Mit Inzidenzzahlen für alle Regionen Bayerns

Rosenheim, Mühldorf, Chiemgau: Aktuelle Gemeindefallzahlen für die Region

  • Moritz Kircher
    vonMoritz Kircher
    schließen

Die Region befindet sich mitten in der zweiten Coronavirus-Welle. Wir stellen für Sie tagesaktuell Fallzahlen zusammen für die Region Rosenheim und Mühldorf, für den Chiemgau sowie für Bayern und Deutschland. Mit den 7-Tages-Inzidenzen.

+++ Weitere Informationen zum Thema Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie auf unserer Coronavirus-Themenseite. +++

Stadt- und Landkreis Rosenheim

Der erste Corona-Fall in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde am 29. Februar bekannt. Den ersten Corona-Todesfall musste der Landkreis am 20. März registrieren. Einem nahezu unkontrollierten Anstieg folgte der Lockdown. Seit Ende August ist Rosenheim als Corona-Hotspot immer wieder in den Schlagzeilen. Seit Mitte Oktober steigen in deutschlandweit die Infektionszahlen wieder sprunghaft an. Auch die Region Rosenheim steht seitdem wieder im Fokus.

Lesen Sie auch:

Erste Details sickern durch: Wird Luitpoldhalle Rosenheim zum Impfzentrum für die Region?

So etwas wie eine negative Wende bei den Corona-Infektionen deutete der Lagebericht des Gesundheitsamtes Rosenheim erstmals am 31. Juli an. Die Zahl der binnen einer Woche erfassten Neu-Infektionen mit dem Coronavirus war so hoch, wie seit Mitte Mai nicht mehr. Im November hat die zweite Welle die Region endgültig erfasst. Die Zahlen sind noch deutlich höher als im Frühjahr.

Auf Gemeindeebene verteilen sich die Fallzahlen wie folgt:

Lesen Sie auch:

Ersatz für ausgefallenes Adventssingen: Der singende OVB-Adventskalender

Der Landkreis Mühldorf

Während sich das Coronavirus in den umliegenden Landkreisen bereits massiv ausgebreitet hatte, war der Kreis Mühldorf relativ lange verschont geblieben. Erst am 17. März bestätigte das Gesundheitsamt im Kreis Mühldorf die ersten beiden COVID-19-Erkrankten. Es folgte ein moderater Anstieg im April. Aber auch hier hat die zweite Corona-Welle nun voll zugeschlagen. Die Fallzahlen steigen in allen Gemeinden an.

Lesen Sie auch:

Höhere Klassen im Landkreis Mühldorf müssen in den Wechselunterricht

Vorweihnachtsstimmung im Keller: Waldkraiburger Jugendparlament muss „Adventsweg to go“ absagen

Auf Gemeindeebene verteilen sich die Fallzahlen wie folgt:

Der Landkreis Traunstein

Während der Landkreis Traunstein lange relativ geringe Fallzahlen meldete, stiegen auch hier die Infektionen mit dem Coronavirus ab Ende März sprunghaft an. Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Fallzahlen im April flacht die Kurve der Neu-Infektionen seit Anfang Mai spürbar ab.

Lesen Sie auch:

Ehrenamt: Retter aus Traunstein, Prien und Rimsting leisten unbezahlbare Hilfe

Doch die zweite Coronavirus-Welle trifft den Landkreis Mühldorf Mitte November wie kaum einen anderen in Bayern. Der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert überspringt dort sogar die Marke von 400.

Das Coronavirus in Bayern

Bayern ist eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Bundesländer. Um die Ausbreitung einzudämmen, hatte die bayerische Staatsregierung bei Ausbruch der Pandemie weitreichende Ausgangsbeschränkungen in Kraft gesetzt, die bis Juli nach und nach wieder gelockert wurden.

Doch seit dem 2. November gilt auch in Bayern: Lockdown der Zweite.

---

Die Inzidenz-Zahlen für Bayern

Was bedeutet Inzidenz? Die Zahl bildet im Fall von Corona ab, wie viele Menschen sich in einem definierten Zeitraum mit dem Virus infizieren. Die Maßgabe in Deutschland lautete zunächst seit dem Ende des strengen Lockdowns Anfang Mai: Treten in einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis innerhalb einer Woche mehr als 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner auf, dann müssen lokal wieder Maßnahmen ergriffen werden, um den Ausbruch einzudämmen. Das war die Regel zu Beginn der zweiten Welle. Aber Mitte November gibt es in Bayern längst keinen Landkreis mehr, der diesen Wert auch nur annähernd erreicht. Der Freistaat liegt flächendeckend jenseits der 100.

Lesen Sie auch:

Corona-Pandemie und Bayerns Krankenhäuser: „Das Personal ist unsere Achillesferse“

Pisten dicht, Loipen zu: Im Corona-Winter deutet sich ein gefährlicher Run auf die Berge an

Verfolgen Sie auf unserer Bayernkarte die Entwicklung in den Regionen im Freistaat:

---

Das Coronavirus in Deutschland

Die zweite Welle, vor der viele gewarnt hatten, kam dann im Oktober mit voller Wucht. Die Konsequenz: Ab dem 2. November gilt für die Bundesrepublik für einen Monat ein neuer Lockdown.

Die Bundesregierung stellt eine Übersicht über die jeweils geltenden Allgemeinverfügungen der Bundesländer zusammen.

Deutschlandweit gibt es im November kaum noch Regionen, die keinen starken Anstieg der Infektionen verzeichnen.

---

Zur Einordnung der Corona-Fallzahlen

Die oben aufgeführten Zahlen zu den Corona-Infektionen in Deutschland stammen von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore (USA). Die US-amerikanische Uni bezieht ihre Zahlen aus verschiedenen öffentlichen Quellen. Sie gilt deshalb als die verlässlichste verfügbare Quelle für Zahlen von Corona-Infektionen weltweit auf Staaten-Ebene.

Auch der Robert-Koch-Institut (RKI) sammelt und veröffentlicht Zahlen zu Corona-Infektionen in Deutschland. Diese liegen regelmäßig etwas niedriger als die Zahlen der Johns-Hopkins-Uni. Das liegt daran, dass das RKI für seine Veröffentlichung ausschließlich auf die von den Gesundheitsämtern in Deutschland gemeldeten Zahlen zurückgreift. Bei unserer Statistik zu den Fallzahlen in Bayern greifen wir auf die Angaben des RKI zurück.

So gelingt die Eindämmung des Coronavirus

Laut Angaben des Robert-Koch-Institutes steckt jeder Coronavirus-Infizierte im Verlauf seiner Erkrankung durchschnittlich rund 3 andere Menschen an, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Um also die Ausbreitung langfristig zu stoppen, müssten Maßnahmen ergriffen werden, die die Zahl der Neu-Ansteckungen unter den Wert von 1 bringt. Mehr als zwei von drei durchschnittlichen Ansteckungen dürfen statistisch gesehen also nicht stattfinden, damit die Ausbreitung des Sars-CoV2-Erregers zurückgeht.

Kommentare