Zu einem richtigen Sommer gehört für mich das Zirpen der Grillen.

Zu einem richtigen Sommer gehört für mich das Zirpen der Grillen.

Für mich ist das wie Musik. Dabei spielen die sechsbeinigen Musikanten im Gras gar nicht für uns Enten. „Die Grillen musizieren eigentlich nur für ihre Artgenossen“, quakte meine Entenfreundin Agnes. „Wir sind nur so was wie Zaungäste.“ Agnes verriet uns, dass nur die männlichen Tiere zirpen können. „Das laute Gezirpe ist ein Signal an andere Männchen“, quakte Agnes. „Es bedeutet: ,Das ist mein Revier, mach dich schnell vom Acker.‘“

Vor allem aber wollen sie damit Grillendamen anlocken. Die sind wählerisch, darum müssen sie sich ins Zeug legen. „Grillen zirpen mit ihren Flügeln“, quakte Agnes. Unter dem rechten Flügel sitzen viele winzige Zähnchen. Streichen sie mit diesem Flügel über den anderen – so wie mit einem Geigenbogen über Saiten –, schwingen diese Zähnchen. Das hört man leise. Damit das Zirpen weiter zu hören ist, verstärken sie es mit einer Membran im Flügel – wie mit einem Lautsprecher. Ihr Konzert geben Grillenmänner daheim: Sie sitzen vor ihren Wohnröhren, die in die Erde führen. Mit etwas Glück lockt die Musik eine Grillenfrau an, die das Gezirpe mit den Beinen hört. Gefällt ihr die Musik, hüpft sie herbei. Passt alles, bekommen die beiden Nachwuchs. Eure Paula

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