Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt

"Todesstoß": Schausteller wollen gegen Lockdown ihrer Branche vorgehen – Demo in München

Die Schausteller protestieren gegen das anhaltende Verbot, ihr Geschäft auszuüben.
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Die Schausteller protestieren gegen das anhaltende Verbot, ihr Geschäft auszuüben.

Das Schaustellergewerbe will sich gegen die geplante Verlängerung eines Verbots für Großveranstaltungen bis Ende Oktober wehren. Auf dem Odeonsplatz in München findet am Donnerstag eine Kundgebung der Schausteller statt.

  • Die Schausteller protestieren gegen den fortgesetzten Corona-Lockdown ihrer Branche.
  • In München findet am 9. Juli eine Demonstration der Schausteller statt.
  • Schausteller-Verbandspräsident Ritter hält Lockdown für nicht mehr gerechtfertigt.

Berlin/München – Ein solches Verbot sei ein "Todesstoß" für die Branche, sagte der Präsident des Deutschen Schaustellerbunds, Albert Ritter, der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei eine Klage im Eilverfahren vor dem Bayerischen Verfassungsgericht wegen Ungleichbehandlung in der Vorbereitung. Ritter betonte, dass auch Klagen in anderen Regionen denkbar seien.

Schausteller kritisieren pauschales Verbot

Die Bundesländer wollen das bis Ende August geltende Verbot für Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verlängern. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich seien. Das beschlossen Bund und Länder am Mittwoch in Berlin.

Gegen diesen Beschluss setzen sich die Schausteller nun zur Wehr. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, haben sie zu einer Kundgebung in München aufgerufen. In einem Autokorso fahren die Schausteller am heutigen Donnerstag (9. Juli) zum Odeonsplatz, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Am Nachmittag soll es deshalb im Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen kommen.

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Schausteller-Präsident Ritter kritisierte, dass es statt einer Einzelfallprüfung ein pauschales Verbot für Veranstaltungen geben solle. Auch auf einem Volksfest könnte man eine Maskenpflicht, Abstandsregeln oder Plexiglasscheiben verwenden. Zudem unterscheide sich etwa eine Pommesbude in der Fußgängerzone nicht von einer auf einem Jahrmarkt.

Ungleichbehandlung der Schausteller noch zu rechtfertigen?

Der Verbandspräsident verwies zudem auf geöffnete Schwimmbäder. Die Ungleichbehandlung der Schausteller sei nicht mehr gerechtfertigt. "Wir können es nicht nachvollziehen. Alle Zeichen stehen ja auf Lockerung." Ritter forderte auch einen Rettungsschirm für die Branche, um die Folgen der Krise und des "Berufsausübungsverbots" aufzufangen. (dpa)

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