Lockerungen der Corona-Beschränkungen

Wann und für wen Schulen, Kitas, Gastronomie und Hotels in Bayern öffnen

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Bis Pfingsten sollen 50 Prozent der bayerischen Schüler wieder in den Unterricht gehen.
  • Katharina Ober
    vonKatharina Ober
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Mit Spannung war erwartet worden, welche Lockerungen Ministerpräsident Markus Söder für Bayern während der Corona-Pandemie verkündet. Andere Bundesländer hatten große Schritte angekündigt. Söder hatte dazu gesagt, dies mache ihn unglücklich. Dennoch gibt es in Bayern bis Pfingsten mehrere Lockerungen.

München - Ministerpräsident Markus Söder hat seinen sogenannten Bayern-Plan bis Pfingsten vorgestellt, der Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorsieht. „Schrittweise“ und „später als andere“ sollten vorsichtige Schritte in Richtung Lockerung laufen. Er sagte es handele sich um ein Modell eines vorsichtigen Weges. Dies habe er mit der Kanzlerin und Baden-Württemberg abgestimmt. Und so sehen die Lockerungen aus:

Treffen mit Familien

Bereits ab dem morgigen Mittwoch wird aus der Ausgangsbeschränkung eine Kontaktbeschränkung. Man müsse nicht mehr daheim bleiben, so Markus Söder. Aber weiterhin gelte das Gebot 1,5 Meter Abstand zu halten. Familien dürften wieder direkte Verwandte sehen, etwa Großeltern. Partys seien jedoch nicht erlaubt, so der Ministerpräsident. Ab diesem Mittwoch ist es erlaubt, eine Person außerhalb des eigenen Hausstands und auch enge Familienangehörige zu treffen oder auch zu besuchen.

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Pflegeheime

In Pflegeheimen werde es mehr Schutzausrüstung und Reihentest für das Personal geben. Angehörige dürften ab Samstag und Sonntag, Söder nannte Muttertag als wichtiges Datum, wieder mit Maske und Abstand Senioren besuchen.

Kitas

Für Kinder gibt es folgende Lockerungen: Ab morgen, Mittwoch, öffnen Spielplätze wieder. Bei Kitas seien die Experten unterschiedlicher Auffassung. Söder sagte bis Pfingsten solle wieder die Hälfte der Kinder in die Kita. Beispielsweise Kinder mit Förderbedarf dürften bis zu diesem Zeitpunkt in die Kita gehen. Auch Tageseltern dürften wieder ihre Arbeit aufnehmen - und bis zu 5 Kinder betreuen. Waldkindergärten dürften ab 11. Mai öffnen, Vorschulkinder dürften ab diesem Tag wieder in ihre Einrichtungen gehen.

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Schulen

Was die Schule anbelangt, solle bis Pfingsten die Hälfte der Kinder und Jugendlichen wieder in den Unterricht gehen. Im Unterricht gebe es keine Maskenpflicht, aber etwa auf dem Schulhof. Es gebe aber eine  Lockerung von der Präsenzpflicht, etwa für Kinder von Eltern, die einer Risikogruppe angehören.

Handel

Ab 11. Mai wird die 800-Quadratmeter-Regelung aufgehoben, weiterhin müssten aber Masken getragen werden. Es müsse zudem sichergestellt werden, dass die Kunden nicht zu dicht aufeinander seien. Auch Nagelstudios dürften nun wieder öffnen.

Gastronomie und Hotels

Am schwersten sei die Diskussion um die Gastronomie gelaufen, so der Ministerpräsident. Es werde einen Stufenpan geben.

Speiselokale dürften mit strengen Hygienekonzepten ab 25. Mai ihre Räumlichkeiten öffnen. Maskenpflicht gelte für Kellner. Gäste müssten sie tragen, wenn sie den Tisch verlassen. Zudem müssten die Tische ausreichenden Abstand voneinander haben. Es soll Familienbereiche geben. Biergärten dürfen bereits ab dem 18. Mai wieder aufmachen. Auch hier muss auf ausreichend Abstand geachtet werden. Als letztes dürften Hotels öffnen, am 30. Mai.

Aktivitäten im Freien

Ab kommenden Montag folgen dann Zoos, botanische Gärten, Museen, Bibliotheken, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten. Freibäder könnten jedoch nicht vor Juni aufmachen, so der Ministerpräsident. Ab kommendem Montag sollten zudem bestimmte kontaktlose Einzel-Sportarten wieder erlaubt werden - etwa Tennis, Leichtathletik, Golf und Segeln.

Wie Söder das Vorgehen begründet

Ministerpräsident Markus Söder sagte in Bezug auf das Coronavirus seien die Erfolge sichtbar - „eindeutig“. Dies bestätigten Medizier und Statistiken. Man rüste sich dennoch für alle Möglichkeiten und beobachte die Lage. "Der Schutz der Gesundheit hat für uns nach wie vor oberste Priorität", so Söder.

Er sagte Lockerungen müssten teils auch regional entschieden werden. Das "Infektionsgeschehen" sei je nach Gegend sehr unterschiedlich sei.

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