larve. Dann macht sie sich über den Pollenvorrat allein her.“ Hermine blieb davon verschont: Ihr könnt euch kaum vorstellen, was das für ein Gebrumm war, als das Bienenbaby aus dem Tunnel kroch! Eure Paula

Kommentare