Liveblog zur Lage in der Region und in Bayern

Corona: Vorwürfe nach Infekton in Romed-Klinik +++ Abgeordneter Stöttner begrüßt Lockerungen

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Ärzte in München kämpfen um das Leben einer schwer erkrankten Covid-19-Patientein aus Kolbermoor (Symbolfoto).

Die Ausbreitung des Coronavirus geht zurück. Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens werden gelockert. Und es tobt mittlerweile eine hitzige Debatte über den richtigen Weg raus aus der Coronakrise. Hier gibt es aktuelle Informationen für die Regionen Rosenheim, Mühldorf, Chiemgau und für Bayern.

+++ Hier finden Sie Informationen, wie sich die Coronafallzahlen in den Kreisen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein sowie in Bayern und Deutschland entwickeln.+++

+++ Alle bisherigen Informationen zum Coronavirus in der Region, in Bayern und in Deutschland zwischen dem 16. April und 13. Mai finden Sie in unserem Tickerarchiv. +++ Weitere Informationen zum Thema Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie auf unserer Themenseite. +++ Sie haben eineFrage zum Coronavirus? Hier finden Sie unsere Leserfragen-Aktion.

Update 26. Mai, 18.18 Uhr

Rosenheimer Abgeordneter Stöttner begrüßt Beschlüsse der Regierung

"Ich begrüße die heutigen Entscheidungen ausdrücklich", sagt der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Söttner (CSU) über die heute angekündigten, weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Bayern. "Mit der massiven Ausweitung der Testungen schützen wir unsere Bürgerinnen und Bürger, insbesondere diejenigen, die sich besonderen Risiken aussetzen müssen, wie beispielsweise das medizinische Personal", so Stöttner weiter.

Mehr Tests bedeuteten mehr Möglichkeiten, Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu lockern. "Als Wirtschafts- und Tourismuspolitiker freuen mich ganz besonders die weiteren Erleichterungen im Bereich der Gastronomie, der Kultur, des Sports und der Freizeit", sagte der tourismuspolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Landtag, der gleichzeitig dafür wirbt, in diesem Sommer den Urlaub in Bayern zu verbringen.

Stöttner kündigt außerdem an, er wolle sich dafür einsetzen, dass "möglichst bald wirklich alle Kinder wieder ihre Schulen und Betreuungseinrichtungen besuchen dürfen". Die Staatsregierung plant, dass noch vor den Sommerferien wieder alle Schüler in die Schule können - wenn auch noch nicht zum regulären Unterricht. Der finde möglicherweise erst wieder mit dem neuen Schuljahr statt.

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Update 26. Mai, 17.21 Uhr

Corona-Infektion einer Patientin: Schwerer Vorwurf gegen Romed-Klinikum

Eva T. (63) aus Kolbermoor hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sehr wahrscheinlich passierte das während eines Aufenthaltes im Romed Klinikum in Rosenheim. Die Frau, deren Immunsystem aufgrund einer Erkrankung medikamentös heruntergefahren ist, hat sich wahrscheinlich bei einer Bettnachbarin mit dem SarsCov2-Erreger angesteckt.

Ihr Sohn macht dem Klinikum nun schwere Vorwürfe. Er spricht von grober Fahrlässigkeit. Derweil kämpft seine Mutter, die mittlerweile in eine Spezialklinik nach München verlegt wurde, an einer Lungenmaschine ums Überleben. Alexander Luttsteck will notfalls juristisch aufarbeiten lassen, was mit seiner Mutter im Rosenheimer Klinikum passierte.

Rosenheimer Kirchen bereiten sich auf Corona-Pfingsten vor

Als Superspreader-Event gilt ein Frankfurter Gottesdienst, bei dem sich über hundert Menschen mit Corona angesteckt haben. Wie hoch ist das Risiko also für Gläubige im Raum Rosenheim, sich zu Pfingsten mit dem Virus anzustecken? Die Kirchengemeinden zeigen sich sensibilisiert.

Abstandsregeln, Mundschutz, Hygienemaßnahmen – all das wollen Kirchenvertreter in Rosenheim beherzigen, wenn zu Pfingsten die Gläubigen in die Gotteshäuser strömen.

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Update 26. Mai, 15.18 Uhr

Quarantäne in 2 Asylbewerberunterkünften im Landkreis Rosenheim aufgehoben

Die Quarantäne in den beiden Asylbewerberunterkünften in Babensham und Bad Aibling konnte heute aufgehoben werden. Das teilt das Landratsamt mit. Die Bewohner beider Unterkünfte wurden am Vormittag und Mittag darüber informiert, dass alle zuletzt durchgeführten Abstriche auf das neuartige Coronavirus negativ waren. Die Bauzäune, die als Sicherheitsmaßnahme während der Quarantäne aufgebaut worden waren, seien bereits geöffnet und würden in den kommenden Tagen komplett abgebaut.

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Update 26. Mai, 13 Uhr :

Kabinett beschließt Corona-Reihentests für Bayerns Sozialberufe 

München (dpa/lby) -Alle Mitarbeiter, Patienten und Bewohner in Bayerns Kliniken, Pflege- und Altenheimen werden künftig regelmäßig auf Corona-Infektionen getestet. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Es gebe jetzt hier eine klare Priorität, gleichzeitig bleibe es aber bei Tests auf freiwilliger Basis, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Sitzung. 

Auch das Personal in Kindergärten und Schulen soll künftig mehr Möglichkeiten für freiwillige Tests erhalten, dadurch werde sich die "Akzeptanz für Schulen und Kindergärten deutlich erhöhen".

Wer Symptome habe, bekomme die Garantie, dass er binnen 24 Stunden getestet werde, sagte Söder.

Innerhalb weiterer 24 Stunden solle dann das Ergebnis vorliegen. Tests ohne Vorliegen von Symptomen sollen innerhalb von 48 Stunden erfolgen, das Ergebnis soll dem Ministerpräsidenten zufolge dann spätestens in einer Woche vorliegen.

Live aus der Pressekonferenz

"Wer glaubt, Corona verschwindet langsam, ist im besten Falle naiv", so Ministerpräsident Markus Söder in der Pressekonferenz nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. 

Daher seine die Mindestregeln wie Masken und Hygiene weiter ein entscheidendes Schutzkonzept. Daher bliebe es auch bei Kontaktbeschränkungen – und einer klaren Absage an das "Thüringer Modell". 

Zum anderen sagte Söder, er sei skeptisch, was große Urlaubsreisen angehe. In Italien und Frankreich gebe es noch ganz andere Infektionszahlen. Das müsse auf Bundesebene gut überlegt werden. Und das könne auch keine Einzelentscheidung eines Ministers sein, sondern das sei eine Grundsatzfrage der Koalition, betonte der CSU-Chef.

Was wieder öffnet: 

Freibäd er und Fitnessstudios sollen nach Aussage des bayerischen Ministerpräsidenten und unter Auflagen wieder in der zweiten Pfingstwoche, also ab 8. Juni, eröffnen. Bis zu den Sommerferien sollen auch alle Kinder und Jugendliche wieder in den Schulen und Kitas sein. 

Theater und Kinos in Bayern dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen ab dem 15. Juni wieder öffnen. Auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen sollen dann wieder möglich sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München sagte.

Das Konzept dafür sieht vor, dass sich bis zu 50 Besucher in geschlossenen Räumen aufhalten dürfen. Im Freien sollen es 100 Gäste sein.

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Update 26. Mai, 12.30 Uhr:

AfD-Wähler wittern Verschwörung

Je länger die Corona-Pandemie unser Leben bestimmt, desto stärker trübt sich die Stimmung der Menschen in Deutschland ein.

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach blicken aktuell nur noch 22 Prozent der Bevölkerung mit Hoffnungen auf das kommende Jahr – auch, wenn die Mehrheit der Deutschen das Krisenmanagent der Bundesregierung in der Corona-Pandemie gut findet. 

Mehr als jeder vierte Bundesbürger kann sich vorstellen, dass hinter den Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie auch andere Ziele stecken.

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Update 26. Mai, 10.55 Uhr

Bundesverband fordert: Prostitutionsstätten wieder öffnen

Berlin (dpa) - Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen verlangt, die in der Corona-Krise verfügten Schließungen aller Prostitutionsstätten wieder aufzuheben. Eine weitere Schließung der Bordelle und ein Verbot der Prostitution seien durch nichts gerechtfertigt, heißt es in einem Offenen Brief an 16 Bundestagsabgeordnete, die jüngst sogar ein generelles Sexkaufverbot gefordert hatten. Im Gegenteil müsse es angesichts der eingedämmten Pandemie auch der Prostitutionsbranche ermöglicht werden, "wieder Einnahmen zu generieren und den Kunden einen guten Service zu bieten, der menschlich, stabilisierend und für sie insbesondere in Corona-Zeiten existenziell ist", heißt es in dem Schreiben. 

Man habe, wie andere Branchen auch, dazu ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet und der Politik vorgelegt. Weiter erklärte der Verband, Sexarbeiterinnen hätten per se ein großes Interesse an Hygiene und ihrer Gesundheit, "denn die ist ihr Kapital". Auch seien sie schon immer geübt, unter Beachtung von Schutzmaßnahmen zu arbeiten, nutzten etwa Kondome gegen sexuell übertragbare Erkrankungen und unterzögen sich Gesundheitschecks. Weiter hieß es: "Wenn Sie in Ihrer Haltung noch nicht festgefahren und offen für andere Erfahrungen sind, laden wir Sie - nach der Corona-Öffnung - gern zu einem Bordellbesuch ein. Sie können sich einen Eindruck über die Abläufe in den verschiedenen Segmenten verschaffen und mit Sexarbeiter*innen in den Dialog treten."

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Update 26. Mai, 8.23 Uhr

BILD vs. Drosten: Nebenkriegsschauplatz der Coronapandemie

Christian Drosten ist Chefarzt der Virologie an der Berliner Charité und Deutschlands führender Wissenschaftler bei der Erforschung des neuartigen Coronavirus.

Bild-Zeitung gegen Christian Drosten. Deutschlands führende Boulevard-Zeitung gegen Deutschlands führenden Corona-Virologen. Das ist der Nebenkriegsschauplatz der Coronapandemie schlechthin dieser Tage. Das Netz diskutiert seit dem gestrigen Montag nicht mehr über Fallzahlen und Reproduktionsraten, sondern über die Auseinandersetzung der Bild mit Drosten, die mit einer ungewöhnlichen Presseanfrage beim Chefarzt der Virologie an der Berliner Charité ihren Anfang nahm

Update 25. Mai, 17.45 Uhr: 

Hilfe für Lufthansa

Die Bundesregierung hat sich auf finanzielle Unterstützung für die von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa verständigt. Wie das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium mitteilten, hat das Rettungspaket einen Gesamtumfang von neun Milliarden Euro.

Update 25. Mai, 15.57 Uhr

Wirte trotz Öffnung in Existenznöten

Es ist ein Tag, auf den die Wirte seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gewartet haben. Könnte man meinen. Denn seit dem heutigen 25. Mai dürfen Restaurants und Wirtshäuser auch in den Innenbereichen wieder Kundschaft empfangen.

Ganz so erfreulich gestaltet sich der Neustart unter den strengen Corona-Auflagen allerdings nicht, wie eine Umfrage bei einigen Betrieben in der Rosenheimer Innenstadt ergeben hat. Viele treibt nach wie vor die nackte Existenzangst um.

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Update 25. Mai, 15.19 Uhr

Gesundheitsamt warnt vor Sorglosigkeit

„Ich appelliere eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an das Abstandsgebot und die Hygieneregeln zu halten zum Schutz unserer Gesundheit.“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. Er empfiehlt weiterhin ausdrücklich, den Mindestabstand von 1,50 Metern nach Möglichkeit durchgängig einzuhalten und die Hygieneregeln zu befolgen, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Zudem ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus seiner Sicht eine Möglichkeit, die Infektionsgefahr zu reduzieren, da hierdurch eine Übertragung unwahrscheinlicher wird. Eine Mund-Nasen-Bedeckung könne durch Plexiglasvisiere nicht ersetzt werden.

In Stadt und Landkreis Rosenheim wurden

aktuell sechs neue Infektionen mit dem Coronavirus

registriert. Damit verhaart die Entwicklung der Fallzahlen auf niedrigem Niveau. Allerdings gab es mit Ausnahme eines einzigen Tages in den vergangenen Wochen jeden Tag neue Fälle in der Region.

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Update 25. Mai, 13.08 Uhr

Wann machen Fitness-Studios wieder auf?

Während in anderen Bundesländern wieder fleißig trainiert wird, sind die Fitness-Studios in Bayern noch immer geschlossen. Eine Perspektive? Nicht in Sicht. Ein Betrieber dreier Studios im Raum Wasserburg und Mühldorf schlägt nun Alarm. Seine Umsatzverlust liege jetzt schon im sechsstelligen Eurobereich. Wenn die Fitness-Studios in Bayern nicht bald wieder öffnen dürfen, sieht er schwarz.

Streit um Bestattung von Corona-Toten in Mühldorf

Für Ärger sorgt die Coronakrise auch an anderer Stelle in Mühldorf. Bestatter erheben dort schwere Vorwürfe gegen das Klinikum und einen Branchen-Kollegen. Angeblich seien bei der Aufbewahrung von Särgen mit Corona-Toten Hygieneregeln missachtet worden. Ob das stimmt? Die Angegriffenen bestreiten es.

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Update 24. Mai, 19.59 Uhr

Neue Lockerungen, Probleme mit Schulbussen und eine Branche vor dem Aus

Ab morgen treten in Bayern wieder neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft. Betroffen sind Kitas, Altenheime, Gastronomiebetriebe und der Tourismus. Was genau sich ändert, lesen Sie hier.

Auch der Schulunterricht nimmt im Coronavirus-Modus mehr und mehr an Fahrt auf. Abstand halten und die sonstigen Regelungen einhalten – das geht im Schulalltag offenbar relativ gut. Aber wie steht es um die Fahrten im Schulbus? Hier macht sich Kritik der Schulen und vonseiten der Eltern breit. Denn mit den Regeln, die andeswo gelten, nimmt man es bei der Schülerbeforderung offenbar aus rein praktischen Gründen nicht ganz so genau.

Derweil ist die Reisebranche ein Wirtschaftszweig, der nach wie vor von einem kompletten Lockdown betroffen ist. Vor allem Reisbüros macht das zu schaffen. Dass es um die Existenz geht, zeigt der Fall des Wasserburger Reisebüros Eggerl. Die Reserven sind aufgebraucht, sagt Inhaber Matthias Eggerl. Er macht sein Reisebüro demnächst für immer dicht.

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Update 24. Mai, 16.51 Uhr

Private Vermieter: Die Vergessenen der Coronakrise

Trotz Öffnung am 30. Mai: Ruhpoldings Tourismuschef fordert Soforthilfe auch für kleine Anbieter. Denn wer privat Betten oder eine Ferienwohnung anbietet, fiel bislang durchs Raster. Dabei gelten Privatvermieter als Stütze des Tourismus. Eine Vermieterin schildert die große Unsicherheit bei der Frage, ob Geld vom Staat für sie rechtens ist.

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Update 24. Mai, 14.28 Uhr

Zwei Schlachthof-Mitarbeiter in Waldkraiburg positiv getestet

Zwei Mitarbeiter des Schlachthofes in Waldkraiburg wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Die Testung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei bis auf einzelne Mitarbeiter, die nicht im Dienst waren, abgeschlossen. Das teilt das Unternehmen mit. 434 Personen wurden negativ getestet.

Am Standort der Südfleisch Waldkraiburg GmbH werden pro Woche 4200 Rinder geschlachtet und 800 Tonnen Fleisch zerlegt, das unter anderem in ganz Südbayern ausgeliefert wird. Die Mitarbeiter wurden getestet, nachdem es in Norddeutschland zu großeren Coronavirus-Ausbrüchen in der Belegschaft gekommen war. Die Ergebnisse der Testung der Mitarbeiter am Putenschlachthof in Ampfing liegen laut Landratsamt Mühldorf noch nicht vor.

50 Personen bei Corona-Demo in Prien

Rund 50 Personen versammelten sich am Samstagnachmittag am Sportplatz in Prien zu einer angemeldeten Corona-Demonstration. Polizeisprecher Stefan Sonntag spricht von einem „ruhigen Verlauf ohne besondere Vorkommnisse“.

Auch in Rosenheim habe man das Geschehen genau beobachtet und Präsenz am Max-Josefs-Platz und in der Heilig-Geist-Straße gezeigt, obwohl keine Veranstaltung angemeldet war. „Nur vereinzelt suchten hier Demonstranten Anschluss zu Gleichgesinnten, aber insgesamt kam es zu keinen Auffälligkeiten“, so Sonntag.

Deutlich weniger Ausflugsverkehr in der Region

Im Vergleich zum vergangenen Wochenende und dem Vatertag verzeichnete die Polizei am Samstag und Sonntag ein ruhiges Ausflugsgeschehen. „Die Aussicht auf eher durchwachsenes Wetter hat wohl dafür gesorgt, dass viele Leute zu Hause geblieben sind. Das Verkehrsaufkommen war an allen markanten Stellen in der Region deutlich niedriger“, sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag auf Anfrage.

Auch die Biergärten seien deutlich weniger besucht gewesen. „Bei den Kontrollen auf die Einhaltung der Abstandsregeln gab es so gut wie keine Beanstandungen.“

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Update 24. Mai, 11.13 Uhr

Seilbahnen gehen wieder in Betrieb

Grünes Licht für die Seilbahnen: Die Bergbahnen in der Region – Kampewandseilbahn, Wendelsteinbahn, Hocheckbahn sowie die Hochriesbahn – wollen ab 30. Mai wieder in Betrieb gehen. Wie rüsten sie sich und welche Hygienekonzepte wurden erarbeitet? Hier gibt es nähere Informationen, wie es mit dem Betrieb der einzelnen Bahnen losgeht.

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Update 23. Mai, 18.49 Uhr

Region Rosenheim ohne Neu-Infektion

Erstmals seit dem 15. März meldet der Landkreis Rosenheim einen Tag ohne neuentdeckte Coronavirus-Infektionen. So liegt die Zahl der insgesamt gemeldeten Fälle nach wie vor bei 2748. Davon gelten 1872 als geheilt.

In den Nachbarlandkreisen ist die Lage schon länger ruhiger als im ehemaligen Corona-Hotsport Rosenheim (Stadt und Kreis). So gab es im Landkreis Mühldorf am heutigen Tag zwar 2 gemeldete Neu-Infektionen. Allerdings liegt die Zahl der gemeldeten aktiven Fälle gerade einmal bei 9.

Etwas höher ist das Niveau im Landkreis Traunstein. Dort wurde am heutigen Samstag eine Neu-Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der derzeit gemeldeten Erkrankten dort liegt bei 156.

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Update 23. Mai 11.07 Uhr

Corona-Demos in Bayern – Offenbar auch Aktion in Rosenheim

In mehreren Städten im Freistaat wollen am Wochenende erneut Kritiker der Corona-Politik ihren Unmut kundtun. Mehr als 60 Demonstrationen vorwiegend gegen die Corona-Beschränkungen sind allein für den Samstag angemeldet, rund 70 sind es für das gesamte Wochenende.

Eine der größten Veranstaltungen wird am Samstag (15 Uhr) erneut auf der Münchner Theresienwiese zum Thema "Grundrechte" erwartet. Die Landeshauptstadt München hat die Zahl der Teilnehmer erneut auf 1000 begrenzt. Die Versammlung war ursprünglich für 10.000 Menschen beantragt worden. Die Demonstranten müssen einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten. Dies ist nach Auffassung des Kreisverwaltungsreferats nur bei dieser Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich.

In Rosenheim ist an diesem Wochenende zwar keine Demonstration angemeldet. Einige Gegner der Corona-Beschränkungen wollen sich aber nach OVB-Informationen auch am heutigen Samstagnachmittag wieder in der Rosenheimer Innenstadt treffen und gemeinsam "spazieren" gehen.

Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei mit einem massiven Aufgebot ein Verbot für Kundgebungen auf dem Max-Josefs-Platz durchgesetzt. Eine Woche zuvor hatte es eine Demonstration gegeben, bei der Auflagen nicht eingehalten wurden. Es waren mehr Besucher da als genehmigt und Sicherheitsabstände wurden nicht eingehalten. Das hatte in der Folge zu massiver Kritik an der Veranstaltung gesorgt. (dpa/lby/ki)

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Update 22. Mai, 20.55 Uhr

Im Umgang mit einer Risikopatientin geschlampt?

Der Albtraum eines jeden Patienten: Er kommt als Notfall ins Krankenhaus – und infiziert sich dort mit dem Coronavirus. Für Eva T. (63) wurde das zur bitteren Realität. Angesteckt auf der Normalstation im Romed-Klinikum Rosenheim, kämpft sie nun um ihr Leben. Ihr Sohn erhebt schwere Vorwürfe gegen das Krankenhaus.

Das Klinikum will den Vorfall untersuchen und sagt, man halte sich im Umgang mit Coronavirus-Patienten grundsätzlich an die geltenden Leitlinien.

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Update 22. Mai, 17 Uhr

Region Rosenheim: Auch bei 7-Tage-Inzidenz gute Entwicklung

Die Zahl der Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, sinkt in der Region Rosenheim weiter. Sowohl die Stadt Rosenheim als auch der Landkreis zeigen bei der Neuansteckungen eine positive Entwicklung. Die Stadt Rosenheim liegt bei den akuten Fällen der Infektionen sogar hinter kleineren Kommunen.

Positiv ist auch die Entwicklung der sogenannten 7-Tage-Inzidenz. Der Wert, der misst, wieviele Einwohner von 100.000 Einwohnern sich innerhalb von 7 Tagen mit dem Virus angesteckt haben, liegt für die Stadt Rosenheim bei 12,6 am 22. Mai. Der Grenzwert, ab dem Landkreise Lockerungen im Freistaat wieder rückgängig machen müssen, liegt bei 35.

Noch vor wenigen Wochen hatte die Stadt Rosenheim den damaligen kritischen Wert, 50, noch überschritten. Bei der Stadt Rosenheim möchte man aber nicht, dass die gute Tendenz zu Leichtsinn führt.

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Update 22. Mai, 14 Uhr

Mühldorfer Landrat über Folgen der Corona-Infektion

Mühldorf - Die Kommunalwahlen waren gerade einige Tage vorbei, Max Heimerl war im ersten Wahlgang zum neuen Mühldorfer Landrat gewählt worden. Da ließ sich der CSU-Politiker am 25. März auf das Corona-Virus testen. Dann kam die beunruhigende Nachricht, dass er infiziert ist. Mit Folgen für den Alltag der gesamten Familie. Den OVB-Heimatzeitungen hat Max Heimerl nicht nur von der Zeit mit Covid-19 berichtet, sondern auch davon, welche Folgen das Coronavirus bis heute für ihn hat.

Max Heimerl möchte nicht zuletzt davor warnen, die aktuelle Situation auf die leichte Schulter zu nehmen. Er warnt vor Sorglosigkeit im Umgang mit dem Coronavirus.

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Update 22. Mai, 13.30 Uhr

Nußdorf und Aschau mit den meisten Fällen

Jede Woche bieten die OVB-Heimatzeitungen einen Überblick nach Gemeinden über die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Mit jeweils 20 Einwohnern, die mit dem Virus infiziert sind, liegen die Gemeinden Aschau und Nußdorf im Landkreis Rosenheim an der Spitze. Einen Fall weniger verzeichnet die Gemeinde Bad Feilnbach. 14 Infizierte meldet die Gemeinde Riedering. Einwöhnerstärkere Kommunen, wie etwa Bad Aibling und Kolbermoor und die Stadt Rosenheim, rangieren teils deutlich derzeit dahinter.

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Update 22. Mai, 13.10 Uhr

Speiselokale öffnen ab Montag Innenräume

Ab kommender Woche wird eine weitere Maßnahme zum Schutz vor dem Coronavirus gelockert. Speiselokale öffnen ab Montag ihre Innenräume. Die Stadt Rosenheim weist in diesem Zusammenhang dauf hin, welche Gastronomie-Betriebe nicht unter die Regelung für Speiselokale fallen und was in Biergärten nach wie vor nicht erlaubt ist.

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Update 22. Mai, 12.25 Uhr

Markus Söder will weiter schrittweise lockern

Während der Corona-Pandemie sind die Beliebtheitswerte des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in Umfragen in die Höhe gegangen. Eine große Mehrheit der Bevölkerung befürwortere die Maßnahmen der Staatsregierung. Inzwischen wächst die Zahl derjenigen, die schnellere Lockerungen der Maßnahmen möchten.

Im Interview hält der Ministerpräsident an seiner Devise "Schritt für Schritt" lockern fest. Sowohl bei der Öffnung von Kitas und Schulen hält er daran fest, als auch für ein Thema, das den Deutschen besonders wichtig ist: Urlaub. Mehr dazu im Interview mit Markus Söder.

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Update 22. Mai, 12.06 Uhr

Schutzmasken fehlen in Krankenhäusern

Zu Beginn der Corona-Pandemie war Schutzausrüstung Mangelware. Insbesondere Schutzmasken fehlten, was besonders in Krankenhäusern und Arztpraxen zu großen Problemen führte. Die Politik machte es sich zur Aufgabe, diesen Zustand zu beseitigen.

Nun gibt es Berichte, dass die Masken mancherorts in Deutschland gerade in Arztpraxen und Krankenhäusern wieder fehlen.Das liegt aber offensichtlich nicht an leeren Lagern.

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Update 22. Mai, 10.08 Uhr

Flugverkehr in Bayern bricht in der Coronavirus-Krise ein

Die Corona-Pandemie hat den bayerischen Flugverkehr einbrechen lassen. Die bayerischen Verkehrsflughäfen in München, Nürnberg und Memmingen meldeten 86.100 Starts und Landungen im gewerblichen Luftverkehr für das erste Quartal 2020. Im Vergleich zum Vorjahr ist das nach Auswertungen des Statistischen Bundesamts ein Minus von 18,8 Prozent.

Auch die Zahl der Fluggäste ist im Vergleich zum letzten Jahr stark gesunken. 8,4 Millionen Passagiere an Bayerns Flughäfen sind 24,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Am deutlichsten waren die Auswirkungen der Corona-Krise im Monat März zu spüren. Hier brachen die Zahlen der Fluggäste um 64,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Bei Starts und Landungen verzeichnete das Bayerische Landesamt für Statistik einen Rückgang von fast 50 Prozent. (dpa/lby)

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Update 21. Mai, 18.49 Uhr

Fallzahlen in der Region bleiben niedrig

Die Zahlen sind immer mit vorsicht zu genießen, weil es sich nur um Infektionen handelt, die (zumeist nach Verdachtsfällen) mit Tests nachgewiesen sind. Dennoch scheint die Entwicklung der Coronavirus-Fallzahlen in der Region weiter positiv zu sein.

So gibt es beispielsweise im Landkreis Mühldorf zur Zeit gerade einmal noch 12 bekannte, aktive Erkrankungsfälle. Die letzte Neu-Infektion mit dem Coronavirus wurde dort am 14. Mai gemeldet.

Derweil gibt es in Stadt und Landkreis Rosenheim noch täglich neue Fälle. Die aktuellste Zahl vom 20. Mai: 12 Neu-Infektionen, so viele wie seit rund zehn Tagen nicht. Aber die Fallzahlen liegen dennoch weit unter denen, die täglich als genesen gemeldet werden.

Ganz ähnlich verhält es sich im Landkreis Traunstein. Seit dem 8. Mai gab es dort bereits 8 Tage ohne gemeldete Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der aktuell Erkrankten ist deutlich rückläufig.

Alle aktuellen Zahlen für die Region Rosenheim, Mühldorf, Chiemgau sowie für Bayern und Deutschland finden Sie täglich in unserem Fallzahlen-Update. Dort gibt es auch ständig eine aktuelle Übersicht zur sogenannten 7-Tage-Inzidenz in allen bayerischen Regionen - also der kritischen Fallzahl der Coronavirus-Infektionen, ab der regionale Maßnahmen erfolgen sollen. Derzeit sind es drei Städte und Kreise in Bayern, die über dem aktuell definierten Wert in Bayern liegen.

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Update 21. Mai, 17.15 Uhr

Die nächste Lockerungsrunde für Bayern

Erst hat das Coronavirus das öffentliche Leben in Bayern weitgehend lahmgelegt. Seitdem die Infektionszahlen zurückgehen, werden die Beschränkungen Schritt für Schritt gelockert. Die nächste Runde steht am kommenden Montag, 25. Mai, an.

Profitieren sollen die Gastronomie, Tourismusbetriebe und Altenheime. Außerde soll die Kinderbetreuung weiter geöffnet werden. Lesen Sie hier, was genau sich ab Montag ändern wird.

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Update 21. Mai, 11.13 Uhr

Maxlrainer Ritterspiele sollen stattfinden

Das Jahr der Corona-Pandemie ist für die Macher von Großveranstaltungen auch das Jahr der Hiobsbotschaften. Ob Wiesn in München, Herbstfest in Rosenheim oder das Sommerfestival – allenthalben hagelt es Absagen.

Nicht die apokalyptischen Reiter, sondern die Überbringer hoffnungsvoller Kunde: Die Maxlrainer Ritterspiele sollen auch im Jahr der Corona-Pandemie stattfinden.

Nicht so für die Maxlrainer Ritterspiele. Wenn es nach dem Veranstalter geht, sollen die Ritterspiele am 19. und 20. September stattfinden. Das soll auch im "Seuchenjahr" 2020 gehen. In abgespeckter Version allerdings.

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Update 21. Mai, 10.34 Uhr

Studie zeigt Infektionswege des Coronavirus auf

Den ersten größeren Coronavirus-Ausbruch hatte es Anfang des Jahres bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg gegeben. Die Infektionsketten konnten alle nachverfolgt werden. Der Ausbruch der Epidemie in Deutschland schien vorerst abgewendet.

16 Infektionen mit dem Coronavirus wurden damals am Firmenstandort in Stockdorf aufgespürt. Auch ein Mitarbeiter und seine Familie im Landkreis Traunstein waren damals betroffen. Nun gibt es eine Studie zu den Infektionsketten, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, das Robert-Koch-Institut und die Berliner Charité gemeinsam veröffentlichten, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

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Demnach habe sich die Infektion von Menschen mit, aber auch von Menschen ohne Symptome auf andere übertragen. Auf der anderen Seite habe auch der nachweisliche Körperkontakt mit Infizierten nicht zwingend zu einer Ansteckung geführt. Die Forscher schließen aus den Erkenntnissen, dass es schwierig werde, die weltweite Ausbreitung des Coronavirus langfristig einzudämmen.

Update 20. Mai, 17.05 Uhr

Fünf Bürger im Kreis Traunstein neu mit Virus infiziert

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 165 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 6,21. Am Mittwoch sind beim Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1286 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mittlerweile mindestens 1036 Personen (zwölf mehr als gestern).

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 14 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich drei Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

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Update 20. Mai, 16.37 Uhr

Landkreis Mühldorf verzeichnet keinen neuen Corona-Fall

Im Zuständigkeitsbereich des Landratsamts Mühldorf gibt es mit Stand von Dienstag keinen neuen Corona-Fall. Das teilt das Landratsamt Mühldorf auf seiner Website mit. Insgesamt liegen dort 495 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus vor, 453 sind zwischenzeitlich wieder gesund. Derzeit sind noch 15 Menschen am Virus erkrankt, 5 von ihnen werden im Krankenhaus behandelt.

Die sogenannten 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Einwohner von 100.000 Einwohnern, die innerhalb von sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert wurden, liegt im Landkreis Mühldorf bei 0,9.

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Update 20. Mai, 14.45 Uhr

Gesundheitsamt Rosenheim meldet zwei Neuinfizierte

„Ich appelliere eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an das Abstandsgebot und die Hygieneregeln zu halten zum Schutz unserer Gesundheit. Dies gilt insbesondere auch für den bevorstehenden Feiertag“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. Er empfiehlt weiterhin ausdrücklich, den Mindestabstand von 1,50 Metern nach Möglichkeit durchgängig einzuhalten und die Hygieneregeln zu befolgen, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Zudem ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus seiner Sicht eine Möglichkeit, die Infektionsgefahr zu reduzieren, da hierdurch eine Übertragung unwahrscheinlicher wird.

Am Dienstag wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim zwei neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2.729 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2222, Stadt: 507).

Mittlerweile wurde bei mindestens 1.821 Personen eine Genesung dokumentiert. 199 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 132 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 128 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 24 Patienten auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand von Mittwoch für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 13,41.

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Update 20. Mai, 14 Uhr

Durchbruch bei Suche nach Corona-Impfstoff?

Wie handelsblatt.com berichtet, hat die US-Biotechfirma Moderna ermutigende Zwischenergebnisse einer Phase-1-Studie zu seinem experimentellen Impfstoff gegen Covid-19 veröffentlicht. Bei den ersten acht Patienten konnte demnach durch die Behandlung mit dem eigens entwickelten Impfstoff mRNA-1273 tatsächlich eine Immunisierung erzeugt werden.

Bei allen Probanden hätten sich nach zwei Impfungen Antikörper gebildet. Die Konzentration sei mindestens so hoch wie bei genesen Corona-Patienten gewesen. Der Impfstoff sei dabei gut verträglich gewesen.

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Update 20. Mai, 13 Uhr

Abiturprüfungen unter Corona-Bedingungen haben begonnen

Mit Hygiene-Auflagen und einiger Verspätung haben in Bayern die Abiturprüfungen begonnen. Nicht nur in Wasserburg bildet das Fach Deutsch den Auftakt. Schüler und Lehrer aus der Region berichten was am "Corona-Abitur" 2020 anders ist.

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Update 19. Mai, 18.40 Uhr

Kinobetreiber aus Region erhält keine Corona-Hilfe

Kinos im Freistaat Bayern wurden im Zuge des Schutzes vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschlossen. Jüngst hat das bayerische Kabinett bekanntgegeben, Betreibern unter die Arme greifen zu wollen - mit finanziellen Hilfen. Ein Kinobetreiber aus dem Landkreis Mühldorf kritisiert diese Unterstützung. Denn er kann sie nicht in Anspruch nehmen,sein Kino ist zu groß.

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Update 19. Mai, 17.45 Uhr

Biergarten-Besucher in Mühldorf protestiert

Am Montag haben bayerische Gastronomie-Betriebe ihre Arbeit in Außenbereichen wieder aufgenommen. Es handelt sich um die erste Lockerung der Maßnahmen, die die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollten. Im Landkreis Mühldorf haben Gastronomen eine Bilanz des Neustarts gezogen. Es gab auch Biergarten-Gäste, die die neuen Auflagen in Gastro-Außenbreichen kritisieren.

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Update 19. Mai, 16.25 Uhr

Plexiglas kein besserer Corona-Schutz

Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim

Eine Mund-Nasen-Bedeckung kann durch Plexiglasvisiere nicht ersetzt werden Plexiglasschutzhauben bieten nicht den gleichen Schutz wie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Darauf haben jetzt das Gesundheitsamt Rosenheim und das Sachgebiet Verbraucherschutz im Landratsamt Rosenheim aufmerksam gemacht. Auch das Robert-Koch-Institut und das Bayerische Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfehlen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

In Lebensmittel- aber auch in anderen Geschäften trägt ein Teil des Personals eine Art Visier aus Plexiglas. „Sie stellen keinen ausreichenden Schutz dar“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim Dr. Wolfgang Hierl. Der Hauptübertragungsweg des neuartigen Corona-Virus sind feine Tröpfchen in der Atemluft. Aus diesem Grund wurde für bestimmte Bereiche im öffentlichen Leben eine Maskenpflicht eingeführt. Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll vor allem andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln aus der Ausatemluft desjenigen schützen, der eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt.

Im Unterschied dazu können sich Tröpfchen trotz Plexiglasschutzhauben nach wie vor leicht verteilen und andere Personen oder Risikogruppen gefährden. Dr. Hierl spricht sich daher klar für eine Mund-Nasen-Bedeckung aus: „Das Reduzieren von Viren in der Atemluft ist der eigentliche Grund für die Maskenpflicht. Durch sie lässt sich die Ausbreitung von COVID-19 eindeutig verlangsamen.“

Gleiches gilt im Übrigen auch für Plexiglasscheiben in Kassenbereichen. Sie helfen, wenn Tröpfchen in der Atemluft frontal auftreffen. Wenn Kunden aber seitlich von den Plexiglasscheiben stehen, beispielsweise um zu Zahlen oder um die eingekaufte Ware einzutüten, ist kein Schutz mehr vorhanden. Das bedeutet, Plexiglasscheiben im Kassenbereich stellen einen zusätzlichen Schutz dar, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung können sie nicht ersetzen.

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Update 19. Mai, 14.15 Uhr

Corona-Tests in Asylunterkunft in Bad Aibling

Ein Großaufgebot von BRK- und 32 Polizeikräften gab es am Dienstag vor der Asylbewerberunterkunft an der Krankenhausstraße in Bad Aibling. Hintergrund war eine weitere Corona-Testung der Bewohner, nachdem in der Einrichtung des Landkreises Rosenheim am vergangenen Donnerstag eine Person positiv getestet und samt Familie in eine andere Unterkunft verlegt worden war. Da die verbliebenen Bewohner als enge Kontaktpersonen galten, wurden sie nun noch einmal abgestrichen. Die Amtshilfe seitens der Polizei sei ein übliches Vorgehen bei Testungen dieser Größenordnung, teilten Sprecher von Polizei und Landratsamt mit. Es sei aber alles ruhig verlaufen. Wenn die Testergebnisse vorliegen, wollen Landratsamt und Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen entscheiden.

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Update 19. Mai, 13.10 Uhr

Wird Frühwarn-System verschärft?

Nach einer Beratung des Bayerischen Kabinetts haben Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und  Gesundheitsministerin Melanie Huml eine Pressekonferenz gegeben. Darin haben sie unter anderem bekannt gegeben, dass die 3. Fußball-Liga starten darf. Außerdem zeichnet sich ab, dass das Frühwarnsystem verändert wird. Herrmann sagte, dass die Entstehung lokaler Hotspots eine normale Entwicklung sei. Allerdings möchte Bayern den entscheidenden Grenzwert der sogenannten /-Tage-Inzidenz von 50 auf 35 senken. Das bedeutet dass eine Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen bereits eintreten könnte, wenn sich innerhalb von sieben Tagen in einer Region 35 pro 100.000 Einwohnern mit dem Coronavirus infiziert haben. Maßnahmen müssten vom Infektionsgeschehen der betroffenen Region abhängig gemacht werden.

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Update 19. Mai, 13.05 Uhr

Bayerische Minister geben Pressekonferenz



Update 19. Mai, 12.40 Uhr

12 Bewohner positiv auf Corona getestet

Der Ertlhof in Rimsting steht unter Quarantäne, weil zwölf der 61 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Für diese zwölf Bewohner hat die Heimleitung in Absprache mit dem Gesundheitsamt eine eigene Isolierstation eingerichtet. Dafür wurde ein Wohnbereich, der über einen eigenen Speisesaal und sogar einen eigenen Raucherraum verfügt, abgesperrt.

„Am Wochenende hat der Katastrophenschutz nach Absprache mit Heimleitung und Gesundheitsamt einen Zaun um das komplette Gelände errichtet“, erklärt Ertlhof-Geschäftsführer Martin Kruse. Jetzt kann niemand das Gelände verlassen oder von außen betreten.

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Update 19. Mai, 8.55 Uhr

Immer noch strenge Kontrollen an der Grenze

Die Grenzübergänge nach Österreich sind wieder offen, die Kontrollen zurückgefahren. Aber bedeutet das auch freie Fahrt ins Nachbarland? Klare Antwort: Nein. Denn auf österreichischer Seite wird stichprobenartig immer noch streng kontrolliert, ob die Einreisewilligen erstens einen triftigen Grund haben und zweitens: ein gültiges Attest, nicht mit dem Coronavirus infiziert zu sein.

Die strengen Voraussetzungen für die Einreise haben in den vergangenen Tagen zu viel Frust geführt.

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Update 18. Mai, 17.15 Uhr:

Quarantäne von Asylbewerberunterkunft in der Kufsteiner Straße kann aufgehoben werden

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rosenheim. Die am 16. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Kufsteiner Straße kann ab sofort aufgehoben werden. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Zu Beginn der Quarantäne hielten sich 48 Personen in der Unterkunft auf. Insgesamt 18 Menschen wurden positiv getestet. Stand heute (18. Mai 2020) sind alle erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner genesen. Alle bisher negativ getesteten Bewohner wurden am 13. Mai 2020 noch einmal getestet. Bei einer vierköpfigen Familie waren die Ergebnisse positiv. Bei einer weiteren Familie liegen die Testergebnisse noch nicht vollzählig vor. Beide Familien wurden verlegt und separiert untergebracht. Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner wurden erneut negativ getestet.

„Weil es damit nach derzeitigem Stand in der Einrichtung keine Infizierten mehr gibt, kann der Bauzaun heute Abend wieder abgebaut werden. Keine der infizierten Personen musste ins Klinikum eingeliefert werden. Die medizinische Betreuung hat reibungslos funktioniert“, so der Leiter der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl.

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Aktuelle Infektionszahlen in der Region

Der Landkreis Traunstein meldet mittlerweile drei Tage ohne entdeckte Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Im Landkreis Mühldorf sind es sogar vier. Und weil die Zahl der Genesenen Tag für Tag steigt, sind immer weniger Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Auch in Stadt und Landkreis Rosenheim sinkt die Zahl der Infizierten. Allerdings langsamer als in den Nachbarlandkreisen. Denn immer noch meldet das Rosenheimer Gesundheitsamt täglich Neu-Infektionen. 11 sind es aktuell. Von der kritischen Grenze von 50 Neu-Infektionen im Sieben-Tages-Schnitt ist aber auch Rosenheim mittlerweile weit entfernt.

Alle Zahlen für die Region, Bayern und Deutschland finden Sie in unserer täglich aktuellen Übersicht.

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Update 18. Mai, 16.06 Uhr

Die Wirtshäuser machen wieder auf – mit Einschränkungen

Die Corona-Krise hat die Gastronomie besonders hart getroffen. Umso größer ist unter den Wirten die Freude, dass sie wieder aufsperren dürfen. Doch die finanziellen Verluste sind hoch. Der Aufwand, um die Corona-Regeln richtig umzusetzen, ist enorm.

Die Gastronomen in Rosenheim wissen auch ganz genau, dass der Neustart einer mit spürbaren Einschränkungen ist. So befürchten sie, dass auch mit den offenen Biergärten durch die Auflagen noch ein gutes Stück Wirtshauskultur fehlt, dass von Geselligkeit und engem Beisammensein lebt.

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Update 18. Mai, 13.50 Uhr

FDP fordert mehr Rechte für den Landtag

Die Landtags-FDP fordert für die Zukunft eine Beteiligung des Landtags beim Erlass von

Anti-Corona-Maßnahmen

. Entsprechende Rechtsverordnungen der Staatsregierung sollen künftig der

Zustimmung des Landtags

bedürfen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den die FDP-Fraktion am Montag in München vorstellte. Nur in besonders dringenden Fällen soll die Staatsregierung die Zustimmung auch nachträglich einholen können. Stimmt der Landtag nicht binnen sieben Tagen zu, soll die Verordnung wieder außer Kraft treten.

"Auch in Krisenzeiten braucht es eine wirksame parlamentarische Kontrolle", sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen. Eingriffe in die Grundrechte der Bürger bedürften einer parlamentarischen Legitimation. "Diese Legitimation und eine öffentliche Debatte im Landtag tragen auch dazu bei, Verschwörungstheorien den Boden zu entziehen", erklärte er.

Söder will Lohnfortzahlung für Eltern

Die CSU unterstützt den Plan, Familien in der Corona-Krise länger und stärker zu unterstützen. Nach der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer befürwortete am Montag auch CSU-Chef Markus Söder das von der SPD vorangetriebene Vorhaben, den Anspruch auf Lohnfortzahlung zu verlängern. Er sei dafür, sagte Söder am Montag nach Teilnehmerangaben in einer CSU-Vorstandsschalte.

Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens. Für eine Anschlussregelung hatten sich zuvor Sozialminister Hubertus Heil und Familienministerin Franziska Giffey eingesetzt (beide SPD), ebenso wie SPD-Chefin Saskia Esken. (dpa/lby)

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Update 18. Mai, 11.30 Uhr

Leben im Corona-Alltag

Mit einem Schlag war im März die Coronakrise da, und alles war plötzlich anders. Doch mittlerweile - und nach den mittlerweile deutlich spürbaren Lockerungen - ist so etwas wie ein Corona-Alltag eingekehrt. Dass dieser Alltag dennoch spannend sein kann, zeigt ein Rundgang durch die Bernauer Geschäftswelt. Ladeninhaberinnen und Verkäuferinnen berichten, wie es sich anfühlt, den ganzen Tag mit Mundschutz zu arbeiten.

Während in der Fußball-Bundesliga der Ball wieder rollt, pausieren die bayerischen Amateurvereine nach wie vor. Trainieren dürfen die Kicker in den unteren Ligen aber wieder - mit strengen Auflagen. Wie der Trainingsalltag aussieht, davon berichten einige Trainer von der Regional- bis zur Landesliga.

Den Amtsantritt nach einer gewonnenen Wahl hätte sich so mancher Lokalpolitiker im Wahlkampf-Endspurt sicherlich auch noch anders ausgemalt. Jetzt sind erst einmal Qualitäten als Krisenmanager gefragt. So auch bei Mühldorfs neuem Landrat Max Heimerl. "Alle neu gewählten Landräte und Bürgermeister mussten vom ersten Tag an funktionieren", sagt er im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen.

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Update 17. Mai, 17.20 Uhr: 

Polizei zieht trotz vereinzelter Proteste positive Bilanz

Nach der Demo vom 9. Mai mit mehreren hundert Menschen auf dem Max-Josefs-Platz hatte die Stadt Rosenheim mit einem Verbot von Kundgebungen in der Innenstadt reagiert. Das hat geklappt: Am Wochenende wurde es nicht zu eng - was wohl auch an der massiven Polizeipräsenz lag.

Die Priorität des taktischen Konzepts bestand am Wochenende im gesamten Präsidiumsbereich darin, die Bildung von dicht gedrängten Personengruppen bei Versammlungen und Ansammlungen zu verhindern.

In anderen Teilen der Region kam es jedoch zu größer angelegten Protesten. 

Lesen Sie mehr dazu: 

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Update 17. Mai, 10 Uhr: 

Offene Biergärten und vollere Schulen

Der Biergarten vom Huberwirt in Raubling steht in den Startlöchern, eröffnet wird hier am 21. Mai. 

(dpa/lby) - Wochenlang sind Klappstühle und Bänke in den Wirts- und Biergärten leer geblieben. Damit ist nun Schluss. Auch immer mehr Schüler kehren in die Klassenräume zurück. Was sich in Bayern von diesem Montag an und danach alles ändert. Ein Überblick:

GASTRONOMIE UND HOTELLERIE

Wer darf ab Montag wieder öffnen?

Zunächst darf die Gastronomie im Außenbereich öffnen - also Biergärten, Wirtsgärten oder Freischankflächen. Allerdings muss schon um 20.00 Uhr zugesperrt werden. Eine Woche später dürfen die Wirte dann die Innenbereiche bis 22.00 Uhr öffnen. Beherbergungsbetriebe müssen sich voraussichtlich noch bis zum Pfingstwochenende gedulden.

Sitzt man dann alleine und mit Mundschutz am Tisch?

Nein, am Tisch darf der ansonsten vorgeschriebene Mundschutz abgelegt werden. Zudem dürfen laut Branchenverband Dehoga Personen aus zwei Hausständen beisammensitzen. Ansonsten gilt der Mindestabstand von 1,50 Metern. Das Servicepersonal muss Mundschutz tragen, in der Küche ist dies nur dann vorgeschrieben, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Kann man einfach wieder so in die Wirtschaft?

Eine Reservierung ist laut Dehoga sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Zudem werden eintreffende Gäste vom Personal platziert und ihre Personalien und Telefonnummern aufgenommen. Letzteres soll sicherstellen, dass im Fall des Falles Infektionsketten nachvollzogen werden können.

SCHULEN

Wer darf ab Montag wieder zurück in die Klassenzimmer?

Am Montag geht es auch für die unteren Klassen wieder los. Das heißt für die Erstklässler, die fünften Klassen der Mittelschulen und die fünften und sechsten Klassen an Realschulen und Gymnasien. An den Wirtschaftsschulen dürfen, je nach Art, die achte, die siebte oder auch die sechste Jahrgangsstufe zurück. Das ist dann die dritte Stufe der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts. Seit Ende April sind die Abschlussklassen wieder zurück, ihnen folgten die Schüler, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen, sowie die vierten Klassen.

Schüler einer vierten Klassen tragen Mundschutz, während sie am Morgen im Schulhof mit Abstand zueinander anstehen.  

Was ist mit den anderen Schülern?

Für sie beginnt der Präsenzunterricht erst nach den Pfingstferien Mitte Juni. Für die mittleren Klassen der Grundschulen soll es laut Kultusministerium aber – je nach Möglichkeit vor Ort – ein freiwilliges pädagogisches Begleitangebot geben.

Findet der Unterricht dann wieder wie gewohnt statt?

Die Stundenpläne sind verschlankt und meist auf die Kernfächer reduziert. Oft fallen Fächer wie Sport, Musik oder Kunst aus. Der Unterricht soll zudem in geteilten Lerngruppen stattfinden, die sich wochenweise oder auch tageweise abwechseln. In Wochen ohne Präsenzunterricht sollen die Schüler dann wieder von zu Hause lernen.


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Update 16. Mai, 17 Uhr:

Keine Demonstration in Rosenheim

Am Samstagnachmittag blieb es auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim verhältnismäßig ruhig. Nach der Demonstration vor einer Woche hatte die Stadt Rosenheim weiteren Versammlungen dieser Art zumindest für die Innenstadt eine Absage erteilt. 

Dennoch zeigte die Polizei mit rund zehn Polizeiwagen hohe Präsenz. Wie erwartet waren auch etliche „Impfgegner“ vor Ort und zeigten sich, so berichtet unser Reporter, mehr oder weniger offensichtlich als Gegner der derzeitigen Coronapolitik. Sie trugen zum Beispiel „Anti-Bill-Gates“-Shirts, etliche waren auffallend weiß gekleidet, andere bekannten sich für einen „Kampf für die Freiheit“ auf ihrer Kleidung. Es kam zu einigen kürzeren Diskussionen mit der Polizei, unter anderem gegen 13.30 Uhr unmittelbar vor dem Mittertor, da einige Personen die Sicherheitsabstände nicht einhielten und sich eine „Grüppchenbildung“ anbahnte. 

Eine Demonstrantin musste gebeten werden, das laut hörbare Abspielen der Deutschland-Hymne in Dauerschleife im Bereich vor dem Gasthaus „Zum Stockhammer“ zu unterlassen. 

Insgesamt herrschte teilweise recht reges Treiben, da auch viele Passanten unterwegs waren (Einkaufssamstag). Die Gastronomen sind damit beschäftigt, ihre Biergärten für die Wiedereröffnungen am Montag fit zu machen. 

Erfahren Sie mehr: Die Demonstrationen am heutigen Samstag in Deutschland

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Update 16. Mai, 13 Uhr

Wieder mehr Neuinfektionen in Österreich – auch in Deutschland Post-Zentrum Infektionsherd

Laut oe24.at sind österreichweit seit Freitag 93 Neuinfektionen gezählt worden. Hotspot scheint demnach Wien zu sein, die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen sei in der Stadt in den vergangenen 24 Stunden um 48 gestiegen. 

Die neuen Ansteckungen kömen hauptsächlich aus dem Umfeld von Post-Mitarbeitern, die sich in Verteilerzentren angesteckt haben. 

Auch in Deutschland hat der Paketzusteller DPD einen Standort im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen mit Hunderten Mitarbeitern wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen.

Bislang seien 42 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden, erklärte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Es seien aber noch nicht alle Proben ausgewertet worden. Alle 400 Mitarbeiter aus dem Standort in Hückelhoven sind demnach in zweiwöchiger Quarantäne. 

Über 1.700 Menschen im Kreis Rosenheim wieder genesen

In Stadt und Landkreis Rosenheim sind bisher insgesamt 2709 Fälle von COVID-19 aufgetreten. Bei 1716 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 193 Personen sind verstorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 15. Mai (Stand 18 Uhr).

Zudem ist der Ertlhof in Rimsting unter Quarantäne gestellt worden. Zwölf der 61 Bewohner wurden positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Sie werden im Haus umverlegt, um sie von den übrigen Bewohnern zu trennen.

Vor Ort wird ein Bauzaun aufgestellt, um den negativ Getesteten die Möglichkeit zu geben, das Gebäude zu verlassen und ins Freie zu gehen.

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Update 16. Mai, 10 Uhr:

Hunderte zu Protesten gegen Corona-Beschränkungen erwartet 

Im ganzen Freistaat kommt es an diesem Wochenende wieder zu Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung.

Eine der größten Veranstaltungen wird auf der Münchner Theresienwiese erwartet. Dort findet ab 15 Uhr eine Demonstration zum Thema „Grundrechte“ statt. 

Die Stadt Rosenheim hat Kundgebungen in der Innenstadt verboten. Da jedoch Spontanversammlungen als Protest gegen die Corona-Maßnahmen befürchtet werden, zeigt die Rosenheimer Polizei eine hohe Präsenz in Innenstadt.

Mehr dazu: Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März im Interview

Update 15. Mai, 17.45 Uhr

Eine Neuinfektionim Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit noch 256 COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 11,86. Am Donnerstag ist beim Gesundheitsamt eine Neuinfektion gemeldet worden. Es liegen somit insgesamt 1276 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 937 Personen (acht mehr als am Vortag). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 17 Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (fünf in Traunstein).

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Update 15. Mai, 14.35 Uhr

Quarantäne für Asylunterkunft aufgehoben

Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilt, ist die Quarantäne für die Asylbewerberunterkunft in Brannenburg wieder aufgehoben. Die Bewohner wurden am Freitag darüber informiert, dass alle zuletzt genommenen Abstriche negativ getestet worden waren. Der Bauzaun um die Unterkunft wird am Montag abgebaut.

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Update 15. Mai, 13.36

Rosenheim verbietet Kundgebungen in der Innenstadt

Die Rosenheimer Stadtverwaltung hat aufgrund der aktuellen Infektionslage entschieden, dass die Innenstadt bis auf Weiteres nicht mehr für Versammlungen zur Verfügung steht. Das teilt die Stadt am heutigen Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit aber weiterhin zu garantieren, setzt die Stadt auf lösungsorientierte Gespräche mit den jeweiligen Versammlungsleitern. Am vergangenen Wochen hatte es auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim eine umstrittene Kundgebung gegeben, die in der Region für teils heftige Reaktionen gesorgt hatte.

Die Erfahrung vom vergangenen Samstag habe gezeigt, dass die Rosenheimer Innenstadt "erfreulicherweise wieder relativ stark frequentiert"ist, teilt Pressesprecher Thomas Bugl mit. Zudem wolle die Stadt zur Unterstützung der innerstädtischen Gastronomie deren Außenflächen soweit vertretbar ausweiten. Deshalb sei absehbar, dass bei künftigen Demonstrationen die infektionsschutzrechtlich geforderten Abstände zwischen Personen nicht gewährleistet werden können.

"Um Versammlungsteilnehmer und Passanten keiner unnötigen Infektionsgefahr auszusetzen, will die Stadt zukünftig weitläufigere Örtlichkeiten wie z.B. den Mangfallpark für Versammlungen und Demonstrationen nutzen“, so Rosenheims Ordnungsdezernent Herbert Hoch. Damit komme die Stadt auch einer Forderung des bayerischen Innenministeriums zur Entwicklung von alternativen Konzepten zur möglichst gefahrlosen Sicherstellung des Rechts auf Versammlungsfreiheit nach.

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Update 15. Mai, 11.25 Uhr

Arbeitsministerium will Hilfen für Eltern stoppen

Bislang hatten Eltern, die wegen der Schließung von Kindertagesstätten ihre Kinder zu Hause betreuten, eine staatliche Lohnfortzahlung erhalten. So sollte der Verlust des Verdienstes ausgeglichen werden, der entsteht, weil Eltern nicht arbeiten können, während sie ihre Töchter und Söhne beaufsichtigen.

Doch nun zeichnet sich ab, dass das Bundesarbeitsministerium die finanzielle Unterstützung einstellen möchte.Eltern kritisieren das Vorhaben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Begründung dafür, längst nicht für alle Familien gilt.

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Update 15. Mai, 11 Uhr

Deutsche Wirtschaft bricht durch Coronavirus ein

Das Statistische Bundesamt hat offizielle Zahlen veröffentlicht, wie sich die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf die deutsche Wirtschaft auswirken. Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem vorherigen Quartal um 2,2 Prozent geschrumpft. Volkswirte sehen darin den Anfang einer möglichen Rezession.

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Udate 14. Mai, 18.15 Uhr

Kommt ein "Herbstfest light"?

Es wäre für viele Fans des Rosenheimer Herbstfestes ein Trost: Wie die OVB-Heimatzeitungen exklusiv erfahren haben, könnte es einen Ersatz für das wegen der Corona-Pandemie abgesagte Fest geben. Die Stadt Rosenheim bestätigte, dass es entsprechende Initiativen gebe. Angedacht ist ein Konzept, das der Gastronomie Rosenheims keine Konkurrenz macht und verhindert, dass viele Menschen an einem Ort der Stadt zusammenkommen.

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Update 14. Mai, 17.40 Uhr

Durchbruch bei Suche nach Corona-Impfung?

Das Tübinger Biotechnologieunternehmen CureVac hat am Donnerstag erste Daten zu seinem Coronavirus-Impfstoffprojekt veröffentlicht. Demnach habe der Impfstoff bei niedriger Dosierung positive präklinische Ergebnisse erzielt.

Weiter teilte die Firma laut einem Bericht von n-tv mit, dass die vorliegenden Daten eine „ausgewogene Immunantwort, verbunden mit der Bildung einer hohen Anzahl von virusneutralisierenden Titern (VNTs) und T-Zellen“ zeigten. VNTs seien ein entscheidender Indikator dafür, ob der potenzielle Impfstoff eine starke immunologische Reaktion hervorrufen kann, die dann zur Neutralisierung des Corona-Erregers führen kann.Klinische Studien mit gesunden Freiwilligen will CureVac im Juni starten.

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Update 14. Mai, 16 Uhr

Corona-Pandemie verursacht größtes Steuerloch seit Kriegsende

Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen, wie das Finanzministerium am Donnerstag in Berlin bekanntgab. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern reinkommen als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent. Es wäre ein Rekord-Steuerloch. Bund, Länder und Kommunen müssen daher mit 98,6 Milliarden Euro weniger auskommen als noch im November vorhergesagt - und bereits in den Haushalten verplant. Es wäre.

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Update 14. Mai, 12.50 Uhr

Kulturveranstaltungen in Bayern ab Pfingsten?

München (dpa) – Nach coronabedingten Schließungen will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch bei der Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen sehr vorsichtig vorgehen, setzt aber auf einen langsamen Neustart ab Pfingsten. "Auch da gilt der Grundsatz: Besonnenheit und Vorsicht", sagte Söder am Donnerstag in München. Das Gros werde nach Einschätzung der Kulturminister aber eher erst ab den Sommerferien oder danach beziehungsweise im Herbst folgen.

Söder kündigte bereits strenge Hygieneschutzkonzepte an, ähnlich wie in Gottesdiensten. Kunstminister Bernd Sibler (CSU) betonte, auch bei einer Wiedereröffnung der Spielstätten im Herbst werde es Einschränkungen geben. "Wir werden nicht den 1000-Leute-Saal komplett voll haben". Eine weitere denkbare Maßnahme sei eine "Personalisierung von Ticktes".

Für Kinos forderte Bayerns Digitalminister Judith Gerlach (CSU) ein bundesweit einheitliches Vorgehen. "Wir brauchen einheitliche Starts", sagte sie. "Kinos brauchen attraktive Filme. Die Filme starten aber nur, wenn sie bundesweit gezeigt werden können." Sie halte darum "ein abgestimmtes Vorgehen" der Bundesländer "für absolut sinnvoll".

Bayern stockt sein Hilfsprogramm für die krisengeschüttelte Kulturbranche deutlich auf: 200 Millionen Euro statt wie bisher geplant 90 Millionen Euro sollen nun für Künstler und Kulturschaffende im Freistaat bereitgestellt werden.

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Update 14. Mai, 12.40 Uhr

Erleichterungen für Land- und Forstwirte an Grenze zu Tirol

Land- und Forstwirte können nun zeitweise zusätzliche Grenzübergangsstellen an der Grenze zu Tirol nutzen. Dies hat die Bundespolizei mit den österreichischen Behörden vereinbart. Die Sonderregelung umfasst die Grenzübergänge Wildbichl-Landl/Bayrischzell (6 bis 20 Uhr) sowie Wildbichl/Sachrang (6 bis 20 Uhr) und bezieht sich auf Grenzübertritte, die mit land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten in der Grenzregion erforderlich sind.

Die Berechtigten benötigen eine „Bescheinigung für den Grenzübertritt“, die für den Tiroler Grenzabschnitt per E-Mail oder persönlich bei der Bundespolizei Rosenheim (Burgfriedstraße 34, Rosenheim oder bpoli.rosenheim@polizei.bund.de) beantragt werden kann. Die Land- und Forstwirte müssen als Grenzgänger die ausgestellte Bescheinigung mit dem Ausweisdokument mitführen.

Sowohl die deutschen als auch die österreichischen Behörden überwachen die Grenzübergänge. Laut Rainer Scharf, Sprecher der Bundespolizei, fahren die Bundespolizisten immer wieder zur Kontrolle an die Grenze bei Sachrang. Das werde auch so bleiben.

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Update 10.05 Uhr

Pressekonferenz live: Wie geht es in Bayern mit Kunst und Kultur weiter?

Update 14. Mai, 9.41 Uhr

Spahn hält an Immunitätsausweis fest

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält in der Corona-Krise grundsätzlich an

Plänen zur Einführung eines Immunitätsausweises

fest. Man werde sich verstärkt mit der Frage beschäftigen müssen, "welche Einschränkungen wann für wen zulässig sind", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Andere Staaten planen bereits, die Einreise künftig von einem derartigen Immunitätsnachweis abhängig zu machen", betonte Spahn. "Denn die Lösung kann ja nicht sein, dass unsere Bürgerinnen und Bürger nicht mehr in Länder reisen können, die solche Regelungen planen."

Spahn hatte Anfang Mai erklärt, dass es vorerst keine Regelungen dazu geben soll, inwiefern solche Immunitätsnachweise Ausnahmen von Alltags-Beschränkungen wie in der Corona-Krise ermöglichen könnten. Spahn hat den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten. Neben der Opposition hatte sich auch SPD-Chefin Saskia Esken skeptisch über Pläne für Immunitätsnachweise geäußert. Bei einer heute anstehenden Abstimmung im Bundestag steht das Thema nicht auf der Tagesordnung. (dpa)

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Update 14. Mai, 8.30 Uhr

Grenzöffnung ja, aber nur ein bisschen

Seitdem die Corona-Pandemie Europa mit voller Wucht getroffen hat, waren die meisten Grenzen dicht. Auch die Region mit ihren zahlreichen Grenzübergängen zu Österreich ist davon massiv betroffen.

Am gestrigen Mittwoch verkündete Bundesinnenminister Horst Seehofer erste, vorsichtige Lockerungen. Ganz aufgemacht soll die Grenze aber erst am 15. Juni gemacht werden.

"Natürlich ist im Angesicht von Corona weiter höchste Vorsicht geboten. Doch mit der Zahl der Neuinfektionen sind Reisebeschränkungen eigentlich nicht mehr zu rechtfertigen" – ein Kommentar zur Entscheidung.

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