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DNA-Analyse liefert Beweis

Goldschakal hat Schafe in Grasleiten gerissen - Warum Experten von „einer Sensation“ sprechen

Goldschakal
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Das Foto aus dem Jahr 2012 zeigt einen Goldschakal, der im Nationalpark Bayerischer Wald (Bayern) von einer Wildkamera fotografiert wurde.
  • Boris Forstner
    VonBoris Forstner
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Eine DNA-Analyse liefert nun Beweis: Ein Goldschakal hat Ende April drei Schafe in Grasleiten gerissen. Der Tierhalter hofft auf Entschädigung. Für Experten ist der Fall „eine Sensation“.

Huglfing – Nur zwei Höfe gibt es im Weiler Grasleiten, Jakob Buchner bewohnt einen davon. Seit 2021 betreibt er mit einer Bekannten eine Schafhaltung mit 50 bis 60 weißen und schwarzen Waldschafen, die sich auf einer Wiese 150 Meter entfernt vom Hof tummeln. 

Doch Ende April wurden drei Schafe gerissen. Die genetische Untersuchung hat nun belegt, dass der Goldschakal schuld am Tod der Tiere ist. Dieses unerwartete Resultat sorgte auch im Landesamt für Umwelt für Aufregung. Denn der Goldschakal wurde in Bayern bisher nur neun Mal nachgewiesen. Entweder durch den Fund eines toten Tiers, den genetischen Nachweis oder Bildmaterial. 14 Sichtungen wurden bestätigt.

Der Goldschakal: Ein äußerst seltenes Raubtier

Doch der Fall in Grasleiten ist der erste Nutztierriss in Bayern, der nachweislich auf einen Goldschakal zurückzuführen ist, sagt ein LfU-Sprecher und ergänzt: „eine Sensation.“

Buchner glaubt, dass sich das bei uns äußerst seltene Raubtier schon länger in der Gegend herumgetrieben hat. Normalerweise stehen ihm nun 400 Euro an Schadenersatz zu, aber, so teilt das LfU mit: „Der Goldschakal zählt nicht zu den großen Beutegreifern.“ Nun müsse erst einmal geprüft werden, ob Buchner entschädigt wird. Der hofft, dass das Raubtier längst weitergezogen ist – seit April ist nichts mehr passiert. Vorsorglich hat er seine Schäfchen nun eingezäunt. 

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