Ente Agnes kennt viele seltsame Tiergeschichten.

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Ente Agnes kennt viele seltsame Tiergeschichten. Gestern quakte sie uns von einer kleinen Erzwespe.

„Die hat es faustdick hinter den Fühlern“, quakte Agnes. „Sie frisst andere Wespen, mit denen sie die Kinderstube teilt.“ Klara war verwirrt. „Wie meinst du das?“, schnatterte sie. Agnes erklärte es ihr: So leben in Nordamerika Gallwespen, die Rinde oder Blätter von Eichen anritzen. Diese blähen sich dann ein wenig auf – und bieten der Wespe so ein sicheres Kinderzimmer: Unter der Blattoberfläche oder in der Rinde legen die Wespen Eier ab, aus denen sich Larven und später fertige Insekten entwickeln. Diese fressen sich durch die Pflanze frei. Haben sie Pech, wird ihre Kinderstube zuvor von einer Erzwespe entdeckt. Diese legt ihre Eier zu denen der Gallwespe. Diese wachsen zu Larven heran und ernähren sich von den jungen Gallwespen. Sie manipulieren diese so, dass sie ihnen nicht entkommen: Sind die Gallwespen groß, fangen sie an, sich freizufressen, hören aber plötzlich auf. „Wie die Erzwespen sie dazu bringen, weiß man nicht“, quakte Agnes. Die Gallwespe bleibt jedenfalls in einem viel zu kleinen Loch stecken. Die Erzwespe kann sich so länger an ihr sattfressen. Ist sie selbst groß, frisst sie sich durch die Gallwespe ins Freie. Gruselig, oder? Eure Paula

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