Auf einem achtbeinigen Ross und mit zwei Raben auf den Schultern: So stellten sich die alten Germanen ihren Göttervater vor.

+

Auf einem achtbeinigen Ross und mit zwei Raben auf den Schultern: So stellten sich die alten Germanen ihren Göttervater vor. „Dieser Odin hatte einen komischen Geschmack“, brummte Waschbär Waldemar.

„Wie kann man sich nur zwei hässliche Raben als Helfer aussuchen?“ Die Biberin Frau Dr. Raspelzahn winkte mit der Pfote ab. „Das sind doch schöne, majestätische Tiere“, meinte sie. „Ich muss aber zugeben, dass sie mit einem anderen Göttervogel nicht mithalten können.“ Waldemar lachte. „Noch so ein himmlisches Federvieh?“, brummte er. „Der Quetzal hätte gern darauf verzichtet“, meinte die Biberin. Sie erzählte uns von einem Vogel, der selbst den prachtvollsten Stockenten-Erpel blass aussehen lässt. Kopf, Mantel, Flügel und Schwanzfedern schimmern kräftig türkisgrün. Sein Bauch leuchtet blutrot. „Zumindest bei den Quetzal-Männern“, sagte die Biberin. Die Vögel sind zudem kaum so groß wie eine Elster. „Dafür protzen die Herren mit viel zu langen Schwanzfedern.“ Die gefielen leider auch den Azteken, den Ureinwohnern. „Sie fingen die Vögel und rupften ihnen die Schwanzfedern aus“, sagte die Biberin. „Damit schmückten sie die Köpfe ihrer Priester.“ Denn die Azteken verehrten Quetzalcoatl, eine gefiederte Schlange, als Gott. Immerhin: Ihrer prächtigen Schwanzfedern beraubt durften die Quetzalmänner weiterleben. Eure Paula

Kommentare