Liveblog zur Lage in der Region und in Bayern

Corona: Bayern und Baden-Württemberg wollen gemeinsam vorgehen – Söder und Kretschmann live

Coronakrise- Ulm Treffen Kretschmann und Sˆder
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Hier geht's lang: Markus Söder (rechts) und Winfried Kretschmann wollen einen gemeinsamen Kurs durch die Coronakrise festlegen.
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Hier gibt es alle Infos zur aktuellen Lage in der Region – und wie die ersten Schritte zurück in den Alltag nach der Coronakrise aussehen. In allen Fällen ist Geduld gefragt - währenddessen suchen dutzende Forschergruppen weltweit nach einem Impfstoff gegen Sars-CoV-2. 

+++ Hier finden Sie Informationen, wie sich die Coronafallzahlen in den Kreisen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein sowie in Bayern und Deutschland entwickeln.

+++ Alle bisherigen Informationen zum Coronavirus in der Region, in Bayern und in Deutschland zwischen dem 16. und 4. April finden Sie in unserem Tickerarchiv. +++ Weitere Informationen zum Thema Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie auf unserer Themenseite. +++ Sie haben eineFrage zum Coronavirus? Hier finden Sie unsere Leserfragen-Aktion. +++

Das Wichtigste im Überblick

Update 23. April, 13.15 Uhr

Landtagsabgeordneter Stöttner über Sorgen um Tourismus-Branche

Die Corona-Pandemie hat auch den Arbeitsalltag des Rosenheimer Landtagsabgeordneten Klaus Stöttner verändert. Im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen berichtet er von Arbeit am Telefon und zeigt sich

besorgt um die heimische Tourismus-Branche.

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Update 23. April, 12.52 Uhr

Bayern und Baden-Württemberg gemeinsam in der Coronakrise

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder und Winfried Kretschmann, wollen in der Coronakrise einen gemeinsamen Kurs finden. Ab 13 Uhr geben die beiden ein gemeinsames Statement ab. Wir sind live dabei.

Update 23. April, 12.00 Uhr

Pensionierte Lehrer sollen an Schulen aushelfen - mitten in Corona-Pandemie

In einem Brief an bayerische Lehrer im Ruhestand wirbt Kultusminister Michael Piazolo dafür dass diese an Schulen aushelfen. Eine ehemalige Lehrerin aus Neubeuern ist über diese Idee des Ministers empört.

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Udate 23. April, 10.02 Uhr

Corona-Angst in Rosenheimer Asylunterkunft

17 von 50 Bewohnern einer Asylunterkunft in der Karlsbader Straße in Rosenheim haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Nun herrscht dort Angst vor weiteren Fällen. Denn Schutzmaßnahmen sind dort nicht einfach.

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Update 23. April, 9.20 Uhr

Regierungserklärung: Bundeskanzlerin sieht Corona-Krise erst am Anfang

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer Regierungserklärung im Bundetag eine Bilanz der bisherigen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie gezogen. "Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern an ihrem Anfang", so die Bundeskanzlerin. Es gebe erste Erfolge, was die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Es gelte allerdings, diese nicht zu gefährden. "Wir bewegen uns auf dünnem Eis. Wir sind nicht über den Berg." Außerdem kritisierte sie die Lockerungsschritte einiger Bundeländer als "zu forsch". Es bereite ihr Sorge, dass sich Deutschland zu schnell in Sicherheit wiegen könnte.

Die Regierungschefin zollte den Bundesbürgern Respekt dafür, die Ausgangsbeschränkungen mitgetragen zu haben: "Ich verstehe dass dieses Leben unter Corona-Bedingungen vielen sehr lang erscheint." Insbesondere danke sie Menschen in medizinischen Berufen für den "Fleiß und Tatkraft". Das deutsche Gesundheitssystem sei während der Corona-Krise zuverlässig geblieben.

Die Einschränkung der Freiheitsrechte der Bürger in der Corona-Krise sei eine Entscheidung gewesen, die ihr so schwer gefallen sei, wie kaum eine Entscheidung.

Merkel kündigte an, Deutschland werde gemeinsam mit Staaten der Europäischen Union dafür sorgen, dass in Zukunft die Produktion von Schutzausrüstung, etwa Masken und Anzüge, in weniger starkem Ausmaß in Drittstaaten liege. Man woll diese Güter wieder vermehrt in Deutschland und Europa herstellen. Für die Wirtschaft insgesamt lasse sich noch nicht absehen, wie stark die Folgen der Corona-Pandemie seien.

Für die weitere Eindämmung des Corona-Virus sieht Angela Merkel die Gesundheitsämter in einer entscheidenden Position. Deren Aufgabe sei es nun, Kontaktpersonen von Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, auszumachen. Ein Ende der Pandemie sei nur durch einen zuverlässigenImpfstoff zu erreichen. Die Bundesregierung stelle Geld für entsprechende Forschung zur Verfügung.

Merkel verband ihre Regierungserklärung auch mit einem klaren Bekanntnis zur EU. "Im Geiste der Solidarität" sei es möglich, dass die Bundesrepublik höhere Zahlungen an die EU leiste.

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Update 23. April, 8.46 Uhr

Mehr Kurzarbeitergeld, Mehrwertsteuer für Gastronomie runter

Berlin (dpa) - Die

Spitzen von Union und SPD

wollen das Kurzarbeitergeld für von der Corona-Krise betroffene Arbeitnehmer anheben. Zudem soll der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie vorübergehend von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Darauf einigten sich die Spitzen beider Parteien bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend in Berlin.

Zur Zeit liegt das Kurzarbeitergeld bei kinderlosen Beschäftigten bei 60 Prozent und bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent. Nun soll das Kurzarbeitergeld für diejenigen, die derzeit mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des Netto-Entgelts erhöht werden, längstens bis 31. Dezember 2020. Auch die Hinzuverdienstmöglichkeiten wurden ausgeweitet.

Die Mehrwertsteuer für Speisen in Gaststätten wird ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt.

Zur besseren technischen Ausstattung von Schülern in der Corona-Krise will der Bund 500 Millionen Euro für den Unterricht am heimischen Computer zur Verfügung stellen. Bedürftige Schüler sollen dadurch einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung von entsprechenden Geräten erhalten.

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Update 22. April, 18.27 Uhr

Nach Todesfällen: Pflegeheime im Blickpunkt

Nachdem es in einem Aschauer Pflegeheimen im Zuge eines Coronavirus-Ausbruchs zu mehreren Todesfällen gekommen war, nimmt das Landratsamt Rosenheim nun alle Pflege-Einrichtungen in seinem Zuständigkeitsbereich unter die Lupe.

Heimbetreiber berichten derweil von ihrem Kampf mit der Corona-Pandemie. Auch wenn der Landkreis nach Kräften unterstütze, sei Schutzausrüstung auf dem freien Markt so gut wie nicht zu bekommen. Mittlerweile sei die Versorgung durch den Katastrophenschutz des Kreises gewährleistet.

Für das Personal ist die Situation in den Heimen und die ständig drohende Corona-Gefahr sehr belastend.

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Update 22. April, 16.16 Uhr

Haus Linde in Bad Endorf unter Corona-Quarantäne

Die Bewohner im Haus Linde in Bad Endorf sind heute vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Das meldet das Landratsamt Rosenheim.

Ein Bewohner sei positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Da enge Kontakte nicht nachzuvollziehen seien, müsse die Quarantäne auf alle Bewohner der Einrichtung ausgedehnt werden. Im Haus Linde leben mehr als 60 Menschen.

Das Gelände um das Haus Linde werde eingezäunt, meldet das Landratsamt. Die Freiflächen stehen den Bewohnern weiterhin zur Verfügung.

Das Haus Linde ist eine beschützende Einrichtung. Dort leben erwachsene Menschen mit schweren psychischen und neurologischen Erkrankungen. Die Umzäunung soll den Bewohnern verdeutlichen, was Quarantäne bedeutet. Ein Sicherheitsdienst ist nach Angaben der Behörden nicht notwendig.

Die Maßnahme sei im Einvernehmen mit der Heimleitung erfolgt. Alle Bewohner werden nun auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet.

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Update 22. April, 15.49 Uhr

Rückgang der Corona-Fallzahlen in Bayern

In Bayern gibt es aktuell so wenige Neu-Infektionen mit dem Coronavirus, wie seit dem 16. März nicht mehr. Für den gestrigen Tag meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 285 neu entdeckte Infektionen mit dem SarsCov2-Erreger. Weniger waren es zuletzt vor über einem Monat am 16. März mit 263 entdeckten Infektionen. Zur Hochphase lag die Zahl der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus in Bayern regelmäßig über 1000. Am 3. April hatte das RKI gar mehr als 2000 neue Ansteckungen an einem Tag registriert.

Die Gesamtzahl der entdeckten Coronavirus-Infektionen liegt in Bayern (Stand 21. April) bei 38.814. Davon gelten rund 24.400 Menschen als genesen. 1424 Todesfälle sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Freistaat dokumentiert. Während die Zahl der Neu-Infektionen aktuell bei 285 liegt, sind am gleichen Tag 1300 Menschen gemeldet, die als geheilt gelten.

Experten warnen allerdings immer wieder, dass die Zahlen nur wenig darüber aussagen, wie weit das Coronavirus insgesamt in der Bevölkerung verbreitet ist. Denn viele Infektionen verlaufen nur mit leichten oder mit gar keinen Symptomen. Diese werden dann oft gar nicht erst entdeckt und von den Behörden registriert.

Alle Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf, Chiemgau, Bayern und in Deutschland finden Sie in unserer täglich aktualisierten Statistik.

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Update 22. April, 15.30 Uhr

Maskenpflicht bald auch in Fernzügen und Flugzeugen?

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hat sich dafür ausgesprochen, dass Fahrgäste auch im Fernverkehr der Deutschen Bahn eine Alltagsmaske tragen. Dies gelte auch für Flüge, sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Scheuer sagte, er persönlich sei für eine Maskenpflicht. Er machte zugleich deutlich, darüber werde noch beraten.

Fast alle Bundesländer haben inzwischen im Kampf gegen das Coronavirus eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sowie beim Einkaufen angekündigt.

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Update 22. April, 13.49 Uhr

Oktoberfest-Absage trifft Bands aus der Region

Um in den riesigen Bierzelten auf dem Oktoberfest in München permanent für Unterhaltung zu sorgen, braucht es Musiker. Viele Musiker. Zahlreiche Bands, die das größte Volksfest der Welt bespielen, kommen aus Rosenheim, Mühldorf und Umgebung. Sie trifft die Absage des Oktoberfestes besonders hart. Denn nicht wenige von ihnen wären sonst jeden Tag für einen Auftritt gebucht.

Eine der traditionsreichsten Oktoberfest-Bands sind "Die Kirchdorfer" aus der Gegend um Bruckmühl und Bad Aibling. Sie hätten heuer eigentlich das eigene 150. Jubiläum auf dem Oktoberfest gefeiert. Im großen Jubiläumsjahr fallen für die Band nun nicht nur 16 Auftritte auf dem Oktoberfest weg.

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Update 22. April, 12.30 Uhr

Klinische Studie zu Corona-Impfstoff in Deutschland zugelassen

Berlin (dpa) – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhält demnach die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen, wie das PEI am Mittwoch mitteilte. Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben.

"Die Erprobung von Impfstoffkandidaten am Menschen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu sicheren und wirksamen Impfstoffen gegen Covid-19 für die Bevölkerung in Deutschland und darüber hinaus", teilte das PEI mit. Die Genehmigung sei das Ergebnis einer sorgfältigen Bewertung des potenziellen Nutzen-Risiko-Profils des Impfstoffkandidaten. Biontech kooperiert bei der Entwicklung des Impfstoffs mit dem Pharmaunternehmen Pfizer.

In der klinischen Studie der Phase I/II soll unter anderem grundlegend die Verträglichkeit und Sicherheit des Impfstoff-Kandidaten geprüft werden. Der von Biontech entwickelte Wirkstoff gehört in die Gruppe der genbasierten Impfstoffe. Diese enthalten genetische Informationen des Erregers. Im Körper werden daraus Proteine hergestellt, gegen die das Immunsystem Abwehrstoffe bildet. Biontech arbeitet bisher vorrangig an der Entwicklung von Immuntherapien gegen Krebs.

Seit Ausbruch der Covid-19-Epidemie sind nach Angaben des Verbands forschender Arzneimittelhersteller mindestens 80 Impfstoffprojekte angelaufen, vier Wirkstoffe werden demnach bereits in klinischen Studien in China und den USA getestet.

In Deutschland werden nach Angaben von PEI-Präsident Klaus Cichutek in diesem Jahr voraussichtlich insgesamt vier klinische Studien mit einem Impfstoffkandidaten starten. Dass bereits in diesem Jahr ein erster zugelassener Impfstoff für die allgemeine Bevölkerung bereit steht, hält Cichutek für unwahrscheinlich.

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Update 22. April, 11.59 Uhr

150 Verstöße in Rosenheim gegen Ausgangsbeschränkungen

Dass die geltenden Ausgangsbeschränkungen keine gut gemeinten Empfehlungen sind, sondern geltendes Recht, ist so manchem vielleicht immer noch nicht bewusst. Verstöße werden auch geahndet. Eine Anfrage des OVB bei der Stadt Rosenheim ergab, dass derzeit rund 150 Ordnungswidrigkeitsanzeigen zu Verstößen gegen die Coronavirus-Regeln vorliegen.

Die Verstöße, so der stellvertretende Pressesprcher Christian Schwalm, beziehen sich fast alle auf die Ausgangsbeschränkungen. So hätten die Ordungsbehörden beispielsweise viele Anzeigen geschrieben wegen unerlaubter Treffen von Menschen. Auch gebe es einige Gastonomiebetriebe, die nicht nur Essen zum Mitnehmen verkaufen, sondern auch Gäste vor Ort bewirtet haben. "Die Bußgelder bewegen sich zwischen 150 und 1000 Euro", informiert Christian Schwalm.

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Update 22. April, 11.24 Uhr

Ab Montag Schritt für Schritt wieder Schule in Bayern - im Schongang

Wie soll Schule in Zeiten von Corona funktionieren? Dazu informiert Bayerns Bildungsminister Michael Piazolo.

Wie es mit dem Schulunterricht in Bayern weitergeht, verkündete Bayerns Bildungsminister Michael Piazolo am Vormittag. Ab dem 27. April gehen die Abschlussklassen der verschiedenen Schularten wieder in den Unterricht. Weitere Klassenstufen sollen danach Schritt für Schritt folgen.

Schulunterricht soll nur unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus stattfinden. Besondere Regeln gelten für Schüler und Lehrer, die zu Risikogruppen zählen. Auch der Weg zur Schule und die Abläufe in den Schulhäusern müssen neu organisiert werden. Wie, das lesen Sie in unserer Zusammenfassung der Beschlüsse des Kultusministeriums.

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Update 22. April, 8.54 Uhr

Wie geht es in Bayern mit der Schule weiter? Minister live

Nach und nach sollen in Bayern die Schulen wieder öffnen, der Unterricht weitergehen. Schule mit Corona - wie soll das gehen? Dazu will sich Bayerns Bildungsminister Michael Piazolo äußern. Seine Ausführungen gibt es ab 10.30 Uhr live hier im Ticker.

Der Livestream von der Pressekonferenz ist um 10.43 Uhr unterbrochen worden. Offenbar gibt es technische Probleme. Hier gibt es in Kürze die wichtigsten Ergebnisse.

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Update 21. April, 20.40 Uhr

Wirtschaftliche Folgen des Corona-Shutdowns

In der Region werden immer mehr Stimmen laut, die vor massiven wirtschaftlichen Folgen des Corona-Shutdowns warnen. So befürchten beispielsweise Händler in der Rosenheimer Innenstadt, dass das Sommergeschäft komplett den Bach runter gehen könnte. Und sollte nach der Absage des Münchener Oktoberfestes auch die Befürchtung wahr werden, dass der Herbstfest in Rosenheim abgesagt werden muss, befürchten Schausteller aus der Region einen wirtschaftlichen Totalschaden.

Auch vor dem bislang aufblühenden Tourismus im Landkreis Mühldorf macht die Corona-Pandemie nicht halt. Die Saison ist zum Erliegen gekommen, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat. Man werde einen "Teil der Tourismusstrukturen verlieren", warnt Andrea Streiter, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Inn-Salzach.

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Update 21. April, 17.30 Uhr

Asylbewerber-Unterkunft in Bad Aibling unter Quarantäne

Die Asylbewerber-Unterkunft in der Krankenhausstraße in Bad Aibling wird unter Quarantäne gestellt. Zwei Bewohner waren positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden.

Aktuell wird ein Bauzaun um die drei Containergebäude gezogen. Er war vom Landkreis-Bauhof angeliefert worden. Beim Aufstellen helfen acht Mann der Feuerwehr Bad Aibling.

Der Helferkreis sowie ein Team des Bereichs Asylunterkünfte im Landratsamt Rosenheim sind vor Ort. Die Versorgung der Bewohner ist sichergestellt. Für die Mitarbeiter der Security ist ein eigener Container aufgestellt worden.

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Update 21. April, 17.15 Uhr

23 neue Coronafälle im Landkreis Traunstein registriert

Im Zuständigkeitsbereich des StaatlichenGesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 959 bestätigte Corona-Fälle vor (23 mehr als am Vortag). Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Alle Personen werden medizinisch versorgt. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 58 Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sich elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und fünf in Trostberg).  Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 234 Personen (neun mehr als am Vortag).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung sechs Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um drei Frauen und drei Männer (zwischen 68 und 88 Jahren).

Bei allen sechs Personen war auch eine Covid-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunsteininsgesamt 37 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

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Update 21. April, 15.25 Uhr

50 Patienten in Stadt und Landkreis Rosenheim wegen Covid-19 auf Intensivstation

Das Gesundheitsamt Rosenheim hat die aktuellen Zahlen der Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bekanntgegeben. Am 20. April (Stand: 24 Uhr) sah die Entwicklung in Stadt und Landkreis Rosenheim folgendermaßen aus: Insgesamt waren2.232 Fälle von COVID-19 aufgetreten.

Mittlerweile wurde bei mindestens 627 Personen eine Genesung dokumentiert.

109 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt.

316 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

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Update 21. April, 14.45 Uhr

Österreich plant weitere Lockerungen zum 1. Mai

In Österreich hat Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht gestellt. Am 1. Mai sollen weitere Geschäfte, auch Friseure, öffnen.

Ausdrücklich wies Kurz darauf hin, dass dies ab dem 15. Mai auch für Restaurants und Kaffeehäuser gelte. Allerdings mit Auflagen, die das Tragen von einem Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln sowie eine Beschränkung bei der Anzahl der Gäste beinhalten würden. Details würden noch ausgearbeitet. Eine 23-Uhr-Sperrzeit sei jedoch schon sicher.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN sagte Sebastian Kurz zudem, dass Tourismus seiner  Ansicht nach möglich sei. Wenn Nachbarstaaten, wie beispielsweise Deutschland, die Corona-Pandemie in den Griff bekämen, könne er sich auch Reisen ohne Gesundheitsdokumente - ganz wie früher - vorstellen.

Update 21. April, 12.50 Uhr

Ab morgen Maskenpflicht in Stadt und Kreis Rosenheim

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rosenheim. Ab morgen, Mittwoch (22.04.) gilt in Stadt und Landkreis Rosenheim für alle Besuche von Geschäften sowie für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs eine Maskenpflicht. Die beiden Kommunalbehörden machen damit von einer Ermächtigung Gebrauch, die der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gestern Vormittag für sogenannte Corona-Hotspots angekündigt hat.

Infiziertenzahl unter den Top 10 in Deutschland

„Die Zahl der Infizierten steigt in Stadt und Landkreis Rosenheim immer noch an und liegt unter den Top 10 in Deutschland. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es gerechtfertigt und geboten, die Maskenpflicht vorzeitig in Kraft zu setzen“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl. 

Die allgemeine Maskenpflicht im Freistaat soll ab kommendem Montag, 27. April. gelten. „Ziel dieser Maßnahme ist es, Ansteckungsgefahren zu vermindern. Wer eine Maske trägt, schützt seine Mitmenschen vor möglichen Tröpfcheninfektionen“, betont Dr. Wolf-gang Hierl, der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes. Unter dem Begriff Mas-ken fallen dabei die üblichen Nase-Mund-Schutzmasken ebenso wie selbstherge-stellte Masken aus Stoff, die sog. Alltagsmasken. „Auch Schals und eng anliegende Halstücher schützen bereits. Wer nicht im Besitz einer klassischen oder einer genähten Maske ist, kann mit einem Schal dazu beitragen, die Infektionsgefahr zu vermindern und leistet damit einen Dienst an seinen Mitmenschen“, so Hierl.

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Update 21. April, 11.38

Krankschreibung per Telefon doch weiter möglich

Berlin - Im März wurde in der Corona-Krise die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung eingeführt. Die Regelung sollte zum Wochenbeginn auslaufen, doch es gab massive Kritik.

Nun ist die Entscheidung gefallen dass Arbeitnehmer mit Erkältungssymptomen vorerst weiterhin nicht persönlich in eine Arztpraxis gehen müssen, um sich krankschreiben zu lassen.

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Update 21. April, 11.25 Uhr

RKI verzeichnet Anstieg der Sterblichkeitsrate durch Coronavirus

Berlin - In einer Pressekonferenz hat das Robert-Koch-Institut (RKI) über die Entwicklung des Gesundheitszustandes der in Deutschland mit dem Coronavirus Infizierten informiert. Unter anderem verzeichnet das Institut derzeit einehöhere Sterblichkeitsrate unter den Erkrankten. Laut Lars Schaade, Stellvertretender Leiter des RKI, liegt sie derzeit bei 3,2 Prozent. Der Mediziner sprach auch über mögliche Ursachen des Anstiegs.

Eine mögliche Überlastung von Krankenhäusern durch viele Corona-Patienten sieht das RKI derzeit nicht. Derzeit benötigten 17 Prozent der Corona-Infizierten medizinische Betreuung.

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Update 21. April, 10.51 Uhr

Luftverschmutzung beeinflusst Schwere-Grad der Erkrankung durch Coronavirus

Halle - Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen hohen Stickstoffdioxidwerten in der Luft und hohen Todeszahlen durch das Coronavirus. Eine am Montag veröffentlichte Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg lieferte dafür nun erstmals konkrete Zahlen.

Regionen mit einer dauerhaft hohen Schadstoffbelastung haben danach deutlich mehr Covid-19-Todesfälle als andere Regionen, was auf einen möglichen Zusammenhang hindeutet.

Auf Karten der ESA (European Space Agency) lässt sich die Belastung der Luft in der Region ablesen.

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Update 21. April, 9.15 Uhr

Auswirkungen der Oktoberfestabsage auf andere Volksfeste in der Region?

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter rechnet durch die Absage des Oktoberfestes nicht mit Klagen wegen des wirtschaftlichen Schadens, der durch die Absage entstehe. Es obliege einzig und allein der Entscheidung der Stadt München, das Fest anzusetzen. Auch das zentrale Landwirtschaftsfest finde nicht statt, sagt Reiter.

Die Entscheidung, das Münchener Oktoberfest abzusagen, dürfte Signalwirkung für zahlreiche andere große Volksfeste in der Region haben, die im gleichen Zeitraum oder früher stattfinden. Seit geraumer Zeit stehen die Absagen des Herbstfestes in Rosenheim und des Volksfestes in Mühldorf im Raum.

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Update 21. April, 9.05 Uhr

Die Wiesn ist abgesagt

Markus Söder sagte: „Wir hätten normalerweise das größte Interesse, dass das Fest stattfindet.“ Aber Karneval und Starkbierfeste „waren leider Virendrehscheiben". Deshalb sei man "übereingekommen, dass das Risiko schlicht und einfach zu groß ist". Auch in abgespeckter Form soll kein Fest gefeiert werden. Söder dazu: „Die Wiesn ist g’scheit oder Garnet. Wir haben gemeinsam entschieden, dass das Oktoberfest nicht stattfindet dieses Jahr.“

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigte sich traurig. Er sprach von einer "bitteren Pille", die die Stadt München auch wirtschaftlich hart treffe. 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro an Umsatz bringe das Oktoberfest jedes Jahr in die Stadt. Doch es sei die vernünftigste Entscheidung, das Oktoberfest abzusagen.

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Update 21. April, 8.34 Uhr

Wird das Oktoberfest abgesagt? Entscheidung ab 9 Uhr live

Sechs Millionen Menschen aus aller Welt kommen jedes Jahr zum Oktoberfest nach München. Kann das größte Volksfest der Welt im Jahnr der Corona-Pandemie stattfinden? Die Entscheidung darüber verkünden Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter heute um 9 Uhr. Es wird mit einer Absage gerechnet.

Verfolgen Sie die Entscheidung hier live.

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Update 20. April, 17.59 Uhr

Oktoberfest kurz vor der Absage

Das Oktoberfest in München steht offenbar kurz vor der Absage. Wie Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeistermeister Dieter Reiter in den vergangenen Tagen schon mehrfach angedeutet haben, könnte die diesjährige Auflage des größten Volksfestes der Welt möglicherweise nicht stattfinden.

Die Entscheidung fällt offenbar am morgigen Dienstag. Söder und Reiter wollen am 21. April um 9 Uhr in einer Pressekonferenz über ihre Beratungen informieren. Es ist mit einer Entscheidung zu rechnen. Wie diese ausfällt, erfahren Sie natürlich hier im Ticker - live.

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Update 20. April, 17.15 Uhr

Lehrergewerkschaft übt heftige Kritik am Kultusministerium

Dieser Tage verschickt das bayerische Kultusministerium ein Schreiben an pensionierte Lehrkräfte und bittet diese darin, nach den Sommerferien wieder in den Schuldienst einzusteigen. Um den Lehrermangel an Bayerns Grund-, Mittel- und Förderschulen zu beheben, wie es in dem Brief heißt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) greift die Staatsregierung dafür nun massiv an. "Wo bleibt die Fürsorgepflicht des Kultusministeriums?", heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Die pensionierten Lehrer gehörten aufgrund ihres Alters allesamt zur Corona-Risikogruppe. Die GEW fordert die Staatsregierung daher auf, auf den Einsatz pensionierter Lehrer zu verzichten.

„Jetzt rächt sich noch mehr, dass besonders unter den Vorgängern von Kultusminister Piazolo, allesamt CSU-Minister, der sich anbahnende Lehrkräftemangel an diesen Schularten ignoriert wurde,“ so der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn. Als Sofortmaßnahme fordert die Gewerkschaft alle Lehrkräfte einzustellen, die die Lehramtsprüfung bestanden haben. "Unabhängig vom Notendurchschnitt", wie es in der Pressemitteilung heißt.

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Update 20. April, 16.53 Uhr

Zwölf neue Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile 936 bestätigte Corona-Fälle vor, zwölf mehr als am Vortag.

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werdenderzeit insgesamt 67 Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sichzehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und vier in Trostberg).

Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 225 Personen (acht mehr als gestern).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Lage-Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von 82 Jahren. Bei ihr war auch eine Covid-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung.

Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 31 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor. Laut Landratsamt sind 477 Frauen und 459 Männer mit Corona-Infektion bestätigt.

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Update 20. April, 16.04 Uhr

Kommt die Maskenpflicht in der Region schon früher?

Ab dem 27. April gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Bayern die Pflicht, eine Atemmaske zu tragen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Morgen in einer Regierungserklärung an. Und explizit sagte er, dass besonders betroffene Regionen die Maskenpflicht schon früher verhängen dürfen.

Eine dieser Regionen sind auch Stadt und Landkreis Rosenheim. Ob die Maskenpflicht hier schon vor dem 27. April eingeführt, wollen die Verantwortlichen am Dienstag beraten.

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Update 20. April, 15.32 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel live zur Corona-Lage

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Update 20. April, 15.10 Uhr

Zu wenig Schutz gegen Corona-Infektion? Vorwürfe gegen Aschauer Pflegeheim

In einem anonymen Brief haben Mitarbeiter des Aschauer Seniorenheims Priental massive Vorwürfe gegen die Heimleitung beim Umgang mit dem Coronavirus erhoben. Das Landratsamt bestätigt zwar eine hohe Zahl an Todesfällen, sieht jedoch keine Notwendigkeit, die Einrichtung zu schließen.

In dem Schreiben kritisieren die Unterzeichner unter anderem dass es durch den mangelnden Schutz zwei Dutzend Tote zu beklagen gebe. Sie beklagen außerdem zu wenig Schutzkleidung, positiv getestete Mitarbeiter – die dennoch arbeiten, gesunde und kranke Bewohner, die nicht auseinander gehalten wurden. 

Der Leiter der Einrichtung sagt im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen unter anderem: „Wer positiv getestet ist, geht sofort heim. Und wer negativ getest ist und Angst hat, Angehörige anzustecken, darf zuhause bleiben.“

Die Gemeinde Aschau, die Trägerin der Einrichtung ist, nimmt die Heimleitung gegen die Vorwürfe in Schutz.

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Update 20. April, 14.50 Uhr

52 neue Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim

Das Landratsamt Rosenheim hat in einer Pressemitteilung die aktuellen Zahlen zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) veröffentlicht. Die Daten beruhen auf dem Stand von Sonntag, 19. April (24 Uhr).

Dem Gesundheitsamt wurden 52 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2.212 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 584 Personen eine Genesung dokumentiert.

104 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt.

317 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 51 Patienten auf einer Intensivstation.

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Update 20. April, 14.18 Uhr

Söder kündigt 500-Millionen-Euro für Rehakliniken, Sportvereine und Eltern an

München (dpa) - Ministerpräsident Markus Söder hat am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag angekündigt, erneuteinen "Topf" über 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Das Geld solle jenen helfen, die von den bereits zur Verfügung gestellten Soforthilfen nicht profitierten.

Konkret helfen solle das Geld etwa Rehakliniken, die zur Bewältigung der Krise einen Teil ihrer Betten zur medizinischen Versorgung von Patienten zu Verfügung gestellt hätten. Von der Bundesregierung gebe es zwar schon einen Ausgleich, trotzdem wolle die Staatsregierung "50 Euro pro Bett und Tag drauflegen", sagte Söder.

Sollten außerdem die Mutter-Kind-Einrichtungen vom Bund nicht ausgeglichen werden, werde der Freistaat in ähnlicher Weise einspringen, sagte er. Auch für Privatkliniken, Jugendherbergen, Schullandheime, Sozialeinrichtungen, Familienberatungen und Studentenwerke soll es Hilfen geben. Gleiches gelte für Sportvereine und Sportstätten - die Sport-Pauschale zur Abdeckung von Einnahmeausfällen werde verdoppelt.

Aus dem Fördertopf soll laut Söder auch das Geld stammen, mit dem die Staatsregierung Kita-Gebühren und Hilfen für Künstler erstatten will. Für zunächst drei Monate sollen Eltern von den Zahlungen entlastet werden, solange diese durch die Corona-Krise geschlossen bleiben. Derzeit ist nicht absehbar, wann Kindergärten und Kindertagesstätten wieder öffnen können. Bisher müssen viele Eltern aber dennoch weiterhin die Gebühren für die Einrichtungen zahlen.

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Update 20. April, 12.45 Uhr

Corona-Infizierte: Wo im Landkreis Mühldorf die Hotspots liegen

Das Landratsamt Mühldorf hat nun bekanntgegeben, wieviele Menschen in den Kommunen mit dem Coronavirus infiziert sind. Mit Ausnahme einer einzigen Gemeinde, nämlich Jettenbach, hätten sich in allen Städten und Gemeinden Menschen angesteckt.

Setzt man die Zahl der Infizierten ins Verhältnis mit der Einwohnerzahl der Kommunen, ist die Gemeinde Taufkirchen an erster Stelle. Dort sind 14 Menschen pro 1.000 Einwohner betroffen. Es folgt das zu Taufkirchen benachbarte Kraiburg mit 12 Fällen pro 1.000 Einwohnern.  An dritter Stelle liegen Kirchdorf und Rechtmehring mit jeweils 9 Fällen pro 1.000 Einwohnern.

Laut Landratsamt Mühldorf gibt es die meisten Infizierten  (in absoluten Zahlen) in der Kreisstadt (65 Infizierte) und in Waldkraiburg (51 Fälle).

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Update 20. April, 10.35 Uhr

Bayern bekommt eine Maskenpflicht

Ab kommender Woche müssen die Menschen in Bayern in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr Masken tragen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder soeben in seiner Regierungserklärung vor dem Bayerischen Landtag angekündigt. "Wenn Erleichterungen, dann konsequent mit Schutz", sagte Söder. Diese Woche gibt es ein Maskengebot. „Ab nächster Woche, mit dem Zeitpunkt der Eröffnung der Geschäfte, brauchen wir eine erhöhte Schutzwirkung", so der Ministerpräsident. "Ab nächster Woche eine Maskenpflicht für alle Geschäfte und den ganzen ÖPNV."

Insgesamt sieht er Bayern auf dem richtigen Kurs. Täglich würden im Freistaat momentan 12.000 Coronavirus-Tests durchgeführt. Zielmarke seien 25.000 pro Tag. Seit Beginn der Krise seien 340.000 Tests durchgeführt worden. Die Zahl der Intensivbetten in Bayern sei um 17 Prozent erhöht worden. Eine absolute Zahl nannte Söder an dieser Stelle nicht.

„Die Tendenz ist verhalten positiv. Und es gibt Anlass zur Hoffnung", sagte Söder vor dem Landtag. Er appellierte, jetzt nicht nachzulassen. „Corona bleibt. Leider. Aber es bleibt.“ So lange es keinen Impfstoff und kein Medikament gebe, sei das einzige „Vorsicht, Distanz und Geduld".

Der Ministerpräsident kündigte an, die Maßnahmen weiterhin Schritt für Schritt zu lockern, wenn die Lage es zulasse. Aber Erleichterungen in den Maßnahmen gegen das Coronavirus werde es immer nur in Begleitung mit Schutzmaßnahmen geben. Dabei betonte er, dass er wenig Chancen sehe, in absehbarer Zeit wieder Großveranstaltungen durchzuführen.

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Update 20. April, 10.02 Uhr

Ministerpräsident Söder hält Regierungserklärung zur Coronakrise

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Update 19. April, 17.30 Uhr: 

Situation der Pflegeheime in Corona-Zeiten

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Im Landkreis Rosenheim gibt es aktuell über 60 Alten- und Pflegeeinrichtungen. Grundsätzlich ist es Aufgabe der Heimbetreiber, den Betrieb sowie die medizinische und pflegerische Versorgung der Bewohner sicherzustellen. Doch auch für die Alten- und Pflegeheime in der Region ist die Corona-Pandemie eine besondere Zeit und mit besonderen Herausforderungen verbunden.

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Mangel an Pflegekräften

In den Einrichtungen gibt es vor allem einen großen Bedarf an Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel. Darum werden neben Krankenhäusern vor allem auch die Alten- und Pflegeheime vorrangig mit Schutzausrüstung, Masken und Desinfektionsmittel beliefert. Bei vier der über 60 Einrichtungen gab es dringenden Bedarf an zusätzlichen Pflegekräften, um das vorhandene Personal zu entlasten. Drei der Einrichtungen im Landkreis Rosenheim wurden bereits personell unterstützt. Eine weitere Einrichtung bekommt im Laufe der Woche zusätzliche Pflegekräfte zur Entlastung. Das zusätzliche Personal stammt aus eigener Organisation der Heime, aus dem Pflegepool sowie vom Bayerischen Roten Kreuz.

Vereinzelt wurden auch Bewohnern verlegt, was für eine weitere Entlastung gesorgt hat. Solange die Versorgung der Bewohner sowohl in pflegerischer als auch in medizinischer Hinsicht gewährleistet werden kann, wird versucht, sie in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen. Zusätzlich gibt es in jedem Alten- und Pflegeheim einen Pandemiebeauftragten. Parallel wurde allen Einrichtungen bereits eine Schulung zum richtigen Umgang mit Schutzausrüstung und zur Optimierung des Ablaufs im Hygieneprozess angeboten, die von den meisten Einrichtungen genutzt wurde.

Mit allen Alten- und Pflegeeinrichtungen stehen das Gesundheitsamt Rosenheim, die Heimaufsicht sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim im engen Austausch. Bei etwa der Hälfte dieser Einrichtungen gab es bereits Termine vor Ort, um sich ein direktes Bild zu machen und um zu besprechen, was die Heime benötigen und wie sie noch besser unterstützt werden können. Die verbleibenden Heime im Landkreis Rosenheim werden noch in dieser Woche besichtigt.

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Update 19. April, 13.30 Uhr: 

In Mühldorf 13 Patienten auf Intensivstation

Mühldorf – Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gab es am Wochenende elf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand 19. April, 16 Uhr). Dabei handelt es sich um vier Erwachsene über 60 Jahre und sieben Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Ein 98-jähriger, der mit dem Corona-Virus infiziert war, ist verstorben.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 440 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 237 Personen bereits wieder genesen, 19 davon werden stationär behandelt.

Die Klinik Mühldorf, das als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, hat zum Stichdatum 46 stationäre Corona-Verdachtsfälle und 47 stationäre Corona-Positivfälle, 13 Corona-Patienten müssten intensiv betreut werden. je

30 COVID-19-Tote im Landkreis Traunstein 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 924 bestätigte Corona-Fälle vor (16 mehr als am Vortag). Die Behörde ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 68 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und fünf in Trostberg). Insgesamt werden 217 Geheilte gemeldet. Die Zahl der coronabedingten Todesfälle im Landkreis Traunstein ist laut Gesundheitsamt mittlerweile auf 30 angestiegen.

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Update 19. April, 13.30 Uhr:

2.160 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim

Am 18.4. wurden dem Gesundheitsamt 37 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2160 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 575 Personen eine Genesung dokumentiert. 104 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. 

Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 


295 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation.

Kurve im Kreis Rosenheim flacht ab

Nach Auftragung der Fallzahlen im Diagramm flacht die Kurve im Verlauf weiter ab. „Dies ist zusammen mit der steigenden Verdoppelungszeit ein deutliches Zeichen, dass die Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigen.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. Nach Abzug der Zahl der Genesenen hat sich die Zahl der aktuell noch Infizierten seit mehreren Tagen kaum verändert.

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Update 19. April, 12.30 Uhr:

Neue Corona-Regel in Bayern VI: Erste Geschäfte wieder offen

Von diesem Montag an ist es wieder so weit: Bund und Länder haben beschlossen, dass kleinere Geschäfte nach der coronabedingten Schließung wieder öffnen dürfen. In Bayern dürfen ab dem 20. April Gärtnereien, Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen, die kleineren Läden sowie alle Auto-, Fahrrad- und Buchhändler folgen eine Woche später. Andere Länder wie Nordrhein-Westfalen sind deutlich forscher: Die Landesregierung will bereits im ersten Schritt zusätzlich Möbelhäuser und Babyfachmärkte öffnen lassen. 

Neue Corona-Regel in Bayern III:  Spazieren und Co. mit einer "haushaltsfremden Person"

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Die Kontaktverbote während der Corona-Pandemie werden ab Montag, 20. April, in Bayern etwas gelockert. Sport und Bewegung an der frischen Luft sind damit auch in Stadt und Landkreis Rosenheim künftig mit einer haushaltsfremden Person erlaubt. Was bedeutet das genau?

Neue Corona-Regel in Bayern II: Keine Klausuren mehr vorm Abi 

München (dpa/lby) - Angehende Abiturienten in Bayern müssen vor dem Start der Abiturprüfungen keine Klausuren mehr schreiben. Das gilt für die Gymnasien und die Fach- und Berufsoberschulen. Die Schüler könnten sich damit voll auf ihr Abitur konzentrieren, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Ab dem 27. April wird damit nur noch gezielte Prüfungsvorbereitung in den Prüfungsfächern angeboten - und das wegen der coronabedingten Auflagen in kleineren Gruppen.

Die Abiturprüfungen an den Gymnasien in Bayern beginnen am 20. Mai. An den Fach- und Berufsoberschulen starten sie ab dem 18. Juni.

Neue Corona-Regel in Bayern I: Krankschreibung wieder nur bei Arztbesuch

Ab dem morgigen Montag, 20. April müssen auch potentiell mit dem Coronavirus infizierte Personen wieder die Praxen der niedergelassenen Ärzte persönlich aufsuchen, um eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung zu erhalten. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Gemeinsame Bundesausschuss am vergangenen Freitag gegen die Stimmen der Ärzteseite getroffen.

Dazu erklärte der der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB): „Wenn am Montag reihenweise Patienten mit Grippe-Symptomen die Praxen aufsuchen, werden praktisch alle bisherigen Anstrengungen zur Eindämmung der Neuinfektionen zunichte gemacht. Diese Entscheidung muss dringend revidiert werden.“ 

Update 19. April, 9.30 Uhr:

Tiroler Soldaten kontrollieren deutsche Wanderer an der Grenze 

Auf der Facebookseite "Militärkommando Tirol" ist zu sehen, wie Tiroler Soldaten derzeit die Grenzraumüberwachung in der Coronakrise unterstützen. 

Da Erholungssuchende aus dem Raum Kiefersfelden gerne am Hechtsee bei Kufstein spazieren gehen und dort die "grüne Grenze" passieren, werden sie von den Soldaten dazu angehalten, nach Deutschland zurückzukehren.

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Update 18. April, 19.30 Uhr:

Mediziner mahnen: Schlaganfall-Symptome trotz Corona-Pandemie ernst nehmen 

Pressemeldung des Schlaganfallnetzwerkes im Rettungsdienstbereich Rosenheim 

Agatharied/Bad Aibling/Rosenheim/Wasserburg – Mit großer Sorge beobachten die Schlaganfallexperten der vier Kliniken und die Rettungsdienste, dass viele Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen den Kliniken aus Angst vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 fern bleiben und betonen: „Es ist wichtig, dass Patienten mit Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall unbedingt den Rettungsdienst unter 112 alarmieren, damit sie sofort behandelt werden können. Bei Herzinfarkten und Schlaganfällen zählt jede Minute. Eine zügige medizinische Versorgung kann schwere Folgen und bleibende Einschränkungen vermeiden.“ 

Infografik: Umfrage von Boston Scientific zum Thema Schlaganfall zeit Mangel an Aufklärung und Kommunikation 

Etwa 270.000 Menschen erleiden pro Jahr in Deutschland einen Schlaganfall. 

Typische Symptome eines Schlaganfalls

Typische Symptome eines Schlaganfalles sind plötzlich auftretende Lähmungen, Gesichtsasymmetrie (hängender Mundwinkel), Gefühlsstörungen, Sehstörungen oder Probleme beim Sprechen. Auch plötzlich einsetzender Schwindel kann Ausdruck eines Schlaganfalles sein. „Wenn Patienten mit einem leichten Schlaganfall oder „Mini-Schlaganfall“ (transitorische ischämische Attacke/TIA) nicht schnell medizinisch versorgt werden, ist das Risiko sehr hoch, zeitnah einen erneuten, schweren Schlaganfall zu erleiden. 

Das Schlaganfallnetzwerk Rosenheim betont, dass die Akutversorgung in den Landkreisen gesichert ist und empfiehlt daher allen Patienten beim Auftreten von Symptomen umgehend den Rettungsdienst unter 112 zu verständigen oder ein Krankenhaus aufzusuchen.

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Update 18. April, 15.30 Uhr:

440 Menschen im Landkreis Rosenheim sind nach Infektion wieder gesund

Insgesamt 2123 Fälle von COVID-19 sind bisher in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 440 Personen eine Genesung dokumentiert. 102 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 298 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 51 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

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Update 18. April, 9.45 Uhr:

Lieferanten von Schutzkleidung geraten an Kapazitätsgrenzen 

Bei Tests werden in Bayern aktuell wenige Neu-Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt. 

Berlin (dpa) - Die Schutzkleidungs-Firmen in Deutschland kommen wegen der Corona-Krise an den Rand ihrer Kapazitäten. Die Unternehmen hätten ihre Lieferfähigkeiten wegen der drastisch erhöhten Nachfrage "seit vielen Wochen bis zum Anschlag erhöht", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie in Berlin, Marc-Pierre Möll, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Aufbau einer Produktion in Deutschland müsse jetzt von der Bundesregierung unbürokratisch gefördert werden. "Wenn der Aufbau politisch gewollt wird und es garantierte Abgabemengen zu fairen Preisen gibt, gibt es keine Schwierigkeiten", so Möll. Eine neue Produktionslinie könne in drei bis vier Monaten aufgebaut werden, einzelne Firmen hätten schon damit begonnen, hieß es.

(dpa)

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Update 17. April, 18.30 Uhr:

Entscheidung zum Herbstfest vertagt

Stadt und Region hängen am Herbstfest, so viel ist sicher: Ob das Rosenheimer Großereignis stattfinden kann oder wegen der Corona-Krise abgesagt werden muss, ist nach wie vor unsicher.

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Update 17. April, 15.30 Uhr:

Landratsämter schlüsseln Fälle neu auf

Erstmals liefern das Landratsamt Rosenheim wie auch das Landratsamt Mühldorf auf Wunsch der OVB Heimatzeitungen Fallzahlen der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen aufgeschlüsselt auf die Städte und Gemeinden.

Corona in der Region Rosenheim: Das sind die Hotspot-Gemeinden mit den meisten Infizierten

Die Fallzahlen der Todesfälle aufgeschlüsselt auf Gemeinden sollen im Landkreis Rosenheim weiter nicht geliefert werden. 

Die Übersichtskarte über die Corona-Fallzahlen im Landkreis Mühldorf 


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Update 17. April, 14 Uhr:

Kürzere Sommerferien wegen Corona-Krise sind in Bayern kein Thema 

München (dpa/lby) - Eine Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Pandemie ist für die bayerische Staatsregierung derzeit kein Thema. "Ich persönlich möchte an die Ferien nicht rangehen. Wichtig ist es, sich um die anliegenden Aufgaben zu kümmern und Eltern und Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterstützen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Er reagierte damit auf einen Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Dieser hatte in einem Interview kürzere Sommerferien ins Gespräch gebracht. Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen, sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

Deutschland sicher durch Coronakrise

Laut einer Studie der Deep Knowledge Group (DKG) ist Deutschland in der Coronakrise das zweitsicherste Land. Lediglich Israel kam in den Untersuchungen der Londoner Denkfabrik besser davon. Außer Deutschland ist kein europäisches Land unter den ersten Zehn. DKG-Gründer Dimitry Kaminsky sagte dem "Spiegel": "Deutschland war angesichts seiner anfangs hohen Infektionszahlen äußerst effizient und hat eine weitere Ausbreitung der Krankheit erfolgreich gestoppt, ohne das Niveau anderer Staaten zu erreichen." 

In die Bewertung floß auch die Ausstattung der Krankenhäuser ein. In einem DKG-Ranking der 20 gefährlichsten Länder liegt Italien auf Platz eins, vor USA, Großbritannien und Spanien.

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Update 17. April, 13.30 Uhr:

Stadtbusse fahren weniger

Der Stadtverkehr Rosenheim (SVR) stellt auf einen Notfallfahrplan um.  Geschäftsführer Ingmar Töppel sieht den Schritt aufgrund der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Krise als „unumgänglich“.

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Update 17. April, 12.30 Uhr:

Parkanlagen und Liegewiesen an den Happinger Seen werden freigegeben 

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rosenheim. In ihrer heutigen Sitzung hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) beschlossen, sämtliche städtischen Parkanlagen sowie die Liegewiesen im Naherholungsgebiet an den Happinger Seen ab sofort bis auf Weiteres wieder freizugeben. Das gilt für den Riedergarten, den Salingarten, den Luitpoldpark, den Hohenzollernpark und den gesamten Mangfallpark. Auch die Liegewiesen am Happinger See und am Happinger-Au-See dürfen wieder betreten werden. Kinderspielplätze und Skate-Parks bleiben jedoch weiterhin gesperrt.



„Die Öffnung der Anlagen ist das positive Ergebnis der bisher bewiesenen Disziplin bei der Beachtung der Ausgangsbeschränkungen durch die Rosenheimerinnen und Rosenheimer. Diese Disziplin erbitte ich auch bei der Nutzung der Parkanlagen sowie an den Seen“, so der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl. „Es ist unbedingt notwendig, auch bei der jetzt erfolgten Lockerung das Abstandsgebot weiterhin zu beachten und ggf. sogar einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen“, appelliert Meyrl an die Bürgerinnen und Bürger. „In der Stadt Rosenheim sind zum heutigen Zeitpunkt 345 Menschen infiziert. Deshalb muss Vorsicht weiterhin das Gebot der Stunde sein“, so Meyrl.

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Update 17. April, 11.30 Uhr:

Folgen für die Wirtschaft enorm

Laut Tiroler Tageszeitung werden spätestens im Herbst zahlreiche Firmen Insolvenz anmelden müssen. Schon jetzt seien wegen des "Shutdowns" zwei Drittel der Firmen auf Rettungshilfen angewiesen. Auswirkungen haben die Corona-Maßnahmen auch auf die Privatpleiten. 

Vor einem Spitzentreffen von Wirtschaftsverbänden mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier zur Corona-Krise hat die deutsche Industrie den Druck auf die Politik erhöht. Industriepräsident Dieter Kempf erklärte am Freitag: "Wir sind besorgt, dass sich die Vorbereitung der Politik zum Neustart in 14-Tages-Plänen erschöpft. Sie muss sich jetzt darauf vorbereiten, was sie beim nächsten Checkpoint entscheidet." Die Bundesregierung solle die mittel- und langfristigen Folgen der Krise stärker als bisher in den Blick nehmen. 

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Update 17. April, 9.40 Uhr: 

Schutz am Arbeitsplatz wird bundesweit Pflicht 

Berlin (dpa) - Die Hygiene- und Infektionsschutzvorschriften am Arbeitsplatz werden wegen der Corona-Krise deutlich verschärft. Auch dort soll nach einem Beschluss des Bundeskabinetts vom Donnerstag das Abstand-Halten die oberste Maxime werden. Wo dies nicht möglich ist, müssen Arbeitgeber notfalls einen Mund-Nase-Schutz zur Verfügung stellen. An diesem Freitag stehen weitere Beratungen von Bund und Ländern an. 

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Update 16. April, 19.27 Uhr

Hoffnung für das Mühldorfer Volksfest?

Die Veranstalter des Volksfestes in Mühldorf stecken in einer ähnlichen Situation wir ihre Mitstreiter beim Herbstfest in Rosenheim: Der Festauftakt ist am letzten Wochenende im August. Die bislang geltende Verbot für Veranstaltungen im Kampf gegen das Coronavirus gilt bis zum 31. August. Verschieben, verkürzen, ganz absagen – was sollen die Festveranstalter tun?

Wirte, Brauereien, Schausteller und Bedienungen in Mühldorf sprechen schon jetzt von einem katastrophalen Jahr. Und der ein oder andere in Mühldorf hätte sich "etwas mehr Fingerspitzengefühl" bei der pauschalen Absage von Veranstaltungen bis Ende August gewünscht.

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Update 16. April, 17.38 Uhr

Bad Aibling sagt alles ab - auch Echelon fällt aus

Nicht nur das Elektromusik-Festival "Echelon" in Mietraching fällt heuer aus. Bad Aibling sagt alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr ab. Auch die Oldie Night, das Bürgerfest, das Parkfest und der Rosstag finden nicht statt. Die Kultur-im-Park-Konzerte fallen ebenso aus wie die Angebote aus den Reihen "Bad Aibling bewegt" und "Bad Aibling entdecken".

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Update 16. April, 16.48 Uhr

Absage des Münchener Oktoberfestes scheint nur noch Formsache

Das Verbot für Großveranstaltungen gilt eigentlich nur bis zum 31. August. Das Oktoberfest in München sollte heuer am 19. September eröffnet werden. Doch die Zeichen stehen klar auf Absage des größten Volksfestes der Welt. Das hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Mittag bei einer Pressekonferenz bereits angedeutet, als er sagte: "Die großen Volksfeste sind dieses Jahr alle nicht machbar."

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter scheint der Sinn nicht nach einer gigantischen Party im September zu stehen. "Ich teile die Skepsis von Ministerpräsident Söder, dass es aus heutiger Sicht schwer vorstellbar ist, dass das Oktoberfest, als größtes Volksfest der Welt, dieses Jahr stattfinden wird. Mit dem Ministerpräsidenten habe ich vereinbart, dass wir dazu noch im April eine Entscheidung treffen werden."

Derweil reagieren immer mehr Gemeinden in der Region auf das Verbot von Veranstaltungen und blasen ihre Planungen ab. Als eine der erste Gemeinden reagierte Aschau im Chiemgau. Auch eine Absage des Herbstfestes in Rosenheim scheint im Lichte der Aussagen zum Oktoberfest in München nur noch Formsache. Eine endgültige Entscheidung steht bevor.

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Update 16. April, 14.47 Uhr

Betreuungshof Rottmoos kommt langsam zur Ruhe

Zu einem Coronavirus-Ausbruch war es vor zwei Wochen auf dem Betreuungshof Rottmoos in Wasserburg gekommen. In der Einrichtung für Menschen mit Behinderung sind zwei Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Schock vor Ort sitzt immer noch tief. Aber die getroffenen Quarantäne-Maßnahmen wirken offenbar. Denn seitdem seien keine neuen Corona-Fälle mehr aufgetreten, informiert der Betreuungshof jetzt.

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Update 16. April, 13.45 Uhr

Bayern lockert die Maßnahmen gegen das Coronavirus behutsam

"Wir bekommen das Virus langsam unter Kontrolle“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit seinen Ministern. Aber er warnt: „Solange es keinen Impfstoff gibt, solange es kein Medikament gibt und solange die Zahl der Toten steigt - und das tut sie“ - so lange müssten die Maßnahmen weitergehen. „Die bayerische Staatsregierung wird keine Experimente mit der Gesundheit machen.“

Allerdings werden die Maßnahmen ein wenig gelockert. Allen voran das Kontaktverbotzu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts wird erstmals aufgeweicht. Wenn auch nur minimal. Die Staatsregierung hat beschlossen, dass man sich wieder mit einer einzelnen Person außerhalb des eigenen Hausstandes treffen darf.

Außerdem wurde ein Fahrplan vorgestellt, wann gewisse Geschäfte wieder öffnen dürfen. Darunter Baumärkte und Friseure. Außerdem informierte die Staatsregierung, wie der Schulbetrieb in Bayern wieder hochgefahren werden soll. Den heute beschlossenen Maßnahmenkatalog finden Sie hier.

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Update 16. April, 10.44 Uhr

Ab 12.30 Uhr live: Wie geht der Kampf gegen Corona in Bayern weiter?

Gestern haben die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gesprochen und den weiteren Fahrplan in der Coronakrise beschlossen. Heute legt die bayerische Staatsregierung nach. Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger informieren, wie es in Bayern weitergeht. Wir streamen die Pressekonferenz live.

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Update 15. April, 21.39 Uhr

Beschlüsse auf Bundesebene treffen Feste in der Region

Das Wasserburger Frühlingsfest ist abgesagt. Das teilte der Wirtschaftsförderungsverband mit, der das Fest ausrichtet. Auch für die Veranstalter anderer Großereignisse, die später im Jahr stattfinden, wird es eng. Denn die Ministerpräsidenten der Länder haben heute gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel entschieden: Im Kampf gegen das Coronavirus bleiben Großveranstaltungen bundesweit mindestens bis zum 31. August verboten.

Heuer sollte zum 10. mal das Rosenheimer Sommerfestival stattfinden. Aber für Großveranstaltungen sieht es in der Coronakrise schlecht aus.

Das trifft auch zahlreiche Veranstalter von Festen in der Region. So sollten zum Beispiel am letzten Wochenende im August sowohl das Rosenheimer Herbstfest als auch das Volksfest in Mühldorf starten. Nun stehen die Veranstalter vor der Frage: Verschieben, verkürzen – oder gleich ganz absagen?

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Update 15. April, 18.49 Uhr

Das sind die Maßnahmen bis zum 3. Mai

Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bleiben im Wesentlichen bis zum 3. Mai in Kraft. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben bei einer Videokonferenz nur minimale Lockerungen beschlossen. So sollen kleinere Geschäfte, Schulen und Friseure bald wieder öffnen dürfen.

Die Kontaktsperren in der Öffentlichkeit und das Gebot, Abstand voneinander zu halten, bleiben in Kraft. Außerdem ab sofort im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen Gesichtsmasken getragen werden.

Alle heute beschlossenen Maßnahmen finden Sie hier.

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Update 17.43 Uhr

Live: Kanzlerin Merkel informiert über neue Coronavirus-Maßnahmen

Die Schule soll am 4. Mai wieder losgehen. Das berichtet die Bild-Zeitung aus der den Ergebnissen der Videokonferenz von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Außerdem sollen laut Bild Großveranstaltungen in Deutschland noch bis August verboten bleiben.

Und während alle auf den Beginn der Pressekonferenz mit Angela Merkel warten, sickern immer mehr Details durch über die Beschlüsse, die die Kanzlerin mit den Minister gefasst haben soll. So heißt es mittlerweile nach übereinstimmenden Medienberichten, dass Geschäfte ab kommendem Montag (20. April) wieder öffnen. Unklar ist, ob das wirklich auf alle Arten von Geschäften zutrifft.

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Update 17.38 Uhr

Rosenheimer Sommerfestival fällt aus

Während alle darauf warten, dass Kanzlerin Angela Merkel erklärt, wie es in der Coronakrise weitergeht, trifft eine neue Nachricht ein, die Musikfans in Rosenheim traurig stimmen dürfte: Die Stadt sagt das Rosenheimer Sommerfestival ab.

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Update 15.54 Uhr

Mangfall Classic soll stattfinden - Termin verschoben

Der AMC Bad Aibling kann seine traditionsreiche Ausfahrt "Mangfall Classic" aufgrund der Corona-Krise am 10. Mai nicht abhalten, verschiebt sie aber aktuell auf den 13. Juni. An dem langen Fronleichnamwochenende war ursprünglich die ADAC Bavaria Historic mit etlichen Rahmenveranstaltungen geplant. Sie wurde aber bereits für heuer abgesagt.

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Update 15. April, 15.39 Uhr

Wird die 10. Auflage des Rosenheimer Sommerfestivals stattfinden?

Viele Großveranstaltungen wurden bereits abgesagt. Und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat bereits angekündigt, dass an Massenveranstaltungen erst im letzten Schritt von Lockerungen der Corona-Beschränkungen gedacht werden könne.

Das betrifft auch das Rosenheimer Sommerfestival. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber die Veranstalter denken über eine Absage nach.

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Update 15. April, 13.16 Uhr

Geschäfte bis 800 Quadratmeter sollen wohl wieder öffnen

Berlin (dpa) - Der Bund will ermöglichen, Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Das sieht eine Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. Die seit mehreren Wochen geltenden harten Kontaktbeschränkungen sollen demnach grundsätzlich bis zum 3. Mai verlängert werden.

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Update 15. April, 9.46 Uhr

Heuer kein Volksfest in Pang

Rosenheim – Die Corona-Pandemie führt jetzt auch zur Absage für das Volksfest in Pang. Für Veranstalter wie Manfred Werner, der als Zeltbetreiber das Volksfest in Pang organisiert, ist das Warten auf neue Entscheidungen schlichtweg zu teuer. Er hat das Volksfest abgesagt. Seit 38 Jahren führt er die Kolbermoorer Zeltbetriebe, in diesem Jahr wollte er zum zweiten Mal das Fest in Pang übernehmen.

Dass dieser Termin wie so viele andere nun gestrichen werden muss, sei für ihn keine Frage gewesen, sagt er am Telefon. Die Planungen seien bereits abgeschlossen, der Auftritt des Kabarettisten Gerhard Polt bereits ausverkauft gewesen.

Wie es weitergeht, weiß Werner nicht. Er glaubt, dass in diesem Jahr

überhaupt keine Großveranstaltungen

mehr möglich sein werden. Für seine 63 Mitarbeiter hat er Kurzarbeit angemeldet und für die Firma Soforthilfe beantragt.

Der Fuhrpark ist abgemeldet. Die Devise laute: „Sparen, wo es nur geht.“

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Update 15. April, 9.18 Uhr

Schülerinnen fordern: Abitur ausfallen lassen

Die Abitur-Prüfungen sollten für diesen Jahrgang ausfallen: Das fordern zwei Gymnasiastinnen aus Raubling. Und sie haben sich mit einem offenen Brief an die Staatsregierung gewandt. Die bisher erbrachten Leistungen der Abiturjahrgänge in Bayern seien anspruchsvoll und repräsentativ. Mit dem Schulausfall in der Coronakrise könne man von keinem Schüler erwarten, sich ordentlich auf die Abiturprüfungen vorzubereiten.

Die beiden Schülerinnen, die sich selbst zu den besten ihrer Klasse zählen, sehen die Chancengleichheit unter den aktuellen Umständen nicht mehr gewahrt. Einige Schüler könnten sich zu Hause besser als andere auf den Stoff der Abi-Prüfungen vorbereiten.

Mit ihrem Brief schalten sich die beiden Schülerinnen in eine Debatte ein, die gerade rund um die Wiedereröffnung der Schulen in Bayern tobt.

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