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Corona: Region Rosenheim mit 30 neuen Fällen +++ Epidemiologe: „Zweite Welle zeichnet sich ab“

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Die Ausbreitung des Coronavirus geht zurück. Das öffentliche Leben wird Schritt für Schritt hochgefahren. Doch immer wieder kommt es zu regionalen Ausbrüchen. Hier gibt es aktuelle Informationen für die Regionen Rosenheim, Mühldorf, Chiemgau und für Bayern. Und das Wichtigste aus aller Welt.

+++ Hier finden Sie Informationen, wie sich die Coronafallzahlen in den Kreisen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein sowie in Bayern und Deutschland entwickeln. +++

+++ Alle bisherigen Informationen zum Coronavirus in der Region, in Bayern und in Deutschland zwischen dem 16. März und 2. August 2020 finden Sie in unserem Tickerarchiv. +++ Weitere Informationen zum Thema Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie auf unserer Themenseite. +++ Sie haben eine Frage zum Coronavirus? Hier finden Sie unsere Leserfragen-Aktion.

14. August, 12 Uhr

Urlaubsrückkehrer spielen wohl Rolle

Innerhalb einer Woche meldet Rosenheim 30 neue Corona-Fälle. Die durchschnittliche Fallzahl im Vergleich zu den letzten Wochen habe zugenommen, heißt es in einer Pressemitteilung. Insbesondere Reiserückkehrer – auch aus Nicht-Risikogebieten – und familiäre Häufungen haben bislang zu der Steigerung der Fallzahlen beigetragen.

Um von einer Trendumkehr zu sprechen, ist es jedoch noch zu früh. Die Landkreise Mühldorf und Traunstein hatten am Donnerstag 3 und einen neuen Fall gemeldet - allerdings innerhalb eines Tages. Alle aktuellen Fallzahlen aus der Region, Bayern und Deutschland finden Sie hier.

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14. August, 7.15 Uhr

Kein Spielraum für Lockerungen

Leipzig/Halle (dpa) - Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz rät angesichts steigender Infektionen in der Corona-Pandemie von einer Rückkehr zu Großveranstaltungen ab. «Die zweite Welle zeichnet sich deutlich ab, da wir nun über mehrere Wochen einen Anstieg der aktiven Infektionszahlen feststellen», sagte Scholz der Deutschen Presse-Agentur. «Ich sehe daher aktuell keinerlei Spielraum für weitere Lockerungen – auch und gerade nicht für Großveranstaltungen.»

Bereits sich abzeichnende Effekte durch Reiserückkehrer sind laut Scholz «stark beunruhigend.» Es müsse daher jetzt darum gehen, den Schulbetrieb zu normalisieren. «Wir sollten uns nun zunächst darauf konzentrieren, wie die Hygienekonzepte mit Lüften und Maskentragen in den Schulen funktionieren», sagte der Professor.

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13. August, 19.41 Uhr

4 neue Fälle innerhalb eines Tages in der Region

Mühldorf/Traunstein - Der Donnerstag stand für Bayern noch im Zeichen der Datenpanne bei der Auswertung von Corona-Tests bei Reiserückkehrern. Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml hatten in einer Pressekonferenz sie weiteren Schritte erläutert und ihr Bedauern über die Verzögerungen ausgedrückt.

Auch Reiserückkehrer aus der Region und die Ehrenamtlichen, die an Raststätten in Kiefersfelden und Bergen Corona-Tests bei Urlaubern abnahmen sind von der Datenpanne betroffen.

Unterdessen haben die Landkreise Mühldorf und Traunstein neue Infizierte gemeldet: innerhalb eines Tages sind die Zahlen der Neuinfizierten in Mühldorf um 3 Fälle gestiegen, in Traunstein um einen Fall. Die Zahlen für den Landkreis Rosenheim, die für den Freitag erwartet werden, dürften andeuten, ob die Region insgesamt mit einem Anstieg zu rechnen hat.

Der Mühldorfer Landrat, Maximilian Heimerl zeigte sich schon vor Bekanntwerden der 3 neuen Coronafälle besorgt. Denn im Landkreis Mühldorf waren zuvor 12 Neuinfizierte innerhalb einer Woche bekannt geworden. Er sehe dies als Warnung, sagte er den OVB-Heimatzeitungen.

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Update 12. August, 20.12 Uhr

Mühldorf meldet 12 Neuinfektionen in einer Woche

Am Mittwoch hat das Robert-Koch-Institut für den Freistaat Bayern 236 neue Fälle von Menschen gemeldet, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Nur Nordrhein-Westfalen verzeichnete mehr neue Fälle unter den deutschen Bundesländern, nämlich 413. Allerdings ist einer aktuellen Meldung zufolge bei den bayerischen Corona-Tests eine Panne unterlaufen. Verzögerungen haben dazu geführt, dass rund 44.000 getestete Menschen auf ihre Ergebnisse warten. Davon sind 900 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, aber nicht informiert.

In der Region meldet der Landkreis Mühldorf innerhalb einer Woche 12 Neuinfektionen. Der Landkreis Traunstein meldete einen neuen Fall. Allerdings melden die beiden Landkreise in unterschiedlichen Intervallen. Für Rosenheim werden die neuesten Zahlen am Freitag erwartet. Alle aktuellen Fallzahlen aus den drei Landkreisen, Bayern und Deutschland finden Sie hier.

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Update 12. August, 19.35 Uhr

Sozialverband fordert Corona-Abgabe für Reiche

München (dpa) - In der Corona-Krise sollen Reiche nach dem Willen des Sozialverbandes VdK zu einer Einmalzahlung verpflichtet werden. VdK-Präsidentin Verena Bentele forderte am Mittwoch in München eine «einmalige Vermögensabgabe» von reichen Privatpersonen und wohlhabenden Unternehmen. «Der Staat hat hohe Schulden aufgenommen. Nun müssen die Kosten der Krise gerecht verteilt werden.»

Nur Menschen und Betriebe mit großem Vermögen sollen ihrem Vorschlag zufolge herangezogen werden - und es soll ein Freibetrag von einer Million Euro gelten. «Nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung wäre von der Vermögensabgabe betroffen. Doch der Effekt wäre enorm, wir sprechen von zusätzlichen Steuereinnahmen im Milliardenbereich», sagte Bentele. Die Corona-Schulden dürften auf keinen Fall zu Kürzungen im Sozialbereich führen. «Das würde die soziale Ungleichheit weiter vorantreiben und den sozialen Frieden gefährden.» +++

Update, 12. August, 16.35 Uhr

Bayernweite Polizei-Aktion zur Maskenpflicht im ÖPNV

München (dpa/lby) - Polizisten im ganzen Freistaat kontrollieren am Donnerstag (13.8.) verstärkt die Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. «In Zeiten erneut angestiegener Corona-Fallzahlen ist daher im öffentlichen Personennahverkehr besonders wichtig, dass ein Mund-Nase-Schutz getragen wird», heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken.

Während der Hoch-Phase der Corona-Pandemie war der ÖPNV in der Region Rosenheim erst wieder Mitte Juni aufgenommen worden. In Bayern ist eine Maske im ÖPNV für alle Fahrgäste ab sechs Jahren verpflichtend. Nur aus gesundheitlichen Gründen und mit einem ärztlichen Attest sind Ausnahmen möglich. Die Kontrollen erfolgen in Abstimmung mit der Bundespolizei und den Verkehrsverbünden und -betreibern.

Durch die bayernweite Kontrollaktion soll die Bevölkerung unter anderem für die Tragepflicht von Mund-Nase-Bedeckungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sensibilisiert werden. Verstöße können mit einem Bußgeld - der Regelsatz liegt bei 150 Euro - und mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz geahndet werden.

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Update, 12. August, 12 Uhr

Christkindlmarkt ersatzlos gestrichen

Prien – Aufgrund der aktuellen Situation zur Corona-Krise haben die Veranstalter - die Gemeinde Chiemsee, die Prien Marketing GmbH, die Gemeinde Prien am Chiemsee und die Chiemsee-Schifffahrt Ludwig Feßler KG - gemeinsam beschlossen, den ursprünglich an den ersten beiden Adventswochenenden geplanten Christkindlmarkt auf der Fraueninsel 2020 ersatzlos ausfallen zu lassen.

Einige Veranstalter in der Region möchten vor einer endgültigen Entscheidung noch prüfen, ob es eine Möglichkeit gibt, Christkindlmärkte mit Hygienekonzept zu vereinbaren. So beispielsweise in Wasserburg und in Mühldorf.

Der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel fällt 2020 aus.

„Die Sicherheit und das Wohl aller hat für uns oberste Priorität. Mit der Absage des Marktes möchten wir Einheimische wie auch unsere Gäste schützen und wir sind uns sicher, dass die Menschen aufgrund der unsicheren Corona-Lage Verständnis für diese notwendige Entscheidung haben“, so die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner. Auf ein Stück Inselweihnacht kann man sich allerdings freuen - die begleitenden Adventskonzerte sind derzeit in Vorbereitung.

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11. August, 17.36 Uhr

Landkreis Mühldorf greift für neue Teststation auf Bewährtes

Alle Landkreise in Bayern müssen nach dem Willen der bayerischen Staatsregierung Corona-Testzentren aufbauen. In Mühldorf scheint das Landratsamt dafür zumindest bereits ein grobes Konzept zu haben. Dort hatte es zur Hochphase der Corona-Pandemie ein Testzentrum unweit des Landratsamtes geben.

Und genau dies spielt nun eine wichtige Rolle für das neu geforderte Testzentrum. Das Landratsamt Mühldorf wird nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen auch mit niedergelassenen Ärzten zusammenarbeiten.

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11. August, 11.46 Uhr

Corona-Teststation: Bislang Ratlosigkeit im Kreis Rosenheim

Ministerpräsident Markus Söder prescht vor und überlässt andern die Umsetzung. Am Montag hat Bayerns Regierungschef Corona-Testzentren für jeden bayerischen Landkreis angekündigt. Vermutlich, ohne dass ein bayerischer Landkreis zuvor von diesem Entschluss gehört hatte.

Zumindest in Rosenheim ist man vorerst ratlos. „Söder überrascht alle“, sagt Michael Fischer, Sprecher des Landratsamtes. „Wir wissen nicht wo, auch nicht, ob wir das zusammen mit der Stadt oder wie auch immer betreiben.“  

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10. August, 19.40 Uhr

Besonders Tourismus-Branche pessimistisch

Das ifo-Institut hat die Stimmung deutscher Unternehmen erhoben. Und die steht selbstredend noch immer ganz unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Derzeit sehen wohl viele eine Entspannung der wirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik in der Pandemie.

In der Studie jedoch geben sich die Firmen skeptisch, was eine Erholung betrifft. An eine schnelle Normalisierung glauben sie nicht. Besonders die Tourismus-Betriebe sehen der Zukunft verhalten entgegen.

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10. August, 19.20 Uhr

Rolle von Kindern bei Infektionen besser erforschen

Eltern blicken dem Ende der Sommerferien diesmal mit einer gewissen Unruhe entgegen: Können Schulen und Kitas nach den Sommerferien überhaupt wieder einen normalen Betrieb aufnehmen? Die Schließungen zu Beginn der Corona-Pandemie haben berufstätige Eltern besonders belastet, mussten sie doch oft im Homeoffice arbeiten und parallel ihre Kinder betreuen.

Familienministerin Franziska Giffey hat nun in einem Interview mit dem ZDF gesagt, die Schließung von Kitas müsse aus ihrer Sicht unbedingt vermieden werden. Sie empfiehlt, Hygienemaßnahmen streng einzuhalten. Genau diese Vorschriften sehen Mitarbeiter von Kitas in der Region als teils problematisch in der Umsetzung.

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10. August, 13.10 Uhr

Entscheidung über Maskenpflicht für Schüler im September

Auch während der Sommerferien berät das bayerische Kabinett die Maßnahmen während der anhaltenden Corona-Pandemie. Am Montag (10. August) hat Ministerpräsident Markus Söder aktuelle Schritte im Umgang mit dem Coronavirus vorgestellt.

So präsentierte er den vorläufigen Fahrplan an Bayerns Schulen ab dem 8. September. Die ständige Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler ist nicht verkündet worden, könnte aber am 1. September beschlossen werden. Söder ging insbesondere auf die Corona-Tests ein, nicht nur in Bezug auf Reiserückkehrer. Dreh- und Angelpunkt der Strategie ist es, die Testkapazitäten stark auszuweiten. Das sind die wichtigsten Ergebnisse der Sitzung des bayerischen Kabinetts.

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10. August, 12.35 Uhr

RKI stellt Ende August Ergebnisse aus Bad Feilnbach vor

Bad Feilnbach - Die Beteiligung war groß, die Spannung ist dementsprechend: In der Region Rosenheim warten die Menschen auf die Ergebnisse der Corona-Antikörper-Studie, die das Robert-Koch-Institut (RKI) Ende Juni und Anfang Juli in Bad Feilnbach durchgeführt hatte.

Ende August nun soll es es soweit sein, dann kommt ein Team des RKI nach Bad Feilnbach, um die Resultate vorzustellen. Der 25. August sei im Gespräch, hieß es aus dem Berliner Institut. Getestet wurde auch in Kupferzell (Baden-Württemberg). Dort sollen die Ergebnisse bereits am Freitag, 14. August, vorgestellt werden.
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10. August, 12.25 Uhr

Logistik für mögliche zweite Welle steht

Bis zu 143 infizierten sich im April im Landkreis Mühldorf pro Tag neu mit dem Coronavirus, zeigt ein Blick in die Statistik. Davon ist der Landkreis derzeit weit entfernt. Zuletzt waren die Neuinfizierten konstant im einstelligen Bereich.

Nichtsdestotrotz bereitet sich Mühldorf darauf vor, mit einer möglichen, zweiten Infektionswelle fertig zu werden. Die Verantwortlichen sehen sich gut auf diesen Ernstfall vorbereitet. Doch deutet sich eine zweite Welle im Landkreis Mühldorf derzeit überhaupt an?

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9. August, 16.45 Uhr

14 Neuinfektionen im Raum Rosenheim

Wie überall in Bayern haben die Behörden auch im Raum Rosenheim die Zahl der Corona-Neuinfektionen gut im Blick. Jüngst hat das Gesundheitsamt Rosenheim gemeldet, dass 14 Menschen, die sich neu mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Dem Leiter des Gesundheitsamtes macht das zwar aktuell keine Sorgen, er mahnt aber zur Vorsicht. Der Anstieg sei eine Warnung.

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9. August, 13.10 Uhr

Seit Beginn der Corona-Krise müssen Fluglinien Flüge stornieren. Auch die Lufthansa. Kunden der Airline beschweren sich nun aber: Es dauere zu lange, bis das Geld für stornierte Reisen zurückerstattet werde.

Nun scheint sich auch die Politik in die Debatte einzumischen.

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9. August, 10.30 Uhr

Wie andere Bundesländer ins neue Schuljahr starten

In Bayern stehen Schüler noch am Beginn ihrer Sommerferien. In anderen Bundesländern hat bereits das neue Schuljahr begonnen oder es fängt am Montag (10. August) an. Die Corona-Pandemie beeinflusst den Schulbetrieb überall in Deutschland. Die Auflagen, die für Schulen gelten, hängen vom Bundesland ab.

Nun hat eine Politikerin davor gewarnt, es dürfe kein Wettkampf entstehen, wer die strengsten Corona-Regeln habe.

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Update 8. August, 12.30 Uhr

Mehr als 1.000 neue Fälle an mehreren Tagen in Deutschland

Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland neu mit dem Coronavirus angesteckt haben, macht einigen in Deutschland Sorgen. In den vergangenen Tagen lag sie mehrmals in Folge bei über 1.000 Fällen.

Während Gesundheitsminister Jens Spahn kürzlich sagte, seiner Meinung nach könne das deutsche Gesundheitswesen mit 1.000 neuen Fällen fertig werden, sehen das Mediziner anders. Spahn mahnte dennoch zur Vorsicht.

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Update 7. August, 18.30 Uhr

Keine Mitarbeiter von Höhenrainer Delikatessen infiziert

In einer Pressemitteilung hat das in Großhöhenrain ansässige Unternehmen Höhenrainer über die Ergebnisse von Corona-Tests seiner Mitarbeiter informiert. Die Überprüfung der Höhenrainer Delikatessen, eines Anbieters von Puten-Produkten, durch das Gesundheitsamt habe gezeigt, dass alle Mitarbeiter waren ohne Befund seien. Mehr als 200 Mitarbeiter seien getestet worden, so das Unternehmen.

„Schon beim geringsten Verdacht wurden Mitarbeiter zuhause gelassen. So zum Beispiel alle Lehrlinge, nach einem Fall in der Berufsschule“, heißt es in der Pressemitteilung.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Jens Büttner

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