COVID Kids Bavaria

Wie ansteckend ist das Coronavirus für Kinder? Bayern steckt 1 Million Euro in eine Studie

Auf dem Spielplatz: Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus unter Kindern?
+
coronavirus-kinder-studie-coronakids-bavaria.jpg
  • Moritz Kircher
    vonMoritz Kircher
    schließen

Die Langzeitstudie in Bayern «Covid Kids Bavaria» soll die Ansteckungsgefahr bei Kindern durch Coronaviren klären. Sechs Kinderkliniken von Universitäten würden die Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen wissenschaftlich begleiten. Das Ergebnis der Studie dürfte große Auswirkungen haben.

Update 6. Juli, 14.22 Uhr

Studie untersucht auch Wechselwirkung von Kindern und Erwachsenen

Alle 6 bayerischen Unikliniken arbeiten bei der Studie zusammen, sagt Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Siebler. „In Zeiten von Fakenews ist Wissenschaft die einzige Antwort“, sagt er. Er erhofft sich von der Studie „wertvolle und lebensrettende Erkenntnisse". Die Studie nehme auch die Wechselwirkung zwischen Erwachsenen und Kindern in Schulen und Kitas in den Fokus.

Für die Studie gibt die Staatsregierung eine Million Euro aus.

Update 6. Juli, 14.18 Uhr

Söder warnt erneut vor der zweiten Welle

Jeder Studienteilnehmer wird mehrfach getestet, erklärt Söder. Es soll der Verlauf einer Infektion untersucht und die Ansteckungswegge. Die Studie soll im Juli starten und bis Anfang 2021 dauern. Mit einbezogen werden freiwillige Testpersonen an Schulen und Kitas in ganz Bayern – Kinder und Erwachsene in den Einrichtungen.

Lesen Sie auch:

Ischgl: Fast die Hälfte der Bevölkerung war mit Coronavirus infiziert

Warum gab es so viele Corona-Fälle in Bad Feilnbach? RKI startet Studie

Söder warnt erneut vor einem zu laschen Umgang mit dem Coronavirus und vor einer zweiten Welle. Die Studie soll dabei Aufschlüsse liefern, wie sich lokale Lockdowns bei kleineren Ausbrüchen auswirken.

+++

Update 6. Juli, 14.15 Uhr

Abstand halten, Hygiene und Maske: der bayerische Weg

Ministerpräsident Markus Söder spricht über unterschiedliche Strategien im Kampf gegen das Coronavirus. Die bayerische Strategie: Abstand halten, Hygiene und Maske. „Wir ergänzen das mit Wissenschaft.“ Dass Wissenschaft sich entwickele und ihre Aussagen bei neuen Erkenntnissen gegebenenfalls ändern müsse, „ist nicht falsch, sondern klug", so Söder.

„Mit dieser neuen Studie gehen wir den nächsten Schritt“, sagt Söder. „Unser Ziel ist natürlich, wieder den normalen Regelunterricht zu haben.“ Aber Schule, Kita und Familie seien sehr sensible Umfelder. „Deswegen heute der Start für diese neue Studie.“

Die ursprüngliche Meldung:

München – Antworten erhoffen sich die Forscher unter anderem auf die Frage, ob Einrichtungen wie Krippen, Kindergärten und Grundschulen zu einer unkontrollierten COVID-19-Ausbreitung führen könnten. Daneben werde die flächendeckende Studie auch allgemeine Fragen der Kindergesundheit in den Blick nehmen.

Details sollen am Montag in München vorgestellt werden. Neben den Studienleitern Christoph Klein und Johannes Hübner vom Haunerschen Kinderspital am LMU Klinikum München werden auch Ministerpräsident Markus Söder und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (beide CSU) erwartet.

Die Vorstellung der Studie „Covid Kids Bavaria" begleiten wir an dieser Stelle live. Los geht es um 14 Uhr. (dpa/lby)

Mehr zum Thema

Kommentare