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Coronavirus: Zahlen für Rosenheim, Mühldorf, Traunstein, Bayern, Deutschland + Impfstatistik

Modell eines Coronavirus.
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Modell eines Coronavirus: Das winzige Ding, das seit mehr als einem Jahr das Leben im Land bestimmt.
  • Moritz Kircher
    vonMoritz Kircher
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Die Region befindet sich seit November im Lockdown. Das wirkte sich zunächst auch auf die Corona-Fallzahlen aus. Doch nun steigt die Zahl der Neu-Infektionen wieder. Wir stellen für Sie tagesaktuell Fallzahlen zusammen für die Region Rosenheim und Mühldorf, für den Chiemgau sowie für Bayern und Deutschland.

+++ Weitere Informationen zum Thema Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie auf unserer Coronavirus-Themenseite. +++

Stadt- und Landkreis Rosenheim

Die erste Coronavirus-Welle erlebte der Landkreis Rosenheim ab Mitte März bis Anfang Mai 2020. Dann setzte eine Zeit relativer Entspannung ein. Ein Sommer, der geprägt war von Lockerungen von den strengen Corona-Regeln, die noch im Frühjahr galten.

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Doch ab Oktober erwischte die zweite Corona-Welle Stadt und Landkreis Rosenheim heftig. Erst ein verschärfter Lockdown führte dazu, dass die Zahlen allmählich zurückgingen. Seit dem 10. Februar hat sich der Trend aber wieder umgekehrt. Ein Phänomen, das vielerorts zu beobachten ist. Der Grund dafür sind allem Anschein nach Virus-Varianten, die ansteckender sind.

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Auf Gemeindeebene verteilen sich die Fallzahlen wie folgt:

Weitere Informationen zum Coronavirus in Stadt und Kreis Rosenheim finden Sie hier

Der Landkreis Mühldorf

Während sich das Coronavirus in den umliegenden Landkreisen bereits massiv ausgebreitet hatte, war der Kreis Mühldorf in der ersten Welle im Frühjahr 2020 relativ lange verschont geblieben. Erst am 17. März bestätigte das Gesundheitsamt im Kreis Mühldorf die ersten beiden COVID-19-Erkrankten. Es folgte ein moderater Anstieg im April. Aber auch hier hat die zweite Corona-Welle voll zugeschlagen. Und seit Mitte Februar 2021 geht die Entwicklung der Fallzahlen wieder stetig nach oben.

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Auf Gemeindeebene verteilen sich die Fallzahlen wie folgt:

Weitere Informationen zur Corona-Entwicklung im Landkreis Mühldorf

Der Landkreis Traunstein

Während der Landkreis Traunstein lange relativ geringe Fallzahlen meldete, stiegen auch hier die Infektionen mit dem Coronavirus ab Ende März 2020 sprunghaft an. Nach einem kontinuierlichen Anstieg der Fallzahlen im April 2020 flachte die Kurve der Neu-Infektionen seit Anfang Mai spürbar ab.

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Doch die zweite Coronavirus-Welle traf den Landkreis Traunstein Mitte November wie kaum einen anderen in Bayern. Der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert übersprang dort sogar zeitweise die Marke von 400. Dann beruhigte sich die Lage allmählich wieder, sodass die Inzidenz im Januar kontinuierlich unter die Marke von 200 gedrückt werden konnte - Tendenz bis Ende Januar fallend. Die Entwicklung im Kreis Traunstein bewegt sich eher seitwärts. Eine dritte Welle zeichnet sich hier noch nicht eindeutig ab.

Das Coronavirus in Bayern

Bayern ist eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Bundesländer. Um die Ausbreitung einzudämmen, hatte die bayerische Staatsregierung bei Ausbruch der Pandemie weitreichende Ausgangsbeschränkungen in Kraft gesetzt, die bis Juli nach und nach wieder gelockert wurden.

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Doch seit dem 2. November gilt auch in Bayern: Lockdown der Zweite. Und dieser wurde auch noch Schritt für Schritt verschärft und immer wieder verlängert. Erst für Anfang März gab es wieder Lockerungen. Als erstes öffneten Baumärkte, Friseure und andere „körpernahe“ Dienstleistungen. Auch die Schulen sollten wieder öffnen. Aber bei stark schwankenden Inzidenzen ist es in den Schulen ein hin und her zwischen Präsenz- und Distanzunterricht.

Die Inzidenz-Zahlen für Bayern

Was bedeutet Inzidenz? Die Zahl bildet im Fall von Corona ab, wie viele Menschen sich in einem definierten Zeitraum mit dem Virus infizieren. Die Maßgabe in Deutschland lautete zunächst seit dem Ende des strengen Lockdowns Anfang Mai: Treten in einer kreisfreien Stadt oder einem Landkreis innerhalb einer Woche mehr als 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner auf, dann müssen lokal wieder Maßnahmen ergriffen werden, um den Ausbruch einzudämmen.

Das war die Regel zu Beginn der zweiten Welle. Aber Mitte November gab es in Bayern längst keinen Landkreis mehr, der diesen Wert auch nur annähernd erreichte. Doch Ende Januar 2021 nähern sich einige Regionen in Bayern wieder stabil niedrigeren Corona-Fallzahlen. Beratungen der Länder-Chefs mit der Bundesregierung im Februar ergaben aber: 35 ist das neue 50. Erst wenn flächendeckend eine 7-Tage-Inzidenz von 35 erreicht wird, soll es auch wieder spürbare Lockerungen bei den Corona-Beschränkungen geben.

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Das Coronavirus in Deutschland

Die zweite Welle, vor der viele gewarnt hatten, traf Deutschland im Oktober 2020 mit voller Wucht. Die Konsequenz: Seit dem 2. November galt für die Bundesrepublik für einen Monat ein Lockdown light. Dieser hatte jedoch nicht den gewünschten Erfolg, weshalb die Maßnahmen mehrmals verschärft und verlängert wurden: einmal im Dezember bis zum 10. Januar. Dann noch einmal am 5. Januar mit Geltung bis zum Ende des Monats. Es folgte der 14. Februar als neuer Stichtag für Lockerungen, dann der März.

Die Entwicklung der Fallzahlen war im Februar zunächst unübersichtlich. Grund: Ansteckendere Coronavirus-Mutationen, die die Erfolge des Lockdowns zunichte zu machen drohen. Seit März steigen die Fallzahlen bundesweit wieder an. Kaum ein Bundesland, das bei der 7-Tage-Inzidenz noch unter 50 liegt.

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Jeder Corona-Infizierte kann mehrere Menschen mit dem Virus anstecken. Um die Ausbreitung langfristig zu reduzieren, müssten Maßnahmen ergriffen werden, die die Zahl der Neu-Ansteckungen unter den Wert von 1 bringt. Ein Coronavirus-Infizierter soll also durchschnittlich weniger als einen weiteren Mensch mit dem Virus anstecken.

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