Wir Enten können froh sein, dass wir nicht als Zweibeiner im Mittelalter geboren wurden.

Wir Enten können froh sein, dass wir nicht als Zweibeiner im Mittelalter geboren wurden.

Damals waren die Menschen beim Fasten nämlich sehr streng: Erst war nur das Fleisch warmblütiger Tiere verboten, später kamen auch noch Butter, Käse und Eier hinzu. Das erklärte uns die Biberin Frau Dr. Raspelzahn. Noch lange nach Ende des Mittelalters konnten Zweibeiner in Bayern ins Gefängnis kommen, wenn sie sich nicht an die Fastenregeln hielten. Dazu müsst ihr wissen, dass die Teller der meisten Menschen auch im Rest des Jahres früher nicht so gut gefüllt waren wie heute. Es war hart, sich in der Fastenzeit noch mehr einschränken zu müssen – zumal die meisten Leute schwer arbeiten mussten. Das brachte die Zweibeiner schon früh auf Ideen, wie sich die strengen Vorschriften umgehen ließen – und eine davon gefiel der Biberin gar nicht. Obwohl Fleisch an Fastentagen eigentlich tabu war, ließen sich die Zweibeiner schon mal einen Biber oder Fischotter schmecken. Denn alles, was im Wasser schwimmt, wurde kurzerhand zum Fisch erklärt – und der wiederum war erlaubt. „In der Fastenzeit lebten meine Vorfahren gefährlich“, sagte die Biberin. „Und da die schon genug gelitten haben, werde ich heuer auf nichts verzichten.“ Eure Paula

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