Das „Eipassiern“

Kennt den Kasernenhof-Ton: der Soldat. Kennt ihn auch: der Bayer. Denn viele bairische Begriffe haben ihren Ursprung in der Militärsprache. Foto: dpa
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Kennt den Kasernenhof-Ton: der Soldat. Kennt ihn auch: der Bayer. Denn viele bairische Begriffe haben ihren Ursprung in der Militärsprache. Foto: dpa

Unser Bairisches Wort . Dass der ersehnte „Urlaub“ ein Begriff der alten Militärsprache ist, nämlich den „Er-Laub“, die Truppe für ein paar Tage zu verlassen meint, hat sich mittlerweile herumgesprochen.

Dass aber auch andere Worte und Redewendungen von den Reservisten in die heimatliche Mundart eingeschleust wurden, weniger. Die „Menasch“ (fr. menage) zum Beispiel, ursprünglich ein geschlossenes Geschirr zum Transport von Lebensmitteln, wurde zum Synonym für militärische Verpflegung, dann auch für jegliche Form von Nahrung. Etwas „ausfechten“, mit jemandem „z’sammrucken“, vor einer Übermacht „retourieren“ – überall schwingt der Kasernenhof-Ton mit.

„Ab die Gewehre!“ sagt der Kartenspieler, wenn er stolz eine Übermacht an Trümpfen präsentiert. Und schließlich flüstert so mancher Backfisch in Hinblick auf seine strengen Eltern: „Jetzt muaß i hoam, um zehne muaß i eipassiern“.

Norbert Göttler

Bezirksheimatpfleger Oberbayern

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