Zug erfasst Auto: Zwei Männer sterben

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Das alte Jahr ist in Bayern mit einigen tragischen Unfällen zu Ende gegangen. Im Allgäu starben zwei junge Männer, als ihr Auto von einem Zug erfasst wurde. Bei Lindau kam eine 23-jährige Autofahrerin ums Leben. Ein Kind wurde bei einem Unfall auf der A 94 schwer verletzt.

Verkehrsunfälle an Silvester

Das alte Jahr ist in Bayern mit einigen tragischen Unfällen zu Ende gegangen. Im Allgäu starben zwei junge Männer, als ihr Auto von einem Zug erfasst wurde. Bei Lindau kam eine 23-jährige Autofahrerin ums Leben. Ein Kind wurde bei einem Unfall auf der A 94 schwer verletzt.

Sontheim/Vaterstetten – Wenige Stunden vor dem Jahreswechsel ist es in Sontheim im Allgäu zu einem tragischen Unfall gekommen. Zwei junge Männer sind gegen 16 Uhr im Auto unterwegs, die Sonne steht tief. Vermutlich übersieht der 23-jährige Fahrer aus dem Landkreis Mindelheim deshalb das blinkende Lichtzeichen an dem unbeschrankten Bahnübergang. Das Auto wird von einem Regionalzug erfasst, der mit 120 Kilometern pro Stunde von Mindelheim Richtung Memmingen. unterwegs ist. Durch die Wucht des Aufpralls wird der Wagen in ein angrenzendes Grundstück geschleudert und völlig zerstört. Der 23-jährige Fahrer und sein 25-jähriger Beifahrer werden aus dem Fahrzeug geschleudert. Für beide kommt jede Hilfe zu spät, sie sterben noch an der Unfallstelle.

Der 35-jährige Lokführer erlitt einen Schock und wurde vor Ort vom Kriseninterventionsteam und Notfallmanagern der Deutschen Bahn betreut. Die rund 30 Zuginsassen blieben unverletzt und wurden mit Bussen zum Bahnhof nach Memmingen gebracht. Die Bahnstrecke war vier Stunden lang gesperrt. Die Eurocity-Fernzüge auf dieser Strecke wurden bis abends über Kempten umgeleitet, zwischen Memmingen und Mindelheim wurden Ersatzbusse eingesetzt. Die Bundespolizei hatte einen Hubschrauber angefordert, der die Unfallstelle aus der Luft vermessen sollte. Unfallermittler versuchen zu klären, warum der Fahrer das Blinklicht übersehen hat.

Bei Lindau ist an Silvester eine 23 Jahre alte Autofahrerin ums Leben gekommen. Die junge Frau geriet aus noch ungeklärter Ursache auf der Bundesstraße 31 auf die Gegenfahrbahn. Sie prallte ungebremst mit einem Kleinlaster zusammen, berichtet die Polizeiinspektion in Lindau. Die 23-Jährige starb noch am Unfallort, der 58 Jahre alte Fahrer des Lasters erlitt einen Schock und leichte Verletzungen.

Der dichte Nebel in der Silvesternacht hat auf der A 94 zwischen Markt Schwaben und Anzing einen schweren Autounfall verursacht. Ein 55-Jähriger krachte gegen 2.30 Uhr im Gemeindebereich von Vaterstetten (Kreis Ebersberg) mit seinem Auto in den vor ihm fahrenden Wagen. Dabei wurde ein acht Jahre altes Kind im vorderen Auto schwer verletzt. Es schwebt jedoch nicht in Lebensgefahr. Die vier weiteren Insassen des Autos wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Der 55-jährige Unfallverursacher blieb unverletzt, er konnte seinen Wagen gerade noch rechtzeitig verlassen, bevor dieser in Flammen aufging. Das Auto brannte völlig aus, die Polizei schätzt den Schaden auf 35 000 Euro.

Nach dem Feuerwerk in der Silvesternacht tritt häufig dicker Nebel auf. Er entsteht durch Anlagerung der Tröpfchen an die große Verunreinigung in der Luft. Dieser Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass beim Abbrennen der Raketen Metallsalz-Verbindungen in die Luft gelangen, die das Wasser anziehen und damit zusätzlich für Tröpfchenbildung sorgen.

In Kleinwallstadt im Kreis Miltenberg sind am Silvesterabend weitere fünf Menschen bei einem Frontalzusammenstoß schwer verletzt worden. Ein 20-jähriger Autofahrer hatte beim Überholen einen entgegenkommenden Wagen übersehen.  kwo/lby

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