Wir Enten haben heute Großes vor: „Lasst uns eine Wanderung machen!“, hatte meine Entenfreundin Agnes vorgeschlagen.

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Wir Enten haben heute Großes vor: „Lasst uns eine Wanderung machen!“, hatte meine Entenfreundin Agnes vorgeschlagen.

Heute ist nämlich Tag des Wanderns – und den wollten wir Enten angemessen begehen. „Auf Schusters Rappen kann man die Natur am allerbesten erleben“, schnatterte Agnes. „Da entgeht einem nichts.“ Das hatte Waschbär Waldemar gehört. „Ihr wollt ausreiten?“, brummte er. „Ich wusste gar nicht, dass der Schuster im Dorf ein schwarzes Pferd hat.“ Denn ein solches nennt man „Rappe“. „Nein, der Schuster hält keine Pferde“, quakte Agnes. „Außerdem habe ich da nur eine Redensart der Zweibeiner nachgeschnattert. Sie bedeutet, dass jemand zu Fuß geht.“ Waldemar war verwirrt. „Warum sagen die Zweibeiner nicht einfach direkt, was sie meinen“, brummte Waldemar und schüttelte den Kopf. „Das versteht doch kein Waschbär!“ Agnes lachte. „Vielleicht, weil sie mehr Sinn für Humor haben als du“, quakte sie – und erklärte uns dann, wie diese Redewendung entstanden ist. „Schuster waren früher arme Handwerker“, quakte Agnes. „Sie konnten sich daher kein Pferd leisten.“ Daher waren sie meist zu Fuß unterwegs – und damit mit ihren Schuhen, scherzhaft „Schusters Rappen“ genannt. Eure Paula

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare