Inzidenz steigt weiter an

Coronavirus: Beschränkungen der höchsten Warnstufe im Kreis Mühldorf ausgerufen

Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl informiert über die neuen Maßnahmen.
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Mühldorfs Landrat Maximilian Heimerl kündigt eine neue Allgemeinverfügung an - mit schärferen Beschränkungen.

Höchststände bei den Corona-Infektionen in mehreren Regionen Deutschlands haben zu neuen Regeln geführt. Auch die Region ist betroffen. Mittlerweile gilt in fast allen Regionen Bayerns mindestens die unterste Corona-Warnstufe. 20 Städte und Kreise stehen auf „dunkelrot“.

Coronavirus – Zum News-Ticker für die Region, Bayern und Deutschland bis zum 22. Oktober

Dieser Ticker ist beendet. Alle neuen Informationen rund um das Coronavirus finden Sie ab sofort an dieser Stelle.

Update 26. Oktober, 15.40 Uhr:

Landkreis Mühldorf: Beschränkungen der höchsten Warnstufe treten in Kraft

Mühldorf – Die Corona-Ampel schaltet jetzt auch ohne die Infektionszahlen aus dem Putenschlachthof in Ampfing im Landkreis Mühldorf auf tiefrot. Wie Landrat Max Heimerl auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mitteilte, hat am Montagnachmittag, Stand 13 Uhr, der Landkreis Mühldorf die Inzidenzzahl der mit Corona infizierten Personen die 100er-Marke überschritten.

Insgesamt steht die 7-Tage-Inzidenz bei 151,9 (Stand 13 Uhr). Ohne die positiv getesteten Personen im Umfeld des Putenschlachthofes liegt die Zahl ebenfalls über 100, konkret bei 108,7. Heimerl kündigte deshalb am Montagnachmittag eine neue Allgemeinverfügung an, die ab Dienstag (27. Oktober) in Kraft treten soll. Es greifen die von Ministerpräsident Markus Söder verfügten zusätzlichen Einschränkungen ab 100 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

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Das heißt unter anderem, dass in der Gastronomie eine Sperrstunde ab 21 Uhr gilt. Gastronomien müssen also noch früher schließen. Die Besucherzahl bei Veranstaltungen reduziert sich auf maximal 50 Personen.

„Ich appelliere an die Bevölkerung, die Kontakte noch weiter einzuschränken, damit die Infektionszahlen wieder absinken“, sagt Landrat Heimerl. Besorgnis erregend sei, dass die Zahl der positiven Corona-Tests weiter ansteigt und sich die Infektionen nicht mehr alleine auf punktuelle Ereignisse, wie eben am Putenschlachthof, beschränken würden.

Update 26. Oktober, 15 Uhr:

7-Tage-Inzidenz in der Region überall „dunkelrot“ – Rottal-Inn startet in Lockdown

Im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn dürfen die Menschen ihre Wohnung von Dienstag 00.00 Uhr an nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Schulen und Kindergärten werden geschlossen, ebenso Restaurants. Veranstaltungen werden abgesagt. Das teilte ein Sprecher des Landratsamts am Montag mit. Nach dem Landkreis Berchtesgadener Land ist Rottal-Inn damit schon der zweite Landkreis in Bayern, in dem das öffentliche Leben wieder drastisch eingeschränkt wird. In anderen Bundesländern gibt es bisher keine vergleichbaren Maßnahmen.

Auch der Landkreis Traunstein hat nun den Inzidenz-Wert von 100 überschritten.

Hier finden Sie alle aktuellen Fallzahlen.

Ausgewählte Fälle der Neuinfektionen binnen 7 Tage auf 100.000 Einwohner am 26. Oktober:

Rosenheim: 182,5

Landkreis Rosenheim: 130,1

Kreis Mühldorf: 141,5

Kreis Traunstein: 105,5

Kreis Berchtesgaden: 237,0

Kreis Rottal-Inn: 260,1

Quelle: RKI

Update 26. Oktober, 11.14 Uhr:

Lockdown im bayerischen Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag

Pfarrkirchen (dpa) - Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag um 00.00 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das teilte am Montag ein Sprecher des Landratsamtes in Pfarrkirchen mit.

Neben dem Landkreis Berchtesgadener Land ist Rottal-Inn aktuell der zweite Landkreis in Bayern mit Ausgangsbeschränkungen. In anderen Bundesländern gibt es bisher keine vergleichbar strikten Ausgangsbeschränkungen.

Corona-Lockdown im Berchtesgadener Land - Aufstand der Eltern: Lasst unsere Kinder in die Schulen!

Schulen und Kindergärten werden geschlossen und Veranstaltungen abgesagt, wie es in einer Mitteilung heißt. Am Nachmittag wollten Gesundheitsministerin Melanie Huml und Landrat Michael Fahmüller (beide CSU) über die Maßnahmen informieren.

Im gesamten Freistaat sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen. Auch in der Stadt Augsburg droht ein Lockdown. Besonders hohe Werte gibt es zudem in Schweinfurt sowie Weiden in der Oberpfalz.

Auch in der Region liegt die /-Tage-Inzidenz hoch.

Update 26. Oktober, 8.44 Uhr:

8685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Berlin (dpa) - Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.

Nationalfeiertag in Österreich: Ministerin Huml warnt vor Einkaufsbummel in Coronakrise

Am Samstag war mit 14 714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10 000.

Update 25. Oktober, 19.33 Uhr

Staatssekretär soll sich um Corona-Taskforce kümmern

München (dpa/lby) - Angesichts schnell steigender Infektionszahlen soll nun Staatssekretär Klaus Holetschek (CSU) die Arbeit der Corona-Taskforce im Gesundheitsministerium koordinieren. Der CSU-Politiker soll sich vor allem um die Abstimmung der Corona-Vorschriften mit den Kommunen kümmern, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntagabend mitteilte. «Wir mussten in Bayern in den letzten Tagen die höchsten Neuinfektionszahlen seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnen», sagte Huml. Operativer Leiter der Taskforce bleibt Amtschef Winfried Brechmann, der ranghöchste Beamte des Ministeriums.

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«Uns allen steht ein intensiver Corona-Herbst und Corona-Winter bevor», sagte Huml. «Auch in den bayerischen Krankenhäusern müssen wieder mehr Covid19-Patienten behandelt werden. Dies macht mir Sorge, auch wenn derzeit ausreichende Behandlungskapazitäten für die Patienten zur Verfügung stehen.»

Mittlerweile haben 20 bayerische Städte und Kreise die Schwelle von 100 Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten, inklusive der Landeshauptstadt München. Die Gesamtzahl der seit Beginn der Epidemie gemeldeten Ansteckungen überschritt am Wochenende die Marke von 90.000.

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Update 25. Oktober, 17.12 Uhr

Corona-Warnstufe in fast allen Regionen Bayerns erreicht

Die Corona-Fallzahlen in Bayern steigen und steigen. Ob die jüngste Verschärfung der Corona-Einschränkungen in Bayern wirkt, muss sich erst noch zeigen.

Nur noch vier Städte und Kreise in Bayern befinden sich noch unterhalb der ersten Corona-Warnstufe von 35 Neu-Infektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Dies sind (Stand 25. Oktober, 17 Uhr) die Kreise Kehlheim und Neustadt-Bad Windsheim sowie die Städte Amberg und Ansbach.

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Update 25. Oktober, 13.08 Uhr

700.000 freiwillige Corona-Tests in drei Monaten

München (dpa/lby) - Das freiwillige Corona-Testprogramm der Staatsregierung für die Bürger wird rege nachgefragt: Seit dem Start vor drei Monaten haben die Arztpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung (KVB) 708.689 freiwillige Tests gemeldet, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag mitteilte.

Das Testprogramm ist für Bürger ohne Symptome gedacht, die Tests werden daher von der Staatsregierung bezahlt und nicht von den Krankenkassen. Unbekannt ist, wie viele der freiwillig Getesteten coronapositiv waren, da dies nicht separat ausgewertet wird. Im Sommer hatte es Kritik sowohl von Politikern als auch von manchen Medizinern an freiwilligen Massentests gegeben.

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Huml betonte, dass die Tests aus ihrer Sicht sinnvoll seien: «Auch wenn diese Tests immer nur eine Momentaufnahme sind: Sie sind ein nützliches Instrument, um Infektketten so früh wie möglich zu unterbrechen», sagte die Ministerin.

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Update 25. Oktober, 10.29 Uhr

Ab heute neue Corona-Regeln in Österreich

Wien (dpa) - Die neuen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus treten am heutigen Sonntag in Österreich in Kraft. Wie das österreichische Gesundheitsministerium am Donnerstagabend mitgeteilt hatte, dürfen sich drinnen nur noch sechs Personen zu privaten Veranstaltungen wie Tanz- und Yogakursen oder zu Geburtstagsfeiern treffen. Für Feiern in der eigenen Wohnung gilt der dringende Appell, sich ebenfalls an diese Regel zu halten. Im Freien liegt die Obergrenze bei zwölf Menschen.

Für Bewohner in Seniorenheimen gilt eine Maskenpflicht in den allgemein zugänglichen Bereichen, gleiches gilt für Fußgänger-Passagen. Hobby-Chöre und Kapellen dürfen auf Amateurniveau in Räumen nur maximal zu sechst zusammenkommen.

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Das österreichische Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 2435 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden - ein Rekordwert für die Alpenrepublik mit ihren rund neun Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie. Die Zahl neu gemeldeter Fälle binnen sieben Tagen stieg österreichweit auf 134,5 pro 100.000 Einwohner. Deutschland hatte am Donnerstag seine Reisewarnung auf fast ganz Österreich ausgeweitet.

Corona-Ampel für München springt auf «Dunkelrot»

München (dpa/lby) - In der Corona-Pandemie ist in der bayerischen Landeshauptstadt ein weiterer kritischer Wert der Neuinfektionen überschritten worden. Nach Zahlen des Robert Koch-Institutes vom Sonntag (00:00 Uhr) liegt der Wert bei 100,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Damit hat München nach der bayerischen Corona-Ampel nun den Status «Dunkelrot».

Ab dem Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen müssen die Bewohner der betroffenen Kommune mit verschärften Einschränkungen im Alltag rechnen: Die Sperrstunde gilt ab 21 Uhr, ebenso gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ab 21 Uhr. Bei kulturellen Veranstaltungen wird die Personenzahl auf maximal 50 begrenzt. 

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Update 23. Oktober, 17.43 Uhr

Rosenheim im dunkelroten Corona-Bereich

Die Stadt Rosenheim hat heute die höchste Corona-Warnstufe von 100 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen übersprungen. Ursache für einen Teil der Fälle könnte eine größere Party sein. Die Polizei hat sich der Sache angenommen.

Derweil wird in den Innenstadt-Bereichen, in denen eine Maskenpflicht gilt, jetzt stärker auf die Einhaltung der Regeln geachtet. Ein Problem ist dabei der Busbahnhof an der Stollstraße. Nicht zuletzt deshalb, weil niemand so genau weiß, ob dort nun überhaupt eine Maskenpflicht gilt, oder nicht.

Erste Coronafälle am Gymnasium in Waldkraiburg

Erste Coronafälle sind nun am Gymnasium in Waldkraiburg aufgetreten. Wo andernorts aber gleich klassenweise Quarantäne verhängt wird, ist das am Gymnasium offenbar nicht nötig – dank eines konsequent umgesetzten Hygienekonzeptes.

Der Landkreis Mühldorf rüstet derweil bei der Kontaktverfolgung der Corona-Infektionsketten auf. Der Kreisausschuss hat beschlossen, am Landratsamt einen Behelfsbau zu erreichten, in dem mehr Personal für das sogenannte Contact Tracing Team untergebracht werden kann. Kostenpunkt: 126.000 Euro.

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Update 23. Oktober, 14.39 Uhr:

38 neue bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf am Inn 

Pressemeldung des Landratsamtes

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Donnerstag, 22. Oktober 38 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 23. Oktober 2020, 08:00 Uhr).

Davon sind 23 positiv bestätigte Fälle unter den Mitarbeitern am Putenschlachthof Ampfing aus einer weiteren Reihentestung zu verzeichnen. Die Schlachtung im Betrieb ist derzeit eingestellt. Im Laufe des kommenden Sonntags werden alle Schlachthofmitarbeiter erneut einer Testung unterzogen.

Infektionen im Schlachthof und Sorge nach Party: Landkreis Mühldorf hat neue Corona-Regeln

Unter den neuen bestätigten Fällen befinden sich zwei Erzieherinnen im Waldorfkindergarten Mühldorf sowie jeweils ein Schüler einer Klasse in der Grundschule Ramsau und am Gymnasium Gars. Die entsprechende KIGA-Gruppe bzw. die jeweilige Klasse der Schüler befinden sich in Quarantäne. 

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf 909 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 693 wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, liegt unverändert bei 27. Die 7-Tage-Inzidenz außerhalb des Infektionsgeschehens am Schlachthof liegt am heutigen Tag bei 65,6, insgesamt bei 115,6. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 189 aktive Fälle, davon werden 6 Personen stationär behandelt.

Update 23. Oktober, 12.54 Uhr:

Neue Corona-Regeln und Testpflicht für ausländische Pendler in Kraft

München (dpa/lby) - Die schärferen Regeln für extreme Corona-Hotspots und die neue bayerische Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Risikogebieten sind in Kraft. Am späten Donnerstagabend veröffentlichte das Gesundheitsministerium die entsprechend ergänzte Corona-Verordnung - die neuen Auflagen gelten damit seit Freitag.

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In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wurde, dürfen Veranstaltungen nur noch mit maximal 50 Teilnehmern stattfinden. Zudem gilt eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr.

Für Grenzpendler aus ausländischen Corona-Risikogebieten gilt laut der geänderten bayerischen Verordnung seit Freitag: Wer «regelmäßig mindestens einmal wöchentlich nach Bayern einreist, um sich dort aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen, zu Ausbildungszwecken oder zum Schul- oder Hochschulbesuch aufzuhalten», muss den Behörden vor Ort nun unaufgefordert binnen sieben Tagen und anschließend regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die Maßnahme wird voraussichtlich vor allem Berufspendler aus Österreich und Tschechien treffen. Tschechien, das europaweit zu den Ländern mit den höchsten Infektionsraten je 100 000 Einwohner zählt, gilt laut Robert Koch-Institut ebenso als Risikogebiet wie die direkt an Bayern grenzenden österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg.

Update 23. Oktober, 8.50 Uhr:

11 242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Berlin (dpa) - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen 11 242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11 287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Update 22. Oktober, 18.07 Uhr:

Bayerische Polizei kontrolliert Einhaltung der Corona-Regeln

Nürnberg (dpa/lby) - Angesichts der deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen kontrolliert die bayerische Polizei am Freitag (23. Oktober) verstärkt die Einhaltung der Vorschriften. Die Beamten sollen unter anderem prüfen, ob die je nach der Stufe der Corona-Ampel geltende Maskenpflicht und die Abstandsregeln eingehalten werden, teilte das Innenministerium im Vorfeld in München mit.

Die Zahl der Corona-Infektionen ist in den vergangenen zehn Tagen auch in Bayern stark gestiegen. Insgesamt lag der Freistaat am Donnerstag nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Schnitt bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 63,8 und damit deutlich über der Warnstufe von 50.

In mehreren Regionen wurden sogar weit über 100 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen festgestellt. Im Landkreis Berchtesgadener Land, wo die Verbreitung des Virus außer Kontrolle geraten war, wurde eine Inzidenz von 292 nachgewiesen.

Update 22. Oktober 2020, 16.55 Uhr

Rosenheim bleibt bei verkaufsoffenem Sonntag

Rosenheim - In Rosenheim soll es am 25. Oktober einen verkaufsoffenen Sonntag geben. Stark angestiegener Corona-Infektionszahlen zum Trotz. Bei einer Umfrage in der Innenstadt sind die Meinungen dazu gespalten. Obwohl die Infektionszahlen steigen und auch Rosenheim an der dunkelroten Stufe der bayerischen Corona-Ampel kratzt, hält Oberbürgermeister Andreas März am Mantelsonntag fest. Die Veranstaltung stieß im Stadtrat auf Kritik.

Update 22. Oktober 16.39 Uhr

Rote Ampel nun auch im Landkreis Traunstein

Traunstein - Nun hat es auch den Landkreis Traunstein erwischt: Das RKI meldet am Donnerstag, 22. Oktober, einen Inzidenzwert von 59,8. „Es war nur eine Frage der Zeit, bis es auch den Landkreis Traunstein trifft angesichts des Infektionsgeschehens in Oberbayern“, sagte Michael Reithmeier, Sprecher des Landratsamts Traunstein.

Update 22. Oktober 2020, 16.10 Uhr

Party am Chiemsee-Ufer sorgt für Unverständnis

Übersee - Party-Tourismus ist am Chiemsee-Ufer in Feldwies nichts Neues. Dass nun 30 ältere Menschen in Feldwies eine Party ohne Abstand und Masken gefeiert haben, sorgt für Kopfschütteln im Ort. „Da waren sogar die Kollegen überrascht“, sagt Polizeihauptkommissar Hans Huber von der Polizeiinspektion Grassau.

Update 22. Oktober 2020, 15.26 Uhr

Martinssonntag in Waldkraiburg auf der Kippe

Waldkraiburg - Bleibt der Autosonntag der einzige verkaufsoffene Sonntag in diesem Jahr? Diese Frage will Willi Engelmann, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Handel und Handwerk in Waldkraiburg noch nicht endgültig beantworten. Doch vieles spricht dafür, dass der Martinssonntag am 8. November abgesagt wird.

Update 22. Oktober 15.05 Uhr

Kliniken in der Region wappnen sich gegen Corona-Welle

Rosenheim - Gegen den Absturz der Gesundheitsversorgung sehen sich die Romed-Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim gerüstet. „Damals hat uns die Welle überrollt“, sagt Dr. Hanns Lohner über die Pandemie in März und April. Ende des Jahres werde das nicht mehr geschehen: „Der Anstieg wird weitergehen, aber es ist nicht mit dem Frühling zu vergleichen.“ Lohner fasst für den Herbst 2020 zusammen: „Wir sind ungleich besser aufgestellt.“

Update, 22. Oktober 14.39 Uhr

Kolbermoor sagt Christkindlmarkt ab

Kolbermoor – Der Christkindlmarkt in Kolbermoor findet heuer nicht statt: Diese Entscheidung traf jetzt der Vorstand des Kolbermoorer Gewerbeverbandes. Im Hinblick auf die steigenden Corona-Zahlen habe man sich laut Vorsitzendem Giacomo Anzenberger dazu entschieden. „Schweren Herzens“, sagt Anzenberger auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen, habe man die Entscheidung getroffen.

Update 22. Oktober 2020, 14.04 Uhr

Corona bedroht Lebenswerk von Rosenheimer Pfarrer in Bolivien

Rosenheim/La Paz - Was wird aus seinem Lebenswerk in Bolivien, wenn ihn der Herr zu sich ruft? Diese Frage hat sich der 2016 verstorbene Rosenheimer Pfarrer Sebastian Obermaier zu Lebzeiten oft genug gestellt. An alles hat er gedacht. Nur an Corona nicht. Jetzt geht es in „seiner“ Stadt El Alto ums nackte Überleben.

Update 22. Oktober 2020, 13.55 Uhr

Coronavirus lässt Wirte und Sportler in Mühldorf verschärfte Regeln fürchten

Mühldorf - Seit dem Wochenende lag der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Mühldorf deutlich über der 100er Marke, jetzt ist er darunter gefallen. Trotzdem blicken Sportvereine, Kulturveranstalter und Gastwirte mit Sorgen auf die dunkelrote Corona-Ampel, die MInisterpräsident Söder angekündigt hat.

Update 22. Oktober 2020, 13.25 Uhr

Einzelhändler aus dem Mangfalltal fürchten um das Weihnachtsgeschäft

Bad Aibling - Das Weihnachtsgeschäft ist für viele Einzelhändler die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Doch mit den explodierenden Corona-Infektionszahlen steigt bei den Unternehmen auch die Angst vor einem erneuten Lockdown. Händler aus dem Mangfalltal versuchen daher mit der Kampagne „Regional schenken“ vorzubauen.

Update 22. Oktober, 13.24 Uhr

Höslwanger Klaus Unterseer erhält Zertifizierung für die FFP2-Masken-Herstellung

Höslwang - Damit ausreichend Masken zur Verfügung stehen, hat Klaus Unterseer aus Höslwang eine Produktionsmaschine für FFP2-Masken gekauft und jetzt die Zertifizierung für die Masken erhalten. „Wenn ich gewusst hätte, wie schwierig sich der Zertifizierungsvorgang gestalten würde, hätte mich das anfangs einiges mehr an Überwindung gekostet“, erinnert er sich.

Update 22. Oktober 2020, 12.44 Uhr:

Fast ganz Österreich Risikogebiet

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und große Teile Italiens mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die Kanarischen Inseln werden dagegen von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag mitteilte.

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Update 22. Oktober 2020, 11.36 Uhr:

7-Tage-Inzidenz in Traunstein über 50

Michael Reithmeier, Sprecher des Landratsamts Traunstein, sagt gegenüber den OVB Heimatzeitungen: „Dadurch dass wir heute erstmals den Schwellenwert von 50 überschreiten, greifen entsprechend die Maßnahmen für die rote Stufe des bayerischen Stufenplans ab morgen 0 Uhr.“

Laut Landratsamt handelt es sich um ein diffuses Infektionsgeschehen, das angesichts der Entwicklung in ganz Oberbayern und den Nachbar-Landkreisen nicht überraschend ist. Reithmeir betonte, dass es keine örtlichen Hotspots gebe oder Superspreader-Events anzunehmen seien.

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Geänderte Besuchsregeln an den RoMed Kliniken ab 24. Oktober

Ab Samstag kann nur noch eine Besuchsperson pro Patient festgelegt werden. Die Besuchsdauer pro Tag beträgt eine ½ Stunde. Die übrigen bisher geltenden Regeln bestehen fort:

  • Besucher, bei denen Krankheitssymptome wie z.B. Fieber und Atemwegserkrankungen bestehen, dürfen die Klinik nicht betreten.
  • Ebenso ist Besuchern, die in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einer mit SARSCoV-2 infizierten Person hatten oder die unter Quarantäne stehen, der Zutritt nicht gestattet
  • Besucher können die Klinik nur über den Haupteingang betreten.
  • Für die Dauer des stationären Aufenthaltes wird eine Besuchsperson pro Patient festgelegt. Vor dem Zutritt erfolgt über einen Fragebogen eine namentliche Registrierung. Die Bezugsperson erhält von der Station Besuchsscheine.
  • Die Besuchsdauer pro Tag beträgt eine 1/2 Stunde.
  • In den Patientenzimmern dürfen sich zeitgleich insgesamt höchstens zwei Besucher aufhalten.
  • Der Abstand von mindestens 1,5 m ist unbedingt einzuhalten.
  •  Es ist eine durchgehende Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  • Händedesinfektion beim Betreten und Verlassen der Klinik vornehmen.
  • Unbedingt die Husten-/Nies-Etikette (Armbeuge) einhalten.

In klinischen Risikobereichen wie z. B. Onkologie können die Regelungen abweichen, ebenso in den Fachbereichen Geburtshilfe, Kindermedizin und bei Palliativpatienten. Die entsprechenden Anweisungen des Klinikpersonals bitten wir zu beachten.

Die RoMed Kliniken danken für die Mithilfe und bitten für die Maßnahmen – die immer wieder der aktuellen Situation angepasst werden - um Verständnis.

Update, 22. Oktober 2020, 10.39 Uhr:

Wieler: Coronavirus könnte sich regional unkontrolliert ausbreiten

Berlin/Bad Reichenhall (dpa/ki) – Mit Blick auf stetig steigende Fallzahlen informierte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (10 Uhr) zur Entwicklung der Pandemie in Deutschland. RKI-Präsident Lothar Wieler betonte den Ernst der aktuellen Lage: Einige Städte und Kreise sind nach RKI-Angaben derzeit damit überfordert, den vorgeschriebenen Infektionsschutz in der Pandemie vollständig zu leisten. Die Engpässe umfassten etwa die Ermittlung von Fällen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen. Es sei inzwischen möglich, dass sich das Coronavirus regional unkontrolliert ausbreiten könne.

Um die Infektionsketten noch nachverfolgen zu können, wurde das Personal im Gesundheitsamt Berchtesgadener Land beispielsweise mit Bundeswehrsoldaten aufgestockt. Im Landkreis geht die Zahl der Neu-Infizierten pro 100.000 Einwohner binnen 7 Tagen aktuell auf die 300er-Marke zu. Der bundesweit höchste Wert derzeit.

RKI-Präsident Wieler appelliert, unbedingt die Corona-Regeln einzuhalten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Seien es Abstandhalten, Hygienemaßnahmen und wo nötig das Tragen von Mund-Nase-Masken. Eine Maskenpflicht gilt neuerdings für weite Teile der Innenstadt von Rosenheim.

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