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Priorisierung aufgehoben - Möglichkeiten im Überblick

Wo und wie komme ich in Bayern jetzt an einen Corona-Impftermin?

Corona Impfung Symbolbild Montage
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Corona-Impfung (Symbolbild/Montage).
  • Martin Weidner
    vonMartin Weidner
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München/Landkreis - Seit Montag (7. Juni) kann sich jeder Bürger in Bayern, der möchte, um einen Termin für eine Corona-Impfung bemühen. Die sogenannte Priorisierung ist grundsätzlich weggefallen. Doch auf welchen Wegen und wo kann man nun gegebenenfalls an einen Termin gelangen?

Knapp 55 Millionen Impfdosen wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen verabreicht (Stand: Montagmittag, 7. Juni). 38 Millionen Menschen (45,7 Prozent) sind mindestens einmal, 17,7 Millionen (21,3 Prozent) vollständig geimpft (News-Ticker Dienstag, 8. Juni). Die Impfungen hatten Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. In der Reihenfolge kamen auch chronisch Kranke, später Lehrkräfte und Erzieher und andere Berufsgruppen früher zum Zug, bis die sogenannte Priorisierung nun schließlich aufgehoben wurde.

Mit dem Priorisierungsende haben alle ab zwölf Jahren nun zumindest theoretisch die Möglichkeit, einen Impftermin zu bekommen. Allerdings ist Geduld gefragt - und in den Bundesländern wird die Priorisierung teilweise auch noch aufrechterhalten. Mediziner und Vertreter der Kommunen dämpften entsprechend die Erwartungen. Der Impfstoff sei immer noch zu knapp für die hohe Nachfrage und werde auch weiterhin zu unzuverlässig geliefert, sagte Ulrich Weigeldt, Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes.

Doch welche Wege gibt es nun, schnellstmöglich an einen Termin für eine Corona-Impfung zu kommen? rosenheim24.de hat die Möglichkeiten im Überblick zusammengefasst.

Impfzentrum:

In Bayern gibt es rund 100 Impfzentren, in der Region in Neuötting (Landkreis Altötting), Mühldorf (Landkreis Mühldorf), Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim), Trostberg (Landkreis Traunstein) und Ainring (Landkreis Berchtesgadener Land). Anders als in anderen Bundesländern kann man in Bayern nicht direkt einen Termin in einem beliebigen Impfzentrum ausmachen, sondern stattdessen muss man sich - wohnortgebunden - unter impfzentren.bayern registrieren.

Anschließend ist (derzeit) viel Geduld gefragt: Das für einen zuständige Zentrum meldet sich per SMS oder E-Mail mit einem Terminangebot. Allerdings werden in den Zentren derzeit kaum Erstimpfungen verabreicht, da der verfügbare Impfstoff für die Durchführung von Zweitimpfungen benötigt wird. Eigentlich hatte Gesundheitsminister Holetschek (CSU) angekündigt, dass ab dieser Woche (7. Juni) auch wieder mehr Impfstoff für Erstimpfungen zur Verfügung stehen solle. Diese Zusage wurde offenbar nicht eingehalten. Die aktuelle Situation in den Impfzentren der Landkreise Rosenheim und Traunstein hat rosenheim24.de in einem Extra-Artikel (Plus-Artikel) zusammengefasst.

Hausarzt:

Die bayerischen Hausärzte sind bereits seit Ostern in die Impfkampagne eingebunden - auch hier ist inzwischen die Priorisierung gefallen. Auch hier ist es nicht einfach, an einen Termin zu gelangen. Bei einigen Ärzten kann man sich online oder per E-Mail für Termine anmelden/bewerben, andere wiederum haben „nur“ eine Warteliste. Allerdings versorgen die Hausärzte vornehmlich zunächst ihre eigenen Patienten - wer also keinen Hausarzt hat, schaut oftmals in die Röhre und kommt oft nicht mal auf die Warteliste...

Facharzt:

Vereinzelt kann man sich auch bei Fachärzten in Bayern impfen lassen - zum Beispiel bei Frauenärzten oder HNO-Ärzten. Der Ablauf ähnelt dem in den Hausarztpraxen: Anrufen oder per E-Mail anfragen. Dann bekommt man entweder einen Termin, auf die Warteliste (oder auch eine Absage).

Betriebsarzt:

Als einen „weiteren großen Fortschritt“ bezeichnete es Bundeswirtschaftsminister Altmaier (CDU), dass nun auch die Betriebsärzte mitimpfen dürfen. Sie hätten auf diesen Tag gewartet und seien bereit, loszulegen. „Das wird nochmal einen deutlichen Unterschied machen“, so Altmaier. Rund 6000 Betriebsärzte würden mitimpfen. Das bedeute drei Millionen Impfungen pro Monat mehr.

Allerdings geht es zunächst langsam los. Impfstoff ist rar, die Nachfrage deutlich größer als das Angebot. Vorgabe ist, dass nach „Gefährdungspotential“ geimpft werde, hieß es. Im Rahmen eines Modellprojektes hatten zuletzt auch zwei Firmen aus der Region bei Betriebsimpfungen mitgemacht - und zwar Wacker Chemie in Burghausen und die Firma Brückner GmbH in Siegsdorf.

Online-Tools:

Es gibt im Internet inzwischen diverse „Impf-Portale“. Auf Seiten wie sofort-impfen.de kann man sich registrieren und für einen Termin bei Ärzten in der Region bewerben. Angeblich sind auf der genannten Seite bereits über zwei Millionen Impfwillige angemeldet. Das Prinzip, das dahinter steckt, ist simpel: Wenn Arztpraxen freie Termine haben, können sie diese auf ein Online-Portal stellen. Wer dort registriert ist, wird dann informiert - per Mail, über einen Messenger-Dienst oder auf anderem Weg. Dann muss man nur noch schnell sein. Der „Haken“ ist jedoch auch hier derselbe: Es ist einfach nicht genug Impfstoff da...

Impfreise ins Ausland:

Wer abenteuerlustig und/oder risikofreudig ist, kann es eventuell auf diesem Weg versuchen: In Moskau, San Marino oder Belgrad kann man sich als Tourist gegen Corona impfen lassen - meist mit dem russischen Impfstoff „Sputnik“. Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) gibt es sogar schon diverse Reiseveranstalter, die solche „Impfreisen“ anbieten. Billig ist der „Spaß“ jedoch nicht: Ein zweimaliger Kurztrip nach Moskau (mit entsprechendem Abstand für erste und zweite Impfung) kostet beispielsweise um die 2000 Euro. Inkludiert sind Flüge, Hotels, Transfers, Masken und Dolmetscher für die Impftermine. Die Impfungen selbst muss man laut dem Bericht jedoch nochmal extra zahlen (etwa 400 Euro).

mw

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