Das plant die Staatsregierung

Schule in der Corona-Krise: So geht der Unterricht in Bayern ab dem 27. April weiter

Coronavirus - Bayern
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Bildungsminister Michael Piazolo erläuterte den Fahrplan für die Rückkehr zum Schulunterricht in Zeiten des Coronavirus
  • Moritz Kircher
    vonMoritz Kircher
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Die Schulen in Bayern nehmen ihren Betrieb wieder auf. Schritt für Schritt ab dem 27. April. Dies ist die Planung von Bildungsminister Michael Piazolo.

München – Wie geht es mit dem Schulunterricht in Bayern in der Coronakrise weiter. Seit Wochen sind die Bildungseinrichtungen geschlossen. Ab dem 27. April soll es mit dem Schulunterricht wieder losgehen. Das sind die Schritte, die die Staatsregierung jetzt plant:

  • Ab dem 27. April geht der Schulunterricht für alle Abschlussklassen wieder los. Der Stundenplan wird reduziert. Es findet nur Unterricht in den Prüfungsfächern statt.
  • Ab dem 11. Mai gibt es wieder Schulunterricht für alle Klassen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen. "Wenn es das Infektionsgeschehen zulässt", schränkt Bayerns Bildungsminister Michael Piazolo bereits an dieser Stelle ein.
  • Die Abiturprüfungen starten am 20. Mai. Die Abschlussprüfungen der weiteren Schultypen gestaffelt zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Die Abschlussklassen, die als erstes den Unterricht wieder aufnehmen, werden geteilt auf maximal 10 bis 15 Schüler.

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  • Die Schüler sitzen an Einzeltischen mit Abstandsflächen.
  • Es gibt keine Gruppenarbeit im Unterricht.
  • Es wird Regeln geben, wie der Schulweg, die Pausen in der Schule und der Toilettengang der Schüler coronakonform ablaufen kann.
  • Unter Berücksichtigung des Schülertransports am Morgen soll der Unterricht gestaffelt beginnen, je nach Schule und den dortigen Gegebenheiten.
  • Schüler, die zu einer Risikogruppe gehören (fachärztliches Attest notwendig), müssen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Das gleiche gilt für Lehrer. Lehrer, die älter als 60 Jahre sind, dürfen auf freiwilliger Basis unterrichten.

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Bildungsminister Piazolo sagte, es sei das Ziel, "alle Klassen dieses Jahr wieder in die Schule zu bekommen". Ob er damit das Schul- oder Kalenderjahr meint, blieb zunächst offen. Bei jeder Entscheidung zur weiteren Öffnung der Schule müsse man das Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus im Auge behalten und "täglich bewerten und dann Entscheidungen treffen", sagte Piazolo.

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Er betonte, dass der jetzt ausgearbeitete Fahrplan zur Rückkehr in den Schulunterricht jederzeit angepasst werden könne, sollte es die Ausbreitung des Coronavirus erforderlich machen.

Dass ältere Schüler zuerst in den Unterricht zurückkehren sollen, begründete Pder Bildungsminister einerseits damit, dass diese sich eher an Hygieneregeln halten können. Andererseits gehe es darum, einen ordentlichen Schulabschluss zu ermöglichen.

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