Eidechse müsste man sein: Das dachte ich neulich, als ich durchs Dorf in der Nähe des Sees watschelte.

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Eidechse müsste man sein: Das dachte ich neulich, als ich durchs Dorf in der Nähe des Sees watschelte.

Auf einer Gartenmauer entdeckte ich die Eidechse. Sie ließ sich die Sonne auf die Schuppen brennen – und schien das in vollen Zügen zu genießen. „Pass bloß auf, dass dich kein Vogel schnappt. Ich jedenfalls werde immer so müde, wenn ich länger in der Sonne hocke“, quakte ich. Die Eidechse war erstaunt. „Müde?“, fragte sie. „Mich macht die Sonne richtig munter!“ Erst nach einem Sonnenbad komme sie auf ihre optimale Betriebstemperatur. „Bei 25 bis 32 Grad funktionieren meine Augen und Ohren und auch meine Muskeln am besten“, erklärte sie mir. Darum suche sie sich gern einen Platz an der Sonne. „Ich bin so froh, dass der Winter vorbei ist“, sagte sie. „Da fühle ich mich wie erstarrt.“ Tatsächlich können sich Reptilien bei Kälte nicht mehr bewegen. Ihr Herz schlägt dann nur noch langsam. Weil sie dann nicht flüchten können, verbringen sie den Winter in einem sicheren Versteck. „Aber das ist zum Glück vorbei“, sagte die Eidechse erleichtert. „Die Sonne macht mich wach und froh. Und weißt du, was besonders toll ist?“, fragte mich die Eidechse und gab gleich selbst die Antwort. „Steine können die Wärme der Sonne eine Zeit lang speichern. Wird es abends kühl, krieche ich in einen Spalt zwischen den Steinen hier – und habe so einen beheizbaren Unterschlupf.“ Eure Paula

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