„Dafür bist du noch viel zu klein“.

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„Dafür bist du noch viel zu klein“. Über diesen Satz habe ich mich als Küken oft geärgert.

Zumal ich damals davon überzeugt war, dass ich sehr wohl abschätzen kann, ob etwas zu gefährlich für mich ist oder eben nicht. Meine Entenmama sah das aber anders – und das wurmte mich. Ich wünschte mir nämlich nichts sehnlicher, als endlich zu den Großen zu gehören. Soweit man bei einer kleinen Ente von „groß“ quaken kann. Wenn ich mich heute daran erinnere, muss ich oft lachen. Denn damals dachte ich auch, wenn ich nur erst erwachsen wäre, würde ich nur noch tun, wozu ich gerade Lust habe. Heute weiß ich es besser: Selbst so eine kleine Ente wie ich hat Verpflichtungen. Ihr wärt doch bestimmt traurig, wenn ich morgens einfach im Nest bleiben und keine neue Geschichte schnattern würde. „Schlagen Sie sich das bloß aus ihrem Entenkopf“, rief die Biberin Frau Dr. Raspelzahn. Ich muss wohl „laut gedacht“ haben. „Selbst ein Sonnentag ist ohne Ihre Geschichten halb so schön“, sagte die Biberin. Bis sie diese lesen kann, muss sie bis zum Abend warten. Dann bringe ich ihr eine Zeitung mit an den See. „Ein Jammer, dass meine Burg keinen Briefkasten hat“, sagte die Biberin. „Sonst würde ich die Zeitung schon beim Frühstück lesen.“ Eure Paula

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