Impfstatistik des Robert-Koch-Instituts

Coronavirus: Tägliche Fallzahlen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein + Bayern und Deutschland

+
Modell eines Coronavirus.
  • Moritz Kircher
    vonMoritz Kircher
    schließen

Die Region befindet sich seit November im Lockdown. Das wirkt sich auf die Corona-Fallzahlen aus. Aber seit einigen Tagen sinkt die Zahl der Neu-Infektionen langsamer. Wir stellen für Sie tagesaktuell Fallzahlen zusammen für die Region Rosenheim und Mühldorf, für den Chiemgau sowie für Bayern und Deutschland.

+++ Weitere Informationen zum Thema Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie auf unserer Coronavirus-Themenseite. +++

Aktion #OVBgesichtzeigen: Lockdown-Betroffene aus der Region erzählen ihre Geschichte

Stadt- und Landkreis Rosenheim

Die erste Coronavirus-Welle erlebte der Landkreis Rosenheim ab Mitte März bis Anfang Mai. Dann setzte eine Zeit relativer Entspannung ein. Ein Sommer, der geprägt war von Lockerungen von den strengen Corona-Regeln, die noch im Frühjahr galten.

Doch ab Oktober erwischte die zweite Corona-Welle Stadt und Landkreis Rosenheim heftig. Erst ein verschärfter Lockdown führte dazu, dass die Zahlen allmählich zurückgingen. Seit dem 10. Februar gehen die Zahlen aber nicht mehr zurück. Vielmehr setzte eine Seitwärtsentwicklung der Fallzahlen ein. Ein Phänomen, das vielerorts zu beobachten ist. Mancher Experte warnt schon vor einer dritten Welle mit ansteckenderen Virus-Varianten.

Coronavirus in Stadt und Kreis Rosenheim

Gesamtzahl der Infizierten (Stand 24.2.)13.360
Neu-Infizierte der letzten Tagesmeldung am 24.2.49
Genesene (Stand 18.2.)12.165
Verstorbene (Stand 18.2.)472
7-Tages-Inzidenz Stadt* (Stand 24.2.)53,50
7-Tages-Inzidenz Landkreis* (Stand 24.2.)67,73

* Zahl der Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Lesen Sie auch:

Impfzentrum Rosenheim: Impfwillige müssen Schlangestehen bei Frost und Frühlingssonnne

Auf Gemeindeebene verteilen sich die Fallzahlen wie folgt:

Der Landkreis Mühldorf

Während sich das Coronavirus in den umliegenden Landkreisen bereits massiv ausgebreitet hatte, war der Kreis Mühldorf in der ersten Welle im Frühjahr relativ lange verschont geblieben. Erst am 17. März bestätigte das Gesundheitsamt im Kreis Mühldorf die ersten beiden COVID-19-Erkrankten. Es folgte ein moderater Anstieg im April. Aber auch hier hat die zweite Corona-Welle nun voll zugeschlagen. Die Fallzahlen stiegen am Jahresende 2020 in allen Gemeinden an.

Coronavirus im Landkreis Mühldorf
Gesamtzahl der Infizierten (Stand 22.2.)4469
Neu-Infizierte der letzten Tagesmeldung am 25.2.21
Genesene (Stand 19.2.)4196
Verstorbene (Stand 23.2.)123
7-Tages-Inzidenz* (Stand 25.2.)84,6

* Zahl der Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Lesen Sie auch:

Corona Aktuell in Mühldorf: Impfchancen für Jüngere – Skepsis gegen Impfstoff von Astra Zeneca

Corona-Impfstoff von Astrazeneca: Nebenwirkungen auch bei Impfungen an Kliniken in der Region

Der stetige Abwärtstrend bei der Zahl der Neu-Infektionen kommt auch im Landkreis Mühldorf Mitte Februar langsam zum Erliegen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt sogar wieder leicht an.

Auf Gemeindeebene verteilen sich die Fallzahlen wie folgt:

Der Landkreis Traunstein

Während der Landkreis Traunstein lange relativ geringe Fallzahlen meldete, stiegen auch hier die Infektionen mit dem Coronavirus ab Ende März 2020 sprunghaft an. Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Fallzahlen im April flacht die Kurve der Neu-Infektionen seit Anfang Mai spürbar ab.

Coronavirus im Landkreis Traunstein (Stand 25.2.)
Gesamtzahl der Infizierten7447
Neu-Infizierte der letzten Tagesmeldung19
Genesene6739
Verstorbene191
7-Tages-Inzidenz*65,4

* Zahl der Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Lesen Sie auch:

Corona-Strategie: So geht es in Bayern jetzt weiter bis zum 7. März

Doch die zweite Coronavirus-Welle traf den Landkreis Traunstein Mitte November wie kaum einen anderen in Bayern. Der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert übersprang dort sogar zeitweise die Marke von 400. Dann beruhigte sich die Lage allmählich wieder, sodass die Inzidenz im Januar kontinuierlich unter die Marke von 200 gedrückt werden konnte - Tendenz bis Ende Januar fallend. Aber auch hier scheinen im Februar die Neu-Infektionen nicht mehr kontinuierlich zurückzugehen.

Das Coronavirus in Bayern

Bayern ist eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Bundesländer. Um die Ausbreitung einzudämmen, hatte die bayerische Staatsregierung bei Ausbruch der Pandemie weitreichende Ausgangsbeschränkungen in Kraft gesetzt, die bis Juli nach und nach wieder gelockert wurden.

Coronavirus in Bayern (Stand 24. Februar)
Gesamtzahl der Infizierten432.364
Neu-Infizierte der letzten Tagesmeldung1978
Genesene402.700
Verstorbene12.281 (+48 zum Vortag)

Lesen Sie auch:

Bayern öffnet seine Baumärkte – bei langsam wieder ansteigenden Corona-Fallzahlen

Wegen Markus Söders hartem Corona-Kurs: Ilse Aigner und Daniela Ludwig positionieren sich

Doch seit dem 2. November gilt auch in Bayern: Lockdown der Zweite. Und dieser wurde auch noch Schritt für Schritt verschärft und immer wieder verlängert. Erst für Anfang März stellt Ministerpräsident Markus Söder wieder Lockerungen in Aussicht.

Die Inzidenz-Zahlen für Bayern

Was bedeutet Inzidenz? Die Zahl bildet im Fall von Corona ab, wie viele Menschen sich in einem definierten Zeitraum mit dem Virus infizieren. Die Maßgabe in Deutschland lautete zunächst seit dem Ende des strengen Lockdowns Anfang Mai: Treten in einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis innerhalb einer Woche mehr als 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner auf, dann müssen lokal wieder Maßnahmen ergriffen werden, um den Ausbruch einzudämmen.

Das war die Regel zu Beginn der zweiten Welle. Aber Mitte November gab es in Bayern längst keinen Landkreis mehr, der diesen Wert auch nur annähernd erreichte. Doch Ende Januar 2021 nähern sich einige Regionen in Bayern wieder stabil niedrigeren Corona-Fallzahlen. Beratungen der Länder-Chefs mit der Bundesregierung im Februar ergaben aber: 35 ist das neue 50. Erst wenn flächendeckend eine 7-Tage-Inzidenz von 35 erreicht wird, soll es auch wieder spürbare Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen geben.

Lesen Sie auch:

Klage gegen Dauer-Lockdown: Boutique Beo in Rosenheim kämpft für Öffnung des Einzelhandels

Das Coronavirus in Deutschland

Coronavirus in Deutschland (Stand 24. Februar)
Gesamtzahl der Infizierten2.414.687
Neu-Infizierte der letzten Tagesmeldung11.869
Genesene2.226.500
Verstorbene69.125 (+385 zum Vortag)

Die zweite Welle, vor der viele gewarnt hatten, traf Deutschland im Oktober 2020 mit voller Wucht. Die Konsequenz: Seit dem 2. November galt für die Bundesrepublik für einen Monat ein Lockdown light. Dieser hatte jedoch nicht den gewünschten Erfolg, weshalb die Maßnahmen mehrmals verschärft und verlängert wurden: einmal im Dezember bis zum 10. Januar. Dann noch einmal am 5. Januar mit Geltung bis zum Ende des Monats. Es folgte der 14. Februar als neuer Stichtag für Lockerungen, dann der März.

Die Entwicklung der Fallzahlen ist im Februar allerdings unübersichtlich. Grund: Ansteckendere Coronavirus-Mutationen, die die Erfolge des Lockdowns zunichte zu machen drohen.

Lesen Sie auch:

Die Grenzen bleiben dicht: Deutschland verlängert Kontrollen bis in den März hinein

Die Bundesregierung stellt eine Übersicht über die jeweils geltenden Allgemeinverfügungen der Bundesländer zusammen.

Corona-Impfungen in Deutschland

Am 27. Dezember 2020 haben in Deutschland flächendeckend die Coronavirus-Impfungen begonnen. Das Robert-Koch-Institut dokumentiert tagesaktuell, wie viele Impfungen bislang verabreicht wurden.

Gesamtzahl der Corona-Impfungen (24. Februar)
ErstimpfungenZweitimpfungen
Deutschland3.633.2821.910.863
Bayern633.229633.229

44 von 1000 Menschen in Deutschland haben die erste Impfdosis erhalten. In Bayern liegt die Quote bei 48 von 1000 Menschen.

Zur Einordnung der Corona-Fallzahlen

Laut Angaben des Robert-Koch-Institutes im Frühjahr 2020 steckt jeder Coronavirus-Infizierte im Verlauf seiner Erkrankung durchschnittlich rund 3 andere Menschen an, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Nicht einberechnet ist hier die Ansteckungsrate der in Groß-Britannien aufgetauchten Virus-Variante, die als ansteckender gilt und weiterer mittlerweile aufgetretener Virus-Mutationen.

Um die Ausbreitung langfristig zu stoppen, müssten Maßnahmen ergriffen werden, die die Zahl der Neu-Ansteckungen unter den Wert von 1 bringt. Ein Coronavirus-Infizierter soll also durchschnittlich weniger als einen weiteren Mensch mit dem Virus anstecken.

Kommentare