Coronavirus in Bayern: Staatsregierung informiert über den Stand der Dinge

Coronavirus - Erster Corona-Patient aus Klinik entlassen
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Eine Isolierstation in einer Klinik: Coronavirus-Patienten werden von der Umwelt abgeschirmt.

Bayern bereitet sich offenbar auf eine größere Zahl von Coronavirus-Erkrankten vor. Die Staatsregierung hat dazu eine Sondersitzung des Kabinetts einberufen und informiert über den aktuellen Stand und beschlossene Maßnahmen.

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Update 13.43 Uhr

Werden in Bayern ggf. vorsorglich Schulen geschlossen? Gesundheitsministerin Huml sagt, "stand heute" sehe sie keine Notwendigkeit, vorsorglich Schulen zu schließen. "Dann, wenn wir nicht mehr wissen, wo die Infektion herkommt, müssen wir das neu bewerten." Solange die Infektkette nachvollzogen werden könne, gebe es keine Notwendigkeit, Einrichtungen aus Sorge um die Verbreitung des Coronavirus zu schließen.

Zum 15. Coronavirus-Fall in Bayern informiert Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit: Italienische Behörden haben über einen Patient informiert, bei dem in Italien das Coronavirus festgestellt wurde. Bei diesem Italiener hat sich ein Mann aus Erlangen angesteckt, der sich nun in häuslicher Quarantäne befinde.

Update 13.41 Uhr

Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, spricht. Er spricht darüber, wie die Zahl der Coronavirus-Ansteckungen verlangsamt werden könne. Zapf hofft darauf, dass die Coronavirus-Ausbreitung nach dem Winter automatisch abflacht – ähnlich wie das bei Grippeviren der Fall ist.

Wichtig sei die Aufklärung über das Verhalten und die Art der Verbreitung des Coronavirus'. Ansteckungsgefahr bestehe vor allem für ältere Menschen. Kinder seienn bislang hingegen kaum betroffen.

"Wir müssen alle Maßnahmen ergreifen, die wir ergreifen können", sagt Zapf. In der kommenden Woche spreche die Gesundheitsbehörde mit allen Krankenhäusern in Bayern, wie Patienten versorgt werden können. Auch die Kapazität von Laboren, auf das Coronavirus zu testen, solle überprüft werden. Aktuell könnten die Labore in Bayern rund 1200 Coronavirus-Prüfungen pro Tag durchführen.

Update 13.32 Uhr

Es spricht der bayerische Innenminister Joachim Hermann (CSU). Das Innenministerium sei auf alles vorbereitet und könne schnell auf jede Lage reagieren. Die Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten sei eng. Im Notfall könnten schnell viele Helfer aktiviert werden. "Wir tun alles, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen", sagt der Minister.

Update 13.28 Uhr

Das Robert-Koch-Institut sei bisher von einem geringen Risiko für Bayern durch das Coronavirus ausgegangen. Die Risikobewertung sei jetzt auf "mäßig" angehoben worden. Gesundheitsministerin Melanie Huml sagt, die Situation werde jeden Tag aufs Neue bewertet.

Update 13.25 Uhr

Wie geht die Staatsregierung mit Großveranstaltungen um? Bei Messen ab 1000 Teilnehmern bittet die Staatsregierung die Veranstalter, Aussteller aus Risikogebieten auszuladen oder im Zweifelsfall die Messe komplett abzusagen.

Update 13.23 Uhr

Huml sagt: "Wir wollen das Coronavirus weiterhin eindämmen." Seit gestern (Donnerstag) gibt es in Bayern einen 15. bestätigten Fall. Ein Mann aus Mittelfranken, der sich in einem beruflichen Meeting bei einem Italiener angesteckt hat.

Die Bayerische Staatsregierung hat sich Gedanken gemacht für den Fall, dass es mehr Corona-Infizierte in Bayern gibt als bislang. Huml spricht bei den Fallzahlen von einer "neuen Situation". Die Staatsregierung habe einen Krisenstab eingerichtet.

Update 13.18 Uhr

Die Gesundheitsministerin geht auf die aktuelle Lage ein - in Bayern, insbesondere aber auch in Italien. Denn dort seien viele Menschen aus Bayern aktuell im Urlaub. Die Ministerin appelliert an die Italien-Urlauber, dass sie sich 14 Tage nach der Rückkehr selbst beobachten. Bei Grippesymptomen solle man nicht zum Arzt gehen, sondern telefonisch Kontakt mit ihm aufnehmen.

Wer mit einem Coronapatienten Kontakt hatte, soll sich zwingend mit einem Gesundheitsamt in Verbindung setzen.

Die Erstmeldung

München – Die Bayerische Staatsregierung hat am Freitagvormittag eine Sondersitzung des Kabinetts abgehalten. Dort wurde über die aktuelle Lage zum Coronavirus in Bayern gesprochen. Anwesend war auch der Direktor des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler.

Gegen 13.15 Uhr treten die Vertreter der Staatsregierung vor die Presse. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) informiert, dass ausgewählte Ministeriumsvertreter teilgenommen haben. Huml: "Die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in Bayern ist für uns das oberste Ziel."

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