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Feuerwehr steht vor vielen offenen Fragen

Ein Spiel mit dem Feuer: Was tun, wenn die E-Autos brennen?

Die Feuerwehr beim Einsatz eines Löschcontainers
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Die Feuerwehr beim Einsatz eines Löschcontainers
  • VonTim Niemeyer
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Immer wieder werden sie als die Zukunft des mobilen Fahrens bezeichnet - Elektroautos. Fast alle namhaften Automobilhersteller planen in mehr oder weniger naher Zukunft vermehrt, oder gar ausschließlich, auf Elektrofahrzeuge zu setzen. So lobenswert der Nachhaltigkeitsgedanke dabei sein mag, so viele Probleme bringen die modernen Flitzer auch mit sich.

Bayern - Es ist nicht lange her, da sorgte ein brennender Hybrid-BMW für Schlagzeilen. Das halbelektrische Fahrzeug entzündete sich wie durch Geisterhand und stellte die Feuerwehr daraufhin vor Probleme. Immer wieder fing die Hochvoltbatterie Feuer und ließ sich nur kurzzeitig löschen. Die BMW-Werksfeuerwehr musste daraufhin mit einem Spezialcontainer ausrücken in dem das Auto dann versenkt wurde. Dieser Vorfall ereignet sich in München, wo das BMW-Werk und der Container nicht weit weg sind, doch was passiert wenn mal E-Autos in der Region brennen? ovb24.de hat mit leitenden Feuerwehrbeamten gesprochen.

Von allen Kreisbrandräten der Feuerwehr ist die gleiche Antwort zu hören: „Ja das Thema beschäftigt uns enorm.“ Josef Kaltner von der Kreisbrandinspektion Berchtesgadener Land merkt hierzu an: „Einen konkreten Einsatzfall gab es in unserem Landkreis noch nicht - kann aber jederzeit eintreten!“ Doch was passiert, wenn der Fall eintritt? „Die derzeitige Taktik besteht darin, mit reichlich Wasser zu kühlen.“ heißt es von Kaltner weiter. Und wenn das nichts bringt versuchen auch die Feuerwehren in unserer Region einen solchen speziellen Löschcontainer zu organisieren.

Hierfür nehmen die Kreisbrandräte die Abschleppunternehmen in die Pflicht. Harald Lechertshuber, Kreisbrandrat des Landkreises Mühldorf verrät: „Es ist grundsätzlich Aufgabe eines Abschleppunternehmens solche Container vorzuhalten.“ Aktuell sind die Container jedoch Mangelware und die Feuerwehr ist froh, wenn im Landkreis überhaupt einer davon vorhanden ist. Auch deswegen befindet sich die Feuerwehr in intensiven Gesprächen mit Abschleppunternehmen, um dieser Problematik entgegenzuwirken. In Altötting hat man beispielsweise Glück und kann auf die Container der örtlichen Chemie-Industrie zurückgreifen.

Allerdings ist die Thematik noch viel weitläufiger, denn mit der Möglichkeit ein einzelnes E-Auto zu löschen ist nur die Spitze des Eisbergs behandelt. Die Feuerwehrverantwortlichen bringen noch viele weitere Fragen auf den Tisch, für die es aktuell nicht wirklich eine Lösung gibt. Rupert Maier, Kreisbrandmeister im Landkreis Altötting, machen die neumodischen Elektro-Lastwagen und weitere Großfahrzeuge Sorgen, die sich sicherlich nicht so einfach in einen kleine Container hieven lassen. Daran schließt sich die Frage danach an, was passiert, wenn es beispielsweise einen Unfall gibt, bei dem gleich mehrere E-Fahrzeuge brennen. Und auch Josef Kaltner weist auf weitere Probleme hin: „Wohin mit dem kontaminierten Wasser aus dem Container? und wo soll so ein Container bis zu zwei Wochen lang stehen?“

Den Feuerwehren stehen mit den Elektroautos intensive Zeiten bevor, in denen es viel zu klären gibt. Es ist zu hoffen, dass möglichst schnell Lösungen für die offenen Fragen gefunden werden. Auch wenn sich aktuell in den meisten Landkreisen die Fälle von brennenden E-Autos noch in Grenzen halten, mit dem Zuwachs an Elektro-Fahrzeugen wird es immer wahrscheinlicher, dass auch in unserer Region bald ein stromgeladener Flitzer brennt und dann will die Feuerwehr gerüstet sein. Derzeit wirkt die Thematik eher noch wie ein Spiel mit dem Feuer.

nt

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