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„Sie ist praktisch mein erstes Kind“

Dackeldame Else verschwand spurlos am Spitzingsee - wie sie sechs Tage später gefunden wurde

Dackelbesitzer Peter Brüse mit Else und ihr Finder Klaus Altmann
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Glücklich über das gute Ende: Dackelbesitzer Peter Brüse mit Else und ihr Finder Klaus Altmann
  • Alexandra Korimorth
    VonAlexandra Korimorth
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Sechs Tage lange musste ihr Besitzer bangen. Am 27. Dezember ist die Dackeldame Else spurlos im Spitzing-Sutten-Gebiet verschwunden. Doch 6 Tage später wurde sie gefunden - 2,5 Kilo leichter, aber dennoch „topfit“. Ein Happy End zu Jahresbeginn. Wie es dazu kam.

Spitzingsee/Sutten – Glückliches Ende einer groß angelegten Suchaktion zwischen Schliersee und Rottach-Egern im Kreis Miesbach. „Wir sind unaussprechlich dankbar und so froh, dass wir unsere Else wiederhaben“, sagt Peter Brüse mit Tränen in den Augen. Dabei drückt der 40-jährige Münchner Dackeldame Else fest in seine Arme. „Else habe ich zu meinem 30. Geburtstag geschenkt bekommen. Sie ist praktisch mein erstes Kind“, gesteht der vierfache Familienvater. 

Zusammen mit seiner Frau und seinen vier Kindern, seinem Bruder und dessen Familie wollte Peter Brüse wie jedes Jahr Weihnachten und Silvester am Spitzingsee verbringen. Dort besitzt die Familie seit Generationen eine Jagdhütte. Und dort geht Peter Brüse mit seiner Hündin Else zur Jagd. Dort kennt sich die Dackeldame aus. Doch am 27. Dezember um 7 Uhr kehrt Else nicht von ihrem ersten morgendlichen Rundgang zurück. Es ist das erste Mal, dass das passiert. „Vermutlich hat sie am Haus, das mitten im Wald liegt, eine Fuchsfährte aufgenommen und konnte nicht anders, als der zu folgen“, glaubt Brüse.

Stundenlange Suche nach Dackeldame Else

Die gesamte Familie sucht nach Else. Als sie nach Stunden erfolglos zurück zur Jagdhütte kommt, informiert sie die Tierschutzorganisation Tasso, wo Else registriert ist. Außerdem die Tierärzte und das Tierheim im Landkreis. Die Familie hängt Suchzettel am Spitzingsee, aber auch bis nach Schliersee auf, versucht es über die sozialen Medien. Und Peter Brüse informiert den Revierförster Bernhard Reissner, der verspricht, die Suchanzeige inklusive Foto an alle Forst-Kollegen und alle Berufsjäger weiterzugeben. „Das war die beste Idee von allen. Denn letztendlich hat dieser Weg zum Erfolg geführt“, sagt Brüse später.

So ist der ehemalige Forstbeamte und Naturschutzwächter für das Suttengebiet, Klaus Altmann aus Rottach-Egern, informiert und auch besonders aufmerksam, als er sich am 1. Januar zusammen mit einem befreundeten Ehepaar auf einen Streifgang im Bereich der Wechselalm aufmacht. Als sie um 14.30 Uhr dort ankommen, entdecken sie einen Dackel. Klaus Altmann identifiziert den Hund sofort als die gesuchte Else. Verschiedene Versuche, den Hund einzufangen, scheitern. Klaus Altmann fährt zum nächsten Ort mit Funkempfang und informiert den Revierförster. Dieser rät, in Richtung Valepp zu fahren, wo ein Suchtrupp unterwegs ist. Schließlich können Altmanns Freunde Else einfangen und am Halsband einen Strick befestigen. Sie packen die Dackeldame in Altmanns Auto. An der Anker Winterstube kommen ihm schon Peter Brüse, sein Bruder und Schwager entgegen. 

Die Wiedersehensfreude bei Hund und Mensch ist riesig. Und die Erleichterung darüber, dass Else das sechstägige Abenteuer in freier Wildbahn so unbeschadet überstehen konnte, gigantisch. Zwar hat Else 2,5 Kilogramm Gewicht verloren. „Aber sie ist topfit“, sagt Herrchen Peter Brüse glücklich. „Gott sei dank war es nicht so kalt und es lag kaum Schnee, sodass der Energieverbrauch nicht so hoch war und Else vielleicht auch noch die ein oder andere Maus erwischen konnte“, freut sich der Hundehalter. Und er ist dankbar, dass alle weiter gesucht haben, obwohl die Befürchtungen am dritten, vierten Tag, dass es das gewesen sein konnte, groß waren. Ein guter Start ins Jahr 2023.

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