OBDACHLOSER MACHTE ES SICH GEMÜTLICH – WÄHREND BEWOHNER SCHLIEFEN

Einbrecher vor Gericht

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Bergkirchen – Er brach in ein Haus in Bergkirchen (Kreis Dachau) ein, öffnete sich eine Flasche Prosecco, aß Nutella-Brote und Eierpfannkuchen, zündete Teelichter an, lackierte sich die Fingernägel und sah fern.

Die Tat geschah in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai vergangenen Jahres – während die Bewohner, eine vierköpfige Familie, schliefen.

Am Donnerstag musste sich der Obdachlose Felix S. (Name geändert) vor dem Münchner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 56-Jährigen Einbruch und Sachbeschädigung vor. Der Anklage zufolge richtete Felix S. im Haus einen Sachschaden von mehreren tausend Euro an. Er habe etwa die Couch mit Nagellack verschmiert und die Sauna unter Wasser gesetzt. Außerdem soll er Gegenstände im Wert von rund 10 000 Euro gestohlen haben.

Der Angeklagte räumte zwar die Sachbeschädigungen ein, bestritt jedoch einen Großteil der ihm zur Last gelegten Diebstähle. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der aus Oberhaching stammende gelernte Bauzeichner schizophren und deshalb nicht schuldfähig sei. Da sie ihn für gefährlich hält, soll er in einer Psychiatrie untergebracht werden. Felix S. hatte seinen Ärzten untersagt, über seinen Gesundheitszustand auszusagen. Er wirkte vor Gericht wirr und aggressiv. Das Urteil könnte bereits kommende Woche fallen.  till

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