Landratsamt hebt das Badeverbot am Pelhamer See wieder auf

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Blaualgen schwimmen auf der Wasseroberfläche (Symbolbild)

Wegen einer Algenart könnte das Baden in Bad Endorf gefährlich werden – besonders, wenn das Wasser des Sees verschluckt wird. 

Update: Pressemitteilung des Landratsamtes vom 27. August

Badeverbot am Pelhamer See aufgehoben

Das Rosenheimer Gesundheitsamt hat das gestern (26.08.20) als Vorsichtsmaßnahme verhängte Badeverbot am Pelhamer See in der Gemeinde Bad Endorf wegen des Verdachts auf Blaualgen mit sofortiger Wirkung wieder aufgehoben. Zwei Sichtkontrollen am gestrigen Nachmittag und heute Vormittag haben keinen Hinweis auf Blaualgen ergeben. Die Untersuchung einer Wasserprobe aus dem Bereich des Badeplatzes heute am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim ergab, dass sich Blaualgen in einem sehr geringen Maß im Wasser befinden. Die Menge ist so gering, das keine Gesundheitsgefahr für Badegäste besteht und das Badeverbot wieder aufgehoben werden konnte.

Eine hohe Konzentration der Blaualgen oder „Cyanobakterien“ kann vor allem dann ein Gesundheitsrisiko werden, wenn Wasser mit hohen Konzentrationen geschluckt wird oder in die Atemwege gelangt. Hier sind vor allem Kinder gefährdet. Eine Aufnahme über die Haut ist unwahrscheinlich. Allerdings können sie die Haut reizen bzw. Entzündungen oder allergische Reaktionen auslösen.

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Pressemitteilung des Landratsamtes Rosenheim vom 26. August

Wegen des Verdachts auf Blaualgen ist der Pelhamer See in der Gemeinde Bad Endorf mit sofortiger Wirkung zum Baden gesperrt. Das Rosenheimer Gesundheitsamt wird am Nachmittag noch einmal Wasserproben nehmen. Mit den Ergebnissen wird morgen (Do) gerechnet. Bis dahin wird der Pelhamer See mit sofortiger Wirkung vorsorglich bis auf Weiteres zum Baden gesperrt. Die Gemeinde wurde bereits informiert und wird entsprechende Schilder bezüglich des Badeverbotes aufstellen.

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Das Staatliche Gesundheitsamt warnt davor, im See zu baden und dabei Wasser zu schlucken. 

Entzündungen und Allergien durch Blaualgen

Die Blaualgen oder „Cyanobakterien“ sind vor allem dann ein Gesundheitsrisiko, wenn Wasser mit hohen Konzentrationen geschluckt wird (hier sind vor allem Kinder gefährdet) oder in die Atemwege gelangt. Eine Aufnahme über die Haut ist unwahrscheinlich. Allerdings können sie die Haut reizen bzw. Entzündungen oder allergische Reaktionen auslösen.

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Trotz des Namens sehen die Blaualgen eher selten blau aus. Ihr blaues Pigment ist meist unter dem grünen Chlorophyll-a versteckt.

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