Nachrichten-Ticker zu COVID-19 / Sars-CoV-2

Coronavirus: Vier neue Fälle in der Region ++ Gastgewerbe in der Region fordert Hilfen

  • schließen
  • Weitere
    schließen
An der Grenze zwischen Deutschland und Österreich heißt es jetzt für viele: umdrehen. Wie hier zwischen Kiefersfelden und Kufstein riegelt die Polizei die Grenze wegen der Corona-Krise ab.
Alle Autoren
    schließen
  • Markus Honervogt
    Markus Honervogt
  • Josef Enzinger
    Josef Enzinger
  • Norbert Kotter
    Norbert Kotter
  • Moritz Kircher
    Moritz Kircher
  • Janina Sgodda
    Janina Sgodda
  • Eva-Maria Gruber

Bayern hat aufgrund des sich ausbreitenden Coronaviurs den Katastrophenfall ausgerufen. Ministerpräsident Markus Söder verkündete weitreichende Einschnitte ins öffentliche Leben. +++ In diesem Coronavirus-Ticker halten wir Sie auf dem Laufenden. 

Dieses Video wurde von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erstellt und enthält Antworten auf zehn häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus

+++ Weitere Informationen zum Thema Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie auf unserer Themenseite. Wir haben für Sie einen Ticker mit aktuell abgesagten Veranstaltungen in der Region eingerichtet. Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Coronavirus am Infotelefon des Landkreises Rosenheim finden Sie hier. +++


Update 17.3.2020, 9.43 Uhr

Gewerkschaft fordert Corona-Schutzschirm für Beschäftigte im Gastgewerbe

"Leere Hotels, geschlossene Restaurants: Das neuartige Coronavirus trifft im Landkreis Rosenheim kaum eine Branche so stark wie das Gastgewerbe", schreibt die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) in einer Pressemitteilung.

Viele Betriebe kämpften mit ausbleibenden Gästen und einer steigenden Zahl von Stornierungen. Viele Beschäftigte im Gastgewerbe fürchteten um ihre Existenz. Die NGG dazu: "Vom neuen Kurzarbeitergeld, das bei 60 Prozent des Einkommens liegt, können Kellnerinnen, Köche und Hotelfachangestellte kaum leben." Die Gewerkschaft fordert daher, das Kurzarbeitergeld per Tarifvertrag deutlich aufzustocken.

Update 16.3.2020, 16.56 Uhr

Jetzt 21 bestätigte Coronavirus-Fälle in Stadt und Kreis Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim (Stadt und Landkreis Rosenheim) gibt es vier neue Coronavirus-Fälle. Das meldet das Landratsamt Rosenheim am Montagnachmittag in einer Pressemeldung. Somit sind es insgesamt seit Ausbruch der Epidemie 21 bestätigte Fälle in der Region Rosenheim.

Update 16.3.2020, 16.29 Uhr

Merdian stellt Verbindungen nach Österreich ein

Das Regionalbahnunternehmen Merdian fährt auf seinen Strecken normalerweise auch die Bahnhöfe Kufstein und Salzburg in Österreich an. Durch die Grenzschließung zwischen Deutschland und Österreich im Zuge der Corona-Krise hat nun auch Merdian reagiert.

Wie das Unternehmen mitteilt, enden die Züge in Richtung Salzburg in Freilassing. Die Züge auf der Strecke Rosenheim - Kufstein enden derzeit in Kiefersfelden. Wann die Verbindung nach Österreich wieder aufgenommen werden kann, steht derzeit nicht fest. Aufgrund der Grenzschließung gibt es auch keine weiteren ÖPNV-Verbindungen von den Endstationen nach Österreich.

Da weitere Einschränkungen im Bahnverkehr in den nächsten Tagen nicht ausgeschlossen werden können, werden Fahrgäste gebeten, sich vor Reiseantritt auf der Website www.meridian-bob-brb.de oder in den bekannten Onlinemedien zu informieren, ob ihre Fahrt stattfindet.

Update 16.3.2020, 15.48 Uhr

Erste Corona-Verdachtsfälle im Landkreis Mühldorf

Lange machte das Coronavirus einen großen Bogen um den Landkreis Mühldorf. Nun gibt es aber auch dort die ersten Verdachtsfälle, wie am heutigen Montag bekannt wurde. Im Klinikum Mühldorf sind zwei Patienten isoliert worden, die typische Symptome für eine Infektion mit dem Coronavirus zeigen.

Update 16.3.2020, 15.45 Uhr

Romed-Kliniken untersagen Krankenbesuche - ganz wenige Ausnahmen

Noch am Morgen des heutigen Montags hatte das Romed-Klinikum vermeldet, Krankenbesuche noch unter strengen Auflagen zuzulassen. Jetzt ist es auch damit vorbei. „Aufgrund der dynamischen Entwicklung der Covid-19-Situation müssen zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter die Besuchsmöglichkeiten weiter eingeschränkt werden“, bedauert RoMed-Geschäftsführer Dr. med. Jens Deerberg-Wittram. Ab sofort sind deshalb in den RoMed Kliniken leider keine Krankenbesuche mehr möglich.

Ausnahmeregelungen gibt es nur für nahe Angehörige von Patienten beispielsweise der Kinderklinik, der Entbindungsstation sowie der Palliativstation und in anderen gut begründeten Notfällen. Besucher, die Kontakt zu Covid-Erkrankten hatten, oder Krankheitssymptome wie beispielsweise Husten, Schnupfen oder Fieber aufweisen, dürfen die Klinik prinzipiell nicht betreten.

Der Zutritt zum RoMed Klinikum Rosenheim ist für Patienten und Besucher nur noch über den Haupteingang in der Pettenkofer Straße möglich, wo auch eine Eingangskontrolle durchgeführt werden wird. Der Zugang zur Zentralen Notaufnahme ist ausschließlich für Patienten geöffnet.

Die Zugänge in die RoMed Kliniken Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn sind für Patienten und Besucher nur über die Haupteingänge gestattet. Der Zugang zur jeweiligen Zentralen Notaufnahme ist ausschließlich für Patienten geöffnet.

Update 16.3.2020, 14.21 Uhr

Bayerischer Fußballverband stellt Spiel- und Trainingsbetrieb ein

Die Bayerische Staatsregierung hat im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus‘ den Katastrophenfall im Freistaat ausgerufen und jedweden Sportbetrieb in Bayern untersagt. Der Vorstand des Bayerische Fußball-Verbandes (BFV) reagiert umgehend auf diese Anordnungen und Vorgaben der Staatsregierung und setzt den Spielbetrieb im Bereich des BFV bis auf weiteres aus.

Zudem hat der Vorstand beschlossen, dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs frühestens nach dem 19. April 2020 (Ende der Osterferien) und auch nur mit einer Vorankündigung von mindestens 14 Tagen erfolgen wird, um allen Vereinen in Bayern reichlich Planungssicherheit zu geben. Aufgrund der Sperrung sämtlicher Sportanlagen durch die Bayerische Staatsregierung ist bis auf weiteres auch kein Trainingsbetrieb möglich.

Der BFV ruft alle Vereine und Mitglieder zudem dazu auf, sich strikt an die Vorgaben der zuständigen Behörden zu halten. Jeder einzelne müsse seinen Beitrag leisten, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Update 16.3.2020, 14 Uhr

Coronakrise: Was wird jetzt aus meinem Osterurlaub?

Viele Urlauber dürften bis zuletzt die Hoffnung gehabt haben, in den Osterferien verreisen zu können. Doch durch die dramatische Verschärfung der Coronakrise kommen praktische alle Reisepläne zum Erliegen. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Kann ich überhaupt noch verreisen?

Dutzende Länder weltweit lassen vorerst keine Deutschen mehr einreisen. Auch die meisten Nachbarländer haben ihre Grenzen für Ausländer geschlossen. Reiseveranstalter wie Tui und FTI haben ihren Reisebetrieb im März weitgehend eingestellt. Die Airlines haben ihre Flugpläne drastisch zusammengestrichen.

Inwieweit Veranstalterreisen in den Osterferien stattfinden könnten, lasse sich derzeit nicht verlässlich beantworten, sagt eine Sprecherin des Deutschen Reiseverbands (DRV). Eine generelle Absage aller Veranstalterreisen über Ostern gebe es aktuell nicht. Die Situation entwickele sich aber dynamisch. Änderten sich die Gegebenheiten, würde auch Entscheidungen neu gefällt.

Die Bundesregierung rät derzeit von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. Mit weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern ist zu rechnen, wie es beim Auswärtigen Amtes (AA) heißt. "Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch." Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften erfolgten teils ohne Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung.

"Überprüfen Sie kritisch, ob Ihre geplante Reise ins Ausland derzeit wirklich notwendig ist oder nicht verschoben werden kann", rät das Auswärtige Amt.

Ist Urlaub in der Heimat noch eine Option?

Auch innerhalb Deutschlands ist der Reiseverkehr zunehmend eingeschränkt. Die Inseln der Nord- und Ostsee wurden für Touristen gesperrt. Bayern hat den Katastrophenfall ausgerufen.

Sollte ich überhaupt noch versuchen zu verreisen?

Nach Ansicht von Gesundheitsexperten kommt es derzeit vor allem darauf an, Sozialkontakte möglichst zu vermeiden. Nur so lässt sich die weitere Ausbreitung des Coronavirus noch eindämmen. Es ist gut möglich, dass dies auch mit Blick auf Ostern noch gelten wird.

Tui zum Beispiel will mit der vorübergehenden Aussetzung von Reisen nach eigener Aussage "einen Beitrag zu den weltweiten Bemühungen der Regierungen leisten, die Auswirkungen der Verbreitung des COVID-19 abzuschwächen", wie es in einer Mitteilung heißt.

Bekomme ich das Geld für meinen Osterurlaub zurück?

Pauschalurlauber bekommen das angezahlte Geld zurück, wenn der Veranstalter die Reise absagt. Ein zusätzlicher Schadenersatz wegen entgangener Urlaubsfreuden steht Reisenden nicht zu. Auch wenn eine Fluggesellschaft einen Flug ersatzlos streicht, muss sie den Ticketpreis erstatten. Zudem bieten die Airlines derzeit großzügige Kulanzregelungen für Umbuchungen auf einen späteren Termin.

Bei individuellen Buchungen von Hotels oder Ferienwohnungen im Ausland gilt: "Kann ich das Ziel überhaupt nicht erreichen, bekomme ich das Geld zurück", erklärt die Reiserechtsexpertin Sabine Fischer-Volk von der Kanzlei Karimi in Berlin. Hier könne es jedoch manchmal zu Streitigkeiten kommen: "Urlauber müssen sich darauf einstellen, dass der Eigentümer nicht immer sofort das Geld zurückzahlt." Viele Anbieter zeigen sich allerdings kulant: So bietet etwa Airbnb weltweit kostenlose Stornierung für alle Aufenthalte, die spätestens am 14. April beginnen sollten.

Wie sieht es mit Hotelbuchungen in Deutschland aus?

"Es handelt sich um einen Mietvertrag. Solange das Hotel offen ist, muss ich bezahlen – auch wenn ich nicht anreise", sagt Fischer-Volk. Eine Ausnahme bestehe, wenn vor Ort Quarantäne herrsche. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga bestätigt, maßgeblich seien die AGB des Hotels, solange das Zielgebiet nicht unter Quarantäne stehe. Reisewarnungen für Teile Deutschlands gibt es bisher nicht.

"Wenn ich bezahlen muss, aber nicht anreisen will, dann würde ich versuchen, eine Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt oder einen Gutschein auszuhandeln", rät die Juristin. "Ein Gutschein ist besser, weil man sich dann nicht schon wieder auf einen festen Termin festlegen muss." Aber: "Wenn das Hotel irgendwann in finanzielle Schwierigkeiten käme, geht der Gutschein in der Insolvenzmasse auf. Das Geld ist dann zumeist weg."

Insgesamt sollten sich Urlauber klarmachen, dass die Situation absolut außergewöhnlich ist: "In diesen Zeiten, wo alle von der Coronakrise betroffen sind, sollte man keine unrealistischen Vorstellungen haben, was die Durchsetzung von Reiserechten betrifft", sagt Fischer-Volk. "Alle Seiten müssen mit Verlusten rechnen. Kaum jemand wird von Einbußen verschont bleiben." ​

(dpa)

Update 16.3.2020, 12 Uhr

Behörden wollen mehr Online-Anträge - kein Publikum bei der ARGE

Im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus sind alle Behörden gehalten, durch geeignete Maßnahmen dazu beizutragen, die Verbreitung des Virus soweit wie möglich zu reduzieren: 

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim bittet daher alle Antragstel-lerinnen und Antragsteller die Möglichkeit des online-Verfahrens soweit wie möglich auszuschöpfen und nur in dringenden Fällen bei den Sachbearbeiter persönlich nach vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme vorstellig zu werden. Grundsätzlich sind Fragen zur Mehrfachantragstellung telefonisch bzw. per E-Mail an die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu richten. Die bereits vereinbarten persönlichen Beratungstermine können telefonisch genutzt werden.

Die Agentur für Arbeit und die Jobcenter in Rosenheim bleiben ab Mittwoch, den 18. März 2020 für Publikumsverkehr geschlossen – die telefonische Erreichbarkeit ist gegeben. Um in der aktuellen Lage die wichtigsten Dienstleistungen erbringen zu können, konzentrieren sich die Arbeitsagenturen und Jobcenter (gemeinsame Einrichtungen) auf die Bearbeitung und Bewilligung von Geldleistungen.

Persönliche Vorsprachen: Eine Arbeitslosmeldung kann auch telefonisch erfolgen. Ein Antrag auf Grundsicherung kann formlos in den Hausbriefkasten der Dienststelle eingeworfen werden. Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen. Sie müssen diese Termine *nicht* absagen und Sie müssen diesbezüglich auch nicht anrufen. Sie können Anträge formlos per Mail oder über unsere eServices (www.arbeitsagentur.de/eServices) stellen oder in den Hausbriefkasten einwerfen. Es entstehen Ihnen keine Nachteile, wenn Sie nicht persönlich vorsprechen

Die ARGE weist darauf hin, dass wenn jetzt Termine entfallen oder persönlicher Kontakt nicht möglich ist, keine finanziellen Nachteile entstehen: "Wir agieren so gut es geht in diesen schwierigen Zeiten unbürokratisch und flexibel, so dass die Versorgung aller Menschen, die auf die Geldleistungen von Jobcenter oder Arbeitsagentur angewiesen sind, sichergestellt ist. Dies gilt auch für die Auszahlung von Kindergeld und Kinderzuschlag", heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Unsere Arbeitsfähigkeit ist sichergestellt. Die sichere Auszahlung von Geldleistungen hat für uns oberste Priorität."

Servicenummern: 

Kostenlose Servicenummer Arbeitnehmer: 0800 4 5555 00

Kostenlose Servicenummer Arbeitgeber: 0800 4 5555 20

Jobcenter Rosenheim Stadt: 08031 408940

Jobcenter Rosenheim Land: 08031 90150

Kostenlose Servicenummer rund um Kindergeld und Kinderzuschlag: 0800 4 5555 30

Update 16.3., 10.40 Uhr

Das unternimmt Bayern jetzt gegen das Coronavirus

Bayern hat landesweit den Katastrophenfall ausgerufen. Ab sofort. Das hat Ministerpräsident Markus Söder am Montagmorgen verkündet. Damit gehen weitreichende Einschnitte in das öffentliche Leben einher. Alles, was sie über die jetzt geltenden Maßnahmen gegen das Coronavirus wissen müssen, finden Sie hier.

Update 16.3., 9.56 Uhr

Aktuelle Maßnahmen der Staatsregierung gegen das Coronavirus

Um 10 Uhr will Markus Söder über weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus informieren. Wir berichten an dieser Stelle live vom Statement des Ministerpräsidenten, sobald die Übertragung beginnt.

Update 16.3., 9.22 Uhr

Romed-Kliniken schränken Besuchsrechte weiter ein

"Aufgrund der CoV19-Situation werden zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter die Besuchsmöglichkeiten von Patienten in den RoMed Kliniken weiter eingeschränkt", schreiben die Romed-Kliniken in einer Pressemitteilung.

Krankenbesuche sind nur möglich für nahe Angehörige, maximal eine Person für eine Stunde pro Tag und nur in derZeit von 15 bis 19 Uhr. Besuche auf der Palliativ- sowie der Kinderstation sind gesondert geregelt.

Personen, die Kontakt zu Covid-Erkrankten hatten, dürfen die Kliniken nicht betreten. Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, dürfen innerhalb von 14 Tagen nach Verlassen dieses Gebietes keine Patienten in den Romed Kliniken besuchen. Das gleiche gilt für Besucher mit Krankheitssymptomen wie beispielsweise Husten, Schnupfen oder Fieber.

Der Zutritt zum Romed Klinikum Rosenheim ist für Patienten und Besucher nur noch über den Haupteingang in der Pettenkoferstraße möglich. Über den Eingang Haus 4 ist ausschließlich die kinderärztliche Bereitschaftspraxis während ihrer Öffnungszeiten für Patienten geöffnet. Der kinderärztliche Notdienst des Klinikums ist nachts über den Haupteingang zu erreichen. Der Zugang zur Zentralen Notaufnahme ist nur für Patienten geöffnet.

Die Zugänge in die Romed Kliniken Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn sind für Patienten und Besucher nur über die Haupteingänge gestattet. Der Zugang zur jeweiligen Zentralen Notaufnahme ist nur für Patienten geöffnet.

„Uns ist bewusst, dass es für Patienten und Angehörige eine schwierige Zeit ist und bitten um Verständnis für die Maßnahmen,“ sagt Romed-Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram.

Update, 16.3.2020, 8.30 Uhr

Coronaschutz auf Polizeidienststellen

Um Infektionsrisiken in Bezug auf den Coronavirus (SARS-CoV-2) zu vermindern, bittet die Polizei im südlichen Oberbayern alle Bürgerinnen und Bürger, die folgenden Hinweise zu beachten: 

· Wenn Sie eine Polizeidienststelle aufsuchen, folgen Sie bitte den Anweisungen, die Ihnen an der Sprechanlage mitgeteilt werden. 

· Der Polizeinotruf „110“ ist selbstverständlich nach wie vor rund um die Uhr ohne Einschränkungen für Sie erreichbar. 

· Wenn Sie den Polizeinotruf „110“ oder den Notruf der Integrierten Leitstellen für Rettungsdienst und Feuerwehr „112“ wählen und selbst durch das Coronavirus erkrankt sind oder Kontakt zu einem bestätigten Infektionsfall hatten, bitten wir Sie, diese wichtige Information gleich bei ihrem Anruf mitzuteilen. Informieren Sie bitte auch mögliche Zeugen, andere Personen vor Ort und zusätzlich nochmals die ankommenden Polizeibeamten, damit der Einsatzablauf im Einzelfall an ein erhöhtes Infektionsrisiko angepasst werden kann. 

· Sollten Sie eine der folgenden Straftaten anzeigen wollen, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der Online-Anzeigenerstattung: 

o Betrug mittels Online-Auktion 

o Fahrraddiebstahl, Fahrradunterschlagung oder Sachbeschädigung an einem Fahrrad 

o Diebstahl von Teilen an einem Fahrzeug, Diebstahl von Gegenständen aus einem unversperrten Kraftfahrzeug und Sachbeschädigung an einem Kraftfahrzeug

Die Anzeigenerstattung Online erreichen Sie über: www.polizei.bayern.de

(Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd)

Update, 16.3.2020, 8.15 Uhr

Krisentreffen wegen Coronavirus der internationalen Gemeinschaft

Die internationale Gemeinschaft verstärkt ihre Bemühungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten wollen an diesem Montag (15.00 Uhr MEZ/10.00 Uhr Ortszeit US-Ostküste) in einer Videokonferenz darüber beraten. Den G7-Vorsitz haben die USA inne. Die Finanzminister der Eurogruppe sprechen per Videoschalte (15.00 Uhr) über ein umfassendes Krisenpaket. Schon am Vormittag (11.00 Uhr) tagt unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) der Kabinettsausschuss zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier warb bei den Bürgern um Verständnis für Einschränkungen im Alltag.

Ab Montag sind auch die deutschen Inseln in Nord- und Ostsee keine Alternativen für Urlauber. Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen beschlossen, die In seln für Touristen abzuriegeln. Auch Reisen mit Tui sind kaum mehr möglich. In der Nacht zum Montag teilte der Tourismuskonzern mit, man habe beschlossen, "den größten Teil aller Reiseaktivitäten, einschließlich Pauschalreisen, Kreuzfahrten und Hotelbetrieb, bis auf weiteres auszusetzen".

Bundespräsident Steinmeier bat um Verständnis für die Einschränkungen im täglichen Leben. "Unsere Selbstbeschränkung heute kann morgen Leben retten", sagte er in einem am Montagmorgen veröffentlichten Interview mit dem Nachrichtenportal t-online.de. Um so viele Leben wir möglich zu retten, seien "drastische und sofortige Einschnitte in unser tägliches Leben, unseren Berufsalltag" notwendig. Steinmeier warb für Solidarität und wandte sich gegen Egoismen. "Wir werden das Virus besiegen. Aber in was für einer Gesellschaft wir danach leben werden, und in was für einer Welt, das hängt davon ab, wie wir heute handeln", mahnte das Staatsoberhaupt. (dpa)

Update, 16.3.2020, 7.55 Uhr

Strenge Kontrollen an deutschen Grenzen wegen Coronavirus

16.03.2020, Bayern, Kiefersfelden: Bundespolizisten stehen an der mobilen Autobahn-Übergangsstelle und kontrollieren den Verkehr. Mit Einreiseverboten und strengen Grenzkontrollen will Deutschland von Montag an die Ausbreitung des Coronavirus weiter eindämmen. Die Maßnahmen sollen um 8.00 Uhr in Kraft treten, und zwar auch an den Grenzübergängen zu Österreich.

Mit Einreiseverboten und strengen Grenzkontrollen will Deutschland von Montag an die Ausbreitung des Coronavirus weiter eindämmen. Die Maßnahmen sollen um 8 Uhr in Kraft treten, und zwar an den Grenzübergängen zur Schweiz, zu Frankreich, Österreich, Dänemark und auch Luxemburg, wie Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) am Sonntag angekündigte."Für Reisende ohne triftigen Reisegrund gilt, dass sie nicht mehr einreisen können", sagte er.

Ausnahmen gibt es etwa für den Warenverkehr und für Pendler. Außerdem: "Deutsche Staatsangehörige haben selbstverständlich das Recht, wieder in ihr Heimatland einzureisen", erklärte Seehofer. Das Gleiche gelte auch für Ausländer mit Aufenthaltsberechtigung und Wohnsitz in Deutschland, erklärte Staatssekretär Hans-Georg Engelke.

"Wichtig ist, dass Pendler weiter zur Arbeit kommen, so sie nicht zu Haus arbeiten können. Und dass der notwendige Warenverkehr läuft", sagte Grünen-Chef Robert Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Allerdings kritisierte er, dass es keine Einigkeit in der EU bei diesen Maßnahmen gebe. Grünen-Co-Chefin Annalena Baerbock sagte dem "Spiegel": "Auch in der akuten Situation dürfen wir nicht vergessen, dass wir die Krise nur europäisch bekämpfen können."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) versicherte noch am Sonntagabend in der ARD: "Es geht nicht um Grenzschließungen als generelles Mittel." Der freie Warenverkehr und wirtschaftliche Aktivitäten sollten nicht unzumutbar beeinträchtigt werden. "Wir versuchen, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten."

Bereits am Sonntagabend seien Polizeikräfte unterwegs zu den Grenzabschnitten gewesen, sagte Dieter Romann, Präsident der Bundespolizei. Er betonte: "Wir schließen keine Grenzen. Nordkorea tut das. Wir kontrollieren an den Grenzen, das ist etwas ganz anderes." Die Grenzkontrollen seien "eine Sache, für die ich seit Freitag in der Tat, ziemlich gekämpft habe", sagte Seehofer.

Zuvor hatten schon andere EU-Staaten ihre Grenzen weitgehend dicht gemacht, darunter Dänemark, Polen, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Frankreich kündigte als Reaktion auf die deutschen Maßnahmen ebenfalls verschärfte Kontrollen an.

(dpa)

Update, 15.3.2020, 23.40 Ihr

Söder: Grenzschließung ist wichtiger Baustein für Schutz vor Corona 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (rechts) und Kultusminister Michael Piazolo erläutern die aktuelle Lage in Sachen Coronavirus in Bayern.

CSU-Chef Markus Söder hat die Grenzschließung als wichtigen Baustein für den Schutz der Bevölkerung in Deutschland bezeichnet. Ziel aller Maßnahmen sei es, die Entwicklung der Neuinfektionen zu verlangsamen, sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntagabend in den ARD-"Tagesthemen".

"Wir müssen jetzt alle Möglichkeiten ergreifen, um den schlimmen Ausbruch zu verhindern." Klar sei aber auch, dass ein garantierter Schutz nicht möglich sei. Eine formelle Ausgangssperre in Bayern werde es zunächst nicht geben, fügte Söder hinzu.

Auch um allen Corona-Patienten eine "bestmögliche Versorgung" im Krankheitsfall zu gewährleisten, sei die Grenzschließung wichtig, betonte Söder. Der Tourismus und damit alle Neueinreisen von Menschen müsse gestoppt werden, dagegen müsse aber der Warenverkehr zur Sicherung der Lebensmittelversorgung aufrechterhalten bleiben. Dies sei eine existenzielle Aufgabe.

Die Coronavirus-Krise sei der "größte Stresstest der vergangenen Jahrzehnte", sagte Söder. "Jeder, wirklich jeder ist aufgefordert, nicht nur an sich zu denken", betonte er. "Wir können durch diese Krise kommen, aber wir müssen alle zusammenstehen und jeder seinen Beitrag leisten."

Update, 15.03.2020, 21.59 Uhr

Trotz Coronavirus zunächst keine Ausgangssperren 

Anders als in anderen Ländern soll es wegen des Coronavirus in Bayern zunächst keine Ausgangssperren geben. "Das ist derzeit nicht geplant", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntag im BR Fernsehen. Er appelliert aber an alle Bürger, sich genau zu überlegen, welche Orte man besuchen wolle. Um die Grundversorgung der Menschen zu sichern, werde Bayern die Ladenöffnungszeiten für Lebensmittelgeschäfte verlängern. (dpa)

Update, 15.3.2020, 21.48 Uhr

Ab Dienstag möglicherweise Katastrophenfall in Bayern

In Bayern könnte ab Dienstag wegen des Coronavirus der Katastrophenfall ausgerufen werden. Die finale Entscheidung werde aber erst am Montagmorgen getroffen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntagabend aus Regierungskreisen in München. Zuvor hatten die "Nürnberger Nachrichten" darüber berichtet.

Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls sind in erster Linie organisatorische Fragen verbunden. Diese seien notwendig, damit das Land im Kampf gegen das Coronavirus entsprechende Maßnahmen ergreifen könne, hieß es in Regierungskreisen.

Der Katastrophenfall soll zunächst für 14 Tage gelten.

Neben den bekannten Schritten wie einer Schließung aller nicht systemrelevanten Geschäfte soll dann auch die Bundeswehr mit ihren Krankenhäusern in die Krisenpläne einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium soll - so berichtet die Zeitung - zudem sämtliche Beatmungsgeräte im Land erfassen und ein Notfallkonzept entwickeln, wie sich sogenannte temporäre Krankenhäuser einrichten lassen. Sie sollen demnach in Messe-, Sport- und Konzerthallen entstehen, falls die Zahl der Erkrankten drastisch steigt. (dpa)

Update, 15.3.2020, 18 Uhr

Bars, Kinos und Geschäfte zu: Coronavirus bremst Bayern weiter aus 

Zur Eindämmung des Coronavirus wird in Bayern das öffentliche Leben noch einmal massiv eingeschränkt. Geplant sind weitgehende Schließungen von "Begegnungsstätten" wie Bars, Kinos und Schwimmbäder sowie Einschränkungen in der Gastronomie und für Geschäfte, wie die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag in München aus Regierungskreisen erfuhr. Noch am Freitag hatte die Staatsregierung eine Schließung von Gaststätten ausgeschlossen.

Das öffentliche Leben im Freistaat werde "heruntergefahren", hieß es aus einer Sitzung des Coronavirus-Krisenstabs unter Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Sonntagnachmittag in der Staatskanzlei. Die konkreten Details waren zunächst noch offen, sie sollen am Montag (10.00 Uhr) bei einer Pressekonferenz mitgeteilt werden, die ausschließlich in Internet übertragen wird.

Klar sei aber, dass Supermärkte und Lebensmittelläden, Apotheken, Tankstellen und auch Banken definitiv offen bleiben sollen, hieß es. Die Grundversorgung bleibe aufrechterhalten, wurde betont.

An der Sitzung des Krisenstabs nahmen demnach auch Innenminister Joachim Herrmann, Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsministerin Melanie Huml, Finanzminister Albert Füracker, Wissenschaftsminister Bernd Sibler (alle CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) teil.

Wegen des Coronavirus will die Deutsche Bahn (DB) den Regionalverkehr in Bayern einschränken. Bei der Südostbayern-Bahn werden ab Montag einige Verstärker-Züge auf der Strecke zwischen Mühldorf und München ausfallen, wie die DB mitteilte. Züge von Mühldorf nach Salzburg werden demnach schon in Freilassing enden. Züge des Meridian enden und wenden ab Montag in Freilassing beziehungsweise Kiefersfelden. Bei der Gäubodenbahn in Niederbayern gelte der Ferienfahrplan.

Auch bei der S-Bahn in München werden wegen der Ausbreitung des Virus Fahrpläne angepasst. Den Angaben zufolge werden ab Montagmorgen die Taktverstärker der Linien 2, 3, 4 und 8 ausfallen. Die DB empfahl Reisenden, vor der Fahrt die Reiseverbindung zu überprüfen.

Ab 8.00 Uhr sollen am Montag zudem die Grenzen Deutschlands nach Österreich, in die Schweiz, nach Frankreich und Dänemark teilweise geschlossen werden. Die Einreisebeschränkungen gelten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aber nur für bestimmte Personengruppen - Deutsche dürfen aus den Nachbarländern einreisen. Dies gilt dem Vernehmen nach auch für Pendler.

Auch der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll gesichert bleiben. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die in Grenznähe schon zu Problemen geführt haben.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus schließt Bayern ab Montag zudem alle Schulen, Kindergärten und Kitas bis zum einschließlich 19. April. Zudem verhängte die Staatsregierung weitreichende Auflagen für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind längst bayernweit verboten, aber auch für kleinere mit mehr als 100 ist die Absage empfohlen oder mancherorts gar verboten.

Für die bayerische Wirtschaft soll es dem Vernehmen nach wegen der Corona-Restriktionen ein Milliarden-Hilfsprogramm geben. Und es werde ein großes "Medizin-Paket" geben, um die Kapazitäten auszubauen. Dies könnte die Bettenzahl, das Personal, Ausstattung oder zusätzliche Kapazitäten für Coronavirus-Tests betreffen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nimmt in Bayern rasch zu. Am Sonntag (Stand 12.00 Uhr) meldete das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 886 Fälle, in denen Menschen im Freistaat positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurden. Das sind 205 Fälle mehr als am Vortag. Drei Menschen starben, Stand Sonntag, inzwischen nachweislich an Covid-19. (dpa)

Update, 15.3.2020, 16.20 Uhr

Bahn schränkt Regionalverkehr ein - Verzicht auf Ticket-Kontrolle 

Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr voraussichtlich einschränken. Damit reagiert das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, wie eine Sprecherin am Sonntag in Berlin sagte. Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Zuvor hatte der "Spiegel" darüber berichtet.

Die Bahn erläuterte, man reduziere das Angebot nicht von sich aus. Das Unternehmen sei von einzelnen Aufgabenträgern angesprochen worden, sich mit möglichen Angebotseinschränkungen auseinanderzusetzen. "Die Entscheidung über die veränderten Fahrpläne treffen am Ende die Besteller", fügte ein Sprecher hinzu. Das sind im Bahn-Regionalverkehr die Bundesländer oder Verkehrsverbünde.

Damit blieb zunächst unklar, wo möglicherweise Züge gestrichen werden und in welchem Umfang. Die Deutsche Bahn stellte fest, Ziel der Aufgabenträger und der Bahnbetreiber sei es, "mit verlässlichen Leistungen eine stabile Versorgung zu gewährleisten und die Mobilität in Deutschland aufrechtzuerhalten"

Die Zugbegleiter kontrollieren in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Bahnsprecherin. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit.

Die Bahnerweitert wegen der außergewöhnliche Lage auch die Möglichkeiten für die Kunden, ihre Reise zu verschieben oder zu stornieren. "Die Kulanzregelungen gelten in den kommenden Wochen, deshalb ist es nicht erforderlich, sich unverzüglich zu melden", betonte das Unternehmen. Erstattungen könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag eingereicht werden.

Für alle bis zum 13. März erworbenen Tickets mit Reisedaten zwischen 13. März und 30. April könnten Fahrgäste ihre Fahrt verschieben und den Fahrschein bis zum 30. Juni flexibel für die gebuchte Strecke nutzen. Bei den rabattierten Sparpreisen und Supersparpreisen ist die Zugbindung aufgehoben.

Möglich ist nach Angaben der Bahn auch eine Umwandlung in Reisegutscheine: Bis zum 13. März erworbene Tickets für Reisen bis 30. April können demnach kostenfrei in einen Reisegutschein umgewandelt werden. Dies gelte auch für Sparpreise und Supersparpreise. Anträge zur Umwandlung in einen Reisegutschein könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag abgeschickt werden. (dpa)

Update, 15.3.2020, 16.08 Uhr

Regionalzug wegen Corona-Verdachts angehalten 

Weil ein Zugbegleiter Symptome einer Coronavirus-Infektion zeigte, ist am Sonntag in Schongau ein Regionalzug gestoppt worden. Das Gesundheitsamt habe alle Passagiere informiert, teilte ein Sprecher des Landratsamts Weilheim-Schongau mit. Der Bahnmitarbeiter habe über plötzliche Krankheitssymptome wie Schüttelfrost geklagt. Ob es sich tatsächlich um eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 handele, müsse der Test eines Rachenabstrichs ergeben.

Da der Zugbegleiter sich sofort in ein Dienstabteil zurückgezogen habe, habe für die Fahrgäste kein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestanden, teilte die Behörde mit. Wie viele Menschen in dem Zug saßen, vermochten zunächst weder der Sprecher noch die Bundespolizei zu sagen. Gegen 11.00 Uhr konnten die Fahrgäste die Weiterreise antreten. (dpa)

Star-Architekt Gregotti stirbt nach Corona-Infektion

Der renommierte italienische Architekt und Designer Vittorio Gregotti ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus im Alter von 92 Jahren in Mailand gestorben. Das teilten mehrere offizielle Stellen der Stadt Mailand am Sonntag mit.

Bekannt geworden war der 1927 geborene Gregotti insbesondere für seine Werke in Mailands Bicocca-Viertel, für das Olympiastadion von Barcelona, das neue Opernhaus in Aix-en-Provence und das Kulturzentrum Belem in Portugal. Gregotti sei einer der "größten Architekten" gewesen, schrieb Mailands Bürgermeister Beppe Sala auf Twitter. Seine Stadt habe ihm viel zu verdanken.

Beerdigungen sind in Italien vorübergehend ausgesetzt. Die Regierung in Rom hat alle Formen öffentlicher Versammlungen verboten, um die Verbreitung des Coronavirus zu begrenzen. "Wenn bessere Zeiten kommen, werden wir uns überlegen, wie die Stadt Mailand am besten (an Gregotti) erinnern kann", sagte Maran.

Die Zeitung "Corriere della Sera" berichtete, Gregotti sei in einem Krankenhaus in Mailand verstorben, wo seine Frau Marina Mazza ebenfalls Patientin sei. Die Coronavirus-Pandemie plagt derzeit Italien besonders stark: Es ist das am schlimmsten betroffene Land der Welt außerhalb Chinas, wo der Ausbruch seinen Ursprung hatte. Am späten Samstag meldete Italien mehr als 21 000 Infektionen und 1441 Todesfälle. (dpa)

Lufthansa holt bis zu 4000 Urlauber zurück nach Deutschland 

Mit 15 Sonderflügen will die Lufthansa bis Mittwoch etwa 3000 bis 4000 Urlauber aus der Karibik und von den Kanaren zurück nach Deutschland bringen. Das teilte ein Lufthansa-Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit. Es handele sich um Menschen, die wegen der Reisebeschränkungen als Folge der Coronavirus-Krise sonst nicht hätten zurückkehren können - Feriengäste von den Inseln und Kreuzfahrtpassagiere.

Mehrere Reedereien und Touristikunternehmen hätten die Lufthansa beauftragt, die Urlauber zurückzufliegen. Zu den 15 Sonderflügen kämen noch zwei reguläre Flüge aus der Dominikanischen Republik und Barbados.

Eingesetzt werden Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 747 und Airbus A340. Abflugorte sind Teneriffa, Punta Cana und Barbados. Zielflughäfen sind Frankfurt, München, Hamburg und Berlin. In der Regel fliegen die Maschinen nach Auskunft der Lufthansa zunächst leer in die Karibik oder zu den Kanarischen Inseln. Die ersten Rückkehrer wurden bereits am Sonntag in Deutschland erwartet.

Update, 15.3.2020, 15.50 Uhr

Regierungskreise: Deutschland macht Grenzen wegen Coronavirus teilweise dicht 

Wegen des neuartigen Coronavirus führt Deutschland ab Montagmorgen strenge Regeln an seinen Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz ein. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die "Bild Zeitung" dies berichtet. Die Einreisebeschränkungen für bestimmte Personengruppen sollen ab Montagmorgen 08.00 Uhr gelten. Deutsche dürfen aber in jedem Fall aus den Nachbarländern einreisen. Über Einzelheiten will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) um 19.00 Uhr in Berlin informieren.

Dem Vernehmen nach haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder, Seehofer, Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) auf die neuen Regeln an der Grenze verständigt. Demnach soll es sowohl verschärfte Kontrollen als auch Zurückweisungen geben.

Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen aber weiter gesichert bleiben. Auch Pendler dürften den Plänen zufolge weiterhin die Grenzen passieren. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben, wie die "Bild-Zeitung" ebenfalls berichtete. (dpa)

Update, 15.3.2020, 15.21 Uhr

Bayern plant Beschränkungen für Gastronomie und Läden

Angesichts der Coronavirus-Krise plant Bayern weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Geplant sind eine weitgehende Schließung von Begegnungsstätten wie etwa von Bars und Schwimmbädern sowie Einschränkungen in der Gastronomie und für Geschäfte, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Sonntag aus Regierungskreisen erfuhr.

Außerdem plant die Bundesregierung nach Angaben der "dpa", dass die Deutschland seine Grenzen zu Österreich, der Schweiz und Frankreich weitgehend dicht machen will. Das soll am Montag, 16. März, ab 8 Uhr passieren, wie mehrere Medien übereinstimmend berichten.

Update 15.3.2020, 13.23 Uhr

Dritter Todesfall in Bayern im Zusammenhang mit dem Coronavirus

In Bayern gibt es einen dritten Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Darüber informiert das bayerische Gesundheitsministerium. Es handelt sich nach offiziellen Angaben des Landratsamtes Neu-Ulm um einen über 80-jährigen Mann, der unter Vorerkrankungen gelitten haben soll. Er lag in einem Krankenhaus. Der Patient sei in der Nacht zum Sonntag gestorben.

Update 15.3.2020, 11.35 Uhr

Österreich greift durch und legt das öffentliche Leben weitgehend still

Alle Restaurants, Läden und Bars sollen in Österreich ab Montag geschlossen werden, nun greift die österreichische Regierung erneut durch. Wie Sebastian Kurz am Sonntag erklärt, werden Versammlungen ab sofort gänzlich untersagt. Österreich hebt damit die Versammlungsfreiheit übergangsweise auf. 

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz greift jetzt wegen des Coronavirus zu drastischen Maßnahmen.

Auch die Bewegungsfreiheit der Bürger soll bis auf weiteres eingeschränkt werden. Das bedeutet, dass Sportplätze, Spielplätze und andere Plätze der öffentlichen Begegnung gänzlich geschlossen werden.

Es gebe nur noch drei Gründe, das Haus zu verlassen: um zum Arbeitsplatz zu kommen, um notwendige Einkäufe zu machen und um anderen zu helfen. Von einer Ausgangssperre sprach Kurz aber nicht. Basis für die Maßnahmen wird ein Sondergesetz, das das Parlament noch am Sonntag beschließen wollte.

Update 15.3.2020, 10.35 Uhr

Die Bahn schränkt den Grenzverkehr nach Tirol ein

Die Bahn schränkt den Regionalverkehr nach Tirol ein.

Die Bahn reagiert auf die Maßnahme des Robert-Koch-Instituts, das österreichische Bundesland Tirol als Coronavirus-Risikogebiet einzustufen. Der grenzüberschreitende Bahn- und Busverkehr nach Tirol wird eingeschränkt - ab dem heutigen Sonntag. Die Einschränkungen sind nach Angaben der Bahn folgende: 

  • Die Züge der DB Regio AG in Richtung Seefeld in Tirol/Innsbruck Hbf enden in Mittenwald.
  • Die Züge der DB Regio AG aus Richtung Garmisch-Partenkirchen und in Richtung Reutte in Tirol enden in Griesen.
  • Die Züge der DB Regio AG aus Richtung Kempten (Allg) Hbf und in Richtung Reutte in Tirol enden in Pfronten-Steinach.
  • Auf der DB-Regio-Buslinie von Marquartstein nach Reit im Winkl entfallen von Montag an die Haltestellen auf Tiroler Gebiet.
  • Ebenso wird Busbetrieb der RVO-Linien nach Tirol (Achensee, Kufstein) ausgesetzt

Update 15.3.2020, 9.37 Uhr

Schüler bekommen Unterstützung beim Lernen zu Hause

Ab dem morgigen Montag findet in Bayern bis mindestens nach den Osterferien kein Schulunterricht statt. Das hat die Staatsregierung beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Nun soll es ein Angebot geben, mit dem Kinder und Jugendliche den Stoff des Schulunterrichts zu Hause lernen können.

Das Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus und der Bayerische Rundfunk stellen zum Lernen zu Hause auf ARD-alpha, in der BR Mediathek und dem Infoportal „mebis“ Lernmaterial bereit.

Schülerinnen und Schüler können sich damit ab dem morgigen Montag, 16. März, zu Hause mit Unterrichtsmaterialien beschäftigen. Montags bis freitags zwischen 9 und 12 Uhr sendet der Bildungskanal ARD-alpha ausgesuchte Lernformate. Mit der BR Mediathek können Schüler zeitlich unabhängig lernen. Ergänzt wird das Angebot durch das Infoportal Mebis. Von Mathematik über Geographie bis hin zu Biologie, Sozialkunde und Geschichte werden Lerninhalte breit gefächert angeboten.

Das Bildungsportal Mebis soll Schüler beim Lernen zu Hause unterstützen. Wegen des Coronavirus sind alle Schulen geschlossen.

Die Programmierung stellt sicher, dass für jede Jahrgangsstufe in Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien und anderen weiterführenden Schularten zumindest einmal täglich jede Fächergruppe (MINT, Geisteswissenschaften, Sprachen) berücksichtigt wird, heißt es in einer Pressemitteilung des Kultusministeriums.

Update 14.3.2020, 20.58 Uhr

Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland steig weiter an

Bis zum heutigen sind in Deutschland 3.795 laborbestätigte COVID-19-Fälle bekannt geworden, das sind 733 Fälle mehr als am Vortag. Das meldet das Robert-Koch-Institut. Die meisten Coronavirus-Infizierten gibt es in Nordrhein-Westfalen (1154), gefolgt von Bayern - mit 681 Fällen. Die beiden Bundesländer sind allerdings auch die bevölkerungsreichsten in Deutschland.

Am härtesten trifft das Coronavirus nach wie vor Italien. Die Zahl der Todesfälle ist dort innerhalb der letzten 24 Stunden um 175 auf nunmehr 1441 gestiegen.

Update 14.3.2020, 17.21 Uhr

BRK ruft den Krisenfall aus

"Die Entwicklungen rund um das Coronavirus lassen darauf schließen, dass in den nächsten Wochen und Monaten effiziente und pragmatische Entscheidungen notwendig sein werden", schreibt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) in einer aktuellen Pressemitteilung.  BRK-Präsident Theo Zellner hat daher am heutigen Samstag den Krisenfall erklärt.

Diese Maßnahmen gibt dem BRK mehr Möglichkeiten, im Ernstfall zu handeln. Die Verbandsgliederungen sind zur gegenseitigen Hilfe verpflichtet. Dies kann im Bedarfsfall auch durch Weisungen unterstützt werden.

„Diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung fordert uns. Zweifelsohne werden besondere Maßnahmen erforderlich werden.“, sagt Theo Zellner. „Wir alle werden zusammenrücken und den Blick mehr aufeinander richten müssen.“ Das Krisenmanagement wird geleitet von Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk. Ihm untersteht ein Einsatzstab, der die anstehenden Maßnahmen koordiniert.

Update, 14.3.2020, 15.10 Uhr

Schulschließungen: Schüler befürchten große Nachteile

Die Bundesschülerkonferenz (BSK) befürchtet wegen der anstehenden Schulschließungen große Nachteile für die Schülerinnen und Schüler. "Grundsätzlich empfinden wir den Schritt als richtig, weil er auch erforderlich ist", sagte BSK-Sprecher Torben Krauß am Samstag. Das neuartige Coronavirus müsse eingedämmt werden und Schulen seien ein Ort, an dem viele Menschen aufeinanderträfen und sich anstecken könnten. "Wir sehen aber erhebliche Nachteile für die Schüler, besonders für die Abiturienten."

Sie hätten kaum eine Chance, den Stoff nachzuholen, zumal es nur wenige Möglichkeiten des digitalen Unterrichts gebe. "Die Bundesschülerkonferenz erwartet schnell umgesetzte Konzepte der Länder, um Schülerinnen und Schüler digitale Lehrangebote zur Überbrückung anbieten zu können", forderte die BSK in einer Mitteilung. Länder mit bereits gut ausgebauten digitalen Lernangeboten könnten die Schüler in der unterrichtsfreien Zeit besser vorbereiten, besonders mit Blick auf die anstehenden zentralen Prüfungen. "Grundsätzlich hoffen wir auf eine faire und tragbare Organisation der Abschlussprüfungen in Deutschland."

Krauß sagte, bei den jüngeren Schülern überwiege vielleicht die Freude über verlängerte Osterferien, die Älteren aber seien sehr in Sorge. (dpa)

Export von Schutzausrüstung wegen Corona nur noch mit Genehmigung 

Schutzausrüstung wie Schutzbrillen, Atemschutzmasken, Schutzanzüge oder Handschuhe darf künftig nicht mehr ohne weiteres aus Deutschland exportiert werden. Für den Export dieser Gegenstände ist nun eine Genehmigung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nötig, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Samstag in Berlin mitteilte. Hintergrund ist die schnelle Ausbreitung des Coronavirus auch in Deutschland. Die entsprechende Änderung der Allgemeinverfügung sei innerhalb der Bundesregierung abgestimmt und werde in Kürze im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Bundesregierung habe sich auch mit der EU-Kommission über das Vorgehen verständigt. (dpa)

Update, 14.3.2020, 14.56 Uhr

Umfrage: Corona-Pandemie mobilisiert Wähler - Union profitiert

Die Ausbreitung des Coronavirus bewegt die Deutschen stärker als jedes andere Thema. Für drei Viertel der Bürger (76 Prozent) ist die Pandemie nach dem neuen RTL/ntv-Trendbarometer das wichtigste Thema. Das sei im Themenradar der Forsa-Umfrage der Spitzenwert in diesem Jahr, berichtete RTL am Samstag. Daneben ist die Klimadebatte in den Hintergrund getreten, sie ist der Erhebung zufolge nur noch für drei Prozent der Bürger ein wichtiges Thema, das Flüchtlingsdrama in Syrien, Griechenland und der Türkei hingegen immerhin für 38 Prozent. 

Die Corona-Krise schlägt sich auch auf die Wählermobilisierung nieder: So ist der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen der Umfrage zufolge im Vergleich zur Vorwoche von 27 auf 22 Prozent gesunken. Davon profitiert die Union: 29 Prozent der Wahlwilligen würden derzeit CDU/CSU wählen; das ist ein Anstieg um 3 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche in dieser Umfrage. Die Grünen kämen auf 22 Prozent (minus zwei Prozentpunkte), die SPD auf 14 Prozent (minus ein Prozentpunkt). Die Werte der übrigen Parteien bleiben unverändert. Die FDP erreicht demnach aktuell 6 Prozent, die Linke 10 und die AfD 11 Prozent.

(Die Daten wurden vom 9. bis zum 13. März im Auftrag der Mediengruppe RTL vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa erhoben. Datenbasis: 2503 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/-2,5 Prozentpunkte.)

(dpa)

Update, 14.2.2020, 14.45 Uhr

Vorsicht bei Selbsttherapie bei Corona-Infektion 

Ratschläge und Gerüchte zum Einfluss bestimmter Medikamente auf eine Coronavirus-Infektion sorgen derzeit für Verunsicherung. Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran schrieb am Samstagmittag per Kurznachrichtendienst Twitter, Entzündungshemmer wie etwa Ibuprofen könnten eine Infektion mit dem Coronavirus verschlimmern. Im Falle von Fieber solle man Paracetamol nehmen, riet Véran. Der nationale Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon äußerte sich ähnlich und riet von der Einnahme sogenannter nichtsteroidaler Antirheumatika (NSAR) ab. Zu dieser Wirkstoffgruppe zählen neben Ibuprofen auch Acetylsalicylsäure (ASS; Aspirin) und Diclofenac.

Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) kann sich durchaus vorstellen, dass insbesondere ASS, aber auch Ibuprofen, bei der Lungenerkrankung Covid-19 nicht hilfreich sein könnten. "Ibuprofen hemmt die Blutgerinnung, das wäre ein möglicher Hinweis", erläutert der Virologe. Damit steige das Risiko für innere Blutungen. "Bei Paracetamol ist das nicht der Fall."

Dennoch sei ein Zusammenhang zwischen der Einnahme von NSAR und schweren Verläufen bei Covid-19 nach seinem Wissen bislang nicht gesichert, betont Schmidt-Chanasit. "Wir wissen wenig über die Pathogenese des Virus Sars-CoV-2. Es gibt dazu bisher keine klinischen Daten." In Frankreich ist Ibuprofen seit Jahresbeginn nicht mehr frei in Apotheken verkäuflich.

Gleichzeitig verbreitete sich in sozialen Netzwerken eine Nachricht, der zufolge Ibuprofen die Anfälligkeit für eine Coronavirus-Infektion erhöhe. Dies hätten Forscher der Uniklinik Wien herausgefunden, hieß es. Die Universität distanzierte sich von dieser Nachricht und schrieb bei Twitter von einer Falschnachricht. (dpa)

Update, 14.3.2020, 14.20 Uhr

Zahl der Coronavirus-Infektionen in Bayern auf 681 gestiegen 

In Bayern steigt die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus weiter. Bislang sind im Freistaat 681 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Samstag mitteilte (Stand 13.00 Uhr). Das sind 123 Fälle mehr als am Vortag.

Mit 364 gibt es die meisten registrierten Infektionen in Oberbayern, davon in München 178 Fälle, in Freising 51 Fälle und in Starnberg 34 Fälle.

In die 681 Fälle eingerechnet sind die ersten 14 Infizierten, die allesamt mit dem Autozulieferer Webasto aus Gauting-Stockdorf in der Nähe Münchens in Zusammenhang standen, als auskuriert gelten und wieder aus den Krankenhäusern entlassen wurden. Mit eingerechnet sind zudem drei Bayern, die außerhalb des Freistaats positiv getestet wurden. (dpa)

Update, 14.3.2020, 14 Uhr

Ministerpräsiendent Söder will mehr Hilfe von Bundeswehr

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert, die Bundeswehr mehr für den Kampf gegen die Corona-Epidemie einzusetzen. "Wir sollten überlegen, die Bundeswehr stärker einzubinden. Sie muss mit Pflegepersonal, Ärzten, Laboreinrichtungen und Kapazitäten in ihren Krankenhäusern mithelfen", sagte der CSU-Vorsitzende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Das ist angesichts dieser Krise unabdingbar."

Die Bundeswehr hilft bereits Kreisen und Kommunen. "Die Bundeswehr unterstützt aktuell die zivilen Gesundheitsbehörden im Kampf gegen das Coronavirus im Rahmen von Amtshilfe", sagte ein Sprecher der Bundeswehr der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). "Im Wesentlichen geht es zur Zeit um Bereitstellung von Laborkapazitäten, medizinischer Schutzausrüstung wie Masken und Kitteln sowie Unterstützung mit medizinischem Fachpersonal." Jedes Amtshilfeersuchen der zivilen Behörden werde über die jeweiligen Landeskommandos an das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin weitergeleitet und dort entschieden. (dpa)

Update, 14.3.2020, 13.30 Uhr

Fußball-Bundesliga nicht versichert: Ausfall von dreiviertel Milliarde Euro droht

Die deutschen Profi-Clubs müssten im Falle einer kompletten Absage der laufenden Saison der Fußball-Bundesliga mit einem ökonomischen Schaden von rund einer dreiviertel Milliarde Euro rechnen. Diese Summe wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Ligakreisen bestätigt. Ein Versicherungsschutz für die Clubs zum Beispiel für entgangene TV-Einnahmen besteht demnach nicht. Sollte wegen der Coronavirus-Krise die Spielzeit nicht beendet werden können, würde allein durch den Wegfall der Fernsehgelder für die letzten neun Spieltage ein Einnahmeausfall von rund 370 Millionen Euro anfallen. Weiterer ökonomischer Schaden entstünde durch entgangene Sponsorengelder und fehlende Eintrittsgelder. (dpa)

Tierheim Rosenheim schränkt Vermittlung von Tieren ein

"Leider betrifft die Corona-Krise auch unser Tierheim." So beginnt ein Facebook-Post des Tierschutzvereins Rosenheim von heute Nachmittag (14.3.2020). Angesichts der sich zuspitzenden Lage in Sachen Coronavirus hätten Mitarbeiter und Vorstand gemeinsam beschlossen, die Vermittlung von Heimtieren bis auf weiteres auszusetzen. Ausnahmen seien bereits laufende Vermittlungen. Ebenso würden aktuell keine neuen Gassigeher mehr aufgenommen. 

Update, 14.3.2020, 13.15 Uhr

Tirol ist Corona-Risikogebiet - so reagieren die bayerischen Inntalgemeinden 

In Tirol ist es noch nicht so weit wie in Heiligenblut in Kärnten: Ein Polizist steht am Samstag, 14.3.2020, vor einer Straßensperre neben einem Auto. Die Kärntner Gemeinde Heiligenblut steht bis zum 29. März unter Quarantäne. Ausländische Gäste dürfen aus dem Skigebiet abreisen, für Österreicher ist die An- und Abfahrt gesperrt.

Freitagabend hat das Robert-Koch-Institut das österreichische Bundesland Tirol zum Risikogebiet erklärt. Die Gefahr, sich dort mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren, ist damit als sehr groß eingestuft. Auf bayerischer Seite im Inntal sind die Gemeinden nun in Alarmbereitschaft.

Hajo Gruber, Bürgermeister von Kiefersfelden und damit direkter Nachbarn zu Tirol, zeigt sich sehr besorgt. „Wir nehmen die Lage absolut ernst“, so Gruber im Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen. Eine Vielzahl der Kiefersfeldener habe enge Kontakte ins Risikogebiet Tirol. Gruber: „Wir sind ja als Region zusammengewachsen.“ 

Noch hielten sich die Einschränkungen in Grenzen: „Die Läden sind voll. Auch viele Tiroler sind noch bei uns beim Einkaufen.“ Alles, was in der Entscheidungshoheit der Gemeinde liege, werde umgesetzt, versichert der Bürgermeister. 

Inzwischen zeigten auch viele Kiefersfeldener Solidarität mit alten und kranken Menschen und organisierten etwa einen Einkaufsdienst. „Jeder muss jetzt sein Verhalten überdenken, um die Ausbreitungskurve des Coronavirus möglichst niedrig zu halten.“ 

Geöffnet bleibe nach Absprach mit dem Bäderverband zumindest noch heute das Innsola. Hier herrschten ohnehin extreme Hygienemaßnahmen, wie Gruber ausführt. 

Alois Holzmaier, Zweiter Bürgermeister aus Oberaudorf, hat heute früh veranlasst, dass alle Mitarbeiter der Gemeinde, die aus Tirol stammen, in Quarantäne gehen müssen. Derzeit handelt es sich um fünf, wie der Bürgermeister ausführte. Holzmaier, zugleich erster Vorsitzender des Fußballvereins Oberaudorf, hat zudem jede Trainingstätigkeit auf den vereinseigenen Fußballplätzen im Freien untersagt. Auch in Oberaudorf sei derzeit noch nichts von Einschränkungen im Grenzverkehr zu spüren.

Günther Platter, Landeshauptmann von Tirol, in einer Ansprache via Facebook zum Ausnahmezustand in seinem Bundesland: “Für Tirol steht die Gesundheit unserer Gäste, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Tiroler Bevölkerung an erster Stelle. Die nächsten Wochen werden herausfordernd: Es ist unsere Aufgabe, dass wir uns auf alle Szenarien einstellen und die Sicherheit und gesundheitliche Versorgung für alle, die sich in unserem Land befinden, sicherstellen."

(ge/OVB)

Update, 14.3.2020, 13.00 Uhr

Grüne schlagen Fonds für Kulturbranche vor

Für besonders betroffene Berufsgruppen in der Coronavirus-Krise muss nach Ansicht von Politikern mehr getan werden. Im Blick haben sie dabei vor allem Künstler und Kulturbetriebe. Die Linkspartei schloss sich der Anregung der Gewerkschaft Verdi an, zur Belebung der Konjunktur an ärmere Menschen Konsumschecks zu verteilen, also Geld zum Ausgeben zu schenken. Das Handwerk forderte vom Fiskus großzügige zinslose Steuerstundungen. Die Bundesregierung hatte am Freitag ein umfassendes Hilfspaket auf den Weg gebracht mit unbegrenzten Liquiditätshilfen für betroffene Unternehmen.

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) sieht sich auch für einen starken Anstieg von Kurzarbeit gerüstet. Es seien keine besonderen Vorkehrungen im Haushalt erforderlich, um Kurzarbeitergeld zu zahlen, sagte eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage. Derzeit seien dafür im Haushalt der BA 255 Millionen Euro eingeplant. Der Bundestag hatte am Freitag ein erleichtertes Kurzarbeitergeld beschlossen. Demnach können Unternehmen ab April Kurzarbeitergeld schon nutzen, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind.

Die Grünen verlangten einen Rettungsfonds für Solo-Selbstständige und Kulturschaffende. Dieser solle schnell helfen, wenn die wirtschaftliche Existenz nachweislich infolge von Umsatzeinbußen durch die Epidemie gefährdet sei, heißt es in einem Papier, das unter anderem die Parteichefs Robert Habeck und Annalena Baerbock unterzeichnet haben. "Neben dem Schutz unserer Wirtschaft braucht es auch eine Absicherung für die Menschen, die von der Krise betroffen sind."

Fachleute, die Coronavirus-Patienten betreuen, sollten aus Sicht der Grünen mehr Geld bekommen: "Pflegerinnen und Ärzte leisten gerade einen unfassbar wichtigen Dienst für uns alle", erklärte Bundestags-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt. "Wir schlagen zunächst bis Ende 2020 eine Gehaltszulage für alle vor, die Corona-Patienten behandeln."

Für freiberufliche Künstler verlangte die kulturpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Bundestag, Simone Barrientos, unbürokratische Soforthilfe. "Wie wäre es, wenn wir ihnen ein zeitlich begrenztes bedingungsloses Grundeinkommen für sechs Monate zahlen, etwa 1500 Euro im Monat, damit sie ihr Leben und ihre Miete weiter bezahlen können?", sagte sie der "Welt". In ihrem Büro träfen seit Tagen Hilferufe aus ganz Deutschland ein. "Die meisten Künstler wie Musiker, DJs, Schauspieler oder Comedians haben keine Rücklagen, um mit den Verdienstausfällen klarzukommen."

Auch Kulturpolitiker anderer Fraktionen wollen Künstler und privatwirtschaftliche Kulturbetriebe wie Clubs, Konzerthallen, Theater und Kleinkunstbühnen unterstützen. Auf der nächsten Sitzung des Kulturausschusses im Bundestag am 25. März soll über umfangreiche Hilfspakete beraten werden. Die Ausschussvorsitzende Katrin Budde (SPD) sagte der "Welt", die Unterstützung sollte "so unbürokratisch wie möglich" gestaltet werden. Der CDU-Abgeordnete Johannes Sellewill sich für "Existenzbeihilfen für besonders betroffene Personen wie Künstlergruppen" einsetzen.

(dpa)

Update, 14.3.2020, 11.45 Uhr

Urlauber bleiben bei Einreiseverbot nicht auf Kosten sitzen

Wenn Länder wegen Corona ihre Grenzen schließen, platzen die Reisepläne vieler deutscher Urlauber. Doch bei einem behördlichen Einreiseverbot bleiben diese in den meisten Fällen zumindest nicht auf ihren Kosten sitzen.

Pauschalreisende sind ohnehin gut abgesichert, es gilt das deutsche Pauschalreiserecht. "Wenn ich nicht einreisen kann, bekomme ich vom Veranstalter mein Geld zurück", erklärt die Reiserechtsexpertin Sabine Fischer-Volk von der Kanzlei Karimi in Berlin. "Ein zusätzlicher Schadenersatz steht mir aber nicht zu, weil es sich um außergewöhnliche Umstände handelt."

Auch bei individuellen Buchungen von Hotels oder Ferienhäusern gilt nach Einschätzung von Fischer-Volk: "Kann ich das Ziel überhaupt nicht erreichen, bekomme ich das Geld zurück." In aller Regel streichen Fluggesellschaften ihre Flüge, sobald ein Land eine Einreisesperre verhängt. "Sobald die Fluggesellschaft den Flug einstellt, erstattet sie den Ticketpreis", sagt die Juristin. Eine Entschädigung nach der EU-Fluggastrechte-Verordnung gebe es nicht, da außergewöhnliche Umstände vorlägen.

Und wie sieht es mit Urlaub in einigen Wochen aus? "Wenn eine Buchung für einen Zeitraum nach der Einreisesperre besteht, rate ich: Bitte jetzt nicht stornieren!", rät Fischer-Volk. "Sonst riskiere ich Stornogebühren." Am besten warten Urlauber schlicht ab. "Dann wird es rechtlich leichter."

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 haben Deutschlands Nachbarländer Polen, Tschechien und Dänemark ihre Grenzen für Ausländer geschlossen. (dpa)

Beherbergungsverbot in Tirol

Der Tourismusverband Kufsteinerland informiert zu diesem Thema auf seine Homepage folgendermaßen: 

"Alle Beherbergungsbetriebe in ganz TIROL haben unverzüglich ihre Gäste von der Schließung der Betriebe am Montag, den 16.3.2020, 24.00 Uhr zu verständigen. Gäste, die Samstag noch anreisen und länger als bis Montag bleiben wollen, ist von der Anreise dringend abzuraten.

Folge: Mit diesem Zeitpunkt heben sich infolge höherer Gewalt (behördliche Verfügungen ) die gegenseitigen Rechte und Pflichten aus dem Beherbergungsvertrag auf, dh. die Vertragserfüllung ist nicht möglich und die Beherbergungsverträge sind rückabzuwickeln. Der Gast hat somit keine Stornogebühr zu bezahlen, der Unternehmer hat nicht zu leisten. Bereits getätigte Anzahlungen sind rück zu überweisen."

Update, 14.03.2020, 11.10 Uhr

Ernährungsministerin Klöckner: Kein Anlass zu Hamsterkäufen 

Hamsterkäufe in Bad Aibling - unser Foto zeigt die leeren Legale in einer Lidl-Filiale am Samstag morgen (14.3.2020)

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat die Bürger aufgerufen, Hamsterkäufe in der Coronavirus-Krise zu vermeiden. "In Deutschland haben wir aktuell keine Versorgungsengpässe", sagte die CDU-Politikerin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. "Ich appelliere daher an die Bürger, ihre Vorräte mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken – dann ist genügend für alle verfügbar, die Regale werden zeitnah wieder aufgefüllt." Für Hamsterkäufe gebe es keinen Anlass. "Gerade mit Blick auf die jetzige Situation ist nicht nur die Solidarität der Verbraucher untereinander gefragt, sondern auch Maß und Mitte."

Leere Regale auch im Prechtl-Markt in Bad Aibling am heutigen Samstag - das Coronavirus macht auch die Menschen in der Region nervös und verleitet zu Hamsterkäufen.

Wichtig sei, nur das zu lagern, was auch normalerweise im Alltag genutzt und verbraucht werde, um nicht Lebensmittel und wichtige Ressourcen zu verschwenden, mahnte Klöckner vor dem Weltverbrauchertag an diesem Sonntag. "Denn unnötige Hamsterkäufe führen leider häufig dazu, dass Lebensmittel letztlich in der Tonne landen." Wer zu viel gekauft habe, könne einwandfreie Waren zur Weitergabe an die Tafeln geben. (dpa)

Update, 14.3.2020, 11.03 Uhr

Bayerns Spielbanken schließen

Die Spielbanken im Freistaat stellen vorübergehend den Betrieb ein, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die neun staatlichen Spielbanken sollen von sofort an bis einschließlich 19. April geschlossen bleiben, wie Lotto Bayern am Samstag mitteilte. "Oberste Priorität hat die Gesundheit unserer Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", hieß es. Betroffen sind von der Maßnahme die Spielbanken in Garmisch-Partenkirchen, Bad Wiessee, Bad Kissingen, Bad Reichenhall, Bad Steben, Feuchtwangen, Lindau, Bad Füssing und Bad Kötzting. (dpa/lby)

Update, 14.3.2020, 10 Uhr

Bayerns Gesundheitsministerin Huml: Zwei neue Allgemeinverfügungen in Kraft getreten 

Melanie Huml (CSU), Gesundheitsministerin von Bayern

In Bayern sind am Samstag neue Allgemeinverfügungen im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus in Kraft getreten. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml am Vormittag hingewiesen. So gilt ab sofort eine Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Jeder Patient oder Betreute darf jetzt nur noch einen Besucher pro Tag für je eine Stunde empfangen. Ausnahmen sind möglich, etwa beim Besuch von Kindern, im Notfall oder in der Versorgung von Sterbenden. Ferner dürfen Personen, die in einem Risikogebiet waren, innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen nach Verlassen dieses Gebiets diese Einrichtungen nicht betreten. 

Die Ministerin betonte: "Es ist sehr wichtig, dass der Schutz von älteren Menschen in Pflegeeinrichtungen verstärkt wird. Dies gilt auch für Krankenhäuser, in denen ebenfalls besonderes schutzbedürftige Menschen sind." 

Eine weitere Allgemeinverfügung regelt die am Freitag beschlossene bayernweite Schließung von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Heilpädagogischen Tagesstätten ab dem kommenden Montag bis einschließlich 19. April. Huml unterstrich: "An diesem Schritt führt im Kampf gegen weitere Infektionen kein Weg mehr vorbei. Klar ist auch: Die Folgen von so einschneidenden Maßnahmen müssen gut überlegt werden. Und genau das haben wir getan. Deshalb wird es eine Notfallbetreuung für bestimmte Personengruppen geben - etwa für die Kinder von Pflegekräften." 

Huml fügte hinzu: "Bayern hat beim Thema Coronavirus von Anfang an große Entschlossenheit gezeigt. Das wird auch an den zwei neuen Allgemeinverfügungen deutlich.Es bleibt dabei: Der Schutz der Bevölkerung in Bayern hat für uns oberste Priorität."

(Pressemittteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege)

Update 14.3.2020, 9.30 Uhr

RKI erklärt Tirol zum Risikogebiet

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die internationalen Coronavirus-Risikogebiete ausgeweitet: Seit Freitagabend gelten auch das Bundesland Tirol in Österreich und die spanische Hauptstadt Madrid offiziell als Gebiete, in denen eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Derzeit gelten außerdem als solche Orte: die Länder Italien und Iran sowie die Region Grand Est (Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) und Provinzen in China und Südkorea. 

Angesichts der Corona-Pandemie sollten sichalle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz nach Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums selbst in Quarantäne begeben. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", schrieben Minister Jens Spahn und seine Ministerium am Freitagabend jeweils auf Twitter. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht". Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt weltweit die am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region der Welt.

Bisher war eine Isolation überwiegend nur für Menschen empfohlen worden, die Symptome einer Covid-19-Erkrankung wie etwa Fieber zeigen. Vor allem in Italien und der Schweiz breitet sich die Krankheit stark aus, in Österreich ist besonders das Bundesland Tirol betroffen.

In Europa würden mehr Infektionen und Todesfälle gemeldet als in allen anderen Ländern außerhalb Chinas zusammen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Europa ist jetzt zum Epizentrum der Covid-19-Pandemie geworden", sagte er. "Es werden jeden Tag mehr Fälle gemeldet als auf der Höhe der Epidemie in China." Aus China meldete die dortige Gesundheitskommission am Samstag 11 neu nachgewiesene Fälle und 13 weitere Todesfälle. Seit Beginn der Epidemie im Dezember haben sich nach offizieller Statistik insgesamt 80 824 Menschen in Festlandchina mit dem neuen Coronavirus infiziert. Mehr als 65 000 haben die Krankenhäuser wieder verlassen. 3189 Tote sind bislang in der Volksrepublik zu beklagen.

Deutschlands Nachbarländer Tschechien, Polen und Dänemark riegeln wegen der Coronavirus-Gefahr fast vollständig oder ganz ihre Grenze für alle Ausländer ab. In Tschechien dürfen Deutsche, Österreicher, Schweizer und Bürger weiterer zwölf Risikostaaten seit Mitternacht nicht mehr einreisen. Dänemark will ab Samstagmittag die Grenze dicht machen. Die Schweiz führt an ihren Grenzen - auch zu Deutschland - wieder Kontrollen ein. Österreich schließt für zunächst eine Woche viele Geschäfte und stellt zudem das Paznauntal und die Gemeinde St. Anton am Arlberg (beide Tirol) unter Quarantäne.

(dpa)

Update 14.3., 7.48 Uhr

Klinik Mühldorf schränkt Besucherzahl ein - keine Besucher in der Geriatrie Haag erlaubt

Jeder Besucher im Klinkum Mühldorf wird vor dem B Betreten des Hauses kurz untersucht.

Die Kreiskliniken Mühldorf haben weitere Sicherheitsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. Wie Ärztlicher Direktor Dr. Wolfgang Richter mitteilt, sind Besuche in der Geriatrie in Haag zum Schutz älterer Patienten nicht mehr möglich. In den anderen Abteilungen der Krankenhäuser Mühldorf und Haag ist nur noch täglich ein Besucher pro Patient erlaubt.

Kinder unter 14 Jahren dürfen keine Besuche machen. Dazu kommen Untersuchungen aller, die das Krankenhaus betreten wollen. In einem Zelt vor der Notaufnahme werden Besucher angeschaut und Fieber gemessen. „Wir setzten diese Vorsichtsmaßnahme zum Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter um“, sagte Richter.

Zahlreiche Kliniken in der Region folgen der Vorgabe der Staatsregierung, die Besucherzahlen zum Schutz der Patienten einzuschränken. So schreibt zum Beispiel auch die Klinik Bad Trissl in Oberaudorf auf ihrer Homepage: "Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus und die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu vermeiden, sind bis auf weiteres keine Patientenbesuche in der Klinik Bad Trissl möglich. Einzige Ausnahme ist der Besuch von Patienten in Palliativbehandlung. In diesen Fällen ist pro Patient und pro Tag jeweils ein Besucher gestattet, etwaige Ausnahmefälle sind mit den zuständigen Chefärzten zu besprechen."

Die Krankenhäuser bereiten sich außerdem darauf vor, viele Coronavirus-Patienten aufnehmen zu können. Geplante Eingriffe werden daher vielerorts abgesagt oder verschoben, um die Kapazitäten der Kliniken zu erhöhen. Die Schön-Klinik Roseneck in Prien meldet dagegen auf ihrer Homepage, man sei auf die Lage bestens vorbereitet. Die für Montag, 16. März, geplanten Aufnahmen fänden wie geplant statt. "Wir werden die Lage jeden Tag neu bewerten", schreibt das Krankenhaus auf seiner Homepage.

Update 13.3., 21.24 Uhr

Sonderregeln sollen Personal im ÖPNV schützen

Die Verkehrsverbünde und Verkehrsunternehmen in Bayern haben angekündigt, die Fahrkartenverkauf bei Busfahrerinnen und Busfahrern im Regionalverkehr einzustellen. Das teilt das bayerische Verkehrsministerium mit. Ministerin Kerstin Schreyer begrüßt das. Es sei "richtig, dass Busfahrerinnen und Busfahrer vorerst keine Tickets mehr verkaufen". Ein funktionierender Nahverkehr sei für die für die gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Mit der Maßnahme solle das Ansteckungsrisiko für das Personal verringert werden.

Ministerin Schreyer: „Wir haben einen Versorgungsauftrag und können nicht einfach alles zum Erliegen kommen lassen. Viele Menschen sind auf den ÖPNV angewiesen. Wir alle haben ein Interesse daran, dass etwa Pflegepersonal oder Polizistinnen und Polizisten zu ihrer Arbeit fahren können.“ Als weitere Schutzmaßnahme bleiben bei vielen öffentlichen Verkehrsmitteln die Fahrertüren geschlossen. Fahrgäste sollen möglichst im hinteren Bereich des Fahrzeugs einsteigen.

Außerdem gelten auch im ÖPNV die Empfehlungen des Bayerischen Gesundheitsministeriums zu den persönlichen Hygieneregeln. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, die Ausbreitung des Corona-Virus und anderer Erreger wie zum Beispiel Influenza einzudämmen. Ministerin Schreyer: „Waschen Sie sich häufiger die Hände, bleiben Sie daheim, wenn sie Krankheitssymptome spüren und niesen und husten Sie in die Ellenbeuge. Wenn sich alle daran halten, ist das ein großer Beitrag zum Kampf gegen Erreger wie das Corona-Virus.“

Update 13.3. 17.13 Uhr

Das Coronavirus und sein Einfluss auf das Leben der Menschen

Die Corona-Krise hat vor allem deshalb so weitreichende Folgen, weil das Virus gefährlich ist für alte und vorerkrankte Menschen. Die Staatsregierung hat am heutigen Freitag entschieden, dass für Krankenhäuser und Altenheime Zugangsbeschränkungen gelten, um das Infektionsrisiko für gefährdete Menschen zu minimieren. Für die Region hat das weitreichende Auswirkungen. Doch die Betroffenen haben Verständnis.

Derweil versuchen die Menschen, sich so gut wie möglich mit der aktuellen Situation zu arrangieren, die deutlich spürbare Auswirkungen auf das Leben der Menschen hat. Wer unter Verdacht steht, er könnte mit dem Coronavirus infiziert sein oder wer das Virus gar nachgewiesenermaßen in sich trägt, der muss derzeit in zu Hause in Quarantäne bleiben. In Bad Aibling haben sich die Menschen nun Gedanken gemacht, wie sie den Betroffenen zu Hause helfen können.

Die wohl weitreichendste Entscheidung des Tages war jene, dass die Schulen in Bayern wegen des Coronavirus ab Montag für fünf Wochen geschlossen bleiben. Das stellt Eltern schulpflichtiger Kinder vor eine große Herausforderung. Und sie sind auf der Suche nach Lösungen, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen sollen.

Update 13.3., 15.29 Uhr

Erzbistum München/Freising sagt alle öffentlichen Gottesdienste ab

Das Erzbistum München und Freising sagt aufgrund der Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus COVID-19

alle öffentlichen Gottesdienste

ab. Diese Regelung gilt ab sofort bis zum 3. April.

"Den Verantwortlichen ist bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränkt", heißt es in einer Pressemitteilung des Erzbistums. "Dennoch hat derzeit Vorrang, der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten."

Eine Entscheidung über die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen wird zu gegebener Zeit mit Blick auf die aktuelle Lage getroffen. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen für den genannten Zeitraum mit einem Dispens von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen.

"Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen auch in dieser Krisensituation an der Seite der Kranken und Sterbenden", schreibt das Erzbistum. Bei einer dringlichen Notwendigkeit (z.B. lebensbedrohlichen Situation) bringen sie – unter Beachtung der besonderen Hygienemaßnahmen – auch weiterhin die Kommunion und spenden die Krankensalbung. Im Allgemeinen wird die Hauskommunion und Krankensalbung aber eingestellt.

Kardinal Reinhard Marx entbindet die Gläubigen von der Pflicht, sonntags eine Heilige Messe zu besuchen.

Beerdigungen finden selbstverständlich weiterhin statt, aber ohne ein Requiem (Totenmesse). Ein solches kann später nachgeholt werden. Die Erzdiözese bittet darum, den Kreis der Anwesenden bei Beerdigungen klein zu halten.

Taufen und Trauungen sind zu verschieben. In dringlichsten Ausnahmesituationen können Priester und Diakone das Taufsakrament im engsten Familienkreis spenden. Firmungen sind, wie bereits mitgeteilt, für den Zeitraum bis Ostern zu verschieben.

Kirchen bleiben zu den üblichen Zeiten geöffnet. Die Gläubigen sind zum persönlichen Gebet eingeladen.

Die Seelsorger in der Erzdiözese sind weiter für die Menschen da. Zudem bieten die Mitarbeiter der Telefonseelsorge (0800/111 0 222) Gespräche zum Thema Coronavirus und auch gemeinsame Gebete an. Die Gläubigen sind eingeladen, Gottesdienste mitzufeiern, die in Radio, TV und Internet übertragen werden.

Update 13.3., 14.17 Uhr

Landratsamt Rosenheim appelliert: Alles nicht Notwendige absagen

Vier weitere Personen aus dem Landkreis Rosenheim wurden positiv auf das neuartigen Coronavirus getestet. Die Zahl der positiv auf das neuartige Corona-Virus getesteten Personen steigt inzwischen täglich an. Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, rät der Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, nicht unbedingt notwendige Veranstaltungen, auch unter 100 Personen, abzusagen. Zudem rät er: „Jeder sollte für sich überprüfen, wie wichtig es für ihn ist, an einer Veranstaltung teilzunehmen“.

Keinesfalls sollen Senioren und Personen mit chronischen Grunderkrankungen, wie Diabetes oder Erkrankungen des Herzens und der Lunge oder einem akuten Atemwegsinfekt teilnehmen. Auch Personen, die in den letzten 14 Tagen aus einem Risikogebiet wie z.B. Südtirol oder Elsass zurückgekommen sind, sollen der Veranstaltung fernbleiben.

„Gleiches gilt“, so Dr. Hierl, „auch für den Besuch von Angehörigen in Alten- und Pflegeheimen.“ Die Besuche sollten auf das Notwendigste beschränkt werden: „Mir ist es bewusst, dass soziale Kontakte für die Angehörigen in Alten- und Pflegeheimen sehr wichtig sind. Aber es gibt hier noch einen zweiten Aspekt, nämlich die Bewohner und auch das Pflegepersonal zu schützen.“ Bewohner sind bei Ansteckung aufgrund ihrer Vorerkrankungen besonders gefährdet für einen schweren Krankheitsverlauf. Zudem kann eine Ansteckung des Personals massive Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit einer solchen Einrichtung haben.

Update 13.3., 14.01 Uhr

In Bruckmühl fallen die Wahlhelfer weg

Zahlreiche Wahlhelfer der Marktgemeinde Bruckmühl haben kurz vor der Wahl noch abgesagt – zum Teil krankheitsbedingt oder aus Angst vor einer Corona-Ansteckung, aber auch aufgrund des Verbots von Arbeitgebern, in der derzeitigen Situation als Walhelfer zu fungieren.

Um einen reibungslosen Ablauf der Kommunalwahl am Sonntag gewährleisten zu können, werden nun dringend noch Freiwillige gesucht, die am Sonntag als Wahlhelfer aushelfen könnten. Neben einer Brotzeit wird für die Tätigkeit ein Erfrischungsgeld in Höhe von 80 Euro bezahlt. Eine Einweisung in das Ehrenamt erfolgt vor Ort durch den Wahlvorsteher oder Schriftführer des Wahlvorstands. Interessierte können sich jederzeit unter der Telefonnummer 0176/99121112 melden.

Update 13.3., 13.25 Uhr

Wegen Corona: Wahlräume in Rosenheim müssen verlegt werden

Nach der heutigen Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder, dass das Besuchsrecht in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Seniorenheimen und Behinderteneinrichtungen massiv eingeschränkt wird, müssen zwei Wahlräume im Caritas-Altenheim St. Martin für die Kommunalwahl am Sonntag, 15. März 2020 ins Bildungszentrum St. Nikolaus, Pettenkofer Straße 5 verlegt werden.

Die Änderungen im Detail:

  • Stimmbezirk 22 alt: Caritas-Altenheim St. Martin, Erlenaustr. 2, 83022 Rosenheim, Saal – Eingang 1 /Stimmbezirk 22 neu: Bildungszentrum St. Nikolaus, Pettenkoferstr. 5, 83022 Rosenheim, Raum EG 3.
  • Stimmbezirk 24 alt: Caritas-Altenheim St. Martin, Erlenaustr. 2, 83022 Rosenheim, Saal – Eingang 2 / Stimmbezirk 24 neu: Bildungszentrum St. Nikolaus, Pettenkoferstr. 5, 83022 Rosenheim, Raum EG 14.

Update 13.3., 12.01 Uhr

Schulräumlichkeiten im Kreis Rosenheim für jegliche Nutzung gesperrt - Vereine betroffen

Nachdem die Bayerische Staatsregierung angeordnet hat, die Schulen vom 16. März bis einschließlich 19. April zu schließen und zudem die Abhaltung aller nicht notwendigen Veranstaltungen deutlich einschränkte, entschloss sich der Landkreis Rosenheim, eine Nutzung von Unterrichtsräumen und Sporthallen durch Vereine, Einrichtungen der Erwachsenenbildung oder andere Dritte in den Schulen und schulischen Einrichtungen in der Trägerschaft des Landkreises Rosenheim nicht mehr zu erlauben.

Diese Entscheidung gilt vorerst bis 19. April. Der Landkreis Rosenheim ist trifft diese Entscheidung für Förderschulen, Gymnasien, Realschulen, Berufsschulen, Fachoberschulen sowie der Wirtschaftsschule Alpenland.

Update 13.3., 11.02 Uhr

Wegen Schulausfall: Stadtverkehr Rosenheim ändert den Fahrplan

Der Stadtverkehr fährt ab Montag, 16. März, wie an Ferientagen. Mit der Entscheidung der bayerischen Staatsregierung, den Schulbetrieb bis zum Ende der Osterferien einzustellen, zieht auch der Stadtverkehr nach und fährt ab Montag wie an Ferientagen. Für die Rosenheimer Bürger bedeutet dies, dass der Linienverkehr grundsätzlich fahrplanmäßig aufrecht erhalten bleibt. Nur die reinen Schülerkurse / Gelenkbusse und die Linie 4 fahren nicht, heißt es in einer Pressemitteilung.

Diese Kurse sind in den Aushangfahrplänen an der Haltestelle und in den Fahrplänen durch "ST" gekennzeichnet. Die Kurse mit dem Kennzeichen F(erien) fahren zusätzlich. Trotz der kurzfristigen Umsetzung sollte das Echtzeit-Auskunftssystem Bayern-Fahrplan.de korrekte Daten liefern. Die Systeme brauchen 10 Arbeitstage zum Einspielen das neuen Fahrplanstandes, daher werden dort noch die Schultage beauskunftet.

In Italien wurde durch Notstandsverordnung das Schließen der Tür 1 zum Schutz des Fahrpersonals und damit der Aufrechterhaltung des öffentlichen Verkehrs angeordnet. Bei aktuell 13 Fällen im Landkreis Rosenheim hält der Stadtverkehr Rosenheim eine solche Maßnahme noch nicht für erforderlich.


Update 13.3., 10.25 Uhr

Tischtennis und Basketball-Ligen beendet, Fußball pausiert

Immer mehr Sportverbände in Bayern reagieren auf die Ausbreitung des Coronavirus und stellen ihren Spielbetrieb ein. Aktuell melden der bayerische Tischtennisverband und der Basketballverband, dass der Ligabetrieb mit sofortiger Wirkung endet.

Auch der Bayerische Fußballverband reagiert auf die Corona-Krise - allerdings nicht mit einem sofortigen Saisonende. Der Spielbetrieb wird zunächst nur für zwei Wochen unterbrochen.


Update 13.3., 9.37 Uhr

Updates von der Pressekonferenz der bayerischen Staatsregierung am Freitagvormittag

Ministerpräsident Markus Söder spricht. "Da es keine Medikamente gibt, sind wir auf andere Maßnahmen angewiesen, um die Ausbreitung zu verlangsamen." Das Coronavirus nehme für die meisten Menschen einen milden Verlauf. Es gelte aber, jene zu schützen, die ernsthaft durch das Virus gefährdet werden.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (rechts) und Kultusminister Michael Piazolo erläutern die aktuelle Lage in Sachen Coronavirus in Bayern.

1. Maßnahme: Schulen

Alle Schulen, Kitas und Krippen werden ab Montag bis zum Ende der Osterferien für 5 Wochen geschlossen, verkündet Markus Söder. Führende Virologen hätten ihm bestätigt, dass dieser Zeitraum entscheidend werden könne, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

2. Maßnahme: Besuchsrecht in Krankenhäusern und Altenheimen

Das Besuchsrecht in Krankenhäusern und Pflegeheimen wird eingeschränkt. Gesundheitsministerin Melanie Huml führt näher aus, was das bedeutet (s.u.).

3. Maßnahme: Veranstaltungen
Alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern sollen nicht stattfinden. Es ist ein Appell Söders. Offenbar kein Verbot.

4. Maßnahme: Kommunalwahl

Die Kommunalwahl findet statt. Allerdings werden für die Stichwahlen am 29. März von Amts wegen Briefwahlunterlagen versendet. Es wird aber auch Wahllokale geben.

5. Maßnahme: Krankenhäuser

In ganz Deutschland sollen Kliniken für Corona-Patienten fit gemacht werden. Operationen und Eingriffe, die nicht zwingend notwendig sind, sollen verschoben werden. Es soll einen Schutzschirm für Krankenhäuser geben, der finanzielle Auswirkungen für die Kliniken abfängt.

Es habe Überlegungen gegeben, sogenannte Coronavirus-Krankenhäuser einzurichten, bestätigt Gesundheitsministerin Melanie Huml. Diese Idee habe man aber wieder verworfen. Man wolle alle Kliniken in die Versorgung von Corona-Patienten einbinden.

Gesundheitsministerin Melanie Huml zu Besuchsverboten in Kliniken

Melanie Huml sagt, man müsse die nächsten Schritte "jetzt entschlossen angehen". Die Staatsregierung habe die aktuellen Entscheidungen einvernehmlich beschlossen. Die Schulschließungen seien zwingend notwendig. "Wir müssen auf eine Personengruppe sehr deutlich schauen. Und das sind die älteren Menschen", sagt Huml. Bei Senioren- und Pflegeeinrichtungen wird es ein Besuchsverbot geben. "Dasselbe gilt auch für die Krankenhäuser." Die Kranken müssten geschützt werden. Es gebe allerdings Ausnahmen für das Besuchsverbot. "Das muss vor Ort entschieden werden, wie die Ausnahmen geregelt werden", sagt Huml. "Im Sinne der Patienten und älteren Menschen."

Kultusminister Michael Piazolog konkretisiert die Maßnahmen in Schulen

„Es sind keine Ferien“, sagt Bayerns Kultusminister Michael Piazolo. Es bestehe weiter Dienstpflicht für die Lehrer. Schüler sollen nicht in der Schule erscheinen, da es keine Betreuung gebe. Allerdings gibt es eine Ausnahme. Betreut werden jene Kinder der Klassenstufen 1 bis 6, deren Eltern in „systemkritischen Berufen“ tätig sind. Beispiele sind Ärzte, Pflegepersonal oder Polizei. Wenn Eltern hier alleinerziehend sind oder beide Elternteile in diesen systemkritischen Berufen arbeiten, werden deren Kinder betreut.

Zu den Abschlussprüfungen in den Schulen sagt Piazolo: „Wir werden faire Bedingungen sicherstellen.“ Genaue Bedingungen sollen in den kommenden Tagen noch festgelegt werden.

Update 13.3., 8.11 Uhr

Bayern macht alle Schulen, Kitas und Krippen dicht

Erst wurde spekuliert, jetzt ist es Gewissheit. Die Bayerische Staatsregierung hat beschlossen, dass alle Schulen, Kitas und Krippen geschlossen werden sollen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Anordnung gelte vorerst bis zum Ende der Osterferien. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien.

Nähere Informationen will Ministerpräsident Markus Söder ab 9 Uhr in einer Pressekonferenz geben. Wir berichten an dieser Stelle.

Schule geschlossen: So könnte es bald in den Klassenzimmern Bayerns aussehen.

Update 12.3., 21.10 Uhr

Staatsregierung zieht offenbar Schließung sämtlicher Schulen in Betracht

Die bayerische Staatsregierung zieht als Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus offenbar in Betracht, sämtliche Schulen im Freistaat für eine bestimmte Zeit zu schließen. Diese Möglichkeit zog Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Rande eines Treffens der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin in Betracht. "Ich schließe nicht aus, dass wir Schulschließungen haben werden", sagte Söder vor Journalisten in Berlin. Eine Entscheidung über die vorläufige Schließung aller Schulen in Bayern soll am Freitag (13. März) fallen.

Und offenbar bereiten sich die Schulen in der Region auf die mögliche flächendeckende Schließung vor. Nach OVB-Informationen wurden die Kinder und Jugendlichen an mehreren Schulen am heutigen Donnerstag angewiesen, sämtliche Lernmaterialien mit nach Hause zu nehmen, um im Falle einer Schulschließung zu Hause weiter lernen zu können.

In Rosenheim ist aktuell das Karolinen-Gymnasium geschlossen. Bis auf den Abiturjahrgang müssen sämtliche Schüler zu Hause bleiben. In anderen Schulen in der Umgebung findet aufgrund von Vorsichtmaßnahmen für einzelne Klassen kein Unterricht statt.

Update 12.3., 16.27 Uhr

Erster Corona-Todesfall in Bayern

Wie das Bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstagnachmittag mitteilt, hat es in Bayern den ersten Corona-Todesfall gegeben. Es handelt sich um einen Mann, der mit COVID-19-Erkrankung im Klinikum Würzburg lag, wo er schließlich verstarb.

Update 12.3., 16.02 Uhr

Zahl der Corona-Erkrankten steigt auf 13

Vier weitere Personen in der Region Rosenheim sind nachweislich am Coronavirus erkrankt. Das meldet das Landratsamt Rosenheim am Donnerstagmittag. Es sind damit 13 bestätigte Fälle. Eine der neu infizierten Personen war in Südtirol. Die drei anderen hatten zuvor einen nachgewiesenen Kontakt zu einer erkrankten Person.

In Sachen Coronavirus gibt es auch gute Nachrichten aus der Region: Patient „Nummer 1“, ein 55-Jähriger aus dem Landkreis Rosenheim, der sich beim Skifahren in Südtirol mit dem neuartigen Virus infiziert hat, ist inzwischen als geheilt entlassen. Das bestätigte das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. „Es nimmt wieder am normalen Leben teil“, so Sprecher Michael Fischer.

Das Gesundheitsamt möchte noch einmal das Bürgertelefon hinweisen. Es wurde eigens unter der Nummer 08031/392-5555 für alle Fragen zum Thema „Coronavirus“ geschaltet. Erreichbar ist es von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr sowie am Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr.

Am heutigen Donnerstag überschlagen sich derweil die Meldungen von Veranstaltungen in der Region, die aufgrund der Verbreitung des Coronavirus abgesagt werden. Wir veröffentlichen an dieser Stelle regelmäßig eine Auflistung von Absagen (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Der Herrenchiemsee-Lauf ist eine der prominentesten Absagen, die aktuell verkündet wurde. Die Kommunalwahl am kommenden Sonntag scheint derweil noch nicht gefährdet zu sein.

Auch bei den Volleyballern ist Schluss. Das Coronavirus hat dem Punktespielbetrieb ein vorzeitiges Ende bereitet. Das Präsidium des DVV und der Vorstand der VBL haben beschlossen den laufenden Spielbetrieb in den 2. Bundesligen, Dritten Ligen sowie Regionalligen aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus (Covid-19) vorzeitig zu beenden. Darunter zählen auch alle Veranstaltungen der Deutschen Volleyball-Jugend (DVJ) und im Seniorenbereich.

Für den Spielbetrieb im Hallen-Volleyball unterhalb der Regionalligen liegt die Zuständigkeit bei den Landesverbänden und hier wird eine sofortige Beendigung ebenfalls empfohlen. Der BVV schließt sich dieser Empfehlung an und beendet vorzeitig den Spielbetrieb in allen Bereichen (Erwachsene, Jugend, Senioren, BFS), wie er auf seiner Internetseite bekanntgegeben hat. Was das in sportlicher Hinsicht bedeutet, etwas für die erste Herrenmannschaft des TSV Mühldorf, die den Aufstieg in die zweite Bundesliga in den Fokus gerückt hatte, steht noch nicht fest, da die Gremium immer noch beraten. Der TSV Mühldorf ist aktuell in der 3. Liga Tabellenzweiter, zwei Punkte hinter dem TSV Eibelstadt, hätte am Samstag ein Nachholspiel zu absolvieren gehabt, um bei der Anzahl der Spiele gleichzuziehen.

Update 12.3. 9.57 Uhr

Verstärkte Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus finden immer mehr Maßnahmen an Grenzen statt. Die USA haben verkündet, für 30 Tage niemanden mehr aus der EU einreisen zu lassen. US-Bürger dürfen aus Europa in ihre Heimat zurückkehren, müssen sich aber bei der Einreise Tests unterziehen.

Auch an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich verschärfen sich die Maßnahmen. Wie der BR vom Bundesinnenministerium erfahren habe, soll die Bundespolizei unter anderem an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich verstärkte Kontrollen durchführen und nach Einreisenden Ausschau halten, die Symptome eine Coronavirus-Infektion zeigen. Außerdem ergreife das Innenministerium Maßnahmen im Bahnverkehr, um im Bedarfsfall Infektionsketten besser verfolgen zu können.


Update 11.3., 17.40 Uhr

Neunter bestätigter Coronavirus-Fall in der Region Rosenheim

Es gibt einen weiteren bestätigten Corona-Fall in der Region. Es handelt sich um eine Person aus dem Landkreis Rosenheim. Sie hatte Kontakt zu einer erkrankten Person, die sich in Südtirol angesteckt hatte. Die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim steigt damit auf neun.


Update 11.3., 14.02 Uhr

Drei weitere bestätigte Coronavirus-Fälle im Landkreis Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim gibt es weitere bestätigte Corona-Fälle. Das teilt das Landratsamt in einer Presseerklärung mit. Zwei Personen infizierten sich demnach in Südtirol. Eine weitere Person stammt aus Nordrhein-Westfalen und ist im Landkreis zu Gast. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Personen steigt damit für den Landkreis Rosenheim auf acht.


Update 11.3., 10.37 Uhr

Auftritte von Spider Murphy Gang und Günter Grünwald verschoben

Die aktuelle Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus stellt Veranstalter vor große Herausforderungen. In Rosenheim betrifft die Ansage der Staatsregierung, dass aktuell keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern stattfinden dürfen, vor allem das Kultur- und Kongresszentrum KuKo.

Im KuKo hätte am kommenden Samstag, 14. März, die Spider Murphy Gang spielen sollen. Die Veranstaltung ist laut Website des KuKo verschoben auf den 16. Oktober 2020. Verschoben ist ebenfalls der Auftritt von Günter Grünwald, der am Montag, 16. März, aufgetreten wäre. Die Veranstaltung soll nun am 16. Juni stattfinden. Komplett abgesagt ist die öffentliche Schulfeier des Fördervereins der Waldorfschule, die für 13. März angesetzt war.

Peter Lutz von der KuKo-Geschäftsleitung erklärt die schwierige Situation, in der Veranstalter aufgrund des Coronavirus stecken. Zwar gibt es die klare Ansage, dass keine Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern stattfinden dürfen. Das habe allerdings auch Auswirkungen auf kleinere Veranstaltungen mit etwa 500 bis 1000 Besuchern, von denen viele im KuKo stattfinden. Solche Veranstaltungen würden im Einzelfall geprüft und eine Entscheidung in Absprache mit dem Gesundheits- und Ordnungsamt der Stadt Rosenheim getroffen.

Lutz appelliert an die KuKo-Besucher, auf der Internetseite des Hauses zu prüfen, ob die geplante Veranstaltung stattfindet. "Das kann sich kurzfristig ändern", sagt der Geschäftsleiter. Denn auch die Veranstalter könnten aus eigenem Antrieb entscheiden, eine Veranstaltung lieber nicht stattfinden zu lassen oder zu verschieben.

Wird eine Veranstaltung komplett abgesagt, sollen sich Karteninhaber an ihre jeweilige Vorverkaufsstelle wenden. Dort würden Ticketpreise in der Regel zurückerstattet.

Update 11.3. 9.49 Uhr

Saison der Starbulls könnte ohne Playoffs zu Ende gehen

Am gestrigen Dienstag ist die Entscheidung gefallen, dass die Eishockeysaison der DEL und DEL2 mit sofortiger Wirkung endet. In der DEL2 soll es aufgrund dieser Entscheidung in der Saison 2019/20 keinen Absteiger geben.

Das hat Auswirkungen auf die Eishockey-Oberliga. Denn für die Playoffs, die dieser Tage hätten beginnen sollen, fehlt den Teams eine Aufstiegsperspektive. Es würde also nur ein Oberliga-Meister ausgespielt. Nun bahnt sich offenbar die Entscheidung an, dass auch die Saison in der Eishockey-Oberliga und damit die Saison der Starbulls Rosenheim vorzeitig endet.

Update, 10.3.2020, 18.52 Uhr

Erster Corona-Erkrankter wieder zu Hause – weitere Veranstaltungen abgesagt

Das Klinikum wieder verlassen konnte „Patient 0“, der erste bestätigte Coronavirus-Fall aus der Region Rosenheim, ein 55-Jähriger aus dem Landkreis: Er ist inzwischen wieder zurück in häuslicher Quarantäne und muss einzig noch zwei Tests über sich ergehen lassen, um schlussendlich als geheilt entlassen werden zu können.

Eine weitere infizierte Person mit mildem Krankheitsverlauf ist aktuell noch in häuslicher Quarantäne; eine schwerer erkrankte Person wird derzeit im Klinikum Rosenheim behandelt. Zudem stehen die Ergebnisse von weiteren Romed-Klinik-Mitarbeitern, die sich im Umfeld einer erkrankten Person befanden, noch aus. Die ersten Tests von Kontaktpersonen waren negativ ausgefallen.

Schweren Herzens absagen musste zudem die Volksbank-Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee ihre Typisierungsaktion, die sie für einen an Blutkrebs erkrankten Mitarbeiter aus Schnaitsee hatte starten wollen. Der dreifache Familienvater sucht händeringend nach einem Stammzellenspender. Doch die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) cancelte gestern aufgrund des Corona-Risikos sämtliche Hilfsaktionen – neben Rosenheim noch weitere in Schnaitsee und Altötting.

Die meisten Absagen erfolgen aufgrund einer Entscheidung der bayerschen Staatsregierung, sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern zu untersagen. Außerde sollen sämtliche Theater, Konzertsäle und Opernhäuser Bayerns bis zum Ende der Osterferien geschlossen werden.

Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer begrüßt die Entscheidung der Staatsregierung und sieht dadurch gewährleistet, dass es auf allen Verwaltungsebenen ein einheitliches Vorgehen gibt. Bauer wörtlich: "Ich bin mir vor dem Hintergrund einer solchen flächendeckenden Entscheidung der Sorgen und Nöte der Veranstalter bewusst. Zudem ist mir klar, dass die jetzt leider notwendigen Absagen bei den hiervon Betroffenen verständlicherweise Ärger auslösen. Dennoch muss der Schutz der Bevölkerung in der Güterabwägung Vorrang haben“


Update, 10.3.2020, 17.26 Uhr

Karolinen-Gymnasium in Rosenheim geschlossen – Absagen im Kreis Mühldorf

Das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim bleibt bis Ende kommender Woche (20. März) geschlossen. Eine Ausnahme wurde für den Abitur-Jahrgang zugelassen. Weil sich die Räumlichkeiten in einem anderen Gebäude befinden, dürfen die Schülerinnen und Schüler auf freiwilliger Basis weiterhin in den Unterricht gehen und die Vorbereitungen auf die Abiturprüfungen fortsetzen.

Nach Informationen des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim wurden zwei Schüler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Die beiden sind Geschwister und sind im Landkreis zu Hause. Sie sind die Fälle vier und fünf im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim. Auch sie steckten sich bei einem Aufenthalt in Südtirol an.

Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, über aktuelle Coronavirus-Fälle

Verschoben ist das für Samstag, 21. März, geplante Starkbierfest der Ampfinger Blasmusik. Das teilte der Veranstalter gestern mit. Einen Ersatztermin gibt es noch nicht.

Einen Ersatztermin hat dagegen die Realschule Waldkraiburg schon festgemacht. Denn die für 17. März geplante Veranstaltung „Open School“ mit Informationen zum Übertritt wird verschoben. Neuer Termin ist der 6. Mai. Damit sei gewährleistet, dass eine ausführliche Information noch vor dem Anmeldezeitraum vom 11. Mai bis 14. Mai möglich ist, teilt die Realschule mit.

Zur Zitterpartie wurde gestern wegen Corona auch das Pre-Play-Off-Eishockeyspiel des EHC Waldkraiburg. Gegen 15 Uhr hatte Präsident Wolfgang Klose das OK aus dem Gesundheitsamt. „Wir dürfen spielen. Wir hatten heuer in allen Spielen weniger als tausend Zuschauer.“ Ob und wie die Saison im Falle eines Sieges weitergeht, wusste Klose nicht.

Abgesagt ist das ESV-Starkbierfest am kommenden Samstag um 19 Uhr in der ESV-Turnhalle. „Wir haben uns nach der Rücksprache mit der Stadt Mühldorf dazu entschlossen, dass Fest am kommenden Samstag abzusagen“, erklärte ESV-Organisator Hans Schaffer. Ob das Fest später wiederholt wird, ist noch völlig offen. Wegen der aktuellen Lage zur Corona-Epidemie wird das Fastenessen von St. Peter und Paul am kommenden Sonntag, 15. März, abgesagt.

Aufgrund der momentanen Situationen ist die After-Work-Wahlkampfparty der Frauenunion Mühldorf-Polling am 12. März im Venezia abgesagt. Diese wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Update, 10.3.2020, 15.25 Uhr

Staatsregierung verschiebt Start des Sommersemesters – Rosenheim betroffen

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 wird der Start des Sommersemesters 2020 an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften und an den Kunst- sowie Musikhochschulen auf den 20. April und damit auf nach den Osterferien verschoben. Das teilt das bayerische Wissenschaftsministerium am Dienstagnachmittag mit. Dadurch wird der Beginn an den Start des Sommersemesters an den Universitäten im Freistaat angeglichen.

Betroffen davon ist offenbar auch die Hochschule in Rosenheim. Die Hochschulen im Freistaat wurden gebeten dafür zu sorgen, dass Lehrveranstaltungen, die von der Verschiebung des Vorlesungsbeginns betroffen sind, nachgeholt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass Studentinnen und Studenten alle im Sommersemester 2020 vorgesehenen Studienleistungen erbringen können.

„Mit dieser Maßnahme gewinnen wir fünf Wochen wertvolle Zeit", sagt Wissenschaftsminister Bernd Sibler. "Wir wollen das Gesundheitssystem entlasten und die Bevölkerung und unsere Hochschulfamilie schützen. Gleichzeitig können wir so verhindern, dass unsere Hochschulfamilie das Semester mit Bedenken und Unsicherheit beginnt."

Update, 10.3.2020, 15.05 Uhr

Landratsamt Rosenheim richtet Infotelefon zu Coronavirus ein – weitere Veranstaltungen abgesagt

Wegen des neuartigen Coronavirus hat der Landkreis Rosenheim ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der Telefonnummer 08031/392-5555 zu erreichen und steht Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr und am Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr zur Verfügung.

Die Goethe-Gesellschaft Rosenheim sagt aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus eine Veranstaltung ab. Ursprünglich hätte im Künstlerhof am Ludwigsplatz am Mittwoch, 11. März, ab 19.30 Uhr im Künstlerhof am Ludwigsplatz der Vortrag "Goethe und Christiane im Spiegel ihres Briefwechsels 1792 - 1816" stattfinden sollen.

Kein unnötiges Risiko für Marktler, Besucher und Personal will die Marktgemeinde Prien eingehen und hat am Dienstagmittag den Mitfastenmarkt am 22. März abgesagt. 2000 bis 3000 Besucher schlendern normalerweise entlang der Stände. Die Fieranten kommen zudem teils aus Südtirol. Zweiter Bürgermeister Hans-Jürgen Schuster und Gemeinde-Geschäftsführer Andreas Hell trafen in Absprache mit dem Ordnungsamt die Entscheidung – analog zur bayernweit ausgegebenen Verbot der Staatsregierung für Veranstaltungen über 1000 Personen.

Update, 10.3.2020, 14.45 Uhr

Mobile Kapazitäten für Coronavirus-Tests erhöht

Wer bei sich selbst zur Zeit körperliche Symptome feststellt, die auf eine Corona-Infektion hindeuten, soll nicht in eine Arztpraxis gehen, sondern sich unter der Telefonnummer 116117 beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst melden. Eine Testung auf das Virus wird dann beim Betroffenen zu Hause veranlasst, wie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) mitteilt.

In den vergangenen drei Tagen seien auf der Rufbereitschaftsnummer 116117 in Bayern 15.000 Anrufe eingegangen. Das habe zwischenzeitlich zu einer sehr hohen Auslastung der Leitung, nicht aber zu einem Zusammenbruch geführt, schreibt die KVB. Es sei zulängeren Wartezeiten gekommen. Die KVB hat nach eigner Aussage reagiert und die Kapazität der Leitung sowie die Zahl der eingesetzten Fahrzeuge zur Corona-Testung erhöht. Im Freistaat seien mittlerweile 215 Fahrzeuge im Einsatz, die Menschen bei konkretem Coronavirus-Verdacht zu Hause aufsuchen und testen.

Die Rufnummer 116117 ist für Anrufer kostenfrei und rund um die Uhr an sieben Tagen pro Woche erreichbar. Die Kassenärztliche Vereinigung weist vorsorglich darauf hin, dass es sich bei der Nummer nicht um ein Infotelefon zum Coronavirus handele. Vielmehr sollen hier nur die Personen anrufen, bei denen entsprechend der Vorgaben des Robert Koch- Instituts (RKI) ein konkreter Verdacht auf eine Infektion gegeben ist und die auch Grippe-ähnliche Symptome zeigen. Für den Fahrdienst, der rund um die Uhr unterwegs ist, haben sich nach Angaben der KVB hunderte von Ärztinnen und Ärzten bayernweit freiwillig gemeldet.

Update, 10.3.2020, 8.25 Uhr

Mittelalter-Markt in Prutting abgesagt

Aufgrund der Corona-Gefahr findet nun auch der Mittelalterliche Lenzmarkt in Prutting nicht statt. Die Organisatoren gaben heute frühe auf Facebook folgendes bekannt: "ABSAGE! Nun hat es uns also doch noch erwischt. ... Ihr dürft uns glauben daß wir bis zuletzt mit uns gehadert haben, wie wir verbleiben. Man hat uns aber keine andere Wahl gelassen, denn es macht keinen Sinn, euch Händler aus ganz Bayern anreisen zu lassen und am Freitag wird der Markt behördlich geschlossen. Es tut uns unendlich leid aber hier sind uns die Hände gebunden. "

Der Markt war vom 13. bis 15. März im Pruttinger Dorfstadl geplant. 

Update 9.3. - 19.24 Uhr

Staatsregierung untersagt alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern

Über Möglichkeiten zur Eindämmung des Coronavirus hat die bayerische Staatsregierung am heutigen Montag, 9. März, beraten. Wie die Deutsche Presseagentur nun aus dem Koalitionsausschuss erfahren haben will, sollen demnach zunächst bis Karfreitag alle Veranstaltungen untersagt werden, zu denen mehr als 1000 Besucher kommen. Darauf habe sich der Koalitionsausschuss der Staatsregierung festgelegt.

Davon betroffen seien auch die Spiele der Fußball-Bundesliga, wie mittlerweile berichtet wird. Unklar ist aber, ob die Partien komplett abgesagt werden oder ob sie als sogenannte Geisterspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

Update 19.02 Uhr

Schulen in den Landkreisen Mühldorf und Rosenheim schicken ganze Klassen heim

Um die Verbreitung des Coronavirus so gut wie möglich einzudämmen, müssen aktuell ganze Schulklassen im Landkreis Rosenheim zu Hause bleiben, wenn einzelne Schüler Symptome einer Coronavirus-Infektion zeigen oder sich kürzlich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Im Landkreis Rosenheim sind mehrere Schulen betroffen.

Ähnlich sieht es im Landkreis Mühldorf aus. So wurden die ersten Veranstaltungen aus Sorge um die Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Zwar gibt es im Kreis noch keinen bestätigten Fall. Doch offenbar rechnen die Verantwortlichen am Klinikum damit, dass das nur noch eine Frage der Zeit ist. Am Klinikum Mühldorf werden Vorkehrungen zur Aufnahme von Coronavirus-Patienten getroffen.

Aktuelle Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus in Bayern gibt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bekannt. So sind es im Landkreis Traunstein aktuell vier, im Landkreis Rosenheim drei Fälle.

Update 9.3. - 17.55 Uhr

Markus Söder in Sorge wegen Coronavirus

Der Krisenstab der Bayerischen Staatsregierung folge in Sachen Coronavirus den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, sagte Ministerpräsident Markus Söder im Interview mit dem OVB-Heimatzeitungen. "Es gibt daher keinen Anlass zu Entwarnung oder zur Verharmlosung. Bayern setzt eins zu eins um, was der Bund beschließt", erklärt der Ministerpräsident.

In Schulen der Region gibt es derweil mehr und mehr Reaktionen auf die Ausbreitung des Coronavirus. Am Luitpold-Gymnasium Wasserburg fehlen 26 Kinder in allen Jahrgangsstufen, weil sie in den Faschingsferien in Südtirol waren. Schulleiterin Verena Grillhösl hat am Samstag die Eltern per Elternbrief informiert, dass alle Kinder, die in Südtirol waren, laut Allgemeinverfügung des Kultusministeriums daheim bleiben müssen. Alle 26 betroffenen Kinder seien symptomfrei. Es gibt keinen Verdachtsfall darunter.

Die Rufnummer 116-117, unter der sich potenzielle Corona-Betroffene melden sollen, statt in die Arztpraxis zu gehen, ist ständig überlastet und besetzt, melden sich besorgte Leser aus Wasserburg. Sie möchte wissen, ob es nicht noch eine andere Rufnummer gibt. An der Grundschule Reitmehring in Wasserburg heißt es: "Bei uns an der GS sind 4 Kinder zu Hause, da sie in Risikogebieten waren, weisen aber keine Symptome auf. Wir halten uns einfach an die Vorgaben von Regierung und Schulamt."

Update 9.3. - 15.45 Uhr

Corona-Absagen stellen Veranstalter vor Probleme

Das Starkbierfest in Rosenheim wird beendet. Das teilt die veranstaltende Brauerei Auerbräu am heutigen Montagnachmittag in einer Presseerklärung mit. Die Mitteilung im Wortlaut: "Bereits bei der Eröffnung des Starkbierfests haben wir darauf hingewiesen, dass wir weiter im engen Austausch mit den Behörden bleiben und auf veränderte Bedingungen umgehend reagieren werden. Das ist nun der Fall, selbstverständlich folgen wir den Empfehlungen der Stadt Rosenheim und des Gesundheitsamtes und sagen das Starkbierfest ab. Wir bedanken uns bei allen unseren Partnern, allen voran unserem Wirt Andreas Schmidt und seinem Team. Auch er war eng in die Entscheidungsfindung eingebunden und hat das erste Wochenende des Festes hervorragend durchgeführt."

Auch das Streetfood- und Musikfestival in Waldkraiburg ist abgesagt. Veranstalter Jörg Diemb zieht damit die Notbremse aus der derzeitigen Entwicklung. Das Risiko, dass das Festival im letzten Augenblick oder bei laufendem Betrieb abgesagt werden hätte können, war ihm zu groß. Jetzt hofft er auf eine Verschiebung, ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Das abgesagte Starkbierfest in Raubling ist für den Veranstalter, die Familie Kirner, ein enormer finanzieller Schaden. Es gibt keine Versicherungen oder ähnliches, die einspringen. Auch für die Starbulls wäre eine Absage des Spiels am Sonntag oder ein "Geisterspiel" durch die fehlenden Einnahmen eine finanzielle Katastrophe, so Marcus Thaller, Vorstand.


Update 9.3. - 14.30 Uhr

Wie geht es an den Schulen in der Region weiter?

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, erklärt bei einer Pressekonferenz im Landratsamt das Vorgehen an Schulen: Ist in der Klasse ein Verdachtsfall, bleibt die ganze Klasse bis zum Ergebnis eines Tests zu Hause. Bestätigt sich der Verdachtsfall, bleibt die ganze Klasse zwei Wochen zu Hause. "Das ist die aktuelle Weisungslage aus dem Gesundheitsministerium", sagt Hierl.

Warum nur die Schüler? Bei Kindern zeigten sich vermehrt keine Symptome, weshalb sich das Coronavirus über Kinder versteckt verbreiten könnte. Theoretisch sei es möglich, dass ein Erkrankter ohne Symptome dennoch ansteckend sei - wenn auch mit niedrigerer Wahrscheinlichkeit.

Gibt es Bedenken zur Kommunalwahl in den Wahllokalen? "Das gehört zum allgemeinen Lebensrisiko, sagt Hierl. Die Kontaktzeiten in den Wahllokalen seien relativ kurz.

Gibt es im Romed-Klinikum materielle Enpässe bei Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln? Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittmann sagt grundsätzlich nein. Man gehe sparsam mit den Ressourcen um. "In den Bereichen, in denen es dringend nötig ist, haben wir alles vorrätig."

Wieviele Menschen können die Romed-Kliniken im Ernstfall aufnehmen? Geschäftsführer Deeberg-Wittman sagt: "Wir befinden uns in einer strategischen Phase der Eindämmung." Experten gehen davon aus, dass das Virus sich in einer wärmeren Jahreszeit weniger stark verbreitet. Außerdem erhoffe man sich Zeit zur Entwicklung eines Impfstoffes. Aktuell rechne man im Klinikum aufgrund der aktuellen Ausbreitung des Coronavirus nicht mit einer extrem hohen Zahl an Patienten. Momentan könne man die Einzelfälle isolieren. "Das ist für uns Routinegeschäft." Deerberg-Wittmann weiter: "Wenn das ganze eine Pandemie wird, wird sich die Rolle der Kliniken ändern." Bei den Isolationsplätzen sei "Luft nach oben".


Update 9.3. - 14.15 Uhr

Landratsamt Rosenheim untersagt Starkbierfest Raubling

Dr. Jens Deerberg-Wittmann, Geschäftsführer der Romed-Kliniken, erläutert bei einer Pressekonferenz im Landratsamt Rosenheim die Lage am Klinikum: Der zweite Coronafall in der Region ist ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin des Klinikums aus der Chirurgie. Der Verlauf der Infektion sei bislang mild. Die Person sei in häuslicher Quarantäne.

Enge Kontaktpersonen seien vororglich nach Hause geschickt worden. Die Chirurgie habe ihr Pensum heruntergefahren. Elektive Eingriffe sind derzeit laut Geschäftsführung auf ein Minimum reduziert.

Das Landratsamt Rosenheim hat entschieden, das Starkbierfest in Raubling zu untersagen. "Wir folgen der Einschätzung des Gesundheitsamtes und werden das Starkbierfest untersagen", erklärt Nina Mascher von der Abteilung Gesundheit und Verbraucherschutz am Landratsamt Rosenheim.

Die Entscheidung zur Absage oder Weiterführung des Starkbierfestes in der Inntalhalle Rosenheim müsse die Stadt Rosenheim treffen. Das Gesundheitsamt spreche nur Empfehlungen aus, verdeutlicht Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, noch einmal.


Update 9.3. - 14.10 Uhr

Gesundheitsamt Rosenheim rät: Starkbierfeste absagen

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, sagt bei einer Pressekonferenz im Landratsamt, man befinde sich aktuell in der Situation des sogenannten "Containments". Man versucht also, die erwartete Ausbreitung so gut wie möglich einzuschränken.

Es gibt eine neue Risikobewertung zu Großveranstaltungen in der Region, die an die Behörden der Region gegangen ist. In Stadt und Landkreis gibt es 38 Ansteckungsverdächtige. Daraus entstehe eine deutliche Gefahr der Ansteckung anderer Personen. "Das enge Beisammen sein auf einem Starkbierfest sehen wir als großes Risiko." Man sehe die Notwendigkeit, das Starkbierfest Rosenheim und das Starkbierfest Raubling abzusagen, so der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.


Update 9.3. - 14.05 Uhr

Dritter Fall in der Region Rosenheim

Aktuell findet eine Pressekonferenz im Landratsamt Rosenheim statt. Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, sagt zum Thema Coronavirus: "Die Lage gestaltet sich sehr dynamisch." In Stadt und Kreis Rosenheim gibt es aktuell 3 bestätigte Fälle. Also im Vergleich zu Sonntag wieder ein neuer Fall.

Der erste Corona-Patient im Landkreis hatte einen milden Verlauf der Krankheit. Er ist aus dem Krankenhaus entlassen und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Jetzt wird getestet, ob von ihm noch eine Ansteckungsgefahr ausgeht.

Der zweite Corona-Fall kommt aus der Stadt Rosenheim. Es handelt sich um eine Mitarbeiterin der Romed-Kliniken.

"Der 3. Fall ist sehr aktuell", sagt Hierl. Der oder die Betroffene war in Südtirol im Urlaub. Es bestehen "etwas schwerere Krankheitssymptome", weshalb die Person aktuell im Klinikum isoliert sei. 13 Personen aus dem Umfeld seien ermittelt, die engeren Kontakt hatten. Diese würden nun abgeklärt.

Update 9. März, 12.36 Uhr

Landkreise Mühldorf und Altötting verschieben gemeinsame Bildungsmesse

Die Bildungsmesse Innsalzach ist verschoben. Das teilte Altöttings Landrat Erwin Schneider mit. Als Grund nennt er das Corona-Virus. Die Messe, die am 24. und 25. April in Burghausen hätte stattfinden sollen, soll zu einem späteren Termin nachgeholt erden.

Update 9. März, 12.05 Uhr

Krankenhaus Mühldorf bereitet sich auf Coronavirus vor

Das Krankenhaus Mühldorf hat nach Angaben von ärztlichem Vorstand Dr. Wolfgang Richter seine Vorbereitung auf eine Corona-Epidemie massiv verstärkt. „Wir haben die Organisation aufgerüstet und sind vorbereitet, falls uns eine Welle überrollt. Auch personell sind wir gerüstet.“ Richter spricht von einer Pandemie.

Die Lungenstation ist als Isolierstation für 20 Patienten vorgesehen, acht Kranke können dort laut Richter gleichzeitig beatmet werden. Die Hygienekommission tagt vormittags, die Taskforce setzt sich nachmittags mit der Hygienekommission zusammen. Bisher gab es laut Richter aber nur einige wenige Verdachtsfälle, sodass die Lungenstation derzeit noch im Normalbetrieb ist.

Schon an der Krankenhaustür informiert die Klinik, die ihre Maßnahme mit den Kollegen in Altötting abgestimmt und das Vorgehen synchronisiert hat. Das Personal gehe gelassen und ruhig mit der Situation um: „Das sind absolute Profis, das merkt man derzeit besonders.“ Als Plus sieht er die Ausstattung der Klinik für TBC-Fälle, die bei Ausstattung und Personal ein hohes Maß an Professionalität gebracht habe.

Völliges Neuland haben die Kliniken betreten, um für eine Pandemie gerüstet zu sein. Zusammen mit dem Gesundheitsamt und dem Katastrophenschutz seien Vorkehrungen getroffen worden, um die Sicherheit im Krankenhaus zu gewährleisten. Dazu gehöre auch der Einsatz eines Sicherheitsdienstes.

Für vier Wochen reichen laut Richter im Normalbetrieb Schutzkleidungen. Deshalb sieht der Medizinvorstand der Kliniken derzeit noch keinen Mangel. Er fürchtet aber Beschaffungsprobleme für das Krankenhaus, sollte es tatsächlich im Landkreis zu einer Pandemie kommen.

Derzeit läuft die Klinik laut Richter im Normalbetrieb, geplante Behandlungen könnten wie vorgesehen durchgeführt werden. Es gibt aber Pläne, wie diese Operationen zurückgefahren werden können.

Update 8. März, 21.40 Uhr

RoMed-Mitarbeiterin aus der Chirurgie positiv auf das Corona-Virus getestet

Pressemitteilung der RoMed-Klinik

Im RoMed Klinikum Rosenheim ist eine Mitarbeiterin der Chirurgie positiv auf das Corona-Virus getestet worden. 

Wie eine Sprecherin auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen bestätigte, handelt es sich dabei um den bereits bekannten 2. Fall einer Coronavirus-Infektion im Landkreis Rosenheim. 

Entsprechend den Vorgaben des Gesundheitsamtes:

  • befindet sich die Beschäftigte in häuslicher Quarantäne
  • wurden die von ihr behandelten Patienten isoliert
  • wurden ihre engeren Kontaktpersonen informiert und befinden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne
  • entferntere Kontaktpersonen stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt, damit bei Auftreten von Symptomen sofort Maßnahmen ergriffen werden können. 

Vorsorglich werden allgemeinchirurgische Patienten verstärkt in den RoMed Kliniken Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn behandelt. Die Versorgung in allen anderen Fachbereichen erfolgt regulär.

Rund 100 Schüler der Luitpold-Grundschule Bad Aibling müssen daheim bleiben

Wie die Luitpold-Grundschule Bad Aibling am Sonntagabend, 8. März, auf ihrer Homepage meldet, dürfen Schüler aus fünf Klassen vorerst aufgrund eines Coronavirus-Verdachts nicht am Unterricht teilnehmen

Auch ein Besuch der Mittagsbetreuung ist nicht gestattet. 

Die Schule meldet weiter: "Über eine evtl. Schließung der gesamten Schule entscheidet das Gesundheitsamt." 

Upate 8. März

Zweiter Coronavirusfall im Landkreis Rosenheim

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag über die aktuelle Entwicklung bei dem Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte mit, dass bis Sonntagnachmittag (Stand 15 Uhr) weitere 67 Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit seit Donnerstag vergangener Woche (27.2.) insgesamt 200 bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Einer der neuen Fälle ist nach Angaben des Ministeriums im Landkreis Rosenheim aufgetreten. Nähere Angaben zum Ort liegen derzeit nicht vor. Es gibt auch keine Informationen darüber, ob etwas über den Ansteckungsweg bekannt ist.

Die Gesundheitsbehörden ermitteln für die neuen Erkrankungen in Bayern aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen. Die weiteren neuen Coronavirusfälle in Bayern kommen vorwiegend aus den Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern, Schwaben und der Oberpfalz.

Derweil gibt es in der Region Diskussionen darum, ob Großveranstaltungen weiter stattfinden sollen oder nicht. Veranstalter sind verusnichert, Mediziner uneins.

Update 6. März

Aufgrund des Coronavirus entfällt das Politiker-Derblecken auf dem Münchner Nockherberg. Das hat die Brauerei am Freitag verkündet.

Update 5. März: 

Haager Starkbierfest findet statt 

Viel wurde in den vergangenen Tagen darüber diskutiert, ob wegen der potenziellen Verbreitung der Corona-Krankheit Veranstaltungen generell abgesagt werden sollten. 

Die Haager Starkbierfest-Freunde haben sich ebenfalls viele Gedanken gemacht, sind aber zum Schluss gekommen, „dass wir die Veranstaltung durchführen wollen.“ 

Auch das Starkbierfest Rosenheim findet statt.

Starkbierfest sei nicht mit Messe vergleichbar 

„Natürlich wollen wir das Risiko nicht unterschätzen, aber einerseits ist in diesen Monaten auch die normale Influenza ein hohes Risiko und andererseits kann man vielleicht auch nicht jede Veranstaltung absagen. Und ein Haager Starkbierfest kann man aus Sicht der Risikoeinschätzung sicher auch mit einer internationalen Messe mit tausenden von Gästen aus allen Kontinenten nicht vergleichen“, so Hans Urban, Sprecher der Starkbierfest-Freunde Haag.

Sie wollen nach seinen Angaben alles tun, das Risiko von Ansteckungen zu minimieren. Deswegen werden extra Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. „Wir werden die Gäste auch deutlich auf notwendige und sinnvolle Hygienemaßnehmen hinweisen“, ergänzt Urban. 

Das Starkbierfest Haag feiert am 5. März Premiere. Weitere Termine sind: Freitag, 6., Samstag, 7., Freitag, 13., und Samstag, 14. März. Alle Veranstaltungen sind ausverkauft. , Einlass ist ab 18 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. 

Pauline-Thoma-Mittelschule in Kolbermoor und Ruperti-Gymnasium Mühldorf sagen Veranstaltungen ab

Die Pauline-Thoma-Mittelschule in Kolbermoor hat alle größeren Veranstaltungen bis zu den Osterferien gestrichen, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Darunter fällt neben der Ausbildungsmesse auch der Businesstag 17.3. und der Vorentscheid zu Businessplanwettbewerb. 

Die Verantwortlichen betonen, dass in der Pauline-Thoma-Mittelschule keine Infektionen oder Verdachtsfälle mit dem Coronavirus vorliegen. Die Maßnahmen seien alle nur präventiv.

Um den Schüler*innen und Partnern aus dem Euregio-Inntal Projekt Gelegenheit zu geben, ihre Geschäftsideen aus dem Businessplanwettbewerb auch Ihnen vorzustellen, wird es einen Wettbewerb in einem neuen Format geben: „NFTE & 7€ Cash Elevator Pitch“ am 15.06.2020 von 14:00 bis ca. 16:00 Uhr mit anschließendem Umtrunk

Lesen Sie hier: Das Ruperti-Gymnasium Mühldorf verschiebt auch die Fahrt der Zehnklässler nach Sizilien 

Messe und Konzert abgesagt

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit

Aufgrund der Unsicherheiten, die wegen des Coronavirus aktuell in unserer Region bestehen, muss die Messe „Beruf und Familie – so kann es funktionieren!“, die am 11. März 2020 von 09.00 bis 12.00 Uhr in der Agentur für Arbeit Rosenheim (Wittelsbacherstraße 57, 83022 Rosenheim) stattfinden sollte, leider abgesagt werden. Ein Nachholtermin ist für den Herbst geplant.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen gerne unter der Rufnummer 08031 / 202-381an die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, Roswitha Möbus.

Die Informationsveranstaltung zu „Arbeiten und Studium im öffentlichen Dienst“, die am Dienstag, den 24. März 2020 ab 14.00 Uhr im Berufsinformati-onszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Rosenheim stattfinden sollte, muss aus demselben Grund leider ebenfalls abgesagt werden.

Das Angebot der Bundesagentur für Arbeit kann online unter www.arbeitsagentur.de abgerufen werden.

Aufgrund der Corona-Epidemie sieht sich auch die Hausleitung des Seniorenzentrum Novalishaus in Bad Aibling nach Absprache mit dem zuständigen Betriebsarzt gezwungen, das Renaissance-Konzert am Sonntag, 8. März um 16 Uhr abzusagen.

Folgende Änderungen gibt es zu den März-Veranstaltungsterminen der TH Rosenheim: 

Der Kunststofftechnologietag am 13. März ist abgesagt.

Aus Sorge um eine weitere Verbreitung des Corona-Virus hat sich das Organisationsteam entschieden, den Rosenheimer Klimafrühling zu verschieben und zwar auf 16./17. Oktober. 

Außerdem wurde entschieden, statt eines festen Caterings auf ein individuelles Angebot vor Ort zu setzen. Dadurch ist es möglich, die Tickets deutlich günstiger anzubieten. Es bleibt bei hervorragenden Referentinnen und Referenten, spannenden Themen und einem breiten Informationsangebot. Auf www.ezro.de/klimafruehling hält das das Organisationsteam weiter auf dem Laufenden.

Update 4. März, 16.20 Uhr

Brauerei und Stadt halten am Starkbierfest fest

Das Starkbierfest in Rosenheim findet statt – das teilen die Geschäftsführer von Auerbräu, Dirk Steinebach und Thomas Frank, sowie Festwirt Andreas Schmidt mit. Man habe in den vergangenen Tagen angesichts des grassierenden Coronavirus' intensiv darüber diskutiert und sich letztlich entschieden, das Starkbierfest zu veranstalten. Sie schätzen damit die Lage gleich ein wie die Stadt Rosenheim. Diese hatte zuvor in einer Pressemitteilung festgestellt, man sehe keine hinreichenden Gründe, das Starkbierfest abzusagen.

"Wir haben es uns wirklich nicht leicht gemacht", sagen die Vertreter der Auerbräu in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Mittwochnachmittag. "Der Gesundheitsschutz unserer Gäste und unserer Mitarbeiter steht immer im Vordergrund."

Man komme damit in Abstimmung mit der Stadt Rosenheim zu einer anderen Risikoeinschätzung als das Gesundheitsamt Rosenheim, das behördenintern die Veranstaltung als risikobehaftet bewertet habe.

Das Starkbierfest in Rosenheim: Die Veranstalter haben sich für die Durchführung entschieden. 

In der Kreisstagssitzung am Mittwochmorgen war von einer Empfehlung die Rede, das Starkbierfest abzusagen. Aktuell sei geplant, die Veranstaltung über drei Wochen an den Wochenenden normal stattfinden zu lassen, sagt Festwirt Andreas Schmidt.

Man behalte die Entwicklung in Sachen Coronavirus im Auge und werde kurzfristig reagieren, sollte sich die Lage ändern. Aktuell orientiere man sich an der Risikobewertung des Robert-Koch-Instituts sowie an den Ausführungen, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn an Mittag in einer Regierungserklärung getätigt hat.

Am Fest selbst sollen Hygienevorkehrungen getroffen werden, um die Besucher bestmöglich zu schützen. Am Einlass, im Toilettenbereich und überall in der Halle sollen beispielsweise Desinfektionsmittelspender aufgestellt werden. Außerdem sollen die Gäste über Hygienevorkehrungen informiert werden.

Festwirt Andreas Schmidt sagt: "Es ist eine schwierige Situation. Es ist wirtschaftlich schwierig. Aber der Gesundheitsschutz unserer Gäste und unserer Mitarbeiter steht im Vordergrund." Aktuell geht er von drei Festwochenenden aus. 

Update 4. März, 15.45 Uhr:

Stadt: Für Absage des Starkbierfests keine hinreichenden Gründe

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim 

Rosenheim. Nach Einschätzung des städtischen Ordnungsamts als Infektionsschutzbehörde gibt es bisher keine rechtliche Handhabe für eine Absage des Rosenheimer Starkbierfests der Firma Auer Bräu in der Inntalhalle.

Voraussetzung für eine hoheitliche Absage der Veranstaltung wäre eine fachliche Stellungnahme des Staatlichen Gesundheitsamts Rosenheim, die eine solche Absage aus Gründen des Infektionsschutzes für unabweisbar notwendig erklärt. „Ein derartiges zwingendes Erfordernis hat das Gesundheitsamt Rosenheim gegenüber der Stadt bisher nicht erklärt“, so der zuständige städtische Dezernent für Recht, Sicherheit und Ordnung, Herbert Hoch.

Die Stadt Rosenheim wird die Entwicklung der Situation weiter beobachten. Sollte von Seiten der Gesundheitsministerien des Bundes oder des Landes eine allgemeine Absageverfügung für Großveranstaltungen ergehen wird sich die Stadt Rosenheim dem selbstverständlich anschließen.

Rechtlich zuständig für die Entscheidung über eine Absage von Großveranstaltungen sind für das Stadtgebiet Rosenheim das städtische Ordnungsamt und für den Landkreis Rosenheim das Landratsamt Rosenheim als jeweilige Infektionsschutzbehörden.

Update 4. März, 12.30 Uhr

Starkbierfest in Rosenheim: Diskussionen im Kreistag um mögliche Absage

Die Empfehlung des Gesundheitsamtes, das Starkbierfest in Rosenheim abzusagen, führte auch zu Reaktionen im Kreistag. Der Wasserburger Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) warf beispielsweise die Frage auf, warum ein Starkbierfest nicht stattfinden solle, gleichzeitig aber Podiumsdiskussionen zur Bürgermeisterwahl in Wasserburg oder zum Brenner-Nordzulauf in der Beurer Halle in Neubeuern nicht von einer Absage betroffen seien. „Auch da kommen Hunderte Menschen zusammen“, sagte Kölbl.

Sein Raublinger Kollege Olaf Kalsperger (CSU) hakte nach, warum angesichts der aktuellen Lage beispielsweise noch Spiele der Fußballbundesliga stattfinden dürften. Hierl betonte, man könne keine pauschalen Aussagen treffen. Bundesligaspiele seien Freiluftveranstaltungen. Ein wesentliches Kriterium bei der Bewertung von Veranstaltungen sei, wie eng Menschen über welchen Zeitraum beisammen säßen.

Stellvertretender Landrat Josef Huber (CSU) warnte vor Hysterie und attestierte dem Gesundheitsamt professionelle Arbeit. „Wir tragen die Absage-Empfehlung für das Starkbierfest voll mit“, so Huber.

Das Starkbierfest in Raubling soll - stand jetzt - ab dem 13. März wie geplant stattfinden. Man warte ab, wie sich die Lage entwickelt, sagt Marisa Steegmüller. Die Geschäftsführende Gesellschafterin der Brauerei Flötzinger weiter: Kommende Woche werde das Risiko neu bewertet.

Update 4. März, 10.38 Uhr (mit Korrektur)

Gesundheitsamt rät zur Absage des Starkbierfestes

Entgegen einer ersten Meldung ist das Starkbierfest in Rosenheim noch nicht endgültig abgesagt. Der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, erteilte im Kreistag aber heute die Empfehlung zu einer Absage. Diese selbst sei Aufgabe der Stadt Rosenheim, teilte der Sprecher des Landratsamtes, Michael Fischer, nun mit.

Zuerst hatten wir berichtet, das Starkbierfest sei bereits endgültig abgesagt.

+++ Wir informieren, sobald nähere Informationen vorliegen. +++

Bei den Menschen in der Region steigt offenbar die Verunsicherung aufgrund des Coronavirus'. Sowohl im Landkreis Rosenheim als auch im Landkreis Mühldorf ist es spürbar, dass die Menschen sich auf eine Ausbreitung des Erregers vorbereiten.

Update 4. März, 9 Uhr

Messe in Tuntenhausen abgesagt

Eigentlich hätte die Messe am 22. März stattfinden sollen, jetzt hat die Firma Eder Profitechnik in Tuntenhausen ihre Hausmesse abgesagt. Grund ist das Coronavirus. "Zur Vermeidung und Weiterverbreitung von Coronavirus COVID-19 – werden wir bis auf weiteres größere Veranstaltungen und Hausausstellungen, etc. absagen", schreibt das Unternehmen auf seiner Website.

Man wolle nicht in Panik verfallen, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. Man müsse aber mit der aktuellen Lage professionell und achtsam umgehen. "Dem Schutz unserer Kunden und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wollen wir im Rahmen der Möglichkeiten bestmöglich gerecht werden."

Der normale Geschäftsbetrieb finde wie gewohnt statt.


Update 2. März

Robert-Koch-Institut erweitert Liste der Coronavirus-Risikogebiete

Das Robert-Institut führt eine Liste von Risikogebieten für das Coronavirus. Seit dem 2. März steht auch die italienische Region Emilie-Romagna auf der Liste. In Italien außerdem die Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien. Eine aktuelle, weltweite Aufzählung gibt es auf der Seite des RKI.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bis Montagvormittag weitere fünf Coronavirus-Fälle in Bayern bestätigt wurden. Damit gibt es derzeit (Stand: 09.00 Uhr) seit Donnerstag insgesamt 13 neue bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Zwei neue Fälle wurden aus München gemeldet, ein weiterer aus dem mittelfränkischen Landkreis Roth. Bei zwei neuen Fällen aus dem Landkreis Freising und dem Landkreis Ostallgäu handelt es sich jeweils um Kontaktpersonen der gestern gemeldeten Coronavirus-Fälle. Die Gesundheitsbehörden ermitteln aktuell sowohl mögliche Kontaktpersonen als auch Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen.

Auch im Landkreis Rosenheim gab es am 1. März den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Das Landratsamt gibt dazu am Montag, 2. März, um 14 Uhr eine Pressekonferenz (Livebericht).

Update 1. März

Rückkehrer aus norditalienischen Risikogebieten sollen zu Hause bleiben

Schüler und Lehrer, die in einem Coronavirus-Risikogebiet im Urlaub waren, sollen am Montag (2. März) nicht in die Schule kommen und vorläufig zu Hause bleiben. Dazu fordert der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, auf. Betroffen sind vor allem Urlauber aus der italienschen Provinz Lombardei, der Stadt Vo (Provinz Padua) aber auch Urlauber aus allen weltweit bekannten Coronavirus-Risikogebieten. Damit schließt sich das Gesundheitsamt einer Empfehlung des bayerischen Gesundheitsministeriums an. Die Empfehlung gelte auch für Kinder in Kindertageseinrichtungen und deren Betreuerinnen und Betreuer.

Schüler, die am Montag aufgrund der Empfehlung des Gesundheitsamtes nicht zur Schule gehen, sollen dies der Schule in jedem Fall mitteilen, so das Gesundheitsministerium. Wenn zum Aufenthalt in einem Risikogebiet zudem Erkältungs- oder Grippesymptome auftreten wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen oder Durchfall müssen sich betroffene Personen beim Staatlichen Gesundheitsamt melden. Dr. Hierl rät hier auch dringend, vor dem Besuch des Hausarztes anzurufen und nicht ohne Voranmeldung in die Praxis zu gehen.

Ebenfalls umgehend das Staatliche Gesundheitsamt kontaktieren müssen Personen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt mit einem bestätigtem COVID-19 Erkrankten hatten und zwar unabhängig von Krankheitssymptomen.

Die Liste der Risikogebiete ist auf der Homepage des Robert Koch-Instituts zu finden. Aktuell umfasst sie, neben den genannten Regionen in Norditalien, in China die Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang, im Iran die Provinz Ghom und in Südkorea die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang).

Im Landkreis Rosenheim gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Darüber informierte das Bayerische Gesundheitsministerium am Sonntagmittag.

Derweil steigt in der Bevölkerung offenbar die Sorge vor einer größeren Ausbreitung des Coronavirus'. In fast allen Apotheken in der Region sind Mundschutzmasken ausverkauft. Das betrifft den Landkreis Rosenheim ebenso wie den Landkreis Mühldorf.

Wie es sich anfühlt, unter Coronavirus-Verdacht zu stehen, erlebten vor einigen Tagen zwei Frauen aus dem Landkreis Rosenheim. Sie waren der Auslöser dafür, dass ein Eurocity von Italien nach Deutschland gestoppt wurde, weil ein Zugbegleiter bei ihnen Grippesymptome bemerkt hatte. Der Coronavirus-Verdacht bei den Frauen war letztlich unbegründet.

Update 25. Februar

Zwei Corona-Erkrankte, 19 Menschen unter Beobachtung

In Tirol gibt es zwei neue besätigte Fälle von Cornavirus-Infektionen. Das berichtet die Tiroler Tageszeitung am Dienstag, 25. Februar. Es. sind die ersten beiden Fälle in Österreich. Zudem stünden nach einem Venedig-Besuch 19 Mitarbeiter des Krankenhauses Zams unter besonderer Beobachtung.

Wo sich die beiden neu Infizierten in Österreich angesteckt haben, sei noch unklar. Der Krankheit nehme bei den Betroffenen aber bislang keinen dramatischen Verlauf. Sie Erkrankten sind im Klinikum Innsbruck isoliert.

Inzwischen geht die Angst um, dass sich das Coronavirus durch die zahlreichen Massenveranstaltungen in der Faschingswoche auch in Deutschland unkontrolliert weiter verbreiten könnte.

Update 17. Februar

Familie aus Siegsdorf hat Coronavirus überwunden und darf nach Hause

Die an COVID-19 (Coronavirus) erkrankte Familie, die in den letzten zwei Wochen in der Kreisklinik Trostberg behandelt und betreut wurde, konnte am Freitag geheilt und ohne Ansteckungsgefahr nach Hause entlassen werden. Die Familie wurde laut Pressemeldung des Klinikums allen Vorgaben entsprechend mehrfach getestet. Es wurde kein Virus mehr nachgewiesen.

Das Klinikum meldet, dass die Familienmitglieder schon seit Tagen in gesundheitlich stabilem Zustand sind. Die Quarantäne habe aber vor allem den Kindern psychisch zugesetzt. Daher weist das Klinikum darauf hin, dass die Öffentlichkeit die Privatsphäre der Familie respektieren solle. Vor allem Medienvertreter werden gebeten, keinen Kontakt mit der Familie zu suchen.

"Wir haben sehr großes Verständnis für dieses Anliegen der Familie, die sich nunmehr von den außerordentlichen Belastungen der letzten Woche erholen möchte", schreibt Stefan Paech, Medizinischer Direktor am Klinikum Trostberg, in einer Pressemitteilung. Er wünscht der Familie eine rasche Erholung von den Strapazen der vergangenen Wochen.

Der Klinikbetrieb in Trostberg sei trotz der zusätzlichen Belastung durch die Isolierung der Coronavirus-Patienten aufrecht erhalten worden. In diesem Zusammenhang spricht die Klinikleitung von "großem Engagement und die hochprofessioneller Patientenversorgung" durch die Belegschaft im Klinikum Trostberg.

Update 12. Februar

Infizierte Familie aus Siegsdorf kann Klinikum vielleicht bald verlassen

Die vier Mitglieder einer Siegsdorfer Familie, die derzeit aufgrund einer Infektion mit dem Corona-Virus im Klinikum Trostberg behandelt werden, sind laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit „gesundheitlich stabil“. Mit dem Virus infiziert hatten sich der Familienvater, der beim Stockdorfer Unternehmen Webasto arbeitet, dessen Frau sowie zwei Kinder der Familie.

Erstmals war das Virus in Deutschland bei einem Kollegen des Siegsdorfers nachgewiesen worden. Die Familie sei aktuell weiterhin im Krankenhaus isoliert, wie Behördensprecherin Katrin Grimmer gegenüber den OVB-Heimatzeitungen mitteilte. Grimmer: „Die Entlasskriterien für Personen, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren, werden derzeit festgelegt.“

Update 6. Februar, 14.30 Uhr

Ehefrau eines Erkrankten aus Siegsdorf ebenfalls mit Coronavirus infiziert

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Damit gibt es derzeit (Stand 13.00 Uhr) insgesamt elf bestätigte Coronavirus-Fälle in Bayern.

Bei dem elften Fall handelt es sich um die Frau des Mannes aus Siegsdorf im Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war. Der Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die anderen erwachsenen sieben bislang bekannten Fälle beschäftigt sind. Zwei der Kinder des Paares sind ebenfalls bereits positiv getestet worden. Sie sind nach Ärzte-Angaben ebenso wie die Mutter symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil.

Die Familie befindet sich in Trostberg im Krankenhaus. Die anderen sieben Patienten sind in der München in der Klinik Schwabing.

Update 5. Februar, 11 Uhr:

Es gibt Entwarnung für die Verdachtsfälle im Raum Kufstein. Das meldet die Tiroler Tageszeitung. Zuletzt hatten insgesamt drei Personen nach einer Chinareise über grippeähnliche Symptome geklagt, Tests hatten aber keine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Die Kranken seien mittlerweile auch fast symptomfrei.

Update 4. Februar, 7.30 Uhr

Zwei weitere Coronavirus-Fälle

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag mehrfach über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte am Abend in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Abend ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde.

Es handelt sich um einen Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der nun insgesamt acht Coronavirus-Fälle bekannt geworden sind. Er befindet sich wie sechs weitere Patienten in der Klinik Schwabing.

Damit gibt es derzeit insgesamt zehn bekannte Coronavirus-Fälle in Bayern. Der neunte Fall war ebenfalls am Montagabend bekannt geworden. Es handelt sich um ein weiteres Kind des Mannes aus Siegsdorf, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war.

Update 3. Februar, 17.30 Uhr

Acht Coronavirus-Fälle in Bayern: Gesundheitsministerium informiert

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Montag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. In Bayern gebe es derzeit acht Fälle. Nach Angaben der behandelnden Ärzte seien alle Patienten in einem stabilen Zustand.

Der achte Fall, ein Mann aus München, sei am Wochenende bekannt geworden. Er befindet sich neben fünf weiteren Patienten in der Klinik Schwabing. Weitere Coronavirus-Fälle waren im Landkreis Traunstein aufgetreten. Die Patienten dort wurden ins Klinikum Trostberg eingeliefert.

Die ersten Coronavirus-Fälle waren bei Mitarbeitern einer Firma im Landkreis Starnberg bekannt geworden, die Geschäftsbeziehungen nach China unterhält, wo das Virus zuerst aufgetreten ist. Wie das bayerische Gesundheitsministerium mitteilt, wurden bei der Firma insgesamt 143 Mitarbeiter überprüft und zwei weitere Infizierte entdeckt - der Mann aus München und ein weiterer Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, dessen Coronavirus-Erkrankung schon zuvor bekannt war.

Update 3. Februar, 11.40 Uhr

Verdachtsfall in der Region Kufstein

Ein Mann aus dem Bezirk Kufstein ist mit dem Verdacht auf das Coronavirus unter Quarantäne gestellt worden. Das meldet das Portal meinbezirk.at. Der Mann habe sich in China rund 1000 Kilometer entfernt von der Stadt Wuhan aufgehalten. Dort ist das Coronavirus zuerst aufgetreten.

Der Mann sei Ende Januar mit grippeähnlichen Symptomen nach Hause zurückgekehrt. „Mittlerweile geht es dem Mann schon wieder deutlich besser“, informiert der Tiroler Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber. Vorsichtshalber sei der Mann dennoch unter entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen in das Klinikum Kufstein eingeliefert worden.

Mittlerweile seien bei dem Coronavirus-Verdachtsfall Blutproben entnommen und in ein Labor geschickt worden. Mit Ergebnissen rechnen die österreichischen Behörden im Laufe des Dienstages (4. Februar).

Der Patient wurde laut Meldung auf dem Portal meinbezirk.at nicht im Krankenhaus isoliert. Er durfte das Klinikum verlassen und soll sich in häuslicher Quarantäne befinden. Ärzte und Behörden stehen im Austausch mit dem betroffenen Mann. Aktuell schätze man die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine Infektion mit dem Coronavirus handele, als gering ein.

Update 3. Februar, 9 Uhr

Keine Corona-Virus-Gefahr in Betriebskindergarten

Im Betriebskindergarten der Firma Brückner in Siegsdorf bestehe keine Infektionsgefahr. Das teilte das Landratsamt Traunstein am Samstagmittag zur Coronavirus-Lage in der Region mit.

Wie berichtet, war am Freitag bei zwei Traunsteiner Landkreisbürgern das Corona-Virus nachgewiesen worden – darunter ein fünfjähriges Kind, das den Betriebskindergarten der Firma Brückner in Siegsdorf besucht. Im Rahmen der Ermittlungen des Gesundheitsamts Traunstein und des Robert-Koch-Instituts habe festgestellt werden können, dass „die betroffene Person nach derzeitigem Kenntnisstand zur Zeit des letzten Besuches nicht ansteckungs- oder krankheitsverdächtig war“, teilt die Behörde weiter mit. Eine weitere Infektionsgefahr für die Kinder liege somit derzeit nicht vor.

Das Gesundheitsamt Traunstein rät aufgrund der aktuellen Grippewelle zu guter Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette, so wie es aber überall und jederzeit angeraten sei.

Update 2. Februar, 12 Uhr

Alle 8 Corona-Infizierten in Bayern in stabilem Zustand

Pressemitteilung des Bayerischen Gesundheitsministeriums:Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Sonntag über die aktuelle Entwicklung bei den Fällen mit dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert.

Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass sich am Sonntagvormittag nach Ärzte-Angaben alle acht Fälle in einem gesundheitlich stabilen Zustand befanden. Dies gilt auch für den achten Fall, der am Samstagabend bekannt geworden war. 

Coronavirus: 7. und 8. Fall 

Es handelt sich nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) um einen 33-jährigen Mann, der in der Stadt München wohnhaft ist. Er ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch sechs der bislang bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle beschäftigt sind. Er befindet sich wie fünf weitere Fälle in der München Klinik Schwabing. 

Echtzeit-Karte: Coronavirus-Infektionen weltweit

Der siebte Fall war am Freitagabend bekannt geworden. Es handelt sich um einen 52-jährigen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnhaft ist. Der sechste Fall war am Freitagmittag bestätigt worden. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Der Vater und das Kind befinden sich in gesundheitlich stabilem Zustand im Krankenhaus.

Infizierte leiden an grippeähnlichen Symptome

Chefarzt Prof. Dr. med. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing betonte am Sonntag: „Wir stehen in engem Austausch mit nationalen und internationalen medizinischen Experten von Universitäten und der WHO. Alle sechs Fälle bei uns mit Nachweis des Coronavirus (2019-nCoV) sind in einem klinisch stabilen Zustand, zeigten im Verlauf teilweise grippeähnliche Symptome und sind aktuell weitestgehend symptomfrei. Alle Patienten bleiben weiterhin zur klinischen Beobachtung bei uns.“ 

In München ist die Nachfrage nach Atemschutzmasken bereits stark gestiegen. 

139 negative Ergebnisse

In der Firma aus dem Landkreis Starnberg hatte am vergangenen Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden. Davon liegen nun 139 negative Ergebnisse und 2 positive Ergebnisse vor. Die positiven Befunde stammen von dem Mann aus München und dem Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck.

Update 1. Februar, 9 Uhr:

Weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt

Pressemitteilung des Bayerischen Gesundheitsministeriums: 

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am späten Freitagabend ein drittes Mal über die aktuelle Entwicklung bei dem neuartigen Coronavirus in Bayern informiert. 

Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ein weiterer Coronavirus-Fall in Bayern bestätigt wurde. Es handelt sich um einen Mann, der im Landkreis Fürstenfeldbruck wohnhaft ist. Er ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg, bei der auch die fünf zuerst bekannt gewordenen Coronavirus-Fälle beschäftigt sind.

Damit gibt es derzeit (Stand 19.30 Uhr) insgesamt sieben bekannte Coronavirus-Fälle in Bayern. Der sechste Fall war am Freitagmittag bestätigt worden. Es handelt sich um ein Kind des Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund am späten Donnerstagabend bekannt geworden war. Auch dieser Mann ist Mitarbeiter der Firma aus dem Landkreis Starnberg. 

Webasto testet Mitarbeiter auf Corona-Infektion

Dort hatte am Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Testaktion für Mitarbeiter stattgefunden. Von 128 jetzt derzeit vorliegenden Ergebnissen waren 127 negativ. Der positive Befund stammt von dem Mann im Landkreis Fürstenfeldbruck - Einzelheiten dazu werden am Samstag den Medien mitgeteilt.

Update 31.1., 17.20 Uhr: 

Vorsicht walten lassen die Unternehmen in der Region, die Geschäftsbeziehungen nach China haben oder dort Standorte betreiben. Wie Schattdecor (Rohrdorf) hat auch „Carl Zeiss Optotechnik“ mit Sitz in Neubeuern die Fürsorge um die Mitarbeiter im Blick. Reisen nach China sollten möglichst unterlassen oder verschoben werden, so Carl-Zeiss-Sprecher Jörg Nitschke. Das betrifft auch Zeiss-Mitarbeiter Hubert Lechner aus Stephanskirchen, der ganz aktuell seine inzwischen elfte China-Arbeitsreise verschieben musste.

Update 31.1., 16.30 Uhr:

Das Coronavirus rückt näher

Rosenheim/Siegsdorf – Das Coronavirus rückt näher: War es erst noch sehr weit weg in China, dann die ersten Verdachtsfälle in Europa, Anfang der Woche Starnberg – und seit Donnerstagabend Siegsdorf, im Nachbarlandkreis Traunstein, knapp 50 Kilometer und eine gute halbe Stunde Autofahrt von Rosenheim entfernt. Betroffen: ein weiterer Mitarbeiter der Firma Webasto (Standort Stockdorf, Landkreis Starnberg) und dessen Familie – drei Kinder, davon ein Säugling mit einem halben Jahr und zwei Kinder unter fünf Jahren. 

Coronavirus in Bayern: Webasto-Mitarbeiter erleben schlimme Ausgrenzungen - „enorme Belastung“

Sie leben mitten in dem 8000-Einwohner-Ort, in einem Mehrparteienhaus. Das älteste Kind (5), nach dem Vater der bayernweit inzwischen sechste Fall einer Coronavirusinfektion, besucht zudem den Kindergarten. Ein weiterer kritischer Punkt, den es nun von Behördenseite zu beleuchten gilt. Details gab das Gesundheitsamt Traunstein am Freitagnachmittag in einer Pressekonferenz bekannt. Der Vater, so schilderte es Dr. Wolfgang Krämer, der Leiter des Gesundheitsamtes Traunstein, habe Kontakt zu einem der bereits infizierten Webasto-Kollegen gehabt, die derzeit im Schwabinger Krankenhaus (München) untergebracht sind. 

Coronavirus-Impfung: F orscher vermeldeten „Durchbruch“ - doch Experte hat schlechte Nachrichten 

Als bei ihm grippeähnliche Symptome auftraten (Mittwoch), habe er sich mit den Behörden in Verbindung gesetzt. Donnerstag hätten die Untersuchungsergebnisse bestätigt: ein weiterer Fall des Coronavirus. Mit im Blickfeld: seine Familie, bei er ebenfalls Anzeichen von Grippe aufgetreten seien. Was folgte: Zwei Rettungswagen des BRK fuhren spätabends an dem Wohnhaus vor, Sanitäter in weißen Schutzanzügen und Mundschutz holten Koffer und Gepäck aus der Wohnung – und verluden die gesamte Familie in einer Nacht- und Nebelaktion zum Transport ins Krankenhaus Trostberg. Die Mutter mit Taschen und dem Säugling im Maxicosi bestückt, der Vater flankiert von den beiden Kleinkindern, beide links und rechts fest an der Hand. Die Fahrt: Sie ging ins Krankenhaus Trostberg, wo es eine entsprechende Quarantäneeinrichtung gibt. 

Dort ist die gesamte Familie in einem Zimmer, völlig isoliert, untergebracht – „auf eigenen Wunsch, sie haben ja auch zuhause unter einem Dach gelebt“, so Dr. Krämer. 

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare