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Flächenverbrauch vs. Kundenfreundlichkeit

Diskussionen um Discounter in Altötting: Mehr Fläche, weniger Parkplätze

Die Parkplatzfläche eines Discounters in Altötting soll fünf Meter breiter werden.
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Die Parkplatzfläche eines Discounters in Altötting soll fünf Meter breiter werden. Dafür weicht landwirtschaftliche Fläche. Danach soll es weniger Stellplätze geben, da diese kundenfreundlicher gestaltet werden sollen.
  • Jens Zimmermann
    vonJens Zimmermann
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Ein Discounter in Altötting will seine Fläche um rund 700 Quadratmeter erweitern. Damit sollen u.a. die Parkplätze kundenfreundlicher gestaltet werden. Trotz der Erweiterung wird es aber in Zukunft weniger Stellplätze geben. In der Stadtratssitzung vom Mittwoch (9. Juni) gab es für diese Pläne auch kritische Stimmen. 

Altötting - Im Gewerbegebiet Ost will ein Discounter seine Fläche um rund 700 Quadratmeter erweitern. Die Liste sieht die Pläne jedoch kritisch. Die Erweiterung betreffe laut Marcel Seehuber zum Großteil die Parkplätze. „Aktuell gibt es dort 126 Stellplätze, die breiter gestaltet werden sollen. Danach gibt es trotz einer größeren Fläche nur noch 121 Plätze. Laut der rechtlichen Mindestanforderung werden aber nur 76 benötigt“, stellt Seehuber fest. Das sei unnötiger Flächenverbrauch, zumal auch noch landwirtschaftlicher Boden verloren geht. Man müsse damit vorsichtig sein. Vielleicht könnte die Stadt in Zukunft die Stellplätze auch deckeln.

Discounter in Altötting erweitert Fläche - künftig jedoch weniger Parkplätze

„Es geht womöglich darum, es den Kunden bequemer zu machen“, vermutet auch Bürgermeister Stephan Antwerpen. Fünf Meter breiter soll die Fläche werden. Dennoch gebe es bereits jetzt viel Grünflächen inklusive Obstbäumen, die erhalten bleiben sollen. Zudem sollen Ladestationen für Autos und zusätzliche behindertengerechte Stellplätze entstehen. Auch für Fahrräder soll es laut Antwerpen bequemer werden. Entscheidend sei aber auch, dass der Eigentümer mit den Plänen einverstanden ist.

Für Christian Pöllner (CSU) ist die Kritik nicht nachvollziehbar. Entweder es gebe die Erweiterung oder der Discounter ziehe um. „Dann werden die Flächen woanders versiegelt – ist das besser?“, so der CSU-Fraktionssprecher. Dann habe man in Altötting ein leerstehendes Gebäude. Generell finde er es gut, wenn Unternehmen kundenfreundlich sind. Offenbar seien schmale Parkplätze eben nicht mehr so gewünscht. Die Kaufkraft bleibe dadurch für Alfred Kanizsay (CSU) in Altötting. Der Grundgedanke von Seehuber sei richtig, doch in diesem Fall sei es vertretbar.

Werden Stellplätze zukünftig gedeckelt?

Hubert Rothmayer (SPD) sprach sich auch dafür aus, zukünftig die Anzahl der Parkplätze zu deckeln. Schließlich seien es mehr als notwendig. Für Anton Dingl (FW) wird mit der aktuellen Entwicklung die Kaufkraft aus der Stadtmitte gezogen. Zudem liege der Fokus der Kundenfreundlichkeit für ihn zu sehr auf das Auto. Für Bubl Ulrike (Die Liste) sind die Argumente für die Erweiterung nicht nachvollziehbar. Für die Umgestaltung der Parkplätze könnte der Discounter auch die bestehenden Flächen nutzen, da sie mehr als genug Stellplätze zur Verfügung haben.

Die aktuelle Stellplatzordnung sehe laut der Verwaltung derzeit einen Platz pro 25 Quadratmeter vor. Diese Änderung habe der Stadtrat im Jahr 2012 beschlossen. Gesetzlich vorgesehen sind 40 Quadratmeter. Dies könnte vom aktuellen Gremium auch wieder verändert werden und wird bestimmt zeitnah diskutiert werden. An der aktuellen Erweiterung des Discounters hat dies jedoch keine Auswirkungen mehr. Mit drei Gegenstimmen wurde letztlich der Änderung des Bebauungsplan zugestimmt.

jz

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