Ich hab einen Freund, der fängt seine Beute unter Wasser – und zwar, indem er sie beißt und dabei mit einem Gift lähmt.

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Ich hab einen Freund, der fängt seine Beute unter Wasser – und zwar, indem er sie beißt und dabei mit einem Gift lähmt. Aber keine Angst, für euch Zweibeiner ist das ungefährlich.

Mein Freund heißt Nepomuk und ist ein Wasserspitzmaus-Männchen. Er ist fast so groß wie eine Hausmaus, hat aber einen kürzeren Schwanz und seine kleinen Ohren sind im Fell versteckt. Nepomuk wohnt in einem verlassenen Maulwurfsbau an einem kleinen Bach, der in den See fließt. Als ich letztens darin, den Kopf unter Wasser, nach Futter suchte, sah ich Nepomuk bei der Jagd. Blitzschnell schnappte er sich ein kleines Fischchen und flitzte damit nach oben. Ich tauchte wieder auf und beobachtete, wie der pelzige Winzling seine Beute verzehrte. „Dass eine Maus sogar im Winter zum Tauchen geht – das hätte ich nicht gedacht“, schnatterte ich. „Ich bin doch keine Maus“, piepste da Nepomuk. „Und noch nicht einmal ein Nagetier. Ich gehöre zu den Insektenfressern und bin näher mit dem Igel verwandt als mit einer Maus.“ Nepomuk dreht am Grund des Baches Steine um und sucht mit seiner spitzen Schnauze nach Insektenlarven, Krebschen, Wasserasseln und sogar Fröschen und Molchen. An Land fängt er auch Regenwürmer, Schnecken und Insekten. Übrigens: Die Wasserspitzmaus ist von der Umweltorganisation „Pro Natura“ als Tier des Jahres 2016 ausgewählt worden. Eure Paula

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