Bald wieder Schule

Bayern lockert Maßnahmen gegen Coronavirus behutsam: Das sind die neuen Regelungen

Coronavirus - Kabinettssitzung Bayern
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Gesichtsmasken sollen in Bayern im Kampf gegen das Coronavirus ab sofort eine größere Rolle spielen.
  • Moritz Kircher
    vonMoritz Kircher
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Bayern lockert die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Allerdings nur sehr vorsichtig. Die wichtigste Neuerung: Menschen dürfen sich wieder mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes treffen. Wir haben die neuen Regelungen aufgelistet.

München – "Wir bekommen das Virus langsam unter Kontrolle“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit seinen Ministern. Aber er warnt: „Solange es keinen Impfstoff gibt, solange es kein Medikament gibt und solange die Zahl der Toten steigt - und das tut sie“ - so lange müssten die Maßnahmen weitergehen. „Die bayerische Staatsregierung wird keine Experimente mit der Gesundheit machen.“

So geht es mit den Maßnahmen in Bayern weiter

  • Die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis 4. Mai bestehen. Eine Ausnahme nennt Söder: „Wir werden aber eine Kontaktperson zulassen.“
  • Im ÖPNV und in den Geschäften werden Gesichtsmasken empfohlen. Eine Maskenpflicht gibt es zunächst in Bayern nicht.
  • In Bayern darf man sich mit einer Person treffen, die nicht zum Haushalt gehört. Gesundheitsministerin Melanie Huml konkretisiert: "Jetzt darf eine Person zusätzlich dazukommen zu denen, die im Haushalt leben."
  • Ab 20. April dürfen Baumärkte und Gärtnereien werden wieder öffnen.
  • Ab 27. April dürfen Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern wieder öffnen. Ausgenommen sind Auto-, Fahrrad- und Buchhandel, die auch größere Ladenflächen öffnen dürfen.
  • Kaufhäuser und Einkaufszentren bleiben weiter geschlossen.

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  • Ab 4. Mai dürfen Friseure und Fußpflegeläden wieder öffnen. Aber mit Schutzregeln, die mit der Staatsregierung abgestimmt werden.
  • Der Gastro- und Hoteleriebereich muss weiter zu bleiben. Es sei „nicht verantwortbar“ dort zu öffnen, sagte Söder. „Es wird auf absehbare Zeit keine Veränderungen geben.“ Es soll aber finanzielle Erleichterungen geben. Söder hofft, das Gastronomiebetriebe bis Pfingsten wieder öffnen können.
  • Großveranstaltungen in Bayern sind bis 31. August verboten. Auch für das Münchener Oktoberfest sieht Söder aus jetziger Sicht kaum eine Chance.
  • Ab Mai wird es wieder Gottesdienste geben, wenn Abstandsregeln beachtet werden.
  • Ab 27. April sollen in den Schulen wieder die Klassen unterrichtet werden, die jetzt in der Vorbereitung auf Abschlussprüfungen sind.
  • Grundschulen und Kitas bleiben vorerst zu.

So soll es in Bayern an den Schulen weitergehen

Bildungsminister Michael Piazolo machte nähere Ausführungen zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs in der Coronakrise. Der Unterricht werde "nur langsam und sehr besonnen von uns hochgefahren“. Wenn der Unterricht für die Abschlussklassen funktioniere, werde die Schule ab dem 11. Mai schrittweise weiter hochgefahren. Aber mit Einschränkungen.

  • Klassen werden maximal halbe Klassenstärke haben mit mindestens 1,5 Meter Abstand zwischen den Schülern.
  • Die Schultage sollen zeitlich versetzt beginnen, gegebenenfalls sogar im Schichtbetrieb.
  • In den Pausen gelten Abstandsregeln.
  • Es wird keinen Mensabetrieb und keinen Pausenverkauf geben.
  • Piazolo will weiterhin auch auf das Lernen zu Hause setzen, ohne die Eltern dabei als Hilfslehrer zu betrachten.

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