Tickerarchiv 16. März bis 11. Juli 

Coronavirus: Nachrichten zur Pandemie aus Rosenheim, Mühldorf, dem Chiemgau und Bayern

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  • Markus Honervogt
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Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Bayern tickert OVB-Online über die Lage in der Region Rosenheim, Mühldorf und Chiemgau und das Wichtigste aus Bayern und der Welt. Hier finden Sie unser Ticker-Archiv für die Zeit vom 16. März bis 11. Juli.

Weitere Infos

Weitere Informationen zum Thema Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein finden Sie auf unserer Themenseite. Wir haben für Sie einen Ticker mit aktuell abgesagten Veranstaltungen in der Region eingerichtet. Hier finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen zum Coronavirus am Infotelefon des Landkreises Rosenheim.

Alle weiteren Informationen und Nachrichten zum Coronavirus in der Region, in Bayern und in Deutschland finden Sie ab sofort in einem neuen Liveblog an dieser Stelle.



Update 11. Juli, 18 Uhr:

Landesamt: 49 175 Coronavirus-Fälle in Bayern - 2609 Tote 

Erlangen (dpa/lby) - In Bayern sind bisher 49 175 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag auf seiner Website mit (Stand 9.00 Uhr). Gestorben sind bislang im Freistaat 2609 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 45 620 Menschen.

Reihentestung nach 8 neuen Fällen im Landkreis Mühldorf Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom 10. Juli acht neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 11.07.2020, 12.00 Uhr).

Es handelt sich um zwei Familienangehörige eines positiv getesteten Sicherheitsdienstmitarbeiters der Anker-Dependance in Waldkraiburg sowie sechs weitere Sicherheitsdienstmitarbeiter. Aus diesem Grund wurde vom Gesundheitsamt unverzüglich eine Reihentestung für alle Bewohner und Mitarbeiter des Anker-Zentrums angeordnet und durchgeführt. Die Reihentestung am Samstagvormittag verlief problemlos und ohne Störungen.

Unter den positiv getesteten Familienangehörigen befindet sich auch ein Kind, das einen Kindergarten in Waldkraiburg besucht. Deshalb wurde die betroffene Gruppe des Kindergartens geschlossen. Die Kindergartenleitung und die Eltern wurden informiert. Eine Testung aller diesbezüglich in Frage kommenden engen Kontaktpersonen findet am Montag statt. Auf Wunsch können auch weitere Mitarbeiter und Kinder der anderen Gruppen freiwillig im Rahmen der Bayerischen Teststrategie getestet werden.

Update 10. Juli, 19.44 Uhr

Kreis Traunstein frei vom Virus – Infektionsgeschehen im Kreis Rosenheim flammt leicht auf 

Der Landkreis Traunstein gilt seit heute offiziell als Coronavirus frei. Waren es gestern noch zwei aktive Infektionen, die bei den Behörden registriert waren, so gelten diese seit dem heutigen Tag als genesen (aktuelle Fallzahlen für die Kreise Rosenheim, Traunstein und Mühldorf). Damit liegt die Zahl der insgesamt im Kreis Traunstein registrierten Corona-Infektionen bei 1308. Gestorben sind am Coronavirus bislang in der Region 88 Menschen.

Währenddessen flammt das Infektionsgeschehen andernorts wieder auf. Im Landkreis Rosenheim war unter anderem eine Kita bei Wasserburg betroffen. Drei Kinder und eine Erwachsene haben sich dort infiziert.

Der Landkreis Rosenheim ist – wenn auch auf niedrigem Niveau – nach wie vor am stärksten vom Coronavirus betroffen. Das ergibt eine Aufstellung der Corona-Zahlen für die Kreisgemeinden, die das Gesundheitsamt Rosenheim heute wieder veröffentlicht hat.

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Update 10. Juli, 12.48 Uhr

Mitarbeiter von Waldkraiburger Asylunterkunft positiv getestet 

Seit dem 26. Juni galt der Landkreis Mühldorf als Coronavirus frei. Jetzt ist wieder ein Fall aufgetreten. Ein Mitarbeiter der Anker-Depandance in Waldkraiburg wurde positiv auf das SarsCov2-Virus getestet. Er hatte nach OVB-Informationen zwar sehr wenig Kontakt mit den Bewohnern der Einrichtung. Dennoch macht sich das Gesundheitsamt nun intensiv daran, die Infektionskette an der Anker-Einrichtung in Waldkraiburg nachzuverfolgen.

Hunderttausende Euro Umsatzverlust bei regionalen Busunternehmen 

Die Busunternehmen der Region haben lange unter einem völligen Corona-Lockdown ihrer Branche gelitten. Hunderttausende Euro Umsatz sind ihnen verloren gegangen. Nun dürfen sie wieder Reisen anbieten. Die Erleichterung ist groß.

Update 9. Juli, 18.18 Uhr

Bayern auf Platz zwei der Corona-Krankschreibungen München – Pflegekräfte waren in der Zeit des „Lockdown“ besonders stark von Covid-19 betroffen: Das zeigt eine Analyse von Arbeitsunfähigkeitsdaten von AOK-Mitgliedern in Bayern. Von je 100.000 Versicherten erhielten demnach von März bis Mai 1916 in der Gesundheits- und Krankenpflege Beschäftigte eine Krankenschreibung, in der Altenpflege waren es 1760. In diesen Berufsgruppen liegt die Quote damit rund dreifach höher als im Bundesschnitt (594 pro 100.000 Versicherte).

Lesen Sie auch: Die 7 beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen: Das müssen Sie zur Corona-Situation wissen

Insgesamt erhielten von März bis Mai rund 13.000 und damit 0,59 Prozent der rund 2,2 Millionen erwerbstätigen AOK-Versicherten eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung im Zusammenhang mit einer Covid-19-Diagnose. Damit liegt Bayern auf Platz zwei im Vergleich der Bundesländer, hinter Baden-Württemberg mit 0,72 Prozent (Bund: 0,47 Prozent).

Die Krankschreibungen spiegeln regionale Ausbrüche wider: An der Spitze stehen Stadt und Landkreis Rosenheim. Dort waren in besagtem Zeitraum 1,8 Prozent der erwerbstätigen AOK-Versicherten wegen Covid-19 krankgeschrieben, gefolgt von Wunsiedel und Tirschenreuth mit jeweils rund 1,5 Prozent. (ae)

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Update 9. Juli, 15.43 Uhr

Landtag verzichtet auf Kompetenzen im Corona-Krisenmanagement 

München – Die bayerische Staatsregierung braucht für Rechtsverordnungen zum Infektionsschutz auch künftig vorerst keine Zustimmung des Landtags. Das Parlament lehnte am Mittwoch mit den Stimmen der regierenden CSU und Freien Wähler entsprechende Gesetzesentwürfe von SPD und FDP sowie Anträge von den Grünen ab. "Sie führen hier ein absurdes formalistisches Kompetenztheater auf", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Die Forderungen der Opposition belegten, dass diese nicht regierungsfähig sei und keine Ahnung von der Gewaltenteilung und der Verfassung in Bayern habe.

Oberstes Ziel des Regierungshandelns sei es immer gewesen und bleibe es, die Krankheit zum Wohle der Menschen zu bekämpfen. "Wir sind unserer Verantwortung gerecht geworden", betonte Herrmann. Auch das Verfassungsgericht habe in seinen Entscheidungen die Linie und das Handeln der Regierung bestätigt. Wenn Gefahr im Verzug sei wie in der Pandemie sei eine Parlamentsbeteiligung praktisch nicht möglich. In der Corona-Krise wurden alle wichtigen Entscheidungen vom Kabinett alleine entschieden. (dpa/lby)

Zwei Drittel weniger Passagiere am Münchner Flughafen

München – Die Corona-Pandemie hat dem Münchner Flughafen einen noch zu Jahresbeginn undenkbaren Einbruch der Passagierzahlen beschert: Im ersten Halbjahr starteten und landeten 7,8 Millionen Passagiere, 15 Millionen weniger als ein Jahr zuvor, wie die Flughafengesellschaft FMG am Donnerstag mitteilte.

Der Großteil der Fluggäste wurde noch vor der weltweiten Verbreitung des Erregers befördert: Im zweiten Quartal 2020 kam der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen weitestgehend zum Erliegen. Das Fluggastaufkommen sank um 98 Prozent, die Anzahl der Starts und Landungen ging in diesem Zeitraum um rund 92 Prozent zurück - die niedrigsten Zahlen seit der Eröffnung 1992.

Inzwischen steigen die Passagierzahlen wieder, auch wenn von Normalität noch lange nicht die Rede sein kann. In der ersten Juliwoche wurden demnach wieder über 100.000 Fluggäste befördert. Vor der Krise waren es im Sommer allerdings im Schnitt weit über 100.000 pro Tag. (dpa/lby)

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Update 9. Juli, 13.07 Uhr

Sterberate durch Corona in Österreich kaum gestiegen

Wien (dpa) - In der Coronakrise ist die Sterberate in Österreich laut Statistik bisher nur geringfügig gestiegen. Im März und April sei die altersstandardisierte Sterberate nur ein Prozent höher gewesen als im Durchschnitt des Vergleichszeitraums der Jahre 2015 bis 2019, teilte die Behörde Statistik Austria am Donnerstag mit. Im März und April habe die Sterblichkeit mit einem Wert von 167,1 auf 100 000 Personen zwar etwas über dem Jahr 2019 gelegen (162,4 auf 100 000 Personen), aber unter den Zahlen der Jahre 2015 und 2018.

Die altersstandardisierte Sterberate berücksichtigt die Veränderung der Bevölkerungsstruktur, zum Beispiel in dem sie den wachsenden Anteil der älteren Menschen einberechnet.

Die Steigerung war den Angaben zufolge nur ein kurzzeitiger Effekt. Zwar sei die Sterblichkeit mit Ausbruch der Covid-19-Krise Mitte März in Österreich spürbar angestiegen, so Statistik-Austria-Chef Tobias Thomas. Nach einem Höhepunkt in der ersten April-Hälfte mit rund 16 Prozent mehr Sterbefällen als im Durchschnitt sei die Sterblichkeit aber wieder auf das Niveau der Vorjahre zurückgegangen.

In Deutschland lag die Übersterblichkeit laut vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts im gesamten Monat April bei etwa acht Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der vier Vorjahre.

Statistik Austria zufolge wurde im März und April bei 3,9 Prozent aller Todesfälle Covid-19 als Todesursache angegeben. Fast doppelt so viele Männer wie Frauen seien an den Folgen von Covid-19 gestorben, hieß es.

Aktuell sind in Österreich nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 1000 Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. 80 Patienten liegen in Kliniken, etwa ein Dutzend auf der Intensivstation. Angesichts steigender Fallzahlen aufgrund eines regionalen Clusters gilt seit Donnerstag im Bundesland Oberösterreich wieder eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum.

Update 8. Juli, 17.11 Uhr

Dramatische Entwicklung in den USA Im Landkreis Traunstein gibt es nach einer aktuellen Meldung nur noch zwei aktive Coronavirus-Fälle. Die Fallzahlen in Bayern entwickeln sich weiterhin moderat. Am gestrigen Tag wurden 50 neue Corona-Infektionen registriert. Bundesweit waren es rund 300 Stück.

Ganz anders die Entwicklung in den USA, dem Land mit den meisten Coronavirus-Infektionen weltweit. Dort erreicht die Zahl der registrierten Infektionen laut Angaben der Johns Hopkins Universität, die weltweit Zahlen erfasst, bald die 3 Millionen Marke. Innerhalb eines Tages haben die Behörden in den USA 60.000 Neu-Infektionen mit dem Coronavirus registriert.

Maskenverweigerer auf den Chiemsee-Schiffen Gegen diese dramatische Entwicklung scheinen die Probleme in der Region geradezu harmlos – wenn auch anstrengend für die Betroffenen: die Chiemsee-Schifffahrt. Denn dort haben die Besatzungen der Schiffe immer wieder mit Fahrgästen zu kämpfen, die gegen die Maskenpflicht verstoßen. Die Ausreden der Maskenverweigerer sind teils haarsträubend.

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Update 8. Juli, 13.20 Uhr:

Österreich bereitet sich auf zweite Welle vor 

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat laut Tiroler Tageszeitung den Cluster an Neuinfektionen in Oberösterreich als „sehr gravierend“ bezeichnet. Dort sind in den vergangen 10 Tagen die Zahlen wieder gestiegen. Über 450 Öberösterreicher sind laut ORF aktiv erkrankt, über 3.000 Menschen in Quarantäne. Um die Ausbreitung der Pandemie wieder zu bremsen, wird ab Donnerstag, den 9. Juli, in Oberösterreich die Maskenpflicht wieder eingeführt.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will die Zusammenarbeit mit den Bundesländern besser koordinieren, dazu soll es am Donnerstag, 8. Juli, eine entsprechende Videokonferenz geben.

Die Gesundheitsminister von Österreich, Deutschland, Luxemburg, Schweiz und Liechtenstein haben bereits am Dienstagabend außerdem auf Einladung von Österreichs Gesundheitsminister über die Vorbereitung auf die nächste Grippesaison gesprochen, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern.

Update 7. Juli, 14 Uhr:

Landwirtschaftsschule in Töging schließt Zweig 

Die Landwirtschaftsschule Töging wird ihren Ausbildungszweig Landwirtschaft schließen. Dies hat die Bayerische Landwirtschaftsministerin Maichaela Kaniber auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Dabei wurde das weitere Vorgehen während der Corona-Pandemie in Bayern bekanntgegeben. Landwirtschaft war im Zusammenhang mit vielen Corona-Infektionen in Schlachthöfen in Nordrhein-Westfahlen ebenfalls Thema der Pressekonferenz. Die Schließung in Töging geschieht in einem größeren Zusammenhang. Die Ämter für Landwirtschaft in Bayern sollen umgebaut werden. Kaniber sagte, es sei wichtig, dass Landwirtschaft das Vertrauen der Menschen genieße.

Update 7. Juli, 11.45 Uhr:

Kabinett debattiert über Probleme mit Corona und Fleischfabriken 

München (dpa/lby) - Drohende Folgen der Corona-Krise und aktuelle Lehren aus der Debatte um Billigfleisch stehen am Dienstag (9.00 Uhr) in der Sitzung des Kabinetts ganz oben auf der Tagesordnung.

Bereits am Wochenende hatte sich Söder angesichts von Protesten gegen große Fleischfabriken für kleinere Landwirtschaftsbetriebe stark gemacht: "Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus - das könnte doch ein Weg sein für die Zukunft", sagte er in einer Videobotschaft. Mehr erfahren Sie aus der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung.

Update 6. Juli, 17 Uhr:

Gesundheitsminister der Länder: Maskenpflicht gilt weiterhin 

Berlin (dpa) - Die Maskenpflicht im Kampf gegen die Corona-Krise wird in Deutschland vorerst weiterhin gelten - auch im Einzelhandel. Die 16 Gesundheitsminister der Länder einigten sich am Montag darauf, die Maskenpflicht nicht aufzuheben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Schalte der Ressortchefs mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aus Kreisen der Gesundheitsminister. Zur Begründung hieß es, es dürfe nicht der falsche Eindruck entstehen, die Pandemie wäre vorbei.

Update 6. Juli, 15.32 Uhr:

Corona-Verdacht in Bruckmühler Kita bestätigt sich nicht 

Bruckmühl – Während die Corona-Fälle in einem Happinger Kindergarten (Rosenheim) beunruhigen, kam eine Kita in der Marktgemeinde Bruckmühl zuletzt offenbar glimpflich davon: Hier war offenbar vor knapp eineinhalb Wochen ein Fall mit Corona-verdächtigen Symptomen aufgetreten, der die Leitung aufhorchen ließ. Die Kita-Leitung empfahl daraufhin den Eltern, ihre Kinder vorsichtshalber zu Hause zu lassen. Das bestätigte eine Sprecherin des Gesundheitsamtes Rosenheim auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Seitens des Gesundheitsamtes habe es diesbezüglich aber keine Anordnung gegeben, so die Sprecherin.

Der Fall an sich war schnell geklärt: Der Corona-Test war laut Gesundheitsamt negativ, der Betrieb in der Bruckmühler Kita konnte wiederaufgenommen werden.

TH Rosenheim beteiligt sich an Corona-Studie Rosenheim – Welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie in Kliniken und Pflegeeinrichtungen? Dieser Fragestellung gehen zwei Studien nach, an denen das Fachgebiet Pflegewirtschaft der TH Rosenheim (Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften) beteiligt.

Die Untersuchung RAPID-Care soll herausfinden, vor welche Herausforderungen Pflegekräfte durch die Pandemie gestellt wurden und welche Entscheidungen sie zu treffen hatten. Das Projekt HEICO wiederum betrachtet die Auswirkungen der notwendigen Schutzmaßnahmen auf die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. Die Studien sollen unter anderem Handlungsempfehlungen geben, wie sich Pflegeeinrichtungen künftig besser gegen Epidemien schützen können.

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Update 6. Juli, 10.45 Uhr:

Immer mehr Coronavirus-Infektionen in Kroatien

in Kroatien steigt die Zahl der Corona-Fälle sprunghaft an – um 232 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Das berichtet Bild Online. Die Johns Hopkins Universität registriert den Anstieg seit dem 24. Juni, damit werden in Kroatien bisher 3151 Corona-Infektionen und 11 Todesfälle erfasst. Als Grund für den plötzlichen Anstieg nach einem recht frühen Lockdown gelten Großveranstaltungen wie die Adria-Tour und die Wahlen in Kroatien.

Seit dem 24. Juni zeigt die Kurve der Corona-Infektionen in Kroatien steil nach oben + Seit Ende Juni steigen die Zahlen in Kroatien an

Update 6. Juli, 9.57 Uhr

Söder will an Maskenpflicht in Bayern festhalten

 „Ich mache mir Sorgen“, sagt Söder über die wirtschaftliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte am Montagmorgen bei einer Pressekonferenz. Auch wenn Deutschland gut durch die Coronakrise komme, hänge die deutsche Wirtschaft am weltweiten Warenfluss und leide deshalb unter den schweren Krisen in anderen Ländern.

Söder weiter: „Es reicht nicht, die Lufthansa zu retten. Wir müssen uns auch um die Zulieferer kümmern.“ Das gleiche gelte für die Autoindustrie. Söder kündigt an, dass sich die Staatsregierung um weitere Förderprogramme Gedanken machen wird.

„Wir halten diesen Kurs bei Corona“, sagt Söder über die noch geltenden Beschränkungen in Bayern. „Am Ende können wir uns nicht leisten, Dinge zu leugnen, die objektiv und wissenschaftlich nachvollziehbar sind.“ Auch wenn einige wenige sehr aggressiv gegen die Beschränkungen Stimmung zu machen versuchten.

Die Diskussion um die Maskenpflicht im Handel kommentiert Söder so: „Wir bleiben klar bei unserer Linie.“ Die Maske sei eines der wenigen Instrumente, das erwiesenermaßen gegen das Coronavirus helfe. Die Zahlen in Deutschland seien „halbwegs stabil“. Man dürfe deshalb aber nicht locker lassen.

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Update 6. Juli, 8.17 Uhr

Studie untersucht Ansteckungsgefahr durch Coronaviren bei Kindern 

München - Die Langzeitstudie in Bayern "COVID Kids Bavaria" soll die Ansteckungsgefahr bei Kindern durch Coronaviren klären. Sechs Kinderkliniken von Universitäten würden die Öffnung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen wissenschaftlich begleiten, teilte das Wissenschaftsministerium in München mit.

Antworten erhoffen sich die Forscher unter anderem auf die Frage, ob Einrichtungen wie Krippen, Kindergärten und Grundschulen zu einer unkontrollierten COVID-19-Ausbreitung führen könnten. Daneben werde die flächendeckende Studie auch allgemeine Fragen der Kindergesundheit in den Blick nehmen.

Details stellen Ministerpräsident Markus Söder, Wissenschaftsminister Bernd Sibler und die Macher der Studie von der Uniklinik München heute ab 14 Uhr vor.


Update 27. Juni, 18 Uhr: 

Bundeskanzlerin warnt im Video 

In ihrer wöchentlichen Videobotschaft von Samstag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bürger angesichts der weiter bestehenden Gefahren durch das Coronavirus vor leichtsinnigem Verhalten gewarnt. „Die von dem Virus ausgehende Gefahr ist weiterhin ernst“, sagte sie. 

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Momentan wird das Infektionsgeschehen hierzulande von einzelnen, lokalen Coronavirus-Ausbrüchen bestimmt. Experten warnen dennoch vor einer zweiten Welle. Aus dem Landkreis Mühldorf kommt jedoch eine Nachricht, die zuversichtlich stimmt.

Update 27. Juni, 13.04 Uhr

Bund will das Sterben von Bars und Clubs verhindern

Es gibt eigentlich nur noch wenige Leidtragende, die unter einem vollständigen Lockdown aufgrund des Coronavirus leiden. Betreiber von Bars und Clubs in Deutschland gehören dazu. Sie dürfen ihre Läden immer noch nicht aufsperren. Aus Angst, dort könnten neue Infektionsherde für das Coronavirus entstehend. Nicht zuletzt gilt eine Bar als einer der wichtigsten Urspungsorte für die Pandemie in Mitteleuropa.

Doch weil ihr Umsatz mit dem Lockdown von einem auf den anderen Tag auf Null gefallen ist – und das nun schon seit Monaten, schlagen die Bar- und Clubbetreiber in der Region immer wieder und immer heftiger Alarm. Egal, ob es nun die Betreiber in Rosenheim sind, die sich mit einem dramatischen Hilferuf an die Stadt wenden – oder auch die Betreiber im Landkreis Mühldorf.

Lesen Sie auch, wie Bar- und Clubbesitzer sich nun mit Freiluft-Projekten helfen:

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Doch nun ist Rettung in Sicht. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat nun ein Hilfspaket im Umfang von 150 Millionen Euro angekündigt. Das Geld ist Teil eines Paketes zur Kulturförderung in Höhe von einer Milliarde Euro, das in der kommenden Woche im Bundestag verabschiedet werden soll, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Das RND zitiert Grütters mit den Worten, die Clubs "werden voraussichtlich erst sehr spät wieder öffnen können. Deshalb müssen wir reagieren, um ein Clubsterben zu verhindern.”

Wie genau die Hilfen ausgeschüttet werden sollen, ist noch nicht bekannt. Grütters kündigt aber laut RND nicht nur Hilfen durch den Bund an. Sie fordert zugleich die Bundesländer auf, es dem Bund gleichzutun und ebenfalls Fördertöpfe für Bars und Clubs einzurichten.

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Update 25. Juni, 17 Uhr

Neue Besuchsregeln in Romed-Kliniken ab 26. Juni

Rosenheim – Das Romed-Klinikum hat neue Besuchsregeln für seine Häuser in Rosenheim und Umgebung eingeführt. Die Pressemeldung der Klinik im Wortlaut:

Alle Patienten müssen vor dem Zutritt in die Romed Kliniken einen Fragebogen ausfüllen, der dazu dient, frühzeitig einen Verdacht auf eine - begleitende - COVID Erkrankung zu wecken. Dieser Fragebogen ist ab sofort auf deir Homepage der Klinik unter www.romed-kliniken.de verfügbar. Zur Beschleunigung der Abläufe an den Haupteingängen empfehlen wir, den Bogen bereits ausgefüllt mitzubringen.

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Besuche von Patienten sind nach dem Beschluss der bayerischen Staatsregierung nach wie vor nur unter bestimmten Vorgaben möglich. „Die Besuchsregeln stellen uns vor große Herausforderungen, daher appelliere ich an die Besucher, auch bei nachlassender Bedrohung die Vorgaben einzuhalten und sich während des Besuchs strikt an die Hygieneregeln zu halten“, sagte Priv.-Doz. Dr. Christoph Knothe, Medizinischer Direktor der RoMed Kliniken.

Zusammengefasst lauten die Regeln, die in klinischen Risikobereichen (z. B. Onkologie) abweichen können, wie folgt:

  • In Absprache mit dem behandelnden Arzt ist für die Patienten einmal täglich ein Besuch durch einen nahen Familienangehörigen oder eine für den gesamten stationären Aufenthalt fest benannte Person möglich.
  • Die Besuchszeit ist täglich zwischen 10.00 und 18.00 Uhr (Prien zwischen 14.00 und 19.00 Uhr).
  • Der Besucher füllt einen Fragebogen aus, der auch online verfügbar ist, welcher zur Nachverfolgbarkeit bei eventuell aufgetretenen Infektionen aufbewahrt wird. Jeder Besucher erhält ein Informationsblatt zum Verhalten im Gebäude.
  • Es wird die Körpertemperatur gemessen und ein Mundschutz ausgegeben.
  • In jedem Patientenzimmer dürfen sich zeitgleich maximal zwei Besuchspersonen aufhalten, damit der notwendige Abstand gewahrt werden kann.
  • Für die Fachabteilung Geburtshilfe und Palliativmedizin gelten gesonderte Regelungen.

Der Zutritt zu den Kliniken ist nur über die jeweiligen Haupteingänge möglich. Der Zugang zur Zentralen Notaufnahme ist ausschließlich für Patienten geöffnet. Diese Regelungen werden weiterhin je nach Entwicklung der Situation angepasst.

Zu den grundsätzlichen Hygieneregeln für Patienten und Besucher gehören:

  • Abstand von mindestens 1,5 m durchgehend
  • Mund-Nasen-Bedeckung
  • Händedesinfektion (Möglichkeiten dazu sind ausreichend vorhanden)

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Update 25. Juni, 15.19 Uhr:

Schwedischer Sonderweg in der Coronakrise gescheitert?

Schweden galt vielen Gegnern der Corona-Beschränkungen als leuchtendes Vorbild. Dafür, dass man keine Wirtshäuser schließen muss, das öffentliche Leben nicht weitgehend zum erliegen bringen und dafür, dass man auf eine Gesichtsmaske in öffentlichen Raum verzichten kann. Weniger Regeln, mehr Freiwilligkeit – das war der schwedische Weg.

Doch die Infektionszahlen in dem skandinavischen Land stiegen immer rasanter. Und nun muss der schwedische Chef-Virologie offenbar eingestehen, dass sein Weg möglicherweise doch zu riskant war.

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Update 25. Juni, 11 Uhr:

Antikörper-Studie: Sehr viele Bürger Ischgls waren infiziert 

Innsbruck - Im österreichischen Ischgl war ein großer Teil der Bevölkerung mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Medizinischen Universität Innsbruck haben 42,4 Prozent der in einer umfassenden Studie untersuchten Bürger Antikörper auf das Coronavirus entwickelt. Das sei der weltweit höchste bisher publizierte Wert, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie, Dorothee von Laer, am Donnerstag in Innsbruck. (dpa)

Weitere Details über die Studie in Ischgl finden Sie hier.

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Update 24. Juni, 18.23 Uhr

Österreich: Reisewarnung für NRW und weitere Lockerungen bei Maskenpflicht

Wien/Düsseldorf - Nach dem massiven Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh hat Österreich eine Reisewarnung für Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. "In Zusammenhang mit der neuerlichen Ausbreitung des Coronavirus gilt für Nordrhein-Westfalen eine partielle Reisewarnung (Sicherheitsstufe 5) – vor Reisen nach Nordrhein-Westfalen wird gewarnt", hieß es am Mittwoch auf der Internetseite des österreichischen Außenministeriums.

Für den Rest Deutschlands gilt aus Sicht des Ministeriums ein niedrigeres Sicherheitsrisiko (Stufe 4) mit der Maßgabe: "Von nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Land wird abgeraten." Auf der gleichen "partiellen" Stufe wie NRW stehen in Österreich aktuell unter anderem die chinesische Provinz Hubei und die italienische Lombardei.

Derweil lockert Österreich weiterhin seine Vorgaben zur Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Nach einer weitgehenden Aufhebung sollen übereinstimmenden Medienberichten zufolge ab Juli auch Kellner in Restaurants keinen Mundschutz mehr tragen müssen. Auch in den Fußballstadien des Nachbarlandes soll es bald zuLockerungen kommen, was die Zuschauerzahlen anbelangt. (dpa/ki)

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Update 24. Juni, 15.39 Uhr

Muss die Staatsregierung stärker kontrolliert werden?

Mehr als 350 Klagen gibt es bislang in Bayern gegen Beschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Die meisten werden von den Gerichten abgeschmettert. Die erfolgreichen Klagen machen Schlagzeilen. Zuletzt die Aufhebung der Sperrstunde in Bayern.

Vielen Oppositionspolitikern im bayerischen Landtag geht der Handlungsspielraum der Staatsregierung in der Coronakrise zu weit. So fordern beispielsweise die FDP, aber auch die an der Regierung beteiligten Freien Wähler mehr Mitspracherecht für den Landtag – also den Gesetzgeber in Bayern.

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Update 24. Juni, 11.57 Uhr

Söder bekräftigt: Keine Touristen aus Corona-Hotspots nach Bayern

Wer aus einem Coronavirus-Hotspot zum Urlaub nach Bayern einreisen will muss draußen bleiben – oder einen aktuellen Nachweis vorlegen, nicht mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Das betrifft alle Landkreise in Deutschland, die eine aktuelle Infektionsrate über 50 Fälle in 7 Tagen auf 100.000 Einwohner haben.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verteidigte diese Maßnahme als notwendig im Kampf gegen eine erneute Ausbreitung des Coronavirus.

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Update 23. Juni, 18.09 Uhr

Wieder mehr Besuche in Kliniken und Pflegeheimen in Bayern erlaubt

Angesichts der deutlich gesunkenen Corona-Zahlen schafft Bayern die Besuchsbeschränkungen in Kliniken, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen ab. Die derzeitigen bayernweiten Regelungen sollen von den jeweiligen Einrichtungen durch individuelle Schutz- und Hygienekonzepte ersetzt werden. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München.

Vom kommenden Montag (29. Juni) an sollen die Einrichtungen damit wieder deutlich mehr Besuche ermöglichen können. Bislang gibt es Ausnahmen nur für Geburts- und Kinderstationen, für Palliativstationen und Hospize sowie für je eine feste Kontaktperson.

Basis für die Lockerungen soll ein Rahmenkonzept des Gesundheits- und Pflegeministeriums sein. Eckpunkte darin sind etwa Mindestabstände und Hygieneregeln und ein Betretungsverbot bei Krankheitssymptomen.

Am heutigen Dienstag hat Bayerns Kultusminister Michael Piazolo schon einen Plan vorgestellt, wie es in Bayern nach den Sommerferien mit der Schule weitergehen soll. Läuft alles wie vorgesehen, dann findet wieder regulärer Unterricht statt. Aber die Regierung hat auch einen Plan B, falls die Infektionszahlen wieder steigen. (dpa/lby/ki)

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Update 23. Juni, 17.59 Uhr

RKI-Studie in Bad Feilnbach angelaufen

Wie weit ist das Coronavirus in der Bevölkerung tatsächlich verbreitet? Wie groß ist der Unterschied zwischen entdeckten Infektionen und der tatsächlichen Durchseuchung? Und wie sind die Übertragungswege des SarsCov2-Virus?

Mit einer groß angelegten Studie mit bis zu 2000 Teilnehmern in Bad Feilnbach erhofft sich das Robert-Koch-Institut Aufschluss zu diesen Fragen. Wie die Studie abläuft, das stellte das RKI am heutigen Dienstag vor.

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Update 23. Juni, 14.30 Uhr

Keine Urlauber aus deutschen Risikogebieten nach Bayern

München – Angesichts des massiven Corona-Ausbruchs im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen untersagt Bayern die Beherbergung von Menschen, die von dort und aus anderen akuten Corona-Risikogebieten einreisen. Beherbergungsbetriebe im Freistaat dürfen künftig keine Gäste mehr aufnehmen, die aus einem Landkreis einreisen, in dem die Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100.000 Einwohner liegt. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. Eine Ausnahme gibt es nur für Menschen, die einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen können.

Die Staatsregierung treibt dabei insbesondere die Sorge vor dem Reiseverkehr nach dem anstehenden Beginn der Sommerferien in NRW um. "Das Problem ist die Verbringung des Virus kreuz und quer durchs Land", sagte Herrmann. Deswegen gebe der heftige Corona-Ausbruch beim Schlachtbetrieb Tönnies Anlass zu größter Besorgnis. Daraus dürften keinesfalls neue Corona-Hotspots in Bayern und anderswo entstehen.

Ob Menschen aus betroffenen Gebieten, die derzeit in Hotels oder anderen Unterkünften in Bayern übernachten, nun das Land verlassen müssen, ist noch offen. In erster Linie gehe es aber um den beginnenden Sommerreiseverkehr.

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Update 23. Juni, 14.15 Uhr

Gründe für jüngsten Anstieg der Infektionen 

Berlin - Nach den Corona-Ausbrüchen unter anderem im Landkreis Gütersloh hat das Robert Koch-Institut (RKI) die Menschen in Deutschland zur Vorsicht aufgerufen. "Wir müssen weiterhin achtsam sein", sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag in Berlin. Das gelte für weitere Monate. Das Virus sei noch im Land. "Wenn wir ihm die Chance geben, sich auszubreiten, nimmt es sich diese Chance. Das sieht man an den derzeitigen Ausbruchsgeschehen." Diese beträfen fleischverarbeitende Betriebe und Glaubensgemeinschaften und könnten über Kontakte leicht in die Bevölkerung übertragen werden.

Es gelte, weitere Ausbrüche mit solidarischem Verhalten zu verhindern, betonte Wieler: durch Einhalten von Mindestabständen, Hygieneregeln und durch Maskentragen an Orten, wo es geboten sei. "Ich denke nicht, dass die Lockerungen völlig folgenlos bleiben werden." Wieler zeigte sich allerdings optimistisch, dass eine zweite Welle in Deutschland mit den bereits erprobten Werkzeugen verhindert werden kann: "Das liegt echt in unserer Hand."

Vor allem die lokalen Ausbrüche - insbesondere in den Landkreisen Gütersloh und Warendorf in Nordrhein-Westfalen, aber auch in Magdeburg, Göttingen und Berlin-Neukölln - treiben nach RKI-Einschätzung die bundesweiten Zahlen in die Höhe.

Warum es besonders in der Fleischindustrie vermehrt hohe Zahlen von Corona-Infizierten gibt, kann der Präsident des Robert Koch-Instituts derzeit noch nicht sagen. Lothar Wieler verwies bei einer Pressekonferenz des RKI am Dienstag in Berlin zum einen auf die Wohnsituation der Arbeiter in der Fleischindustrie, aber auch auf die niedrigen Temperaturen in den Schlachthöfen.

"Wir gehen davon aus, dass es "sowohl... als auch" ist", sagte Wieler. In engen Wohnungen habe es das Virus einfacher, dass sei einer der Grundregeln, sagte der RKI-Präsident. Niedrige Temperaturen, um das Fleisch zu kühlen, könnten bei der Übertragung des Corona-Virus ebenso eine Rolle spielen, wie Aerosole, bei der über die Luft Stoffe übertragen werden. (dpa)

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Update 23. Juni, 12.56 Uhr

Staatsregierung informiert über Stand der Corona-Maßnahmen

Eine Sitzung des bayerischen Kabinetts hat am Dienstagmorgen stattgefunden. Die Staatsregierung hat über weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie beraten. Die Ergebnisse stellen Staatsminister Florian Herrmann und Kultusminister Michael Piazolo vor.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse finden Sie laufend aktualisiert an dieser Stelle.

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Update 22. Juni, 23.30 Uhr

Rosenheimer Landrat befürchtet massive Einnahmeausfälle

In keinem anderen Bundesland wurde so häufig Kurzarbeit angemeldet wie in Bayern. Und auch im wirtschaftlich dynamischen Landkreis Rosenheim gibt es Unternehmen und Betriebe, die hart von den Folgen der Corona-Pandemie getroffen wurden.

Landrat Otto Lederer hat nun in einer Pressekonferenz im Landratsamt einen Ausblick auf die wirtschaftliche Situation des Landkreises Rosenheim gegeben. Das Jahr 2020 werde in puncto Einnahmen-Entwicklung „zwar unerfreulich, aber beherrschbar“ sein, prognostizierte der Landrat. 2021 und 2022 dürften dagegen wesentlich schwierigere Jahre werden, weil die positiven Grundlagen aus dem Jahr 2019 wegfielen, auf denen der diesjährige Haushalt fuße.

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Update 22. Juni, 14.40 Uhr

Regensburger Verwaltungsgericht gibt Eltern Recht

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat einem Elternpaar "vorläufigen Rechtsschutz gegen die Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege" gegeben. Die Allgemeinverfügung besagt, dass ihr Kind noch nicht in den Kindergarten zurückdarf. Das Regensburger Gericht hat der Familie nun Recht nun aber wieder erlaubt, dass das Kind die Einrichtung besucht.

Nach aktuellem Stand dürfen noch nicht alle Kinder Einrichtungen in Gebäuden besuchen. Vorschulkinder beispielsweise dürfen bereits wieder in den Kindergarten, Mädchen und Buben, deren Eltern in sogenannten "Systemrelevanten" Berufen tätig sind, durften bereits einige Wochen zuvor in eine Norbetreuung. Das vierjährige Kind der Kläger zählte nicht zu dem Kreis, der zurück in die Einrichtung darf.

In einer Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Regensburg heißt es zur Begründung: " Nach Auffassung der Kammer seien die Corona-Pandemie zwar noch keinesfalls überstanden und Schutzmaßnahmen weiterhin erforderlich. Das in der Allgemeinverfügung verfügte Entfallen der regulären Betreuungsangebote und das Verbot des Betretens von Kindertageseinrichtungen finde im Infektionsschutzgesetz aber keine hinreichende gesetzliche Grundlage mehr. Diese Regelungen erschienen angesichts der langen Dauer der Schließung und des gegenwärtigen Infektionsgeschehens voraussichtlich als nicht mehr verhältnismäßig. Die Rechte des Kindes und seiner Eltern seien bei Erlass der Allgemeinverfügung nicht entsprechend ihrem Gewicht berücksichtigt worden."

Das Kind der Familie darf nun wieder in den Kindergarten. Die Entscheidung des Regensburger Gerichtes gilt derzeit aber nur für diesen Einzelfall.

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Update 22. Juni, 11.45 Uhr

Berlin (dpa) - Lokale Ausbrüche bestimmen weiterhin das Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland. Insgesamt haben die lokalen Behörden dem Robert Koch-Institut (RKI) 687 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, wie das RKI am frühen Sonntagmorgen meldete. Damit liegt die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen weiter deutlich über den Werten, die noch bis etwa Mitte Juni täglich gemeldet wurden. Die höheren Zahlen der vergangenen Tage seien insbesondere auf größere Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hessen zurückzuführen, hieß es zuletzt vom RKI.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, stieg nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 21. Juni, 0 Uhr, auf 2,88 (Vortag: 1,79). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel zwischen zwei und drei weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

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Update 22. Juni, 12.05 Uhr

Bayern Spitzenreiter bei Kurzarbeit

München (dpa) - Die Kurzarbeit in der Corona-Krise trifft Bayern nach Erhebungen des Ifo-Instituts am härtesten. Dort waren im Mai 26 Prozent der Sozialversicherungspflichtigen in Kurzarbeit, wie aus einer am Montag veröffentlichten Schätzung der Münchner Ökonomen hervorgeht. Insgesamt kommen die Wirtschaftsforscher für Bayern auf rund 1,47 Millionen Kurzarbeiter - auch absolut erreicht der Freistaat damit den höchsten Wert im Ländervergleich und kommt auf minimal mehr Kurzarbeiter als das deutlich bevölkerungsreichere Nordrhein-Westfalen.

"Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren", sagte Ifo-Experte Sebastian Link. Geht man nach dem Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, folgen auf Bayern Baden-Württemberg und die in der Schätzung zusammengefassten Länder Niedersachsen und Bremen mit jeweils 23 Prozent.

Die nächsthöchsten Kurzarbeitsanteile gab es mit jeweils 21 Prozent in Nordrhein-Westfalen, Hessen, den zusammengefassten Ländern Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg Vorpommern, sowie - ebenfalls zusammengefasst - in Berlin und Brandenburg. Dahinter folgte Sachsen mit 19 Prozent. Am Ende rangierten die jeweils zusammengefassten Länder Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 17 Prozent.

Insgesamt geht das Ifo-Institut von 7,3 Millionen Kurzarbeitern im Mai aus. Es bezieht sich dabei auf Beschäftigte, die tatsächlich in Kurzarbeit sind. Die Zahl der Beschäftigten, für die grundsätzlich Kurzarbeit angemeldet ist, liegt höher. Die Schätzung beruht auf Daten aus der Konjunkturumfrage des Instituts.

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Update 22. Juni, 11.40 Uhr

Reproduktionszahl sprunghaft angestiegen

Lokale Ausbrüche bestimmen weiterhin das Corona-Infektionsgeschehen in Deutschland. Insgesamt haben die lokalen Behörden dem Robert Koch-Institut (RKI) 687 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, wie das RKI am frühen Sonntagmorgen meldete. Damit liegt die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen weiter deutlich über den Werten, die noch bis etwa Mitte Juni täglich gemeldet wurden.  Die höheren Zahlen der vergangenen Tage seien insbesondere auf größere Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hessen zurückzuführen, hieß es zuletzt vom RKI.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, stieg nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 21.Juni, 0 Uhr, auf 2,88 (Vortag: 1,79). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel zwischen zwei und drei weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen, verursacht etwa durch einzelne Ausbrüche, empfindlich, wie das RKI erläutert. Insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen könne dies zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen stieg dieser Wert mit Datenstand 21.6., 0.00 Uhr, auf 2,03 (Vortag: 1,55). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

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Update 21. Juni, 16.55 Uhr

Wandergesellen stranden wegen Corona in Aschau

Dass die Corona-Pandemie die Wirtschaft beeinflusst und auch das Leben der Menschen beeinflusst, spüren fast alle in ihrem Alltag. Die meisten Menschen hoffen von den eigenen vier Wänden aus auf ein baldiges Ende der Pandemie und darauffolgende Lockerungen.

Eine junge Frau und mehrere junge Männer, die zu Beginn der Pandemie beruflich unterwegs sein mussten, sind in Aschau quasi gestrandet. Sie waren als Handwerksgesellen auf der Walz. Wie sie mit dem Zwangsstopp umgehen und wie es für sie weitergehen könnte, haben sie den OVB-Heimatzeitungen berichtet.

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Update 21. Juni, 12.30 Uhr

Letzter Covid-Patient verlässt Mühldorfer Spezialstation

Das InnKlinikum Mühldorf hatte sich zu Beginn der Corona-Pandemie in der Region auf die Behandlung von Covid-19-Patienten aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting spezialisiert. Andere medizinische Fälle wurden im Haus Altötting der InnKliniken behandelt.

Mittlerweile arbeitet das Haus Mühldorf wieder im Normalbetrieb. Das Krankenhaus hatte zuletzt noch wenige Menschen mit Covid-19 behandelt. Nun meldet die Mühldorfer Klinik, dass der letzte Patient, der nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus Hilfe benötigte, entlassen werden konnte.

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Update 21. Juni, 8.37 Uhr

Kritik an Dorothee Bär nach Äußerung zu Corona-Warn-App

Seit dem Start der Corona-Warn-App gibt es viel Lob für die Anwendung, die Menschen warnen soll, wenn sie Kontakt zu Anderen hatten, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. In den sozialen Medien machen es viele öffentlich, dass sie die Corona-App auf ihrem Handy installiert haben.

Allerdings klagen auch viele, dass ihr Handy mit der App nicht kompatibel ist. Auf älteren Geräten lässt sich die Warn-App nicht installieren, auch, wenn es sich um Smart-Phones handelt. In einem Fernsehinterview wurde die Bundesministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, auf diesen Punkt angesprochen. Ihre Antwort sorgt teils für Entrüstung. In einem Tweet wird sie als "Bayerns Marie-Antoinette" bezeichnet. Warum die CSU-Politikerin mit der französischen Königin vergleichen wird, der ein immens luxuriöser Lebensstil vorgeworfen wurde, lesen Sie hier.

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Update 20. Juni, 11.45 Uhr 

Weitere Entspannung in Rosenheim und Mühldorf

Lediglich zwei Menschen sind in Stadt und Landkreis Rosenheim zum Ende der Woche hin als infiziert gemeldet worden. Im Landkreis Mühldorf gibt es bereits seit mehreren Tagen in Folge keinen neuen Fall. Weitere Entwicklungen wie die Zahl der Genesenen und die Fallzahlen nach Kommunen lesen Sie hier.

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Update 19. Juni, 15.55 Uhr

Gericht kippt Corona-Sperrstunde für Biergärten und Restaurants

Erneute juristische Schlappe für die Staatsregierung: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die derzeit noch geltende vorgezogene Sperrstunde ab 22 Uhr für Bayerns Gastronomie wegen der Corona-Pandemie gekippt. Die Richter bewerteten die nur eingeschränkt gestattete Abgabe von Speisen und Getränken sowohl in den Innenräumen von Gaststätten als auch auf Freischankflächen nur in der Zeit von 6 bis 22 Uhr "als nicht rechtskonform", wie das Gericht am Freitag in München mitteilte.

Der Senat begründete seine Entscheidung damit, dass die Öffnung von Gastronomiebetrieben seit dem 29. Mai 2020 bislang nicht zu einem nennenswerten Anstieg der Infektionszahlen mit dem Corona-Virus geführt habe. Daher erweise sich die zeitliche Betriebsbeschränkung als unverhältnismäßig. Ein Gastwirt aus Unterfranken hatte die zeitliche Beschränkung der Bewirtung im Rahmen eines Normenkontroll-Eilverfahrens angefochten.

Das Gericht akzeptierte auch nicht die Befürchtung der Staatsregierung, es könne alkoholbedingt zur Missachtung von Abstands- und Hygieneregeln und deshalb zu mehr Infektionen kommen. Dies hätte auch durch das Verbot des Ausschanks alkoholischer Getränke ab einer bestimmten Uhrzeit und ohne generelle Sperrstunde geregelt werden können, urteilten die Richter.

Erst am Dienstag hatte sich das bayerische Kabinett dafür entschieden, die Sperrstunde ab diesem Montag auf 23 Uhr zu verlängern – gemeinsam mit einer ganzen Reihe weiterer Lockerungen. Ob sich an dem Plan nun durch den Gerichtsentscheid etwas ändern wird, bleibt abzuwarten.

Die Richter betonen, dass ihre Entscheidung nicht die weiter bestehende Schließung von Bars, Clubs, Diskotheken, Bordellen und sonstigen Vergnügungsstätten durch die Entscheidung berühre. Auch die anderweitig vorgegebenen Sperrzeiten, etwa zum Schutz der Nachbarschaft oder nach der Bayerischen Biergartenverordnung, seien weiterhin zu beachten. (dpa/lby)

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Update 18. Juni, 14.30 Uhr

Warn-App millionenfach heruntergeladen

Die Gesundheitsämter ermitteln mit Angaben der Corona-positiv getesteten Person die Menschen, die mit der positiv getesteten Person in Kontakt standen, um die Ausbreitung des Erregers einzudämmen. Die Corona-Warn-App soll dabei eine wichtige Ergänzung sein, weil sie hilft, Risikobegegnungen ergänzend zum Gesundheitsamt abzubilden. 

Die aktuelle Anzahl der Downloads liegt laut Robert-Koch-Institut bereits bei 7,9 Millionen.

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Update 18. Juni, 12.30 Uhr

Keine Gefahr durch infizierte Schlachthof-Mitarbeiter

München (dpa/lby) - Bei Corona-Reihenuntersuchungen an allen großen Schlachthöfen in Bayern sind 110 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Aufgrund der Testergebnisse bestand keine fachliche Notwendigkeit für einen erneuten "Lockdown" für die Allgemeinbevölkerung in einer der betroffenen Regionen", erklärte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in München auf dpa-Anfrage. Insgesamt seien 6.407 Personen auf eine Infektion hin untersucht worden, die bei den 51 bayerischen Schlachthöfen arbeiten.

Auch Mitarbeiter des Schlachthofes in Waldkraiburg wurden getestet. Die Ergebnisse lagen bereits Ende Mai vor. Lediglich bei zwei Personen wurde das Virus nachgewiesen. Tests von mehr als 500 Menschen, die im Putenschlachthof Ampfing arbeiten hatten Anfang Juni keine Infizierten gezeigt.

Nachdem bei einer Firma im niederbayerischen Bogen mehrere Mitarbeiter mit Sars-CoV-2 infiziert waren, hatten die Behörden an diesem Betrieb - aber auch den 50 weiteren Schlachthöfen im Freistaat - Massentests angeordnet. Diese sind nun abgeschlossen. Für alle Infizierten wurde den Angaben zufolge unmittelbar nach dem Bekanntwerden ihres positiven Testergebnisses Quarantäne angeordnet.

Huml betonte, die Ergebnisse zeigten, dass die Entscheidung für die Reihentestungen zum Schutz der Bevölkerung ein richtiger Schritt gewesen seien. "Damit gab es die Möglichkeit, die Kontaktpersonen der Infizierten gezielt zu ermitteln und die Infektionsketten zu durchbrechen." Weiterhin seien aber überall in Bayern Wachsamkeit und das genaue Befolgen der Corona-Regeln sehr wichtig.

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Update 18. Juni, 11.30 Uhr 

Corona-Krise zeigt Schwächen Europas

In ihrer Regierungserklärung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Bezug auf die vergangenen Wochen der Corona-Krise genommen. Die Kritik an der Einschränkung der Grundrechte zum Schutz vor dem Coronavirus seien wichtig gewesen, so die Kanzlerin.

Zudem zeigte sie sich kritisch, wie die Europäische Union in der Pandemie reagiert habe. Dabei habe sich nicht die nötige Geschlossenheit und der nötige Zusammenhalt gezeigt.

Nach ihrer Rede erntete Merkel von den Oppositionsparteien Kritik.

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Update 17. Juni, 19.02 Uhr

Gemeinsamer Corona-Kurs von Bund und Ländern

Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder persönlich getroffen. Das Ziel: ein gemeinsamer weiterer Fahrplan in der Coronakrise für Deutschland. Nach dem Treffen trat die Kanzlerin gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder vor die Presse.

Die Grundregeln und die Grundphilosophie würden von allen mitgetragen, sagte Söder am Mittwoch nach der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin. Er sprach von einem guten, gemeinschaftlichen Ergebnis. Die Konferenz sei auch von der Stimmung her konzentrierter und harmonischer gewesen als die vergangenen.

Söder betonte aber auch, Bund und Länder hätten in den vergangenen Monaten die richtigen Weichenstellungen im Kampf gegen das Coronavirus getroffen und damit wohl Zehntausende Leben gerettet. Es gebe aber nun keinen Anlass, leichtfertig zu sein und die Erfolge zu verspielen. "Erleichterung ja, aber mit Umsicht und Köpfchen", betonte er. Abstandhalten, Hygiene und Masken seien ganz entscheidend. (dpa/ki)

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Update 17. Juni, 14.15 Uhr

Konzept für Herbstfest-Alternative vorgestellt

Freunde des Rosenheimer Herbstfestes waren enttäuscht, als es wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Schon damals hieß es aber, dass es eine Alternative dazu geben könnte. Nur wiedie aussehen könnte, das war offen.

Nun steht das Konzept. Im Haupt- und Finanzausschuss wurde der Plan vorgestellt. Das letzte Wort hat aber der Rosenheimer Stadtrat. Wie die Pläne aussehen, haben die OVB-Heimatzeitungen aufgelistet.

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Update 17. Juni, 13.15 Uhr

Regionale Pool-Anbieter melden Kundenansturm

Schwimmbäder: lange geschlossen. Osterurlaub: ausgefallen. Ausflüge an den See: schwierig durch Ausgangsbeschränkungen. Die Corona-Pandemie hat sich auf die Menschen ausgewirkt, nicht zuletzt auf deren Freizeitverhalten. Was tun, wenn man nicht weg von zu Hause kann?

Diese Überlegung hat Auswirkungen: Immer mehr Menschen möchten einen eigenen Swimming-Pool im Garten. Zumindest Anbieter im Raum Mühldorf und Wasserburg verzeichnen einen Ansturm. Teils möchten sie nicht mal namentlich von den OVB-Heimatzeitungen erwähnt werden, um das Geschäft nicht weiter anzuheizen.

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Update 17. Juni, 13.30 Uhr

Durchbruch bei Corona-Impfstoff?

Ministerpräsident Markus Söder hat angedeutet, dass manche Einschränkungen der Corona-Pandemie gelten könnten, bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden ist. Er brachte dessen Vorhandensein beispielsweise in ZUsammenhang mit dem Aussetzen der Maskenpflicht in Bayern. Und auch ein Blick auf die zahlreichen Todesopfer des Virus - am 16. Juni waren es laut Johns-Hopkins Universität mindestens rund 444.000 Menschen auf der ganzen Welt - machen deutlich, wie wichtig ein Durchbruch sein könnte.

Nun gibt es für das Tübinger Unternehmen CureVac einen Erfolg. Die Firma, an der die Bundesregierung beteiligt ist, bekommt nun die Genehmigung, eine klinische Studie mit einem potenziellen Corona-Impfstoff durchführen zu dürfen

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Update 17. Juni, 10.40 Uhr

Details zu Konjunkturpaket als Thema

Am heutigen Mittwoch beraten die Minsterpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel das weitere Vorgehen während der Corona-Pandemie. Es wird das erste Treffen seit Beginn der Pandemie sein, für das sich die Teilnehmer wieder persönlich treffen. Unter anderem wird es um Details des bereits auf den Weg gebrachten Konjunkturpakets gehen. So etwa die Frage, ob Steuerentlastungen für Alleinerziehende automatisch erfolgen können oder ein Antrag gestellt werden muss.

Weitere Themen sollen die Vorräte an Schutzkleidung und die Ganztagesbetreuung an Grundschulen sein. Das konkrete Vorgehen gegen das Coronavirus steht weniger im Fokus als in der Vergangenheit. Die Bundesländer gehen bei Schutzmaßnahmen bereits unterschiedlich schnell bei Lockerungen vor. Ministerpräsident Markus Söder hat im Vorfeld der Beratungen aber gesagt, er rechne nicht mit Streit während der Konferenz.

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Update 16. Juni, 17.40 Uhr

Rolle von Kindern bei Verbreitung des Virus

Zu Beginn der Corona-Pandemie in Bayern galten die Schließungen von Schulen und Kindertagesstätten als wichtiger Schritt, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Kinder und Jugendliche, die in solchen Einrichtungen viele Kontakte haben, galten als mögliche schnelle Verbreiter.

Nun gibt es eine deutsche Studie, die die Rolle von Kindern im Infektionsgeschehen genauer beleuchtet. Die Universitätsklinik Ulm hatte sich dieser Frage gestellt. Nun liegen Ergebnisse der Untersuchung vor. Demnach stecken sich Kinder weniger häufig mit dem Corona-Virus an als Erwachsene. Wie sich das auf ihre Rolle bei der Verbreitung auswirkt, dürfte viele nicht überraschen.

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Update 16. Juni, 15.30 Uhr

Diese neuen Lockerungen gibt es

Nun sind die neuen Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Bayern bekannt. Ministerpräsident Söder hat sie nach einer Sitzung des Kabinetts bekannt gegeben.

Unter anderem wird es längere Öffnungszeiten für Biergärten geben und auch Familienfeiern wie Hochzeiten können wieder - mit Auflagen - gefeiert werden. Im öffentlichen Raum soll es nun auch wieder bis zu 10 Personen erlaubt sein, sich zu treffen - unabhängig davon, in wievielen Haushalten sie leben.

Darüber hinaus gibt es weitere Erleichterungen beispielsweise im Einzelhandel.

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Update 16. Juni, 12.20 Uhr

Bayerisches Kabinett beschließt weitere Lockerungen

Zuletzt hatte es im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Lockerungen für Kinos und Theater gegeben. Inzwischen dürfen auch Freibäder in Bayern wieder öffnen. Alles unter Auflagen. Heute berät das bayerische Kabinett weitere mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen.

Anders als in anderen Bundesländern, wie etwa Thüringen, soll Bayern langsamer Schritte in Richtung Normalisierung gehen. Doch im Vorfeld der Beratungen der Minister sind bereitseinige mögliche Bereiche, in denen Veränderungen möglich sind, durchgesickert. Die Pressekonferenz wird als Livestream ab 13 Uhr übertragen.

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Update 16. Juni, 12 Uhr

Das Wichtigste zur App in Kürze

Auf einer Pressekonferenz haben Mitglieder der Bundesregierung, Vertreter des RKI und beteiligter Unternehmen Einzelheiten und Hintergründe zur sogenannten Corona-Warn-App erklärt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, man hoffe durch die App eine weitere große Infektionswelle des Coronavirus verhindern zu können. Sie sei allerdings kein Allheilmittel. Sie ersetze nicht, aufeinander Acht zu geben.

Ein Vertreter der Telekom erklärte, Kontaktdaten würden nach 14 Tagen automatisch gelöscht. Im Vorfeld hatte es immer wieder Bedenken zur Datensicherheit der App gegeben. Zudem wurde erklärt, wie die Messung des Abstands technisch funktioniert.

Das Robert-Koch-Institut erklärte die Vorteile aus medizinischer Sicht.

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Update 16. Juni, 9.40 Uhr

Pressekonferenz zum Start der Corona-App

Die Corona-Warn-App kann nun heruntergeladen und genutzt werden. Zum Start informieren Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Innenminister Horst Seehofer und Justizministerin Christine Lambrecht gemeinsam mit Vertretern des Robert-Koch-Instituts (RKI) und der an der Entwicklung beteiligten Unternehmen in einer Pressekonferenz. Die App soll es erleichtern, Personen ausfindig zu machen, die Kontakt zu jemandem hatten, der sich infiziert hat.

Wie sicher die App ist, dazu gibt Prof. Dr. Wolfgang Mühlbauer von der Hochschule Rosenheim eine Einschätzung.

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Update 15. Juni, 17.40 Uhr

Hilferuf von Rosenheims Nachtleben

Abends und in der Nacht nach Rosenheim, um dort zu tanzen, Menschen zu treffen und etwas zu trinken - durch die Corona-Pandemie ist das schon seit Wochen nicht möglich. Nun wenden sich Gastronome und Clubbetreiber in einem offenen Brief an die Stadt Rosenheim, den Wirtschaftlichen Verband und den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Es ist ein Hilferuf.

Sie fühlen sich nicht gesehen. Soforthilfen, die es schon sehr früh gab, als die Corona-Pandemie zum Lockdown führte, helfen inzwischen nicht mehr. Es geht längst ums Überleben. Doch aus eigener Kraft können es die Gastronomiebetriebe und Clubs derzeit nicht schaffen. Sie dürfen noch nicht öffnen. Ganz anders als in anderen Bundesländern.

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Update 15. Juni, 17.10 Uhr

Stimmung in regionaler Wirtschaft massiv eingebrochen

Schließungen über Wochen, Mitarbeiter in Kurzarbeit - die Corona-Pandemie hatte bereits wirtschaftliche Auswirkungen. Wie sich diese ersten sichtbaren Veränderungen weiterentwickeln werden, ist noch nicht absehbar.

Allerdings hat die IHK jüngst Unternehmen aus der Region nach ihrer Stimmung, ihren Geschäftsaussichten, gefragt. Dabei war ein sehr starker Einbruch bei den Erwartungen der hiesigen Wirtschaft zu verzeichnen.

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Update 15. Juni, 15.15 Uhr

Flaute für Trachtenmode

Seit Jahren gelten Dirndl und Lederhosen als angesagte Form sich zu kleiden, unabhängig vom Alter. Doch derzeit erleben Geschäfte in den Regionen Mühldorf und Rosenheim dass sich die beliebten Kleidungsstücke zum Ladenhüter entwickeln. Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen sprechen sie von teils gewaltigen Umsatzeinbußen.

Die Modebranche meldet allgemein Probleme durch die Corona-Krise. Läden und Firmen, die Tracht und davon inspirierte Mode verkaufen, sagen, dass auch sie davon betroffen sind. Allerdings sehen sie einen Zusammenhang zur Krise, genauer großen Veranstaltungen, der ihre Arbeit noch länger negativ beeinflussen könnte.

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Update 15. Juni, 12.10 Uhr

Ministerin hofft auf viele Nutzer

Bundesjustizministerin Christina Lambrecht hat sich kurz vor dem Start der Corona-Warn-App für eine breite Nutzung ausgesprochen. Sie hoffe, die Anwendung werde von vielen Menschen genutzt. Gleichzeitig versuchte sie, datanschutzrechtliche Bedenken aus dem Weg zu räumen.

Neben dieser Kritik, gibt es auch unterschiedliche Auffassungen, ob der Einsatz der Warn-App durch ein Gesetz geregelt werden muss. Während die Bundesjustizministerin dies nicht glaubt, gibt es entsprechende Forderungen von verschiedenen Seiten.

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Update 14. Juni, 14.12 Uhr

Corona-Rückholaktion: Touristen bekommen die Rechnung

Es war eine der größten Rückholaktionen von Bundesbürgern aus dem Ausland. Als im März die Corona-Pandemie ausbrach, waren tausende deutsche Touristen im Ausland gestrandet. Die Bundesregierung organisierte Flüge, mit denen die Menschen nach Deutschland zurückkehren konnten. Mehr als 100 Millionen Euro hat das Auswärtige Amt dafür ausgegeben.

Nun will sich der Bund einen Teil Kosten für die Aktion zurückholen – und damit die Kosten nicht dem Steuerzahler aufbürden, sondern denjenigen, die die Kosten verursacht haben. 66.000 Deutsche waren im März aus weltweit 65 Ländern zurückgeholt worden.

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Update 13. Juni, 19.53 Uhr

Corona verursacht Verfahrungsflut vor Bayerns Gerichten

Die Corona-Krise hat den bayerischen Verwaltungsgerichten eine wahre Verfahrensflut beschert. Hunderte Verfahren und Eilverfahren waren oder sind dort noch anhängig. Allein am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof wurden nach Angaben einer Sprecherin schon rund 90 Normenkontroll-Eilverfahren und 16 Normenkontrollverfahren erledigt, die im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie standen.

Als Normenkontrolle bezeichnet man die richterliche Überprüfung von Rechtsvorschriften mit höherrangigem Recht wie den Grundrechten. 14 Normenkontrolleilverfahren und 60 Normenkontrollverfahren seien noch anhängig, über die bislang noch nicht entschieden wurde. Außerdem wurden 16 Beschwerden gegen erstinstanzliche Urteile erledigt, drei sind nach Angaben des Gerichtshofes noch offen.

Thematisch ging es dabei nach Angaben einer Gerichtssprecherin zunächst vor allem um die Ausgangsbeschränkungen in Bayern im Allgemeinen oder um die Vorschrift, sich nach einer Rückkehr aus Risikogebieten in Quarantäne begeben zu müssen. Außerdem ging es um die Versammlungsfreiheit und Regelungen im Einzelhandel, auf denen nach Gerichtsangaben ein Schwerpunkt lag. Dabei sei insbesondere die Differenzierung nach der Größe der Verkaufsfläche betroffen gewesen. "Auch die Maskenpflicht sowie die Regelungen hinsichtlich der Gastronomie werden zum Gegenstand von Verfahren gemacht."

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Update 13. Juni, 10.56 Uhr

Experten sagen: Corona-Warn-App ist sicher

Die für kommende Woche erwartete Corona-Warn-App des Bundes wird nach Einschätzung des IT-Dienstleisters TÜV Informationstechnik stabil und sicher laufen, ohne die Anwender auszuspionieren. Das habe eine Prüfung der App ergeben, die man im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unternommen habe, sagte TÜV-IT-Chef Dirk Kretzschmar am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

Bei der Überprüfung der App habe man auch kontrolliert, ob Unbefugte Daten abgreifen könnten. "Das ist nicht der Fall. Die Anwender müssen keine Angst vor Überwachung haben." Die Entwickler von SAP und T-Systems hätten auch sichergestellt, dass niemand über die App Zugriff auf andere Daten bekomme. (dpa)

Auch der Rosenheimer Informatik-Professor Prof. Dr. Wolfgang Mühlbauer ist von der Sicherheit der App überzeugt. Er werde sie selbst auf seinem Smartphone installieren, sobald sie verfügbar sei, sagt Mühlbauer im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen. Sie sei "technisch nach heutigem Wissensstand sehr gut gemacht".

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Update 12. Juni, 18.26 Uhr

Kaum neue Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf

Fast zwei Wochen ohne neuen Coronavirus-Fäll meldet der Landkreis Mühldorf. Erst heute, am 12. Juni, hat es wieder eine neu entdeckte Infektion mit dem SarsCov2-Virus gegeben. Ein wenig häufiger sind die Fälle in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. Aber überall werden wesentlich mehr genesene Menschen gemeldet als neu erkrankte.

So erlebt eine onkologische Spezialklinik die Corona-Pandemie

Eine schwere Zeit war mit der Corona-Pandemie auch für die Klinik Bad Trissl in Oberaudorf angebrochen. Die onkologische Spezialklinik musste ganz besonders aufpassen. Denn krebskranke Patienten sind oft ganz besonders anfällig für Infektionskrankheiten wie das Covid-19. Krankenhaus-Geschäftsführer Andreas Kutschker erzählt im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen, was in seinem Haus seit Ausbruch der Pandemie los war.

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Update 12. Juni, 15.30 Uhr

Gesundheitsminister Spahn will unabhängigere EU

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat nach einer Telefonkonferenz mit den Gesundheitsministern der anderen EU-Länder bekannt gegeben, dass die EU mehr Arzneiprodukte in der EU produzieren möchte. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass Europa abhängig von Lieferungen aus Asien sei und dies ein Problem werden könnte. In der am 1. Juli beginnenden Ratspräsidentschaft Deutschlands werde man darauf einen besonderes Schwerpunkt setzen.

Er sprach sich auch dafür aus, im Kampf gegen eine Ausbreitung des Corona-Virus nicht nur auf eine deutsche App, sondern auch auf eine europäische App zu setzen. Dies sei insbesondere in Grenzregionen sehr sinnvoll. Auch auf Demonstrationen nahm er Bezug. "Mich besorgen dicht gedrängte Menschen", sagte er. Den Anlass, Rassismus, verstehe er gleichwohl. Er wolle dafür werben, bei Demonstrationen den Sicherheitsabstand einzuhalten.

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Update 12. Juni, 14.40 Uhr

Mehrwertsteuer für Tabak als Ausnahme?

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern, will die Bundesregierung die Konjunktur ankurbeln. Das soll unter anderem durch eine Senkung der Mehrwertsteuer geschehen. Die aus der Region stammende Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, setzt sich nun dafür ein, dass Tabak und Alkohol von der Senkung ausgeschlossen werden.

Sollte auch für Alkohol und Tabak der Mehrwertsteuersatz vorübergehend sinken, würde dasdie Bemühungen, deren Konsum in der Bevölkerung zu verringern, erschweren

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Update 12. Juni, 11.53 Uhr

Niedrige Infektionszahlen für den Kreis Rosenheim

Kaum noch neue Infektionen mit dem Coronavirus melden die Gemeinden im Landkreis Rosenheim derzeit. Selbst in der Stadt Rosenheim gab es laut aktueller Meldung des Gesundheitsamtes in den vergangenen 7 Tage lediglich 2 neu entdeckte Coronavirus-Fälle. Die meisten neuen Fälle gab es seit der letzten Bekanntgabe der Gemeindezahlen am Samerberg: 3 neue Fälle in einer Woche.

Alle Fallzahlen für die Region Rosenheim, Mühldorf und den Chiemgau finden Sie hier.

Bürgermeister Anton Wallner zur RKI-Studie in seiner Gemeinde

Seinen Bekanntheitsgrad mit einer Studie zum Coronavirus zu erhöhen – davon dürfte eine Gemeinde vielleicht nicht gerade träumen. Anton Wallner, Bürgermeister von Bad Feilnbach, hat sich dennoch gefreut, für die Studie des Robert-Koch-Instituts ausgewählt worden zu sein.

"Wir wünschen uns Klarheit darüber, wie weit die Pandemie die Gemeinde getroffen hat und wie viele Menschen wirklich Antikörper ausgebildet haben", sagt Wallner im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen. Außerdem sieht er sich und Bad Feilnbach in der Pflicht, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Aufklärung zu leisten, wie das Coronavirus sich in Deutschland verbreitet hat.

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Update 11. Juni, 12 Uhr: 

Bayern kritisiert Thüringens Corona-Kurs

Das Unverständnis ist groß: Obwohl die Corona-Krise noch lange nicht überstanden ist, hebt Thüringen die Kontaktbeschränkungen weitgehend auf. 

Bayerns Staatsregierung hat die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen zur Corona-Bekämpfung im Nachbarland Thüringen massiv kritisiert. "Es ist unverantwortlich, dass Thüringens Regierung an ihrem umstrittenen Kurs beim Umgang mit der Corona-Pandemie festhält", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München.

Update 10. Juni, 18.23 Uhr

Weiter niedrige Infektionsrate

Die Zahl der neu entdeckten Coronavirus-Infektionen in der Region verharren weiter auf sehr niedrigem Niveau. Die Landkreise Mühldorf und Traunstein (jeweils 10.6.) sowie Stadt- und Landkreis Rosenheim (9.6.) vermelden zuletzt lediglich eine neue Infektion mit dem SarsCov2-Erreger.

Auch für Bayern und Deutschland werden weiter wenige neue Infektionen registriert.

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Update 10. Juni, 14 Uhr: 

Grenzkontrollen werden beendet

Nachdem aufgrund der Corona-Krise bislang strenge Einreisebedingungen an den Grenzen gegolten haben, verkündete Horst Seehofer nun weitreichende Änderungen für EU-Bürger.

Der Bundesinnenminister erklärte, dass ab dem 16. Juni an den deutschen Grenzen wieder weitgehend Normalbetrieb herrschen solle.

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Update 10. Juni, 9.45 Uhr: 

Tourismus in Bayern bricht wegen Corona-Krise ein 

Fürth (dpa/lby) - In Bayerns Hotels und Pensionen hat im April wegen der Corona-Krise nur ein Bruchteil der sonst um diese Jahreszeit üblichen Gäste übernachtet. Die rund 6400 noch geöffneten Beherbergungsbetriebe hätten für April etwa 173 000 Gästeankünfte gemeldet, teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag in Fürth mit. Das bedeute ein Minus von 94,5 Prozent im Vergleich zum April 2019. Die Zahl der Übernachtungen schrumpfte auf rund 800 000 - ein Rückgang um 89,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Das sonst beliebte Camping habe im April praktisch gar nicht mehr stattgefunden - das Minus betrug hier 99,8 Prozent bei den Ankünften und 99,4 Prozent bei den Übernachtungen. Bei Jugendherbergen und Berghütten sieht die April-Bilanz wenig besser aus. Insgesamt hatten im April mit 46,5 Prozent fast die Hälfte aller 12 000 Beherbergungsbetriebe komplett geschlossen.

Mit Blick auf das erste Jahres-Drittel fällt die Bilanz verheerend schlecht aus. Von Januar bis April kamen 42,2 Prozent weniger Gäste in Bayern an. Die Übernachtungszahl ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 37,3 Prozent zurück. Und auch für das Gesamtjahr dürfte die Bilanz nicht annähernd das Niveau früherer Jahre erreichen. Das Verbot von Großveranstaltungen wie Messen sowie der Ausfall des Münchner Oktoberfestes und anderer Feste drücken auch in den kommenden Monaten weiter auf den Tourismus.

Das Hotelgewerbe gilt zusammen mit der Gastronomie als Hauptverlierer der Corona-Krise - bundesweit sind 70.000 der 220.000 Betriebe von Insolvenz bedroht. Nach Branchenangaben ist die Lage für viele Betriebe dramatisch, die ersten Insolvenzen sind bereits bekannt geworden. Für Juni lägen die Buchungsrückgänge bereits bei 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, im August seien es 62 Prozent und im September 60 Prozent, heißt es vom Branchenverband Dehoga.

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Update 9. Juni, 19.32 Uhr

Trauungen auf den Chiemsee-Inseln wieder möglich

Die Coronakrise hat heiratswilligen Paaren in den vergangenen Wochen ihre Planungen verhagelt. Auch die beliebte Möglichkeit zur Trauung auf der Herren- oder Fraueninsel auf dem Chiemsee war eine zeitlang nicht möglich. Termine mussten storniert werden. Doch jetzt können auf den Inseln wieder Trauungen stattfinden. Allerdings nur unter Auflagen – vor allem, was die Zahl der Teilnehmer betrifft.

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Update 9. Juni, 16.44 Uhr

Klimaaktivisten wollen in der Innenstadt demonstrieren

Um einer erneuten Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen, will die Stadtverwaltung in Rosenheim vorerst keine Kundgebungen in der Innenstadt mehr zulassen. Wer demonstrieren will, darf das tun. Aber etwas außerhalb. Etwa im Mangfallpark, wo ausreichend Platz ist, um Sicherheitsabstände einzuhalten.

Dagegen regt sich nun Widerstand. In einem Schreiben hat sich Rosenheimer Klimaaktivisten an Oberbürgermeister Andreas März gewandt. Sie fordern, dort demonstrieren zu dürfen, wo ihre Anliegen auch wahrgenommen wird. 

64-Jährige stirbt an Corona: Sohn will Romed-Klinikum verklagen

Eva T. aus Kolbermoor ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die 64-Jährige habe sich die Krankheit bei einem Krankenhaus-Aufenthalt in Rosenheim eingefangen, sagt ihr Sohn. Lange kämpfte Eva T. um ihr Leben. Doch am Sonntag verstarb die Frau in einem Münchener Klinikum.

Ihr Sohn hat sich nun die Krankenakte aushändigen lassen. Er will jetzt juristisch gegen das Klinikum vorgehen.

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Update 9. Juni, 13.35 Uhr

Berufspendler bleiben wohl auf Kosten für ungenutzte Tickets sitzen

Viele Berufspendler in der Region verzichten aufs Auto und fahren Zug. Gerade wer aus den Landkreisen Rosenheim oder Mühldorf zur Arbeit nach München fährt, ist mit dem öffentlichen Verkehrsmittel zu Stoßzeiten oft schneller dran - und gibt dafür im Jahres-Abo einen dreistelligen Eurobetrag pro Monat aus.

Doch seit Mitte März hat die Corona-Pandemie tausende Pendler ins Homeoffice verbannt. Die Bahntickets liegen ungenutzt in der Schublade. Eine Möglichkeit, das Geld für diese Tickets zurückzubekommen, besteht nach Aussage eines Regionalbahnsprechers nicht. Das Bahnangebot bestehe ja weiterhin.

Ein kleines Fünkchen Hoffnung gibt es allerdings. Dieser Tage verhandeln mehrere Verbände auf Bundesebene über eine Möglichkeit, den Pendlern mit einer Kulanzregelung zu begegnen.

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Update 9. Juni, 8.14 Uhr

Chöre in Bayern wollen wieder proben

Die bayerischen Chöre wollen das nach wie vor geltende Probeverbot wegen der Corona-Pandemie nicht länger hinnehmen. "Unsere Chöre wollen endlich eine nachvollziehbare und gerechte Regelung, wann und wie sie wieder zu einem Proben- und Konzertbetrieb zurückkehren können", erklärte am Montag Jürgen Schwarz, geschäftsführender Präsident des Chorverbands Bayerisch-Schwaben in Marktoberdorf. 90.000 Sänger warteten im Freistaat auf ein Signal aus den Ministerien.

Am Freitag hatte das Kunstministerium in München mitgeteilt, dass von Montag an ein eingeschränkter Probenbetrieb für Laien-Instrumentalgruppen wieder möglich sei. Wie das Ministerium betonte, dürften "wegen der erhöhten Infektionsgefahr, die nach Einschätzung der Fachleute mit dem Singen verbunden ist, Chöre und sonstige Gesangsgruppen" vorläufig weiter nicht proben.

Gemeinsam mit drei weiteren großen Chorverbänden - dem Bayerischen Sängerbund, dem Fränkischen Sängerbund und dem Maintal Sängerbund - verlangt der schwäbische Verband in einem Brandbrief an mehrere Ministerien eine baldige Perspektive für die Gesangsgruppen. (dpa/lby)

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Update 8. Juni, 17.40 Uhr: 

4 neue Fälle in den Kreisen Rosenheim und Traunstein

Am 07.06.2020 wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 3 neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2790 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 2025 Personen eine Genesung dokumentiert. 214 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben (Landkreis: 190, Stadt: 24). 

Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 144 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 

43 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 7 Patienten auf einer Intensivstation. Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand 08.06.2020 (0:00 Uhr) für die Stadt Rosenheim bei 1,58, für den Landkreis Rosenheim bei 3,45.

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 141 aktive Covid-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 2,26 und ist im Vergleich zum Sonntag deutlich gesunken (5,08). Am Montag ist beim Gesundheitsamt eine Neuinfektion eingegangen, am Sonntag war dagegen kein neuer Fall gemeldet worden. Es liegen somit insgesamt 1323 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 1095 Personen (eine mehr als am Sonntag). In den Kliniken im Landkreis werden derzeit sechs Covid-19-Patienten behandelt, davon sind sich immer noch vier Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

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Update 8. Juni, 15.20 Uhr: 

Studie: Corona-Regeln könnten in Europa 3,1 Millionen Tote verhindert haben 

Eine Studie zur Auswirkung der Corona-Maßnahmen hat ergeben, dass dadurch in Deutschland und zehn weiteren europäischen Ländern Millionen Leben gerettet wurden. Epidemologen und Statistiker am Londoner Imperial College haben für ihre Studie den Infektionsverlauf und Modellrechnungen von elf Länder in Europa untersucht. Darunter Deutschland, Österreich und Norwegen, aber auch Italien und Spanien. 

Insgesamt konnten durch Corona-Maßnahmen, wie Abstandsregeln, Kontaktsperren und Ausgangssperren nach dem Modell der Forscher 3,1 Millionen Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 verhindert werden. Die Wissenschaftler sind vorsichtig optimistisch und betonen, die Ergebnisse wiesen darauf hin, dass die Corona-Maßnahmen Wirkung gezeigt haben und aktiv zu einem Abflachen der Kurve beigetragen haben.

Landtag führt Maskenpflicht ein - Abgeordnete vorerst ausgenommen 

München (dpa/lby) - Nach den Pfingstferien gilt im bayerischen Landtag eine Maskenpflicht. Die Einführung zum 15. Juni sei ein wichtiger Schritt zum Vollbetrieb, teilte der Landtag am Montag in München mit. Zuvor hatte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) das weitere Vorgehen mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen und dem Virologen Oliver T. Keppler besprochen.

Die Maskenpflicht, die es bisher im Parlament nicht gab, gilt demnach für alle Personen im Gebäude mit Ausnahme der Abgeordneten. Für die Parlamentarier gelte auf allen Gemeinschaftsflächen und in den Sitzungssälen nur eine "dringende Empfehlung" zum Tragen von Masken. Eine Begründung für die Sonderregelung für Abgeordnete lieferte der Landtag zunächst nicht. In den Sitzungssälen könnten die Masken bei den derzeitigen Abstandsregelungen am Platz abgelegt werden, hieß es.

Nach der Sommerpause solle - so das Ziel - wieder allen Abgeordneten die Teilnahme an Sitzungen ermöglicht werden. "Dies hat zur Folge, dass ab diesem Zeitpunkt zumindest für Ausschusssäle auch eine dringende Masken-Empfehlung während der Sitzungen ausgesprochen wird, da nur so mit einem vertretbaren Risiko die Abstände unter den Abgeordneten verringert werden können", teilte der Landtag mit.

Bei Plenarsitzungen sei es erforderlich, dass ein kleinerer Teil der Abgeordneten im Senatssaal Platz nehme. Im Plenarsaal sollen zudem zusätzlich als Schutz Glasscheiben an den Frontseiten der Tische angebracht werden. Besuchergruppen sollen vorerst bis zum Ende des Jahres an keinen Sitzungen teilnehmen dürfen.

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Update 8. Juni, 11 Uhr: 

Göttingen drohen nach Corona-Ausbruch weitere Einschränkungen 

Göttingen (dpa) – Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen muss sich die Bevölkerung möglicherweise auf zusätzliche einschränkende Maßnahmen einstellen. Die Stadt warte noch auf Ergebnisse des Massentests unter den Bewohnern eines Hochhauskomplexes, sagte ein Sprecher am Montag. Das Resultat werde im Laufe des Tages erwartet. Danach werde entschieden, ob es weitere Einschränkungen geben werde, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Der Gebäudekomplex am Rand der Göttinger Innenstadt gilt als Schwerpunkt des Corona-Ausbruchs. Nach Darstellung der Stadt hatten dort private Feiern aus Anlass des muslimischen Zuckerfestes vor gut zwei Wochen stattgefunden. Dabei habe es Verstöße gegen die Corona-Hygiene- und Abstandsregeln gegeben. In deren Folge haben sich weit mehr als 100 Menschen, darunter auch Dutzende Kinder mit dem Virus infiziert. Insgesamt gab es am Sonntag in Göttingen insgesamt 146 Menschen, die aktuell mit dem Virus angesteckt sind. Vor dem jüngsten Ausbruch hatte es in Göttingen nahezu keine Neu-Infektionen gegeben.

Corona-Zahlen in Wien steigen wieder an 

Keine Entwarnung in Österreich: Die Zahl der in Wien bisher nachgewiesenen SARS-CoV-2-Infektionen ist von Samstag auf Montag um 61 Fälle gestiegen. Das berichtet das Onlineportal OE24.

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Update 7. Juni, 14.30 Uhr

Wo ab Montag weitere Lockerungen gelten

Bayern möchte Schritt für Schritt die Maßnahmen lockern, die es im Kampf gegen das Coronavirus aufgestellt hat. Ab Montag werden in einigen Lebensbereichen in Bayern erneut Auflagen wegfallen oder Aktivitäten wieder erlaubt.

Ein Beispiel dafür sind Trainings in Fitness-Studios. Sie hatten im Zuge des Corona-Lockdowns komplett schließen müssen. Aber auch in anderen Bereichen des Breitensports können die Bayern nun wieder aktiv werden.

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Update 7. Juni, 12.45 Uhr

Außenminister warnt Deutsche

Am 15. Juni fallen die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes. Sie waren während der Corona-Pandemie herausgegeben worden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Für viele Deutsche bedeutet das: Endlich wieder Reisen ins Ausland!

Doch Außenminister Heiko Maas mahnt die Deutschen zur Vorsicht. Rückholaktionen von Deutschen, die sich in den Ferien in anderen Ländern infiziert haben, werde es nicht mehr geben. Zu Beginn des Corona-Lockdowns in Deutschland hatte die Bundesregierung in einer beispiellosen Aktion Bundesbürger zurück in die Bundesrepublik gebracht. Dass dies kein zweites Mal passieren wird, begründet Maas auch.

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Update 7. Juni, 9 Uhr

Corona-Messwert steigt von 0,68 auf 0,87

Berlin - Wie viele Menschen steckt jemand an, der mit dem Coronavirus infiziert ist? Die sogenannte Reproduktionszahl ist eine wichtige Zahl, um einzuschätzen, wie schnell sich das Virus ausbreitet. Nun meldet das Robert-Koch-Institut einen starken Anstieg des Wertes innerhalb eines Tages.

Lag die Reproduktionszahl am Freitag in Deutschland noch bei 0,68, so meldete man am Samstag 0,87. Dennoch geben sich die Mediziner am RKI nicht alarmiert.

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Update 6. Juni, 16.15 Uhr

Seehofer denkt über Lockerungen in der Bundesliga nach

Es wäre ein weiterer Schritt hin zum normalen Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga, wenn Fans wieder in den Stadien die Partien verfolgen dürften. Derzeit laufen in Zuge des Schutzes vor einer Ausbreitung des Coronavirus  lediglich sogenannte Geisterspiele, in denen die Mannschaften ohne Zuschauer spielen.

Nun hat Bundesinnenminister Horst Seehofer angedeutet, er könne sich in der kommenden Saison wieder Fans in den Stadien vorstellen. Aus den Clubs gibt es dazu erste Reaktionen.

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Update 6. Juni, 10.35

Weltgesundheitsorganisation: Kehrtwende bei Schutzmasken

Genf - Nicht überall sind Schutzmasken beliebt, einige sehen in ihnen eine lästige Pflicht, andere fühlen sich durch den Mund- und Nasen-Schutz in Corona-Zeiten in ihrer Freiheit eingeschränkt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sah in ihnen bislang besonders eines: kein Mittel für den Massengebrauch.

Nun aber hat die in Genf ansässige Behörde ihre Einschätzung einerseits grundsätzlich geändert, schränkt aber gleichzeitig ein. So sehen die aktuellen Empfehlungen der WHO zur Verwendung von Schutzmasken aus.

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Update 5. Juni, 14.29 Uhr

Kaum neue Fälle: Rosenheim meldet Gemeinde-Fallzahlen

Fünf neue Coronavirus-Fälle melden Stadt und Landkreis Rosenheim für den gestrigen 4. Juni. Fast schon ein hoher Wert für die seit Tagen positive Entwicklung der Fallzahlen in der Region.

Umfrage

Das Gesundheitsamt Rosenheim, zuständig für die Stadt und den Landkreis, meldet am heutigen Freitag auch neue Gemeindezahlen. Auch hier zeigt sich eine niedrige Entwicklung im Vergleich zur vergangenen Woche. Die Stadt Rosenheim meldet gar überhaupt keinen neuen Fall. Genau wie vergangene Woche liegt die Zahl hier bei 510 Coronavirus-Fällen. Die Mehrheit davon wieder genesen.

Leichte Anstiege gibt es lediglich in Bernau, Prien und Kolbermoor (jeweils 4 neue Fälle binnen 7 Tagen).

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Update 5. Juni, 13.45 Uhr

Regionale Lebensmittel boomen

Wer danach gefragt wird, sagt wohl immer: Ich kaufe am liebsten regional und direkt beim Bauern. Was in der Vergangenheit wohl eher ein Lippenbekenntnis war, scheint sich durch die Corona-Pandemie wirklich durchzusetzen. Direktvermarkter verzeichnen seither eine gesteigerte Nachfrage.

Nun soll dieser Trend in der Ökomodellregion Hochries-Kampenwand-Wendelstein weiter ausgebaut und gestärkt werden. Dabei möchte man unter anderem den Einkauf vereinfachen.

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Update 5. Juni, 10.45 Uhr

Rosenheim-Besucher haben wieder eine Anlaufstelle

Die Touristinfo Rosenheim hat wieder geöffnet. Sie wurde im Zuge der Corona-Beschränkungen geschlossen, steht nun aber wieder Gästen zur Verfügung. Auch Stadtführungen beginnen wieder.  Unter den geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen können auch wieder private und öffentliche Stadtführungen stattfinden. Am Mittwoch, 17. Juni startet unter anderem die beliebte Stadtführung „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“.

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Update 4. Juni, 16.20 Uhr

Aiblinger Ärztin mit kontroverser Meinung zu Schutzmasken

Sie gelten weltweit als wirksamer Schutz gegen eine Ausbreitung des Coronavirus. Asiatische Länder meldeten als erstes, dass Schutzmasken helfen, die Infektionen zu reduzieren. In vielen Ländern wurden sie später ebenfalls eingesetzt. Nicht zuletzt, weil dadurch bestimmte Lockerungen der Beschränkungen möglich wurden.

Die Bad Aiblinger Ärztin sieht Schutzmasken jedoch kritisch. Unter anderem gebe es Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine tragen könnten. Die OVB-Heimatzeitungen habenmit ihr und Vertretern gesprochen, die an die Wirksamkeit von Masken glauben, gesprochen.

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Update 4. Juni, 12.05 Uhr

RKI-Statistik zeigt, wer Risikogruppen sind

Bislang gab es Beobachtungen, wer zu den Riskogruppen zählt, für die eine Infektion mit dem Coronavirus besonders gefährlich ist. Besonders die Erfahrungen der Ländern, die als erstes von der Pandemie erfasst wurden, wurden dazu herangezogen.

Senioren, Menschen mit Vorerkrankungen und tendenziell eher Männer als Frauen galten als besonders gefährdet, an der Lungenkrankheit Covid-19 zu sterben. Nun hat das Robert-Koch-Institut die Erkenntnisse ausgewertet, die aus Deutschland vorliegen. Anhand von Zahlen, lässt sich nun deutlich ablesen, wer zur Risikogruppe gehört. Die Unterschiede zu anderen Bevölkerungsgruppen sind deutlich.

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Update 4. Juni, 10.50 Uhr

Grenze zwischen Deutschland und Österreich ist wieder offen

Österreich öffnet ab heute seine Grenzen zu allen Nachbarländern - mit Ausnahme von Italien. Die Grenz- und Gesundheitskontrollen zu Deutschland werden eingestellt, sagte Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg. Die Grenzöffnung sei ohnehin geplant gewesen, sei aber wegen der laufenden Pfingstferien in Bayern vorgezogen worden.

Hintergrund der Entscheidung dürfte die positive Entwicklung der Coronavirus-Fallzahlen gewesen sein. Österreich hatte seine Grenzen bei Ausbruch der Pandemie im März dicht gemacht – und länger an den Grenzkontrollen festgehalten als die meisten Nachbarländer.

Deutsche können also ab sofort wieder für touristische Reisen nach Österreich fahren. Das Auswärtige Amt weist jedoch darauf hin, dass bis zum 14. Juni weiterhin die Reisewarnung für Reisen ins Ausland gilt. Nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks könnte das Auswirkungen haben, etwa auf die Gültigkeit eines Auslandskrankenschutzes. Vor Antritt eines Urlaubes in Österreich in der Zeit bis zum 15. Juni könnte es also ratsam sein, mit dem eigenen Krankenversicherer Kontakt aufzunehmen.

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Update 3. Juni, 18.01 Uhr

Zwei Tage ohne Neu-Infektion in Stadt und Kreis Rosenheim

Das gab es seit Ausbruch der Corona-Pandemie im März nicht mehr: Stadt und Landkreis Rosenheim melden 2 Tage in Folge ohne registrierte Neu-Infektion mit dem Sars-CoV-2-Erreger. Auch in den Landkreisen Mühldorf und Traunstein verbleiben die Fallzahlen auf einem sehr niedrigen Niveau. Alle Zahlen für die Region, Bayern und Deutschland finden Sie täglich in unserer Übersicht.

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Update 3. Juni, 15.51 Uhr

Keine Corona-Fälle in Ampfinger Schlachthof

Mehrere Schlachthöfe in Deutschland waren in die Schlagzeilen geraten, nachdem dort gehäuft Coronavirus-Infektionen registriert worden waren. Die Schlachthöfe in Waldkraiburg und Ampfing reagierten und führten Reihentests bei ihren Mitarbeitern durch. Dabei wurden zunächst in Waldkraiburg zwei infizierte Arbeiter entdeckt.

Nun kann der Putenschlachthof in Ampfing aufatmen. Das Ergebnis liegt vor. Es gab in der Belegschaft keine Coronafälle.

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Update 3. Juni, 8.49 Uhr

Italien öffnet die Grenzen

Wochenlang war Italien das europäische Land, das am stärksten unter der Coronapandemie litt. Die Regionen im Norden des Landes gelten als ein Ursprungsgebiet, von dem aus das Sars-CoV-2-Virus seinen Weg durch Europa antrat. Doch macht Italien einen Schritt zurück in die Normalität. Das Land öffnet seine Grenzen. Touristen können wieder in eines der beliebtesten Urlaubsländer reisen. Aber noch gelten auf dem Weg dorthin bestimmte Einschränkungen.

Update 2. Juni, 15.10 Uhr

Klinik Mühldorf wieder im Normalbetrieb

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte sich das Mühldorfer Krankenhaus in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Altötting darauf spezialisiert, Corona-Patienten zu behandeln. So sollten in Arbeitsteilung mit dem Haus im Nachbarlandkreis einerseits Infizierte und Verdachtsfälle behandelt werden und andererseits andere Patienten ohne Ansteckungsgefahr Behandlungen erhalten.

Nun hat das Krankenhaus in Mühldorf bekanntgegeben, dass es wieder in den Normalbetrieb übergehen wird. Das heißt, viele Behandlungen können wieder dort erfolgen. Allerdings gelten wegen des Infektionsschutzes bestimmte Vorsichtsmaßnahmen.

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Update 2. Juni, 9.37 Uhr

Corona-Pfingsten lässt Urlauber und Ausflügler zaudern

Nach einem schwachen Start am Samstag zog es die Menschen auch am Sonntag nur sehr zögerlich an die Seen und in die Berge Bayerns. Während am Vortag zum Start in die Ferien praktisch kaum Ausflugsverkehr zu verzeichnen war, konnten sich die Betreiber von Gastronomie, Seil- und Bergbahnen sowie von Parkplätzen am Sonntag zumindest etwas mehr freuen. Der Wettergott tat sein Bestes und spannte überwiegend den weiß-blauen Himmel auf.

Seit Samstag dürfen Hotels und andere Beherbergungsbetriebe in Bayern auch wieder touristische Übernachtungen anbieten, ebenso nahmen die Seenschifffahrt und die Seilbahnen ihren Betrieb wieder auf. Allgemein war für das Wochenende erwartet worden, dass die Menschen nach den wochenlangen Beschränkungen durch die Corona-Krise wieder zu den Ausflugszielen strömen werden.

Rund um den Chiemsee war am Pfingstsonntag wenig von einem Ansturm zu spüren. "Wir haben ja auch kein Badewetter", sagte ein Sprecher der dortigen Tourismusbranche. Besucher genossen zwar die Außengastronomie, ansonsten aber blieb es sehr ruhig. Überschaubar auch das Besucheraufkommen im Berchtesgadener Land: Parkplätze waren zum Teil nicht mal halbvoll. (dpa/lby)

An einigen Orten zwischen Inntal und Chiemgau war dennoch viel los. Über die Lage dort informieren wir noch im Laufe des Tages.

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Update 1. Juni, 17.15 Uhr

Freibäder in der Region erarbeiten Hygienekonzepte 

Die Öffnung von Freibädern gilt für alle. Doch nicht alle werden für Badegäste und Schwimmer zugänglich sein. Derzeit arbeiten viele Freibäder in der Region Rosenheim, Mühldorf und Traunstein an Konzepten, um die Hygienevorschriften umzusetzen. In Mühldorf beispielsweise ist zwar noch nicht alles bis ins Detail geregelt, um eine Ansteckung der Badegäste mit dem Virus unwahrscheinlich zu machen. Aber der Eröffnungstermin steht.

Und auch Eckpunkte sind bereits bekannt. So wird nur eine deutlich kleinere Zahl an Badegästen in das Mühldorfer Freibad dürfen.

Das "Innsola" in Kiefersfelden hingegen wird vorerst geschlossen bleiben. Die Gründe dafür haben die Verantwortlichen den OVB-Heimatzeitungen erklärt.

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Update 1. Juni, 14.47 Uhr

Schutz gegen Corona im Rettungsdienst

Die Arbeit im Rettungsdienst macht es schier unmöglich, eine der Schutzmaßnahmen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus einzuhalten: Abstand halten. Wenn es um Leben und Tod geht, müssen die Mitarbeiter im Landkreis Rosenheim zu den Menschen - ohne Berührungsängste.

Den OVB-Heimatzeitungen haben Rettungsdienste aus dem Landkreis Rosenheim berichtet, wie sie ihre Aufgabe derzeit erfüllen. Einiges klappt sehr gut, wie etwa die Versorgung mit Schutzausrüstung. Was aber, wenn keine Zeit ist, sie anzuziehen?

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Update 1. Juni, 10.47 Uhr

Corona-Schutzmasken verursachen nach Gebrauch Probleme

Sie gelten als effektiver Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Nur wenige von der Pandemie betroffenen Länder haben oder hatten keine Tragepflicht für Mundschutz in der Öffentlichkeit.

Doch nun zeichnet sich ab, dass die Masken nach dem Gebrauch für Probleme sorgen. Nicht nur, dass sie zusätzlichen Müll verursachen, der entsorgt werden muss. Sie könnten regelrecht zu einem Risiko werden.

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Update 31. Mai, 11.10 Uhr

Söder regt Familienbonus und Programm für Kommunen an

München (dpa) - Ministerpräsident Markus Söder hat vor Koalitionsgesprächen am Dienstag für ein umfassendes Konjunkturpaket geworben. "Wir müssen die Binnennachfrage stärken, um den schwächeren Export teilweise auszugleichen", sagte der bayerische Ministerpräsident der Welt am Sonntag (WamS). Außerdem unterstütze er die Idee, den Solidaritätszuschlag früher als geplant zu beenden.

Zudem müssten Unternehmen entlastet und strukturell gestärkt werden. Söder denkt an degressive Abschreibungen, bessere Möglichkeiten der Verlustverrechnung, die Senkung der Energiekosten und ein Investitionsprogramm für Kommunen. Geld für das "Herzstück unserer Wirtschaft". Für die deutsche Automobilindustrie wünscht sich der CSU-Politiker eine Innovationsprämie, die Fahrzeuge fördert, die weniger CO2 produzierten. Eine Kaufprämie für Autos helfe dem Klimaschutz und der Wirtschaft.

Söder hatte bereits vor einer Woche auf dem ersten Onlineparteitag der CSU gesagt, er halte einen Familienbonus für sinnvoll. Der Familienbonus ist eine Idee der SPD. Der sozialdemokratische Finanzminister Olaf Scholz plant, dass Eltern für jedes Kind einmalig 300 Euro bekommen

Die Spitzen der großen Koalition treffen sich am Dienstag im Berliner Kanzleramt, um über das Konjunkturpaket zur Belebung der Wirtschaft in der Corona-Krise zu beraten.

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Update 30. Mai, 18.53 Uhr

Corona-Demonstrationen in Bayern mit mäßiger Beteiligung

In vielen Städten Bayerns haben auch am Samstag Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strengen Corona-Maßnahmen demonstriert. Eine der größten Versammlungen fand in München statt, wo auf der Theresienwiese am Nachmittag unter dem Motto "Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung" rund 700 Menschen demonstrierten. Auf Plakaten hieß es "Grundgesetz wiederherstellen" und "Direkte Demokratie". Die Polizei war nach eigenen Angaben mit rund 800 Beamten im Einsatz.

Laut einer Polizeisprecherin war das Versammlungsgeschehen ruhig, auch die Abstandsgebote wurden eingehalten. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts durften an der Veranstaltung in der Landeshauptstadt höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Die Richter hatten - wie schon in der Woche zuvor - einen Eilantrag des Veranstalters abgelehnt, der gefordert hatte, 10.000 Menschen zuzulassen.

Im Stadtgebiet von Nürnberg waren vier Protestveranstaltungen gegen die Corona-Beschränkungen angemeldet worden, unter anderem vor der Meistersingerhalle und auf der Wöhrder Wiese. Unmittelbar vor Beginn der Kundgebungen zeichnete sich jedoch ab, dass auch hier weniger Demonstranten als angemeldet erscheinen würden. Ein Polizeisprecher sprach von einem "ganz schwachen Zulauf".

Für das gesamte verlängerte Wochenende sind bayernweit knapp 70 derartige Versammlungen geplant, unter anderem in Würzburg, Augsburg, Kempten und Ingolstadt. (dpa/lby)

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Update 30. Mai, 8.51 Uhr

Wegen Corona-Beschränkungen: Nun auch Söder bedroht

Für seinen politischen Kurs im Kampf gegen das Corona-Virus wurde CSU-Chef Markus Söder bereits persönlich bedroht und angefeindet. "Hass und Hetze nehmen zu", schrieb der bayerische Ministerpräsident am Freitag beim Kurznachrichtendienst Twitter und postete dazu das Foto eines an ihn adressierten Briefumschlags samt Inhalt. Neben einem kleinen Reagenzglas liegt ein Zettel auf dem "2019-nCoV" "positiv" steht und auf einem zweiten Zettel der Satz "trink das - dann wirst du immun".

Söder verwies in seiner Mitteilung auf ähnliche Drohungen gegen den Virologen Christian Drosten und den SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach: "Auch ich erhielt am 25.5. so einen Umschlag Verschwörungstheoretiker schüren ein gefährliches Klima. Das dürfen wir nicht zulassen. Die Politik muss Haltung zeigen und die Stimme der Vernunft sein." (dpa)

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Update 29. Mai, 18.10 Uhr

Seilbahnen im Chiemgau nehmen Betrieb wieder auf

Eigentlich hätten die Seilbahnen in der Region am 1. Mai wieder den Betrieb aufnehmen sollen. Doch durch die Corona-Pandemie hat sich der Start verzögert. Rechtzeitig zu Pfingsten geht es nun aber wieder los im Chiemgau.

Ausflügler sollten dennoch ein paar Dinge zum Start wissen. Denn ein paar Dinge laufen am Unternberg, am Rauschberg und anderen Bahnen anders, als es Bergfreunde bislang gewohnt sind. 

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Update 29. Mai, 16.55 Uhr

Abiturient in Prüfungsphase positiv getestet

Am Rosenheimer Karolinen-Gymnasium war die Aufregung während der Abitur-Prüfungen wohl noch größer als andernorts in Bayern. Der Grund: Jemand aus dem Abi-Jahrgang, der bereits mit Mitschülern eine Prüfung abgelegt hatte, wurde kurz danach positiv auf das Corona-Virus getestet. 

Schule, Ministerium und Gesundheitsamt haben zusammen versucht, die Prüfungen zu retten. 

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Update 29. Mai, 14.15 Uhr

Biergärten dürfen bis 22 Uhr öffnen

Ab sofort dürfen die Wirte iin Bayern ihre Gäste bis 22 Uhr in ihren Außenbereichen bedienen und verpflegen. Die Regierung zieht damit nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg die eigentlich erst für Dienstag nach Pfingsten geplante Verlängerung der Öffnungszeiten um zwei Stunden für alle gastronomischen Außenbereiche vor.

Diese Entscheidung diene dem Rechtsfrieden und verhindere, dass es in Bayern einen Flickenteppich bei den Öffnungszeiten gebe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in München.

Das Verwaltungsgericht Augsburg hatte am Donnerstag dem Eilantrag eines Gastronomen stattgegeben und die Öffnung der Außengastronomie bis 22 Uhr gestattet. Daraufhin erlaubte die Stadt Augsburg allen Wirten sofort, ihre Außenbereiche wieder bis 22 Uhr zu betreiben. Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband hatte daher sofort landesweit längere Öffnungszeiten gefordert.

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Traunsteiner bekommen Gastro-Gutscheine, um Wirten aus Corona-Krise zu helfen

Der ursprüngliche - erst am Dienstag vom Kabinett beschlossene - Plan der Staatsregierung sah vor, dass erst ab Dienstag nach Pfingsten Gäste in Biergärten und Gastronomie-Außenbereichen wieder bis 22 Uhr statt wie bislang bis 20 Uhr bewirtet werden dürfen. Dagegen durften Wirte aber in geschlossenen Räumen schon vor der Gerichtsentscheidung bis 22 Uhr Gäste bedienen und verpflegen. (dpa)

Österreich beendet die Maskenpflicht

Ab dem 15. Juni gilt in Österreich keine Maskenpflicht mehr. Das meldet das Onlineportal OE24.at. Ausgenommen seien Apotheken, der ÖPNV sowie Veranstaltungen und Dienstleistungen, wo der Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz begründete diese Entscheidung mit der sehr positiven Entwicklung der Fallzahlen. Es gebe nur noch sehr wenige Neu-Infektionen mit dem Coronavirus, sagte er am Freitagmittag bei einer Pressekonferenz.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte dagegen erst vor zwei Tagen bei einer Fernsehsendung eine ganz andere Marschrichtung angedeutet: Er hatte mit dem Gedanken gespielt, in Bayern an einer Maskenpflicht festzuhalten, bis es einen Coronavirus-Impfstoff oder ein Medikament gebe.

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Update 29. Mai, 13.07 Uhr

So plant das Robert-Koch-Institut Untersuchung in Bad Feilnbach

Um mehr über das Coronavirus und seine Ausbreitung zu erfahren, forscht das Robert-Koch-Institut in mehreren, ausgewählten Regionen. Darunter ist auch Bad Feilnbach.

Die OVB-Heimatzeitungen haben vor Beginn der Untersuchung mit Thomas Lampert, Leiter der Abteilung für Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, gesprochen. Er spricht darüber, warum es in der Gemeinde gehäuft Infektionen gegeben haben könnte und warum dort die Ergebnisse von Antikörpertests eine wichtige Rolle spielen werden.

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Update 29. Mai, 11.30 Uhr

Diese Regeln gelten an den Badeseen in der Region

Einfach raus aus den Klamotten, abduschen und rein in den See, das wird in dieser Badesaison etwas anders laufen. Um den Auflagen gerecht zu werden, die die Ausbreitung des Coronavirus verhindern sollen, gibt es an bayerischen Seen Regeln zu beachten.

Die OVB-Heimatzeitungen haben für Badeseen und Freibäder im Inntal zusammengetragen, was wo zu beachten ist.

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Update 29. Mai, 8.55 Uhr

Alpenvereinshütten machen morgen wieder auf

Der Deutsche Alpenverein (DAV) darf seine Hütten ab dem 30. Mai wieder öffnen. Einen Normalbetrieb wird es allerdings nicht geben. Der DAV teilt mit, welche Auflagen für die Hütten ab sofort gelten:

  • Es gilt eine uneingeschränkte Reservierungspflicht! Ohne vorherige Anmeldung gibt es keinen Schlafplatz.
  • Reservierung bestätigen lassen: die Übernachtungskapazitäten auf den Hütten sind deutlich eingeschränkt. Es kann sein, dass auch Reservierungen, die vor einiger Zeit von der Hütte bestätigt wurden, so nicht mehr aufrecht erhalten werden können.
  • Rucksack packen: Neben einem Mund-Nasen-Schutz werden die Gäste je nach Hütte auch einen eigenen wärmenden Schlafsack (keinen Hüttenschlafsack) sowie ein eigenes Kissen und ein eigenes Laken mitnehmen müssen. Details dazu sind vorab mit den Hüttenwirtsleuten abzustimmen.
  • Abläufe beachten: Jede alpine Unterkunft hat andere bauliche Voraussetzungen und muss die Vorgaben der Behörden anders umsetzen. Allen gemein ist: Gäste werden an der Hütte in Empfang genommen und dort über die Laufwege, Zeitpläne und Vorsichtsmaßnahmen aufgeklärt.
  • Abstand halten: In einem Raum dürfen maximal zwei Hausstände übernachten - unabhängig davon, ob es sich um ein Lager oder ein Zimmer handelt. Für die Nutzung der öffentlichen Waschräume wird es vorgegebene Zeiten pro Raumbelegung geben. Eine ähnliche Prozedur kann es je nach Hütte beim Frühstück und Abendessen geben.

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Update 28. Mai, 17.40 Uhr

Weniger Patienten: In Mühldorf schließt Corona-Schwerpunktpraxis

Sie war Anfang April eröffnet worden, um Patienten zu behandeln, die unter Atembeschwerden leiden. Die sogenannte Schwerpunktpraxis am Mühldorfer Volksfestplatz war so eine erste Anlaufstelle für Menschen, die sich sorgten, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Außerdem sollte die Praxis Hausärzte in der Corona-Pandemie entlasten.

Nun schließt die Schwerpunktpraxis. Einerseits zieht man in Mühldorf eine gute Bilanz: über die Arbeit, aber auch über die Zahl der Menschen, die sich noch Hilfe suchend an die Praxis wenden. Es werden immer weniger. Andererseits sagen die Verantwortlichen auch: Die Schließung kann wieder rückgängig gemacht werden.

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Update 28. Mai, 16.35 Uhr

Keine Infizierten mehr im Seniorenheim Maria Stern

Wasserburg – Seit dem 7. Mai sind im Seniorenheim Maria Stern auf der Burg in Wasserburg keine Bewohner mehr positiv auf Covid-19 getestet worden, teilt Geschäftsführer Herbert Leitmannstetter mit. Die Quarantäne der Einrichtung des Betreuungszentrums Wasserburg wurde nach seinen Angaben vom Gesundheitsamt wieder aufgehoben. Mittlerweile gebe es auch keine positiv getesteten Mitarbeiter mehr. „Alle Mitarbeiter und Bewohner, die positiv waren, fühlen sich gut, haben keine Beschwerden als Folge der Infektion“, freut sich Leitmannstetter.

Ab dem 8. Juni würden Angehörigen wieder die Bewohner besuchen dürfen, teilt er weiter mit. Ab diesem Zeitpunkt könne das Seniorenheim auch neue Bewohner aufnehmen. Fußpfleger, Friseure und Krankengymnasten könnten dann wieder auf die Burg kommen.

Corona hatte das Seniorenheim auf der Burg stark getroffen: 28 der 50 Bewohner waren positiv getestet worden, zehn an der Viruserkrankung verstorben.

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Update 28. Mai, 15 Uhr

Bad Aiblinger Hoteliers: Bislang wenige Buchungen

Bad Aibling ist Kurstadt, liegt in einer der beliebtesten Urlaubsregionen Bayerns und trotzdem scheinen die Corona-Lockerungen noch keine Früchte zu tragen. Die OVB-Heimatzeitungen haben mit Hoteliers in der Stadt gesprochen, wie es mit den Buchungen aussieht.

Sie bangen um Gäste, der große Ansturm bleibt bislang aus. Einige vermuten, dass die Hotspot-Berichte aus der Region noch nachwirken.

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Update 28. Mai, 13.28 Uhr

Ausflugsziele für Pfingsten: Was in der Region offen hat

Das bevorstehende Pfingstwochenende werden viele Menschen für Ausflüge nutzen. Denn wegen der Corona-Einschränkungen fällt wür die meisten ein Urlaub flach. Einen kleinen Tapetenwechsel wünschen sich aber wohl viele.

Wer in der Region um Rosenheim wohnt, hat es nicht weit, um schöne Orte zu erreichen. Die OVB-Heimatzeitungen haben Ausflugsziele zusammengestellt, die am kommenden Pfingstwochenende geöffnet sein werden - nach den Corona-Lockerungen.

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Update 28. Mai, 11.10 Uhr

Tschechien schafft Grenzkontrollen zu Deutschland ab

Seit Mitte März galt für Grenzgänger nicht nur zwischen Bayern und Österreich, sondern auch zwischen Bayern und Tschechien wegen der Corona-Pandemie ein weitestgehender Einreisestopp. Insbesondere für Berufspendler war das ein großes Problem.

Während es zwischen Bayern und Österreich bereits seit mehreren Tagen eine Erleichterung im Grenzverkehr gibt, sah das in Richtung Tschechien noch anders aus. Jüngst hat der tschechische Innenminister Jan Hamacek jedoch Erleichterungen angekündigt.

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Update 28. Mai, 8.34 Uhr

Söder stellt Bayern auf lange Maskenpflicht ein

Bayern lockert die Corona-Beschränkungen Schritt für Schritt. Mit einer Auflage werden die Menschen im Freistaat aber wohl noch länger leben müssen. Solange das neuartige Coronavirus grassiert und es keinen Impfstoff und kein Medikament dagegen gibt, wird es eine Maskenpflicht geben. Das erklärte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Mittwochabend in der BR-Sendung "Jetzt red i".

Distanz halten, Hygienemaßnahmen und Schutzmasken - das seien derzeit die einzigen wirksamen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen und zurückzudrängen. Auf Freiwilligkeit setzen, wie es zum Beispiel Thüringen in Sachen Coronaschutz plant, darauf will der Ministerpräsident nicht vertrauen. Das habe man anfangs versucht, und es habe nicht funktioniert, so Söder im BR-Fernsehen.

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Update 27. Mai, 17.30 Uhr

Studie: Warum es so viele Corona-Fälle in Region Rosenheim gab

Noch bis vor wenigen Wochen galt die Region Rosenheim bundesweit als sogenannter Corona-Hotspot. In der Gegend gab es im Vergleich mit Landkreisen bundesweit und sogar mit den meisten benachbarten Landkreisen besonders viele Corona-Infizierte.

Bislang gab es nur Spekulationen über die Gründe dafür. Einige machten die Nähe zu Österreich als Ursache aus, andere das Starkbierfest in Rosenheim. Nun gibt es eine Studie, die für Fakten sorgen könnte, was das Infektionsgeschehen in der Region Rosenheim so intensiv befeuert hat.

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Update 27. Mai, 17.15 Uhr

Merkel hält an drei Corona-Auflagen fest

Seit Thüringen weitergehende Lockerungen der Corona-Auflagen ins Gespräch gebracht hat, ist in den Bundesländern die unterschiedliche Auffassung im Kampf gegen das Virus offensichtlich geworden. Bei einer Besprechung von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den ostdeutschen Ministerpräsidentin hat die Kanzlerin weitergehenden Lockerungen eine Absage erteilt.

Sie warnte vor zu großer Leichtfertigkeit im Umgang mit der Corona-Pandemie. Nach wie vor möchte sie daher insbesondere an den Abstandsregeln, dem Tragen eines Mundschutzes und einer Obergrenze von Neuinfektionen als Warnsignal. Für diese Haltung lieferte sie auch eine Erklärung.

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Update 27. Mai, 16.25 Uhr

Tourismus-Branche in Region Rosenheim über Lockerungen

Seit sich abzeichnete, dass Urlaub in Bayern erlaubt ist, kommt auch für die Tourismus-Branche in der Region wieder eine bessere Zeit. Möchte man zumindest meinen.

Wie die OVB-Heimatzeitungen erfahren haben, ist es aber nicht so einfach. Die Bilanz der heimischen Gastronomie, der Hotels und Gastgeber im Raum Rosenheim fällt unterschiedlich aus.Es gibt ein Stadt-Land-Gefälle.

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Update 27. Mai, 12.20 Uhr

Nicht alle Freibäder profitieren von Corona-Lockerungen

Es war eine heiß ersehnte Nachricht für alle, die sich im Sommer gern im Freibad eine Abkühlung verschaffen: Ab 8. Juni dürfen Freibäder in Bayern unter Auflagen wieder öffnen. Es gelten Hygiene-Vorschriften, um die Ausbreitung des Coronavirsu zu verhindern. So werden nur bestimmte Zahlen von Gästen in die Bäder eingelassen und auch Desinfektion spielt eine Rolle. An deren Umsetzung arbeitet man beispielsweise in Neumarkt-St. Veit.

Es sind jedoch Forderungen, denen nicht in jedem Schwimmbad nachgekommen werden kann. In der Region wird deshalb unter anderem das Freibad in Tuntenhausen nicht öffnen. Dort leistet ein Verein einen großen Teil der Arbeit im Freibad-Betrieb. Das sagen die Verantwortlichen.

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Update 27. Mai, 9.58 Uhr

Söder warnt vor Paradigmenwechsel im Kampf gegen Corona

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einem Paradigmenwechsel im Kampf gegen das Coronavirus gewarnt. "Wer glaubt, Corona verschwindet langsam, ist im besten Falle naiv", sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. "Corona bleibt tödlich."

Zum einen sprach sich Söder strikt gegen Lockerungen wie ein Aufheben der Maskenpflicht aus. Ein solches Vorgehen, wie es in Thüringen angedacht gewesen sei, wäre für Deutschland ein absoluter Rückschritt und gefährlich gewesen, sagte er. Das Abstandsgebot und die Maskenpflicht seien "die Basis und das Fundament eines jeden Schutzkonzepts". Man müsse nicht nur die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen, sondern auch die Unvernünftigen vor sich selbst.

Zum anderen sagte Söder, er sei skeptisch, was große Urlaubsreisen angehe. In Italien und Frankreich gebe es noch ganz andere Infektionszahlen. Das müsse auf Bundesebene gut überlegt werden. Und das könne auch keine Einzelentscheidung eines Ministers sein, sondern das sei eine Grundsatzfrage der Koalition, betonte der CSU-Chef. (dpa/lby)

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Update 26. Mai, 18.18 Uhr

Rosenheimer Abgeordneter Stöttner begrüßt Beschlüsse der Regierung

"Ich begrüße die heutigen Entscheidungen ausdrücklich", sagt der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Söttner (CSU) über die heute angekündigten, weiteren Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Bayern. "Mit der massiven Ausweitung der Testungen schützen wir unsere Bürgerinnen und Bürger, insbesondere diejenigen, die sich besonderen Risiken aussetzen müssen, wie beispielsweise das medizinische Personal", so Stöttner weiter.

Mehr Tests bedeuteten mehr Möglichkeiten, Beschränkungen des öffentlichen Lebens zu lockern. "Als Wirtschafts- und Tourismuspolitiker freuen mich ganz besonders die weiteren Erleichterungen im Bereich der Gastronomie, der Kultur, des Sports und der Freizeit", sagte der tourismuspolitische Sprecher der CSU-Fraktion im Landtag, der gleichzeitig dafür wirbt, in diesem Sommer den Urlaub in Bayern zu verbringen.

Stöttner kündigt außerdem an, er wolle sich dafür einsetzen, dass "möglichst bald wirklich alle Kinder wieder ihre Schulen und Betreuungseinrichtungen besuchen dürfen". Die Staatsregierung plant, dass noch vor den Sommerferien wieder alle Schüler in die Schule können - wenn auch noch nicht zum regulären Unterricht. Der finde möglicherweise erst wieder mit dem neuen Schuljahr statt.

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Update 26. Mai, 17.21 Uhr

Corona-Infektion einer Patientin: Schwerer Vorwurf gegen Romed-Klinikum

Eva T. (63) aus Kolbermoor hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sehr wahrscheinlich passierte das während eines Aufenthaltes im Romed Klinikum in Rosenheim. Die Frau, deren Immunsystem aufgrund einer Erkrankung medikamentös heruntergefahren ist, hat sich wahrscheinlich bei einer Bettnachbarin mit dem SarsCov2-Erreger angesteckt.

Ihr Sohn macht dem Klinikum nun schwere Vorwürfe. Er spricht von grober Fahrlässigkeit. Derweil kämpft seine Mutter, die mittlerweile in eine Spezialklinik nach München verlegt wurde, an einer Lungenmaschine ums Überleben. Alexander Luttsteck will notfalls juristisch aufarbeiten lassen, was mit seiner Mutter im Rosenheimer Klinikum passierte.

Rosenheimer Kirchen bereiten sich auf Corona-Pfingsten vor

Als Superspreader-Event gilt ein Frankfurter Gottesdienst, bei dem sich über hundert Menschen mit Corona angesteckt haben. Wie hoch ist das Risiko also für Gläubige im Raum Rosenheim, sich zu Pfingsten mit dem Virus anzustecken? Die Kirchengemeinden zeigen sich sensibilisiert.

Abstandsregeln, Mundschutz, Hygienemaßnahmen – all das wollen Kirchenvertreter in Rosenheim beherzigen, wenn zu Pfingsten die Gläubigen in die Gotteshäuser strömen.

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Update 26. Mai, 15.18 Uhr

Quarantäne in 2 Asylbewerberunterkünften im Landkreis Rosenheim aufgehoben

Die Quarantäne in den beiden Asylbewerberunterkünften in Babensham und Bad Aibling konnte heute aufgehoben werden. Das teilt das Landratsamt mit. Die Bewohner beider Unterkünfte wurden am Vormittag und Mittag darüber informiert, dass alle zuletzt durchgeführten Abstriche auf das neuartige Coronavirus negativ waren. Die Bauzäune, die als Sicherheitsmaßnahme während der Quarantäne aufgebaut worden waren, seien bereits geöffnet und würden in den kommenden Tagen komplett abgebaut.

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Update 26. Mai, 13 Uhr :

Kabinett beschließt Corona-Reihentests für Bayerns Sozialberufe 

München (dpa/lby) -Alle Mitarbeiter, Patienten und Bewohner in Bayerns Kliniken, Pflege- und Altenheimen werden künftig regelmäßig auf Corona-Infektionen getestet. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Es gebe jetzt hier eine klare Priorität, gleichzeitig bleibe es aber bei Tests auf freiwilliger Basis, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Sitzung. 

Auch das Personal in Kindergärten und Schulen soll künftig mehr Möglichkeiten für freiwillige Tests erhalten, dadurch werde sich die "Akzeptanz für Schulen und Kindergärten deutlich erhöhen".

Wer Symptome habe, bekomme die Garantie, dass er binnen 24 Stunden getestet werde, sagte Söder.

Innerhalb weiterer 24 Stunden solle dann das Ergebnis vorliegen. Tests ohne Vorliegen von Symptomen sollen innerhalb von 48 Stunden erfolgen, das Ergebnis soll dem Ministerpräsidenten zufolge dann spätestens in einer Woche vorliegen.

Live aus der Pressekonferenz

"Wer glaubt, Corona verschwindet langsam, ist im besten Falle naiv", so Ministerpräsident Markus Söder in der Pressekonferenz nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts. 

Daher seine die Mindestregeln wie Masken und Hygiene weiter ein entscheidendes Schutzkonzept. Daher bliebe es auch bei Kontaktbeschränkungen – und einer klaren Absage an das "Thüringer Modell". 

Zum anderen sagte Söder, er sei skeptisch, was große Urlaubsreisen angehe. In Italien und Frankreich gebe es noch ganz andere Infektionszahlen. Das müsse auf Bundesebene gut überlegt werden. Und das könne auch keine Einzelentscheidung eines Ministers sein, sondern das sei eine Grundsatzfrage der Koalition, betonte der CSU-Chef.

Was wieder öffnet: 

Freibäd er und Fitnessstudios sollen nach Aussage des bayerischen Ministerpräsidenten und unter Auflagen wieder in der zweiten Pfingstwoche, also ab 8. Juni, eröffnen. Bis zu den Sommerferien sollen auch alle Kinder und Jugendliche wieder in den Schulen und Kitas sein. 

Theater und Kinos in Bayern dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen ab dem 15. Juni wieder öffnen. Auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen sollen dann wieder möglich sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München sagte.

Das Konzept dafür sieht vor, dass sich bis zu 50 Besucher in geschlossenen Räumen aufhalten dürfen. Im Freien sollen es 100 Gäste sein.

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Update 26. Mai, 12.30 Uhr:

AfD-Wähler wittern Verschwörung

Je länger die Corona-Pandemie unser Leben bestimmt, desto stärker trübt sich die Stimmung der Menschen in Deutschland ein.

Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach blicken aktuell nur noch 22 Prozent der Bevölkerung mit Hoffnungen auf das kommende Jahr – auch, wenn die Mehrheit der Deutschen das Krisenmanagent der Bundesregierung in der Corona-Pandemie gut findet. 

Mehr als jeder vierte Bundesbürger kann sich vorstellen, dass hinter den Maßnahmen zur Einschränkung der Pandemie auch andere Ziele stecken.

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Update 26. Mai, 10.55 Uhr

Bundesverband fordert: Prostitutionsstätten wieder öffnen

Berlin (dpa) - Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen verlangt, die in der Corona-Krise verfügten Schließungen aller Prostitutionsstätten wieder aufzuheben. Eine weitere Schließung der Bordelle und ein Verbot der Prostitution seien durch nichts gerechtfertigt, heißt es in einem Offenen Brief an 16 Bundestagsabgeordnete, die jüngst sogar ein generelles Sexkaufverbot gefordert hatten. Im Gegenteil müsse es angesichts der eingedämmten Pandemie auch der Prostitutionsbranche ermöglicht werden, "wieder Einnahmen zu generieren und den Kunden einen guten Service zu bieten, der menschlich, stabilisierend und für sie insbesondere in Corona-Zeiten existenziell ist", heißt es in dem Schreiben. 

Man habe, wie andere Branchen auch, dazu ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet und der Politik vorgelegt. Weiter erklärte der Verband, Sexarbeiterinnen hätten per se ein großes Interesse an Hygiene und ihrer Gesundheit, "denn die ist ihr Kapital". Auch seien sie schon immer geübt, unter Beachtung von Schutzmaßnahmen zu arbeiten, nutzten etwa Kondome gegen sexuell übertragbare Erkrankungen und unterzögen sich Gesundheitschecks. Weiter hieß es: "Wenn Sie in Ihrer Haltung noch nicht festgefahren und offen für andere Erfahrungen sind, laden wir Sie - nach der Corona-Öffnung - gern zu einem Bordellbesuch ein. Sie können sich einen Eindruck über die Abläufe in den verschiedenen Segmenten verschaffen und mit Sexarbeiter*innen in den Dialog treten."

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Update 26. Mai, 8.23 Uhr

BILD vs. Drosten: Nebenkriegsschauplatz der Coronapandemie

Bild-Zeitung gegen Christian Drosten. Deutschlands führende Boulevard-Zeitung gegen Deutschlands führenden Corona-Virologen. Das ist der Nebenkriegsschauplatz der Coronapandemie schlechthin dieser Tage. Das Netz diskutiert seit dem gestrigen Montag nicht mehr über Fallzahlen und Reproduktionsraten, sondern über die Auseinandersetzung der Bild mit Drosten, die mit einer ungewöhnlichen Presseanfrage beim Chefarzt der Virologie an der Berliner Charité ihren Anfang nahm

Update 25. Mai, 17.45 Uhr: 

Hilfe für Lufthansa

Die Bundesregierung hat sich auf finanzielle Unterstützung für die von der Corona-Krise schwer getroffene Lufthansa verständigt. Wie das Bundeswirtschafts- und das Bundesfinanzministerium mitteilten, hat das Rettungspaket einen Gesamtumfang von neun Milliarden Euro.

Update 25. Mai, 15.57 Uhr

Wirte trotz Öffnung in Existenznöten

Es ist ein Tag, auf den die Wirte seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gewartet haben. Könnte man meinen. Denn seit dem heutigen 25. Mai dürfen Restaurants und Wirtshäuser auch in den Innenbereichen wieder Kundschaft empfangen.

Ganz so erfreulich gestaltet sich der Neustart unter den strengen Corona-Auflagen allerdings nicht, wie eine Umfrage bei einigen Betrieben in der Rosenheimer Innenstadt ergeben hat. Viele treibt nach wie vor die nackte Existenzangst um.

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Update 25. Mai, 15.19 Uhr

Gesundheitsamt warnt vor Sorglosigkeit

„Ich appelliere eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an das Abstandsgebot und die Hygieneregeln zu halten zum Schutz unserer Gesundheit.“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. Er empfiehlt weiterhin ausdrücklich, den Mindestabstand von 1,50 Metern nach Möglichkeit durchgängig einzuhalten und die Hygieneregeln zu befolgen, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Zudem ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus seiner Sicht eine Möglichkeit, die Infektionsgefahr zu reduzieren, da hierdurch eine Übertragung unwahrscheinlicher wird. Eine Mund-Nasen-Bedeckung könne durch Plexiglasvisiere nicht ersetzt werden.

In Stadt und Landkreis Rosenheim wurden aktuell sechs neue Infektionen mit dem Coronavirus

registriert. Damit verhaart die Entwicklung der Fallzahlen auf niedrigem Niveau. Allerdings gab es mit Ausnahme eines einzigen Tages in den vergangenen Wochen jeden Tag neue Fälle in der Region.

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Update 25. Mai, 13.08 Uhr

Wann machen Fitness-Studios wieder auf?

Während in anderen Bundesländern wieder fleißig trainiert wird, sind die Fitness-Studios in Bayern noch immer geschlossen. Eine Perspektive? Nicht in Sicht. Ein Betrieber dreier Studios im Raum Wasserburg und Mühldorf schlägt nun Alarm. Seine Umsatzverlust liege jetzt schon im sechsstelligen Eurobereich. Wenn die Fitness-Studios in Bayern nicht bald wieder öffnen dürfen, sieht er schwarz.

Streit um Bestattung von Corona-Toten in Mühldorf

Für Ärger sorgt die Coronakrise auch an anderer Stelle in Mühldorf. Bestatter erheben dort schwere Vorwürfe gegen das Klinikum und einen Branchen-Kollegen. Angeblich seien bei der Aufbewahrung von Särgen mit Corona-Toten Hygieneregeln missachtet worden. Ob das stimmt? Die Angegriffenen bestreiten es.

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Update 24. Mai, 19.59 Uhr

Neue Lockerungen, Probleme mit Schulbussen und eine Branche vor dem Aus

Ab morgen treten in Bayern wieder neue Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Kraft. Betroffen sind Kitas, Altenheime, Gastronomiebetriebe und der Tourismus. Was genau sich ändert, lesen Sie hier.

Auch der Schulunterricht nimmt im Coronavirus-Modus mehr und mehr an Fahrt auf. Abstand halten und die sonstigen Regelungen einhalten – das geht im Schulalltag offenbar relativ gut. Aber wie steht es um die Fahrten im Schulbus? Hier macht sich Kritik der Schulen und vonseiten der Eltern breit. Denn mit den Regeln, die andeswo gelten, nimmt man es bei der Schülerbeforderung offenbar aus rein praktischen Gründen nicht ganz so genau.

Derweil ist die Reisebranche ein Wirtschaftszweig, der nach wie vor von einem kompletten Lockdown betroffen ist. Vor allem Reisbüros macht das zu schaffen. Dass es um die Existenz geht, zeigt der Fall des Wasserburger Reisebüros Eggerl. Die Reserven sind aufgebraucht, sagt Inhaber Matthias Eggerl. Er macht sein Reisebüro demnächst für immer dicht.

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Update 24. Mai, 16.51 Uhr

Private Vermieter: Die Vergessenen der Coronakrise

Trotz Öffnung am 30. Mai: Ruhpoldings Tourismuschef fordert Soforthilfe auch für kleine Anbieter. Denn wer privat Betten oder eine Ferienwohnung anbietet, fiel bislang durchs Raster. Dabei gelten Privatvermieter als Stütze des Tourismus. Eine Vermieterin schildert die große Unsicherheit bei der Frage, ob Geld vom Staat für sie rechtens ist.

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Update 24. Mai, 14.28 Uhr

Zwei Schlachthof-Mitarbeiter in Waldkraiburg positiv getestet

Zwei Mitarbeiter des Schlachthofes in Waldkraiburg wurden positiv auf das Coronavirus getestet. Die Testung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei bis auf einzelne Mitarbeiter, die nicht im Dienst waren, abgeschlossen. Das teilt das Unternehmen mit. 434 Personen wurden negativ getestet.

Am Standort der Südfleisch Waldkraiburg GmbH werden pro Woche 4200 Rinder geschlachtet und 800 Tonnen Fleisch zerlegt, das unter anderem in ganz Südbayern ausgeliefert wird. Die Mitarbeiter wurden getestet, nachdem es in Norddeutschland zu großeren Coronavirus-Ausbrüchen in der Belegschaft gekommen war. Die Ergebnisse der Testung der Mitarbeiter am Putenschlachthof in Ampfing liegen laut Landratsamt Mühldorf noch nicht vor.

50 Personen bei Corona-Demo in Prien

Rund 50 Personen versammelten sich am Samstagnachmittag am Sportplatz in Prien zu einer angemeldeten Corona-Demonstration. Polizeisprecher Stefan Sonntag spricht von einem „ruhigen Verlauf ohne besondere Vorkommnisse“.

Auch in Rosenheim habe man das Geschehen genau beobachtet und Präsenz am Max-Josefs-Platz und in der Heilig-Geist-Straße gezeigt, obwohl keine Veranstaltung angemeldet war. „Nur vereinzelt suchten hier Demonstranten Anschluss zu Gleichgesinnten, aber insgesamt kam es zu keinen Auffälligkeiten“, so Sonntag.

Deutlich weniger Ausflugsverkehr in der Region

Im Vergleich zum vergangenen Wochenende und dem Vatertag verzeichnete die Polizei am Samstag und Sonntag ein ruhiges Ausflugsgeschehen. „Die Aussicht auf eher durchwachsenes Wetter hat wohl dafür gesorgt, dass viele Leute zu Hause geblieben sind. Das Verkehrsaufkommen war an allen markanten Stellen in der Region deutlich niedriger“, sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag auf Anfrage.

Auch die Biergärten seien deutlich weniger besucht gewesen. „Bei den Kontrollen auf die Einhaltung der Abstandsregeln gab es so gut wie keine Beanstandungen.“

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Update 24. Mai, 11.13 Uhr

Seilbahnen gehen wieder in Betrieb

Grünes Licht für die Seilbahnen: Die Bergbahnen in der Region – Kampewandseilbahn, Wendelsteinbahn, Hocheckbahn sowie die Hochriesbahn – wollen ab 30. Mai wieder in Betrieb gehen. Wie rüsten sie sich und welche Hygienekonzepte wurden erarbeitet? Hier gibt es nähere Informationen, wie es mit dem Betrieb der einzelnen Bahnen losgeht.

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Update 23. Mai, 18.49 Uhr

Region Rosenheim ohne Neu-Infektion

Erstmals seit dem 15. März meldet der Landkreis Rosenheim einen Tag ohne neuentdeckte Coronavirus-Infektionen. So liegt die Zahl der insgesamt gemeldeten Fälle nach wie vor bei 2748. Davon gelten 1872 als geheilt.

In den Nachbarlandkreisen ist die Lage schon länger ruhiger als im ehemaligen Corona-Hotsport Rosenheim (Stadt und Kreis). So gab es im Landkreis Mühldorf am heutigen Tag zwar 2 gemeldete Neu-Infektionen. Allerdings liegt die Zahl der gemeldeten aktiven Fälle gerade einmal bei 9.

Etwas höher ist das Niveau im Landkreis Traunstein. Dort wurde am heutigen Samstag eine Neu-Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der derzeit gemeldeten Erkrankten dort liegt bei 156.

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Update 23. Mai 11.07 Uhr

Corona-Demos in Bayern – Offenbar auch Aktion in Rosenheim

In mehreren Städten im Freistaat wollen am Wochenende erneut Kritiker der Corona-Politik ihren Unmut kundtun. Mehr als 60 Demonstrationen vorwiegend gegen die Corona-Beschränkungen sind allein für den Samstag angemeldet, rund 70 sind es für das gesamte Wochenende.

Eine der größten Veranstaltungen wird am Samstag (15 Uhr) erneut auf der Münchner Theresienwiese zum Thema "Grundrechte" erwartet. Die Landeshauptstadt München hat die Zahl der Teilnehmer erneut auf 1000 begrenzt. Die Versammlung war ursprünglich für 10.000 Menschen beantragt worden. Die Demonstranten müssen einen Mindestabstand von 1,50 Metern einhalten. Dies ist nach Auffassung des Kreisverwaltungsreferats nur bei dieser Begrenzung der Teilnehmerzahl möglich.

In Rosenheim ist an diesem Wochenende zwar keine Demonstration angemeldet. Einige Gegner der Corona-Beschränkungen wollen sich aber nach OVB-Informationen auch am heutigen Samstagnachmittag wieder in der Rosenheimer Innenstadt treffen und gemeinsam "spazieren" gehen.

Am vergangenen Wochenende hatte die Polizei mit einem massiven Aufgebot ein Verbot für Kundgebungen auf dem Max-Josefs-Platz durchgesetzt. Eine Woche zuvor hatte es eine Demonstration gegeben, bei der Auflagen nicht eingehalten wurden. Es waren mehr Besucher da als genehmigt und Sicherheitsabstände wurden nicht eingehalten. Das hatte in der Folge zu massiver Kritik an der Veranstaltung gesorgt. (dpa/lby/ki)

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Update 22. Mai, 20.55 Uhr

Im Umgang mit einer Risikopatientin geschlampt?

Der Albtraum eines jeden Patienten: Er kommt als Notfall ins Krankenhaus – und infiziert sich dort mit dem Coronavirus. Für Eva T. (63) wurde das zur bitteren Realität. Angesteckt auf der Normalstation im Romed-Klinikum Rosenheim, kämpft sie nun um ihr Leben. Ihr Sohn erhebt schwere Vorwürfe gegen das Krankenhaus.

Das Klinikum will den Vorfall untersuchen und sagt, man halte sich im Umgang mit Coronavirus-Patienten grundsätzlich an die geltenden Leitlinien.

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Update 22. Mai, 17 Uhr

Region Rosenheim: Auch bei 7-Tage-Inzidenz gute Entwicklung

Die Zahl der Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind, sinkt in der Region Rosenheim weiter. Sowohl die Stadt Rosenheim als auch der Landkreis zeigen bei der Neuansteckungen eine positive Entwicklung. Die Stadt Rosenheim liegt bei den akuten Fällen der Infektionen sogar hinter kleineren Kommunen.

Positiv ist auch die Entwicklung der sogenannten 7-Tage-Inzidenz. Der Wert, der misst, wieviele Einwohner von 100.000 Einwohnern sich innerhalb von 7 Tagen mit dem Virus angesteckt haben, liegt für die Stadt Rosenheim bei 12,6 am 22. Mai. Der Grenzwert, ab dem Landkreise Lockerungen im Freistaat wieder rückgängig machen müssen, liegt bei 35.

Noch vor wenigen Wochen hatte die Stadt Rosenheim den damaligen kritischen Wert, 50, noch überschritten. Bei der Stadt Rosenheim möchte man aber nicht, dass die gute Tendenz zu Leichtsinn führt.

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Update 22. Mai, 14 Uhr

Mühldorfer Landrat über Folgen der Corona-Infektion

Mühldorf - Die Kommunalwahlen waren gerade einige Tage vorbei, Max Heimerl war im ersten Wahlgang zum neuen Mühldorfer Landrat gewählt worden. Da ließ sich der CSU-Politiker am 25. März auf das Corona-Virus testen. Dann kam die beunruhigende Nachricht, dass er infiziert ist. Mit Folgen für den Alltag der gesamten Familie. Den OVB-Heimatzeitungen hat Max Heimerl nicht nur von der Zeit mit Covid-19 berichtet, sondern auch davon, welche Folgen das Coronavirus bis heute für ihn hat.

Max Heimerl möchte nicht zuletzt davor warnen, die aktuelle Situation auf die leichte Schulter zu nehmen. Er warnt vor Sorglosigkeit im Umgang mit dem Coronavirus.

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Update 22. Mai, 13.30 Uhr

Nußdorf und Aschau mit den meisten Fällen

Jede Woche bieten die OVB-Heimatzeitungen einen Überblick nach Gemeinden über die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Mit jeweils 20 Einwohnern, die mit dem Virus infiziert sind, liegen die Gemeinden Aschau und Nußdorf im Landkreis Rosenheim an der Spitze. Einen Fall weniger verzeichnet die Gemeinde Bad Feilnbach. 14 Infizierte meldet die Gemeinde Riedering. Einwöhnerstärkere Kommunen, wie etwa Bad Aibling und Kolbermoor und die Stadt Rosenheim, rangieren teils deutlich derzeit dahinter.

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Update 22. Mai, 13.10 Uhr

Speiselokale öffnen ab Montag Innenräume

Ab kommender Woche wird eine weitere Maßnahme zum Schutz vor dem Coronavirus gelockert. Speiselokale öffnen ab Montag ihre Innenräume. Die Stadt Rosenheim weist in diesem Zusammenhang dauf hin, welche Gastronomie-Betriebe nicht unter die Regelung für Speiselokale fallen und was in Biergärten nach wie vor nicht erlaubt ist.

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Update 22. Mai, 12.25 Uhr

Markus Söder will weiter schrittweise lockern

Während der Corona-Pandemie sind die Beliebtheitswerte des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder in Umfragen in die Höhe gegangen. Eine große Mehrheit der Bevölkerung befürwortere die Maßnahmen der Staatsregierung. Inzwischen wächst die Zahl derjenigen, die schnellere Lockerungen der Maßnahmen möchten.

Im Interview hält der Ministerpräsident an seiner Devise "Schritt für Schritt" lockern fest. Sowohl bei der Öffnung von Kitas und Schulen hält er daran fest, als auch für ein Thema, das den Deutschen besonders wichtig ist: Urlaub. Mehr dazu im Interview mit Markus Söder.

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Update 22. Mai, 12.06 Uhr

Schutzmasken fehlen in Krankenhäusern

Zu Beginn der Corona-Pandemie war Schutzausrüstung Mangelware. Insbesondere Schutzmasken fehlten, was besonders in Krankenhäusern und Arztpraxen zu großen Problemen führte. Die Politik machte es sich zur Aufgabe, diesen Zustand zu beseitigen.

Nun gibt es Berichte, dass die Masken mancherorts in Deutschland gerade in Arztpraxen und Krankenhäusern wieder fehlen.Das liegt aber offensichtlich nicht an leeren Lagern.

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Update 22. Mai, 10.08 Uhr

Flugverkehr in Bayern bricht in der Coronavirus-Krise ein

Die Corona-Pandemie hat den bayerischen Flugverkehr einbrechen lassen. Die bayerischen Verkehrsflughäfen in München, Nürnberg und Memmingen meldeten 86.100 Starts und Landungen im gewerblichen Luftverkehr für das erste Quartal 2020. Im Vergleich zum Vorjahr ist das nach Auswertungen des Statistischen Bundesamts ein Minus von 18,8 Prozent.

Auch die Zahl der Fluggäste ist im Vergleich zum letzten Jahr stark gesunken. 8,4 Millionen Passagiere an Bayerns Flughäfen sind 24,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Am deutlichsten waren die Auswirkungen der Corona-Krise im Monat März zu spüren. Hier brachen die Zahlen der Fluggäste um 64,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Bei Starts und Landungen verzeichnete das Bayerische Landesamt für Statistik einen Rückgang von fast 50 Prozent. (dpa/lby)

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Update 21. Mai, 18.49 Uhr

Fallzahlen in der Region bleiben niedrig

Die Zahlen sind immer mit vorsicht zu genießen, weil es sich nur um Infektionen handelt, die (zumeist nach Verdachtsfällen) mit Tests nachgewiesen sind. Dennoch scheint die Entwicklung der Coronavirus-Fallzahlen in der Region weiter positiv zu sein.

So gibt es beispielsweise im Landkreis Mühldorf zur Zeit gerade einmal noch 12 bekannte, aktive Erkrankungsfälle. Die letzte Neu-Infektion mit dem Coronavirus wurde dort am 14. Mai gemeldet.

Umfrage Lockerungen 25. Mai

Derweil gibt es in Stadt und Landkreis Rosenheim noch täglich neue Fälle. Die aktuellste Zahl vom 20. Mai: 12 Neu-Infektionen, so viele wie seit rund zehn Tagen nicht. Aber die Fallzahlen liegen dennoch weit unter denen, die täglich als genesen gemeldet werden.

Ganz ähnlich verhält es sich im Landkreis Traunstein. Seit dem 8. Mai gab es dort bereits 8 Tage ohne gemeldete Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der aktuell Erkrankten ist deutlich rückläufig.

Alle aktuellen Zahlen für die Region Rosenheim, Mühldorf, Chiemgau sowie für Bayern und Deutschland finden Sie täglich in unserem Fallzahlen-Update. Dort gibt es auch ständig eine aktuelle Übersicht zur sogenannten 7-Tage-Inzidenz in allen bayerischen Regionen - also der kritischen Fallzahl der Coronavirus-Infektionen, ab der regionale Maßnahmen erfolgen sollen. Derzeit sind es drei Städte und Kreise in Bayern, die über dem aktuell definierten Wert in Bayern liegen.

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Update 21. Mai, 17.15 Uhr

Die nächste Lockerungsrunde für Bayern

Erst hat das Coronavirus das öffentliche Leben in Bayern weitgehend lahmgelegt. Seitdem die Infektionszahlen zurückgehen, werden die Beschränkungen Schritt für Schritt gelockert. Die nächste Runde steht am kommenden Montag, 25. Mai, an.

Profitieren sollen die Gastronomie, Tourismusbetriebe und Altenheime. Außerde soll die Kinderbetreuung weiter geöffnet werden. Lesen Sie hier, was genau sich ab Montag ändern wird.

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Update 21. Mai, 11.13 Uhr

Maxlrainer Ritterspiele sollen stattfinden

Das Jahr der Corona-Pandemie ist für die Macher von Großveranstaltungen auch das Jahr der Hiobsbotschaften. Ob Wiesn in München, Herbstfest in Rosenheim oder das Sommerfestival – allenthalben hagelt es Absagen.

Nicht so für die Maxlrainer Ritterspiele. Wenn es nach dem Veranstalter geht, sollen die Ritterspiele am 19. und 20. September stattfinden. Das soll auch im "Seuchenjahr" 2020 gehen. In abgespeckter Version allerdings.

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Update 21. Mai, 10.34 Uhr

Studie zeigt Infektionswege des Coronavirus auf

Den ersten größeren Coronavirus-Ausbruch hatte es Anfang des Jahres bei der Firma Webasto im Landkreis Starnberg gegeben. Die Infektionsketten konnten alle nachverfolgt werden. Der Ausbruch der Epidemie in Deutschland schien vorerst abgewendet.

16 Infektionen mit dem Coronavirus wurden damals am Firmenstandort in Stockdorf aufgespürt. Auch ein Mitarbeiter und seine Familie im Landkreis Traunstein waren damals betroffen. Nun gibt es eine Studie zu den Infektionsketten, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, das Robert-Koch-Institut und die Berliner Charité gemeinsam veröffentlichten, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

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Demnach habe sich die Infektion von Menschen mit, aber auch von Menschen ohne Symptome auf andere übertragen. Auf der anderen Seite habe auch der nachweisliche Körperkontakt mit Infizierten nicht zwingend zu einer Ansteckung geführt. Die Forscher schließen aus den Erkenntnissen, dass es schwierig werde, die weltweite Ausbreitung des Coronavirus langfristig einzudämmen.

Update 20. Mai, 17.05 Uhr

Fünf Bürger im Kreis Traunstein neu mit Virus infiziert

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 165 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 6,21. Am Mittwoch sind beim Gesundheitsamt fünf Neuinfektionen eingegangen. Es liegen somit insgesamt 1286 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mittlerweile mindestens 1036 Personen (zwölf mehr als gestern).

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 14 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich drei Patienten in intensivmedizinischer Betreuung im Klinikum Traunstein.

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Update 20. Mai, 16.37 Uhr

Landkreis Mühldorf verzeichnet keinen neuen Corona-Fall

Im Zuständigkeitsbereich des Landratsamts Mühldorf gibt es mit Stand von Dienstag keinen neuen Corona-Fall. Das teilt das Landratsamt Mühldorf auf seiner Website mit. Insgesamt liegen dort 495 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus vor, 453 sind zwischenzeitlich wieder gesund. Derzeit sind noch 15 Menschen am Virus erkrankt, 5 von ihnen werden im Krankenhaus behandelt.

Die sogenannten 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Einwohner von 100.000 Einwohnern, die innerhalb von sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert wurden, liegt im Landkreis Mühldorf bei 0,9.

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Update 20. Mai, 14.45 Uhr

Gesundheitsamt Rosenheim meldet zwei Neuinfizierte

„Ich appelliere eindringlich an alle Bürgerinnen und Bürger, sich auch weiterhin verantwortungsvoll an das Abstandsgebot und die Hygieneregeln zu halten zum Schutz unserer Gesundheit. Dies gilt insbesondere auch für den bevorstehenden Feiertag“, sagt Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. Er empfiehlt weiterhin ausdrücklich, den Mindestabstand von 1,50 Metern nach Möglichkeit durchgängig einzuhalten und die Hygieneregeln zu befolgen, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Zudem ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus seiner Sicht eine Möglichkeit, die Infektionsgefahr zu reduzieren, da hierdurch eine Übertragung unwahrscheinlicher wird.

Am Dienstag wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim zwei neue Fälle für Stadt und Landkreis Rosenheim gemeldet. Bisher sind insgesamt 2.729 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten (Landkreis: 2222, Stadt: 507).

Mittlerweile wurde bei mindestens 1.821 Personen eine Genesung dokumentiert. 199 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 132 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 128 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 24 Patienten auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz (Fälle pro 100.000 Einwohner während der letzten 7 Tage) liegt mit Stand von Mittwoch für die Stadt Rosenheim bei 12,63, für den Landkreis Rosenheim bei 13,41.

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Update 20. Mai, 14 Uhr

Durchbruch bei Suche nach Corona-Impfstoff?

Wie handelsblatt.com berichtet, hat die US-Biotechfirma Moderna ermutigende Zwischenergebnisse einer Phase-1-Studie zu seinem experimentellen Impfstoff gegen Covid-19 veröffentlicht. Bei den ersten acht Patienten konnte demnach durch die Behandlung mit dem eigens entwickelten Impfstoff mRNA-1273 tatsächlich eine Immunisierung erzeugt werden.

Bei allen Probanden hätten sich nach zwei Impfungen Antikörper gebildet. Die Konzentration sei mindestens so hoch wie bei genesen Corona-Patienten gewesen. Der Impfstoff sei dabei gut verträglich gewesen.

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Update 20. Mai, 13 Uhr

Abiturprüfungen unter Corona-Bedingungen haben begonnen

Mit Hygiene-Auflagen und einiger Verspätung haben in Bayern die Abiturprüfungen begonnen. Nicht nur in Wasserburg bildet das Fach Deutsch den Auftakt. Schüler und Lehrer aus der Region berichten was am "Corona-Abitur" 2020 anders ist.

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Update 19. Mai, 18.40 Uhr

Kinobetreiber aus Region erhält keine Corona-Hilfe

Kinos im Freistaat Bayern wurden im Zuge des Schutzes vor einer Infektion mit dem Coronavirus geschlossen. Jüngst hat das bayerische Kabinett bekanntgegeben, Betreibern unter die Arme greifen zu wollen - mit finanziellen Hilfen. Ein Kinobetreiber aus dem Landkreis Mühldorf kritisiert diese Unterstützung. Denn er kann sie nicht in Anspruch nehmen,sein Kino ist zu groß.

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Update 19. Mai, 17.45 Uhr

Biergarten-Besucher in Mühldorf protestiert

Am Montag haben bayerische Gastronomie-Betriebe ihre Arbeit in Außenbereichen wieder aufgenommen. Es handelt sich um die erste Lockerung der Maßnahmen, die die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollten. Im Landkreis Mühldorf haben Gastronomen eine Bilanz des Neustarts gezogen. Es gab auch Biergarten-Gäste, die die neuen Auflagen in Gastro-Außenbreichen kritisieren.

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Update 19. Mai, 16.25 Uhr

Plexiglas kein besserer Corona-Schutz

Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim

Eine Mund-Nasen-Bedeckung kann durch Plexiglasvisiere nicht ersetzt werden Plexiglasschutzhauben bieten nicht den gleichen Schutz wie eine Mund-Nasen-Bedeckung. Darauf haben jetzt das Gesundheitsamt Rosenheim und das Sachgebiet Verbraucherschutz im Landratsamt Rosenheim aufmerksam gemacht. Auch das Robert-Koch-Institut und das Bayerische Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfehlen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

In Lebensmittel- aber auch in anderen Geschäften trägt ein Teil des Personals eine Art Visier aus Plexiglas. „Sie stellen keinen ausreichenden Schutz dar“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim Dr. Wolfgang Hierl. Der Hauptübertragungsweg des neuartigen Corona-Virus sind feine Tröpfchen in der Atemluft. Aus diesem Grund wurde für bestimmte Bereiche im öffentlichen Leben eine Maskenpflicht eingeführt. Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll vor allem andere Personen vor feinen Tröpfchen und Partikeln aus der Ausatemluft desjenigen schützen, der eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt.

Im Unterschied dazu können sich Tröpfchen trotz Plexiglasschutzhauben nach wie vor leicht verteilen und andere Personen oder Risikogruppen gefährden. Dr. Hierl spricht sich daher klar für eine Mund-Nasen-Bedeckung aus: „Das Reduzieren von Viren in der Atemluft ist der eigentliche Grund für die Maskenpflicht. Durch sie lässt sich die Ausbreitung von COVID-19 eindeutig verlangsamen.“

Gleiches gilt im Übrigen auch für Plexiglasscheiben in Kassenbereichen. Sie helfen, wenn Tröpfchen in der Atemluft frontal auftreffen. Wenn Kunden aber seitlich von den Plexiglasscheiben stehen, beispielsweise um zu Zahlen oder um die eingekaufte Ware einzutüten, ist kein Schutz mehr vorhanden. Das bedeutet, Plexiglasscheiben im Kassenbereich stellen einen zusätzlichen Schutz dar, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung können sie nicht ersetzen.

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Update 19. Mai, 14.15 Uhr

Corona-Tests in Asylunterkunft in Bad Aibling

Ein Großaufgebot von BRK- und 32 Polizeikräften gab es am Dienstag vor der Asylbewerberunterkunft an der Krankenhausstraße in Bad Aibling. Hintergrund war eine weitere Corona-Testung der Bewohner, nachdem in der Einrichtung des Landkreises Rosenheim am vergangenen Donnerstag eine Person positiv getestet und samt Familie in eine andere Unterkunft verlegt worden war. Da die verbliebenen Bewohner als enge Kontaktpersonen galten, wurden sie nun noch einmal abgestrichen. Die Amtshilfe seitens der Polizei sei ein übliches Vorgehen bei Testungen dieser Größenordnung, teilten Sprecher von Polizei und Landratsamt mit. Es sei aber alles ruhig verlaufen. Wenn die Testergebnisse vorliegen, wollen Landratsamt und Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen entscheiden.

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Update 19. Mai, 13.10 Uhr

Wird Frühwarn-System verschärft?

Nach einer Beratung des Bayerischen Kabinetts haben Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann, Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und  Gesundheitsministerin Melanie Huml eine Pressekonferenz gegeben. Darin haben sie unter anderem bekannt gegeben, dass die 3. Fußball-Liga starten darf. Außerdem zeichnet sich ab, dass das Frühwarnsystem verändert wird. Herrmann sagte, dass die Entstehung lokaler Hotspots eine normale Entwicklung sei. Allerdings möchte Bayern den entscheidenden Grenzwert der sogenannten /-Tage-Inzidenz von 50 auf 35 senken. Das bedeutet dass eine Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen bereits eintreten könnte, wenn sich innerhalb von sieben Tagen in einer Region 35 pro 100.000 Einwohnern mit dem Coronavirus infiziert haben. Maßnahmen müssten vom Infektionsgeschehen der betroffenen Region abhängig gemacht werden.

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Update 19. Mai, 12.40 Uhr

12 Bewohner positiv auf Corona getestet

Der Ertlhof in Rimsting steht unter Quarantäne, weil zwölf der 61 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Für diese zwölf Bewohner hat die Heimleitung in Absprache mit dem Gesundheitsamt eine eigene Isolierstation eingerichtet. Dafür wurde ein Wohnbereich, der über einen eigenen Speisesaal und sogar einen eigenen Raucherraum verfügt, abgesperrt.

„Am Wochenende hat der Katastrophenschutz nach Absprache mit Heimleitung und Gesundheitsamt einen Zaun um das komplette Gelände errichtet“, erklärt Ertlhof-Geschäftsführer Martin Kruse. Jetzt kann niemand das Gelände verlassen oder von außen betreten.

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Update 19. Mai, 8.55 Uhr

Immer noch strenge Kontrollen an der Grenze

Die Grenzübergänge nach Österreich sind wieder offen, die Kontrollen zurückgefahren. Aber bedeutet das auch freie Fahrt ins Nachbarland? Klare Antwort: Nein. Denn auf österreichischer Seite wird stichprobenartig immer noch streng kontrolliert, ob die Einreisewilligen erstens einen triftigen Grund haben und zweitens: ein gültiges Attest, nicht mit dem Coronavirus infiziert zu sein.

Die strengen Voraussetzungen für die Einreise haben in den vergangenen Tagen zu viel Frust geführt.

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Update 18. Mai, 17.15 Uhr:

Quarantäne von Asylbewerberunterkunft in der Kufsteiner Straße kann aufgehoben werden

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rosenheim. Die am 16. April 2020 verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Kufsteiner Straße kann ab sofort aufgehoben werden. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Zu Beginn der Quarantäne hielten sich 48 Personen in der Unterkunft auf. Insgesamt 18 Menschen wurden positiv getestet. Stand heute (18. Mai 2020) sind alle erkrankten Bewohnerinnen und Bewohner genesen. Alle bisher negativ getesteten Bewohner wurden am 13. Mai 2020 noch einmal getestet. Bei einer vierköpfigen Familie waren die Ergebnisse positiv. Bei einer weiteren Familie liegen die Testergebnisse noch nicht vollzählig vor. Beide Familien wurden verlegt und separiert untergebracht. Alle anderen Bewohnerinnen und Bewohner wurden erneut negativ getestet.

„Weil es damit nach derzeitigem Stand in der Einrichtung keine Infizierten mehr gibt, kann der Bauzaun heute Abend wieder abgebaut werden. Keine der infizierten Personen musste ins Klinikum eingeliefert werden. Die medizinische Betreuung hat reibungslos funktioniert“, so der Leiter der städtischen Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK), Hans Meyrl.

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Aktuelle Infektionszahlen in der Region

Der Landkreis Traunstein meldet mittlerweile drei Tage ohne entdeckte Neu-Infektionen mit dem Coronavirus. Im Landkreis Mühldorf sind es sogar vier. Und weil die Zahl der Genesenen Tag für Tag steigt, sind immer weniger Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

Auch in Stadt und Landkreis Rosenheim sinkt die Zahl der Infizierten. Allerdings langsamer als in den Nachbarlandkreisen. Denn immer noch meldet das Rosenheimer Gesundheitsamt täglich Neu-Infektionen. 11 sind es aktuell. Von der kritischen Grenze von 50 Neu-Infektionen im Sieben-Tages-Schnitt ist aber auch Rosenheim mittlerweile weit entfernt.

Alle Zahlen für die Region, Bayern und Deutschland finden Sie in unserer täglich aktuellen Übersicht.

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Update 18. Mai, 16.06 Uhr

Die Wirtshäuser machen wieder auf – mit Einschränkungen

Die Corona-Krise hat die Gastronomie besonders hart getroffen. Umso größer ist unter den Wirten die Freude, dass sie wieder aufsperren dürfen. Doch die finanziellen Verluste sind hoch. Der Aufwand, um die Corona-Regeln richtig umzusetzen, ist enorm.

Die Gastronomen in Rosenheim wissen auch ganz genau, dass der Neustart einer mit spürbaren Einschränkungen ist. So befürchten sie, dass auch mit den offenen Biergärten durch die Auflagen noch ein gutes Stück Wirtshauskultur fehlt, dass von Geselligkeit und engem Beisammensein lebt.

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Update 18. Mai, 13.50 Uhr

FDP fordert mehr Rechte für den Landtag

Die Landtags-FDP fordert für die Zukunft eine Beteiligung des Landtags beim Erlass von

Anti-Corona-Maßnahmen

. Entsprechende Rechtsverordnungen der Staatsregierung sollen künftig der

Zustimmung des Landtags

bedürfen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den die FDP-Fraktion am Montag in München vorstellte. Nur in besonders dringenden Fällen soll die Staatsregierung die Zustimmung auch nachträglich einholen können. Stimmt der Landtag nicht binnen sieben Tagen zu, soll die Verordnung wieder außer Kraft treten.

"Auch in Krisenzeiten braucht es eine wirksame parlamentarische Kontrolle", sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen. Eingriffe in die Grundrechte der Bürger bedürften einer parlamentarischen Legitimation. "Diese Legitimation und eine öffentliche Debatte im Landtag tragen auch dazu bei, Verschwörungstheorien den Boden zu entziehen", erklärte er.

Söder will Lohnfortzahlung für Eltern

Die CSU unterstützt den Plan, Familien in der Corona-Krise länger und stärker zu unterstützen. Nach der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer befürwortete am Montag auch CSU-Chef Markus Söder das von der SPD vorangetriebene Vorhaben, den Anspruch auf Lohnfortzahlung zu verlängern. Er sei dafür, sagte Söder am Montag nach Teilnehmerangaben in einer CSU-Vorstandsschalte.

Wer in der Corona-Krise wegen der Betreuung kleiner Kinder nicht arbeiten kann, erhält bisher für sechs Wochen 67 Prozent des Nettoeinkommens. Für eine Anschlussregelung hatten sich zuvor Sozialminister Hubertus Heil und Familienministerin Franziska Giffey eingesetzt (beide SPD), ebenso wie SPD-Chefin Saskia Esken. (dpa/lby)

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Update 18. Mai, 11.30 Uhr

Leben im Corona-Alltag

Mit einem Schlag war im März die Coronakrise da, und alles war plötzlich anders. Doch mittlerweile - und nach den mittlerweile deutlich spürbaren Lockerungen - ist so etwas wie ein Corona-Alltag eingekehrt. Dass dieser Alltag dennoch spannend sein kann, zeigt ein Rundgang durch die Bernauer Geschäftswelt. Ladeninhaberinnen und Verkäuferinnen berichten, wie es sich anfühlt, den ganzen Tag mit Mundschutz zu arbeiten.

Während in der Fußball-Bundesliga der Ball wieder rollt, pausieren die bayerischen Amateurvereine nach wie vor. Trainieren dürfen die Kicker in den unteren Ligen aber wieder - mit strengen Auflagen. Wie der Trainingsalltag aussieht, davon berichten einige Trainer von der Regional- bis zur Landesliga.

Den Amtsantritt nach einer gewonnenen Wahl hätte sich so mancher Lokalpolitiker im Wahlkampf-Endspurt sicherlich auch noch anders ausgemalt. Jetzt sind erst einmal Qualitäten als Krisenmanager gefragt. So auch bei Mühldorfs neuem Landrat Max Heimerl. "Alle neu gewählten Landräte und Bürgermeister mussten vom ersten Tag an funktionieren", sagt er im Interview mit den OVB-Heimatzeitungen.

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Update 17. Mai, 17.20 Uhr: 

Polizei zieht trotz vereinzelter Proteste positive Bilanz

Nach der Demo vom 9. Mai mit mehreren hundert Menschen auf dem Max-Josefs-Platz hatte die Stadt Rosenheim mit einem Verbot von Kundgebungen in der Innenstadt reagiert. Das hat geklappt: Am Wochenende wurde es nicht zu eng - was wohl auch an der massiven Polizeipräsenz lag.

Die Priorität des taktischen Konzepts bestand am Wochenende im gesamten Präsidiumsbereich darin, die Bildung von dicht gedrängten Personengruppen bei Versammlungen und Ansammlungen zu verhindern.

In anderen Teilen der Region kam es jedoch zu größer angelegten Protesten. 

Lesen Sie mehr dazu: 

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Update 17. Mai, 10 Uhr: 

Offene Biergärten und vollere Schulen

(dpa/lby) - Wochenlang sind Klappstühle und Bänke in den Wirts- und Biergärten leer geblieben. Damit ist nun Schluss. Auch immer mehr Schüler kehren in die Klassenräume zurück. Was sich in Bayern von diesem Montag an und danach alles ändert. Ein Überblick:

GASTRONOMIE UND HOTELLERIE

Wer darf ab Montag wieder öffnen?

Zunächst darf die Gastronomie im Außenbereich öffnen - also Biergärten, Wirtsgärten oder Freischankflächen. Allerdings muss schon um 20.00 Uhr zugesperrt werden. Eine Woche später dürfen die Wirte dann die Innenbereiche bis 22.00 Uhr öffnen. Beherbergungsbetriebe müssen sich voraussichtlich noch bis zum Pfingstwochenende gedulden.

Sitzt man dann alleine und mit Mundschutz am Tisch?

Nein, am Tisch darf der ansonsten vorgeschriebene Mundschutz abgelegt werden. Zudem dürfen laut Branchenverband Dehoga Personen aus zwei Hausständen beisammensitzen. Ansonsten gilt der Mindestabstand von 1,50 Metern. Das Servicepersonal muss Mundschutz tragen, in der Küche ist dies nur dann vorgeschrieben, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Kann man einfach wieder so in die Wirtschaft?

Eine Reservierung ist laut Dehoga sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Zudem werden eintreffende Gäste vom Personal platziert und ihre Personalien und Telefonnummern aufgenommen. Letzteres soll sicherstellen, dass im Fall des Falles Infektionsketten nachvollzogen werden können.

SCHULEN

Wer darf ab Montag wieder zurück in die Klassenzimmer?

Am Montag geht es auch für die unteren Klassen wieder los. Das heißt für die Erstklässler, die fünften Klassen der Mittelschulen und die fünften und sechsten Klassen an Realschulen und Gymnasien. An den Wirtschaftsschulen dürfen, je nach Art, die achte, die siebte oder auch die sechste Jahrgangsstufe zurück. Das ist dann die dritte Stufe der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts. Seit Ende April sind die Abschlussklassen wieder zurück, ihnen folgten die Schüler, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen, sowie die vierten Klassen.

Was ist mit den anderen Schülern?

Für sie beginnt der Präsenzunterricht erst nach den Pfingstferien Mitte Juni. Für die mittleren Klassen der Grundschulen soll es laut Kultusministerium aber – je nach Möglichkeit vor Ort – ein freiwilliges pädagogisches Begleitangebot geben.

Findet der Unterricht dann wieder wie gewohnt statt?

Die Stundenpläne sind verschlankt und meist auf die Kernfächer reduziert. Oft fallen Fächer wie Sport, Musik oder Kunst aus. Der Unterricht soll zudem in geteilten Lerngruppen stattfinden, die sich wochenweise oder auch tageweise abwechseln. In Wochen ohne Präsenzunterricht sollen die Schüler dann wieder von zu Hause lernen.


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Update 16. Mai, 17 Uhr:

Keine Demonstration in Rosenheim

Am Samstagnachmittag blieb es auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim verhältnismäßig ruhig. Nach der Demonstration vor einer Woche hatte die Stadt Rosenheim weiteren Versammlungen dieser Art zumindest für die Innenstadt eine Absage erteilt. 

Dennoch zeigte die Polizei mit rund zehn Polizeiwagen hohe Präsenz. Wie erwartet waren auch etliche „Impfgegner“ vor Ort und zeigten sich, so berichtet unser Reporter, mehr oder weniger offensichtlich als Gegner der derzeitigen Coronapolitik. Sie trugen zum Beispiel „Anti-Bill-Gates“-Shirts, etliche waren auffallend weiß gekleidet, andere bekannten sich für einen „Kampf für die Freiheit“ auf ihrer Kleidung. Es kam zu einigen kürzeren Diskussionen mit der Polizei, unter anderem gegen 13.30 Uhr unmittelbar vor dem Mittertor, da einige Personen die Sicherheitsabstände nicht einhielten und sich eine „Grüppchenbildung“ anbahnte. 

Eine Demonstrantin musste gebeten werden, das laut hörbare Abspielen der Deutschland-Hymne in Dauerschleife im Bereich vor dem Gasthaus „Zum Stockhammer“ zu unterlassen. 

Insgesamt herrschte teilweise recht reges Treiben, da auch viele Passanten unterwegs waren (Einkaufssamstag). Die Gastronomen sind damit beschäftigt, ihre Biergärten für die Wiedereröffnungen am Montag fit zu machen. 

Erfahren Sie mehr: Die Demonstrationen am heutigen Samstag in Deutschland

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Update 16. Mai, 13 Uhr

Wieder mehr Neuinfektionen in Österreich – auch in Deutschland Post-Zentrum Infektionsherd

Laut oe24.at sind österreichweit seit Freitag 93 Neuinfektionen gezählt worden. Hotspot scheint demnach Wien zu sein, die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen sei in der Stadt in den vergangenen 24 Stunden um 48 gestiegen. 

Die neuen Ansteckungen kömen hauptsächlich aus dem Umfeld von Post-Mitarbeitern, die sich in Verteilerzentren angesteckt haben. 

Auch in Deutschland hat der Paketzusteller DPD einen Standort im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen mit Hunderten Mitarbeitern wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen.

Bislang seien 42 Beschäftigte positiv auf das Virus getestet worden, erklärte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Es seien aber noch nicht alle Proben ausgewertet worden. Alle 400 Mitarbeiter aus dem Standort in Hückelhoven sind demnach in zweiwöchiger Quarantäne. 

Über 1.700 Menschen im Kreis Rosenheim wieder genesen

In Stadt und Landkreis Rosenheim sind bisher insgesamt 2709 Fälle von COVID-19 aufgetreten. Bei 1716 Personen ist eine Genesung dokumentiert. 193 Personen sind verstorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 15. Mai (Stand 18 Uhr).

Zudem ist der Ertlhof in Rimsting unter Quarantäne gestellt worden. Zwölf der 61 Bewohner wurden positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Sie werden im Haus umverlegt, um sie von den übrigen Bewohnern zu trennen.

Vor Ort wird ein Bauzaun aufgestellt, um den negativ Getesteten die Möglichkeit zu geben, das Gebäude zu verlassen und ins Freie zu gehen.

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Update 16. Mai, 10 Uhr:

Hunderte zu Protesten gegen Corona-Beschränkungen erwartet 

Im ganzen Freistaat kommt es an diesem Wochenende wieder zu Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung.

Eine der größten Veranstaltungen wird auf der Münchner Theresienwiese erwartet. Dort findet ab 15 Uhr eine Demonstration zum Thema „Grundrechte“ statt. 

Die Stadt Rosenheim hat Kundgebungen in der Innenstadt verboten. Da jedoch Spontanversammlungen als Protest gegen die Corona-Maßnahmen befürchtet werden, zeigt die Rosenheimer Polizei eine hohe Präsenz in Innenstadt.

Mehr dazu: Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März im Interview

Update 15. Mai, 17.45 Uhr

Eine Neuinfektionim Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit noch 256 COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 11,86. Am Donnerstag ist beim Gesundheitsamt eine Neuinfektion gemeldet worden. Es liegen somit insgesamt 1276 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 937 Personen (acht mehr als am Vortag). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 17 Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (fünf in Traunstein).

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Update 15. Mai, 14.35 Uhr

Quarantäne für Asylunterkunft aufgehoben

Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilt, ist die Quarantäne für die Asylbewerberunterkunft in Brannenburg wieder aufgehoben. Die Bewohner wurden am Freitag darüber informiert, dass alle zuletzt genommenen Abstriche negativ getestet worden waren. Der Bauzaun um die Unterkunft wird am Montag abgebaut.

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Update 15. Mai, 13.36

Rosenheim verbietet Kundgebungen in der Innenstadt

Die Rosenheimer Stadtverwaltung hat aufgrund der aktuellen Infektionslage entschieden, dass die Innenstadt bis auf Weiteres nicht mehr für Versammlungen zur Verfügung steht. Das teilt die Stadt am heutigen Freitag in einer Pressemitteilung mit.

Um das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit aber weiterhin zu garantieren, setzt die Stadt auf lösungsorientierte Gespräche mit den jeweiligen Versammlungsleitern. Am vergangenen Wochen hatte es auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim eine umstrittene Kundgebung gegeben, die in der Region für teils heftige Reaktionen gesorgt hatte.

Die Erfahrung vom vergangenen Samstag habe gezeigt, dass die Rosenheimer Innenstadt "erfreulicherweise wieder relativ stark frequentiert"ist, teilt Pressesprecher Thomas Bugl mit. Zudem wolle die Stadt zur Unterstützung der innerstädtischen Gastronomie deren Außenflächen soweit vertretbar ausweiten. Deshalb sei absehbar, dass bei künftigen Demonstrationen die infektionsschutzrechtlich geforderten Abstände zwischen Personen nicht gewährleistet werden können.

"Um Versammlungsteilnehmer und Passanten keiner unnötigen Infektionsgefahr auszusetzen, will die Stadt zukünftig weitläufigere Örtlichkeiten wie z.B. den Mangfallpark für Versammlungen und Demonstrationen nutzen“, so Rosenheims Ordnungsdezernent Herbert Hoch. Damit komme die Stadt auch einer Forderung des bayerischen Innenministeriums zur Entwicklung von alternativen Konzepten zur möglichst gefahrlosen Sicherstellung des Rechts auf Versammlungsfreiheit nach.

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Update 15. Mai, 11.25 Uhr

Arbeitsministerium will Hilfen für Eltern stoppen

Bislang hatten Eltern, die wegen der Schließung von Kindertagesstätten ihre Kinder zu Hause betreuten, eine staatliche Lohnfortzahlung erhalten. So sollte der Verlust des Verdienstes ausgeglichen werden, der entsteht, weil Eltern nicht arbeiten können, während sie ihre Töchter und Söhne beaufsichtigen.

Doch nun zeichnet sich ab, dass das Bundesarbeitsministerium die finanzielle Unterstützung einstellen möchte.Eltern kritisieren das Vorhaben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Begründung dafür, längst nicht für alle Familien gilt.

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Update 15. Mai, 11 Uhr

Deutsche Wirtschaft bricht durch Coronavirus ein

Das Statistische Bundesamt hat offizielle Zahlen veröffentlicht, wie sich die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf die deutsche Wirtschaft auswirken. Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem vorherigen Quartal um 2,2 Prozent geschrumpft. Volkswirte sehen darin den Anfang einer möglichen Rezession.

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Udate 14. Mai, 18.15 Uhr

Kommt ein "Herbstfest light"?

Es wäre für viele Fans des Rosenheimer Herbstfestes ein Trost: Wie die OVB-Heimatzeitungen exklusiv erfahren haben, könnte es einen Ersatz für das wegen der Corona-Pandemie abgesagte Fest geben. Die Stadt Rosenheim bestätigte, dass es entsprechende Initiativen gebe. Angedacht ist ein Konzept, das der Gastronomie Rosenheims keine Konkurrenz macht und verhindert, dass viele Menschen an einem Ort der Stadt zusammenkommen.

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Update 14. Mai, 17.40 Uhr

Durchbruch bei Suche nach Corona-Impfung?

Das Tübinger Biotechnologieunternehmen CureVac hat am Donnerstag erste Daten zu seinem Coronavirus-Impfstoffprojekt veröffentlicht. Demnach habe der Impfstoff bei niedriger Dosierung positive präklinische Ergebnisse erzielt.

Weiter teilte die Firma laut einem Bericht von n-tv mit, dass die vorliegenden Daten eine „ausgewogene Immunantwort, verbunden mit der Bildung einer hohen Anzahl von virusneutralisierenden Titern (VNTs) und T-Zellen“ zeigten. VNTs seien ein entscheidender Indikator dafür, ob der potenzielle Impfstoff eine starke immunologische Reaktion hervorrufen kann, die dann zur Neutralisierung des Corona-Erregers führen kann.Klinische Studien mit gesunden Freiwilligen will CureVac im Juni starten.

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Update 14. Mai, 16 Uhr

Corona-Pandemie verursacht größtes Steuerloch seit Kriegsende

Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen, wie das Finanzministerium am Donnerstag in Berlin bekanntgab. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern reinkommen als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent. Es wäre ein Rekord-Steuerloch. Bund, Länder und Kommunen müssen daher mit 98,6 Milliarden Euro weniger auskommen als noch im November vorhergesagt - und bereits in den Haushalten verplant. Es wäre.

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Update 14. Mai, 12.50 Uhr

Kulturveranstaltungen in Bayern ab Pfingsten?

München (dpa) – Nach coronabedingten Schließungen will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch bei der Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen sehr vorsichtig vorgehen, setzt aber auf einen langsamen Neustart ab Pfingsten. "Auch da gilt der Grundsatz: Besonnenheit und Vorsicht", sagte Söder am Donnerstag in München. Das Gros werde nach Einschätzung der Kulturminister aber eher erst ab den Sommerferien oder danach beziehungsweise im Herbst folgen.

Söder kündigte bereits strenge Hygieneschutzkonzepte an, ähnlich wie in Gottesdiensten. Kunstminister Bernd Sibler (CSU) betonte, auch bei einer Wiedereröffnung der Spielstätten im Herbst werde es Einschränkungen geben. "Wir werden nicht den 1000-Leute-Saal komplett voll haben". Eine weitere denkbare Maßnahme sei eine "Personalisierung von Ticktes".

Für Kinos forderte Bayerns Digitalminister Judith Gerlach (CSU) ein bundesweit einheitliches Vorgehen. "Wir brauchen einheitliche Starts", sagte sie. "Kinos brauchen attraktive Filme. Die Filme starten aber nur, wenn sie bundesweit gezeigt werden können." Sie halte darum "ein abgestimmtes Vorgehen" der Bundesländer "für absolut sinnvoll".

Bayern stockt sein Hilfsprogramm für die krisengeschüttelte Kulturbranche deutlich auf: 200 Millionen Euro statt wie bisher geplant 90 Millionen Euro sollen nun für Künstler und Kulturschaffende im Freistaat bereitgestellt werden.

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Update 14. Mai, 12.40 Uhr

Erleichterungen für Land- und Forstwirte an Grenze zu Tirol

Land- und Forstwirte können nun zeitweise zusätzliche Grenzübergangsstellen an der Grenze zu Tirol nutzen. Dies hat die Bundespolizei mit den österreichischen Behörden vereinbart. Die Sonderregelung umfasst die Grenzübergänge Wildbichl-Landl/Bayrischzell (6 bis 20 Uhr) sowie Wildbichl/Sachrang (6 bis 20 Uhr) und bezieht sich auf Grenzübertritte, die mit land- und forstwirtschaftlichen Arbeiten in der Grenzregion erforderlich sind.

Die Berechtigten benötigen eine „Bescheinigung für den Grenzübertritt“, die für den Tiroler Grenzabschnitt per E-Mail oder persönlich bei der Bundespolizei Rosenheim (Burgfriedstraße 34, Rosenheim oder bpoli.rosenheim@polizei.bund.de) beantragt werden kann. Die Land- und Forstwirte müssen als Grenzgänger die ausgestellte Bescheinigung mit dem Ausweisdokument mitführen.

Sowohl die deutschen als auch die österreichischen Behörden überwachen die Grenzübergänge. Laut Rainer Scharf, Sprecher der Bundespolizei, fahren die Bundespolizisten immer wieder zur Kontrolle an die Grenze bei Sachrang. Das werde auch so bleiben.

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Update 14. Mai, 9.41 Uhr

Spahn hält an Immunitätsausweis fest

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält in der Corona-Krise grundsätzlich an

Plänen zur Einführung eines Immunitätsausweises

fest. Man werde sich verstärkt mit der Frage beschäftigen müssen, "welche Einschränkungen wann für wen zulässig sind", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Andere Staaten planen bereits, die Einreise künftig von einem derartigen Immunitätsnachweis abhängig zu machen", betonte Spahn. "Denn die Lösung kann ja nicht sein, dass unsere Bürgerinnen und Bürger nicht mehr in Länder reisen können, die solche Regelungen planen."

Spahn hatte Anfang Mai erklärt, dass es vorerst keine Regelungen dazu geben soll, inwiefern solche Immunitätsnachweise Ausnahmen von Alltags-Beschränkungen wie in der Corona-Krise ermöglichen könnten. Spahn hat den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten. Neben der Opposition hatte sich auch SPD-Chefin Saskia Esken skeptisch über Pläne für Immunitätsnachweise geäußert. Bei einer heute anstehenden Abstimmung im Bundestag steht das Thema nicht auf der Tagesordnung. (dpa)

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Update 14. Mai, 8.30 Uhr

Grenzöffnung ja, aber nur ein bisschen

Seitdem die Corona-Pandemie Europa mit voller Wucht getroffen hat, waren die meisten Grenzen dicht. Auch die Region mit ihren zahlreichen Grenzübergängen zu Österreich ist davon massiv betroffen.

Am gestrigen Mittwoch verkündete Bundesinnenminister Horst Seehofer erste, vorsichtige Lockerungen. Ganz aufgemacht soll die Grenze aber erst am 15. Juni gemacht werden.

"Natürlich ist im Angesicht von Corona weiter höchste Vorsicht geboten. Doch mit der Zahl der Neuinfektionen sind Reisebeschränkungen eigentlich nicht mehr zu rechtfertigen" – ein Kommentar zur Entscheidung.

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Update 13. Mai, 18.30 Uhr

Rosenheimer Stadträte kritisieren Corona-Management - Das sagt die Stadt

In einem offenen Brief an den Rosenheimer Oberbürgermeister Andreas März (CSU) haben Stadträte der Grünen und der ödp einige Aspekte des Corona-Managements in den Asylunterkünften der Stadt kritisiert. Unter anderem halten Sie es für fraglich, dass die Stadt bei der Berechnung der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz der Infektionszahlen in den Asylunterkünften einen Sonderfall sehe. Die Stadt Rosenheim hat in einer Pressemitteilung auf die Kritik reagiert.Wie sie ihr Vorgehen begründet, lesen Sie hier.

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Update 13. Mai, 17.05 Uhr

Rosenheim über Sieben-Tage-Grenzwert

Dem Gesundheitsamt Rosenheim sind am Dienstag 11 neue Fälle gemeldet worden. Bisher sind insgesamt 2.683 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 1.547 Personen eine Genesung dokumentiert. 186 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 7 Personen unter 60 Jahren. 122 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 167 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 33 Patienten auf einer Intensivstation.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit Stand Mittwoch für dieStadt Rosenheim bei 52,11 für den Landkreis Rosenheim bei 36,02.

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Update 13. Mai, 15.40 Uhr

Demo am Samstag in Rosenheim hat Nachspiel

Rosenheim - Die Demonstration vom Samstag auf dem Max-Josefs-Platz hat ein Nachspiel. Gegen die Mit-Initiatorin Pia Mayer (24) hat die Polizei Anzeige beim Ordnungsamt erstattet. „Es geht darum, dass sie gegen zwei Auflagen verstoßen hat, die zuvor im Koordinationsgespräch vereinbart worden waren“, sagte Thomas Bugl, Pressesprecher der Stadt Rosenheim, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Die Anzahl der Teilnehmer sowie der Mindestabstand seien nicht eingehalten worden. Ob diese Vorwürfe so zutreffen, wird im Gefolge der Anzeige zu klären sein.

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Update 13. Mai, 13.45 Uhr

Erleichterungen am Übergang Reit im Winkl

In einer Mitteilung informiert die Bundespolizeidirektion München über Lockerungen der Grenzkontrollen, die zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt worden waren. Darin ist auch von Änderungen am Grenzübergang Reit im Winkl die Rede. Er soll für Pendler zu folgenden Zeiten passierbar sein: 5 bis 9 Uhr, 11 bis 13.30 Uhr und 17 bis 21 Uhr.

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Update 13. Mai, 11.50 Uhr

Diese Änderungen gibt es bei Grenzkontrollen

Bundesinnenminister Horst Seehofer bei einer Pressekonferenz Lockerungen bei den im Zuge der Coronakrise verschärften Grenzkontrollen bekanntgegeben. Dabei gibt es Unterschiede zu den Nachbarländern.

- Die Grenzkontrollen zu Luxemburg etwa werden ab Samstag eingestellt

- Flugverbindungen aus Italien und Spanien werden weiterhin nach dem 16. Mai kontrolliert.

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Update 13. Mai, 11.30 Uhr

Lockerungen an den Grenzen ab Samstag

Berlin (dpa) - Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an vorsichtig gelockert werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten an.

Die Rufe nach einer baldigen Grenzöffnung zwischen Deutschland und Österreich wurden immer lauter. Nun gibt es einen Deal, der vor allem bei deutschen Urlaubern und österreichischen Hotelbesitzern für große Freude sorgen dürfte.

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Update 12. Mai, 10.40 Uhr

Infektionsgefahr: 54 Bewohner einer Rosenheimer Asylunterkunft ziehen um

Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei sind am Mittwochvormittag daran beteiligt, Bewohner einer Asylunterkunft in der Äußeren Oberaustraße in Rosenheim zu verlegen. Insgesamt 54 Menschen müssen in andere Unterkünfte umziehen. Es handelt sich um 21 Bewohner, die mit dem Coronavirus infiziert sind und ihre Familien. Die Regierung von Oberbayern, die die Unterkunft betreibt, hat die Verlegung angeordnet, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Stadt Rosenheim hat sich gegenüber den OVB-Heimatzeitungen dazu geäußert.

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Update 11. Mai, 20.39 Uhr

Reaktion auf Corona-Demos +++ Raser nutzen freie Straßen

In Rosenheim wurden bei einer Demonstration von Impfgegnern und Gegnern der Corona-Beschränkungen noch teilweise eingehalten. Derweil lief am gleichen Tag (9. Mai) das Geschehen auf dem Stadtplatz in Traunstein komplett aus dem Ruder. Drei Kundgebungen waren angemeldet. Als nach Darstellung von Landrat Siegfried Walch noch eine unangemeldete Demonstration hinzu kam, war das Chaos perfekt.

Stadt und Landkreis Traunstein haben daher beschlossen, den Stadtplatz bis auf Weiteres für Kundgebungen zu sperren. Darüber hinaus bildet sich von der Staatsregierung über Stadtspitzen bis hinein in Oppositionsfraktionen eine breite Front der Kritik an den Corona-Demonstrationen.

Derweil treibt die Coronakrise auch seltsame Blüten. Dadurch, dass deutlich weniger Verkehr auf den Straßen ist, fühlen sich offenbar Raser und Autoposer animiert, vermehrt ihre Kräfte bei illegalen Rennen zu messen. Die Polizei in Rosenheim überlegt schon, eine stillgelegte Sondereinheit zu reaktivieren, um den Rennen auf den Straßen in und um Rosenheim Herr zu werden.

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Update 11. Mai, 15.21 Uhr

RKI-Studie: Corona-Tests in Bad Feilnbach geplant

Das Robert Koch Institut hat die Gemeinde Bad Feilnbach für eine Studie zum „Corona Monitoring lokal“ ausgewählt. Insgesamt 2000 Personen sollen bei der Untersuchung getestet werden. Die Studie soll voraussichtlich im Sommer durchgeführt werden. Einen genauen Termin gibt es noch nicht. Auch steht noch nicht fest, wie viele Menschen in Bad Feilnbach getestet werden sollen.

Die Auswahl erfolgt über ein Zufallsverfahren beim Einwohnermeldeamt. Am sogenannten „Corona Monitoring lokal“ können nur Personen teilnehmen, die vom RKI schriftlich zur Studie eingeladen werden. Eine Bewerbung für die Teilnahme an der Studie ist nicht möglich. Die Teilnahme ist freiwillig.

Mit der Studie will das Robert-Koch-Institut herausfinden, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das neuartige Coronavirus gebildet haben. Weiterhin soll erforscht werden, wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist, welche Menschen häufiger von der Erkrankung COVID-19 betroffen sind und wie oft die Erkrankung so schwer verläuft, das Menschen im Krankenhaus oder auf Intensivstationen behandelt werden müssen.

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Update 11. Mai, 13.34 Uhr

Corona-Demos: Staatsregierung kündigt eine Reaktion an

Die Versammlungsfreiheit ist der Staatsregierung ein besonders hohes gut, betont Florian Herrmann. Der Leiter der Staatskanzlei vertritt bei der Pressekonferenz den abwesenden Ministerpräsidenten Markus Söder. Die Vorgaben für Kundgebungen zum Schutz vor einer Ausbreitung des Coronavirus seien klar: Abstand halten, maximal 50 Teilnehmer, nicht länger als eine Stunde und eine Empfehlung, bei den Demonstrationen Mundschutz zu tragen.

Bei den Demonstrationen am vergangenen Wochenende in Bayern habe es aber "verstörende Bilder" gegeben, wie Herrmann sagt. Die Teilnehmerzahlen seien vielerorts weit überschritten worden. Dritte, die an der Kundgebung vorbei gehen wollten, seien in Einzelfällen aufgefordert, ihren Mundschutz abzunehmen, sagte er mit Blick auf Demonstrationen in München und Nürnberg. Das Abstandsgebot sei von einigen Demonstranten zudem absichtlich nicht eingehalten worden.

„Der Rechtsstaat verteidigt die Grundrechte", so Herrman. "Aber er lässt sich auch nicht auf der Nase rumtanzen.“ Er erinnerte daran, dass Freiheiten auch Grenzen haben. "Und zwar dort, wo man andere in Gefahr bringt." Daher sei Innenminister Joachim Herrmann nun damit beauftragt worden, zusammen mit den Kreisverwaltungsbehörden ein Konzept zu erarbeiten, wie Demonstrationen künftig durchgeführt werden können. Wie dieses Konzept aussehen könnte, wurde noch nicht bekannt.

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Update 11. Mai, 12.11 Uhr

Corona-Krise bislang nicht auf dem Immobilienmarkt angekommen

Die Corona-Krise zieht bislang keinen Einbruch der hohen Immobilienpreise in Bayern nach sich. Die Folge der Epidemie ist bislang hauptsächlich, dass im März und April ein Drittel weniger Häuser und Wohnungen zum Kauf angeboten wurden, wie der Immobilienverband Süd (IVD) am Dienstag berichtete. "Was nicht bedeutet, dass die Nachfrage zusammengebrochen wäre", sagte IVD-Experte Stephan Kippes. Freistehende Einfamilienhäuser kosten in diesem Frühjahr im bayerischen Schnitt etwa 800.000 Euro, in Oberbayern eine Million und in München 1,8 Millionen.

Wie sich die Corona-Pandemie mittel- und langfristig auf den bayerischen Immobilienmarkt insgesamt auswirken wird, ist ebenso ungewiss wie in anderen Branchen. "Man muss wirklich abwarten", sagte Kippes. (dpa)

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Update 11. Mai, 9.15 Uhr

Schwere Zeiten für Blaskapellen und Musiker in der Region

Volksfeste sowie sämtliche Veranstaltungen sind aufgrund der Corona-Pandemie bis auf Weiteres abgesagt. Das trifft viele Blaskappellen in der Region hart. Noch auf unbestimmte Zeit liegen Auftritte und alle Proben auf Eis. Viele Musiker stehen vor dem Absturz.

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Update 11. Mai, 8.31 Uhr

Staatsregierung reagiert auf Corona-Demos in Bayern

Vielerorts demonstrierten Menschen in Bayern am vergangenen Samstag gegen die Corona-Beschränkungen. Oftmals wurden dabei Sicherheitsbestimmungen zum Schutz vor Corona-Infektionen ignoriert. Die Behörden schritten jedoch nicht ein.

Nun berät die bayerische Staatsregierung über das Geschehen. Denn für das kommende Wochenende sind in ganz Bayern neue Demonstrationen angekündigt. Ob auch in Rosenheim erneut demonstriert wird, ist derzeit unklar. OVB-Informationen zufolge ist eine zuerst für Samstag geplante Kundgebung auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim mittlerweile wieder abgesagt.

Wie die Staatsregierung auf die Corona-Demos reagiert, erfahren Sie ab 13 Uhr an dieser Stelle live. Wir zeigen an dieser Stelle die Pressekonferenz. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk bereits Konsequenzen angekündigt. "Das darf sich so nicht wiederholen", sagte er über die aus dem Ruder gelaufenen Kundgebungen. Die Behörden sollten besser vorbeugen, die Polizei konsequenter handeln.

In Traunstein haben die Behörden offenbar bereits gehandelt. Es soll offenbar bis auf Weiteres ein Demonstrationsverbot auf dem Traunsteiner Stadtplatz geben.

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Update 11. Mai, 16.22 Uhr

40 neue Corona-Infektionen in Bernau

Sprunghaft sind die Corona-Neuinfektionen in der Gemeinde Bernau nach oben geschnellt. Vergangene Woche war nahezu eine Verdoppelung zu verzeichnen v on zuletzt 48 (Stand 30. April) auf 88 Covid-Fälle. Damit ist Bernau nun mit 13 positiv Getesteten auf 1000 Einwohner mit unter den am stärksten betroffenen Gemeinden im Landkreis.

Grund für die Steigerung: eine ganze Reihe Corona-Infektionen im Pflegeheim „Laurentiushof“, wie Recherchen der OVB-Heimatzeitungen ergaben. Nach ersten Verdachtsfällen Anfang Mai hatten Heimleitung und Betreiber kurzen Prozess gemacht: Und – in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt Rosenheim – alle 76 Senioren und die 105 Mitarbeiter des Hauses auf Sars-CoV-2 getestet. Das Ergebnis: 31 Bewohner und acht Mitarbeiter waren positiv.

Update 11. Mai, 15.11 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel mit einer Botschaft für die Demonstranten

Bundeskanzlerin Merkel hat sich heute in einer Videokonferenz einen Überblick über die Arbeit der Gesundheitämter im Land verschafft. „Der öffentliche Gesundheitsdienst hat in dieser Pandemie eine zentrale Rolle bekommen“, sagte anschließend in einem kurzen Presse-Statement.

Die Ämter erhielten jede personelle Unterstützung bei der Bewältigung ihrer Aufgabe. Auch durch die Bundeswehr bei der Nachverfolgung der Infektionsketten. „Da arbeiten engagierte Menschen. Die werden diese Arbeit schaffen“, sagte die Kanzlerin

Angela Merkel betonte auch, man trete jetzt in eine "neue Phase der Pandemie" ein. Bei allen Lockerungen dürfe man dabei auch die Sicherheit nicht aus dem Auge verlieren. Die Bundeskanzlerin erwähnte die Demonstrationen vom Wochenende nicht explizit. Was sie sagte, dürfte sich aber auch und vor allem an die Teilnehmer der Kundgebungen gerichtet haben, wie auch in Rosenheim eine stattfand: „Wir müssen die Sicherheit haben, dass die Menschen sich an die Grundgebote halten. Also Abstand, Mundschutz tragen mit Nasenschutz, aufeinander Rücksicht nehmen - das ist ganz wichtig.“

Wieder eine Demonstration in Rosenheim angekündigt

Nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen wird es auch am kommenden Samstag (16. Mai) in Rosenheim eine Kundgebung geben, zu der Impfgegner und Gegner der Corona bedingten Beschränkungen des öffentlichen Lebens aufrufen. Auch sogenannte Reichsbürger und Anhänger anderer Verschwörungstheorien haben ihre Bereitschaft zur Teilnahme signalisiert, ebenso wie Mitglieder der hiesigen AfD. Die Demonstration soll unbestätigten Informationen zufolge von 13 bis 14 Uhr erneut auf dem Max-Josefs-Platz stattfinden.

Die Stadt Rosenheim ist in Kenntnis darüber, dass es wieder zu einer oder gar mehreren Kundgebungen im Stadtgebiet kommen soll. Ob und wie sie nach den Erfahrungen mit der Demonstration am vergangenen Samstag reagiert, ist derzeit noch nicht bekannt.

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Update 11. Mai, 11.29 Uhr

Innenminister Herrmann: Verhalten auf Demos "indiskutabel"

In ganz Bayern fanden am Wochenende Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen und gegen einen Corona-Impfzwang statt, der nach Aussagen der Bundesregierung momentan allerdings ohnehin nicht zur Debatte steht. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der sich am 23. April bei einer Pressekonferenz noch "sehr offen" für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus gezeigt hatte, vertritt mittlerweile eine andere Position. Er empfehle eine Impfung, hatte er am 7. Mai im ZDF-Morgenmagazin gesagt. Eine Impfpflicht schließe er aber aus.

Das hinderte tags darauf vielerorts in Bayern aber Demonstranten nicht daran, gegen die Corona-Beschränkungen und gegen eine Impfpflicht auf die Straße zu gehen - und dabei Abstandsregeln und Begrenzungen der Teilnehmerzahlen nicht einzuhalten. Auch bei einer Kundgebung in Rosenheim war das der Fall.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann reagierte erbost auf die Geschehnisse vom Wochenende. Dem Bayerischen Rundfunk sagte er, das Verhalten vieler Demonstranten sei "rücksichtslos" und "indiskutabel" gewesen. Dadurch seien andere Menschen gefährdet worden.

Mit Blick auf die Demonstrationen in München, die bereits zum zweiten mal völlig aus dem Ruder gelaufen seien, sagte Herrmann der Nachrichtenagentur dpa: "Solche Demonstrationen müssen, wo auch immer, klar räumlich getrennt von unbeteiligten Menschen stattfinden. Eine derart gefährliche Rücksichtslosigkeit kann der Rechtsstaat auf keinen Fall akzeptieren."

Diese Aussage könnte auch Auswirkungen auf das Geschehen in Rosenheim haben. Denn auch hier soll nach OVB-Informationen am 16. Mai möglicherweise eine weitere Demonstration stattfinden. Eine offizielle Anmeldung hat es aber bislang nicht gegeben.

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Update 11. Mai, 7.48 Uhr

Das sind die Lockerungen ab heute in Bayern

Mit der neuen Woche ergeben sich für die Menschen in Bayern wieder mehr Freiheiten in der Coronakrise.

  • Alle Geschäfte, Museen und Zoos dürfen öffnen.
  • Schule: Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen oder die vierte Klasse besuchen, dürfen - oder müssen - zurück an die Schulen. Ein normaler Schulalltag ist aber noch nicht in Sicht: Der Corona-Fahrplan der Staatsregierung sieht vor, dass in aller Regel ein wöchentlicher Wechsel zwischen Präsenzunterricht in der Schule und Unterricht zu Hause stattfindet.
  • Ab Montag dürfen auch größere Läden mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche öffnen.
  •  Dienstleister wie Nagel- und Kosmetikstudios oder Fahrschulen den Betrieb wieder aufnehmen. Bei Museen etwa sollten sich Besucher vorher über die Öffnungszeiten informieren, denn viele Museen haben montags regulär zu. Tickets sollte man in der Regel vorher online kaufen. Das gilt zum Beispiel auch für einen geplanten Besuch im Zoo.
  • Überall wird nur eine bestimmte Anzahl an Menschen reingelassen. (dpa/lby)

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Update 10. Mai, 18.09 Uhr

Stadt Rosenheim wieder über Referenzzahl von 50 Neuerkrankungen

Rosenheim (dpa/lby) - In der Stadt Rosenheim ist in der Corona-Pandemie erneut die Marke von 50 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage überschritten worden. Der Wert habe am Sonntag bei 50,5 gelegen, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag in Erlangen mit.

Die Stadt Rosenheim hatte bereits am 7. Mai die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gerissen. Damals lag der Wert bei 52,7. Die aktuell erneut gestiegenen Fallzahlen seien durch eine Reihentestung in einer Asylbewerberunterkunft zu erklären, teilte das Landesamt mit.

In den Nachbarregionen, dem Landkreis Rosenheim und dem Landkreis Traunstein sind die Kennziffern mit 29,5 und 37,8 ebenfalls vergleichsweise hoch. Im Fall Traunstein liege das an erhöhten Fallzahlen in Pflegeheimen.

In diesem Landkreis sei eine lokale Allgemeinverfügung mit Besuchsverbot für Krankenhäuser, Altenheime und Asylunterkünften bis zum 15. Mai erlassen worden. Das Landesamt wolle künftig eine Frühwarngrenze bei 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern einziehen, um die betroffenen Kommunen warnen zu können und dort rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten.

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Update 10. Mai, 14.43 Uhr

Warum Stadt und Polizei nicht in Corona-Demo in Rosenheim eingegriffen haben

50 Teilnehmer waren in einem Sicherheitsabstand von 1,5 Meter erlaubt. Am Ende tummelten sich hunderte Menschen nahezu unkoordiniert auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim. Eine Demo gegen die Corona-Beschränkungen war am Samstag (9. Mai) aus dem Ruder gelaufen. Die Stadt erklärt nun, warum sie nicht eingegriffen hat.
Dass am Samstag in Rosenheim jegliche Corona-Auflagen missachtet wurden, hat nach Ansicht von Rosenheims neuem Oberbürgermeister Andreas März (CSU) ganz wesentlich mit der Unvernunft der Menschen zu tun. Allerdings sei die Versammlungsfreiheit ein sehr hohes Gut, das es zu schützen gelte. Mit der nun wieder geltenden Versammlungsfreiheit habe man den Menschen „den kleinen Finger gereicht“ – und sie hätten „gleich die ganze Hand genommen“.

Lesen Sie hier, warum sich Polizei und Stadt dennoch entschieden haben, nicht in die Versammlung einzugreifen.

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Update 10. Mai, 13.22 Uhr

Corona-Demo in Rosenheim sorgt für Diskussionen

Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Abuzar Erdogan, fordert von der Polizei Aufklärung über die Corona-Demo am Samstag (9. Mai) auf dem Max-Josefs-Platz in Rosenheim. „Auch in Zeiten einer Pandemie muss das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gewahrt sein, das hat auch das Bundesverfassungsgericht jüngst entschieden“, so Erdogan in einer Pressemitteilung.

Allerdings hätten die Demonstranten vielfach gegen die Auflagen der Veranstaltung verstoßen, so Erdogan. Es seien weit mehr als die erlaubten 50 Teilnehmer dabei gewesen. Und auch der geforderte Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,5 Metern sei nicht eingehalten worden. Aus Erdogans Sicht hätte die Polizei die Versammlung deshalb auflösen müssen.

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Demonstrationen und Kundgebungen werden zur Zeit deutschlandweit in der Regel nur mit solcherlei Auflagen genehmigt, um eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus bei diesen Veranstaltungen zu verhindern.

Die OVB-Heimatzeitungen haben bei der Polizei und der Stadt Rosenheim nach einer Einschätzung der Lage gefragt. In Kürze finden Sie hier weitere Informationen. Unter anderem ein Statement von Rosenheims neuem Oberbürgermeister Andreas März.

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Update 9. Mai, 21.44 Uhr

Reproduktionszahl wieder über 1 - Demo in Rosenheim offenbar mit mehr Teilnehmern als erlaubt

Sie ist ein zentraler Faktor im Kampf gegen das Coronavirus: die Reproduktionszahl. Und aktuell meldet das Robert-Koch-Institut, dass sie wieder über den Wert von 1 auf 1,1 gestiegen ist. Grob gesagt bedeutet das, dass sich in Deutschland wieder mehr Menschen mit dem SarsCov2-Virus infizieren und die Fallzahlen der aktuell Infizierten steigen.

Doch sinkende Infektionszahlen sind die Voraussetzung für die Lockerungen der Corona bedingten Beschränkungen. Ob es wieder zu neuen Beschränkungen kommt, wird sich wahrscheinlich erst zeigen, wenn die Reproduktionszahl dauerhaft über 1 steigt.

Derweil waren am heutigen Samstag zahlreiche Gegner der Corona-Beschränkungen zu einer Demonstration auf den Max-Josefs-Platz in Rosenheim gekommen. Genehmigt hatten die Behörden unbestätigten Informationen zufolge eine Kundgebung mit maximal 50 Teilnehmern und einem Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den einzelnen Demonstranten. Die Organisatoren und Teilnehmer der Versammlung selbst sprechen von mehreren hundert Demonstranten und feiern ihre Aktion nach OVB-Informationen intern als Erfolg.

Fotos von der Veranstaltung dokumentieren zudem, dass die geforderten Sicherheitsabstände vielfach nicht eingehalten wurden. Die Polizei schritt trotz der mutmaßlichen Verstöße gegen die Auflagen für die Kundgebung nicht ein. Bilder der Demonstration zeigen zudem Ordner in organgefarbenen Westen, die dem möglichen Verstoß gegen Auflagen untätig zuschauen. Darüber hinaus verlief die Kundgebung friedlich und ohne Zwischenfälle.

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Update 9. Mai, 19.20 Uhr

Bayerns Kliniken kehren schrittweise zur Normalität zurück

München (dpa/lby) - Bayerns Krankenhäuser sind nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) in der Corona-Krise wieder auf dem Weg in den Normalbetrieb. "Die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens lässt es nunmehr zu, wohl abgewogene Schritte in Richtung einer Rückkehr zum Regelbetrieb zu gehen", erklärte Huml am Samstag. Es sei wichtig, dass freie Kapazitäten schrittweise wieder für die reguläre gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung gestellt würden.

Der Freistaat Bayern hatte die Krankenhäuser per Allgemeinverfügung im März verpflichtet, planbare Operationen wenn möglich zu verschieben und Kapazitäten für Covid-19-Patienten freizumachen. "Es hat sich gezeigt, dass dieser Schritt richtig war", betonte Huml. Die Kliniken in Bayern hätten zu jeder Zeit die Patientenversorgung auf höchstem Niveau sichergestellt.

Am Samstag trat eine neue Allgemeinverfügung in Kraft, die Schritt für Schritt eine Rückkehr zum Normalbetrieb ermöglichen soll, ohne aber ein mögliches Aufflackern des Corona-Infektionsgeschehens außer acht zu lassen. Reine Privatkliniken dürfen bereits in den Regelbetrieb zurückkehren. Für die Versorgung von gesetzlich Versicherten zugelassene Häuser müssen zunächst noch 30 Prozent ihrer Intensivkapazitäten für Corona-Patienten zur Verfügung stellen.

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Update 9. Mai, 8.00 Uhr

Siegfried und Roy: Roy Horn stirbt nach Corona-Erkrankung

Roy Horn ist tot. Er starb nach einer Infektion mit dem Coronavirus (Nachruf). Er sei am Freitag (Ortszeit) in einem Krankenhaus in Las Vegas an den Folgen von Covid-19 gestorben, sagte Sprecher Dave Kirvin der Deutschen Presse-Agentur. Horn wurde 75 Jahre alt. Der in Nordenham bei Bremen geborene Dompteur und sein Partner Rosenheimer Partner Siegfried Fischbacher waren für ihre Auftritte mit weißen Tigern und Löwen weltbekannt.

„Heute hat die Welt einen der Großen der Magie verloren, aber ich habe meinen besten Freund verloren“, sagte Fischbacher (80) in einer Mitteilung. „Schon bei unserer ersten Begegnung wusste ich, dass Roy und ich zusammen die Welt verändern würden. Es hätte keinen Siegfried ohne Roy und keinen Roy ohne Siegfried gegeben.“

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Update 8. Mai, 16.45 Uhr

Österreich in Corona-Grenzdebatte anderer Meinung als Bayern

Wien/München (dpa) - In die festgefahrene Debatte um die Öffnung der Grenzen zwischen Deutschland und Österreich wegen der Corona-Pandemie kommt neue Bewegung. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) rechnet mit einer Öffnung in den kommenden Wochen. Die Ansteckungszahlen mit dem Virus seien in Österreich derzeit geringer als in Deutschland. "Daher gehe ich auch davon aus, dass es zum Öffnen der Grenze zu Deutschland kommen wird noch vor dem Sommer", sagte Kurz bei einer Konferenz mit Vertretern des Gastgewerbes am Freitag in Wien. 

Die Grenzkontrollen waren erstmals Mitte März angeordnet worden und enden am 15. Mai. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kündigte für kommende Woche eine Entscheidung an: "Wir führen Gespräche mit den Bundesländern und den angrenzenden Nachbarstaaten und werden in der kommenden Woche über das weitere Vorgehen entscheiden." Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) betonte am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Unsere Linie ist in dieser Frage derzeit unverändert, wir sind hier zurückhaltend".

Kurz betonte, seine Regierung sei in dieser Frage in einem fast täglichen Kontakt zu den deutschen Partnern. Eine Grenzöffnung sei nicht nur aus touristischer Sicht wichtig, sondern würde auch für viele Familien, die momentan durch die Grenzkontrollen getrennt seien, eine erhebliche Erleichterung bedeuten. Das Gleiche gelte für alle, die aus beruflichen Gründen reisen müssten. 

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Update 8. Mai, 16 Uhr

Corona-Neuerkrankungen gehen in Region Rosenheim zurück

Rosenheim – Die Region Rosenheim als „Corona-Hotspot“ – diese Schlagzeile schreckte diese Woche erneut auf. Doch die absoluten Zahlen zeigen das Gegenteil auf: Die Neuerkrankungen in Stadt und Landkreis Rosenheim gehen zurück. Die Kurve flacht ab. 

Auch in den regionalen Hochburgen wie Nußdorf, Aschau und Bad Feilnbach stehen die Zeichen auf Entspannung: Aus diesen Gemeinden wurden zuletzt gar keine oder nur eine geringe Anzahl an Neuinfizierten gemeldet. Spitzenreiter war diese Woche die Stadt Rosenheim mit einem Plus von 40 Neuinfizierten. Allerdings: lokal begrenzt auf eine Reihe von Positivfällen in den Asylunterkünften. 

Für Aufregung sorgte zuletzt eine neue Betrachtungsmöglichkeit der Corona-Entwicklung, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Darin wird die Zahl der Neuerkrankungen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ermittelt. Stadt und Landkreis Rosenheim liegen nach den aktuellen Zahlen bei Faktor 35 – und sind damit weit entfernt von der kritischen Marke 50, auf die sich diese Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder geeinigt hatten. 

Erst über dieser Obergrenze müssten, begrenzt auf die jeweilige Region, die Notbremse gezogen und Lockerungen womöglich zurückgenommen werden. Stadt wie auch Landkreis Rosenheim haben für den Fall der Fälle einen Notfallplan in der Schublade, wie sie versichern. Wobei der Fokus dann auf einzelne Bereiche und Einrichtungen gerichtet werden soll. Einen erneuten allumfassenden Lockdown wollen beide vermeiden.

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Update 8. Mai, 14.55 Uhr

Wirte in Mühldorf bangen trotz Lockerung

Am 18. Mai soll die Öffnung der Biergärten der erste Schritt hin zu einer Normalisierung für die Gastronomie bringen. Speiselokale sollen etwas später unter Auflagen ihre Räumlichkeiten wieder öffnen dürfen. In der Region Mühldorf bereiten sich die Wirte darauf vor. Aber unter die Erleichterung über die Wiedereröffnung mischen sich neue Sorgen.

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Update 8. Mai, 12.33 Uhr

Grenzschließung wirkt sich auf Geschäfte in der Kiefer aus

Durch die Corona-Einschränkungen hatten Discounter und Supermärkte in der Bundesrepublik keine Umsatzeinbußen. Die Nachfrage nach Lebensmitteln war gewachsen. In Kiefersfelden dagegen ist das anders. Dort sind Parklätze vor Discountern nahezu leer.

Auch in kleineren Geschäften der Gemeinde verzeichnet man einen besonderen Umsatzeinbruch. Und die Geschäftsleute haben auch eine Erklärung dafür: die geschlossene Grenze zu Tirol.

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Update 8. Mai, 10.30 Uhr

Leichterer Grenzübertritt in Reit im Winkl

Strenge Grenzkontrollen, Wartezeiten - so hatten sich die Corona-Einschränkungen in Bayern und Österreich auf Grenzgänger aus der Region ausgewirkt. Doch nun gibt es für Pendler und Unternehmen, die auf der anderen Seite der Grenze zu tun haben, eine Erleichterung. Zumindest in Reit im Winkl. Dort wird nun der Übergang mit geringeren Einschränkungen möglich sein. Doch nicht an allen Übergängen der Region nach Österreich machen sich die Lockerungen bemerkbar.

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Update 8. Mai, 8.48 Uhr

Feuerwehr sagt Festwoche in Fischbach am Inn ab

Lange hat man sich darauf gefreut und unzählige Stunden wurden bereits im Vorfeld dafür geleistet. Aber die aktuelle Situation macht auch vor einer Feuerwehr nicht halt. Sie hat nun in Fischbach am Inn die geplante Festwoche auch offiziell abgesagt.

Diese Entscheidung wurde auch im vom Land Bayern erlassenen Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August bekräftigt. Aus diesem Grund wird die für den 10. Juni bis 15. Juni 2020 geplante Festwoche zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr Fischbach am Inn komplett abgesagt.

Ob, wann und in welcher Form dieses Fest nachgeholt wird, steht derzeit noch nicht fest. Bereits im Vorverkauf erworbene Karten für die Veranstaltungen werden zurückerstattet. Informationen dazu finden auf der Internetseite der Feuerwehr.

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Update 7. Mai, 17.43 Uhr

Infektions-Hotspots in Rosenheim im Fokus

Vor Wochen galten Stadt und Landkreis Rosenheim als sogenannter Corona-Hotspot. Seit Ministerpräsident Markus Söder und Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Woche Lockerungen der Corona-Einschränkungen von der Zahl der Neuinfektionen in einer Region abhängig machten, rückte die Kennzahl für Rosenheim in den Fokus. Liegt sie über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen? Die Stadt gibt Entwarnung. Nicht nur, weil der Grenzwert nicht erreicht wird, sondern auch, weil die Orte, an denen viele neue Ansteckungen festzustellen sind, lokal begrenzt sind. Außerdem liege für den Fall der Fälle ein Notfallplan vor.

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Update 7. Mai, 16.15 Uhr: 

29 Covid-19-Patienten aus dem Raum Rosenheim auf Intensivstation

Am 06.05. wurden dem Gesundheitsamt 20 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2584 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 1236 Personen eine Genesung dokumentiert. 172 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. 

Von den Verstorbenen waren 6 Personen unter 60 Jahren. 114 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 201 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 29 Patienten auf einer Intensivstation.

Verschwörungstheorien finden Anhänger

Der Protest gegen die Corona-Maßnahmen auch in der wächst. Unter die Menschen, die zunehmend auf ihre Freiheitsrechte pochen, mischen sich auch Verschwörungstheoretiker. Ihre kruden Behauptungen finden zunehmend Anhänger. Dr. Michael Rentrop (56), Chefarzt der Klinischen Sozialpsychiatrie am kbo-Inn-Salzach-Klinikum Wasserburg, erklärt, was Verschwörungstheoretiker antreibt.

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Update 7. Mai, 13.45 Uhr: 

Kufstein-Festung mit Zeichen der Solidarität 

Kufstein – Die Stadt Kufstein ist historisch eng mit dem angrenzenden Bayern verbunden. Die Festung Kufstein war Jahrhunderte lang das Objekt der Begierde zahlreicher Grenzstreitigkeiten. Das Kufsteinerland wurde erst 1814 dauerhaft Tirol zugesprochen. In Kufstein selbst wird ein freundschaftliches Verhältnis zum deutschen Nachbarn gelebt, und jetzt in der Zeit der Grenzschließungen und Ausgangssperren merkt man auf beiden Seiten der Grenze, wie sehr diese Verbindung fehlt. Aus diesem Grund setzt Kufstein an diesem Donnerstag ein leuchtendes Zeichen. Um 21 Uhr wird auf die Festung die EU-Flagge projektiert. Die Festung selbst öffnet am 30. Mai wieder ihre Pforten für Besucher. Die Sterne des EU-Emblems stehen für die Zusammengehörigkeit, die für die Kufsteiner Bevölkerung, den Handel und nicht den Tourismus integraler Bestandteil des täglichen Lebens war und ist.

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Update 7. Mai, 12.15 Uhr: 

Polizeipräsident spricht von spannender Weichenstellung 

Angesichts der anstehenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen zeigt sich der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd im exklusiven Interview mit den OVB Heimatzeitungen optimistisch: "Wir haben bislang tatsächlich positive Erfahrungen gesammelt", sagt er. Ein Großteil der Menschen habe sich an die Beschränkungen gehalten, bei etwa einem Drittel der Verstöße verzichteten die Polizisten auf eine Anzeige.

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Update 7. Mai, 11.15 Uhr: 

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof bestätigt Maskenpflicht

München (dpa/lby) - Die Maskenpflicht im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Bayern bleibt in Kraft: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Donnerstag ab, die Vorschrift per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Der zuständige Senat sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit größeres Gewicht habe als die zeitlich befristete und nur die Lebensbereiche des Einkaufens und des Personennahverkehrs betreffende Einschränkung der Freiheitsgrundrechte durch die Maskenpflicht (Az.: 20 NE 20.926).

Wie viel muss man selbst in Kauf nehmen, um andere zu schützen? Mit dieser Frage ist Irene H. (Name von der Redaktion geändert) jeden Tag aufs Neue konfrontiert; seit der Freistaat Bayern die Maskenpflicht in Geschäften und dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eingeführt hat.Sie leidet unter einer Angst- und Panikstörung.

Tiroler Polizei schult Miliz für Corona-Einsatz 

Laut Landespolizeidirektion Tirol haben österreichweit Soldatinnen und Soldaten der Milizkompanien des Österreichischen Bundesheeres ihren Dienst für den Corona-Einsatz angetreten. Die Milizsoldatinnen und -soldaten werden die Polizei bei den Grenzkontrollen sowie bei der Grenzraumüberwachung unterstützen. In Tirol wurden sie dafür von Polizeikräften entsprechend geschult. 

Lesen Sie hier:  Soldaten am Hechtsee bei Kiefersfelden: Schwere Geschütze im Kampf gegen das Coronavirus

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Update 6. Mai, 20.55 Uhr

Das bedeutet die Zahl der Neuinfektionen für Rosenheim

Wieder ist eine Zahl im Gespräch, die die Gefahr, die vom Coronavirus ausgeht, messen soll: die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz. Sie sagt aus, wieviele Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen auf 100.000 Einwohner registriert wurden. Die Bundeskanzlerin und auch Bayerns Ministerpräsident haben angekündigt, diese Größe nun für einzelne Regionen, also Landkreise zu beobachten. Wo der Wert überschritten wird, könnten Lockerungen der Corona-Einschränkungen zurückgenommen werden. Ein neuer Lockdown könnte drohen. Die Stadt Rosenheim soll dem festgesetzten Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern nahekommen, wird spekuliert.Die OVB-Heimatzeitungen haben nachgefragt.

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Update 6. Mai, 18 Uhr

18 weitere Coronafälle Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen 1228 bestätigte Corona-Fälle vor (18 mehr als gestern). Die Behörde ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. Bei den neuen bestätigten Fällen handelt es sich um eine Infektionsreihe in einer Familie (vier positive Nachweise) sowie eine Reihentestung (sieben Nachweise).

Die 7-Tage-Inzidenz sinkt auf 25,41. Damit setzt sich die positive Entwicklung seit Monatsbeginn fort – damals lag sie bei 89,22. Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung zwei Todesmeldungen eingegangen.

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Update 6. Mai, 17.45 Uhr

Babenshamer Asylunterkunft unter Quarantäne

Die Asylunterkunft in Babensham ist am Mittwoch unter Quarantäne gestellt worden. Das Staatliche Gesundheitsamt hat eine 14-tägige Quarantäne angeordnet, nachdem ein Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Quarantäne gilt zunächst bis einschließlich 20. Mai. Die restlichen Bewohner sollen im Laufe der Woche getestet werden. Wenn die Testergebnisse vorliegen, soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Insgesamt leben in der Asylbewerberunterkunft in Babensham 63 Menschen.

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Update 16 Uhr:

Blick auf die Zahl der Neuinfektionen pro Landkreis

Die Bundesländer übernehmen die Verantwortung für weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Sie müssen aber sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt wird.

Die Entwicklung in der Corona-Pandemie ist nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel trotz erster Öffnungsschritte bei den Beschränkungen gut. Die täglichen Neuinfektionen lägen bundesweit zum Teil nur noch im dreistelligen Bereich, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin nach einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie. Die Zahlen seien "sehr erfreulich". Allerdings habe man erst die allererste Phase der Pandemie hinter sich. Man stehen noch vor einer langen Auseinandersetzung mit dem Virus. (dpa)

Hier geht es zum Live-Ticker

Bundeskanzlerin Merkel und die Länderchefs haben folgende Beschlüsse gefasst:

- Kontaktbeschränkungen: Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen in Deutschland werden grundsätzlich bis zum 5. Juni verlängert. Allerdings einigten sich Bund und Länder darauf, dass sich künftig wieder Angehörige von zwei Haushalten treffen dürfen - also etwa zwei Familien, zwei Paare oder die Mitglieder aus zwei Wohngemeinschaften. Sie sollen weiterhin einen Abstand von 1,50 Metern zueinander einhalten.

- Kitas und Schulen: Jeder Schüler und jedes Vorschulkind soll vor dem Sommer möglichst noch mindestens einmal in die Schule oder in die Kita gehen. Die Einzelheiten regeln die Länder. Vereinbart wurde, dass die Notbetreuung in den Kitas spätestens ab dem 11. Mai überall ausgeweitet werden soll.

- Besuchsregeln: Für Kliniken, Pflegeheime und Behinderteneinrichtungen werden die Einschränkungen der Besuchsregeln bundesweit gelockert. Demnach soll jedem Patienten oder Bewohner wiederkehrender Besuch durch eine bestimmte Person ermöglicht werden.

- Gastronomie: Die Bundesländer sollen bei schrittweisen Öffnungen in eigener Verantwortung vorgehen - vor dem Hintergrund des jeweiligen Infektionsgeschehens sowie landesspezifischer Besonderheiten.

- Geschäfte: Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen - ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

- Breitensport: Bund und Länder wollen den Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlauben. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von 1,5 bis 2 Metern gewährleistet und der Sport kontaktfrei ausgeübt werden.

- Bundesliga: Die Fußball-Bundesliga darf die unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen.

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Update 13 Uhr:

Pressekonferenz von Angela Merkel 

Die Länder sollen „vor dem Hintergrund des jeweiligen Infektionsgeschehens und landesspezifischer Besonderheiten“ selbst entscheiden können, heißt es in dem Beschlussentwurf.

In dem Beschluss soll allerdings eine Sicherung eingebaut sein. Wenn sich in einem Landkreis innerhalb sieben Tagen mehr als 50 Menschen pro 100.000 Einwohner infizieren, müsse laut dem Papier „sofort vor Ort mit Beschränkungen reagiert werden.“ Dann müssen Beschränkungen in der betroffenen Region, wieder auf dem Stand von vor dem 20. April in Deutschland eingeführt werden.

Update 6. Mai, 11.10 Uhr

Bund und Länder beraten weitere Lockerungen

Für den 6. Mai hatte Bundeskanzlerin Ende April weitere Beratungen zwischen Bund und Ländern über Lockerungen der Corona-Einschränkungen angekündigt. In einer Video-Konfernz wird die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer verschiedene Themen behandeln.

Erwartet wird etwa eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga. Fußballvereine sollen auch wieder trainieren dürfen - allerdings ausschließlich unter freiem Himmel.

Einige Punkte, die besprochen werden, hatte der Bayerische Ministerpräsident bereits gestern angesprochen: So etwa Lockerungen für den Handel und Besuchsregelungen in Seniorenheim.

Update 6. Mai, 10.40 Uhr

Festival in Kufstein wird verschoben

Das Kufstein Music Festival auf der Festung Kufstein ist verschoben. Das teiltdas Kufstein Music Festival-Team mit. Die Veranstaltung hätte am 22. und 23. Mai stattgefunden. "Auch wir müssen und wollen Verantwortung zeigen in der Corona-Pandemie und folgen den Bestimmungen der Bundesrepublik Österreich", heißt es einer Mitteilung, die den OVB-Heimatzeitungen vorliegt. 

Das Kufstein Music Festival werde aber nur verschoben und nicht aufgehoben. Vorbehaltlich der Absprache mit den verantwortlichen Behörden vor Ort und den Künstlern freue man sich, voraussichtlich im September oder Oktober auf das 3. Kufstein Music Festival. Tickets behielten selbstverständlich ihre Gültigkeit.

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Update 5. Mai, 17.15 Uhr

Keine neuen Corona-Infizierte gemeldet

Das Landratsamt Mühldorf hat aktuell keinen neuen Corona-Fall registriert. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 487 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 364 wieder genesen, 18 werden stationär behandelt.

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Update 5. Mai, 12 Uhr

Söder spricht von "vorsichtiger Öffnung"

Ministerpräsident Markus Söder hat seinen sogenannten Bayern-Plan bis Pfingsten vorgestellt, der Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorsieht. „Schrittweise“ und „später als andere“ sollten vorsichtige Schritte in Richtung Lockerung laufen. Er sagte auch es handele sich um ein Modell eines vorsichtigen Weges. Bis Pfingsten gibt es Lockerungen in Schulen, Kindergärten, Pflegeheimen, dem Handel und der Gastronomie. Beginnend ab morgen gibt es in den kommenden Tagen in Bayern mehrere Lockerungen der Corona-Einschränkungen.

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4. Mai, 11.50 Uhr

Söder über mögliche weitere Lockerungen

Ministerpräsident Markus Söder wird um 12 Uhr bekannt geben, ob es im Freistaat weitere Lockerungen der Einschränkungen wegen des Coronavirus gibt. Erwartet wird ein Langfristiges Konzept. Insbesondere für die Bereiche Kitas und Schulen, Seniorenheim und Gastronomie werden neue Schritte erwartet.

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4. Mai, 11.40 Uhr

Positive Entwicklung bei Neuinfektionen

RKI-Präsident Lothar Wieler hat die jüngsten Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf einer Pressekonferenz positiv eingeschätzt: "Die Zahl der übermittelten Infektionsfälle sinkt weiter. Das ist eine sehr gute Nachricht." Die Reproduktionszahl liege bei aktuell 0,71, was bedeutet, dass ein Infizierter 0,71 Menschen neu ansteckt. Als kritischer Wert wird die 1 betrachtet. In der vergangenen Woche seien täglich zwischen 700 bis 1600 Fälle an das RKI gemeldet worden. Am Montag waren es 685.

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4. Mai, 9.15 Uhr: 

Umfrage: Mehrheit sind geplante Lockerungen zu viel 

München (dpa/lby) - Eine knappe Mehrheit der Menschen in Bayern hält die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen in der Corona-Krise laut einer Umfrage für zu viel. Das gaben 54 Prozent der Befragten bei einer am Dienstag in München veröffentlichten Erhebung des Instituts GMS im Auftrag von "17:30 Sat.1 Bayern" an. Etwa jeder sechste (17 Prozent) schätzt die Lockerungen demzufolge nach Art und Umfang als zu wenig ein, ein Viertel (25 Prozent) findet sie genau richtig. Die übrigen vier Prozent antworteten den Angaben zufolge mit "weiß nicht", machten keine Angaben oder verweigerten die Antwort.

Durch die derzeit geltenden Einschränkungen fühlen sich laut der Umfrage 44 Prozent der Befragten sehr stark oder stark belastet. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) beantworteten die Frage mit "weniger stark", "so gut wie gar nicht" oder "gar nicht".

Drei Viertel der Befragten (75 Prozent) begrüßten auch die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske, wie aus den Daten hervorgeht. Und eine Mehrheit von 58 Prozent gab zudem an, sie würden eine geplante App für Smartphones nutzen, die ohne Zugriff auf persönliche Daten Hinweise gibt, ob man sich in der Nähe einer mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Person aufgehalten hat. Rund ein Drittel (34 Prozent) würde eine solche App den Angaben nach nicht nutzen.

Von ihrer Arbeit in der Krise profitiert die Staatsregierung: 83 Prozent der Befragten gaben an, damit sehr oder eher zufrieden zu sein. Im Februar - also zu Beginn der Pandemie in Bayern - lag der Wert noch bei 56 Prozent. Die Zahlen zeigen auch, dass die Zustimmung unabhängig von der politischen Präferenz ist: Ganz gleich, welche Partei die Befragten bei einer Landtagswahl wählen würden, ist jeweils die Mehrheit mit der Arbeit der Staatsregierung zufrieden.

Unterschiede gibt es im Detail bei den Personen: Während 91 Prozent mit dem Krisenmanagement von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sehr oder eher zufrieden sind, beträgt der Wert bei seinem Vize und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) allerdings nur 50 Prozent. Im Gegensatz zu Söder hatte Aiwanger immer etwas früher und forscher Lockerungen gefordert, was für Unmut in der CSU sorgte.

Für den "17:30 Sat.1 Bayern Wählercheck" hat GMS den Angaben zufolge vom 28. April bis 4. Mai 1006 Menschen befragt. Es handle sich um eine repräsentative Telefonbefragung.

4. Mai, 17.30 Uhr: 

Nach Corona-Alarm in Bad Feilnbacher Seniorenheim kehren Bewohner zurück 

Einen Monat nach der Verlegung der Bewohner aus dem Alten- und Pflegeheim St. Lukas in Bad Feilnbach sind die ersten Bewohner heute (Mo. 04.05.20) wieder zurückgekehrt. 

Bewohner, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind inzwischen genesen. Sie wurden vor ihrer Rückkehr in das Heim noch einmal getestet. Alle Tests auf COVID-19 waren negativ.

4. Mai, 13 Uhr: 

Gute Nachrichten aus dem Gesundheitsamt Rosenheim

Am 03.05 wurden dem Gesundheitsamt 3 neue Fälle (01.05.: 20 Fälle, 02.05. 11 Fälle) gemeldet, so dass bisher insgesamt 2542 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Erstmals liegt damit die Zahl der Neuerkrankten im einstelligen Bereich. 

Mittlerweile wurde bei mindestens 1156 Personen eine Genesung dokumentiert. 158 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 6 Personen unter 60 Jahren. 101 Verstorbene waren über 80 Jahre alt. 

168 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 34 Patienten auf einer Intensivstation. „Aus den gemeldeten Daten ergibt sich, dass sich der Trend der abnehmenden Fallzahlen und die Unterbrechung der Infektionsketten verstetigt hat.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

4. Mai, 11.50 Uhr

Roche liefert Corona-Antikörpertest ab Mai in Deutschland aus

Noch im Mai will das Pharmaunternehmen Roche einen neuen Test auf Antikörper gegen das neuartige Coronavirus an Gesundheitseinrichtungen in Deutschland ausliefern.

Das vereinbarte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und das Unternehmen am Montag im oberbayerischen Penzberg. "Der neue Test ist eine wichtige neue Wegmarke im Kampf gegen das Virus", sagte Spahn. Drei Millionen Tests sollten noch im Mai ausgeliefert werden, für die dann kommenden Monate seien je fünf Millionen Tests zur Auslieferung nach Deutschland vereinbart.

Gesundheitsminister Jens Spahn sagte bei der Pressekonferenz am Vormittag im Roche-Entwicklungslabor im oberbayerischen Penzberg: Der neue Antikörper-Test stünde prinzipiell jedem zur Verfügung, der ihn selbst bezahle. 


Lesen Sie hier: Durchbruch bei Antikörpertest - Wer sich testen lassen kann, ab wann und was es kostet 

4. Mai, 11.20 Uhr

Der Friseurbesuch wird nicht mehr so sein wie gewohnt

Berlin (dpa) - Vom 4. Mai an dürfen Friseursalons nach mehrwöchiger Zwangspause in der Corona-Krise wieder öffnen. Damit sich dort möglichst niemand mit dem Virus ansteckt, gelten aber einige Vorgaben. Einen Kaffee trinken, während man die Haare trocknen lässt? Das gehört erst einmal der Vergangenheit an.

Muss ich einen Mundschutz im Friseursalon tragen?

Ja. Beim Bedienen müssen sowohl Friseure als auch Kunden einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Man kann einen eigenen mitbringen, die Salons werden aber wohl auch einen bereitstellen. Probleme beim Schneiden sollte es da nicht geben, sagt Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. Gegebenenfalls nimmt man die Schlaufen kurzzeitig vom Ohr. Damit der Mundschutz dann nicht abfällt, könnte ihn der Kunde in dieser Zeit festhalten.

Wie wirken sich die neuen Vorgaben auf die Preise aus?

Kunden müssen bei einem Friseurbesuch in Zukunft wohl mehr bezahlen. Der Grund dafür ist zum einen der zeitliche Mehraufwand durch den neuen Schutzstandard. Zum anderen müssen Friseursalons mehr Geld für Schutzausrüstung wie etwa Einmalhandschuhe, Masken und Desinfektionsmittel ausgeben. All das führt nach Angaben des Zentralverbands zu einem moderaten Anstieg der Preise.

Wie teurer ein Haarschnitt künftig wird, lässt sich allerdings nicht genau beziffern - das legt jeder Salon selber fest. Die Landesinnungsmeisterin von Thüringen, Sybille Hain, rechnet entweder mit einer Pauschale von einigen Euro oder einem bestimmten Prozentsatz auf den Preis. "Das deckt die Zusatzkosten. Es ist nicht so, dass wir daran verdienen."

Werden weiterhin alle Dienstleistungen angeboten?

Nein. Kunden werden einige Abstriche machen müssen. "Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege dürfen derzeit nicht ausgeführt werden", heißt es dazu in dem Schutzstandard. Das trifft etwa die auf Bärte spezialisierten Barber besonders. Sie können in Zukunft nur Herrenhaarschnitte anbieten.

Haare waschen wird mit dem Standard für alle Kunden Pflicht. So sollen mögliche Viren in den Haaren abgetötet werden. Dazu reicht es nicht, sich vor dem Friseurbesuch die Haare selbst zu waschen. Auf dem Weg zum Salon könnte man nämlich erneut mit dem Virus in Kontakt kommen.

Ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee wird es außerdem vorübergehend beim Friseur nicht geben. Eine Zeitschrift beim Haare schneiden oder Föhnen zu lesen, ist hingegen erlaubt - sie kann "unter Hygieneauflagen zur Verfügung" gestellt werden. Die Maßnahmen sollen das Infektionsrisiko in den Salons verringern.

Kann man jetzt nur noch mit einem Termin zum Friseur?

Theoretisch sind sogenannte Walk-in-Friseure, also solche ohne Terminvergabe, weiterhin erlaubt. Der Zentralverband empfiehlt dennoch, Termine auszumachen. Wegen der erwartbar hohen Nachfrage nach der Wiedereröffnung dürfte es schwer werden, ohne Ankündigung einen Haarschnitt zu bekommen. Der Schutzstandard verbietet zudem Wartebereiche in den Salons. Im Zweifel müssten Kunden also vor dem Salon auf einen freien Platz warten.

Was ist, wenn ein Kunde oder Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wird?

Alle Kunden sollen ihre Kontaktdaten im Friseursalon hinterlassen. Dazu zählt nicht nur die Adresse, sondern etwa auch die Handynummer oder E-Mail-Adresse. So sollen Infektionsketten nachvollzogen und unterbrochen werden können.

Hohe Dunkelziffer

Bonn (dpa) - In Deutschland könnten sich nach Ergebnissen der sogenannten Heinsberg-Studie mittlerweile möglicherweise 1,8 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Dies ergebe eine Schätzung auf der Grundlage einer Modellrechnung, teilte die Universität Bonn am Montag mit. 

4. Mai, 8.30 Uhr:

Kommen bald weitere Corona-Lockerungen in Deutschland? 

Nach Informationen der Bild sollen Zusammenkünfte von bis zu fünf Personen wieder erlaubt werden. Das will die Zeitung aus einer Telekonferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien erfahren haben. Die Schalte war demnach eine Vorbereitung auf die Bund-Länder-Beratungen am 6. Mai.

3. Mai, 19 Uhr: 

Erstmals wieder einstellige Fallzahl in Traunstein

Traunstein - Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen 1203 bestätigte Corona-Fälle vor (drei mehr als gestern). 

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt die Kontaktpersonen aller Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit 48 Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sich zehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sieben in Traunstein und drei in Trostberg). Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 598 Personen (13 mehr als gestern). 

Damit liegt die Zahl der geheilten Personen (598) höher als die Zahl der aktiven Fälle (541).

+++ Hier finden Sie Informationen, wie sich die Coronafallzahlen in den Kreisen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein sowie in Bayern und Deutschland entwickeln.

3. Mai, 16.30 Uhr: 

43 204 Coronavirus-Fälle in Bayern registriert 

Erlangen (dpa/lby) - Die Zahl der positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getesteten Menschen ist in Bayern auf 43 204 gestiegen. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen am Sonntag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. 

Gestorben sind demnach bisher 1933 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Die Zahl der Genesenen schätzt das LGL inzwischen auf 34 230 Menschen.

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3. Mai, 11.30 Uhr: 

Seehofer gegen Urlaub in Österreich 

Nach der Ankündigung des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz, den Reisebetrieb zwischen Deutschland und Österreich möglichst rasch wieder aufnehmen zu wollen, hat nun Innenminister Horst Seehofer sich deutlich gegen diese Pläne ausgesprochen. Solange das Virus keinen Urlaub mache, müssten auch die Menschen sich in ihren Reiseplänen einschränken, so Seehofer zur „Bild“-Zeitung.

3. Mai, 10.30 Uhr: 

Schulgebäude füllen sich schrittweise wieder - Ungewissheit bleibt 

Hunderttausende Kinder und Jugendliche in Deutschland gehen an diesem Montag zum ersten Mal seit Wochen wieder in die Schule. Wie es für die restlichen Schüler weitergeht, bleibt in den meisten Bundesländern aber noch offen.Ein Präsenzunterricht im Schulgebäude ist erst einmal nur für einzelne Jahrgänge vorgesehen.

Eine Maskenpflicht für alle Schüler fordert eine Initiative aus Prutting – und wendet sich damit an Kultusminister Michael Piazolo. Aufhänger: Der Unterricht an der FOS/BOS Rosenheim.

2. Mai, 19 Uhr: 

Demonstrationen gegen Kontaktbeschränkungen 

Berlin (dpa) -Gegen die Ausgangsbeschränkungen der Bundes- und Staatsregierung und für diverse Verschwörungstheorien protestierten Teilnehmer einer Demo in Waldkraiburg am 1. Mai. 

Auch in Berlin haben am Samstag erneut zahlreiche Menschen gegen die Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie demonstriert. Am Samstagnachmittag waren nach Angaben einer Polizeisprecherin bis zu 300 Menschen zur gleichen Zeit auf dem Rosa-Luxemburg-Platz in Mitte. 

Mehrere tausend Menschen haben nach Veranstalterangaben in Stuttgart gegen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus demonstriert. 

2. Mai, 13 Uhr:  

Für Impfstoff fehlen 8 Milliarden Euro 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu einer internationalen Zusammenarbeit bei der Suche nach Medikamenten und Impfstoffen für die Eindämmung von Corona-Infektionen aufgerufen.

"Heute fehlen für die Entwicklung eines Impfstoffes noch geschätzt acht Milliarden Euro", sagte die Kanzlerin in ihrer wöchentlichen Videoansprache (Podcast). 

2. Mai, 11 Uhr:  

Corona-Verstöße - Durchsuchung bei medizinischer Einrichtung

Schaufling (dpa/lby) - Wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung im Zusammenhang mit einem Corona-Fall hat die Polizei eine medizinische Einrichtung in Niederbayern durchsucht. Es handele sich um ein umfangreiches Ermittlungsverfahren, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern am Freitagabend mit. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf und die Kripo Straubing ermittelten demnach unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in einem Fall sowie fahrlässiger Körperverletzung in einem weiteren Fall gegen die Einrichtung in Schaufling (Landkreis Deggendorf).

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2. Mai, 10.45 Uhr: 

Leere Hütten, Brotzeit to go

Ob und wann die Berghütten öffnen können, ist unklar. Beim Deutschen Alpenverein (DAV) heißt es, man warte auf die Entscheidungen der Politik in Bayern, aber auch in Österreich. Eine internationale Arbeitsgruppe habe Vorschläge erarbeitet, wie eine Öffnung und ein Sommerbetrieb mit sehr viel Abstand aussehen könnte, so DAV-Sprecher Thomas Bucher. "Wir hoffen darauf, dass die Hütten öffnen können."

Derzeit sind alle 321 bewirtschafteten und öffentlich zugänglichen DAV-Hütten in Deutschland und Österreich zu - zumeist allerdings unabhängig vom Coronavirus. Um diese Jahreszeit sind viele Hütten saisonbedingt geschlossen; im Hochgebirge öffnen sie teils erst im Juni. Auch die Almen sind noch nicht bewirtschaftet.

Getränke und Essen zum Mitnehmen könnten Hütten und Almbauern nach den behördlichen Regelungen jetzt schon verkaufen. Ein paar Hütten denken darüber nach.

1. Mai, 18 Uhr:

Söder: Besuche an Muttertag 

In gut einer Woche ist Muttertag - und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will den Bayern offenbar Besuche gestatten.  

Besuchsmöglichkeiten für Mütter und Großmütter zu schaffen, das sei ihm wichtig, so Söder im BR-Fernsehen. Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) warnt: Bewohner von Pflegeheimen seien höchst gefährdet, Lockerungsübungen beim Besuchsverbot seien verantwortungslos.

1. Mai, 17.20 Uhr: 

Erstmals keine Neuinfektion im Landkreis Mühldorf bekannt

Mühldorf – Zum ersten Mal, seit die Corona-Pandemie den Landkreis erreicht hat, gibt es einen Tag ohne gemeldete Neuinfektion. Das teilte Landratsamtssprecherin Karin Huber gestern Nachmittag mit. Damit liegt die Zahl der bekannten Corona-Infektionen weiter bei 463 Fällen. Die Zahl der Menschen, die wieder gesund geworden sind, beziffert das Gesundheitsamt auf 288.

Der wöchentliche Blick auf die Verteilung im Landkreis zeigt, dass es die meisten Fälle in den Städten Mühldorf, Waldkraiburg und Neumarkt-St. Veit gibt, dazu in der Gemeinde Ampfing. Den höchsten prozentualen Wert erreichen aber Taufkirchen und Kraiburg. Nur in diesen beiden Gemeinden wird in der Zahl der Fälle auf 1000 Einwohner ein zweistelliger Wert erreicht, Kraiburg hatte mit fünf neuen Fällen auch den höchsten Zuwaachs in der letzten Woche. Die benachbarte Gemeinde Jettenbach ist dagegen coronafrei. hon

+++ Hier finden Sie Informationen, wie sich die Coronafallzahlen in den Kreisen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein sowie in Bayern und Deutschland entwickeln.

1. Mai, 13 Uhr: 

Hälfte der Coronainfizierten im Raum Rosenheim gilt als genesen

Im Bereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind bisher insgesamt 2510 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. 

Mittlerweile wurde bei mindestens 1094 Personen eine Genesung dokumentiert. 158 Personen sind an der Erkrankung gestorben. Die Daten beruhen auf den Meldedaten nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 30. April 2020 (Stand 18 Uhr).

1. Mai, 11 Uhr

Orte ohne neuen Maibaum - Kran als Hilfe in Corona-Zeiten 

München/Traunstein (dpa/lby) - In vielen Orten Bayerns bleibt der Dorfplatz heuer erst einmal leer. Wegen der Corona-Krise konnten am 1. Mai nicht wie sonst neue Maibäume aufgestellt werden. Zum traditionsgerechten Aufstellen mit Muskelkraft sind an die Hundert Helfer oder mehr nötig - keine Option in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und hohem Ansteckungsrisiko.

In einigen wenigen Gemeinden rückte ersatzweise ein Kran an. 

In Unterwössen und Oberwössen im Landkreis Traunstein wurde am Freitag neue Bäume auf diese Art aufgerichtet - ohne Publikum und ohne Maifeier, geklaut von den Staudach-Egerndachern, die ihn den Schlechingern gestohlen hatten. 

Ausgehandelt wird die Ablöse des Maibaums beim Fest, das, wenn es erlaubt ist, nachgeholt wird. 

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30. April, 17 Uhr: 

Angela Merkel verkündet Lockerungen 

Bund und Länder planen Lockerungen in der Coronakrise. Unter anderem sollen Spielplätze und Zoos in Deutschland öffnen dürfen. Die Beschlüsse wurden heute in einer Videoschalte zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten beschlossen. Bekannt wurde bereits, dass Spielplätze öffnen sollen und eine Entscheidung über eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison erst nächste Woche erwartet wird.

Coronavirus: Welche Beschränkungen jetzt gelten – und wo gelockert wird 

Weitere Ergebnisse werden von Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und auch Hamburgs Oberbürgermeister Peter Tentschner verkündet. Das "Hochfahren des öffentlichen Lebens", so Merkel, soll bundesweit möglichst einheitlich ablaufen. Ziel ist und bleibt, dass allen Menschen die bestmögliche gesundheitliche Versorgung zur Verfügung stehe.

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30. April, 17 Uhr: 

Testergebnisse für Asylbewerberunterkunft in Bad Aibling sind da 

Pressemitteilung des Landratsamtes Rosenheim

In der Asylbewerberunterkunft in Bad Aibling sind insgesamt 36 der 84 Bewohner mit dem Corona-Virus infiziert. Nachdem zunächst bei zwei Bewohnern positive Befunde vorlagen, wurden auch die restlichen Bewohner der Unterkunft auf eine Infektion mit COVID-19 untersucht. Alle Bewohner wurden gestern (Mi. 29.04.20) über ihre Testergebnisse informiert. In der kommenden Woche werden die bisher negativ getesteten Bewohner erneut abgestrichen. Wenn diese Ergebnisse vorliegen, wird über eine Verlängerung der Quarantäne entschieden. Die nach Auftreten der ersten beiden Fälle verhängte Quarantäne über die Asylunterkunft in Bad Aibling gilt zunächst bis einschließlich 6. Mai.

30. April, 14.30 Uhr: 

Gesundheitsamt Rosenheim meldet 17 neue Fälle

In einer Pressemitteilung hat das Gesundheitsamt Rosenheim mitgeteilt dass am 29. April 17 neue Corona-Fälle gemeldet wurden. Insgesamt sind es nun in Stadt und Landkreis Rosenheim 2477 Fälle von COVID-19. Mittlerweile wurde bei mindestens 1062 Personen eine Genesung dokumentiert. 147 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben.

Von den Verstorbenen waren 6 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 279 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 39 Patienten auf einer Intensivstation.

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Update 30. April, 14 Uhr

Schulen und Kindergärten ein Infektionsherd?

Es ist eine der großen Fragen im Zuge der Corona-Pandemie: Welche Ansteckungsgefahr geht von Kindern aus? Nun gibt es eine erste Analyse in Deutschland. Dabei kommt heraus: Die Zahl der Viren, die sich in den Atemwegen nachweisen lässt, unterscheide sich bei verschiedenen Altersgruppen nicht, berichten Forscher um den Virologen Christian Drosten von der Berliner Charité in einer vorab veröffentlichten und noch nicht von unabhängigen Experten geprüften Studie. 

Update 30. April, 13.40 Uhr

Spielplätze sollen wieder öffnen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht am Nachmittag in die Beratungen mit den Regierungschefs der Länder zur Corona-Krise. Laut Deutscher Presseagentur geht sie mit diesen Empfehlungen des Bundes in die Beratungen:

- Entscheidungen zu weiteren größeren Öffnungsschritten sollen erst am 6. Mai fallen. Derzeit könne man kaum beurteilen, wie sich die bisherigen Lockerungen auf das Infektionsgeschehen auswirkten.

- Spielplätze sollen wieder öffnen. Eltern sollen dafür verantwortlich sein, dass ihre Kinder die Hygieneregeln einhalten.

- Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

- Gottesdienste und Gebetsversammlungen sollen wieder zugelassen werden - unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

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Update 30. April, 12.50 Uhr

Simsseer Wirts-Ehepaar äußert sich auf Facebook über Zukunftssorgen

Für die Gastronomie bedeuten die Ausgangsbeschränkungen durch die Corona-Pandemie vor allem eines: nichts geht mehr. Die Wirtsstuben müssen wegen geschlossen bleiben. Manche Gastronomen versuchen durch Liefer- oder Abholdienste die Einbußen zu verringern. Doch viele in der Branche plagt die Angst vor der Zukunft. Nun hat ein Simsseer-Wirts-Ehepaar auf seiner Facebook-Seite einen Brief veröffentlicht. Darin wird deutlich: Die Sorge, insbesondere um die Rente, ist groß.

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Update 30. April, 11.35 Uhr

Stadt Rosenheim antwortet auf Anzeige wegen Starkbierfest

Die Stadt Rosenheim hat sich zur Anzeige gegen sich geäßert.  Ein Landtagsabgeordneter hatte sie wegen der Genehmigung des Starkbierfestes gestellt. Pressesprecher Thomas Bugl meint dazu: „In einem demokratischen Rechtsstaat hat jeder Bürger die Möglichkeit, staatliches Verwaltungshandeln gerichtlich überprüfen zu lassen. Das ist gut und richtig so. Dieses Recht gilt selbstverständlich auch für Mitglieder des Bayerischen Landtags." Zu einem Vorwurf durch den Landtagsabgeordneten sagt Bugl es handele sich um eine "infame Behauptung", die "gegen alle Regeln des politischen Anstands“ verstoße.

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Update 30. April, 11 Uhr

RKI korrigiert Reproduktionszahl nach unten

Berlin - In einer Pressekonferenz hat der Leiter des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wiler, die sogenannte Reproduktionszahl nach unten korrigiert, Noch vor wenigen Tagen hatte das Institut informiert, die Zahl der Menschen, die ein mit dem Coronavirus Infizierter ansteckt, liege wieder bei 1. Dieser Wert gilt als kritisch bei der Ausbreitung des Virus. Wieler teilte mit, neue Berechnungen hätten eine Reproduktionszahl von 0,76 ergeben.

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Update 30. April, 10 Uhr

Ministerpräsident Söder wart vor zu schnellen Lockerungen

Ministerpräsident Markus Söder hat sich in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk zurückhaltend im Hinblick auf schnelle Lockerungen geäußert. Er sehe die Gefahr einer zweiten Infektionswelle bei zu schnellem Vorgehen. Gleichwohl sehe er die Situation von Familien als wichtige Frage, ebenso den Umgang mit älteren Menschen in der Corona-Krise. Eine Normalisierung des sozialen Miteinanders hänge vom Infektionsgeschehen ab.

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Update 30. April, 9.30 Uhr

Kanzleramtschef kündigt Verlängerung der Kontakt einschränkungen an

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am heutigen Donnerstag (30. April) mit den Regierungschefs der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Es soll unter anderem darum gehen, inwiefern Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen wieder stattfinden können.

Vorab hat sich nun Kanzleramtschef Helge Braun geäußert, wie mit den Kontaktbeschränkungen weiter verfahren wird. Gegenüber RTL/n-tv sagte er, die Maßnahmen würden bis zum 10. Mai verlängert. Bislang galten sie bis 3. Mai.

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Update 29. April, 20.30 Uhr

Stabübergabe in Krisenzeiten Rosenheim 

Diese Übergabe dürfte in die Rosenheimer Stadtgeschichte eingehen: Am Freitag übernimmt Andreas März (CSU) mitten in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg die Amtskette des Rosenheimer Oberbürgermeisters von Gabriele Bauer. Bauer, die 18 Jahre lang die Geschicke der Stadt leitete, sieht ihren Abschied von Corona und den Folgen überschattet. Besonders arg: Die Absage des Rosenheimer Herbstfestes drei Tage vor dem Ende ihrer Amtszeit. 

Update 29. April, 18 Uhr

Absage des Herbstfestes als "Todesstoß" für Gastronomen?

Die Absage des Rosenheimer Herbstfestes ist für viele Gastronomen und Schusteller ein Schock. Ihnen stehen wirtschaftliche Einbußen ins Haus. Manch einer spricht von einem "Todesstoß" falls es keine Hilfen gibt.

Andere hoffen unterdessen auf eine Alternative zum Herbstfest. Unterdessen wurde die Stadt Rosenheim wegen der Absage auch angezeigt.

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Update 29. April, 17.45 Uhr

Traunstein verzeichnet 23 Corona-Infizierte mehr

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 1147 bestätigte Corona-Fälle vor (23 mehr als gestern). In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 56 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich acht Patienten in intensivmedizinischer Betreuung. Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 461 Personen (38 mehr als gestern).

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Update 29. April, 16.05 Uhr

Bundesregierung erwartet schwere Rezession

Die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden auch wirtschaftliche Folgen haben - so viel war wohl allen schon länger klar. Nun aber nennt die Bundesregierung konkrete Zahlen, wie sie die Entwicklung der Konjunktur einschätzt.

Sie erwartet in ihrer Frühjahrsprojektion, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 6,3 Prozent sinkt, wie die dpa aus Koalitionskreisen erfuhr. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Dies wäre ein stärkerer Wirtschaftseinbruch als in der weltweiten Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren. Erst 2022 wird laut Prognose das Niveau vor der Corona-Krise erreicht werden.

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Update 29. April, 14.55 Uhr

Zahl der Corona-Genesenen im Kreis Rosenheim bei mindestens 1.001

Am Dienstag, 28. April, wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 26 neue Fälle von Corona-Infektionen gemeldet, so dass bisher insgesamt 2461 Fällein Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 1001 Personen eine Genesung dokumentiert.

137 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren sechs Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 83 Jahre alt. 281 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 41 Patienten auf einer Intensivstation.

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Update 29. April, 12.40 Uhr

Rosenheimer Stadtspiel findet vorerst nicht statt

Kulturschaffende sind von der Corona-Krise besonders betroffen. Das gilt auch für Amateurtheater in der Region. Das Rosenheimer Stadtspiel muss nun auch wegen des Coronavirus seinen geplanten Termin absagen. Allerdings hat Horst Rankl, Leiter des Theater Rosenheim, eine Hoffnung: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Rosenheimer haben bereits alternative Pläne.

Horst Rankl, der auch Präsident des Verbands Bayerischer Amateurtheater ist, zeigt sich insgesamt aberbesorgt um die Situation der Amateurtheater in Bayern. Er hat deshalb einen Brief an das Ministerium gerichtet.

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Update 29. April, 12.30 Uhr

Priener Gewerbeverband will Gastro-Personal helfen

Der Gewerbeverein PrienPartner vermittelt jetzt Minijobs für Mitarbeiter von Hotels und gastronomischen Betrieben, die Corona-bedingt in Kurzarbeit sind und vorübergehend dringend zusätzliche Einnahmemöglichkeiten brauchen. In einer Rundmail an die Mitgliedsbetriebe haben die PrienPartner aufgerufen, Bedarf an Minijobbern per Mail an info@prienpartner.de zu melden. 

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Update 29. April, 11.15 Uhr

Weiterhin keine Auslandsreisen erlaubt

Der Osterurlaub entfiel dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie für die Bundesbürger. Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, wurden in Deutschland Ausgangsbeschränkungen verhängt und Hotels und Gaststätten geschlossen. Außerdem gab es eine Reisewarnung. Urlaub im Ausland ist damit unmöglich.

Nun hat das Auswärtige Amt diese Warnung verlängert und die Regierung folgt dieser Empfehlung. Das hat Auswirkungen auf geplante Reisen an Pfingsten und in den Sommerferien.

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Update 29. April, 10.50 Uhr

Angst vor Corona-Infektion sollte nicht vom Zahnarzt-Besuch abhalten

München – Die Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK) und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Bayerns (KZVB) appellieren an Patienten, derzeit keine Zahnarzt-Termine aufzuschieben. Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus sollte die Menschen nicht davon abhalten, Termine einzuhalten und zu vereinbaren. Warum die beiden Berufsverbände entwarnen können, lesen Sie hier.

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Update 29. April, 9.35 Uhr

Magier Roy Horn mit Coronavirus infiziert

Als Magier-Duo Siegfried & Roy wurden Roy Horn und der aus Rosenheim stammende Siegfried Fischbacher weltbekannt. Nun hat der Sprecher der beiden Künstler bestätigt, dass Roy Horn mit dem Coronavirus infiziert ist. 

Wie es Roy Horn geht, und was die beiden Künstler den Betroffenen der Corona-Pandemie wünschen,lesen Sie hier.

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Update 28. April, 18.30 Uhr

Antikörper-Tests für RKI in Rosenheim?

Stadt und Landkreis Rosenheim sind weiterhin im Rennen für eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts. Das Berliner Institut wird in den kommenden Wochen vier Corona-Hotspos aufsuchen, für eine Studie, bei der auch so genannte Antikörper-Tests zum Tragen kommen sollen.

Sicherer Anwärter ist der Hohenlohe-Kreis in Baden-Württemberg, bei dem ein Kirchenkonzert eine besonders dynamische Entwicklung ausgelöst haben soll. "Rosenheim ist ebenfalls ein Anwärter", bestätigte die Seuchenforschungseinrichtung in Berlin. Für ihre Studie werden Wissenschaftler des RKI bei einer bestimmten Anzahl von Probanden Abstriche vom Rachenraum nehmen und außerdem das Blut auf Antikörper untersuchen.

Antikörpertests bringen wesentlich schneller Ergebnisse. Nachteil: Sie sind nicht so zuverlässig. So beweist der Nachweis von Antikörpern nicht zwingend, dass der Proband tatsächlich mit dem neuen SARS-CoV-2 infiziert gewesen war; ein Grippevirus kann in bestimmten Fällen das Ergebnis verfälschen. 

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Update 28. April, 18 Uhr

Stadt Rosenheim teilt Absage des Herbstfestes mit

Paukenschlag in Rosenheim: In einer Pressemitteilung hat die Stadt Rosenheim am Dienstagabend bekannt gegeben, dass das Herbstfest 2020 nicht stattfindet. Mehr über die Hintergründe der Entscheidung lesen Sie hier.

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Update 28. April, 17 Uhr

Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 10. Mai

München (dpa/lby) - Bayern verlängert die in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 10. Mai. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden. "Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai verlängert werden, zugestimmt", teilte die Staatskanzlei mit. Vom 4. Mai an sollen aber einzelne Lockerungen gelten. Beispielsweise sind dann öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt.

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Update 28. April, 16.42 Uhr

Quarantäne von Asylbewerberunterkünften muss verlängert werden

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Die am 11. April verhängte Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft in der Karlsbader Straße muss um 14 Tage verlängert werden. Dies ist das Ergebnis der laufenden Testreihen bei den Bewohnern der Einrichtung auf das Corona-Virus. Wie berichtet leben in der Unterkunft 60 Asylbewerber. Davon waren bei der erstmaligen Verhängung der Quarantäne 17 positiv getestet. Derzeit sind es noch zwei Personen.

Auch die Quarantäne über die Asylbewerberunterkunft der Regierung von Oberbayern in der Äußeren Oberaustraße mit insgesamt 200 Bewohnernmuss um weitere 14 Tage verlängert werden. Waren bei der erstmaligen Verhängung der Quarantäne am 13. April zwei Bewohner positiv auf das Virus getestet, sind es aktuell 32 bei 175 Getesteten

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Update 28. April, 14.15 Uhr

In Bayern ab 4. Mai wieder gemeinsame Gottesdienste

München (dpa/lby) - Die Staatsregierung hat trotz der andauernden Corona-Krise Besuche von öffentlichen Gottesdiensten in Bayern ab dem4. Mai wieder unter strengen Auflagen erlaubt. Das Kabinett sei zu der klaren Entscheidung gekommen, dass mit entsprechenden Maßgaben wieder Gottesdienste ermöglicht würden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei in München.

Das Kabinett beschloss eine entsprechende Lockerung der seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkungen im Freistaat für alle Glaubensgemeinschaften. Bei den Gottesdienstbesuchen müssen demnach allerdingsviele Auflagen beachtet werden, damit die Ansteckungsgefahr vertretbar bleibt: Mundschutz, Mindestabstand von zwei Metern, Hygiene-Konzepte in den Kirchen und je nach Größe des Versammlungsortes auch Obergrenzen für Besucherzahlen.

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Update 28. April, 14.05

Vor den Sommerferien zurück in die Schule - mit Änderungen

Berlin (dpa) - Trotz Corona-Beschränkungen sollen alle Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen können. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Konzept vor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Jede Schülerin und jeder Schüler soll bis zu dem Beginn der Sommerferien tage- oder wochenweise die Schule besuchen können", steht in dem Papier, über das Bund und Länder an diesem Donnerstag beraten sollen.

Einen uneingeschränkten regulären Schulbetrieb für die rund elf Millionen Schüler in Deutschland wird es vor den Sommerferien laut Kultusministerkonferenz (KMK) aber nicht geben. 

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Update 28. April, 13.10 Uhr

Ministerpräsident Söder informiert in Pressekonferenz über mögliche Lockerung

München - Ministerpräsident Söder hat bei einer Pressekonferenz Lockerungen der Corona-Einschränkungen bekannt gegeben und nahm dabei auch Bezug auf Österreich. Man liege im Vergleich zwei Wochen hinter den Nachbarn. 

So habe Österreich habe Lockerungen für die Gastronomie für Ende Mai vorgesehen, die hiesige Gastronomie könne mit Pfingsten als möglichen Zeitpunkt einer Lockerung rechnen. 

Söder ging auch auf die Situation von Familien ein. Er sagte, die Kleinsten bräuchten dringender Betreuung außerhalb des Elternhauses als größere Kinder und Jugendliche. Unter anderem brachte er ins Spiel, dass Familien bei der Betreuung zusammenhelfen dürften. 

Der Ministerpräsident sprach weiter die Belastung an, der Senioren ausgesetzt sind, wenn sie keine Besuche bekommen. Auch für diese Bevölkerungsgruppe werde über eine Lockerung nachgedacht.

"Ich weiß, dass die Stimmung in der Bevölkerung sehr unterschiedlich ist. Wir müssen einen klugen Weg finden", sagte Söder. Er wolle einAuf und Ab bei den Infektionsszahlen vermeiden. "Offenheit statt Sturheit", laute sein Motto. Er wolle ein Vorgehen Schritt für Schritt, ein behutsames Vorgehen. 

Mit einer zweiten Welle der Infektionen rechne er jedoch.

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Update 28. April, 10.55 Uhr

Navigationsapps zeigen Corona-Einschränkungen - Wie Bayern abschneidet

Daten von Google und Apple zeigen, was jeder von uns in den vergangenen Wochen erfahren hat: Die Ausgangsbeschränkungen haben sich massiv auf unseren Alltag ausgewirkt. Deutlich abzulesen ist das an der Auswertung von Daten sogenannter Navigationsapps.

Daraus lässt sich abbilden, wie viel weniger sich die Menschen durch die Einschränkungen des Alltags wegen der Corona-Pandemie bewegen.Weniger Fahrten zum Arbeitsplatz, keine Wege mehr zur Schule oder Kita. Der Einbruch ist deutlich abzulesen.

Besonders interessant: Die Daten lassen einen Vergleich Bayerns mit anderen Teilen der Welt zu. So lassen sich unter anderem Großstädte miteinander vergleichen.

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Update 28. April, 9.20 Uhr

Keine Ausgangsbeschränkungen mehr in Österreich

Wien - Ab dem kommenden Freitag, 1. Mai, gelten in Österreichdie geltenden Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht mehr. Dies teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am heutigen Dienstag mit.

Die seit sieben Wochen geltenden Veränderungen bleiben im Nachbarland allerdings in einer Hinsicht bestehen: Ab dem 1. Mai sei ein Mindestabstand von einem Meter zu Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, nötig.

Der österreichische Gesundheitsminister verwies auf Erfolge im Kampf gegen die Pandemie. Der Reproduktionsfaktor - die Zahl, wie viele Personen ein Infizierter ansteckt - liege bei 0,59 und damit so niedrig wie noch nie. In der Bundesrepubik ist sie jüngst wieder über 1,0 angestiegen.

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Update 28. April, 9.07 Uhr

Corona-Ansteckungsrate steigt wieder - jetzt bei 1,0

Berlin (dpa) - Die Ansteckungsrate mit dem neuartigen Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts wieder gestiegen. Laut der am Montagabend veröffentlichten RKI-Statistiksteckt jeder Infizierte nunmehr wieder einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate liegt bei 1,0 (Stand 27. April 0 Uhr).

Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen. Anfang März lag die wichtige Kennziffer noch bei drei, am 8. April bei 1,3, in den vergangenen Tagen bei 0,9 - jeweils mit einer gewissen Schwankungsbreite. Die Kennzahl gibt an, wie viele Menschen eine erkrankte Person im Durchschnitt infiziert.

Das RKI hat immer wieder betont, um die Epidemie abflauen zu lassen, müsse diese Reproduktionszahl unter 1 liegen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Zuge der Ankündigung erster Lockerungen bei Corona-Maßnahmen deutlich gemacht, dass schon vermeintlich kleine Änderungen der Reproduktionszahl erhebliche Folgen haben können.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 114.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

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Update 27. April, 18 Uhr

Alle Läden sollen wieder öffnen – auch die über 800 qm

München (dpa/lby/red) - Nach einer scharfen Rüge des Verwaltungsgerichtshofs lockert die Staatsregierung ihre Einschränkungen für den Einzelhandel: Auch große Geschäfte können ab sofort wieder öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken. Das Gesundheitsministerium änderte am Montag die bisherige Linie, der zufolge diese Läden mit wenigen Ausnahmen gar nicht öffnen durften. "Wenn derartige Geschäfte öffnen, nachdem sie - zum Beispiel durch Absperrungen - die tatsächlich für Kunden zugängliche Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter begrenzt haben, wird dies ab sofort nicht mehr beanstandet", sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag auf Anfrage.

Zuvor hatte das höchste bayerische Verwaltungsgericht die Vorschrift als verfassungswidrig kritisiert, weil die Geschäfte in bestimmten Branchen wie dem Buchhandel auch mit mehr als 800 Quadratmeter Fläche öffnen durften. Darin sehen die Richter einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz. "Bei der nächsten Änderung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werden wir zudem klar festlegen, dass ein entsprechendes Vorgehen zulässig ist", sagte Huml.

Das dürfte  entscheidend für einen aktuellen Streit in Wasserburg sein dürfte. Dort hat das Innkaufhaus Ärger mit dem Landratsamt. Kurz nach der Wiedereröffnung nach dem Corona-Lockdown  schloss die Polizei das Geschäft wieder – mit Hinweis auf eine nicht zulässige Größe. 

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Update 27. April, 14.48 Uhr

72 neue Corona-Infizierte in Region Rosenheim

Das Gesundheitsamt Rosenheim hat die aktuellen Zahlen der Corona-Infektionen bekanntgegeben. Vom 24. April bis zum 27. April wurden dem Gesundheitsamt 72 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2423 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind.

Mittlerweile wurde bei mindestens 917 Personen eine Genesung dokumentiert. 133 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren sechs Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 83 Jahre alt. 295 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 45 Patienten auf einer Intensivstation.

Seit dem 6. April sinkt die Zahl der Neuerkrankungen der jeweils letzten sieben Tage. „Aus den Daten ergibt sich, dass sich der Trend der abnehmenden Fallzahlen und die Unterbrechung der Infektionsketten verstetigt hat.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.


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Update 27. April, 13.20 Uhr

Gericht kassiert Schließung großer Läden, doch sie bleiben zu

München (dpa) - Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen das wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Montag mit.

Unmittelbare praktische Folgen hat die Entscheidung aber nicht. Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der Pandemie-Notlage "ausnahmsweise"nicht außer Kraft, wie es in der Mitteilung hieß. Stattdessen beschränkte sich der 20. Senat darauf, die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz festzustellen. Das Gericht entschied vorläufig über den Eilantrag eines Einzelhändlers mit Warenhäusern in Bayern, Berlin und Hamburg. Diese überschreiten teilweise die Grenze von 800 Quadratmetern. Ein umfassendes Urteil in der Sache steht noch aus. Ein Zeitpunkt dafür ist derzeit nicht absehbar.

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Update 27. April, 12.45 Uhr: 

"Familie im Mittelpunkt" 

Twitter 

Bayern will in der kommenden Zeit den Fokus vor allem auf die Situation der Familie legen, so Ministerpräsident Söder in einer aktuellen Pressekonferenz des CSU-Parteivorstands. Man wolle dazu schon kommende Woche entsprechende Konzepte vorlegen. Dabei gehe es darum, den Blick auf die Einsamkeit der Älteren zu legen. Aber auch, "dass jeder Schüler bis zu den Pfingstferien zumindest einmal in der Schule war". 

Man wolle die Rückkehr in den Schulalltag "ganz langsam, vorsichtig" und "unter maximalen Schutzmaßnahnen" durchführen. Beim Thema Kita werde man nochmals prüfen, wie stark kleine Kinder von einem Infektionsrisiko betroffen seien. Gefragt seien dabei in der Folge dann flexible Konzepte wie zum Beispiel private Eltern-Kind-Gruppen von nur zwei Familien, die offiziell eingetragen seien. Somit blieben Infektionsketten nachvollziehbar. 

Neustart für die Wirtschaft

Das Wirtschaftsprogramm, das Bayern in der Coronakrise aufgelegt habe, sei das größte, das Bayern seit dem 2. Weltkrieg aufgelegt habe. Doch auch hier wolle man nachbessern, so Söder: Die Hilfe solle zügiger voranschreiten und die Haus- und Förderbanken bei der Kreditvergabe besser ineinandergreifen. Eine dauerhafte Verstaatlichung strauchelnder Großunternehmen wie der Lufthansa sei nicht geplant, man wolle dennoch mit allen Mitteln unter die Arme greifen. 

Man nehme den Begriff "Freistaat Bayern" ernst, so der Ministerpräsident.  Dennoch müsse man sich mit Blick auf andere Regionen wie zum Beispiel in Schweden, bewusst sein: "Wir haben total Glück gehabt". Nun dürfe man den Vorsprung nicht "verstolpern". 

Update 27. April, 12.30 Uhr

Söder äußert sich zu Lockerungen für die Gastronomie

München (dpa) - Es ist nicht das, was sich Bayerns Gastronomen wünschen: Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich in einer Videoschalte des CSU-Parteivorstands zu einer Wiedereröffnung der Gastronomie geäußert. Er hält sie erst ab Ende Mai für denkbar. Das sagte er nach Teilnehmerangaben am Montag in einer Videoschalte des CSU-Parteivorstands.

Söder verteidigte dabei den bisherigen Kurs im Kampf gegen das Coronavirus und mahnte weiterhin zu nur vorsichtigen Lockerungen. Die bisherige Strategie, Inhalt und Zeitpunkt, seien richtig gewesen. Man müsse nun weiterhin langsam, behutsam und vorsichtig agieren - aber mit Perspektiven. Es dürfe bei den Lockerungen keinen Überbietungswettbewerb geben.

Die CSU-Spitze ging in der Videoschalte deutlich auf Distanz zum nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU). Dieser hatte am Sonntagabend in der ARD beklagt, dass Virologen alle paar Tage ihre Meinung änderten. Das führe zu Verunsicherung.

Söder sagte ganz grundsätzlich, ohne Laschet namentlich zu nennen: "Es wäre falsch, nicht auf Virologen zu hören, denn sie haben uns bisher gut beraten." CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ging Laschet dagegen frontal an: Was Laschet mache, könne schädlich sein, sagte Dobrindt nach Teilnehmerangaben. Man dürfe sich nicht einfach von wissenschaftlichen Erkenntnissen entfernen. Vielmehr müsse man mit den Virologen agieren und nicht gegen sie, mahnte Dobrindt.

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Update 27. April, 11.40

Wenn die Tochter in den Videocall mit der Kanzlerin kommt

Daniela Ludwig geht es als Bundestagsabgeordneter und Mutter wie vielen berufstätigen Eltern: Der Alltag zwischen Arbeit und Familie hat sich verändert. Vieles passiert nun im Homeoffice.

Und das hat es in sich, wie viele Eltern nach mehreren Wochen der Corona-Schließung von Kindertagesstätten und Schulen wissen. Das weiß auch die in Kolbermoor lebende Politikerin. Den OVB-Heimatzeitungen hat sie von ihrem Corona-Alltag erzählt. Da kann es schon mal passieren dass ihreTochter in den Videocall mit der Kanzlerin kommt.

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Update 27. April, 11.05 Uhr

Warum die Corona-Krise Zahnärzte besonders hart trifft

Sie kommen Patienten nah, die während der Behandlung auf keinen Fall einen Atemschutz tragen können. Dass Zahnärzte und Personal in deren Praxen während sie Patienten helfen, einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, liegt nah.

Viele Praxen fahren nur noch Notbetrieb. Viele Zahnärzte, auch Zahnmediziner aus der Region Rosenheim, sehen sich bei etwaigen Hilfen im Stich gelassen.

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Update 26. April, 17.54 Uhr

Abschlussklassen gehen ab morgen wieder in die Schule

München (dpa/lby) - Nach einer Pause von sechs Wochen beginnt für einige Klassen im Freistaat am Montag wieder die Schule mit Präsenzunterricht. Los geht es zunächst für die Schüler, bei denen ein Abschluss ansteht - also Abitur, Mittlere Reife, Qualifikation oder ein berufsbildender Abschluss.

Regulären Unterricht gibt es aber trotz der allmählichen Öffnung wohl erstmal nicht: Spezielle Stundenpläne, kleine Klassen, Hygiene- und Abstandsregeln - all das wird die Lern- und Lehratmosphäre ab Montag beeinflussen. Der Fokus liegt außerdem klar auf den Kern- und Prüfungsfächern, alles andere soll nur nach Möglichkeit unterrichtet werden.

Alle Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Schulunterrichts in Bayern haben wir hier für Sie zusammengefasst.

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Update 26. April, 15.23 Uhr

Mehr Notbetreuung in Kitas und Schulen

München

(dpa/lby) - Die Notbetreuung von Kindern in Bayern wird ab Montag ausgebaut. Die notwendigen Antragsformulare seien online abrufbar, teilte das Familienministerium mit. Die neue Regelung für Kitas und Schulen soll vor allem

erwerbstätige Alleinerziehende entlasten

. Auch wenn nur ein Elternteil in einem sogenannten systemkritischen Beruf arbeitet, kann das Kind nun beaufsichtigt werden. "Ich freue mich, dass wir die Notbetreuung erweitern konnten", bekräftigte Kultusminister Michael Piazolo (FW) am Sonntag.

Unterrichtende Lehrer, Steuer- und Rechtsberater sowie Seelsorger haben ab Wochenbeginn ebenfalls Anspruch auf eine Notbetreuung für ihre Kinder. Voraussetzung sei aber immer, dass das Kind nicht von einer volljährigen Person im Haushalt beaufsichtigt werden könne, betonten Familien- und Kultusministerium.

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Pauline-Thoma-Schule in Kolbermoor: Abschlussklassen starten

Nach einer Handreichung des Familienministeriums wird Erzieherinnen und Erziehern ein Mund-Nasen-Schutz empfohlen, wenn sie zu den Kindern in bestimmten Situationen keinen Abstand von 1,5 Meter einhalten können. Auch der Kontakt zu den Eltern soll in der Notbetreuung möglichst reduziert werden. Eine grundsätzliche Öffnung von Kindergärten, Kitas und Schulen ist noch nicht absehbar.

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Update 26. April, 13.21 Uhr

Trotz offener Läden: Krise trifft die Bäcker hart

Die Bäckereien dürfen verkaufen. Dennoch trifft sie die Coronakrise hart, sagen einige Rosenheimer Bäcker. Denn ihnen brechen mehrere Umsatz-Standbeine weg. Nicht zuletzt der fehlende Cafébetrieb, den viele Bäckerein sonst haben, bedeutet einen beträchtlichen wirtschaftlichen Schaden.

Bislang sind staatliche Hilfen noch nicht angekommen. „Im Mai aber muss das Geld fließen, sonst wird es wirklich eng", warnt der Rosenheimer Innungsobermeister. Sonst werde es einige Bäckereibetriebe bald nicht mehr geben.

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Update 26. April, 11.54 Uhr

Militärkontrollen am Hechtsee

Malerisch liegt der Hechtsee in den Bergen bei Kiefersfelden. Ein beliebtes Ausflugsziel für deutsche Spaziergänger. Das Problem nur: Der Hechtsee liegt auf Tiroler Seite - also in Österreich. Im Kampf gegen das Coronavirus ist der Grenzübertritt derzeit aber nur wenigen erlaubt. Deshalb kontrolliert österreichisches Militär die grüne Grenze rund um den Hechtsee.

Fotos von bewaffneten Soldaten, die deutsche Spaziergänger kontrollieren und zurück schicken auf die andere Seite der Grenze, sorgten in den vergangenen Tagen in sozialen Medien für Aufsehen. Gut möglich, dass die Soldaten auch an diesem Wochenende wieder am Hechtsee patroullieren.

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Update 25. April, 18.56 Uhr

Knapp 41.000 entdeckte Infektionen in Bayern

In Bayern sind inzwischen 40 951 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 1584 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 27 530 Menschen. (dpa)

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Update 25. April, 13.02 Uhr

Neue Infektionszahlen für Gemeinden in der Region

Zum zweiten Mal hat das Gesundheitsamt Rosenheim am Freitag (24. April) die Zahlen der Corona-Infizierten in den einzelnen Städten und Gemeinden in Stadt und Kreis Rosenheim veröffentlicht – und erstmals auch die Anzahl der Genesenen. Insgesamt verzeichnen Stadt und Kreis Rosenheim 2351 Covid-19-Fälle (+249 gegenüber der Vorwoche), wobei 771 Personen bereits wieder genesen sind (Stand 23. April).

Die meisten positiv Getesteten, gemessen an der Einwohnerzahl, sind wie in der Vorwoche aus Nußdorf zu vermelden (20 Infizierte pro 1000 Einwohner); gefolgt von Bad Feilnbach (19) und Aschau (18). Nach wie vor stark betroffen sind Riedering und Soyen (je 13), Edling (12) sowie Wasserburg und Albaching (je 11), aber auch Kiefersfelden (10).

Grafik RO

Der Landkreis Mühldorf aktualisiert die Infektionszahlen auf Gemeinde-Ebene täglich. Auch hier werden die Zahlen der insgesamt Erkrankten und der bereits Genesenen genannt.

Grafik MÜ

Weitere Informationen über die Verbreitung in den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf, Traunstein, Bayern und Deutschland finden Sie täglich aktualisiert in unserer statistischen Übersicht zum Coronavirus.

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Update 25. April, 12.34 Uhr

Leere Wartezimmer bei Hausärzten

Die Coronakrise hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Besonders im Fokus stehen von Beginn an die Ärzte. Vor allem für Hausärzte war es schwierig, sich auf das Coronavirus einzurichten. Nachdem die Versorgung mit Schutzausrüstung allmählich in geregelten Bahnen verläuft, haben offenbar viele Patienten Angst, sich beim Gang zum Arzt mit dem Virus anzustecken – und bleiben deswegen lieber zu Hause.

Das zumindest beobachten die beiden Rosenheimer Ärzte Nikolaus Klecker und Fritz Ihler. Sie geben Entwarnung: Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestehe in Arztpraxen in der Regel nicht. Und gefährlicher sei es allemal, eine möglicherweise schwere Erkrankung zu verschleppen.

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werden - so n-tv.

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Update 24. April, 12.15 Uhr

Welche Entscheidung der österreichischen Regierung Gastronomen fürchten

Die Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Pandemie treffen die Gastronomie besonders hart. Gaststätten dürfen keine Gäste mehr in ihren Räumen bewirten. Für viele Lokale bedeutet das Totalausfall.

Nun kommt eine Idee ins Spiel, die in der Gastronomie-Branche schon lange kursiert: Der Mehrwertsteuersatz auf ihre Speisen und Getränke soll von bisher 19 Prozent auf 7 Prozent sinken. Die Gäste bezahlen weniger im Wirtshaus und kommen dadurch eher wieder, wenn die Lokale wieder öffnen. Die OVB-Heimatzeitungen haben mit Gastronomen aus der Region über den Ansatz gesprochen.

Wirten im Raum Rosenheim macht durch die Nähe zu Österreich aber auch eine mögliche Entscheidung der Regierung in Wien Sorgen.

Update 24. April, 9.59 Uhr

"Fridays for Rosenheim" demonstrieren daheim

Zusammen auf die Straße gehen und so mehr Aufmerksamkeit für den Klimawandel erreichen - das ist die Idee hinter den "Fridays for future". Doch durch die Corona-Krise ist der Ansatz für die Aktivisten erst mal nicht weiter zu verfolgen.

Die Rosenheimer Vertreter von "Fridays for Rosenheim" haben sich deshalb eine Alternative überlegt.

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Update 24. April, 9.56 Uhr

Region Rosenheim und andere Corona-Hotspots haben auffällige Gemeinsamkeit

Im Volksmund heißt es, Bier sei gesund und Alkohol desinfiziere. Im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus steht das Getränk aber nun unter einem Verdacht, insbesondere deshalb, weil es in Bayern gern gemeinsam getrunken wird.

Denn ein Blick auf die Zahl der Coronafälle in den Bundesländern und auch auf die Regionen mit den meisten Infizierten, zeigt einen

Zusammenhang zum Bier. Eine der Regionen, an der sich die Befürchtung zu zeigen scheint: der Landkreis Rosenheim.

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Update 24. April, 9.22 Uhr

Rosenheimer Abgeordneter spricht sich gegen Corona-Impfpflicht aus

Gegen eine Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus spricht sich der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Andreas Winhart (AfD) aus. Der gesundheitspolitische Sprecher seiner Fraktion betont, dass die Zustimmung höher sei, wenn Impfungen auf freiwilliger Basis erfolgten. "Derzeit zeigt sich, dass das Corona-Virus in vielen Fällen grippeähnlich verläuft und vorrangig Risikogruppen und Personen mit Vorerkrankungen stärker betrifft", so Winhart in einer Pressemitteilung. Daher spricht er sich für eine Freiwilligkeit bei Corona-Impfungen aus, sobald ein Impfstoff zur Verfügung stehe.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte tags zuvor gesagt, er sei "sehr offen" für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Endgültig festgelegt hat er sich demnach noch nicht. Allerdings gehen Experten davon aus, dass ein Impfstoff bestenfalls ohnehin erst Ende des Jahres verfügbar ist. Wahrscheinlicher sei, dass eine Corona-Impfung erst im Verlauf des Jahres 2021 auf den Markt kommt.

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Update 23. April, 16.55 Uhr

Attler Herbstfest fällt wegen Corona-Pandemie aus

Das Attler Herbstfest ist das größte Inklusionsfest im süddeutschen Raum – und muss heuer wegen der Pandemie erstmals seit 1973 ausfallen.

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Update 23. April, 16.36 Uhr

Wegen Coronavirus: Haager Herbstfest abgesagt

Ein weiteres Volksfest im Landkreis Mühldorf ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden: das Haager Herbstfest. Der neu gegründete Festverein bedauert die Entscheidung.

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Update 23. April, 16.35 Uhr

28 weitere Coronafälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen aktuell mittlerweile 1.015 bestätigte Corona-Fälle vor. Das sind 28 mehr als am Vortag.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit53 Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sichelf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (acht in Traunstein und drei in Trostberg).

Als geheilt gelten mittlerweile 311 Personen (72 mehr als gestern). Beim Gesundheitsamt sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung fünf Todesmeldungen eingegangen.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um fünf Männer (zwischen 72 und 85 Jahren). Bei allen Personen war eine Covid-19-Infektion diagnostiziert worden.

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Update 23. April, 15.29 Uhr

Vorwürfe gegen Aschauer Pflegeheim: Mitarbeiter melden sich zu Wort

Nachdem Mitarbeiter eines Aschauer Pflegeheims in einem anonymen Schreiben Vorwürfe gegen die Heimleitung erhoben haben, äußern sich nun weitere Mitarbeiter. Sie verteidigen die Heimleitung gegen Kritik, nicht genügend zum Schutz der Bewohner und der Belegschaft gegen das Coronavirus getan zu haben.

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Udpate 23. April, 14.48 Uhr

48 neue Infektionen mit Coronavirus in Stadt und Kreis Rosenheim

In Stadt und Landkreis Rosenheim lagen bis Mittwoch, 22. April (24 Uhr) 48 neue Infektionen mit dem Coronavirus vor. Bisher gibt esinsgesamt 2300 Fälle. Mittlerweile wurde bei mindestens 707 Personen eine Genesung dokumentiert. Das teilt das Gesundheitsamt Rosenheim mit.

115 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren fünf Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 297 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation.

Da aktuell keine exponentielle Entwicklung mehr vorliegt, ist die Zahl der in den jeweils letzten sieben Tagen aufgetretenen Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner der Verdoppelungszeit vorzuziehen. Seit dem 6. April sinkt die Zahl der Neuerkrankungen der jeweils letzten sieben Tage.

„Aus den Daten ergibt sich, dass sich der Trend der abnehmenden Fallzahlen und die Unterbrechung der Infektionsketten verstetigt hat.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

Seit dem 22. April gilt in eine Maskenpflicht bei Nutzung des ÖPNV und bei Einkäufen in Stadt und Landkreis Rosenheim eingeführt. „Jede engere Begegnung mit einem anderen Menschen birgt im Moment die Gefahr einer Übertragung von SARS-CoV-2. Dies gilt auch im Kontakt mit Menschen, die bisher keine Symptome zeigen“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Wolfgang Hierl.

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Update 23. April, 13.28 Uhr

Markus Söder offen für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus

Ein Impfstoff gegen das Coronavirus ist noch in weiter ferne. Und solange es keine Impfung gebe, werde man auch das alltägliche Leben auf den Umgang mit dem Virus ausrichten müssen, mahnten Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Mittag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Söder betonte, sobald es einen Impfstoff gebe, müsse man auch über eine Impfpflicht sprechen. „Ich wäre da sehr offen", betonte Bayerns Ministerpräsident. Eine Aussage, wann ein Impfstoff gegen Corona zur Verfügung stehen könnte, trafen beide Länder-Chefs nicht.

Beide mahnten jedoch an, den jetzt eingeschlagenen Kurs nicht zu schnell zu lockern. Durch die bisherigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens sei es gelungen, die Zahl der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus maßgeblich zu senken. Nachdem Bayern anfangs Spitzenreiter in Deutschland gewesen sei, liege man jetzt im Bundes-Durchschnitt.

Söder liegt dabei auf einer Wellenlänge mit seinem Amtskollegen Winfried Kretschmann. Der sagte, er sehe "Rufe nach weitgehender Öffnung besonders kritisch. Denn wir stehen nicht am Ende der Pandemie, sondern mittendrin". Eine zweite Infektionswelle in Deutschland führe zu einem noch deutlich größeren wirtschaftlichen Schaden als die Maßnahmen gegen die erste Welle.

Beide Politiker gaben als Ziel aus, die Zahl der Neu-Infektionen soweit zu senken, dass Infektionsketten mit dem Coronavirus wieder nachvollziehbar werden. Lockerungen bei den Einschränkungen des öffentlichen Lebens müssten sich immer an diesem Ziel orientieren.

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Update 23. April, 12.52 Uhr

Bayern und Baden-Württemberg gemeinsam in der Coronakrise

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder und Winfried Kretschmann, wollen in der Coronakrise einen gemeinsamen Kurs finden. Ab 13 Uhr geben die beiden ein gemeinsames Statement ab. Wir sind live dabei.

Video

Update 23. April, 12.00 Uhr

Pensionierte Lehrer sollen an Schulen aushelfen - mitten in Corona-Pandemie

In einem Brief an bayerische Lehrer im Ruhestand wirbt Kultusminister Michael Piazolo dafür dass diese an Schulen aushelfen. Eine ehemalige Lehrerin aus Neubeuern ist über diese Idee des Ministers empört.

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Udate 23. April, 10.02 Uhr

Corona-Angst in Rosenheimer Asylunterkunft

17 von 50 Bewohnern einer Asylunterkunft in der Karlsbader Straße in Rosenheim haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Nun herrscht dort Angst vor weiteren Fällen. Denn Schutzmaßnahmen sind dort nicht einfach.

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Update 23. April, 9.20 Uhr

Regierungserklärung: Bundeskanzlerin sieht Corona-Krise erst am Anfang

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer Regierungserklärung im Bundetag eine Bilanz der bisherigen Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie gezogen. "Wir leben nicht in der Endphase der Pandemie, sondern an ihrem Anfang", so die Bundeskanzlerin. Es gebe erste Erfolge, was die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Es gelte allerdings, diese nicht zu gefährden. "Wir bewegen uns auf dünnem Eis. Wir sind nicht über den Berg." Außerdem kritisierte sie die Lockerungsschritte einiger Bundeländer als "zu forsch". Es bereite ihr Sorge, dass sich Deutschland zu schnell in Sicherheit wiegen könnte.

Die Regierungschefin zollte den Bundesbürgern Respekt dafür, die Ausgangsbeschränkungen mitgetragen zu haben: "Ich verstehe dass dieses Leben unter Corona-Bedingungen vielen sehr lang erscheint." Insbesondere danke sie Menschen in medizinischen Berufen für den "Fleiß und Tatkraft". Das deutsche Gesundheitssystem sei während der Corona-Krise zuverlässig geblieben.

Die Einschränkung der Freiheitsrechte der Bürger in der Corona-Krise sei eine Entscheidung gewesen, die ihr so schwer gefallen sei, wie kaum eine Entscheidung.

Merkel kündigte an, Deutschland werde gemeinsam mit Staaten der Europäischen Union dafür sorgen, dass in Zukunft die Produktion von Schutzausrüstung, etwa Masken und Anzüge, in weniger starkem Ausmaß in Drittstaaten liege. Man woll diese Güter wieder vermehrt in Deutschland und Europa herstellen. Für die Wirtschaft insgesamt lasse sich noch nicht absehen, wie stark die Folgen der Corona-Pandemie seien.

Für die weitere Eindämmung des Corona-Virus sieht Angela Merkel die Gesundheitsämter in einer entscheidenden Position. Deren Aufgabe sei es nun, Kontaktpersonen von Menschen, die mit dem Virus infiziert sind, auszumachen. Ein Ende der Pandemie sei nur durch einen zuverlässigenImpfstoff zu erreichen. Die Bundesregierung stelle Geld für entsprechende Forschung zur Verfügung.

Merkel verband ihre Regierungserklärung auch mit einem klaren Bekanntnis zur EU. "Im Geiste der Solidarität" sei es möglich, dass die Bundesrepublik höhere Zahlungen an die EU leiste.

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Update 23. April, 8.46 Uhr

Mehr Kurzarbeitergeld, Mehrwertsteuer für Gastronomie runter

Berlin (dpa) - Die

Spitzen von Union und SPD

wollen das Kurzarbeitergeld für von der Corona-Krise betroffene Arbeitnehmer anheben. Zudem soll der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie vorübergehend von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Darauf einigten sich die Spitzen beider Parteien bei einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend in Berlin.

Zur Zeit liegt das Kurzarbeitergeld bei kinderlosen Beschäftigten bei 60 Prozent und bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent. Nun soll das Kurzarbeitergeld für diejenigen, die derzeit mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent (beziehungsweise 77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem 7. Monat des Bezuges auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des Netto-Entgelts erhöht werden, längstens bis 31. Dezember 2020. Auch die Hinzuverdienstmöglichkeiten wurden ausgeweitet.

Die Mehrwertsteuer für Speisen in Gaststätten wird ab dem 1. Juli befristet bis zum 30. Juni 2021 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt.

Zur besseren technischen Ausstattung von Schülern in der Corona-Krise will der Bund 500 Millionen Euro für den Unterricht am heimischen Computer zur Verfügung stellen. Bedürftige Schüler sollen dadurch einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung von entsprechenden Geräten erhalten.

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Update 22. April, 18.27 Uhr

Nach Todesfällen: Pflegeheime im Blickpunkt

Nachdem es in einem Aschauer Pflegeheimen im Zuge eines Coronavirus-Ausbruchs zu mehreren Todesfällen gekommen war, nimmt das Landratsamt Rosenheim nun alle Pflege-Einrichtungen in seinem Zuständigkeitsbereich unter die Lupe.

Heimbetreiber berichten derweil von ihrem Kampf mit der Corona-Pandemie. Auch wenn der Landkreis nach Kräften unterstütze, sei Schutzausrüstung auf dem freien Markt so gut wie nicht zu bekommen. Mittlerweile sei die Versorgung durch den Katastrophenschutz des Kreises gewährleistet.

Für das Personal ist die Situation in den Heimen und die ständig drohende Corona-Gefahr sehr belastend.

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Update 22. April, 16.16 Uhr

Haus Linde in Bad Endorf unter Corona-Quarantäne

Die Bewohner im Haus Linde in Bad Endorf sind heute vorsorglich unter Quarantäne gestellt worden. Das meldet das Landratsamt Rosenheim.

Ein Bewohner sei positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Da enge Kontakte nicht nachzuvollziehen seien, müsse die Quarantäne auf alle Bewohner der Einrichtung ausgedehnt werden. Im Haus Linde leben mehr als 60 Menschen.

Das Gelände um das Haus Linde werde eingezäunt, meldet das Landratsamt. Die Freiflächen stehen den Bewohnern weiterhin zur Verfügung.

Das Haus Linde ist eine beschützende Einrichtung. Dort leben erwachsene Menschen mit schweren psychischen und neurologischen Erkrankungen. Die Umzäunung soll den Bewohnern verdeutlichen, was Quarantäne bedeutet. Ein Sicherheitsdienst ist nach Angaben der Behörden nicht notwendig.

Die Maßnahme sei im Einvernehmen mit der Heimleitung erfolgt. Alle Bewohner werden nun auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet.

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Update 22. April, 15.49 Uhr

Rückgang der Corona-Fallzahlen in Bayern

In Bayern gibt es aktuell so wenige Neu-Infektionen mit dem Coronavirus, wie seit dem 16. März nicht mehr. Für den gestrigen Tag meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) 285 neu entdeckte Infektionen mit dem SarsCov2-Erreger. Weniger waren es zuletzt vor über einem Monat am 16. März mit 263 entdeckten Infektionen. Zur Hochphase lag die Zahl der Neu-Infektionen mit dem Coronavirus in Bayern regelmäßig über 1000. Am 3. April hatte das RKI gar mehr als 2000 neue Ansteckungen an einem Tag registriert.

Die Gesamtzahl der entdeckten Coronavirus-Infektionen liegt in Bayern (Stand 21. April) bei 38.814. Davon gelten rund 24.400 Menschen als genesen. 1424 Todesfälle sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Freistaat dokumentiert. Während die Zahl der Neu-Infektionen aktuell bei 285 liegt, sind am gleichen Tag 1300 Menschen gemeldet, die als geheilt gelten.

Experten warnen allerdings immer wieder, dass die Zahlen nur wenig darüber aussagen, wie weit das Coronavirus insgesamt in der Bevölkerung verbreitet ist. Denn viele Infektionen verlaufen nur mit leichten oder mit gar keinen Symptomen. Diese werden dann oft gar nicht erst entdeckt und von den Behörden registriert.

Alle Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus in der Region Rosenheim, Mühldorf, Chiemgau, Bayern und in Deutschland finden Sie in unserer täglich aktualisierten Statistik.

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Update 22. April, 13.49 Uhr

Oktoberfest-Absage trifft Bands aus der Region

Um in den riesigen Bierzelten auf dem Oktoberfest in München permanent für Unterhaltung zu sorgen, braucht es Musiker. Viele Musiker. Zahlreiche Bands, die das größte Volksfest der Welt bespielen, kommen aus Rosenheim, Mühldorf und Umgebung. Sie trifft die Absage des Oktoberfestes besonders hart. Denn nicht wenige von ihnen wären sonst jeden Tag für einen Auftritt gebucht.

Eine der traditionsreichsten Oktoberfest-Bands sind "Die Kirchdorfer" aus der Gegend um Bruckmühl und Bad Aibling. Sie hätten heuer eigentlich das eigene 150. Jubiläum auf dem Oktoberfest gefeiert. Im großen Jubiläumsjahr fallen für die Band nun nicht nur 16 Auftritte auf dem Oktoberfest weg.

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Update 22. April, 12.30 Uhr

Klinische Studie zu Corona-Impfstoff in Deutschland zugelassen

Berlin (dpa) – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat erstmals in Deutschland eine Zulassung für die klinische Prüfung eines Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erteilt. Das Mainzer Unternehmen Biontech erhält demnach die Genehmigung, seinen Wirkstoff zu testen, wie das PEI am Mittwoch mitteilte. Laut Biontech soll es Tests an rund 200 gesunden Freiwilligen geben.

"Die Erprobung von Impfstoffkandidaten am Menschen ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu sicheren und wirksamen Impfstoffen gegen Covid-19 für die Bevölkerung in Deutschland und darüber hinaus", teilte das PEI mit. Die Genehmigung sei das Ergebnis einer sorgfältigen Bewertung des potenziellen Nutzen-Risiko-Profils des Impfstoffkandidaten. Biontech kooperiert bei der Entwicklung des Impfstoffs mit dem Pharmaunternehmen Pfizer.

In der klinischen Studie der Phase I/II soll unter anderem grundlegend die Verträglichkeit und Sicherheit des Impfstoff-Kandidaten geprüft werden. Der von Biontech entwickelte Wirkstoff gehört in die Gruppe der genbasierten Impfstoffe. Diese enthalten genetische Informationen des Erregers. Im Körper werden daraus Proteine hergestellt, gegen die das Immunsystem Abwehrstoffe bildet. Biontech arbeitet bisher vorrangig an der Entwicklung von Immuntherapien gegen Krebs.

Seit Ausbruch der Covid-19-Epidemie sind nach Angaben des Verbands forschender Arzneimittelhersteller mindestens 80 Impfstoffprojekte angelaufen, vier Wirkstoffe werden demnach bereits in klinischen Studien in China und den USA getestet.

In Deutschland werden nach Angaben von PEI-Präsident Klaus Cichutek in diesem Jahr voraussichtlich insgesamt vier klinische Studien mit einem Impfstoffkandidaten starten. Dass bereits in diesem Jahr ein erster zugelassener Impfstoff für die allgemeine Bevölkerung bereit steht, hält Cichutek für unwahrscheinlich.

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Update 22. April, 11.59 Uhr

150 Verstöße in Rosenheim gegen Ausgangsbeschränkungen

Dass die geltenden Ausgangsbeschränkungen keine gut gemeinten Empfehlungen sind, sondern geltendes Recht, ist so manchem vielleicht immer noch nicht bewusst. Verstöße werden auch geahndet. Eine Anfrage des OVB bei der Stadt Rosenheim ergab, dass derzeit rund 150 Ordnungswidrigkeitsanzeigen zu Verstößen gegen die Coronavirus-Regeln vorliegen.

Die Verstöße, so der stellvertretende Pressesprcher Christian Schwalm, beziehen sich fast alle auf die Ausgangsbeschränkungen. So hätten die Ordungsbehörden beispielsweise viele Anzeigen geschrieben wegen unerlaubter Treffen von Menschen. Auch gebe es einige Gastonomiebetriebe, die nicht nur Essen zum Mitnehmen verkaufen, sondern auch Gäste vor Ort bewirtet haben. "Die Bußgelder bewegen sich zwischen 150 und 1000 Euro", informiert Christian Schwalm.

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Update 22. April, 11.24 Uhr

Ab Montag Schritt für Schritt wieder Schule in Bayern - im Schongang

Wie es mit dem Schulunterricht in Bayern weitergeht, verkündete Bayerns Bildungsminister Michael Piazolo am Vormittag. Ab dem 27. April gehen die Abschlussklassen der verschiedenen Schularten wieder in den Unterricht. Weitere Klassenstufen sollen danach Schritt für Schritt folgen.

Schulunterricht soll nur unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus stattfinden. Besondere Regeln gelten für Schüler und Lehrer, die zu Risikogruppen zählen. Auch der Weg zur Schule und die Abläufe in den Schulhäusern müssen neu organisiert werden. Wie, das lesen Sie in unserer Zusammenfassung der Beschlüsse des Kultusministeriums.

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Update 22. April, 8.54 Uhr

Wie geht es in Bayern mit der Schule weiter? Minister live

Nach und nach sollen in Bayern die Schulen wieder öffnen, der Unterricht weitergehen. Schule mit Corona - wie soll das gehen? Dazu will sich Bayerns Bildungsminister Michael Piazolo äußern. Seine Ausführungen gibt es ab 10.30 Uhr live hier im Ticker.

Der Livestream von der Pressekonferenz ist um 10.43 Uhr unterbrochen worden. Offenbar gibt es technische Probleme. Hier gibt es in Kürze die wichtigsten Ergebnisse.

Video

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Update 21. April, 20.40 Uhr

Wirtschaftliche Folgen des Corona-Shutdowns

In der Region werden immer mehr Stimmen laut, die vor massiven wirtschaftlichen Folgen des Corona-Shutdowns warnen. So befürchten beispielsweise Händler in der Rosenheimer Innenstadt, dass das Sommergeschäft komplett den Bach runter gehen könnte. Und sollte nach der Absage des Münchener Oktoberfestes auch die Befürchtung wahr werden, dass der Herbstfest in Rosenheim abgesagt werden muss, befürchten Schausteller aus der Region einen wirtschaftlichen Totalschaden.

Auch vor dem bislang aufblühenden Tourismus im Landkreis Mühldorf macht die Corona-Pandemie nicht halt. Die Saison ist zum Erliegen gekommen, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat. Man werde einen "Teil der Tourismusstrukturen verlieren", warnt Andrea Streiter, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Inn-Salzach.

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Update 21. April, 17.30 Uhr

Asylbewerber-Unterkunft in Bad Aibling unter Quarantäne

Die Asylbewerber-Unterkunft in der Krankenhausstraße in Bad Aibling wird unter Quarantäne gestellt. Zwei Bewohner waren positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden.

Aktuell wird ein Bauzaun um die drei Containergebäude gezogen. Er war vom Landkreis-Bauhof angeliefert worden. Beim Aufstellen helfen acht Mann der Feuerwehr Bad Aibling.

Der Helferkreis sowie ein Team des Bereichs Asylunterkünfte im Landratsamt Rosenheim sind vor Ort. Die Versorgung der Bewohner ist sichergestellt. Für die Mitarbeiter der Security ist ein eigener Container aufgestellt worden.

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Update 21. April, 17.15 Uhr

23 neue Coronafälle im Landkreis Traunstein registriert

Im Zuständigkeitsbereich des StaatlichenGesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 959 bestätigte Corona-Fälle vor (23 mehr als am Vortag). Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Alle Personen werden medizinisch versorgt. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 58 Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sich elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und fünf in Trostberg).  Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 234 Personen (neun mehr als am Vortag).

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Lage-Pressemitteilung sechs Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um drei Frauen und drei Männer (zwischen 68 und 88 Jahren).

Bei allen sechs Personen war auch eine Covid-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung. Damit liegen im Landkreis Traunsteininsgesamt 37 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

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Update 21. April, 15.25 Uhr

50 Patienten in Stadt und Landkreis Rosenheim wegen Covid-19 auf Intensivstation

Das Gesundheitsamt Rosenheim hat die aktuellen Zahlen der Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus bekanntgegeben. Am 20. April (Stand: 24 Uhr) sah die Entwicklung in Stadt und Landkreis Rosenheim folgendermaßen aus: Insgesamt waren2.232 Fälle von COVID-19 aufgetreten.

Mittlerweile wurde bei mindestens 627 Personen eine Genesung dokumentiert.

109 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt.

316 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

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Update 21. April, 14.45 Uhr

Österreich plant weitere Lockerungen zum 1. Mai

In Österreich hat Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Aussicht gestellt. Am 1. Mai sollen weitere Geschäfte, auch Friseure, öffnen.

Ausdrücklich wies Kurz darauf hin, dass dies ab dem 15. Mai auch für Restaurants und Kaffeehäuser gelte. Allerdings mit Auflagen, die das Tragen von einem Mund-Nasen-Schutz, Abstandsregeln sowie eine Beschränkung bei der Anzahl der Gäste beinhalten würden. Details würden noch ausgearbeitet. Eine 23-Uhr-Sperrzeit sei jedoch schon sicher.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNN sagte Sebastian Kurz zudem, dass Tourismus seiner  Ansicht nach möglich sei. Wenn Nachbarstaaten, wie beispielsweise Deutschland, die Corona-Pandemie in den Griff bekämen, könne er sich auch Reisen ohne Gesundheitsdokumente - ganz wie früher - vorstellen.


Update 21. April, 12.50 Uhr

Ab morgen Maskenpflicht in Stadt und Kreis Rosenheim

Rosenheim. Ab dem 22. April gilt in Stadt und Landkreis Rosenheim für alle Besuche von Geschäften sowie für die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs eine Maskenpflicht. Die beiden Kommunalbehörden machen damit von einer Ermächtigung Gebrauch, die der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gestern Vormittag für sogenannte Corona-Hotspots angekündigt hat.

Laut dem Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl , ist das  Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ine Möglichkeit, die Infektionsgefahr zu reduzieren, da hierdurch eine Übertragung unwahrscheinlicher wird. Wird eine medizinische Maske verwendet, rät Dr. Hierl darauf zu achten, dass sie über kein Ausatemventil verfügt, da sonst der gewünschte Schutzeffekt nicht eintritt. Generell gilt, „jegliche Ausfertigung einer Mund-Nasen-Bedeckung, wie selbstgenähte Masken, Halstücher oder Schals, die durch einfaches Festbinden am Hinterkopf einen enganliegenden Halt über Mund und Nase gewährleisten, sind für die Bürgerinnen und Bürger geeignet“.

Zudem weist der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim darauf hin, dass nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung die Hände gründlich mit Seife zu waschen sind. Die Bedeckung selbst sollte am besten sofort bei 60 Grad bis 95 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden.

Auch im Rosenheimer Rathaus herrscht Maskenpflicht. Wer ohne Maske erscheine, könne nicht eingelassen werden. Persönliche Vorsprachen sind weiter nur nach Terminvereinbarung möglich. 

Mundschutz-Muffeln drohen hohe Strafen

In Bayern ist es ab dem 27. April Pflicht, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften eine Schutzmaske zu tragen. So soll die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt werden.

Wer glaubt, sich über diese Verpflichtung hinwegsetzen zu können, der muss in den Geldbeutel greifen. Wer in Bussen, Bahnen oder Geschäften quasi "oben ohne" unterwegs ist, muss mit 150 Euro Strafe rechnen.

Noch teurer wird es für Ladenbesitzer, deren Mitarbeiter im Geschäft keinen Mundschutz tragen. Dann können bis zu 5.000 Euro fällig werden. 

Infiziertenzahl unter den Top 10 in Deutschland

„Die Zahl der Infizierten steigt in Stadt und Landkreis Rosenheim immer noch an und liegt unter den Top 10 in Deutschland. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es gerechtfertigt und geboten, die Maskenpflicht vorzeitig in Kraft zu setzen“, so der städtische Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Hans Meyrl. 

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Update 21. April, 11.38

Krankschreibung per Telefon doch weiter möglich

Berlin - Im März wurde in der Corona-Krise die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung eingeführt. Die Regelung sollte zum Wochenbeginn auslaufen, doch es gab massive Kritik.

Nun ist die Entscheidung gefallen dass Arbeitnehmer mit Erkältungssymptomen vorerst weiterhin nicht persönlich in eine Arztpraxis gehen müssen, um sich krankschreiben zu lassen.

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Update 21. April, 11.25 Uhr

RKI verzeichnet Anstieg der Sterblichkeitsrate durch Coronavirus

Berlin - In einer Pressekonferenz hat das Robert-Koch-Institut (RKI) über die Entwicklung des Gesundheitszustandes der in Deutschland mit dem Coronavirus Infizierten informiert. Unter anderem verzeichnet das Institut derzeit einehöhere Sterblichkeitsrate unter den Erkrankten. Laut Lars Schaade, Stellvertretender Leiter des RKI, liegt sie derzeit bei 3,2 Prozent. Der Mediziner sprach auch über mögliche Ursachen des Anstiegs.

Eine mögliche Überlastung von Krankenhäusern durch viele Corona-Patienten sieht das RKI derzeit nicht. Derzeit benötigten 17 Prozent der Corona-Infizierten medizinische Betreuung.

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Update 21. April, 10.51 Uhr

Luftverschmutzung beeinflusst Schwere-Grad der Erkrankung durch Coronavirus

Halle - Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen hohen Stickstoffdioxidwerten in der Luft und hohen Todeszahlen durch das Coronavirus. Eine am Montag veröffentlichte Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg lieferte dafür nun erstmals konkrete Zahlen.

Regionen mit einer dauerhaft hohen Schadstoffbelastung haben danach deutlich mehr Covid-19-Todesfälle als andere Regionen, was auf einen möglichen Zusammenhang hindeutet.

Auf Karten der ESA (European Space Agency) lässt sich die Belastung der Luft in der Region ablesen.

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Update 21. April, 9.15 Uhr

Auswirkungen der Oktoberfestabsage auf andere Volksfeste in der Region?

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter rechnet durch die Absage des Oktoberfestes nicht mit Klagen wegen des wirtschaftlichen Schadens, der durch die Absage entstehe. Es obliege einzig und allein der Entscheidung der Stadt München, das Fest anzusetzen. Auch das zentrale Landwirtschaftsfest finde nicht statt, sagt Reiter.

Die Entscheidung, das Münchener Oktoberfest abzusagen, dürfte Signalwirkung für zahlreiche andere große Volksfeste in der Region haben, die im gleichen Zeitraum oder früher stattfinden. Seit geraumer Zeit stehen die Absagen des Herbstfestes in Rosenheim und des Volksfestes in Mühldorf im Raum.

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Update 21. April, 9.05 Uhr

Die Wiesn ist abgesagt

Markus Söder sagte: „Wir hätten normalerweise das größte Interesse, dass das Fest stattfindet.“ Aber Karneval und Starkbierfeste „waren leider Virendrehscheiben". Deshalb sei man "übereingekommen, dass das Risiko schlicht und einfach zu groß ist". Auch in abgespeckter Form soll kein Fest gefeiert werden. Söder dazu: „Die Wiesn ist g’scheit oder Garnet. Wir haben gemeinsam entschieden, dass das Oktoberfest nicht stattfindet dieses Jahr.“

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zeigte sich traurig. Er sprach von einer "bitteren Pille", die die Stadt München auch wirtschaftlich hart treffe. 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro an Umsatz bringe das Oktoberfest jedes Jahr in die Stadt. Doch es sei die vernünftigste Entscheidung, das Oktoberfest abzusagen.

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Update 21. April, 8.34 Uhr

Wird das Oktoberfest abgesagt? Entscheidung ab 9 Uhr live

Sechs Millionen Menschen aus aller Welt kommen jedes Jahr zum Oktoberfest nach München. Kann das größte Volksfest der Welt im Jahnr der Corona-Pandemie stattfinden? Die Entscheidung darüber verkünden Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter heute um 9 Uhr. Es wird mit einer Absage gerechnet.



Update 20. April, 17.59 Uhr

Oktoberfest kurz vor der Absage

Das Oktoberfest in München steht offenbar kurz vor der Absage. Wie Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeistermeister Dieter Reiter in den vergangenen Tagen schon mehrfach angedeutet haben, könnte die diesjährige Auflage des größten Volksfestes der Welt möglicherweise nicht stattfinden.

Die Entscheidung fällt offenbar am morgigen Dienstag. Söder und Reiter wollen am 21. April um 9 Uhr in einer Pressekonferenz über ihre Beratungen informieren. Es ist mit einer Entscheidung zu rechnen. Wie diese ausfällt, erfahren Sie natürlich hier im Ticker - live.

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Update 20. April, 17.15 Uhr

Lehrergewerkschaft übt heftige Kritik am Kultusministerium

Dieser Tage verschickt das bayerische Kultusministerium ein Schreiben an pensionierte Lehrkräfte und bittet diese darin, nach den Sommerferien wieder in den Schuldienst einzusteigen. Um den Lehrermangel an Bayerns Grund-, Mittel- und Förderschulen zu beheben, wie es in dem Brief heißt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) greift die Staatsregierung dafür nun massiv an. "Wo bleibt die Fürsorgepflicht des Kultusministeriums?", heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft. Die pensionierten Lehrer gehörten aufgrund ihres Alters allesamt zur Corona-Risikogruppe. Die GEW fordert die Staatsregierung daher auf, auf den Einsatz pensionierter Lehrer zu verzichten.

„Jetzt rächt sich noch mehr, dass besonders unter den Vorgängern von Kultusminister Piazolo, allesamt CSU-Minister, der sich anbahnende Lehrkräftemangel an diesen Schularten ignoriert wurde,“ so der GEW-Landesvorsitzende Anton Salzbrunn. Als Sofortmaßnahme fordert die Gewerkschaft alle Lehrkräfte einzustellen, die die Lehramtsprüfung bestanden haben. "Unabhängig vom Notendurchschnitt", wie es in der Pressemitteilung heißt.

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Update 20. April, 16.53 Uhr

Zwölf neue Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile 936 bestätigte Corona-Fälle vor, zwölf mehr als am Vortag.

Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt.

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werdenderzeit insgesamt 67 Covid-19-Patienten behandelt, davon befinden sichzehn Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und vier in Trostberg).

Als geheilt gelten mittlerweile mindestens 225 Personen (acht mehr als gestern).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Lage-Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von 82 Jahren. Bei ihr war auch eine Covid-19-Infektion diagnostiziert worden. Weitere Ermittlungen hierzu sind aktuell im Gesundheitsamt in Bearbeitung.

Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 31 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor. Laut Landratsamt sind 477 Frauen und 459 Männer mit Corona-Infektion bestätigt.

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Update 20. April, 16.04 Uhr

Kommt die Maskenpflicht in der Region schon früher?

Ab dem 27. April gilt in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Bayern die Pflicht, eine Atemmaske zu tragen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder am Morgen in einer Regierungserklärung an. Und explizit sagte er, dass besonders betroffene Regionen die Maskenpflicht schon früher verhängen dürfen.

Eine dieser Regionen sind auch Stadt und Landkreis Rosenheim. Ob die Maskenpflicht hier schon vor dem 27. April eingeführt, wollen die Verantwortlichen am Dienstag beraten.

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Update 20. April, 15.32 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel live zur Corona-Lage

Merkel live

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Update 20. April, 15.10 Uhr

Zu wenig Schutz gegen Corona-Infektion? Vorwürfe gegen Aschauer Pflegeheim

In einem anonymen Brief haben Mitarbeiter des Aschauer Seniorenheims Priental massive Vorwürfe gegen die Heimleitung beim Umgang mit dem Coronavirus erhoben. Das Landratsamt bestätigt zwar eine hohe Zahl an Todesfällen, sieht jedoch keine Notwendigkeit, die Einrichtung zu schließen.

In dem Schreiben kritisieren die Unterzeichner unter anderem dass es durch den mangelnden Schutz zwei Dutzend Tote zu beklagen gebe. Sie beklagen außerdem zu wenig Schutzkleidung, positiv getestete Mitarbeiter – die dennoch arbeiten, gesunde und kranke Bewohner, die nicht auseinander gehalten wurden. 

Der Leiter der Einrichtung sagt im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen unter anderem: „Wer positiv getestet ist, geht sofort heim. Und wer negativ getest ist und Angst hat, Angehörige anzustecken, darf zuhause bleiben.“

Die Gemeinde Aschau, die Trägerin der Einrichtung ist, nimmt die Heimleitung gegen die Vorwürfe in Schutz.

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Update 20. April, 14.50 Uhr

52 neue Corona-Fälle in Stadt und Landkreis Rosenheim

Das Landratsamt Rosenheim hat in einer Pressemitteilung die aktuellen Zahlen zu Erkrankungen mit dem neuartigen Coronavirus (COVID-19) veröffentlicht. Die Daten beruhen auf dem Stand von Sonntag, 19. April (24 Uhr).

Dem Gesundheitsamt wurden 52 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2.212 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 584 Personen eine Genesung dokumentiert.

Umfrage Maskenpflicht

104 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt.

317 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 51 Patienten auf einer Intensivstation.

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Update 20. April, 14.18 Uhr

Söder kündigt 500-Millionen-Euro für Rehakliniken, Sportvereine und Eltern an

München (dpa) - Ministerpräsident Markus Söder hat am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag angekündigt, erneuteinen "Topf" über 500 Millionen Euro zur Verfügung stellen zu wollen. Das Geld solle jenen helfen, die von den bereits zur Verfügung gestellten Soforthilfen nicht profitierten.

Konkret helfen solle das Geld etwa Rehakliniken, die zur Bewältigung der Krise einen Teil ihrer Betten zur medizinischen Versorgung von Patienten zu Verfügung gestellt hätten. Von der Bundesregierung gebe es zwar schon einen Ausgleich, trotzdem wolle die Staatsregierung "50 Euro pro Bett und Tag drauflegen", sagte Söder.

Sollten außerdem die Mutter-Kind-Einrichtungen vom Bund nicht ausgeglichen werden, werde der Freistaat in ähnlicher Weise einspringen, sagte er. Auch für Privatkliniken, Jugendherbergen, Schullandheime, Sozialeinrichtungen, Familienberatungen und Studentenwerke soll es Hilfen geben. Gleiches gelte für Sportvereine und Sportstätten - die Sport-Pauschale zur Abdeckung von Einnahmeausfällen werde verdoppelt.

Aus dem Fördertopf soll laut Söder auch das Geld stammen, mit dem die Staatsregierung Kita-Gebühren und Hilfen für Künstler erstatten will. Für zunächst drei Monate sollen Eltern von den Zahlungen entlastet werden, solange diese durch die Corona-Krise geschlossen bleiben. Derzeit ist nicht absehbar, wann Kindergärten und Kindertagesstätten wieder öffnen können. Bisher müssen viele Eltern aber dennoch weiterhin die Gebühren für die Einrichtungen zahlen.

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Update 20. April, 12.45 Uhr

Corona-Infizierte: Wo im Landkreis Mühldorf die Hotspots liegen

Das Landratsamt Mühldorf hat nun bekanntgegeben, wieviele Menschen in den Kommunen mit dem Coronavirus infiziert sind. Mit Ausnahme einer einzigen Gemeinde, nämlich Jettenbach, hätten sich in allen Städten und Gemeinden Menschen angesteckt.

Setzt man die Zahl der Infizierten ins Verhältnis mit der Einwohnerzahl der Kommunen, ist die Gemeinde Taufkirchen an erster Stelle. Dort sind 14 Menschen pro 1.000 Einwohner betroffen. Es folgt das zu Taufkirchen benachbarte Kraiburg mit 12 Fällen pro 1.000 Einwohnern.  An dritter Stelle liegen Kirchdorf und Rechtmehring mit jeweils 9 Fällen pro 1.000 Einwohnern.

Laut Landratsamt Mühldorf gibt es die meisten Infizierten  (in absoluten Zahlen) in der Kreisstadt (65 Infizierte) und in Waldkraiburg (51 Fälle).

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Update 20. April, 10.35 Uhr

Bayern bekommt eine Maskenpflicht

Ab kommender Woche müssen die Menschen in Bayern in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr Masken tragen. Das hat Ministerpräsident Markus Söder soeben in seiner Regierungserklärung vor dem Bayerischen Landtag angekündigt. "Wenn Erleichterungen, dann konsequent mit Schutz", sagte Söder. Diese Woche gibt es ein Maskengebot. „Ab nächster Woche, mit dem Zeitpunkt der Eröffnung der Geschäfte, brauchen wir eine erhöhte Schutzwirkung", so der Ministerpräsident. "Ab nächster Woche eine Maskenpflicht für alle Geschäfte und den ganzen ÖPNV."

Insgesamt sieht er Bayern auf dem richtigen Kurs. Täglich würden im Freistaat momentan 12.000 Coronavirus-Tests durchgeführt. Zielmarke seien 25.000 pro Tag. Seit Beginn der Krise seien 340.000 Tests durchgeführt worden. Die Zahl der Intensivbetten in Bayern sei um 17 Prozent erhöht worden. Eine absolute Zahl nannte Söder an dieser Stelle nicht.

Umfrage zur Maskenpflicht

„Die Tendenz ist verhalten positiv. Und es gibt Anlass zur Hoffnung", sagte Söder vor dem Landtag. Er appellierte, jetzt nicht nachzulassen. „Corona bleibt. Leider. Aber es bleibt.“ So lange es keinen Impfstoff und kein Medikament gebe, sei das einzige „Vorsicht, Distanz und Geduld".

Der Ministerpräsident kündigte an, die Maßnahmen weiterhin Schritt für Schritt zu lockern, wenn die Lage es zulasse. Aber Erleichterungen in den Maßnahmen gegen das Coronavirus werde es immer nur in Begleitung mit Schutzmaßnahmen geben. Dabei betonte er, dass er wenig Chancen sehe, in absehbarer Zeit wieder Großveranstaltungen durchzuführen.

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Update 20. April, 10.02 Uhr

Ministerpräsident Söder hält Regierungserklärung zur Coronakrise

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Update 19. April, 17.30 Uhr: 

Situation der Pflegeheime in Corona-Zeiten

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Im Landkreis Rosenheim gibt es aktuell über 60 Alten- und Pflegeeinrichtungen. Grundsätzlich ist es Aufgabe der Heimbetreiber, den Betrieb sowie die medizinische und pflegerische Versorgung der Bewohner sicherzustellen. Doch auch für die Alten- und Pflegeheime in der Region ist die Corona-Pandemie eine besondere Zeit und mit besonderen Herausforderungen verbunden.

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Mangel an Pflegekräften

In den Einrichtungen gibt es vor allem einen großen Bedarf an Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel. Darum werden neben Krankenhäusern vor allem auch die Alten- und Pflegeheime vorrangig mit Schutzausrüstung, Masken und Desinfektionsmittel beliefert. Bei vier der über 60 Einrichtungen gab es dringenden Bedarf an zusätzlichen Pflegekräften, um das vorhandene Personal zu entlasten. Drei der Einrichtungen im Landkreis Rosenheim wurden bereits personell unterstützt. Eine weitere Einrichtung bekommt im Laufe der Woche zusätzliche Pflegekräfte zur Entlastung. Das zusätzliche Personal stammt aus eigener Organisation der Heime, aus dem Pflegepool sowie vom Bayerischen Roten Kreuz.

Vereinzelt wurden auch Bewohnern verlegt, was für eine weitere Entlastung gesorgt hat. Solange die Versorgung der Bewohner sowohl in pflegerischer als auch in medizinischer Hinsicht gewährleistet werden kann, wird versucht, sie in ihrer gewohnten Umgebung zu lassen. Zusätzlich gibt es in jedem Alten- und Pflegeheim einen Pandemiebeauftragten. Parallel wurde allen Einrichtungen bereits eine Schulung zum richtigen Umgang mit Schutzausrüstung und zur Optimierung des Ablaufs im Hygieneprozess angeboten, die von den meisten Einrichtungen genutzt wurde.

Mit allen Alten- und Pflegeeinrichtungen stehen das Gesundheitsamt Rosenheim, die Heimaufsicht sowie die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Rosenheim im engen Austausch. Bei etwa der Hälfte dieser Einrichtungen gab es bereits Termine vor Ort, um sich ein direktes Bild zu machen und um zu besprechen, was die Heime benötigen und wie sie noch besser unterstützt werden können. Die verbleibenden Heime im Landkreis Rosenheim werden noch in dieser Woche besichtigt.

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Update 19. April, 13.30 Uhr: 

In Mühldorf 13 Patienten auf Intensivstation

Mühldorf – Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf gab es am Wochenende elf neue bestätigte Corona-Fälle (Stand 19. April, 16 Uhr). Dabei handelt es sich um vier Erwachsene über 60 Jahre und sieben Erwachsene in der Altersgruppe bis einschließlich 60 Jahre. Ein 98-jähriger, der mit dem Corona-Virus infiziert war, ist verstorben.

Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 440 bestätigte Fälle vor, davon sind insgesamt 237 Personen bereits wieder genesen, 19 davon werden stationär behandelt.

Die Klinik Mühldorf, das als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, hat zum Stichdatum 46 stationäre Corona-Verdachtsfälle und 47 stationäre Corona-Positivfälle, 13 Corona-Patienten müssten intensiv betreut werden. je

30 COVID-19-Tote im Landkreis Traunstein 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen mittlerweile insgesamt 924 bestätigte Corona-Fälle vor (16 mehr als am Vortag). Die Behörde ermittelt derzeit die Kontaktpersonen aller betroffenen Patienten und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Alle Personen werden medizinisch versorgt. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 68 COVID-19-Patienten behandelt, davon befinden sich elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (sechs in Traunstein und fünf in Trostberg). Insgesamt werden 217 Geheilte gemeldet. Die Zahl der coronabedingten Todesfälle im Landkreis Traunstein ist laut Gesundheitsamt mittlerweile auf 30 angestiegen.

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Update 19. April, 13.30 Uhr:

2.160 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim

Am 18.4. wurden dem Gesundheitsamt 37 neue Fälle gemeldet, so dass bisher insgesamt 2160 Fälle von COVID-19 in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten sind. Mittlerweile wurde bei mindestens 575 Personen eine Genesung dokumentiert. 104 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. 

Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 

295 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 50 Patienten auf einer Intensivstation.

Kurve im Kreis Rosenheim flacht ab

Nach Auftragung der Fallzahlen im Diagramm flacht die Kurve im Verlauf weiter ab. „Dies ist zusammen mit der steigenden Verdoppelungszeit ein deutliches Zeichen, dass die Ausgangsbeschränkungen Wirkung zeigen.“, so Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim. Nach Abzug der Zahl der Genesenen hat sich die Zahl der aktuell noch Infizierten seit mehreren Tagen kaum verändert.

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Update 19. April, 12.30 Uhr:

Neue Corona-Regel in Bayern VI: Erste Geschäfte wieder offen

Von diesem Montag an ist es wieder so weit: Bund und Länder haben beschlossen, dass kleinere Geschäfte nach der coronabedingten Schließung wieder öffnen dürfen. In Bayern dürfen ab dem 20. April Gärtnereien, Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen, die kleineren Läden sowie alle Auto-, Fahrrad- und Buchhändler folgen eine Woche später. Andere Länder wie Nordrhein-Westfalen sind deutlich forscher: Die Landesregierung will bereits im ersten Schritt zusätzlich Möbelhäuser und Babyfachmärkte öffnen lassen. 

Neue Corona-Regel in Bayern III:  Spazieren und Co. mit einer "haushaltsfremden Person"

Die Kontaktverbote während der Corona-Pandemie werden ab Montag, 20. April, in Bayern etwas gelockert. Sport und Bewegung an der frischen Luft sind damit auch in Stadt und Landkreis Rosenheim künftig mit einer haushaltsfremden Person erlaubt. Was bedeutet das genau?

Neue Corona-Regel in Bayern II: Keine Klausuren mehr vorm Abi 

München (dpa/lby) - Angehende Abiturienten in Bayern müssen vor dem Start der Abiturprüfungen keine Klausuren mehr schreiben. Das gilt für die Gymnasien und die Fach- und Berufsoberschulen. Die Schüler könnten sich damit voll auf ihr Abitur konzentrieren, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Ab dem 27. April wird damit nur noch gezielte Prüfungsvorbereitung in den Prüfungsfächern angeboten - und das wegen der coronabedingten Auflagen in kleineren Gruppen.

Die Abiturprüfungen an den Gymnasien in Bayern beginnen am 20. Mai. An den Fach- und Berufsoberschulen starten sie ab dem 18. Juni.

Neue Corona-Regel in Bayern I: Krankschreibung wieder nur bei Arztbesuch

Ab dem morgigen Montag, 20. April müssen auch potentiell mit dem Coronavirus infizierte Personen wieder die Praxen der niedergelassenen Ärzte persönlich aufsuchen, um eine Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung zu erhalten. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Gemeinsame Bundesausschuss am vergangenen Freitag gegen die Stimmen der Ärzteseite getroffen.

Dazu erklärte der der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB): „Wenn am Montag reihenweise Patienten mit Grippe-Symptomen die Praxen aufsuchen, werden praktisch alle bisherigen Anstrengungen zur Eindämmung der Neuinfektionen zunichte gemacht. Diese Entscheidung muss dringend revidiert werden.“ 

Update 19. April, 9.30 Uhr:

Tiroler Soldaten kontrollieren deutsche Wanderer an der Grenze 

Auf der Facebookseite "Militärkommando Tirol" ist zu sehen, wie Tiroler Soldaten derzeit die Grenzraumüberwachung in der Coronakrise unterstützen. 

Da Erholungssuchende aus dem Raum Kiefersfelden gerne am Hechtsee bei Kufstein spazieren gehen und dort die "grüne Grenze" passieren, werden sie von den Soldaten dazu angehalten, nach Deutschland zurückzukehren.

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Update 18. April, 19.30 Uhr:

Mediziner mahnen: Schlaganfall-Symptome trotz Corona-Pandemie ernst nehmen 

Pressemeldung des Schlaganfallnetzwerkes im Rettungsdienstbereich Rosenheim 

Agatharied/Bad Aibling/Rosenheim/Wasserburg – Mit großer Sorge beobachten die Schlaganfallexperten der vier Kliniken und die Rettungsdienste, dass viele Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen den Kliniken aus Angst vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 fern bleiben und betonen: „Es ist wichtig, dass Patienten mit Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall unbedingt den Rettungsdienst unter 112 alarmieren, damit sie sofort behandelt werden können. Bei Herzinfarkten und Schlaganfällen zählt jede Minute. Eine zügige medizinische Versorgung kann schwere Folgen und bleibende Einschränkungen vermeiden.“ 

Etwa 270.000 Menschen erleiden pro Jahr in Deutschland einen Schlaganfall. 

Typische Symptome eines Schlaganfalls

Typische Symptome eines Schlaganfalles sind plötzlich auftretende Lähmungen, Gesichtsasymmetrie (hängender Mundwinkel), Gefühlsstörungen, Sehstörungen oder Probleme beim Sprechen. Auch plötzlich einsetzender Schwindel kann Ausdruck eines Schlaganfalles sein. „Wenn Patienten mit einem leichten Schlaganfall oder „Mini-Schlaganfall“ (transitorische ischämische Attacke/TIA) nicht schnell medizinisch versorgt werden, ist das Risiko sehr hoch, zeitnah einen erneuten, schweren Schlaganfall zu erleiden. 

Das Schlaganfallnetzwerk Rosenheim betont, dass die Akutversorgung in den Landkreisen gesichert ist und empfiehlt daher allen Patienten beim Auftreten von Symptomen umgehend den Rettungsdienst unter 112 zu verständigen oder ein Krankenhaus aufzusuchen.

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Update 18. April, 15.30 Uhr:

440 Menschen im Landkreis Rosenheim sind nach Infektion wieder gesund

Insgesamt 2123 Fälle von COVID-19 sind bisher in Stadt und Landkreis Rosenheim aufgetreten. Mittlerweile wurde bei mindestens 440 Personen eine Genesung dokumentiert. 102 Personen sind bis zu diesem Zeitpunkt an der Erkrankung gestorben. Von den Verstorbenen waren 4 Personen unter 60 Jahren. Mehr als die Hälfte waren über 82 Jahre alt. 298 COVID-19-Patienten werden aktuell in Stadt und Landkreis Rosenheim stationär behandelt. Hiervon befinden sich 51 Patienten auf einer Intensivstation. Die Zahl an belegten Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wurde bereits aufgestockt.

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Update 18. April, 9.45 Uhr:

Lieferanten von Schutzkleidung geraten an Kapazitätsgrenzen 

Berlin (dpa) - Die Schutzkleidungs-Firmen in Deutschland kommen wegen der Corona-Krise an den Rand ihrer Kapazitäten. Die Unternehmen hätten ihre Lieferfähigkeiten wegen der drastisch erhöhten Nachfrage "seit vielen Wochen bis zum Anschlag erhöht", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie in Berlin, Marc-Pierre Möll, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Aufbau einer Produktion in Deutschland müsse jetzt von der Bundesregierung unbürokratisch gefördert werden. "Wenn der Aufbau politisch gewollt wird und es garantierte Abgabemengen zu fairen Preisen gibt, gibt es keine Schwierigkeiten", so Möll. Eine neue Produktionslinie könne in drei bis vier Monaten aufgebaut werden, einzelne Firmen hätten schon damit begonnen, hieß es.

(dpa)

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Update 17. April, 18.30 Uhr:

Entscheidung zum Herbstfest vertagt

Stadt und Region hängen am Herbstfest, so viel ist sicher: Ob das Rosenheimer Großereignis stattfinden kann oder wegen der Corona-Krise abgesagt werden muss, ist nach wie vor unsicher.

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Update 17. April, 15.30 Uhr:

Landratsämter schlüsseln Fälle neu auf

Erstmals liefern das Landratsamt Rosenheim wie auch das Landratsamt Mühldorf auf Wunsch der OVB Heimatzeitungen Fallzahlen der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen aufgeschlüsselt auf die Städte und Gemeinden.

Corona in der Region Rosenheim: Das sind die Hotspot-Gemeinden mit den meisten Infizierten

Die Fallzahlen der Todesfälle aufgeschlüsselt auf Gemeinden sollen im Landkreis Rosenheim weiter nicht geliefert werden. 

Update 17. April, 14 Uhr:

Kürzere Sommerferien wegen Corona-Krise sind in Bayern kein Thema 

München (dpa/lby) - Eine Verkürzung der Sommerferien wegen der Corona-Pandemie ist für die bayerische Staatsregierung derzeit kein Thema. "Ich persönlich möchte an die Ferien nicht rangehen. Wichtig ist es, sich um die anliegenden Aufgaben zu kümmern und Eltern und Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterstützen", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Er reagierte damit auf einen Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Dieser hatte in einem Interview kürzere Sommerferien ins Gespräch gebracht. Ein solcher Schritt böte Schülern die Gelegenheit, den durch die Corona-Pandemie versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen, sagte er der "Augsburger Allgemeinen".

Deutschland sicher durch Coronakrise

Laut einer Studie der Deep Knowledge Group (DKG) ist Deutschland in der Coronakrise das zweitsicherste Land. Lediglich Israel kam in den Untersuchungen der Londoner Denkfabrik besser davon. Außer Deutschland ist kein europäisches Land unter den ersten Zehn. DKG-Gründer Dimitry Kaminsky sagte dem "Spiegel": "Deutschland war angesichts seiner anfangs hohen Infektionszahlen äußerst effizient und hat eine weitere Ausbreitung der Krankheit erfolgreich gestoppt, ohne das Niveau anderer Staaten zu erreichen." 

In die Bewertung floß auch die Ausstattung der Krankenhäuser ein. In einem DKG-Ranking der 20 gefährlichsten Länder liegt Italien auf Platz eins, vor USA, Großbritannien und Spanien.

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Update 17. April, 13.30 Uhr:

Stadtbusse fahren weniger

Der Stadtverkehr Rosenheim (SVR) stellt auf einen Notfallfahrplan um.  Geschäftsführer Ingmar Töppel sieht den Schritt aufgrund der wirtschaftlichen Folgen durch die Corona-Krise als „unumgänglich“.

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Update 17. April, 12.30 Uhr:

Parkanlagen und Liegewiesen an den Happinger Seen werden freigegeben 

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rosenheim. In ihrer heutigen Sitzung hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) beschlossen, sämtliche städtischen Parkanlagen sowie die Liegewiesen im Naherholungsgebiet an den Happinger Seen ab sofort bis auf Weiteres wieder freizugeben. Das gilt für den Riedergarten, den Salingarten, den Luitpoldpark, den Hohenzollernpark und den gesamten Mangfallpark. Auch die Liegewiesen am Happinger See und am Happinger-Au-See dürfen wieder betreten werden. Kinderspielplätze und Skate-Parks bleiben jedoch weiterhin gesperrt.

„Die Öffnung der Anlagen ist das positive Ergebnis der bisher bewiesenen Disziplin bei der Beachtung der Ausgangsbeschränkungen durch die Rosenheimerinnen und Rosenheimer. Diese Disziplin erbitte ich auch bei der Nutzung der Parkanlagen sowie an den Seen“, so der städtische FüGK-Leiter Hans Meyrl. „Es ist unbedingt notwendig, auch bei der jetzt erfolgten Lockerung das Abstandsgebot weiterhin zu beachten und ggf. sogar einen Nasen-Mund-Schutz zu tragen“, appelliert Meyrl an die Bürgerinnen und Bürger. „In der Stadt Rosenheim sind zum heutigen Zeitpunkt 345 Menschen infiziert. Deshalb muss Vorsicht weiterhin das Gebot der Stunde sein“, so Meyrl.

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Update 17. April, 11.30 Uhr:

Folgen für die Wirtschaft enorm

Laut Tiroler Tageszeitung werden spätestens im Herbst zahlreiche Firmen Insolvenz anmelden müssen. Schon jetzt seien wegen des "Shutdowns" zwei Drittel der Firmen auf Rettungshilfen angewiesen. Auswirkungen haben die Corona-Maßnahmen auch auf die Privatpleiten. 

Vor einem Spitzentreffen von Wirtschaftsverbänden mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier zur Corona-Krise hat die deutsche Industrie den Druck auf die Politik erhöht. Industriepräsident Dieter Kempf erklärte am Freitag: "Wir sind besorgt, dass sich die Vorbereitung der Politik zum Neustart in 14-Tages-Plänen erschöpft. Sie muss sich jetzt darauf vorbereiten, was sie beim nächsten Checkpoint entscheidet." Die Bundesregierung solle die mittel- und langfristigen Folgen der Krise stärker als bisher in den Blick nehmen. 

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Update 17. April, 9.40 Uhr: 

Schutz am Arbeitsplatz wird bundesweit Pflicht 

Berlin (dpa) - Die Hygiene- und Infektionsschutzvorschriften am Arbeitsplatz werden wegen der Corona-Krise deutlich verschärft. Auch dort soll nach einem Beschluss des Bundeskabinetts vom Donnerstag das Abstand-Halten die oberste Maxime werden. Wo dies nicht möglich ist, müssen Arbeitgeber notfalls einen Mund-Nase-Schutz zur Verfügung stellen. An diesem Freitag stehen weitere Beratungen von Bund und Ländern an. 

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Update 16. April, 19.27 Uhr

Hoffnung für das Mühldorfer Volksfest?

Die Veranstalter des Volksfestes in Mühldorf stecken in einer ähnlichen Situation wir ihre Mitstreiter beim Herbstfest in Rosenheim: Der Festauftakt ist am letzten Wochenende im August. Die bislang geltende Verbot für Veranstaltungen im Kampf gegen das Coronavirus gilt bis zum 31. August. Verschieben, verkürzen, ganz absagen – was sollen die Festveranstalter tun?

Wirte, Brauereien, Schausteller und Bedienungen in Mühldorf sprechen schon jetzt von einem katastrophalen Jahr. Und der ein oder andere in Mühldorf hätte sich "etwas mehr Fingerspitzengefühl" bei der pauschalen Absage von Veranstaltungen bis Ende August gewünscht.

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Update 16. April, 17.38 Uhr

Bad Aibling sagt alles ab - auch Echelon fällt aus

Nicht nur das Elektromusik-Festival "Echelon" in Mietraching fällt heuer aus. Bad Aibling sagt alle Veranstaltungen im Jubiläumsjahr ab. Auch die Oldie Night, das Bürgerfest, das Parkfest und der Rosstag finden nicht statt. Die Kultur-im-Park-Konzerte fallen ebenso aus wie die Angebote aus den Reihen "Bad Aibling bewegt" und "Bad Aibling entdecken".

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Update 16. April, 16.48 Uhr

Absage des Münchener Oktoberfestes scheint nur noch Formsache

Das Verbot für Großveranstaltungen gilt eigentlich nur bis zum 31. August. Das Oktoberfest in München sollte heuer am 19. September eröffnet werden. Doch die Zeichen stehen klar auf Absage des größten Volksfestes der Welt. Das hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Mittag bei einer Pressekonferenz bereits angedeutet, als er sagte: "Die großen Volksfeste sind dieses Jahr alle nicht machbar."

Auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter scheint der Sinn nicht nach einer gigantischen Party im September zu stehen. "Ich teile die Skepsis von Ministerpräsident Söder, dass es aus heutiger Sicht schwer vorstellbar ist, dass das Oktoberfest, als größtes Volksfest der Welt, dieses Jahr stattfinden wird. Mit dem Ministerpräsidenten habe ich vereinbart, dass wir dazu noch im April eine Entscheidung treffen werden."

Derweil reagieren immer mehr Gemeinden in der Region auf das Verbot von Veranstaltungen und blasen ihre Planungen ab. Als eine der erste Gemeinden reagierte Aschau im Chiemgau. Auch eine Absage des Herbstfestes in Rosenheim scheint im Lichte der Aussagen zum Oktoberfest in München nur noch Formsache. Eine endgültige Entscheidung steht bevor.

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Update 16. April, 14.47 Uhr

Betreuungshof Rottmoos kommt langsam zur Ruhe

Zu einem Coronavirus-Ausbruch war es vor zwei Wochen auf dem Betreuungshof Rottmoos in Wasserburg gekommen. In der Einrichtung für Menschen mit Behinderung sind zwei Bewohner an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Schock vor Ort sitzt immer noch tief. Aber die getroffenen Quarantäne-Maßnahmen wirken offenbar. Denn seitdem seien keine neuen Corona-Fälle mehr aufgetreten, informiert der Betreuungshof jetzt.

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Update 16. April, 13.45 Uhr

Bayern lockert die Maßnahmen gegen das Coronavirus behutsam

"Wir bekommen das Virus langsam unter Kontrolle“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit seinen Ministern. Aber er warnt: „Solange es keinen Impfstoff gibt, solange es kein Medikament gibt und solange die Zahl der Toten steigt - und das tut sie“ - so lange müssten die Maßnahmen weitergehen. „Die bayerische Staatsregierung wird keine Experimente mit der Gesundheit machen.“

Allerdings werden die Maßnahmen ein wenig gelockert. Allen voran das Kontaktverbotzu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts wird erstmals aufgeweicht. Wenn auch nur minimal. Die Staatsregierung hat beschlossen, dass man sich wieder mit einer einzelnen Person außerhalb des eigenen Hausstandes treffen darf.

Außerdem wurde ein Fahrplan vorgestellt, wann gewisse Geschäfte wieder öffnen dürfen. Darunter Baumärkte und Friseure. Außerdem informierte die Staatsregierung, wie der Schulbetrieb in Bayern wieder hochgefahren werden soll. Den heute beschlossenen Maßnahmenkatalog finden Sie hier.

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Update 16. April, 10.44 Uhr

Ab 12.30 Uhr live: Wie geht der Kampf gegen Corona in Bayern weiter?

Gestern haben die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel gesprochen und den weiteren Fahrplan in der Coronakrise beschlossen. Heute legt die bayerische Staatsregierung nach. Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsministerin Melanie Huml und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger informieren, wie es in Bayern weitergeht. Wir streamen die Pressekonferenz live.

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Update 15. April, 21.39 Uhr

Beschlüsse auf Bundesebene treffen Feste in der Region

Das Wasserburger Frühlingsfest ist abgesagt. Das teilte der Wirtschaftsförderungsverband mit, der das Fest ausrichtet. Auch für die Veranstalter anderer Großereignisse, die später im Jahr stattfinden, wird es eng. Denn die Ministerpräsidenten der Länder haben heute gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel entschieden: Im Kampf gegen das Coronavirus bleiben Großveranstaltungen bundesweit mindestens bis zum 31. August verboten.

Das trifft auch zahlreiche Veranstalter von Festen in der Region. So sollten zum Beispiel am letzten Wochenende im August sowohl das Rosenheimer Herbstfest als auch das Volksfest in Mühldorf starten. Nun stehen die Veranstalter vor der Frage: Verschieben, verkürzen – oder gleich ganz absagen?

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Update 15. April, 18.49 Uhr

Das sind die Maßnahmen bis zum 3. Mai

Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bleiben im Wesentlichen bis zum 3. Mai in Kraft. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben bei einer Videokonferenz nur minimale Lockerungen beschlossen. So sollen kleinere Geschäfte, Schulen und Friseure bald wieder öffnen dürfen.

Die Kontaktsperren in der Öffentlichkeit und das Gebot, Abstand voneinander zu halten, bleiben in Kraft. Außerdem ab sofort im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen Gesichtsmasken getragen werden.

Alle heute beschlossenen Maßnahmen finden Sie hier.

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Update 17.43 Uhr

Live: Kanzlerin Merkel informiert über neue Coronavirus-Maßnahmen

Die Schule soll am 4. Mai wieder losgehen. Das berichtet die Bild-Zeitung aus der den Ergebnissen der Videokonferenz von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. Außerdem sollen laut Bild Großveranstaltungen in Deutschland noch bis August verboten bleiben.

Und während alle auf den Beginn der Pressekonferenz mit Angela Merkel warten, sickern immer mehr Details durch über die Beschlüsse, die die Kanzlerin mit den Minister gefasst haben soll. So heißt es mittlerweile nach übereinstimmenden Medienberichten, dass Geschäfte ab kommendem Montag (20. April) wieder öffnen. Unklar ist, ob das wirklich auf alle Arten von Geschäften zutrifft.

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Update 17.38 Uhr

Rosenheimer Sommerfestival fällt aus

Während alle darauf warten, dass Kanzlerin Angela Merkel erklärt, wie es in der Coronakrise weitergeht, trifft eine neue Nachricht ein, die Musikfans in Rosenheim traurig stimmen dürfte: Die Stadt sagt das Rosenheimer Sommerfestival ab.

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Update 15.54 Uhr

Mangfall Classic soll stattfinden - Termin verschoben

Der AMC Bad Aibling kann seine traditionsreiche Ausfahrt "Mangfall Classic" aufgrund der Corona-Krise am 10. Mai nicht abhalten, verschiebt sie aber aktuell auf den 13. Juni. An dem langen Fronleichnamwochenende war ursprünglich die ADAC Bavaria Historic mit etlichen Rahmenveranstaltungen geplant. Sie wurde aber bereits für heuer abgesagt.

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Update 15. April, 15.39 Uhr

Wird die 10. Auflage des Rosenheimer Sommerfestivals stattfinden?

Viele Großveranstaltungen wurden bereits abgesagt. Und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat bereits angekündigt, dass an Massenveranstaltungen erst im letzten Schritt von Lockerungen der Corona-Beschränkungen gedacht werden könne.

Das betrifft auch das Rosenheimer Sommerfestival. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Aber die Veranstalter denken über eine Absage nach.

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Update 15. April, 13.16 Uhr

Geschäfte bis 800 Quadratmeter sollen wohl wieder öffnen

Berlin (dpa) - Der Bund will ermöglichen, Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder zu öffnen. Das sieht eine Beschlussvorlage des Corona-Kabinetts für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. Die seit mehreren Wochen geltenden harten Kontaktbeschränkungen sollen demnach grundsätzlich bis zum 3. Mai verlängert werden.

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Update 15. April, 9.46 Uhr

Heuer kein Volksfest in Pang

Rosenheim – Die Corona-Pandemie führt jetzt auch zur Absage für das Volksfest in Pang. Für Veranstalter wie Manfred Werner, der als Zeltbetreiber das Volksfest in Pang organisiert, ist das Warten auf neue Entscheidungen schlichtweg zu teuer. Er hat das Volksfest abgesagt. Seit 38 Jahren führt er die Kolbermoorer Zeltbetriebe, in diesem Jahr wollte er zum zweiten Mal das Fest in Pang übernehmen.

Dass dieser Termin wie so viele andere nun gestrichen werden muss, sei für ihn keine Frage gewesen, sagt er am Telefon. Die Planungen seien bereits abgeschlossen, der Auftritt des Kabarettisten Gerhard Polt bereits ausverkauft gewesen.

Wie es weitergeht, weiß Werner nicht. Er glaubt, dass in diesem Jahr überhaupt keine Großveranstaltungenmehr möglich sein werden. Für seine 63 Mitarbeiter hat er Kurzarbeit angemeldet und für die Firma Soforthilfe beantragt. Der Fuhrpark ist abgemeldet. Die Devise laute: „Sparen, wo es nur geht.“

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Update 15. April, 9.18 Uhr

Schülerinnen fordern: Abitur ausfallen lassen

Die Abitur-Prüfungen sollten für diesen Jahrgang ausfallen: Das fordern zwei Gymnasiastinnen aus Raubling. Und sie haben sich mit einem offenen Brief an die Staatsregierung gewandt. Die bisher erbrachten Leistungen der Abiturjahrgänge in Bayern seien anspruchsvoll und repräsentativ. Mit dem Schulausfall in der Coronakrise könne man von keinem Schüler erwarten, sich ordentlich auf die Abiturprüfungen vorzubereiten.

Die beiden Schülerinnen, die sich selbst zu den besten ihrer Klasse zählen, sehen die Chancengleichheit unter den aktuellen Umständen nicht mehr gewahrt. Einige Schüler könnten sich zu Hause besser als andere auf den Stoff der Abi-Prüfungen vorbereiten.

Mit ihrem Brief schalten sich die beiden Schülerinnen in eine Debatte ein, die gerade rund um die Wiedereröffnung der Schulen in Bayern tobt.

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Update 14. April,  22.09 Uhr

Söder sieht kein Ende der Kontaktsperren – aber andere Lockerungen

„Wir müssen Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren natürlich fortsetzen", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Abend im ZDF "heute-journal". Am Vorabend einer Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer. Dort soll am Mittwoch beschlossen werden, wie es nach dem 19. April in der Coronakrise mit den Beschränkungen des öffentlichen Lebens weitergehen soll.

Söder zeigte sich allerdings offen für erste Lockerungen. So müsse man "in den nächsten Woche bei den Geschäften Spielräume schaffen", sagte der Ministerpräsident im ZDF-Interview. Doch diese Lockerungen haben nach Söder eine Voraussetzung: "Wir brauchen ein Maskengebot".

Auch die Schulen sollen bald wieder Schritt für Schritt geöffnet werden. Söder will mit den Abschlussklassen beginnen. Die Grundschulen sollen als letztes den Unterrichtsbetrieb wieder aufnehmen. Generell müsse sich der Schulbetrieb auf ein Leben mit dem Coronavirus einrichten.

Erneut kündigte Söder an: „Solange wir keinen Impfstoff und keine Medikamente haben, müssen wir uns daran gewöhnen, dass Corona bleibt.“ Man müsse noch "wesentlich länger als zwei, drei Wochen über Abstand reden". Große Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern "sind noch eine lange Zeit nicht möglich". 

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Update 14. April, 17.51 Uhr

Doch keine Schnelltests in Rosenheimer Apotheke

Ein Apotheker aus Rosenheim hatte angekündigt, dieser Tage 500 Schnelltests auf Coronavirus-Antikörper durchführen zu wollen. Jeder, der Gewisseheit wolle, ob er die Infektion vielleicht schon durchgemacht hat, hätte kommen können. Doch nun ist die Aktion abgeblasen.

Hintergrund ist offenbar, dass unter Experten umstritten ist, wie sicher die Test überhaupt sind. Hierzu hat das Robert-Koch-Insitut nun Studien angekündigt, die auch Aufschluss darüber geben sollen, wie weit das Coronavirus in Deutschland schon verbreitet ist. Denn die aktuellen Fallzahlen, die täglich verkündet werden, geben nur die entdeckten Infektionen wieder - nicht die Zahl der tatsächlich Infizierten.

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Upate 14. April, 15.12 Uhr

Keine Buchungen – Jugendherbergen sehen Existenz bedroht

„Wenn wir keine staatliche Unterstützung oder keinen Kredit von der Landesregierung gewährt bekommen, dann stehen die Jugendherbergen vor dem endgültigen Aus“, sagt Winfried Nesensohn. Er ist Vorstandmitglied im Landesverband Bayern beim Deutschen Jugendherbergsverein (DJH).

Fast alle 600 DJH-Mitarbeiter seien in Kurzarbeit, teilt der Verband mit. Mit einem Brandbrief hat er sich nun an die Landesregierung in Bayern gewandt. Schullandheime und Jugendbildungsstätten in der Region haben ähnliche Probleme wie die Jugendherbergen.

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Update 14. April, 14.42 Uhr

Tankstellen brauchen deutlich mehr Einweg-Handschuhe

Die Einweg-Handschuhe an Tankstellen werden in der Coronakrise offenbar zum gefragten Artikel. Allerdings nicht nur als Schutz beim Tankvorgang. Wie eine Umfrage unter Tankstellen-Pächtern in der Region ergeben hat, gönnen sich viele Kunden offenbar einen kleinen Vorrat und nehmen die Plastikhandschuhe mit.

„Normalerweise brauchen wir 200 Stück in einem Monat. Nun sind es fast 200 an einem Tag gewesen“, sagt Manfred Mühlberger, Pächter der BK Tankstelle in Bad Aibling. Weitere Tankstellenpächter machen ähnliche Erfahrungen.

Update 14. April, 13.50 Uhr

Vier Asylunterkünfte in Stadt und Kreis Rosenheim unter Quarantäne

Nachdem es in der Coronakrise lange ruhig war um die Asylbewerber-Unterkünfte in der Region, wurden nun über das Osterwochenende gleich vier Einrichtungen unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind zwei Asylunterkünfte im Landkreis Rosenheim (Brannenburg und Eßbaum am Samerberg) sowie zwei Einrichtungen in der Stadt Rosenheim. Den massivsten Coronavirus-Ausbruch gab es in Rosenheim in der Karlsbader Straße. Dort wurden 17 Bewohner positiv getestet.

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Update 14. April, 11.23 Uhr

Coronavirus-Ausbreitung in Deutschland deutlich gebremst

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland steigt langsamer – aber immer noch etwas zu schnell, wie das Robert-Koch-Institut heute in einer Pressekonferenz informierte. Experten gehen davon aus, dass ein Coronavirus-Infizierter ohne Gegenmaßnahmen im Durchschnitt drei andere Menschen ansteckt. Mit den aktuellen Maßnahmen sei es gelungen, diesen Wert auf 1,2 zu drücken, teilte RKI-Präsident Lothar Wieler mit.. Statistisch steckt also ein Erkrankter 1,2 weitere Menschen an. Erst wenn diese Reproduktionszahl des Coronavirus unter 1 sinkt, geht die Zahl der Infizierten langfristig zurück.

Grafik Ausbreitung Coronavirus

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Update 13. April, 18.35 Uhr

Absagen bei den Gebirgsschützen

Die Gebirgsschützenkompanie Aibling hat ihr für den Zeitraum vom 15. bis 17. Mai geplantes Festwochenende zum 40. Wiedergründungsjubiläum in Verbindung mit dem traditionellen Armbrustschießen abgesagt, unmittelbar nachdem feststand, dass der Patronatstag des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützenkompanien in Königsdorf am 3. Mai nicht stattfinden wird.

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Update 13. April, 17.53 Uhr

Coronavirus in zwei Rosenheimer Asylunterkünften

In gleich zwei Asylunterkünften in Rosenheim wurden Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Während es in einer Einrichtung lediglich zwei Menschen waren, sind in der Asylunterkunft in der Karlsbader Straße gleich 17 Menschen an Covid-19 erkrankt. Derzeit gehe es den Infizierten den Umständen entsprechend gut, teilt die Stadt Rosenheim mit.

Die gesamte Einrichtung in der Karlsbader Straße wurde nun unter Quarantäne gestellt. 60 Bewohner müssen nun zwei Wochen in der Asylunterkunft bleiben. Sie werden von außen mit Lebensmitteln und medizinisch versorgt.

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Update 13. April, 17.37 Uhr

Volksfest in Gars fällt vermutlich aus

Gars – Im Garser Haupt- und Finanzausschuss kristallisierte sich die Nachricht heraus, dass das Garser Volksfest heuer vermutlich ausfallen wird. Es war für den 20. bis 24. Mai terminiert.

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Update 13. April, 14.53 Uhr

78.000 Polizeikontrollen - 10.000 Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

München (dpa/lby) - In Bayern hat die Polizei am Osterwochenende dem Innenministerium zufolge rund 78.000 Kontrollen wegen der geltenden Ausgangsbeschränkung und der Schließung von Gastronomie und Einzelhandel durchgeführt. Dabei registrierte sie rund 10.000 Verstöße. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bescheinigte aber den Menschen im Freistaat insgesamt ein "sehr vorbildliches" Verhalten angesichts der Corona-Krise.

Trotz des schönen Osterwetters hätten sich die allermeisten Bürger an die geltenden die Schutzmaßnahmen gehalten. Während der Feiertage habe es nur einen geringen Ausflugsverkehr gegeben. Während in den Bergen nur wenige Wanderer unterwegs gewesen seien, hätten in den Naherholungsgebieten viele Menschen das Wetter genutzt, um an die frische Luft zu gehen - sei es für Spaziergänge oder Radfahren.

Zur Ausbreitung des Coronavirus sagte Herrmann: "Die Infektionslage hat sich bislang bereits leicht entspannt. Darauf müssen wir auch die kommenden Tage aufbauen."

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Update 13. April, 13.14 Uhr

Rekorde bei Blutspende-Aktionen

209 Menschen, so viele wie nie zuvor, sind zu einer Blutspendeaktion in Neumarkt-St. Veit gekommen. Gerade in der Coronakrise ist die Spendenbereitschaft der Menschen offenbar besonders groß. Vor wenigen Tagen waren auch zu einer Blutspendeaktion in Traunstein deutlich mehr Menschen gekommen als sonst. Das gleiche Bild hatte sich Mitte März in Bernau am Chiemsee gezeigt. Dort waren doppelt so viele Spender als sonst zum Blutspendetermin gekommen.

Bayernweit werden pro Tag rund 2000 Blutkonserven gebraucht. Nach Ausbruch der Coronavirus-Epidemie in Deutschland hatte es Befürchtungen gegeben, die Spendebereitschaft der Menschen könnte sinken. Die Erfahrung der drei Spendetermine in Neumarkt-St. Veit, Traunstein und Bernau deutet allerdings an: Genau das Gegenteil ist der Fall.

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Update 12. April, 16.35 Uhr

2500 Pflegekräfte melden sich freiwillig

München (dpa/lby) - Rund 2500 Pflegekräfte haben sich in Bayern bereiterklärt, wegen der Corona-Pandemie freiwillig in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu arbeiten. Bei personellen Engpässen könne nun auf Unterstützung durch den neuen, sogenannten bayerischen Pflegepool zurückgegriffen werden, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern, mit der ihr Ministerium über eine Online-Plattform nach Freiwilligen sucht, könne den Katastrophenschutzbehörden auf Nachfrage die für die Region freiwillig gemeldeten Personen vermitteln.

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus benötigen viele Krankenhäuser und Heime dringend mehr Personal. Einige Einrichtungen versuchten etwa, Ärzte und Pflegekräfte vorübergehend aus dem Ruhestand zurückzuholen. Für den Pflegepool weiterhin gesucht werden nach Angaben des Ministeriums Menschen mit einer Ausbildung oder Erfahrung in einem pflegerischen Beruf sowie Medizinisch-technische Assistenten und Medizinische Fachangestellte, die beispielsweise den Job gewechselt haben. Auch Notfallsanitäter, Hebammen, Operationstechnische Assistenten und Anästhesietechnische Assistenten könnten sich melden.

Huml betonte, dass gemeldete Freiwillige während ihres Einsatzes von der Arbeit für ihren Arbeitgeber freigestellt würden und ihr Arbeitsentgelt fortgezahlt bekämen. Selbstständige Freiwillige erhielten Ersatz für ihren Verdienstausfall.

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Update 12. April, 9.48 Uhr

132.000 Atemschutzmasken für Stadt und Kreis Rosenheim

Stadt und Landkreis Rosenheim haben eine Lieferung von 132.000 Atemschutzmasken erhalten. Das Technische Hilfswerk (THW) hat die Lieferung aus einem Zentrallager in München abgeholt. Das meldet das Landratsamt Rosenheim in einer Pressemitteilung. Teil der Lieferung waren demnach auch größere Mengen an Flächen- und Handdesinfektionsmittel sowie weitere Schutzausrüstung.

Die Lieferung war Teil einer Bestellung von acht Millionen Atemschutzmasken für Bayern. Die Lieferung erfolgte bereits am Karfreitag.

Die Masken, wie auch die restliche Schutzausstattung werden dringend für die örtlichen Bedarfsträger wie Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Ärzte, Rettungsdienste und Pflegediensteb benötigt. "Auch wenn sich die Zahl von 132.000 Masken aus der Erstzuteilung hoch anhört, ist das nur ein Anfang", schreibt das Landratsamt. Es handelt sich um Einwegmasken für über 350 Bedarfsträger in Stadt und Landkreis Rosenheim und dürfte den Bedarf nur für einige Tage decken.

Wie die Schutzausrüstung und das Desinfektionsmittel verteilt werden, entscheiden die Behörden. Eine Ausgabe an Privatpersonen ist nicht möglich.

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Update 11. April, 14.39 Uhr

Neue Corona-Hotline in Bayern +++ Eilantrag gegen Beschränkungen abgewiesen

München / Karlsruhe (dpa/lby) - Bayern hat eine Hotline für Fragen zum Coronavirus freigeschaltet. "Mit der neu eingerichteten Corona-Hotline haben die Bürgerinnen und Bürger nun die Möglichkeit, schnelle und hilfreiche Antworten auf ihre Fragen rund um Corona zu erhalten", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann laut Mitteilung vom Samstag. Das schaffe Vertrauen und gebe den Menschen Sicherheit in der aktuell schwierigen Zeit.

Die Hotline ist demnach täglich von 8 bis 18 Uhr - auch an Feiertagen - unter der Nummer (089) 122 220 erreichbar. Sowohl Fragestellungen zu gesundheitlichen Themen, Ausgangsbeschränkungen, Kinderbetreuung und Schule als auch zu Soforthilfen und Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler könnten beantwortet werden, hieß es.

Derweil hat das Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag gegen die bayerischen Corona-Maßnahmen abgewiesen. Die beiden Kläger, ein Mann und eine Frau, hätten zwar nachvollziehbar dargelegt, dass die Ausgangsbeschränkungen ihre grundrechtlich geschützten Freiheiten verkürzten, entschieden die Karlsruher Richter.

Angesichts der begrenzten Geltungsdauer sei es aber "nicht unzumutbar, die hier geltend gemachten schwerwiegenden Interessen einstweilen zurückzustellen, um einen möglichst weitgehenden Gesundheits- und Lebensschutz zu ermöglichen". Der Beschluss von Donnerstag wurde am Karfreitag veröffentlicht. (Az. 1 BvR 802/20)

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Update 11. April, 10.26 Uhr

Zulassung von Covid-19-Medikamenten wohl in diesem Jahr

Bonn (dpa) - Wann werden erste Medikamente speziell gegen Covid-19 zugelassen? Zumindest wird es damit wohl deutlich schneller gehen als mit einer schützenden Impfung. Das gilt vor allem für Wirkstoffe, die bereits für andere Bereiche im Einsatz sind.

Der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Karl Broich, hat die Einschätzung von Experten bestätigt, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für Covid-19-Medikamente geben könnte. "Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Spätsommer die ersten belastbaren Ergebnisse aus den derzeit laufenden Studien bekommen", sagte Broich dem "General-Anzeiger" aus Bonn (Samstag). "Wenn die Daten es hergeben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr eine Zulassung erteilen können."

Noch gebe es für kein Arzneimittel ausreichende Wirksamkeitsbelege, betonte er auch. Positive Hinweise etwa bei Remdesivir seien mit Fragezeichen versehen. Zunächst seien die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen abzuwarten. Hervorragend wirkende Wundermittel erwarten Experten ohnehin nicht - wirkliche Abhilfe im Kampf gegen Corona wird wahrscheinlich erst eine Impfung bringen, mit der aber erst in etwa einem Jahr gerechnet wird.

Als erfolgversprechend werden aktuell von vielen Experten neutralisierende Antikörper gesehen. Menschen bilden Antikörper gegen verschiedenste Krankheitserreger, die in den Körper gelangen - auch gegen das neue Coronavirus. Eine klinisch etablierte Methode ist es, Antikörper von genesenen Menschen zu nehmen und Erkrankten zu geben. Bei diesen können die Antikörper dann den jeweiligen Erreger bekämpfen.

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Update 10. April, 14.12 Uhr

Gemeinden helfen bei Nachverfolgung von Infektionsketten

Die Mitarbeiter in den Rathäusern der 46 Kommunen im Kreis Rosenheim sowie der Stadt Rosenheim unterstützen das Gesundheitsamt Rosenheim bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten. Das meldet das Landratsamt Rosenheim. Ab Dienstag, 14. April, übernehmen die Mitarbeiter in den Kommunen sowie in der Stadt Rosenheim die Anrufe bei den engen Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen.

Das Gesundheitsamt informiert die Gemeinden über positive COVID-19-Fälle in ihrem Gemeindebereich. Die Mitarbeiter der Kommune rufen dann die engen Kontaktpersonen an und versorgen diese mit allen wichtigen Informationen und Verhaltensregeln, die nun zu beachten sind.

Für positiv auf das Coronavirus getestete Bürger sowie deren direkte Kontaktpersonen gilt jeweils eine 14-tägige Quarantäne. Entwickeln Menschen in dieser Zeit für die Covid-19-Erkrankung typische Symptome, dann treten neue Quarantäne-Regeln in Kraft. Erster Ansprechpartner für die Menschen unter Corona-Verdacht sind dann jeweils die Mitarbeiter in den Gemeinden.

Der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim, Dr. Wolfgang Hierl, spricht von einer enormen Entlastung für seine Behörde. Die Unterstützung der Kommunen zeige einen starken Zusammenhalt in der Region.

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Update 10. April, 13.31 Uhr

Gerüchte um Evakuierung der Klinik Mühldorf erweisen sich als falsch

Auch am Gründonnerstag verlegte die Corona-Klinik Mühldorf wieder Patienten ins Krankenhaus Burghausen; beide Kliniken gehören zum Klinikverbund der Landkreise Mühldorf und Altötting. Nach Angaben von Ärztlichem Direktor Dr. Wolfgang Richter handelt es sich dabei um fünf Patieten, die mindestens einmal negativ auf Corona getestet worden sind. Er tritt damit Gerüchten entgegen, das Klinikum oder ein Teil müsse evakuiert werden.

Richter erklärt zu verlegten Patienten: „Sie kommen planmäßig nach Burghausen, weil sie noch nicht aus dem Krankenhaus entlassen werden können.“ Die älteren Menschen waren mit Atembeschwerden in die Corona-Klinik Mühldorf eingeliefert worden, wo sie mindestens einmal, manche auch schon zweimal negativ gestestet worden seien. Diese Verlegungen gibt es laut Richter täglich.

Der Medizinvorstand bestätigte auch, dass sich derzeit 20 Pflegerinnen und Ärzte der Klinik wegen Coronaverdachts in Quarantäne befänden. „Ihnen geht es gut“, sagte er. Eine Station sei zwischenzeitlich geschlossen worden.

Richter wies erneut auf den Mangel an Medizin- und Schutzausrüstung hin. „Wir bangen täglich, dass wir kein Material mehr bekommen.“ Genauso große Sorgen bereitet dem Mediziner die Situation in den Altenheimen. Dort gebe es viel zu wenig Schutzausrüstung, sollte es dort zu einem Ausbruch kommen. Dann könnte sich die Krankheit unter den besonders gefährdeten Menschen sehr schnell verbreiten, fürchtet Richter.

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Update 10. April, 12.52 Uhr

Innenminister präzisiert Vorschriften zu Ausflügen

"Die Bayerische Polizei wird die zur Eindämmung der Corona-Pandemie angeordneten Ausgangsbeschränkungen auch rund um Ostern konsequent kontrollieren". Das kündigt das bayerische Innenministerium an. Bei den Kontrollen setze Bayerns Innenminister Joachim Herrmann allerdings auf Augenmaß und Fingerspitzengefühl."Die Freiheit der Menschen ist ein überragendes Gut, niemand soll in Bayern das Gefühl haben, er würde unnötig gegängelt", so Herrmann.

Im Zentrum aller Bemühungen stehe stets der Schutz vor Infektionen. Der Minister weiter: "Es spricht daher überhaupt nichts dagegen, wenn sich jemand im Rahmen seines Spaziergangs allein, mit der Familie oder sonstigen Angehörigen seines Hausstandes zwischendurch auf eine Parkbank in die Sonne setzt", stellt Joachim Herrmann fest. "Es spielt für das Infektionsrisiko auch keinerlei Rolle, ob jemand dabei ein Buch oder eine Zeitung liest oder etwa ein Eis isst."

Dasselbe gelte für ein Sonnenbad im Park oder auf einer Wiese. "Entscheidend ist am Ende des Tages, Gruppenbildungen zu vermeiden und mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen zu wahren", so Bayerns Innenminister.

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Update 10. April, 12.03 Uhr

Schlampiger Umgang mit Corona? 77-Jährige verstirbt nach Aufenthalt in Reha-Klinik

Der Fall von zwei älteren Damen aus dem Landkreis Mühldorf, die sich mit dem Coronavirus angesteckt hatten, sorgt derzeit für Aufsehen. Beide waren in einer Reha-Klinik Bad Birnbach (Kreis Rottal-Inn). Einer Frau (69) geht es wieder besser. Die andere (77) ist infolge der Erkrankung verstorben.

Die Angehörigen beider Frauen erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Reha-Klinik und die zuständigen Behörden. Die Patientinnen seien entlassen worden, ohne Hinweis auf eine Covid-Erkrankung. Die Behörden hätten nur sehr schleppend reagiert, als die Fälle in der Bad Birnbacher Klinik bekannt wurden. Eine Familie hat Anzeige erstattet.

Update 9. April, 17.13 Uhr

Virus verbreitet sich in Stadt und Kreis Rosenheim noch immer schnell

Die Corona-Krise hat die Stadt und den Landkreis Rosenheim mit einer Zeitverzögerung von zwei bis drei Wochen gegenüber Tirol und Südtirol erreicht. Dies teilt die Stadt Rosenheim mit, nachdem sie die Zahlen der drei Regionen analysiert hat – und zwar im Zeitraum vom 16. März bis zum 7. April.

Um die Zahlen in Beziehung setzen zu können, wurden die gemeldeten Fallzahlen jeweils auf 100.000 Einwohner umgerechnet. Im genannten Zeitraum hat sich demnach in der Stadt Rosenheim die Anzahl der bestätigten Infektionsfälle von 5 auf 346 beziehungsweise um den Faktor 69,2 erhöht. In Südtirol stieg die Anzahl der Fälle im gleichen Zeitraum von einem mit 45 Fällen höheren Ausgangsniveau aus auf zuletzt 337 Fälle. Dies entspricht einem Faktor von 7,5. In Tirol sind die Fallzahlen in dieser Zeit von 41 auf 385, also um den Faktor 9,4 angestiegen. Der Landkreis Rosenheim weist mit aktuell 501 bestätigten Infizierten pro 100.000 Einwohnern gegenüber 13 am 16. März einen Vervielfältigungsfaktor von 38,5 auf.

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass wegen der methodischen Normierung der Fallzahlen auf jeweils 100.000 Einwohner diese Häufigkeitszahlen nicht mit den vom Rosenheimer Gesundheitsamt publizierten Zahlen an bestätigten Infizierten verglichen werden können. Auffällig sei, dass die Zahl der Infektionen in der Stadt trotz einer hohen Bevölkerungsdichte von 1701 Einwohnern je Quadratkilometer insgesamt etwa auf dem Niveau Südtirols rangiere.

Insgesamt zeige die Entwicklungsdynamik in Stadt und Landkreis, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Viruserkrankungen noch immer zu hoch sei, meldet die Stadt - und appelliert an die Menschen, die Ausgangsbeschränkungen weiterhin genau einzuhalten.

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Update 9. April, 15.27 Uhr

Tennis-Saison für den TC 1860 Rosenheim abgesagt

Der Deutsche Tennisbund (DTB) sagt die Saison für die 1. und 2. Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie komplett ab. Das trifft auch den TC 1860 Rosenheim hart. "Die Absage war unserer Meinung nach alternativlos, auch wenn es natürlich bitter ist. Wir stehen voll hinter der Entscheidung und greifen eben nächstes Jahr voll an", erklärte Thomas Detterbeck, der für die Finanzen bei den Rosenheimern zuständig ist, in einer ersten Stellungnahme.

Der 1. Vorstand Wolf-Dieter Dörfler fügte an: "Wir hatten uns natürlich riesig auf die Saison gefreut, vor allem weil wir einen starken Kader zusammengestellt haben."

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Update 9. April, 12.25 Uhr

Aktuell offene und geschlossene Grenzübergänge in der Region

Die aktuellen Einschränkungen haben nach wie vor Auswirkungen auf den Grenzverkehr zwischen Deutschland und Österreich. Die Bundespolizei informiert aktuell, welche Grenzübergänge geschlossen sind und welche offen. Auch für die offenen Grenzübergänge gibt es Kontrollen. Die Grenze passieren darf nur, wer einen triftigen Grund hat (z.B. Berufspendler).

Offene Grenzübergänge (mit Kontrollen)

  • Grenzübergang auf der A93 (auf Höhe Kiefersfelden)
  • Grenzübergang zwischen Niederndorf und Oberaudorf
  • Fuß-/Fahrradweg zwischen Kufstein und Kiefersfelden
  • Übergang zwischen Achenpass und Kreuth

Gesperrte Grenzübergänge

  • Wildbichl / Sachrang
  • Kufstein / Kiefersfelden (Staatsstraße)
  • Erl / Windshausen
  • Landl / Bayrischzell
  • Übergang zwischen Achenpass und Sylvensteinsee

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Update 9. April, 9.48 Uhr

Bayerns Wissenschaftsminister Sibler zuversichtlich

"Das Gesundheitssystem ist besonders gefordert", sagte Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler am Donnerstagmorgen bei einer Pressekonferenz am Klinikum Großhadern in München. Er äußerte sich aber zuversichtlich, dass die Kliniken in Bayern die Corona-Lage langfristig im Griff haben werden und die Behandlungskapazitäten für alle ausreichten.

Ohne dies explizit anzusprechen, trat er damit Befürchtungen entgegen, in Bayern könnte es im Zuge der Coronakrise zu einer sogenannten Triage kommen - also einer Vorauswahl, welcher Patient noch intensivmedizinisch versorgt werden kann und welcher nicht. Sibler sagte, es seien ausreichend Intensivbetten vorhanden und ein weiterer Ausbau bei Bedarf kurzfristig möglich. Er lobte in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit der bayerischen Unikliniken mit den übrigen Krankenhäusern.

Die Unikliniken bezeichnete Sibler als "Rückgrat und Speerspitze im Kampf gegen Corona". Denn nicht nur in der Versorgung von Covid-19-Patienten seien die Kliniken vorbildlich. Auch in der Erforschung des Coronavirus seien die Unikliniken dabei. So gebe es zum Beispiel bald eine Stichprobenanalyse zur Verbreitung von Corona. Sibler dazu: "Wir erhoffen uns Erkenntnisse, wie wirksam die aktuellen Maßnahmen sind."

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Update 8. April, 16.41 Uhr

Wieder ein Toter im Landkreis Mühldorf

Eine 79-jährige coronakranke Frau ist am Mittwoch gestorben. Das teilte das Landratsamt Mühldorf mit. Insgesamt gab es nach Angaben der Behörde am Mittwoch 15 neue bestätigte Corona-Fälle, sechs von ihnen sind über 60 Jahre alt, die anderen jünger. Ein Erkrankter wurde in die Corona-Klinik Mühldorf eingeliefert, in der inzwischen 87 positiv Getestete und 44 Verdachtfälle liegen. 13 sind intensivpflichtig, elf durften wieder nach Hause gehen. Weil das Krankenhaus Mühldorf als Corona-Klinik auch für den Landkreis Altötting arbeitet, werden dort auch Kranke aus dem Nachbarlandkreis behandelt. Im L andkreis Mühldorf sind jetzt 328 Fälle bestätigt, 109 gelten als genesen.

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Update 8. April, 13.46 Uhr

Gang auf den Friedhof erlaubt, Grabpflege nicht

Viele Menschen nutzen an Ostern die freien Tage und das oftmals schöne Wetter, um auf dem Friedhof Gräber zu pflegen. Im Zuge der Coronakrise gibt es aber auch hier Einschränkungen. Wie das bayerische Innenministerium auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen mitteilt, dürfen Menschen "im Zuge eines Spaziergangs" auf einen Friedhof gehen und Gräber besuchen.

Aber erlaubt sind am Grab nur "unaufschiebbare und notwendige Tätigkeiten, sofern Abstandsregelungen zu anderen eingehalten werden", schreibt das Ministerium. "Das Grab bepflanzen, gießen, etc. sollte nach Möglichkeit, da es sich dabei in der Regel um aufschiebbare Tätigkeiten handelt, vermieden werden."

Lesen Sie hier, welche anderen traditionellen Beschäftigungen an Ostern noch durch die Corona-Einschränkungen betroffen sind.

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Update 8. April, 11.01 Uhr

Corona-App soll nach Ostern an den Start gehen

Die europaweite Corona-Warn-App soll nach Ostern startklar sein. Wie die Deutsche Presseagentur meldet, soll die App alle Teilnehmer am System untereinander warnen, wenn jemand einen kritischen Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte. Die App soll dennoch Datenschutzvorgaben einhalten. Es werden keine Ortsdaten gespeichert. Das System soll über Bluetooth funktionieren. Durch die Messung mit dem Bluetooth-Standard soll es sogar möglich sein zu differenzieren, wenn zwei Menschen durch eine sichere Glasscheibe Kontakt hatten - und somit keine Infektionsgefahr besteht.

Lesen Sie hier alles zur Corona-Warn-App.

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Update 7. April, 17.52 Uhr

Gesundheitsamt Rosenheim: Kein Grund zur Entspannung in der Region

Er ist der Experte in Sachen Corona-Pandemie in der Region: Dr. Wolfgang Hierl, Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim, und von Beginn an mit dem Virus und dessen Ausbreitung befasst. Seine Einschätzung zur Lage im Corona-Hotspot Rosenheim: keinerlei Entspannung. Von vorschnellen Lockerungen rät er ab.

Ein verfrühter Exit wäre kontraproduktiv für die aktuell greifenden Maßnahmen, ist Hierl überzeugt. „Die Entscheidung, wann das Leben in Bayern und damit auch in Stadt und Landkreis Rosenheim wieder langsam und in welchem Maße hochgefahren werden kann, fällt allerdings zentral bei der Staatsregierung.“

Update 7. April, 16.07 Uhr

Das lange Warten auf einen Corona-Impfstoff

Das bayerische Kabinett hat am Dienstagvormittag getagt. Und es gab nur ein Thema: das Coronavirus und der Kampf gegen die Ausbreitung. Nach der Sitzung trat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mit seinen Ministern Hubert Aiwanger (Wirtschaft) und Melanie Huml (Gesundheit) vor die Kameras.

Und was sie zu sagen hatten, gab zwar einerseits Anlass zu leichter Zuversicht. Denn die Zahl der Corona-Infektionen steige deutlich langsamer. Andererseits gab es auch Ernüchterndes. Denn Markus Söder sagte, dass es ein endgültiges Ende der Anti-Corona-Maßnahmen erst geben werde, wenn ein Impfstoff da ist.

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Update 7. April, 14.45 Uhr

Betrugsmasche mit Atemschutzmasken

Einem groß angelegten Betrug mit Atemschutzmasken ist offenbar die Staatsanwaltschaft Traunstein auf der Spur. Bislang unbekannte Täter sollen versucht haben, dem Land Nordrhein-Westfalen nicht existenten Schutzausrüstung im Wert von knapp 15 Millionen Euro zu verkaufen. 

Wie die OVB-Heimatzeitungen exklusiv erfahren haben, ist es den Ermittlern offenbar gelungen, die Spur des bereits gezahlten Geldes zu verfolgen und einen Großteil der Mittel sicherzustellen oder einzufrieren. Die Ermittlungen gehen zurück auf einen Unternehmer aus dem Landkreis Traunstein, der misstrauisch wurde und Ende März Anzeige erstattete.

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Update 7. April, 12.45 Uhr

Eingeschränkter Betrieb auf und an den Seen der Region

Der Frühling erwacht. Das ist normalerweise der Startschuss für die Wassersportler auf den Seen der Region – allen voran auf dem Chiemsee. Allerdings sorgt auch hier die Corona-Pandemie für erhebliche Einschränkungen. Die Landratsämter Traunstein und Rosenheim haben auf Basis der in Bayern geltenden Allgemeinverfügung Vorschriften erlassen, was derzeit am und auf dem Wasser erlaubt ist – und was nicht.

Demnach dürfen Segler ihren Sport ausüben, solange sie es alleine tun oder gemeinsam mit Mitgliedern ihres Haushaltes. Dagegen sind beispielsweise notwendige Reparaturarbeiten an Booten das Fahren motogetriebener Boote nicht erlaubt, weil dies aktuell kein triftiger Grund ist, um nach draußen zu gehen. Dieser besteht lediglich in der sportlichen Betätigung beim Segeln.

Die Behörden appellieren an die Segler auf den Seen der Region, auf ihr Hobby möglichst zu verzichten. Denn Einsätze der Wasserwacht seien nicht selten. Und die Ressourcen der Retter würden derzeit anderweitig dringend benötigt.

Update 7. April, 10.12 Uhr

Traunsteiner Frühlingsfest abgesagt

Das Traunsteiner Frühlingsfest muss heuer wegen der Corona-Pandemie ersatzlos abgesagt werden. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Das Frühlingsfest hätte vom 8. bis 17. Mai stattfinden sollen. Angesichts der aktuellen Lage sieht sich die Stadt Traunstein aber nicht in der Lage, diese Veranstaltung auszurichten. Eine V erschiebung des Frühlingsfestes ist aus organisatorischen Gründen nicht möglich, weshalb das Frühlingsfest ersatzlos abgesagt wird.

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Update 7. April, 9.32 Uhr

77-Jährige im Landkreis Mühldorf stirbt an Folgen einer Corona-Infektion

Vier neue Coronafälle haben sich gestern im Landkreis bestätigt. Das teilte das Landratsamt mit. Damit liegt die Zahl deutlich unter den Neumeldungen der letzten Tage. Allerdings gab es auch einen Todesfall zu vermelden, eine 77-jährige starb, sie war mit dem Virus infiziert.

Einer der Neuinfizierten ist über 60 Jahre alt, die übrigen sind jünger. Damit gibt es jetzt 285 bestätigte Fälle im Landkreis Mühldorf (Stand 6. April), 44 davon werden stationär behandelt. Die Gesamtzahl der Patienten im Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf beträgt 45 Verdachtsfälle, dazu kommen 97 Erkrankte. Zwölf müssen auf der Intensivstation behandelt werden. Acht wurden entlassen.

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Update 7. April, 8.55 Uhr

Österreich kündigt Lockerung der Coronamaßnahmen an

Behutsam und schrittweise lockert Österreich seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. In Österreich sollen nach der Öffnung von kleinen Geschäften sowie Bau- und Gartenmärkten am 14. April dann ab Anfang Mai alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure wieder öffnen. "Wir sind bisher besser durch die Krise gekommen als die meisten anderen Länder", stellte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz fest. Jetzt will Wien auch beim Hochfahren der Wirtschaft Zeichen setzen.

Die Landesregierung kündigte am Montag an, die Selbstisolation Tirols ab Dienstag aufzuheben. Die Quarantäne für die Regionen Paznaun, St. Anton und Sölden bleibt allerdings bestehen. Das meldet die Tiroler Tageszeitung. Von Bergsport rät die Tiroler Landesregierung weiterhin entschieden ab. Für sportliche Betätigungen im Freien gelten weiterhin dieselben Einschränkungen, wie in Deutschland. Die Menschen sollen nur alleine rausgehen oder in Begleitung mit Personen, mit denen sie ohnehin im selben Haushalt wohnen.

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Update 6. April, 17.18 Uhr

Kanzlerin Merkel zur Lage in der Coronakrise

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Berlin vor die Kameras getreten und hat sich zur Lage in der Coronakrise geäußert. Ein konkretes Datum, wann die Einschränkungen des öffentlichen Lebens enden, nannte sie dabei nicht. Sie hab lediglich das Versprechen ab, dass man Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehre, sobald die Lage im Land dies zulasse. Sehen Sie hier das ganze Statement der Kanzlerin. Die Pressekonferenz begann mit Verzögerung. Angela Merkel spricht ungefähr ab Minute 17.

Video

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Update 6. April, 16.44 Uhr

Rosenheim rechnet mit Einbruch der Gewerbesteuer

Die Stadt Rosenheim fürchtet um ihrer wichtigste Einnahmequelle: die Gewerbesteuer. Wie drastisch die Corona-Krise in das Finanzaufkommen der Stadt eingreifen wird, lässt sich schon jetzt erkennen: Wirtschaftsdezernent Thomas Bugl rechnet mit einem Rückgang der Gewerbesteuer im laufenden Jahr um 30 Millionen Euro und mehr – unter der Annahme, dass alle Unternehmer ihre Vorauszahlungen auf Null setzen. Noch ist das nicht fix abzusehen.

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Update 6. April, 15.37 Uhr

Wassburgerin bekommt Anruf vom Bundespräsidenten

Sie werden von vielen "Helden der Coronakrise" genannt - die Geschäftsleute, die ihre Betriebe offen halten und die Menschen trotz widriger Umstände weiter mit allem versorgen, was sie brauchen. Doch gerade diese "Helden" sind es, die wirtschaftlich oft ums Überleben kämpfen müssen.

Bei diesen Menschen, an der Basis, hört sich nun Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um. Per Telefon. Eine der Angerufenen war Christine Deliano, Geschäftsführerin der Wasserburger Backstube. Sie wollte es zuerst gar nicht richtig glauben, sprach dann aber mit Steinmeier eine gute Viertelstunde über die Sorgen und Nöte des Mittelstandes. Über die Probleme beim beantragen von Hilfsleistungen und Fördermitteln. "Stellvertretend für die vielen kleinen Mittelständler, die derzeit so zu kämpfen haben“, wie sie sagt.

Lesen Sie hier die ganze Geschichte über das Gespräch von Bundespräsident Steinmeier und Christine Deliano.

Via Facebook wandte sich Steinmeier im Rahmen seiner Telefonaktion an die Menschen in Deutschland.

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Update 6. April, 11.21 Uhr

Wasserhähne unbedingt regelmäßig spülen

Aufgrund der Corona-Pandemie sind viele Betriebe und Lokale in der Region geschlossen. Überall dort wo kein oder nur sehr wenig Wasser verbraucht wird, besteht daher die Gefahr von hygienischen Problemen in der Trinkwasserhausinstallation. Es können sich Keime bilden. Um dies zu vermeiden, sollen alle Entnahmestellen (Wasserhähne usw.) regelmäßig mindestens wöchentlich, besser alle 3 Tage ausreichend gespült werden, informieren die Behörden.

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Update 6. April, 10.59 Uhr

Was wird mit dem Rosenheimer Herbstfest?

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern gelten vorerst bis 19. April. Niemand kann aktuell sagen, wie es danach weitergeht. Weder kurz- noch mittelfristig. Das stellt die Organisatoren großer Veranstaltungen im Sommer und im Herbst vor schwierige Entscheidungen. Denn sie wissen nicht, ob sie ihr Event durchführen können oder nicht.

Das betrifft auch die Macher des Rosenheimer Herbstfestes. Vorerst gehen die Planungen für das Herbstfest ganz normal weiter, heißt es auf Nachfrage beiomi Wirtschaftlichen Verband in Rosenheim, der das Herbstfest ausrichtet. Eine Entscheidung, ob das Herbstfest stattfinden kann oder nicht, ist damit nicht verbunden. Der Wirtschaftliche Verband bereitet sich auf alle Szenarien vor – auch auf eine komplette Absage.

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Update 6. April, 8.57 Uhr

Uni-Semester in Bayern beginnt mit Online-Vorlesungen

München (dpa/lby) - Auch in Zeiten der Corona-Krise soll an Bayerns Hochschulen studiert werden können. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Virus beginnt das Sommersemester aber zunächst mit Online-Vorlesungen. "Wir starten den Lehrbetrieb für alle Studentinnen und Studenten am 20. April komplett digital", sagte dem Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Sonntag. Der Gesundheitsschutz habe oberste Priorität. Ob man im Laufe des Sommers nach und nach zur Präsenzlehre zurückkehren könne, sei noch nicht absehbar.

Der digitale Vorlesungsbetrieb verlange von allen Gruppen - Hochschulen, Lehrenden und Studenten - ein hohes Maß an Flexibilität. "Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir alle diese Bewährungsprobe bestehen werden", sagte Sibler. Mit Blick auf die Prüfungen zum Ende des Semesters arbeiteten die Hochschulen an praktikablen Lösungen.

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Update 5. April, 18 Uhr: 

81 registrierte Fälle mehr übers Wochenende im Landkreis Traunstein 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen aktuell 466 bestätigte Corona-Fälle vor. Das sind 81 nachgewiesene Infizierte mehr als am Freitag. Alle Personen werden medizinisch versorgt. 

In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 64 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich unverändert elf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (vier in Traunstein und sieben in Trostberg). Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Meldung vier Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männern (zwischen 66 und 80 Jahren). Bei allen vier Personen war auch eine COVID-19-Infektion diagnostiziert worden. 

Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt elf Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor. 218 Frauen und 248 Männer sind laut Statistik aktuell infiziert.

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Update 5. April, 17 Uhr: 

Ausgangsbeschränkungen in der Region werden eingehalten 

Bilderbuchwetter am ersten Wochenende der Osterferien.  Trotzdem ließen sich nur wenige Menschen in der Region vor die Haustür oder den Garten locken. Polizei und Bergwacht ziehen am Sonntag mit Blick auf die Einhaltung der Regeln zur Corona-Ausgangsbeschränkung eine positive Bilanz.

München (dpa/lby) - Ministerpräsident Markus Söder will nach der Corona-Krise mit Steuersenkungen und Innovationsanreizen in der Automobilindustrie die Konjunktur ankurbeln. Der CSU-Vorsitzende sagte der "Bild am Sonntag", der Solidaritätszuschlag solle ganz abgeschafft und früher umgesetzt werden. 

Söder-Appell an Bevölkerung in neuer Videobotschaft: „Ich habe eine Bitte“

Mehr Geld in der Tasche sollen auch die Pflegekräfte in Bayern haben. Ihnen will die Staatsregierung für ihren Einsatz in der Corona-Krise eine steuerfreie Bonuszahlung von 500 Euro zukommen lassen, so Söder. 

Update 5. April, 12.15 Uhr: 

Mehr als 1.400 Infizierte in Stadt und Landkreis Rosenheim

Das Gesundheitsamt Rosenheim meldet für Stadt und Landkreis Rosenheim (Stand 04.04.20 24 Uhr) 1.417 Infizierte. 

Mit 35 ist die Zahl der Verstorbenen unverändert geblieben. Genesen sind 82 Personen.

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Update 5. April, 10 Uhr: 

Fällt das Herbstfest Rosenheim 2020 aus?

München (dpa) -Bisher ist nicht entschieden, ob München dieses Jahr trotz der Corona-Krise das größte Volksfest der Welt feiern kann, berichtet die Deutsche Presseagentur. Damit steht auch die Rosenheimer Wiesn auf dem Spiel.  Sie soll am 31. August und damit fast drei Wochen früher als das Oktoberfest eröffnet werden. 

Bis in den Juli hinein sind Veranstaltungen weltweit bereits abgesagt oder verschoben: Theateraufführungen, Fußballspiele, das Tennisturnier von Wimbledon, die Bayreuther Festspiele, die Oberammergauer Passion - sogar die Olympischen Spiele. 

Was die Wiesn in München angeht, schieben die Verantwortlichen die Entscheidung noch hinaus. Sie solle zum spätestmöglichen Zeitpunkt kommen, hieß es. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), der das Fest eröffnen würde, sprach zuletzt von "spätestens Ende Mai, Anfang Juni."

In Tirol sind mit Stand Sonntagmorgen 1862 Personen infiziert (exklusive der wieder Genesenen). 984 Personen sind wieder genesen. Die Zahl der Verstorbenen liegt bei 35. Das meldet die Tirol Tageszeitung. 

Anders als bei uns werden die Menschen, die nach einer Coronavirus-Infektion wieder als genesen gelten, von der Gesamtzahl der Infizierten wieder abgezogen. 

Über 1.300 Tote in Deutschland 

Berlin (dpa) - In Deutschland sind bis Samstagabend mehr als 91 100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 85 100 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Mindestens 1316 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 1150). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 23 000 nachgewiesenen Fällen

und mindestens 370 Toten sowie Nordrhein-Westfalen mit mehr als 19 400 Fällen und mindestens 250 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner, verzeichnet Bayern mit einem Wert von 176,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 109,4.

Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

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Update 4. April:

In Deutschland wurde schon fast eine Million mal auf das Coronavirus getestet

Bis zum 29. März sollen Labors in Deutschland rund 918.460 Proben für die amtliche Statistik auf das neue Coronavirus geprüft haben. Das berichtet der Spiegel und beruft sich dabei auf das Robert Koch Institut. Bei einen einem Anteil von sieben Prozent konnte eine Infektion festgestellt werden, 93 Prozent der Tests waren negativ.

In Deutschland sind bis Samstagnachmittag mehr als 89 300 Infektionen (Vortag Stand 16.15: mehr als 83 700 Infektionen) mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mindestens 1250 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 1103) mit Sars-CoV-2 Infizierte starben den Angaben zufolge bislang bundesweit. (red/dpa)

In Stadt und Landkreis Rosenheim sind (Stand 03.04.20 24 Uhr) 1.333 Personen mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Das Gesundheitsamt Rosenheim teilt zudem mit, dass 35 Personen an der Infektion verstorben sind. Genesen sind 79 Personen.

In Bayern sind inzwischen 23 049 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Die Zahl der Todesfälle ist nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit binnen 24 Stunden um 43 gestiegen: von 327 auf 370. 

Das teilte das Landesamt am Samstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Den Angaben zufolge waren es am Vortag 20 962 Infizierte.

Trotz Osterferien wenig Verkehr in Bayern 

München (dpa/lby) - Trotz der Osterferien wird es in Bayern nach einer Prognose des ADAC nur wenig Verkehr geben. "Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen erwarten wir erheblich weniger Reiseverkehr rund um die Osterfeiertage und kaum Staus", teilte der Verein am Freitag mit. Wegen der Corona-Krise sind auch über Ostern keine Besuche bei Freunden oder Verwandten erlaubt.

Normalerweise sei Gründonnerstag der staureichste Tag im ganzen Jahr, hieß es weiter. An dem Tag kommen Reise- und Berufsverkehr zusammen. Heuer müssten Auto- und Lastwagenfahrer in Bayern nur an den Grenzen wegen verschärfter Kontrollen mit Wartezeiten rechnen.

Auch an den bayerischen Flughäfen wird an Ostern wegen der Corona-Krise deutlich weniger los sein. Am Freitag vor den Ferien verzeichnete der Flughafen München 2019 nach eigenen Angaben 1200 Starts und Landungen - dieses Jahr nur 51. In beiden Ferienwochen des vergangenen Jahres seien 18 000 Flüge mit mehr als zwei Millionen Passagieren angemeldet gewesen.

Der Flughafen Nürnberg rechnete 2019 mit mehr als 175 000 Reisenden in den Osterferien. Dieses Jahr gebe es wegen der vielen Einreiseverbote keine Flüge für Privatpersonen, sagte ein Sprecher. Der Flughafen sei aber für Rückhol-, Rettungs- oder Frachtflüge einsatzbereit. "Das ist unser Beitrag im Kampf gegen das Coronavirus."

"Wir haben in den kommenden zwei Wochen keinen planmäßigen Flugverkehr", teilte auch eine Sprecherin des Flughafens in Memmingen mit. Die Osterferien dauern in Bayern vom 4. bis 19. April.

Update 3. April, 18.31 Uhr

Infektionszahlen in der Region steigen weiter – Erstmals mehr als 20.000 in Bayern

Es ist zwar nicht - wie befürchtet - ein weiterer exponentieller Anstieg der Infektionszahlen in der Region zu beobachten. Dennoch gibt es immer mehr Menschen Stadt und Landkreis Rosenheim sowie im Kreis Mühldorf, die an Covid-19 erkranken. Das Gesundheitsamt Rosenheim meldet am heutigen Tag 131 neu entdeckte Infektionen mit dem Coronavirus. Im Landkreis Mühldorf sind es 29 neu getestete Fälle.

Hier finden Sie tagesaktuelle Zahlen zu neu entdeckten Corona-Infektionen in der Region, Bayern und Deutschland. Die Zahl der insgesamt entdeckten Infektionen übersprang in Bayern am heutigen Tag erstmals die Marke von 20.000. Im Freistaat sind nach Angaben des Robert-Koch-Institutes bislang 307 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Update 3. April, 15.11 Uhr

Region braucht Pflegekräfte – USA lassen Atemschutzlieferung für Deutschland beschlagnahmen

In der Region werden weiterhin Pflegekräfte händeringend gesucht. Der Ärztliche Leiter Führungsgruppe Katastrophenschutz, Dr. Michael Städtler, ruft unter anderem Medizinstudenten bzw. Pflegerinnen und Pfleger in Kurzarbeit oder im Ruhestand auf, sich zu melden. Besonders gesucht werden Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege. Interessierte Frauen und Männer können sich per E-Mail melden unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de. Schon gestern hatte sich das Corona-Schwerpunktklinikum in Mühldorf mit einem dramatischen Appell an die Öffentlichkeit gerichtet. Es fehlen demnächst bis zu 20 Intensivpflegekräfte.

Weltweit gibt es Meldungen, dass Atemschutzmasken knapp sind. Die Konkurrenz zwischen den Staaten um die dringend benötigte Schutzausrüstung wird offenbar immer härter. So macht aktuell eine Meldung die Runde, dass aus China eine Lieferung von Atemschutzmasken nach Deutschland unterwegs war. Die USA sollen diese Lieferung umgeleitet und beschlagnahmt haben.

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Update 3. April, 14.07 Uhr

ADAC sagt Maxlrainer Oldie Feeling und ADAC Bavaria Historic ab

Die Auswirkungen der Corona-Krise sowie die noch unabsehbaren Folgen in den nächsten Wochen und Monaten haben den ADAC Südbayern zur Absage des Maxlrainer Oldie Feelings an Fronleichnam (11. Juni) und der ADAC Bavaria Historic (11. bis 13. Juni) gezwungen.

Zu den beiden Veranstaltungen strömen Jahr für Jahr tausende Besucher aus der Region. "Ein Ausweichen auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2020 ist wegen des nötigen planerischen Vorlaufs, der unklaren Lage, wie es heuer generell mit Groß-Veranstaltungen weitergeht, und weiteren terminlichen Kollisionen nicht möglich",

heißt es in einer Pressemitteilung des ADAC.

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Update 3. April, 12.23 Uhr

Stadt Rosenheim erlässt Haushaltssperre für laufendes Jahr

Die Stadt Rosenheim hat eine Haushaltssperre für das laufende Jahr erlassen. Diese Entscheidung haben die Stadträte im jüngsten Pandemie-Rat einstimmig beschlossen. Grund dafür sind die erwarteten Einbrüche bei den Steuereinnahmen durch die Coronakrise.

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Update 3. April, 12.02 Uhr

Bad Feilnbach reagiert auf Ansturm von Ausflüglern

Die Gemeinde Bad Feilnbach reagiert auf die Zustände vom vergangenen Wochenende, als Ausflügler den Wanderparkplatz am Jenbach und die Almen stürmten. Ab sofort sind die Wanderparkplätze unteres und oberes Jenbachtal sowie der Thalhäuslparkplatz an der Schwarzenbergstraße bis auf Weiteres gesperrt.

Ebenso bleibt die Jenbachtalstraße weiterhin für den Pkw-Verkehr gesperrt. Das ist sie nach Mitteilung der Gemeinde den Winter über ohnehin wegen der dort stattfindenden Holzarbeiten. Doch sogar dies sei von vielen einfach ignoriert worden.

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Update 3. April, 9.32 Uhr

Winklmoostraße ab heute gesperrt - Wanderparkplätze im Achental dicht

Aufgrund der aktuellen Auflagen aus dem Infektionsschutzgesetz und der in Bayern geltenden Allgemeinverfügung ist die Winklmoosstraße bei Reit im Winkl mit sofortiger Wirkung für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Ausgenommen davon sind Berechtigte wie zum Beispiel Almbauern oder Anlieger.

Hintergrund ist, dass zum Wochenende hin mit vielen Ausflüglern gerechnet wird, die trotz der aktuellen Lage bei schönem Wetter nach draußen wollen. Es soll offenbar verhindert werden, dass besonders viele Menschen zum beliebten Ausflugsziel an der Winklmoosalm fahren.

Die in Bayern geltende Allgemeinverfügung zur Bekämfung der Ausbreitung des Coronavirus regelt zwar, dass Menschen nach draußen dürfen, um Erholung zu suchen. Allerdings kommt es bei beliebten Ausflugszielen immer wieder zu derzeit verbotenen Menschenansammlungen. So hatte vor wenigen Tagen beispielsweise eine Almwirtin bei Bad Feilnbach ihrem Unmut Luft gemacht, weil viele Ausflügler trotz Verbotes sich an ihrer Alm versammelt hatten.

Auch im Achental reagiert man auf einen befürchteten Ansturm von Ausflüglern an diesem Wochenende. Ab sofort sind dort bis auf Weiteres alle Wanderparkplätze gesperrt.

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Update 2. April, 18.58 Uhr

1 Million Masken für Rosenheim - Hilferuf aus dem Klinikum Mühldorf

Stadt und Landkreis Rosenheim haben zugeschlagen und sich eine Lieferung von einer Million Atemschutzmasken gesichert. Zum Preis von 1,87 Millionen Euro. Geteilt wird die Lieferung mit dem Landkreis Miesbach, mit dem Stadt und Kreis Rosenheim einen Rettungszweckverband bilden.

In Mühldorf spitzt sich derweil die Lage zu. Das Klinikum Mühldorf ist Corona-Schwerpunktkrankenhaus. Dort fehlt es aktuell zwar nicht an Gerät, um die schwer erkrankten Covid-Patienten zu behandeln. Allerdings geht dem Klinikum Mühldorf das Personal aus. Es fehlen Intensivpfleger an allen Ecken und Enden. 20 Leute mehr könnte Chefarzt Dr. Wolfgang Richter jetzt brauchen. Er sendet einen dramatischen Appell in die Welt: "Alle, die da draußen sind, kommt zu uns.“ Er meint Intensivpfleger in Rente, Erziehungsurlaub, Teilzeit, die die Not lindern könnten.

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Update 2. April, 17.16 Uhr

175 neu gemeldete Corona-Fälle in der Region

Zehn Patienten haben die Coronaklinik in Mühldorf bislang verlassen können. Das ist die gute Nachricht, der heutigen Coronabilanz. Die schlechte: Das Gesundheitsamt Mühldorf meldet 37 neue bestätigte Corona-Fälle. 13 Kranke sind über 60 Jahren, 24 darunter. Einer musste ins Krankenhaus. Damit liegen 76 Coronakranke in der Klinik, 13 da von auf der Intensivstation, sechs weniger als gestern. Insgesamt gibt es im Kreis Mühldorf 217 gemeldete Fälle.

Innerhalb von 24 Stunden hat sich die Zahl der Corona-Infizierten in Stadt und Landkreis um weitere 138 erhöht. Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim sind (Stand 01.04.20 24 Uhr) 1171 Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. 22 Personen verstarben nach Angaben des Gesundheitsamtes an den Folgen der Infektion. 63 sind genesen.

Betreuungshof Rottmoos unter Quarantäne

Wie heute bekannt wurde, steht der Betreuungshof Rottmoos in Wasserburg unter Quarantäne. Dort leben Menschen mit Behinderung. Zwei von ihnen sind nun an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben. Der Betreuungshof wendet sich nun mit einem dringenden Appell an die Öffentlichkeit: Es fehlt an Schutzmaterialien.

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Update 2. April, 14.50 Uhr

DAV-Appell: Keine Bergtouren unternehmen

Für das Wochenende ist schönes Wetter gemeldet. Sonnenschein und Temperaturen im zweistelligen Bereich. Normalerweise ideales Frühlingswetter, um erste Bergwanderungen zu unternehmen. Verboten ist der Gang in die Natur in der Coronakrise nicht, solange man sich an die Beschränkungen der Allgemeinverfügung hält. Unter Punkt 5g heißt es dort, erlaubt ist "Sport und Bewegung an der frischen Luft, allerdings ausschließlich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und ohne jede sonstige Gruppenbildung."

Der Deutsche Alpenverein (DAV) bittet aber Erholungsuchenden, keine Bergtouren zu unternehmen. DAV-Präsident Josef Klenner appelliert an die Bergsportgemeinde: „Bitte gehen Sie in der momentanen Situation nicht in die Berge!“ Es gehe darum, so Klenner, alpine Notfälle zu verhindern und dadurch sowohl das Rettungswesen als auch die Krankenhäuser zu entlasten.

Mit Blick auf die Situation an zurückliegenden schönen Tagen nennt Josef Klenner einen weiteren Grund für seinen Appell: „Besonders beliebte Wanderziele können so stark frequentiert sein, dass auch ein Infektionsrisiko besteht.“

Wie schnell es auch auf vermeintlich einfachen Bergtouren zu Unfällen kommen kann, zeigte sich dieser Tage bei Staudach-Egerndach. Ein Mann aus Grassau stürzte dort am Mittwoch auf einem steilen Bergpfad 30 Meter tief ab und verletzte sich schwer.

Er musste mit einem Rettungshubschrauber geborgen werden. Ein Rettungsteam der Bergwacht musste sich kompliziert einen Weg zum Unfallopfer bahnen. Dabei, so die Pressemeldung der Bergwacht, sei es den Rettern nicht möglich gewesen, jederzeit die notwendigen Abstände einzuhalten, die zur Vermeidung einer Coronainfektion notwendig gewesen wären.
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Update 2. April, 13.46 Uhr

Tankstellenpächter in Not

Tankstellen sind zwar von den Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgenommen. Sie dürfen ganz normal öffnen und ihr komplettes Sortiment verkaufen. Doch die Kundschaft bleibt aus. Die Menschen fahren weniger Auto. Und sie kaufen in den Tankstellen-Shops weniger ein.

Eine Tankstellenbetreiberin aus Neumarkt-St. Veit sagt, das Shopgeschäft "liegt fast bei null". Auch die Waschanlage stehe fast immer still. Die Waschboxen und Staubsauger darf sie zur Zeit aber nicht betreiben. Bei Heizölhändlern läuft das Geschäft zur Zeit offenbar besser.

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Update 2. April, 12.02 Uhr

Abmahnung für "Atemschutz" oder "Mundschutz"? Bislang kein Fall bekannt

In der Region sind das Engagement und die Hilfsbereitschaft in der Coronakrise groß. Die einen gehen in ihrer Nachbarschaft oder in ihrem Ort Einkaufen für Menschen, die momentan nicht raus dürfen oder Angst haben, weil sie einer Risikogruppe angehören. Andere nähen jeden Tag Gesichtsmasken, mit denen sich die Menschen gegenseitig vor einer Corona-Ansteckung schützen wollen. Oft ist dabei von "Mundschutz", "Atemschutz" oder "Atemschutzmasken" die Rede.

Nun macht dieser Tage die Nachricht die Runde, dass Herstellern selbst genähter Masken eine Abmahnung drohe, wenn man dabei versehentlich Bezeichnungen verwendet, die laut Gesetz für Medizinprodukte vorbehalten sind. Doch offenbar ist an diesen Gerüchten bislang nichts dran. Eine Anwaltskanzlei rät jedoch, beim Vertrieb selbst genähter Gesichtsmasken vorsichtshalber nur von "Mund- und Nasenmaske", "Mundbedeckung" oder "Behelfsmaske" zu sprechen und bestimmte Begriffe nicht zu verwenden.

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Update 2. April, 8.44 Uhr

Bis zu 13.000 Tests täglich in Bayern möglich

Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Testkapazitäten ausgebaut. Darauf weist Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hin. Sie betont: "Unser Ziel ist es, möglichst rasch Klarheit bei Verdachtsfällen zu bekommen. Dies ist sehr wichtig, um weitere Infektionen einzudämmen. Deshalb freue ich mich, dass die bayernweite

Testkapazität sogar auf circa 13.000 Tests pro Tag

steigen kann."

Davon entfallen rund 11.000 Tests auf Privatlabore, rund 2.000 auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Voraussetzung ist, dass genügend Probenmaterial zur Verfügung steht. Die Ministerin verwies darauf, dass es in Bayern nach Angaben des LGL bereits mehr als 110.000 Testungen gab. Davon waren rund 8,7 Prozent positiv.

Huml erläuterte: "Bayern verfolgt die Strategie, die Laborkapazitäten gezielt zur Testung von begründeten Verdachtsfällen und engen Kontaktpersonen einzusetzen. Bevorzugt getestet werden sollen vor allem Personen aus der Gesundheitsversorgung und der Pflege."

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Update 1. April, 18.11 Uhr

Kassenärztliche Vereinigung beklagt "eklatanten Mangel" an Schutzausrüstung

Der eklatante Mangel an notwendiger Schutzausrüstung in Bayerns Arztpraxen gefährde zunehmend die ambulante medizinische Versorgung im Freistaat. Darauf wies der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) heute in München hin.

Auf Grund offensichtlich "völlig unzureichender Planungen im Bundesgesundheitsministerium" sei in Bayern, wie wohl auch in allen anderen Bundesländern, bislang viel zu wenig von dem bestellten Material angekommen.

Von der Bayerischen Staatsregierung war am Montag eine Million hochwertiger Schutzmasken für die verschiedenen Versorgungsebenen in Bayern angekündigt worden. Bisher seien diese weder bei der KVB noch bei den Praxen, die dringend darauf warten, angekommen, so eine Pressemitteilung der KVB.

Dazu sagte der Vorstand der KVB – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp: „Wir werden in Sachen Schutzausrüstung jetzt seit Wochen hingehalten und vertröstet. Allen Versprechungen zum Trotz kommt bei den Praxen in Bayern praktisch nichts an. Es ist den Ärztinnen und Ärzten nicht zuzumuten, sich ohne entsprechenden Schutz der Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus auszusetzen. Die uns bislang vom Bund zugeteilten Materialien wiesen nicht nur Mängel, wie zum Beispiel fehlende Zertifikate, auf. Sie waren zudem in der Menge völlig unzureichend, um alle knapp 18.000 Praxen in Bayern auszustatten. Wenn nicht heute neues Material eintrifft, dann brechen düstere Zeiten für die ambulante Versorgung im Freistaat an.“

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Upate 1. April, 17.57 Uhr

Schwerpunktpraxis in Mühldorf nimmt Betrieb auf

Die Schwerpunktpraxis für Atemwegsinfektionen am Volksfestplatz in Mühldorf hat heute ihren Betrieb aufgenommen. Diese Schwerpunktpraxis ist

täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet

und richtet sich ausschließlich an Patienten aus dem Landkreis Mühldorf.

„In diese Praxis sollen Personen kommen, die an einem akuten Atemwegsinfekt mit Husten, Fieber und starkem Krankheitsgefühl leiden, damit ihnen geholfen wird und damit sie nicht in ihre gewohnte Hausarztpraxis gehen müssen“, so der Versorgungsarzt Peter Wapler. Die Patienten werden dort untersucht und dann wird vor Ort über die weitere Behandlung entschieden.

Als es um 14 Uhr losging, warteten bereits 15 Autos. Auch ein Radfahrer reihte sich ein, um eine Untersuchung von einem der beiden Ärzten zu bekommen. Auf die Frage, warum die Patienten das Angebot wahrnehmen, sagten sie, dass sie an Vorerkrankungen an den Atemwegen und an der Lungen leiden würden. Eine Corona-Infektion könnte für Menschen mit Vorerkrankungen an den Atemwegen lebensgefährlich werden.

Den Betrieb der Schwerpunktpraxis, wie von den beiden Versorgungsärzten Peter Wapler und Dr. Jan Döllein vorgeschlagen, gemeinsam mit dem Landkreis Altötting zu betreiben, erklärt das Landratsamt Mühldorf. Nachdem der Landkreis Altötting sich jedoch weigert, 50 Prozent der Kosten zu übernehmen, sei dies jedoch nicht möglich. „Patienten und niedergelassene Ärzte aus dem bitten wir deshalb, sich mit ihren Fragen gegebenenfalls direkt an das Landratsamt Altötting den dortigen Versorgungsarzt zu wenden.“ Die Praxis koste dem Landkreis Mühldorf rund 80.000 Euro im Monat.

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Update 1. April, 17.39 Uhr

Söder: Es gibt keinen Anlass zur Entwarnung

Die Kontaktsperren und sonstigen Beschränkungen des öffentlichen Lebens werden in Bayern nicht jetzt schon verlängert. Aber die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundeskanzlerin haben gemeinsam beschlossen, die jetzt getroffenen Ausnahmeregeln bundeseinheitlich bis zum 19. April aufrecht zu erhalten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte, es werde keine Verschärfungen geben, "aber eine konsequente Umsetzung". Nach Ostern solle besprochen werden, wie es weitergeht. Söder: "Der 20. April bedeutet nicht automatisch, dass schon wieder alles so wird, wie vor den Beschränkungen."

Einziger Maßstab für die Bewertung der Situation sei, wie sich die Infektionszahlen entwickelten. Die jetzt getroffenen Maßnahmen beginnen zu wirken, so der Ministerpräsident. "Aber es gibt keinen Anlass zur Entwarnung."

Die Zeit, die man durch die Maßnahmen jetzt gewinne, werde benötigt, um die Behandlungskapazitäten in den Krankenhäusern weiter auszubauen und die Gesundheitsdienste personell besser auszustatten. Wenn die Infektionszahlen zurückgehen, sollen mit dem zusätzlichen Personal in den Behörden auch Infektionsketten wieder besser zurückverfolgt werden können.

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Update 1. April, 15.59 Uhr

Väter dürfen bei der Geburt ihrer Kinder dabei sein

Aufgrund der Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung der Corona-Pandemie gilt auch ein allgemeines Besuchsverbot in Kliniken in Bayern, das nur wenige Ausnahmen zulässt. Ein Ausnahmefall stellt die Geburt eines Kindes dar.

Engste Familienangehörige, in der Regel der Vater des Kindes, dürfen weiterhin als Begleitperson während der Geburt die werdende Mutter im Kreißsaal unterstützen. Das teilt das Bayerische Familienministerium mit. Auch dürfen Väter die Mutter und das neugeborene Kind in der Klinik besuchen.

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Update 1. April 14.24 Uhr

Lage in Stadt und Kreis Rosenheim ist ernst, aber beherrschbar

Aktuell informiert das Landratsamt Rosenheim in einer Video-Pressekonferenz über die Corona-Lage in der Region. Seit heute sind erstmals mehr als 1000 COVID-19-Erkrankte in Stadt und Kreis Rosenheim gemeldet. Aktuell sind es 1033 Erkrankte, von denen 57 wieder genesen sind. 17 Menschen sind verstorben. Das berichtet Dr. Wolfgang Hierl, der Leiter des Gesundheitsamtes Rosenheim.

23 Menschen COVID-Patienten werden derzeit in den Romed-Kliniken auf Intensivstationen behandelt. Die Kapazitäten seien noch nicht erschöpft, sagt Dr. Jens Deerberg, Geschäftsführer der Romed-Kliniken. Insgesamt würden aktuell 167 Corona-Infizierte in den Kliniken behandelt. Die meisten in Rosenheim, einige in Wasserburg und Einzelfälle in Bad Aibling und Prien.

Insgesamt gebe es aktuell 39 Beatmungsplätze an den Romed-Kliniken, die erstklassig zur Behandlung von Coronavirus-Patienten ausgestattet seien. Außerdem gebe es weitere Intensivbetten, die innerhalb kurzer Zeit für die Behandlung weiterer Patienten aufgerüstet werden könnten. Mittelfristig strebe das Romed-Klinikum an, rund 90 Intensiv-Behandlungsplätze für COVID-19-Patienten zu schaffen.

Dass es irgendwann soweit kommen wird, dass Ärzte entscheiden müssen, welcher Patient beatmet werden kann und welcher nicht (Triage), davon geht der Romed-Geschäftsführer nicht aus. "Da bin ich extrem zuversichtlich. Wir müssen uns derzeit mit solchen Szenarien nicht beschäftigen", beruhigt Deerberg. Selbst wenn die Zahl der Beatmungsplätze in der Region irgendwann knapp werden sollte, bestehe immer noch die Möglichkeit, Patienten in andere Kliniken in Deutschland zu verlegen.

Warum es gerade in der Region Rosenheim so viele Coronavirus-Fälle gebe, könne niemand mit Bestimmtheit sagen. Wolfgang Hierl vom Gesundheitsamt geht zum einen davon aus, dass in mehr getestet werde als in anderen Regionen. Außerdem seien möglicherweise in den Faschingsferien viele Menschen aus den Skigebieten in Tirol und Südtirol mit einer Erkrankung zurückgekehrt, ohne zunächst etwas davon zu bemerken.

Anfang Februar war in Rosenheim die Astrid-Lindgren-Schule für mehrere Tage geschlossen, weil viele Schüler erkrankt waren. Gerüchte, dass es sich bereits damals um einen Corona-Ausbruch gehandelt habe, könne das Gesundheitsamt nicht bestätigten. "Das war damals zur Hochphase der Influenza", sagte Hierl. "Wir haben keinerlei Anhaltspunkt, dass COVID im Spiel war." Auch für die Vermutung, dass sich das Coronavirus auf dem Starkbierfest in Rosenheim besonders ausgebreitet haben könnte, ließen sich nach wie vor nicht bestätigen.

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Update 1. April, 12.18 Uhr

Was sich ab 1. April ändert

Kita, Mieten, Hartz IV – in vielen Bereichen treten ab dem 1. April Änderungen in Kraft. Einige waren ohnehin geplant. Andere gehen auf die Gesetze zurück, die der Bundestag zur Bekämpfung der Coronakrise beschlossen hat. Die wichtigste Änderung dürfte die Mieten betreffen. Mieter, die aufgrund der Coronakrise und der damit zusammenhängenden Maßnahmen aktuell in finanziellen Schwierigkeiten stecken, können die Mietzahlung aussetzen. Der Vermieter darf deshalb nicht kündigen.

Die Regelung soll zunächst bis 30. Juni gelten. Entstehende Mietrückstände müssen allerdings spätestens innerhalb eines Zeitraumes von zwei Jahren beglichen werden. Was sich ab April noch alles ändert, lesen Sie hier.

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Update 1. April, 11.34 Uhr

Ausbruch in Bad-Feilnbach

Das Seniorenheim St. Lukas* in Bad Feilnbach ist von einem massiven Corona-Ausbruch betroffen. Zur Stunde werden die Bewohner in umliegende Einrichtungen verlegt und dort isoliert.

Wie viele Bewohner und Mitarbeiter betroffen sind, ist aktuell noch nicht bekannt. Alle weiteren Informationen zur Lage in Bad Feilnbach bekommen Sie hier.

*Zuerst hatten wir vom Seniorenheim St. Josef geschrieben. Es handelt sich allerdings um das Seniorenheim St. Lukas in Bad Feilnbach.

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Update 1. April, 9.27 Uhr

Neue Corona-Schwerpunktpraxis in Mühldorf ab heute offen

Eine neue Schwerpunktpraxis für Patienten mit Atemwegsinfekt geht auf dem Volksfestplatz in Mühldorf am Mittwoch, 1. April, in Betrieb. Das teilt das Landratsamt Mühldorf mit. Ab 14 Uhr können in diese Praxis alle Personen kommen, die schwerer an einem Atemwegsinfekt (Grippe, Bronchitis, Lungenentzündung...) erkrankt sind.

Wer sich in der neuen Schwerpunktpraxis vorstellt, soll sich nicht bei Haus- oder Fachärzten in der Praxis vorstellen. Ziel ist es, erkrankte Personen bestmöglich hausärztlich zu versorgen und medizinisches Personal in den Praxen nicht mit einer möglichen Infektion durch das neue SARS-CoV-2 Virus auszusetzen.

Diese Schwerpunktpraxis ist täglich von 14-18 Uhr geöffnet und für alle zugänglich, die an einem schwereren Atemwegsinfekt erkrankt sind. Betroffene Patienten werden gebeten, sich mit dem Auto auf dem Volksfestplatz einzufinden, sich in den dafür vorgesehenen Fahrspuren von einem Sicherheitsdienst eingewiesen anzustellen und im Auto zu warten, bis sie zur Untersuchung in einem der Container aufgerufen werden.

Alle nur leicht an Erkältung erkrankten ohne Fieber und/oder Atemnot sollen bitte zuhause bleiben, Kontakt zu Gesunden und Kranken vermeiden und sich mit Hausmitteln behelfen: Viel trinken, viel schlafen und sich mit Fieber senkenden und Schmerz stillenden Mitteln komplett auskurieren.

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Update 31. März 16.16 Uhr

Aktuelle Fallzahlen für den Kreis Mühldorf

Der Landkreis Mühldorf meldet für den heutigen Tag lediglich vier neue Coronavirus-Infektionen. Das ist der niedrigste Wert seit dem 23. März (3). Allerdings gibt es im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Mühldorf auch zwei weitere Todesfälle. Verstorben sind laut Meldung des Landratsamtes ein Mann (90) und eine Frau (80).

Die Zahl der Coronainfizierten liegt im Landkreis bei 161. Die Klinik Mühldorf, die als Corona-Zentrum für die Landkreise Mühldorf und Altötting fungiert, meldet folgende Zahlen: 60 stationäre Verdachtsfälle, 75 stationäre Coronafälle, davon liegen 18 Patienten auf der Intensivstation.

Die Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus machen vor allem auch den Gastronomen in der Region zu schaffen. Sie dürfen derzeit keine Gäste bewirten. Einige behelfen sich mit Liefer- und Abholdiensten. Doch das reiche bei weitem nicht aus, um die Umsatzeinbußen auszugleichen. Mühldorfer Gastronomen fordern nun die sofortige Senkung der Mehrwertsteuersätze auf sieben Prozent, um die Betriebe zu retten.

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Update 31. März 15.33 Uhr

Aktuelle Fallzahlen für die Region Rosenheim

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 923 Fälle von COVID-19 gemeldet. 41 Personen sind wieder genesen. Bisher sind elf Personen an der Erkrankung gestorben. Im Moment werden 35 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wird weiter aufgestockt.

Aufgrund der hohen Infektionsrate in Stadt und Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt Rosenheim weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Auch beim Einkaufen sollen Menschen immer ausreichend Sicherheitsabstand zu anderen halten.

Insbesondere Personen mit für das Coronavirus typischen Symptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnstörungen sollen jegliche Kontakte vermeiden und gegebenenfalls telefonisch mit dem Hausarzt Kontakt aufnehmen.

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Update 31. März 15.22 Uhr

Besonderer Umgang mit Corona-kontaminiertem Abfall

Wer am Coronavirus erkrankt ist oder zumindest unter Verdacht steht, soll einige Sicherheitshinweise im Umgang mit dem Hausmüll beachten. Einen entsprechenden Hinweis hat das Landratsamt Rosenheim heute herausgegeben.

Abfälle aus privaten Haushalten, die möglicherweise mit dem neuartigen Coronavirus kontaminiert sind, sollen in stabilen und reißfesten Müllsäcken verpackt und erst dann in die Restmülltonne gegeben werden. Damit sollen beispielsweise Müllwerker vor einer Infektion geschützt werden.

Dazu können Taschentücher, Mund-Nasen-Schutz und Hygieneartikel gehören, aber auch sonst verwertbare Abfälle wie Joghurtbecher, aus denen gegessen wurde. Allgemein gilt, COVID-19-Verdachtsfälle und leicht erkrankte COVID-19-Patienten sollen ihren Abfall im Zweifelsfall über den Restmüll entsorgen.

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Update 31. März, 14.59 Uhr

Kritik am Umgang mit der Coronakrise in der Region

Nicht nur für die Kliniken ist die Coronakrise eine Herausforderung. Auch die Hausärzte stehen vor nie dagewesenen Problemen. Wie bereiten sie ihre Praxis auf Coronavirus-Patienten vor? Wie verhindern sie, dass andere Patienten und das eigene Praxispersonal sich anstecken? Woher bekommen Ärzte jetzt Schutzausrüstung?

Der Haager Hausarzt Christian Büker und sein Team arbeiten im Ausnahmezustand. Und der Mediziner kritisiert, dass das medizinische Versorgungssystem in der Region anfangs völlig unvorbereitet in die absehbare Krise hineingeschlittert ist. „Hilfestellung, Informationen? Zu Beginn null Komma null“, kritisiert der Internist.

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Update 31. März, 14.38 Uhr

Kostenloser Rufbus in Traunstein

Der Rufbus in der Stadt Traunstein fährt ab sofort kostenlos. Oberbürgermeister Christian Kegel will damit jenen helfen, die in Krisenzeiten auf dieses Angebot angewiesen sind. „Natürlich muss man Lebensmittel und Ähnliches für den täglichen Bedarf besorgen. Der Rufbus bietet hier für viele im Stadtbereich eine günstige Möglichkeit, ihre Einkäufe nicht zu Fuß durch die ganze Stadt schleppen zu müssen“, erklärt Kegel.

Deshalb sind die Fahrten vorerst kostenlos. Im Stadtgebiet verteilen sich 59 Haltestellen, an denen die Bürger ein- und aussteigen können. Eine Stunde vor dem gewünschten Abholtermin unter Telefon 0861/65999 melden.

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Update 31. März, 13.27 Uhr

Kommt bald die Schutzmaskenpflicht in Deutschland?

Sie hatten sich eigentlich getroffen, um sich um wirtschaftliche die großen Fragen zu kümmern. Doch um ein paar Statements, die den Alltag der Menschen und ihre Probleme betreffen, kamen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundesfinanzminister Olaf Scholz bei ihrem Treffen am Dienstagmittag in München nicht herum.

Atemschutzmasken: So wurden sie beispielsweise von Journalisten in der Video-Pressekonferenz danach gefragt, was sie von einer Atemschutzmaskenpflicht im öffentlichen Raum halten - nach dem Vorbild Österreichs. Finanzminister Scholz verwies auf die extreme Knappheit, die momentan in der Versorgung mit Masken immer noch herrsche. Momentan komme es zuerst darauf an, Menschen mit Material zu versorgen, die in kritischen Bereichen arbeiten – Ärzte, Pfleger und das Personal in Altenheimen.

Söder schloss sich dem an. Bei den Atemschutzmasken, die auch den notwendigen Schutzstandard bieten "herrscht ein Notstand", sagte er. "Wir brauchen jetzt erstmal die Versorgung der Ärzte und aller Krankenhäuser." Nichtsdestotrotz rief der Ministerpräsident die Arbeitgeber dazu auf, ihr Personal mit Schutzmasken am Arbeitsplatz auszurüsten.

Handyortung: Seit einiger Zeit nutzen manche Staaten die Daten von Mobilfunkbetreibern, um die Einhaltung von Corona-Schutzregeln zu überwachen. Söder und Scholz wurden gefragt, ob es auch in Deutschland entsprechende Überlegungen gebe. Eine klare Antwort blieb Scholz schuldig. Wenn es gelänge, die Daten zu nutzen und gleichzeitig die geltenden Datenschutzstandards einzuhalten, könne er sich das vorstellen, sagte der Bundesfinanzminister.

Auch Söder gab keine eindeutige Antwort. Er sagte nur zu beiden Themen – Schutzmasken und Handyortung – allgemein: "Man kann nichts ausschließen. Es kann sich alles noch entwickeln."

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Update 31. März, 11.05 Uhr

128 Corona-Tote binnen 24 Stunden in Deutschland

In den letzten 24 Stunden sind in Deutschland 128 Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet worden. Darüber berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). Das Durchschnittsalter der Toten liege bei etwa 80 Jahren. Allerdings sei unter den Opfern auch eine 28-jährige Frau, die unter einer Vorerkrankung gelitten habe. Insgesamt gibt es in Deutschland damit 583 Todesfälle, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind.

Dem RKI sind von den Gesundheitsämtern aktuell rund 62.000 Coronavirus-Infektionen gemeldet - ein Plus von etwa 4600 Fällen im Vergleich zum Vortag. Die Infektion könne jeden treffen, so die Experten. Das durchschnittliche Alter der Erkrankten liege bei 47 Jahren. Es sind etwas mehr Männer als Frauen betroffen.

Die von den Behörden gemeldeten Fälle hinken den tatsächlichen Fallzahlen dabei mehrere Tage hinterher. So dauert es aktuell einige Tage, bis ein Verdachtsfall getestet wird. Und aufgrund der hohen Auslastung der Labore dauert es dann noch einmal mehrere Tage, bis ein Testergebnis vorliegt.

Die Zahl der Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, steigt nach Angaben des RKI ebenfalls. Etwa 16.000 Menschen in Deutschland seien mittlerweile wieder genesen.

Alle Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Fälle, die von den Behörden erfasst werden. Auch wenn beim Coronavirus viel getestet wird, gehen Experten davon aus, dass es - wie bei jeder Infektionskrankheit - eine Dunkelziffer gibt. Also Fälle, die von keiner Statistik erfasst werden. Schätzungen, wie hoch die Dunkelziffer im Falle von Corona liegt, gehen weit auseinander.

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Update 31. März, 9.27 Uhr

Nur der Kreis Tirschenreuth hat in Bayern noch höhere Infektzahlen

Neben den Landkreisen Miesbach, Erding und Tirschenreuth zählt die Region Rosenheim zu den vom Coronavirus besonders betroffenen. Nach einer Statistik des Robert-Koch-Institutes ist der Landkreis Rosenheim deutschlandweit auf Platz 5 der Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner - hinter Tirschenreuth (Bayern), Heinsberg (NRW) sowie dem Hohenlohekreis und Tübingen (beide Baden-Württemberg).

Die Staatsregierung hat angekündigt, in besonders betroffene Regionen mehr Unterstützung zu senden. Außerdem soll in der Region ein Hilfskrankenhaus entstehen. Wo, das ist allerdings noch offen.

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Update 31. März, 8.55 Uhr

Corona-Infizierte will Arbeitsplatz im Altersheim nicht verlassen

Eine anonyme Anzeige ging am Sonntagabend bei der Polizei in Kufstein ein. Eine Pflegerin in einem Altenheim sei mit dem Coronavirus infiziert, verrichte aber weiterhin ihren Dienst. Bei einer Überprüfung durch eine Polizeistreife im betreffenden Altersheim wurde die Pflegerin tatsächlich bei der Arbeit angetroffen, so der Polizeibericht aus Österreich.

Die 31-jährige Österreicherin beschimpfte die Beamten und weigerte sich vorerst sich in Quarantäne zu begeben, begab sich schließlich jedoch zuerst in einem abgeschlossenen Raum des Altersheims und anschließend in häusliche Quarantäne. Das meldet die Polizei. Nach Abschluss der Erhebungen wird die Frau an die Staatsanwaltschaft Innsbruck angezeigt.

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Update 30. März, 18.38 Uhr

Die Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim

Aufgrund der hohen Infektionsrate in Stadt und Landkreis Rosenheim empfiehlt das Gesundheitsamt Rosenheim weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Insbesondere Personen mit Erkältungssymptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnstörungen sollen jegliche Kontakte vermeiden, rät das Gesundheitsamt. Auch den persönlichen Kontakt zur Hausarztpraxis sollen erkrankte Personen vermeiden und vor einem Besuch in jedem Fall telefonisch mit dem Arzt Kontakt aufnehmen.

Bis zum Montagnachmittag wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 887 Fälle von COVID-19 gemeldet. "Es werden seit drei Tagen etwas weniger Fälle pro Tag gemeldet", heißt es im täglichen Lagebericht des Landratsamtes. Um einen Trend abzulesen, sei es allerdings derzeit noch zu früh.

21 Personen sind in Stadt und Landkreis Rosenheim wieder von ihrer Coronavirus-Erkrankung genesen. Bisher sind sieben Personen an der Erkrankung gestorben. Im Moment werden 34 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen in Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wird weiter aufgestockt.

In den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und Traunstein werden insgesamt aktuell 57 Menschen wegen einer Coronavirus-Erkrankung intensivmedizinisch behandelt.

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Update 30. März, 17.56 Uhr

Die Lage in den Landkreisen Mühldorf und Traunstein

Kaum Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen gab es am Wochenende im Landkreis Mühldorf. "Im Landkreis Mühldorf finden die Ausgangsbeschränkungen eine sehr hohe Aktzeptanz", sagte Polizeisprecherin Carolin Hohensinn auf Anfrage. Die Beamten in Mühldorf und Waldkraiburg kontrollierten am Wochenende 166 mal und stellten dabei 16 Verstöße fest. Anzeige erstatteten sie in keinem Fall. „Wir gehen mit Fingerspitzengefühl daran und wenn die Leute einsichtig sind und die Vergehen nicht schwerwiegend, lassen wir es bei einer Ermahung“, sagte Hohensinn.

21 neue Coronakranke zählt der Landkreis Mühldorf. Damit liegt die Zahl jetzt bei 157 Erkrankten. 32 davon werden stationär behandelt. Insgesamt liegen jetzt 143 Patienten im Krankenhaus, davon 16 auf der Intensivstation.

251 – 29 mehr als gestern – bestätigte Corona-Fälle gibt es im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit insgesamt 27 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich 7 Patienten in intensivmedizinischer Betreuung (vier in Traunstein und drei in Trostberg). Bei den 251 sind 117 Frauen und 134 Männer betroffen. Geheilt sind zwölf Personen.

Die Zahl gibt die Summe aller gemeldeten Infektionen im Kreis Traunstein wieder. Dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind. Die Entwicklung der Fallzahlen im Landkreis Traunstein zeigt, dass auch dieser zunehmend zu den am stärksten betroffenen Regionen gehört. Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, ist laut Landratsamt eine allgemeine Kontaktminimierung eines der effektivsten Mittel.

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Update 30. März, 16.29 Uhr

Viele Vernünftige am Wochenende – und einige unbelehrbare Ausflügler

Die Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung zur Bekämpfung des Coronavirus greifen – davon zeigte sich Ministerpräsident Markus Söder am Mittag bei einer Pressekonferenz überzeugt. Auch Innenminister Joachim Hermann stellte fest, dass die Menschen sich weitgehend an die Auflagen der Ausgangsbeschränkungen hielten. Die meisten zumindest.

Einige Unbelehrbare gibt es aber offenbar doch. Die sammelten sich am Wochenende beispielsweise in Scharen an der Tregler Alm bei Bad Feilnbach. Zum Ärger der Hüttenwirtin, die ihren Betrieb geschlossen hat. Sie schilderte, dass die derzeit ungebetenen Gäste die zusammengeklappten Bierbänke an der Alm einfach kurzerhand wieder selbst aufgeschlagen haben. Ihrem Ärger über dieses Verhalten machte die Wirtin auf Facebook Luft – das schlug hohe Wellen.

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Update 30. März, 16.10 Uhr

KVB fordert besseren Corona-Schutz für niedergelassene Ärzte

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und weitere Mitglieder seiner Regierung haben am Montagmittag die aktuellen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus bewertet - und vorwiegend als Erfolg gelobt. Dem schließt sich die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) nun an. Allerdings mit Einschränkungen.

So heißt es in einer Stellungnahme der KVB vom Montagnachmittag: "Bei der Versorgung mit der in den Praxen dringend benötigten Schutzausrüstung wie Masken, Kitteln und Desinfektionsmitteln herrscht in Bayern aus Sicht des Vorstands der KVB nach wie vor ein eklatanter Mangel." Bisher sei nur ein Teil der angekündigten Schutzausrüstung in Bayern angekommen. Und dieser sei mancherorts auch noch mit Mängeln behaftet.

Dazu schreibt der Vorstand der KVB: „Wir warten täglich auf die Lieferungen vom Bund, aber es kommt praktisch nichts an. Wir können und wollen unsere Kolleginnen und Kollegen in den Praxen nicht länger vertrösten. Es ist zu begrüßen, dass die Bayerische Staatsregierung jetzt die Beschaffung und Verteilung der Schutzmaterialien an Kliniken, Praxen und andere Einrichtungen zentral organisieren will." Wenn in Bayern nun angeblich eine Million Schutzmasken eingetroffen seien, dann erwarteten die Praxen zurecht, dass sie umgehend auch einen beträchtlichen Anteil daran erhalten.

Darüber hinaus erinnert die KVB daran, dass sie die hausärztliche Bereitschaftsnummer 116117 zur Corona-Notfallnummer ausgebaut habe. Die Mitarbeiter hätten nun das 15-fache Anrufvolumen zu bewältigen, wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Außerdem habe man kurzfristig einen Hausbesuchsdienst ins Leben gerufen, der Verdachtsfälle auf das Coronavirus teste. "Dass es in Bayern sehr früh umfassende Möglichkeiten zur Durchführung von Corona-Tests gab, hat zur Folge, dass die Laborkapazitäten in Bayern praktisch völlig erschöpft sind und einzelne Chargen von Abstrichen mittlerweile zur Labordiagnostik in andere Bundesländer gebracht werden müssen", so die KVB in ihrer Pressemitteilung.

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Update 30. März, 14.48 Uhr

Testzentrum Loretowiese: Nur mit Überweisung und festem Termin

Seit einigen Tagen ist nun das Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Betrieb. Und die Betreiber stellen fest, dass immer wieder Patienten kommen, die zwar eine Überweisung haben, aber keinen Termin. Wer sich vor Ort testen lassen wolle, brauche aber neben der Überweisung auch einen festen Termin. Diesen müsse der überweisende Arzt ausmachen und dem Patienten mitteilen.

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Update 30. März, 13.24 Uhr

Rosenheim an der Kapazitätsgrenze der Intensivbetten

Ministerpräsident Markus Söder erwähnt es bei der Pressekonferenz am Montagmittag fast beiläufig: "Rosenheim hat die Kapazitätsgrenze bei den Intensivbetten erreicht." Derzeit sind die Romed-Kliniken dabei, ihre Behandlungskapazitäten für COVID-19-Patienten deutlich auszubauen.

Nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen sollen Freitag vergangener Woche rund 140 Patienten in den Romed-Kliniken gelegen haben, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder bei denen ein begründeter Verdacht besteht, der gerade getestet wird. Von diesen 140 Patienten lagen nach OVB-Informationen 24 auf einer Intensivstation.

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Update 30. März, 13.01 Uhr

Corona-Ansteckungsketten sollen weiter zurückverfolgt werden

Ministerpräsident Söder zeigt sich überzeugt, dass die bisherigen Maßnahmen gegen Corona in Bayern dazu geführt haben, dass rund 5000 Ansteckungen vermieden wurden. Das weitere Vorgehen soll Mitte April eng mit den anderen Bundesländern abgestimmt werden.

„Eine Exit-Debatte, so verständlich sie sein mag, ist jetzt zur Unzeit", sagt Söder. Er geht davon aus, dass es dann einen massiven Rückfall geben würde und die Zahl der Corona-Infektionen wieder sprunghaft ansteigen würde.

Momentan müsse alles umgesetzt werden, was medizinisch nutze, appelliert Söder. „Im Moment geht es um den Schutz von Leib und Leben.“ Das Gesundheitssystem werde „mit Hochdruck weiter hochgefahren“. Die Grundstruktur in Bayern stehe. Wo ein Krankenhaus ausgelastet ist, werden Patienten in andere Kliniken verlegt.

+++ Hier finden Sie den Maßnahmenkatalog der bayerischen Staatsregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. +++

An den Gesundheitsämtern soll ein Stab von 3000 Personen aufgebaut werden, die sich um die Rückverfolgung von Corona-Ansteckungen kümmern. Auch das Landesamt für Statistik soll dabei unterstützen. Dafür soll der Zensus für Europa verschoben werden. „Kein Mensch muss dieses Jahr eine Volkszählung machen“, setzt Söder eine Priorität auf die Rückverfolgung von Corona-Ansteckungsketten.

Der Ministerpräsident weiter: „Ein Engpass ist und bleibt das Material.“ Bayern stimme sich eng mit dem Bund ab, sagt Söder. In Bayern seien am Wochenende 1 Million neue Atemschutzmasken angekommen. Die Masken würden polizeilich abgeholt und bewacht. Jeder, der Geschäfte mit Masken machen wolle, werde verfolgt.

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Update 30. März, 12.48 Uhr

Söder verlängert die Corona-Maßnahmen ++ Region Rosenheim stark betroffen

Die Maßnahmen in Bayern im Kampf gegen das Coronavirus werden nicht verschärft - aber verlängert. Das verkündet Ministerpräsident Markus Söder am Montagmittag in einer Pressekonferenz. Die Maßnahmen sollen nun bis mindestens 19. April aufrecht erhalten werden. Es zeige sich, dass die aktuellen Maßnahmen wirken. "Die Kurve flacht etwas ab", sagt Söder.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Bayern ist dabei stark unterschiedlich. Neben drei anderen Regionen bezeichnent Söder die Region Rosenheim explizit als "Hotspot" der Corona-Pandemie. Zu den Ursachen sagt der Ministerpräsident zunächst nichts. Es soll aber in den betroffenen Regionen deutlich mehr getestet werden, um die Ausbreitungsketten nachzuverfolgen und diese nach Möglichkeit zu brechen. Auch die Polizei soll bei der Rückverfolgung helfen.

Außerdem sollen die betroffenen Regionen deutlich mehr Hilfe vom Freistaat erhalten. Es sollen mehr Beatmungsmöglichkeiten für schwer Erkrankte Corona-Patienten geschaffen werden. Außerdem sollen die Kliniken entlastet und Patienten bei Bedarf in andere Regionen verlegt werden.

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Die Erstmeldung zur Pressekonferenz mit Ministerpräsident Söder

München – Seit gut einer Woche sind in Bayern nun massive Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Wie wirkt sich das bislang auf die Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat aus? Und wie reagiert die Staatsregierung? Ministerpräsident Markus Söder hat für Montag, 30. März, 12.30 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt, bei der er über die aktuelle Lage sprechen will.

Söder zur aktuellen Coronavirus-Lage in Bayern

Während noch vor einer Woche über eine Ausgangssperre spekuliert wurde, verkündete der Ministerpräsident "nur" weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Wird es heute neue Maßnahmen geben?

Alle Neuigkeiten in der Region und in Bayern erfahren Sie in unserem Liveblog zur Coronavirus-Lage. Außerdem dokumentieren wir täglich die Ausbreitung des Coronavirus in den Landkreisen Rosenheim und Mühldorf, sowie in Bayern und Deutschland.

Die Angaben basieren auf Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (USA), des Robert-Koch-Instituts sowie der Landratsämter Rosenheim und Mühldorf.

Hohe Dunkelziffer der Corona-Infektionen

Derweil gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer der Coronavirus-Ausbreitung wesentlich höher liegt, als die erfassten Zahlen. Denn längst wird nicht mehr jeder Verdachtsfall getestet. Außerdem verlaufen sehr viele Corona-Infektionen sehr milde. In manchen Fällen merken die Betroffenen kaum etwas.

Auch das Robert-Koch-Institut geht von einer Dunkelziffer aus. Präsident Lothar Wieler betont allerdings, dass es bei jeder Infektionskrankheit eine Dunkelziffer gebe. Es gebe aber keinen Anlass, im Fall von Corona von einer besonders hohen Dunkelziffer auszugehen, weil in Deutschland sehr umfangreich getestet werde.

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Update 30.3.2020, 11.51 Uhr

Söder informiert über aktuelle Lage und neue Maßnahmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder informiert ab 12.30 Uhr in einer Online-Pressekonferenz über die aktuelle Lage zur Ausbreitung des Coronavirus in Bayern. Die Frage ist, ob die Staatsregierung auch neue Maßnahmen ankündigen wird. Beim letzten öffentlichen Auftritt in diesem Rahmen vor Rund einer Woche wurden die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen verkündet, die aktuell in Kraft sind.

Hier finden Sie ab 12.30 Uhr den Livestream zur Pressekonferenz mit Markus Söder.

Es wird viel spekuliert, ob in Bayern die Maßnahmen im Kampf gegen Corona noch einmal verschärft werden. Im Nachbarland Österreich wurde nun eine Pflicht erlassen, beim Einkauf eine Schutzmaske zu tragen.

Update 30.3.2020, 8.15 Uhr

Bayern-Karte der gemeldeten Corona-Fälle zeigt Konzentration

Das Dashboard des Robert-Koch-Instituts, das die Coronavirus-Situation in Deutschland fast minutengenau widergibt zeigt ein beunruhigendes Bild: Der Landkreis Rosenheim ist offenbar einer der am stärksten von Infektionen betroffenen Landkreise in Deutschland. 

Update, 29.3.2020, 21.49 Uhr

"Wirtschaftsweise" stellen Sondergutachten zu Corona-Folgen vor

Die "Wirtschaftsweisen" stellen am Montag, 30.3.2020, ein Sondergutachten zum Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise vor. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung will in einer Video-Pressekonferenz außerdem Maßnahmen vorstellen, wie die Konjunktur angekurbelt werden könnte. Der Sachverständigenrat berät die Bundesregierung. (dpa)

Update, 29.3.20202, 18.22 Uhr.

Kreis und Stadt Rosenheim: Seit zwei Tagen etwas weniger Fälle pro Tag

Das Landratsamt Rosenheim hat soeben neue Zahlen zur COVID-19-Situation bekannt gegeben. Die Daten wurden bis zum 28.3.2020, 24 Uhr erhoben. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Gesundheitsamt 873 Fälle von COVID-19 gemeldet. Es werden seit zwei Tagen etwas weniger Fälle pro Tag gemeldet. Um einen Trend abzulesen, sei es allerdings derzeit noch zu früh, so das Landratsamt in einer Pressemitteilung. 

Bisher sind sieben Personen an der Erkrankung gestorben.

Im Moment werden 31 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim wird aufgestockt. 

Das Gesundheitsamt Rosenheim empfiehlt weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern. Es sollten insbesondere Personen mit Erkältungssymptomen wie Husten, Fieber, Gliederschmerzen oder Geruchssinnsstörungen jegliche Kontakte vermeiden und ggf. telefonisch mit dem Hausarzt bzgl. einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung Kontakt aufnehmen.

Update, 29.3.2020, 18.05 Uhr

Frist zur Stimmabgabe in Bayern ist abgelaufen - jetzt wird gezählt

Bei den rund 750 kommunalen Stichwahlen in Bayern ist die Frist zur Stimmabgabe abgelaufen - seit 18.00 Uhr wird ausgezählt. Erstmals konnten die Wähler dazu aber nicht am Sonntag in ein Wahllokal gehen. Sie mussten wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus bei sozialen Kontakten ihre Stimmzettel ausschließlich per Brief abgeben.

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UNSERE LIVETICKER ZUR KOMMUNALWAHL:

Die Stichwahlen in Stadt und Landkreis Rosenheim

Die Stichwahlen im Landkreis Mühldorf

Die Bürgermeister-Stichwahlen im Kreis Traunstein

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Im ersten kommunalen Wahlgang am 15. März waren die Wahllokale in ganz Bayern noch normal geöffnet gewesen. Seither hat sich das Risiko einer Ansteckung von Mensch zu Mensch aber deutlich erhöht.

Trotz aller Sorgen während der Vorbereitung auf die Stichwahl könnte die Wahlbeteiligung aber durchaus sogar noch höher sein als im ersten Wahlgang vor zwei Wochen - zumindest wenn die Wähler landesweit so fleißig von ihrem Recht Gebrauch machten, wie es sich in München abzeichnete.

In der Landeshauptstadt gingen bis zum Nachmittag schon 600 000 ausgefüllte Briefe wieder beim Kreisverwaltungsreferat (KVR) ein. Dazu kommen noch die Briefe, die direkt beim KVR oder bei den Bürgerbüros und in Sonderbriefkästen eingeworfen wurden. Rund 1,1 Millionen Menschen waren hier wahlberechtigt.

Damit werde die Wahlbeteiligung mindestens so hoch sein wie vor zwei Wochen, eher sogar höher, sagte ein Sprecher des KVR in München. Im ersten Anlauf lag die Wahlbeteiligung dem amtlichen Ergebnis zufolge bei 49 Prozent. Auch an den KVR-Briefkästen sei "reger Betrieb". Schlangen bildeten sich dort aber keine.

In Bayern gilt seit mehr als einer Woche eine strenge Ausgangsbeschränkung. Diese verbietet auch soziale Kontakte von Menschen, die nicht zusammenleben.

Auch bei der Auszählung werden - zumindest in München - keine Probleme erwartet - es seien genügend Wahlhelfer da, die seit 18.00 Uhr die Briefe auszählen. Da aufgrund der Corona-Pandemie jedoch diverse Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, wird ein Endergebnis erst am Montag erwartet.

Wegen der Pandemie hatte es in den vergangenen Wochen praktisch nur im Internet und in den Medien noch eine Art Wahlkampf gegeben. Dabei stehen bei den Stichwahlen noch viele spannende Entscheidungen an.

In 18 Landkreisen ist noch unklar, wer das Spitzenamt übernimmt. Auch in 16 der kreisfreien Städte schaffte es am 15. März kein Bewerber und keine Bewerberin auf Anhieb im ersten Wahlgang - darunter in München, Nürnberg und Augsburg. (dpa)

Update, 29.03.2020, 17.30 Uhr

Söder informiert über weiteren Anti-Corona-Kampf

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montagmittag über das weitere Vorgehen informieren: Für 12.30 Uhr hat die Staatskanzlei zu einer Pressekonferenz eingeladen. Ein zentraler Punkt neben aktuellen Zahlen und Entwicklungen dürfte sein, ob und bis wann die umfangreichen Ausgangsbeschränkungen, die in Bayern zunächst bis einschließlich 3. April befristet wurden, verlängert werden. Dass sie verlängert werden, daran gibt es kaum Zweifel.

ovb-online.de wird an dieser Stelle live von der Pressekonferenz berichten.

Update, 29.03.2020, 17.20 Uhr

Zweiter Toter im Landkreis Mühldorf 

Am Sonntag ist der zweite Corona-Patient aus dem Landkreis Mühldorf am Inn gestorben. Wie das Landratsamt mitteilte, handelt es sich dabei um einen 71-Jährigen; den Herkunftorts des Toten nannte das Landratsamt nicht. Insgesamt stieg die Zahl der bekannten Coronafälle am Wochenende um 43 auf jetzt 136 an. Im Krankenhaus werden 29 davon behandelt, insgesamt liegen dort 64 Kranke und 56 Verdachtsfälle aus den Landkreisen Mühldorf und Altötting. 13 Patienten sind auf der Intensivstation behandelt.

Update, 29.03.2020, 17.06 Uhr:

Rund 57 000 Corona-Nachweise in Deutschland - 430 Tote

In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag rund 57 000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 13 630 nachgewiesenen Fällen und 110 Toten und Bayern mit 13 263 Fällen und ebenfalls 110 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 112,9 die meisten Infektionen, gefolgt von Bayern (101,4). Im Bundesschnitt waren es 68,5.

Mindestens 430 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Darunter waren zwei Touristen während einer Reise in Ägypten und ein 67-Jähriger Tourist auf Zypern. Auf der griechischen Insel Kreta starb ein 42 Jahre alter Deutscher.

Auch in Deutschland rechnen Experten mit einer hohen Dunkelziffer.

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Update, 29.03.2020, 17 Uhr:

Direkthilfe an kleine Firmen soll bald fließen

In der Corona-Krise soll in den nächsten Tagen die Auszahlung von Direkthilfen an Millionen von kleinen Firmen, Soloselbstständigen und Freiberufler beginnen. Insgesamt geht es um Bundesmittel von bis zu 50 Milliarden Euro. Bund und Länder einigten sich auf eine Verwaltungsvereinbarung, wie das Finanz- sowie das Wirtschaftsministerium am Sonntag mitteilten. Dadurch könnten die Länder die Bundesmittel ab Montag abrufen, um Zuschüsse schnell und unbürokratisch auszuzahlen.

Ziel ist es nun, Liquiditätsengpässe bei kleinen Firmen zu überbrücken, die in der Regel keine Kredite erhalten und über keine Sicherheiten oder weitere Einnahmen verfügen. Konkret bekommen Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten eine Einmalzahlung von 9000 Euro für drei Monate, Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15 000 Euro. (dpa)

Update, 29.03.2020, 16.45 Uhr

Wegen Corona-Fällen: "The Masked Singer" bis Mitte April unterbrochen

Die ProSieben-Sendung "The Masked Singer" wird wegen zwei Fällen des Coronavirus im Team bis Mitte April unterbrochen. Das teilte der Sender am Sonntag mit. Demnach soll es am 14. April mit der Musik-Rateshow weitergehen. "An diesem Tag war ursprünglich das Finale geplant. Jetzt möchte ProSieben dort die vierte Folge der zweiten Staffel zeigen und danach die Show im gelernten Wochenrhythmus fortführen", hieß es.

Nach Bekanntwerden der Infektionen im Team seien sofort alle vorgeschriebenen Maßnahmen ergriffen worden. "Wir hatten keine andere Wahl, als "The Masked Singer" pausieren zu lassen. Sicherheit und Wohl der Crew und der Künstler unter den Masken haben oberste Priorität", sagte ProSieben-Chef Daniel Rosemann laut Mitteilung. (dpa)

Lesen Sie auch: Bunter Lichtblick in Quarantäne - Kostüme aus Mühldorf feiern bei The Masked Singer Thriumphe

Update 29. März, 11 Uhr:

Hunderte Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in Bayern 

München (dpa/lby) - Zum Start in das frühlingshafte Wochenende haben in Bayern Hunderte Menschen gegen die in der Corona-Krise erlassenen Auflagen verstoßen. Die Polizei meldete in fast allen Regierungsbezirken zahlreiche Einsätze in Zusammenhang mit der seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkung.

Um die Ausbreitung des neuen Coronavirus einzudämmen, gelten Ausgangsbeschränkungen für die 13 Millionen Einwohner in Bayern. Das Verlassen der Wohnung ist - zunächst befristet bis einschließlich 3. April - nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen etwa der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arztbesuche, aber ausdrücklich auch "Sport und Bewegung an der frischen Luft" - das aber nur alleine oder mit den Menschen, mit denen man in einer Wohnung zusammenlebt. Wer die Regeln nicht einhält - etwa den Mindestabstand von 1,5 Metern - muss mit einem Bußgeld ab 150 Euro rechnen.

Update 28. März, 20.45 Uhr:

Über 10.000 Tote in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Der Zivilschutz in Italien meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Die Gesamtzahl der Toten stieg damit auf 10.023. 

Update 28. März, 15 Uhr:

Weiter steigende Zahlen

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sind (Stand 27.03.20 24 Uhr) sieben Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus gestorben. 

Zudem erhöhte sich die Zahl der positiv Getesteten auf 734.

Damit gibt es bayernweit nirgendwo so viele gemeldete Fälle von Coronavirus-Infizierten wie im Landkreis Rosenheim – mit Ausnahme der Stadt München (über 1800 Fälle).

Die Zahl der bestätigten Fälle der Lungenerkrankung COVID-19 beläuft sich bis zum 28. März auf weltweit über 608.000 Erkrankungsfälle. 

Update 28. März, 12.30 Uhr: 

Coronavirus: Millionen in Kurzarbeit

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bereitet sich auf einen Ansturm beim Kurzarbeitergeld vor. Die Zahl der Anträge soll laut Schätzungen deutlich über der in der Finanzkrise der Jahre 2008/2009 liegen. Damals waren in der Spitze in Deutschland 1,44 Millionen Menschen auf Kurzarbeit angewiesen. 

Update 28. März, 10.30 Uhr: 

Das soziale Leben soll noch länger eingeschränkt bleiben

Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben werde. „Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen“, sagte der CDU-Politiker dem Tagesspiegel. „Bis dahin bleiben alle Maßnahmen bestehen.“

Auch bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat vor einem frühzeitigen Ende der Corona-Beschränkungen gewarnt. 

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten in Bayern hat am Freitag die Marke von 10.000 überschritten.

Update 27. März, 18 Uhr: 

Italien meldet immer mehr Tote

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Zahl stieg um 969 auf 9134, wie der Zivilschutz am Freitag in Rom mitteilte. 

Die Gesamtzahl der Infizierten stieg um fast 6000 auf 86 498. 

Knapp 30 neue gemeldete Fälle in Landkreisen Traunstein und Mühldorf

Im LandkreisMühldorf gibt es 16 neue Coronafälle. Damit gibt es jetzt 93 bekannte Kranke im Landkreis. Bei den neuen Patienten handelt es sich laut Landratsamt um sechs Menschen über 60 Jahren, neun sind unter 60 und in einem Fall ein Minderjähriger. Einer dieser Patienten liegt im Krankenhaus, die Zahl der Klinikpatienten aus dem Landreis beträgt damit 21. Da das Krankenhaus als Corona-Klinik auch für den Nachbarlandkreis Altötting da ist, werden derzeit 61 Verdachtsfälle im Krankenhaus beobachtet, und 50 Corona-Patienten. Neun von ihnen liegen auf der Intensivstation. Drei konnte bisher gesund entlassen werden. 

158 bestätigte Corona-Fälle gibt es insgesamt im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein. Das sind 13 mehr als am Donnerstag. In den Standorten der Kliniken Südostbayern werden derzeit 19 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung. Ein infizierter 68-jähriger Mann ist aufgrund verschiedenster Vorerkrankungen und einer COVID-19-Infektion verstorben. Damit liegen im Landkreis drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus vor. 

Update 27. März, 16 Uhr: 

Droht die Entscheidung über Leben und Tod?

Wenn die Krankenhäuser in der Region überlastet sind – wer wird zuerst behandelt? Diese Entscheidung, "Triage" genannt, könnte auch auf Ärzte und Pfleger in den Krankenhäusern der Region zukommen.

Update 27. März, 16 Uhr: 

Corona-Bußgeldkatalog erlassen

Das bayerische Gesundheitsministerium hat heute einen Bußgeldkatalog bei Verstößen gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus erlassen. Es drohen empfindliche Strafen. 

Update 27.03.2020, Update 15 Uhr: 

Wirbel um Facebook-Post von Hubert Aiwanger

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat auf Facebook mitgeteilt, für jeden Landkreis eine Rolle mit 400 Meter Vliesstoff organisiert zu haben. Pragmatismus und Selbsthilfe sei gefragt, heißt es dort. Fleißige Näherinnen und Näher sollen daraus 5.000 Masken nähen können. 

"Aufgrund der vielen Nachfragen, unter anderem am Bürgertelefon und beim Technischen Hilfswerk, stellen wir fest, dass bisher die von Aiwanger angekündigte Rolle nicht im Landkreis angekommen ist. Ob und wann sie tatsächlich geliefert wird, ist nicht bekannt, da es keine entsprechenden Ankündigungen gibt", meldet dazu das Landratsamt. Währenddessen nähen immer mehr Menschen in der Region auf Eigeninitiative Atemmasken. 

Update 27.03.2020, 14.45 Uhr

Wie hoch ist das Infektionsrisiko bei der Stichwahl? 

Die Stichwahlen in Bayern werden wegen Corona per Briefwahl abgewickelt. Doch nicht alle sind glücklich darüber. Ramerbergs Bürgermeister Georg Gäch hat „seinen“ 14 Briefwahlvorständen jetzt sogar empfohlen, zur Auszählung am Sonntagabend nicht anzutreten.

Update 27.03.2020, 13 Uhr 

3. Toter im Landkreis Rosenheim

Die Zahl der positiv auf das neuartige Corona-Virus getesteten Personen ist (Stand 26.03.20 24 Uhr) auf 724 angestiegen. Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim gibt es zudem eine dritte Person, die an den Folgen von COVID-19 gestorben ist.

Update 27.03.2020, 13 Uhr 

Pandemie-Rat übernimmt die Aufgaben des Stadtrats

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim

Rosenheim. Der Rosenheimer Stadtrat hat entschieden, bis zum Ende der Legislaturperiode nicht mehr in voller Besetzung zu tagen. Es wurde ein sog. Pandemie-Rat bestellt, der alle Befugnisse eines Ferienausschusses hat.

Aufgrund der aktuellen Gefahrenlage durch das Corona-Virus hat das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration mit Schreiben vom 20.03.2020 ergänzend zur Allgemeinverfügung durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege vom 16.03.2020 empfohlen, bis zur Ende der Wahlperiode am 30.04.2020 einen Ferienausschuss zu berufen. Dadurch soll der Geschäftsgang der Kommunen nicht gefährdet, aber gleichzeitig der Schutz vor weiterer Verbreitung des neuartigen Corona-Virus maximal gewährleistet werden.

Dieser Empfehlung ist der Rosenheimer Stadtrat nachgekommen und hat einen mit allen Befugnissen des Ferienausschusses ausgestatteten Pandemie-Rat bis zum Ende der Legislaturperiode bestellt. Die Zuständigkeit des Pandemie-Rats beginnt am 01.04.2020 und endet am 30.04.2020. Die Sitzungen finden am 01.04.2020, und am 29.04.2020 statt und erledigen alle Aufgaben des Stadtrates und seiner sonstigen Ausschüsse.

Die Tagesordnungspunkte werden auf das Notwendigste beschränkt. Lediglich unverzichtbare und unaufschiebbare Entscheidungen werden in dieser Zeit getroffen. Alle weiteren Entscheidungen, Bekanntgaben und Sachstandsberichte werden bis zur Entspannung der Lage vertagt.

Update 27.03.2020, 10.00 Uhr 

Herrmann zu Wochenendausflügen: "Rate ich dringend ab!"

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Bürger in der Coronavirus-Krise dazu aufgerufen, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. "Es ist nicht der Sinn der Sache, wenn Leute zuhauf über 50 oder 100 Kilometer meinen, in die Berge fahren zu müssen. Da rate ich dringend davon ab", sagte Herrmann am Freitag im Bayerischen Rundfunk (Bayern 2 "radioWelt am Morgen").

Update, 26.03., 17.30 Uhr

Rekordanstieg in Österreich 

In Österreich sind 6398 Covid-Infizierte gemeldet worden, das sind 848 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag. In Tirol wurden 230 Neuinfektionen gezählt, aktuell sind damit 1623 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Schnelltest: Ergebnis unter 3 Stunden?

Bosch hat einen Corona-Schnelltest entwickelt. Er soll eine „Genauigkeit von über 95 Prozent“ haben. Er ist jedoch noch nicht zugelassen. 

Update 26. März, 14.45 Uhr 

2 Menschen im Landkreis Rosenheim gestorben - aktuelles Todesopfer 91 Jahre alt

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Gesundheitsamt 588 Fälle von COVID-19 gemeldet. Bisher sind zwei Personen aus dem Landkreis Rosenheim an der Erkrankung gestorben:Sepp Mangstl (54) aus Ostermünchen und nach Informationen der OVB Heimatzeitungen nun ein 91-jähriger Bad Aiblinger. Auch in den nächsten Tagen ist mit einem Anstieg der Fallzahlen zu rechnen, da COVID-19-Infizierte erst verzögert symptomatisch werden. 

Erkrankte auf Intensivstationen

Derzeit werden 15 COVID-19-Patienten auf Intensivstationen und mindestens 30 COVID-19-Patienten auf allgemeinen Krankenhausstationen in Stadt und Landkreis Rosenheim behandelt. 

Das Gesundheitsamt Rosenheim empfiehlt weiterhin ausdrücklich, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten, um eine weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern.

Update 26. März, 11 Uhr 

Corona-Mekka Ischgl

Der österreichische Skiort Ischgl steht im Verdacht für Corona-Infektionen in ganz Europa verantwortlich zu sein. Das Après-Ski-Mekka soll dabei wie eine Art Spiritus funktioniert haben. Die provozierte Stichflamme soll sich in der Folge in ganz Europa ausgebreitet haben. Nun läuft die Suche nach den Brandbeschleunigern.

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Update 25. März, 17.20 Uhr 

Statistik der Infektion in der Region ist verfälscht

Die Anzahl der gemeldeten Coronavirus-Fälle in der Region entsprechen nur einem Bruchteil der tatsächlichen Infektionen. 

Eine der Hauptgründe dafür ist, dass nur noch in Ausnahmefällen getestet wird. 

Covid 19-Tote in Landkreisen Mühldorf und Altötting 

Der Landkreis Mühldorf hat seit gestern den ersten Corona-Toten zu beklagen. Das teilte das Landratsamt Mühldorf mit seiner täglichen Statusmeldung mit. In dieser Mitteilung heißt es nur, dass die „verstorbene Person über 60 Jahre“ alt sei. Weitere Informationen wollte das Landratsamt auch auf Anfrage nicht geben. 

Auch der Landkreis Altötting verzeichnet den ersten Todesfall. Ein 85-Jähriger aus Teising starb nach Angaben des Landratsamts Altötting am Dienstagabend in der Klinik Mühldorf. Insgesamt registrierte das Gesundheitsamt gestern elf neue Fälle im Landkreis. Dabei handelt es sich „um zwei Erwachsene über 60 Jahren, sieben Erwachsene unter 60 und zwei Minderjährige“, heißt es in einer Mitteilung. Einer der neuen Kranken wird in der Klinik Mühldorf behandelt.

In der Klinik Mühldorf, die für die Landkreise Altötting und Mühldorf zum Corona-Zentrum gemacht wurde, werden derzeit 49 Corona-Verdachtsfälle und 37 Kranke behandelt. Davon seien neun auf der Intensivstation. Erfreuliche Nachrichten gibt es auch: Ein Patient wurde als gesund entlassen.

Update 25. März, 14.30 Uhr:

Testungen auf Loretowiese laufen

Vor dem neuen Corona-Testzentrum auf der Loretowiese bilden sich lange Schlangen.

Update 25. März, 13.20 Uhr:

Medical Park Chiemseeblick bietet COVID-19-Hotline an 

Vielen Menschen liegt das Coronavirus sprichwörtlich „auf der Seele“. Die Pandemie schürt Angst um Job, Freunde und Familie. Die plötzliche soziale Distanz kann dazu führen, dass sich Menschen, insbesondere Alleinlebende, alleingelassen fühlen. 

Die Fachklinik für Psychosomatik am Chiemsee bietet Betroffenen mit psychischen Problemen aufgrund der Corona-Krise eine neue Telefon-Hotline. Unter 0 80 51 96 15-2000 beraten montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr erfahrene Psychotherapeuten und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Der Service ist kostenfrei und steht jedem zur Verfügung.

Update 25. März,  12.10 Uhr:

Wie entwickelt sich die Pandemie in der Region? 

Ob die Zahlen der Infektionen, die die Gesundheitsämter in der Region liefern, noch aussagekräftig sind – das muss bezweifelt werden. Was die Hausärzte der Praxis Dr. Bonke aus Flintsbach auf Instagram bekannt geben, deckt sich mit der neuen Allgemeinverfügung des Landratsamtes Rosenheim, die in vielen Fällen nun auf Quarantäne ohne vorangegangene Testung setzt. Man sei an die Grenze der möglichen Testungen gekommen, so die Ärzte: "Die Labore laufen heiß." 

Die Hausärzte in der Region testeten demnach hauptsächlich nur noch jene Patienten, die schwerer krank sind oder ein sehr hohes Risiko haben. 

Update 25. März, 18.20 Uhr:

Personen mit höherem Infektionsrisiko müssen in Quarantäne 

Pressemitteilung des Landratsamts Rosenheim

Personen, die direkten Kontakt mit einem bestätigten COVID-19-Patienten hatten, müssen 14 Tage in häusliche Quarantäne. Der Landkreis Rosenheim erließ heute (24.03.20) eine entsprechende Allgemeinverfügung, die am 25. März in Kraft tritt. 

Update 16.30 Uhr: 

Pressemitteilung der Stadt Rosenheim 

Corona-Testzentrum auf der Loretowiese

Der Ärztliche Kreisverband Rosenheim hat heute (24. März 2020) mit Unterstützung der Stadt Rosenheim ein Corona-Testzentrum auf der Loretowiese in Betrieb genommen. Allgemeinarzt Nikolaus Klecker mit Praxis in Rosenheim verspricht sich viel von dem Testzentrum. Denn oberste Prämisse sei in der aktuellen Situation: Möglichst viel von den Krankenhäusern abzuhalten.Zur Bildergalerie

Update 24. März, 14 Uhr:

306 Infizierte im Landkreis Rosenheim

Im Zuständigkeitsgebiet des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim sind (Stand 23.03.20, 24 Uhr) 306 Personen positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden.

Am 22. und 23.03.2020 stieg die Zahl der neuen Erkrankungsfälle pro Tag nicht mehr so stark an wie zuvor. Das Landratsamt Rosenheim stellt umfassende Ermittlungen an, um die Kontaktpersonen der Erkrankungsfälle darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich angesteckt haben können und in der Folge ein Erkrankungsrisiko besteht. Bisher wurden insgesamt 1314 Kontaktpersonen ermittelt. Sie befinden sich zu überwiegendem Teil in 14-tägiger häuslicher Quarantäne.

Kind im Landkreis Mühldorf infiziert

15 neue bestätigte Fälle gibt es – das teilte das Landratsamt in seiner täglichen Statusmeldung um 16 Uhr mit. Dabei handele es sich um acht Erwachsene über 60 Jahren, sechs unter 60 und ein Kind. Fünf davon würden stationär behandelt. 

Die Zahl der Fälle stieg damit auf 56 im gesamten Landkreis. 

Update 24. März, 12.30 Uhr: 

Der aktuelle Stand in Bayern

Das Kabinett in Bayern hat am Dienstag zum Coronavirus beraten. Ministerpräsident Markus Söder informierte zum aktuellen Stand. Wir haben die Pressekonferenz im Live-Ticker begleitet.

Coronavirus: Hilfe in der Pflege gesucht

Um die pflegerische Versorgung der Menschen sicherzustellen sucht das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege alle Personen mit einer Ausbildung oder Erfahrung in einem pflegerischen Beruf sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA) um ihre Unterstützung.Sie sollen sich über das Pflegeportal anmelden. 

Ärzte im Raum Rosenheim schlagen Alarm 

Atemschutzmasken und Kittel sind Mangelware bei den Ärzten und Pflegediensten in der Region. Deshalb haben die Hausärzte aus Rosenheim und Umgebung einen Hilferuf an die Bevölkerung gestartet. Handwerker, Fußpfleger, Zahnärzte, Apotheker und weitere sollen Atemschutzmasken, die sie nicht dringend benötigen, abgeben. 

Update 24. März, 11 Uhr: 

Coronavirus: Die Lage in den Flüchtlingsheimen

Berlin (dpa) - Mit Tests, Quarantäne und Schließung von Gruppenräumen wollen die Länder einer Ausbreitung des Coronavirus in Flüchtlingsunterkünften entgegenwirken. 

Ankommende Asylsuchende werden untersucht. Bayern, Bremen, Sachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein testen alle Neuzugänge auf das Coronavirus. In Bayern waren bislang zehn von knapp 1900 getesteten Bewohnern infiziert.

Feilnbachs Bürgermeister in Quarantäne

Im Kreis von Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner ist eine Person, auf Covid-19 positiv getestet wurde. 

Update 23. März, 17 Uhr: 

Anstieg der Coronavirus-Fälle im Landkreis Mühldorf

Die Zahl der Corona-Kranken im Landkreis Mühldorf ist am Montag wieder gestiegen, allerdings nicht so stark wie über das Wochenende. Wie Karin Huber vom Landratsamt mitteilte, stieg die Zahl um drei Erwachsene über 60 Jahren auf jetzt 41. Elf Menschen werden laut Huber im Krankenhaus behandelt.

Update 23. März, 15 Uhr: 

Anstieg der Coronavirus-Fälle im Landkreis Rosenheim

Bis zum 22.03.2020 (Stand: 24 Uhr) wurden dem Gesundheitsamt 279 Fälle von COVID-19 gemeldet. Bisher ist eine Person aus dem Landkreis Rosenheim an der Erkrankung gestorben


Update 23. März, 13 Uhr: 

Söder verteidigt Alleingang

Berlin/München (dpa) - Nach dem Beschluss von Bund und Ländern zu Kontaktverboten im Kampf gegen das Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ausscheren seines Landes verteidigt. Das sei eine "sehr kleine Sache",sagte Söder am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Laut dem Bayerischen Gesundheitsamt sind in Bayern über 4.400 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 22 Menschen sind ums Leben gekommen.

Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. "Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest am Montag. 

Winhart (AfD) twitter über Merkel-Quarantäne

Eine Twitter-Äußerung des Bad Aiblinger AfD-Abgeordneten Andreas Winhart zur Corona-Quarantäne von Angela Merkel (CDU) hat ihm entschiedenen Protest eingebracht. 

Update 22. März, 19.30 Uhr: 

Mann aus dem Landkreis Rosenheim ohne Vorerkrankung gestorben

Der Mann aus dem Landkreis Rosenheim, der an Covid-19 gestorben ist, ist Sepp Mangstl (54) aus Ostermünchen. 

Update 22. März, 17 Uhr: 

Bundesweites Kontaktverbot 

Bund und Länder haben eine Art Kontaktverbot im Kampf gegen Corona-Krise beschlossen. Ansammlungen von mehr als zwei Personen will man grundsätzlich verbieten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen.

268 Menschen im Landkreis Rosenheim infiziert

Rosenheim – Die Zahl der Coronakranken im Landkreis Rosenheim steigt weiter an. Bis Samstagnacht hatten sich nach einer Mitteilung des Landratsamtes 268 Menschen mit dem Virus angesteckt.

3 Menschen aus dem Landkreis Rosenheim gelten als geheilt

Darunter sind auch drei Personen, die inzwischen wieder gesund und symptomfrei sind. Bei ihnen konnte, nach Rücksprache mit dem Rosenheimer Gesundheitsamt, die Quarantäne beendet werden. 

Zudem gab es im Zuständigkeitsbereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes einen ersten Todesfall, der auf das neuartige Virus zurückzuführen ist.

Unter 20-Jährige selten betroffen

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen bis 20 Jahre sind – Stand jetzt – in der Region Rosenheim eher selten betroffen (4 Prozent).

Coronavirus: In Traunstein 63 Fälle 

Das Gesundheitsamt Traunstein meldete bis Sonntagnachmittag insgesamt 63 bestätigte Corona-Fälle – davon waren 38 Männer und 25 Frauen. 

Region bereitet sich auf Pandemie vor

Unterdessen bereiten sich Behörden, Kliniken, medizinisches Personal und Einsatzkräfte auf weitere Maßnahmen vor. Das Technische Hilfswerk Rosenheim hat am Wochenende an drei Standorten weitere Zelte aufgebaut: Am RoMed-Klinikum Wasserburg im Bereich der Notaufnahme, an einer Arztpraxis im Rosenheimer Stadtteil Aising sowie in Vogtareuth an der Schön-Klinik. 

Update 22. März, 14 Uhr: 

Zahl der Infektionen in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein 

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein gibt aktuell (21.03.2020, 15:00 Uhr) 16 weitere bestätigte Corona-Fälle. Dabei handelt es sich um sechs erwachsene Frauen und zehn erwachsene Männer. Alle 16 Personen werden bereits medizinisch behandelt und sind klinisch stabil. 

Insgesamt liegen damit im Landkreis Traunstein aktuell 50 bestätigte Fälle vor. 

Update 22. März, 13.30 Uhr: 

Kaum Zwischenfälle – Menschen in der Region bleiben jetzt daheim

Die polizeiliche Zwischenbilanz fällt positiv aus: Die Ausgangsbeschränkungen haben eine hohe Akzeptanz und werden ganz überwiegend von den Menschen in der Region beachtet. Nur wenige Unvernünftige mussten beanstandet werden.

Coronavirus: Die meisten Infizierten in der Region zwischen 40 und 60 Jahre alt

Ein Lagebericht aus dem Landratsamt Rosenheim soll die aktuelle Situation in Stadt und Landkreis Rosenheim zu Erkrankungen mit dem Coronavirus (COVID-19) widerspiegeln. Die Daten beruhen auf den Fällen, die nach dem Infektionsschutzgesetz bis zum 20.03.2020 (Stand: 24 Uhr), gemeldet wurden. 

Zum Start der Ausgangsbeschränkungen über 200 Fälle im Landkreis Rosenheim

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden dem Gesundheitsamt Rosenheim 212 Fälle von COVID-19 gemeldet. Mehr (über 800) Fälle wurden bis zum 20.3. bayernweit nur in Stadt und Landkreis München gemeldet. 

Es handelt sich dabei zunehmend um Einzelerkrankungen, die nicht mehr einem Krankheitsausbruch mit gemeinsamer Quelle zugeordnet werden können, heißt es in der Pressemeldung. 

Die Ansteckungswellen sind kaum aufzuhalten

"Aufgrund der Menge von Erkrankungsfällen, der Vielzahl der engen Kontaktpersonen und der Kürze der Inkubationszeit können die Infektionsquellen nicht mehr in jedem Fall zuverlässig und zeitnah unterbrochen werden. Das Gesundheitsamt Rosenheim beobachtet und analysiert die Lage weiterhin sehr genau", so das Landratsamt Rosenheim weiter. 

Update 21. März, 13.30 Uhr: 

Junge Menschen schwer an Coronavirus / Covid-19 erkrankt

Auf den Intensivstationen auch in Deutschland werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. 

Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München Klinik Schwabing sagt: "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation." 

Die Gefahr durch das neuartige Virus sei anfangs unterschätzt worden - von der Politik wie auch von der Wissenschaft.

Update 21. März, 13.30 Uhr: 

Im Landkreis Rosenheim: "Kein alter Mensch", sondern Mann um die 50 an Covid-19 gestorben

Ina Krug, Sprecherin des Landratsamtes Rosenheim erklärt auf Nachfrage der OVB Heimatzeitungen, dass es sich bei dem ersten Todesopfer von Covid-19 in unserer Region "um keinen alten Menschen" gehandelt habe, sondern um einen Mann im Alter von rund 50 Jahren.

Um den Schutz der Angehörigen zu wahren, möchte Krug keine näheren Angaben zum Todesopfer aus dem Landkreis Rosenheim machen.

Die meisten nach Infektion wieder gesund

Sie weist jedoch darauf hin, dass es derzeit um so wichtiger sei, die Zahl der Coronavirus-Infektionen im Landkreis richtig zu lesen: "Die Zahl gibt die Summe aller jemals gemeldeten Infektionen wieder. Dazu zählen auch Personen, die längst wieder gesund und virenfrei sind. Die Zahl kann also nur steigen, von ihr wird nichts mehr abgezogen."

Wie viele Menschen aktuell wieder nach einer Infektion mit dem Coronavirus gesund sind, werde das Landratsamt demnächst vorstellen. 

Insgesamt ist die Zahl der Menschen, die nachweislich mit dem Virus infiziert sind, bis Freitag (Stand: 24 Uhr) auf 212 Personen deutlich angestiegen. 

Atemschutzmasken werden verteilt

Derweil ist die Verteilung der neuen Atemschutzmasken für Bayern ist angelaufen. Sie werden seit Freitag an die jeweiligen Katastrophenschutzbehörden vor Ort geliefert – und von dort an die, die sie dringend brauchen. 

Update 21.März, 13.20 Uhr: 

Erster Corona-Todesfall in der Region

Pressemeldung des Landratsamtes Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes gibt es einen ersten Todesfall der auf das neuartige Corona-Virus zurückzuführen ist. Es handelt sich um einen Mann aus dem Landkreis.

Update 21.März, 10.30 Uhr: 

Bad Aiblinger Rathäuser schon länger zu – trotzdem Corona-Fall

Ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin im Rathaus in Bad Aibling ist am Corona-Virus erkrankt. 

Laut Bürgermeister Felix Schwaller waren bis zur Schließung der Stadtverwaltung am Dienstag noch tausende Bürger ins Rathaus gekommen. 

Die bekannten Kontaktpersonen sind in Quarantäne. 

Update 21. März, 9.56 Uhr

Massiver Corona-Ausbruch in Würzburger Pflegeheim

In einem Würzburger Pflegeheim ist es in den vergangenen Tagen zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. Neun der bislang in Bayern gemeldeten Toten kommen aus dem Würzburger Heim. Die Leiterin der Würzburger Altenpflegeeinrichtung sagte der Deutschen Presse-Agentur, alle Verstorbenen hätten Vorerkrankungen gehabt und seien über 80 Jahre alt gewesen.

Von den 160 Bewohnern lägen derzeit fünf mit einer Covid-19-Erkrankung in Würzburger Kliniken, weitere zehn seien positiv auf das Virus getestet und würden isoliert in ihren Zimmern im Heim versorgt. Hinzu kämen 23 Pflegekräfte mit ebenfalls positivem Test. Diese befänden sich in Quarantäne zu Hause. Wie das Virus in die Einrichtung gekommen ist, lasse sich nicht mehr nachvollziehen.

Update 20. März, 18.15 Uhr

Polizei setzt Ausgangsbeschränkungen durch

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd zählte diese Woche über 2000 Einsätze und Kontrollen im Kontext mit der Corona-Pandemie. Im Blick: Gaststätten, Spielplätze und Sportanlage. Mehrfach wurden dabei Verstöße gegen die Bestimmungen der Allgemeinverfügungen festgestellt. Polizeipräsident Robert Kopp und Polizeivizepräsidentin Eva Schichl appellieren an die Vernunft der Bürger zur Einhaltung der Anordnungen. „Die Kontrollen der Polizei werden noch einmal intensiviert.“

Auch über den Polizeinotruf 110 gingen wiederholt Mitteilungen besorgter Bürger ein, dass sich Gewerbebetriebe, aber auch einzelne Personen nicht an die Bestimmungen der Allgemeinverfügungen halten würden. Erfreulicherweise hätte sich der überwiegende Teil der Personen sehr kooperativ und verständnisvoll gezeigt und umgehend die Anweisungen befolgt.

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Andernorts sei bei den Gesprächen und Diskussionen aber auch viel Überzeugungsarbeit notwendig gewesen, um die Menschen zu sensibilisieren. Einzelne zeigten sich laut Polizei nach wie vor uneinsichtig, wie zum Beispiel ein Wasserburger Gastwirt. Dieser Lokalbetreiber hatte seine Gaststätte zwar von außen sichtbar geschlossen, über einen Hintereingang jedoch Gäste eingelassen und bewirtet. Die Folge für den Gastwirt war eine Strafanzeige.

Die Beamten erstatteten im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mehr als 70 Strafanzeigen.

Die Zahlen der am Coronavirus Infizierten schnellen in Stadt und Landkreis Rosenheim nach oben. Stand am Freitag: 132 positiv getestete Personen und damit innerhalb eines Tages ein Plus von 32. Im Landkreis Traunstein geht es weniger rasant: Das dortige Gesundheitsamt vermeldete gestern ein Plus von acht Infizierten, womit sich die Gesamtzahl auf 34 erhöht.

Derweil meldet das Landratsamt Mühldorf (Stand 16 Uhr), dass es am heutigen Freitag kein neu gemeldete Corona-Infektion gab. Damit stagniert die Zahl am heutigen Tag bei 16 bestätigten Corona-Fällen.

Update 20. März, 16.36 Uhr

Landratsamt Mühldorf richtet Abstrich-Drive-In ein

Auf dem Parkplatz des Landratsamts gibt es seit gestern eine Corona-Abstrichstelle, um Schnelltests auf das Corona-Virus durchzuführen. Getestet werden nur Menschen, die über das Gesundheitsamt in Mühldorf angemeldet sind. Das betonte eine Sprecherin des Landratsamts auf Anfrage: „Es werden dort ausschließlich bei den vom Gesundheitsamt ermittelten engen Kontaktpersonen von positiven Fällen Abstriche durchgeführt“, erklärte sie.

Niemand solle auf eigene Faust ans Landratsamt kommen: „Es handelt sich hier um keine öffentliche Untersuchungsstelle. Die Testung erfolgt auf spezielle Aufforderung des Gesundheitsamts.“ Patienten mit Symptomen sollen sich weiter an die Telefonnummer 116117 wenden. Eine Sicherheitsfirma regelt vot Ort den Verkehr und beaufsichtigt die Einfahrtgenehmigung. Zwei Personen in Schutzanzügen nehmen dann den Abstrich vor.


Update 20. März, 14.37 Uhr

Rosenheimer OB und stellvertretender Landrat begrüßen Bayerns Maßnahmen

Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer begrüßt die Maßnahmen, die nun zur Bekämpfung der Coronakrise in Bayern getroffen werden. "Auch das Rosenheimer Gesundheitsamt hat heute bereits eine solche Empfehlung abgegeben", sagt sie. Alleine schon wegen der Nähe zum stark betroffenen Tirol seien die Maßnahmen sinnvoll.

Bauer weiter: "Zudem hat es in den letzten Tagen leider auch in unserer Region unvernünftige Menschen gegeben, die sich in Gruppen in der Öffentlichkeit getroffen oder sogar Grillpartys an öffentlichen Plätzen abgehalten haben"

Die Oberbürgermeisterin appelliert an die Menschen, sich an die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu halten. "Es muss jetzt darum gehen, gerade die ältere Menschen und gesundheitlich Vorgeschädigte so gut es geht zu schützen." Das sei ein Akt notwendiger Solidarität und Nächstenliebe.

Auch der stellvertretende Landrat des Landkreises Rosenheim, Josef Huber, begrüßt die von der Bayerischen Staatsregierung erlassene Ausgangsbeschränkung ausdrücklich. „Wir schließen uns der Entscheidung voll und ganz an“, erklärte er ganz aktuell im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Denn auch im Landkreis habe es Tendenzen gegeben, dass zahlreiche Menschen den Empfehlungen, zuhause zu bleiben, ignorierten. „Zwar nicht überproportional, wie anderswo, aber es ist durchaus eine Steigerung bemerkbar gewesen“, sagt Huber.

Schon am Freitagvormittag habe das Landratsamt mit den Bürgermeistern ein Maßnahmenpaket ausgearbeitet. Einhellige Meinung laut Huber: Falls die Staatsregierung nicht reagiere, hätte man eigenverantwortlich gehandelt. Denn auch der Leiter des Rosenheimer Gesundheitsamtes, Dr. Wolfgang Hierl, habe dringend zu einer Ausgangsbeschränkung geraten.

Update 20. März, 14.15 Uhr

Freudige Überraschung für die Romed-Mitarbeiter in Bad Aibling

Die Mitarbeiter der Romed-Klinik in Bad Aibling hat am Freitag im Eingangsbereich ein freudige Überraschung ereilt. Wie das Klinikunternehmen auf seiner Facebookseite veröffentlichte, haben Unbekannte im vor dem Eingang ein Plakat angebracht mit der Aufschrift "Danke für eure großartige Arbeit".

Update 20. März, 13.58 Uhr

Das sind die neuen Maßnahmen in Bayern gegen das Coronavirus

In eine Tweet verbreitet Ministerpräsident Markus Söder die Anordnungen zur Bekämpfung der Coronakrise, die ab Mitternacht in Bayern in Kraft treten.

Update 20. März, 12.06 Uhr 

Kommt jetzt die Ausgangssperre für Bayern? Diese Ankündigung erwarten viele beim öffentlichen Auftritt von Ministerpräsident Markus Söder ab 12.30 Uhr.

Update 20. März, 10.40 Uhr

Söder verkündet weitere Maßnahmen im Kampf gegen Coronavirus

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gibt um 12.30 Uhr eine Pressekonferenz. Darin will er über weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus informieren.

Wir übertragen die Pressekonferenz hier im Livestream.

Update 20. März, 8.38 Uhr

Infektionszahlen steigen rasant an - Erste Ausgangssperre in Großstadt

Die Zahl der in Deutschland positiv auf Covid-19 getesteten Personen hat sich nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität auf über 15.000 erhöht. Zusätzlich zu den bislang bestätigten 44 Todesfällen kam nun offenbar auch eine Frau aus Hessen ums Leben. Wie Bild berichtet, handelt es sich dabei um eine 89-Jährige aus Mainhausen.

Auch eine 84-Jährige aus dem Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz erlag demnach offenbar den Folgen des Coronavirus. Damit steigt die Zahl der in Deutschland an Covid-19 verstorbenen Personen auf 46.

Derweil gibt es offenbar erstmals eine Ausgangssperre in einer deutschen Großstadt. Wie das gemeinsame Morgenmagazin von ARD und ZDF berichtet, hat Freiburg eine Ausgangssperre erlassen - als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der hohen Infektionszahlen im benachtbarten Frankreich. Die Maßnahme gilt vorerst vom morgigen Samstag, 21. März, bis zum 3. April.

Update 20. März, 7.47 Uhr

Wo Berufspendler noch über die Grenze kommen

Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich ist geschlossen. Nur, wer eine Pendlerbescheinigung (Formular hier) hat, dass er über die Grenze darf, kann aus Deutschland nach Österreich reisen. Doch das geht auch nicht an jedem Grenzübergang. Kleinere Übergange sind komplett geschlossen. Die Bundespolizei informiert, wo der Grenzübertritt zur Zeit möglich ist.

In der Region sind dies:

  • Oberaudorf
  • A93 (Kiefersfelden)
  • Bahnstrecke Rosenheim-Kufstein
  • Reit im Winkl
  • Winklmoosalm
  • Bahnstrecke Freilassing-Salzburg

Update 19.März. 17.40 Uhr

Neun weitere bestätigte Corona-Fälle in Stadt und Kreis Rosenheim

Die Zahl der positiv auf den neuartigen Coronavirus getesteten Menschen steigt weiter. Aktuell liegt die Zahl der im Zuständigkeitsbereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes positiv getesteten Bürger bei 100, wie das Landratsamt Rosenheim am Donnerstagnachmittag informiert.

Hinzu kommen 16 Fälle im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Mühldorf sowie aktuell 26 Fälle im Landkreis Traunstein, wo heute eine Frau an den Folgen einer Corona-Infektion verstorben ist.

Update 16.42 Uhr

Sechs neue Fälle im Landkreis Mühldorf

Am Donnerstag Nachmittag gab es nach Angaben des Landratsamts Mühldorf sechs neue bestätigte Corona-Fälle (Stand 16 Uhr). Dabei handelt es sich um sechs Erwachsene unter 60 Jahren. Insgesamt liegen damit im Landkreis Mühldorf aktuell 16 bestätigte Fälle vor.

Im Krankenhaus Mühldorf, welches als Corona-Zentrum des gemeinsamen Inn-Klinikums Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, werden aktuell vier Patienten mit nachgewiesener Corona-Infektion behandelt. Dazu kommen 21 Patienten auf der Isolierstation, normale Grippepatienten und Verdachtsfälle, denen es schlecht geht. Diese Zahlen nannte Medizinvorstand Dr. Wolfgang Richter am Donnerstag auf Anfrage. Ein Patient müsse beatmet werden.

Richter wies ausdrücklich darauf hin, dass sich diese Zahlen stündlich ändern können. Aktuell gibt es laut Richter zehn Beatmungsbetten, am Mittwoch seien vier zusätzliche Geräte im Aufwachraum installiert worden. Mit Narkosegeräten könne die Zahl kurzfristig erhöht werden, so dass 20 Patienten beatmet werden können.

Der Medizinvorstand beschreibt die Situation vor allem im Klinikum Altötting als hochbelastet. Obwohl Mühldorf noch in der Grundversorgung tätig sei, wachse das Patientenaufkommen in Altötting stetig. Das gelte vor allem für die Untersuchung von Kindern.

Lehrerin offenbar vor Schließung der Schulen infiziert

In Rosenheim und Umgebung sind die Schulen geschlossen, die Kinder sind zu Hause. Gleiches gilt derzeit auch für einige Mütter von Schülern im Landkreis Rosenheim. Denn eine Lehrerin einer Grundschule im Inntal ist offenbar schon vor über einer Woche positiv auf den Coronavirus getestet worden. Mindestens zwei Mütter, die ihre Kinder einschreiben lassen wollten, erhielten daraufhin einen Anruf vom Staatlichen Gesundheitsamt Rosenheim, mit der Aufforderung, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.

Das Gesundheitsamt Rosenheim wollte indes auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen keinen Coronafall an der betreffenden Schule bestätigen. Aus Gründen der Persönlichkeitsrechte würde die Behörde dazu keine Angaben machen, erklärte eine Sprecherin. Im Fall des Falles würden von Seiten des Gesundheitsamtes „alle Maßnahmen getroffen“, um die Übertragung zu stoppen.

Update 15.09 Uhr

Erster Corona-Todesfall in der Region

Das bayerische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag über sechs weitere bestätigte Coronavirus-Todesfälle in Bayern informiert. Ein Ministeriumssprecher teilte in München mit, dass es sich nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei den Verstorbenen um eine 69-jährige Patientin aus dem Landkreis Oberallgäu, eine 86-jährige Patientin aus dem Landkreis Traunstein sowie um einen 80-jährigen Patienten aus dem Landkreis Weilheim-Schongau und einen 99-jährigen Patienten aus Würzburg handelt.

Außerdem wurden zwei Todesfälle aus dem Landkreis Freising mitgeteilt. Bei diesen Verstorbenen handelt es sich um eine 80-jährige Patientin und einen 87-jährigen Patienten. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 13 Coronavirus-Todesfälle.

Update 13.49 Uhr

Coronafälle im kbo-Inn-Salzach-Klnikum-Wasserburg

Die Coronavirus-Pandemie hat das kbo-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg erfasst. Sieben Mitarbeiter wurden positiv getestet. Außerdem ist ein Patient erkrankt. Er wurde in einem Raum isoliert und wird von Pflegekräften in Schutzkleidung betreut. Außerdem ergreift das Klinikum im Ortsteil Gabersee weitere Maßnahmen.

Update 13.35 Uhr

Sparkasse Wasserburg schließt acht Filialen - Haag stundet Gewerbesteuer

Sparkasse Wasserburg schließt acht Filialen Wasserburg – Die Sparkasse Wasserburg schließt ab heute bis auf Weiteres acht Filialen. Das teilte Robert Minigshofer, Abteilungsleiter der Marketingabteilung, mit. Betroffen sind die Filialen in Albaching, Babensham, Eiselfing, Griesstätt, Pfaffing, Reitmehring, Soyen und St. Wolfgang.

Die Kapazitäten fokussiert die Sparkasse auf die anderen Standorte in Amerang, Edling, Gars, Haag, Halfing, Hohenlinden, Isen, Rott, Schnaitsee, Wasserburg (Marienplatz, Burgerfeld und Burgau). Die Sparkasse bittet darum, persönliche Beratungstermine auf ein Mindestmaß zu reduzieren und vorerst das digitale und telefonische Angebot zu nutzen. Selbstbedienungseinrichtungen bleiben an allen Standorten verfügbar, Briefkästen und Überweisungsboxen werden entleert. Schließfächer können nach Terminabsprache geöffnet werden.

Das Haager Rathaus teilt mit, dass angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Virus-Situation laut Bürgermeisterin Sissi Schätz, das Gebot der Stunde ist, die örtlichen Unternehmen und damit auch deren Arbeitnehmer in dieser Ausnahmesituation zu unterstützen. Neben den staatlichen Möglichkeiten bietet Haag in begründeten Fällen eine zinslose Stundung von Gewerbesteuerforderungen bis zum 30. Juni an. Hierdurch soll eine vorübergehende Liquiditätsschwäche der Betriebe abgemildert werden.

Die Stundung kann formlos unter Angabe der Gründe schriftlich an den Markt Haag, Marktplatz 7, 83527 Haag oder per E-Mail: info@markt-haag.de sowie Fax: 0 80 72/91 99-55 beantragt werden. Vorrangig werden die Betriebe gebeten, eine Anpassung der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen durch das Finanzamt zu prüfen. Informationen zu den staatlichen Hilfen für betroffene Unternehmen bietet das Landratsamt Mühldorf.

Update 18.3.2020, 12.38 Uhr

Immer mehr Arztpraxen melden Coronafälle

Bislang konnten die Behörden noch in den meisten Fällen nachvollziehen, woher die Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus in Stadt und Landkreis Rosenheim kamen. Dies ist nun offenbar nicht mehr der Fall. Wie das Landratsamt Rosenheim aktuell schreibt, melden immer mehr Arztpraxen aus der Region bei ihren Patienten positive Tests auf das Coronavirus.

Woher die Ansteckungen kommen, sei in vielen Einzelfällen nun nicht mehr nachvollziehbar. Die Gesamtzahl der Coronafälle in Stadt und Landkreis Rosenheim ist Stand jetzt auf 91 gestiegen.

Update 18.3.2020, 9.45 Uhr

Söder erwägt Ausgangssperre für ganz Bayern

Die Zahl der Menschen, die in Bayern mit dem Coronavirus infiziert sind, steigt weiter an. Wie Ministerpräsident Markus Söder in einer Online-Ansprache informierte, sind es mittlerweile schon fast 2300 gemeldete Fälle. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass die Dunkelziffer der Infektionen noch höher liegt – wenn auch nicht deutlich höher, weil in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr viel getestet werde.

Aktuell steige die Zahl der Infizierte pro Tag um rund 400, sagte Söder. Zehn Menschen seien in Bayern infolge einer Coronavirus-Infektion bislang gestorben. Der Ministerpräsident betonte, dass sich die Infektionsketten mittlerweile kaum noch zurückverfolgen lassen. Die Lage sei "sehr ernst".

Mit der Stadt Mitterteich in der Oberpfalz steht seit gestern der erste Ort in Bayern unter Quarantäne. Söder appellierte an die Menschen, sich freiwillige zu beschränken. Sonst bleibe am Ende nur noch, über ganz Bayern eine Ausgangssperre zu verhängen, um der rasanten Ausbreitung des Coronavirus in Bayern Herr zu werden. Viele Menschen haben sich am gestrigen Tag bei schönem Wetter kaum um die Vorgaben der Staatsregierung gekümmert und öffentliche Plätze aufgesucht, ohne die Krisenregeln zu beachten - auch in Rosenheim.

Update 18.3.2020, 9.09 Uhr

Zahl der Corona-Infektionen im Kreis Mühldorf steigt auf 10

Acht neue Coronafälle. Zahl auf insgesamt zehn gestiegen. Mühldorf – Im Landkreis Mühldorf gab es gestern acht neue Corona-Fälle. Das teilte das Landratsamt am Nachmittag mit. Dabei handelt es sich laut Landratsamt um vier Erwachsene unter 60 Jahren und vier Erwachsene über 60 Jahre. Das Gesundheitsamt ermittele derzeit die Kontaktpersonen der Patienten. Damit liegen im Landkreis Mühldorf zehn bestätigte Fälle vor.


Update, 18.3.2020, 8 Uhr

Tirol isoliert sich

Das gesamte österreichische Bundesland Tirol ist seit Mitternacht wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter Quarantäne gestellt. "Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen – und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter am Mittwochabend via Facebook mit. "Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden."

Tirol wird sich zudem als einzelnes Bundesland noch stärker von seinen Nachbarn isolieren. "Das heißt, dass nur jene nach Tirol einreisen können, die in Tirol zu Hause sind oder in der kritischen Infrastruktur oder Versorgung arbeiten", schrieb Platter bei Facebook. Der Warenverkehr sei unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. "Dass sich Tirol selbst isoliert, ist absolut notwendig. Weil wir verhindern wollen, dass einerseits das Virus von Tirol aus weiterverbreitet wird und wir uns andererseits auch zusätzlich schützen können."

In Tirol wurden laut dem Landeschef bisher 474 bestätigte Fälle von Sars-CoV-2-Infektionen gezählt - mehr als in jedem anderen österreichischen Bundesland. Zuletzt wurde Kritik laut, dass Tirol zu zaghaft und nicht konsequent genug gehandelt habe, um das Virus einzudämmen. Vor allem durch den Skitourismus, der am Sonntag eingestellt wurde, dürfte sich das Virus schnell verbreitet haben. (dpa)

Update 18. März, 22.22 Uhr

Merkel appelliert in der Coronakrise an die Vernunft der Bevölkerung

Berlin (dpa) - Mit einem eindringlichen Appell hat Bundeskanzlerin Angela Merkel alle Bürgerinnen und Bürger zu Solidarität und Disziplin im Kampf gegen das Coronavirus gemahnt.

"Das ist eine historische Aufgabe, und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen", sagte Merkel am Mittwoch in einer Fernsehansprache zur Coronakrise. "Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an", machte die Kanzlerin den überaus großen Ernst der Lage deutlich. Es sei dringend notwendig, dass die sozialen Kontakte auf ein Minimum heruntergefahren werden, damit sich das Virus nicht zu schnell ausbreite.

Diese Situation erfordere ein hohes Maß an Disziplin jedes Einzelnen. Die Lage "ist ernst, und sie ist offen. Das heißt: Es wird nicht nur, aber auch davon abhängen, wie diszipliniert jeder und jede die Regeln befolgt und umsetzt", sagte die Kanzlerin nach einem vorab verbreiteten Redetext der Ansprache, die am Abend von mehreren Sendern ausgestrahlt wurde.

Update 18. März, 18.54 Uhr

Schülerwohnheim in Wasserburg wird für Corona-Quarantäne genutzt

Um die Betten in den RoMed Kliniken für Corona-Patienten mit schwererem Krankheitsverlauf freizuhalten, wird ein Schülerwohnheim in Wasserburg ab sofort für Quarantänemaßnahmen genutzt. Untergebracht werden hier ausschließlich ausländische Bürger, die in Stadt oder Landkreis Rosenheim keinen Wohnsitz haben und darum nicht in den eigenen vier Wänden in häusliche Quarantäne gehen können. Aufgrund der Grenzschließungen ist es für sie nicht möglich, nach Hause zu kommen.

Die Personen, die im Schülerwohnheim untergebracht werden, sind bestätigte Corona-Fälle mit nur leichten Krankheitssymptomen, die keiner klinischen Behandlung bedürfen oder Verdachtsfälle, die noch auf das Testergebnis warten. Sie werden im Schülerwohnheim in Einzelzimmern untergebracht, mit Nahrungsmitteln und allen notwendigen Dingen des Lebens versorgt.

Wie bei jeder anderen häuslichen Quarantäne dürfen die Personen das Gebäude nicht verlassen, untereinander keinen Kontakt haben und stehen unter ärztlicher Beobachtung. Eine Ansteckungsgefahr für die umliegenden Anlieger kann damit ausgeschlossen werden. Bestätigte Fälle bleiben bis zur Ansteckungsfreiheit nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts im Schülerwohnheim in häuslicher Quarantäne. Erst dann können sie die Heimreise antreten.

Update 18. März, 16.52 Uhr

29 weitere bestätigte Corona-Fälle in Stadt und Kreis Rosenheim

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim (Stadt und Kreis Rosenheim) hat sich die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen um weitere 29 Personen erhöht. Damit steigt die Zahl der Fälle in Stadt und Kreis Rosenheim auf 77. Zuzüglich der beiden gestern bestätigten Fälle im Kreis Mühldorf sind es insgesamt 79 Fälle.

"Das Gesundheitsamt Rosenheim führt bei allen gemeldeten bestätigten COVID-19 Erkrankungsfällen nach dem Infektionsschutzgesetz Ermittlungen durch und trifft die erforderlichen Schutzmaßnahmen, um die Infektionsketten zu unterbrechen", teilt das Landratsamt Rosenheim mit.

Für Erkrankte werde bis zum Ende der Infektiosität eine Quarantäne angeordnet, je nach Schwere der Erkrankung zu Hause oder in der Klinik. Die engen Kontaktpersonen müssen sich zunächst für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und werden beobachtet. Sie müssen unnötige Kontakte zu anderen Personen vermeiden.

Update 18. März, 15.47 Uhr

Rehakliniken stoppen Patientenaufnahme

Um Patienten, Angehörige und Mitarbeiter vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, schränken die

Rehabilitationskliniken der Deutschen Rentenversicherung

(DRV) Bayern Süd die Aufnahme von Patienten ein. Das teilt die DRV in einer Presseerklärung mit.

Rehabilitanden werden ab sofort nicht mehr aufgenommen, weder stationär noch ganztägig ambulant. Eine Ausnahme bilden Patienten, die im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt in die Reha kommen (Anschlussheilbehandlung). Sie werden aufgenommen, unter anderem um die Krankenhäuser zu entlasten.

Bei allen neuaufgenommenen Patienten misst die Rehaklinik Fieber. Bei Corona-Risikopatienten überprüft die Rehaklinik, ob die Reha abgebrochen werden sollte. Für alle Patienten gilt ein Besuchsverbot. Die Maßnahmen betreffen die Fachklinik Gaißach, das Rehafachzentrum Bad Füssing-Passau, die Orthopädische Klinik Tegernsee und die Klinik Bad Reichenhall.

Update 18. März, 13.40 Uhr

Polizei kontrolliert in Gastronomiebetrieben

Seit heute gilt die Vorschrift, dass in gastronomischen Betrieben mindestens 1,5 Meter Abstand zwischen den Gästen sein muss. Außerdem müssen die Betriebe um 15 Uhr schließen. Grund für diese einschneidende Maßnahme: Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden.

In Rosenheim ist seit heute die Polizei unterwegs und kontrolliert in Betrieben, ob die Maßgaben eingehalten werden.

Update 18. März, 12.39 Uhr

Chatbot beantwortet Fragen zum Coronavirus

Wie gefährlich ist das Coronavirus wirklich? Und wie weiß ich, ob ich mich angesteckt haben könnte? Wie überträgt sich eigentlich das Coronavirus? Die Verunsicherung ist groß. Und die Menschen haben viele Fragen. Die Rosenheimer Softwareschmiede Innfactory hat sich Gedanken gemacht, wie man all diese Fragen mit möglichst aktuellen Erkennntnissen beantworten könnte. Ihre Lösung: der Chatbot Corinna. Gespeist mit Informationen aus seriösen, wissenschaftlichen Quellen.

Update 18. März, 10.16 Uhr

BMW legt die Produktion still

BMW stoppt wegen wegen der Ausbreitung des Coronavirus seine Autoproduktion in Europa für vier Wochen.

Vorstandschef Oliver Zipse sagte am Mittwoch in München: "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant."

Für das laufende Jahr erwartet der Konzern einen weiteren deutlichen Gewinnrückgang. Die Ausbreitung des Coronavirus dürfte die Nachfrage nach Autos in allen wesentlichen Märkten erheblich beeinträchtigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit.

Zipse sagte zuvor, dem absehbaren Rückgang der Nachfrage begegne BMW mit einer "frühzeitigen Anpassung der Produktion". Betriebsratschef Manfred Schoch sagte, die Gesundheit der Mitarbeiter müsste geschützt und ihre Arbeitsplätze und Einkommen müssten abgesichert werden. Dazu gebe es drei mit dem Betriebsrat vereinbarte Instrumente: Arbeitszeitkonten, Homeoffice und Kurzarbeit. Ein Tarifmitarbeiter bekomme auch bei Kurzarbeit mindestens 93 Prozent seines Nettolohns. Mit diesen drei Instrumenten werde BMW die Belegschaft sicher durch die Coronakrise steuern.

Im laufenden Jahr werde die Ergebnismarge im Autogeschäft voraussichtlich auf zwei bis vier Prozent vom Umsatz fallen. Die Finanzdienstleistungen erwarteten weniger Neuverträge und eine höhere Risikovorsorge. Deshalb dürfte "das Konzernergebnis vor Steuern gegenüber 2019 deutlich zurückgehen", teilte der Autokonzern mit. Es war bereits im vergangenen Jahr von 9,6 auf 7,1 Milliarden Euro gefallen. (dpa)

Update 18. März, 9.38 Uhr

Bayern verschiebt den Start der Abi-Prüfungen

Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch in München mit.

Update 18. März, 8.52 Uhr

Bundespolizei beantwortet Fragen zum Grenzübertritt - weiter Hotlines

Beim Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus kontrolliert Deutschland seit Montagmorgen seine Grenzen. Für Fragen aller Art zum Grenzübertritt für Reisende und Pendler hat die Bundespolizei eine Hotline eingerichtet. Dies ist unter der Telefonnummer 0800/6888-000 rund um die Uhr erreichbar.

Aufgrund der großen Nachfrage wurde auch die Kapazität des Bürgertelefons im Staatlichen Gesundheitsamt in Rosenheim verdoppelt. Die Hotline zum Corona-Virus ist unter 08031/392-5555 von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr und am Samstag von 8 Uhr bis 12 Uhr erreichbar.

Auch beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gibt es eine Hotline für die wichtigsten Fragen. Die Hotline ist unter der Telefonnummer 09131/6808-5101 an sieben Tagen von 8 bis 16 Uhr erreichbar. Aktuell ist eine Ausweitung der Kernzeiten geplant.

Der kassenärztliche Bereitschaftsdienst ist unter der Telefonnummer 116-117 erreichbar.

Update 17. März, 18.00 Uhr

Arzt der Kreisklinik Burghausen ist bestätigter Coronafall

Ein Arzt der Burghauser Kreisklinik, der nicht in der Geriatrie tätig ist, war aus Tirol heimgekehrt und hatte seinen Dienst am Montag, 16. März, angetreten. Ordnungsgemäß informierte er die Klinik darüber, dass er aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist. "Völlig symptomfrei versah er seinen Dienst mit der Maßgabe des kontinuierlichen Tragens einer Schutzmaske", schreibt das Krankenhaus in einer Pressemitteilung.

Bei Arbeitsantritt sei bei ihm ein Corona-Abstrich durchgeführt. "Dieses Verhalten ist als vorbildlich einzuschätzen und wird derzeit generell bei Reiserückkehrern im medizinischen Personal praktiziert", so die Klinik in ihrer Presseerklärung weiter.

In der Nacht von Montag auf Dienstag habe der Arzt Kopfschmerzen bekommen und sich daraufhin krank gemeldet. Er blieb in häuslicher Quarantäne. Am frühen Dienstagnachmittag sei die Klinikleitung darüber informiert worden, dass sein Test positiv verlaufen war.

Die Klinik informiert: "Nach aktuellem Stand hatte der Arzt lediglich mit zwei Patienten geschützten Kontakt und trug dabei einen Mundschutz." Dennoch wurden diese Patienten sofort isoliert und vorsichtshalber auf das Coronavirus getestet.

Update 17. März, 17.28 Uhr

Zwei Corona-Verdachtsfälle im Landkreis Mühldorf jetzt bestätigt

Erst waren es zwei Verdachtsfälle, nun sind sie bestätigt: Im Landkreis Mühldorf gibt es nun zwei Corona-Infizierte. Sie befanden sich bereits im Klinikum Mühldorf in Behandlung, wo sie isoliert waren. Dort bleiben sie nun auch. Der Verlauf der Krankheit ist bei den beiden Patienten nach Angaben der Klinik eher mild, beiden gehe es den Umständen entsprechend gut, heißt es.

Update 17. März, 17.02 Uhr

17 neue Corona-Fälle in der Region Rosenheim

Die Zahl der im Zuständigkeitsbereich des Rosenheimer Gesundheitsamtes positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen steigt um weitere 17 Personen auf aktuell 48 Fälle. Ein Teil der neuen positiven Testungen sind sogenannte Kontaktpersonen. Sie hatten engeren Kontakt mit einer bereits positiv getesteten Person und haben sich dort mit dem Virus angesteckt.

Das Gesundheitsamt Rosenheim führt bei allen gemeldeten bestätigten Erkrankungsfällen an COVID-19 Ermittlungen nach der Infektionsursache und den Kontaktpersonen durch und trifft die erforderlichen Schutzmaßnahmen, um die Infektionsketten zu unterbrechen. Für Erkrankte wird bis zum Ende der Infektiosität eine Quarantäne angeordnet. Dies gilt ebenso für enge Kontaktpersonen während der 14-tägigen Inkubationszeit. Bei Symptomen wird eine Diagnostik durchgeführt.

Update 17. März, 15.27 Uhr

Werkstätten und Förderstätte der Stiftung Attl geschlossen – erster Coronafall

Am heutigen Dienstag wurde ein erster Coronafall in der Stiftung Attl bekannt. Ein Mitarbeiter wurde positiv auf das Virus getestet. „Wir haben schon sehr früh alle nötigen Schritte eingeleitet, um weitere mögliche Infizierungen zu vermeiden“, erklärt Stiftungsvorsitzender Jonas Glonnegger. „Auch ohne Anordnung vom Gesundheitsamt haben wir alle weiteren Kontaktpersonen unmittelbar vom Dienst freigestellt.“

Der Betrieb von Attler Markt, der Gärtnerei sowie dem Attler Hof wird von den Mitarbeitern der Stiftung Attl weiterhin aufrechterhalten, nur eben ohne die Beschäftigten.

Landratsamt Rosenheim schränkt Publikumsverkehr ein

Um eine Ansteckung mit dem Corona-Virus zu vermeiden, wird das Landratsamt Rosenheim seinen Parteiverkehr ab Mittwoch, 18. März, stark einschränken. Die Anliegen Bürger werden nach Möglichkeit telefonisch, per E-Mail oder schriftlich bearbeitet. Wenn ein persönliches Vorsprechen unumgänglich ist, muss vorab ein Termin vereinbart werden. Davon betroffen sind auch die Außenstellen des Amtes.

Auch die Kfz-Zulassungsstellen des Landkreises in Rosenheim, Bad Aibling und Wasserburg können nur noch nach vorheriger Terminvereinbarung besucht werden. Termine können online oder telefonisch vereinbart werden. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, wird darum gebeten, aufschiebbare Anliegen auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Außerdem können die Onlineangebote genutzt werden.

Update 17. März, 14.13 Uhr

Krankenhaus Mühldorf wird Corona-Behandlungszentrum

Alle Coronavirus-Fälle aus der Region Mühldorf und Altötting sollen künftig im Krankenhaus Mühldorf behandelt werden. Das teilte das Landratsamt Mühldorf am Montagvormittag bei einer Pressekonferenz mit. Derzeit würden vor Ort die Kapaztäten geschaffen. So werde zum Beispiel die Zahl der Beatmungsgeräte aufgestockt. Außerdem werde das Personal vor Ort für die besondere Herausforderung ausgestattet und geschult.

Andere Patienten sollen nach und nach auf die Klinikstandorte Altötting und Haag verteilt werden.

Update 17. März, 12.10 Uhr

Markus Söder und Jens Spahn zur Corona-Krise

Update 17. März, 11.59 Uhr

Das Landratsamt Mühldorf gibt aktuelle Infos

Im Landkreis Altötting gibt es aktuell zwei neue bestätigte Coronavirus-Infektionen. Es handelt sich nach offiziellen Angaben um einen 30-Jährigen, der im Landkreis Altötting einen Zweitwohnsitz hat und sich dort öfter aufhält. Der Mann lebt in München und befindet sich nun dort in Behandlung.

Wie das Landratsamt Mühldorf informiert, betrifft einer der bestätigten Coronavirus-Fälle aus dem Landkreis Rosenheim auch den Landkreis Mühldorf. Denn der Betroffene sei an der Musikschule in Mühldorf beschäftigt. Alle, die mit dem Erkrankten Kontakt hatten, seien vom Gesundheitsamt informiert worden.

Update 17. März, 10.38 Uhr

Corona-Risiko in Deutschland jetzt auf hoch eingestuft

Das Robert-Koch-Institut stuft die Gefahr durch das Corona-Virus aktuell als "hoch" ein. In einer Pressekonferenz erklärt der RKI-Leiter die Lage.

"Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt", schreibt das RKI auf seiner Website (Stand 17.3.). Diese Gefährdung variiere aber von Region zu Region.

Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nehme mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen (Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung) ab und kann örtlich sehr hoch sein.

Update 16. März, 18.29 Uhr

Stadt Rosenheim ergreift Maßnahmen wegen Corona-Katastrophenfall

Die Bayerische Staatsregierung hat heute (16. März 2020) aufgrund der Corona-Pandemie den Katastrophenfall für ganz Bayern ausgerufen. "Damit ist zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus eine klare Steuerung mit zentralen Eingriffs- und Durchgriffsmöglichkeiten möglich", schreibt die Stadt Rosenheim in einer Presseerklärung. Um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, wurde eine Reihe von Maßnahmen beschlossen.

Für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rosenheim ergeben sich folgende Auswirkungen:

  • Kultur- und Kongresszentrum (KU’KO), Ausstellungszentrum Lokschuppen sowie Touristinfo mit Stadtführungen ab 17. März bis 19. April 2020 geschlossen bzw. eingestellt.
  • Sämtliche städtische Sporthallen und Freisportanlagen, beide Lehrschwimmbecken, Skate- und Streetball-Anlagen, Fitness-Parcours, Bolzplätze sowie Schulgebäude werden für außerschulische Nutzung jeder Art geschlossen. Das gilt analog auch für den Betrieb vereinseigener Sportstätten. Auch die Stadtbibliothek, die Musikschule und die Volkshochschule schließen ab morgen ihre Pforten. Das Städtische Museum, das Holztechnische Museum sowie die Städtische Galerie sind ebenfalls geschlossen. Auch die Bürgerhäuser und die Jugendtreffs sind bis auf weiteres nicht geöffnet.
  • Der Parteiverkehr der Stadtverwaltung wird stark eingeschränkt. Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger werden nach Möglichkeit telefonisch, per Mail oder schriftlich bearbeitet. Wenn eine persönliche Vorsprache unumgänglich ist, muss vorher telefonisch ein Termin vereinbart werden.
  • Alle 46 öffentlichen Kinderspielplätze im Stadtgebiet sind bis zum 19. April 2020 geschlossen. Für nicht umfriedete Spielplätze bittet die Stadt die Eltern, sich im Sinne der angeordneten Eindämmungsmaßnahmen der Corona-Pandemie an das Verbot zu halten.
  • Bei den Stadtwerken Rosenheim bleibt ab morgen, 17. März 2020 das Kundenzentrum für den Parteiverkehr geschlossen, ist aber telefonisch und via Internet erreichbar. Das Hallenbad ist ebenfalls geschlossen, sowohl für den öffentlichen Badebetrieb, als auch für die Nutzung durch Vereine. Auch die Kantine der Stadtwerke schließt für externe Gäste.

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16. März, 10.20 Uhr:

Erstmeldung zur Ausrufung des Katastrophenfalles aufgrund der Corona-Pandemie

München - „Die Lage ist sehr ernst“, sagt Ministerpräsident Markus Söder am Montagmorgen bei einer Pressekonferenz. Es verändere sich im Kampf gegen das Coronavirus alles. „Und leider nicht zum Guten.“

Das Virus verbreite sich jetzt exponentiell. Die Ansteckungsketten können nicht mehr nachvollzogen werden. „Es ist ganz wichtig, dass wir das nicht auf die leichte Schulter nehmen", warnt Söder.

Es gebe derzeit keinen Impfstoff und kein Medikament gegen Corona. „Die einzige Möglichkeit, die wir haben ist, die sozialen Kontakte auszudünnen und das öffentliche Leben zu verlangsamen.“ Dazu solle jede notwendige Maßnahme ergriffen werden. „Die Maßnahmen, um die es jetzt geht, sind einschneidend.“

Die Maßnahmen gegen das Coronavirus ab heute

  • Söder: „Wir rufen den Katastrophenfall aus.“ Für ganz Bayern. Die Behörden haben umfangreiche Möglichkeiten, durchzugreifen. „Er gilt ab jetzt.“
  • Bayern richtet ein Sondervermögen von bis zu 10 Milliarden Euro ein, mit dem in allen gesellschaftlichen Bereichen staatliche Hilfen geleistet werden sollen. „Wir lassen niemanden alleine", verspricht Söder.
  • Die Maßnahmen gelten vorerst für 14 Tage. Söder: „Heute kann keiner voraussehen, wie lange die Maßnahmen gelten.“ Es soll solange gehen, wie notwendig.
  • Eine Ausgangssperre soll es in Deutschland nicht geben. Vorerst, wie Söder betont. Er schließt sie nicht aus.
  • Veranstaltungen sind verboten. Außer im privaten Umfeld.
  • Schulen und Kitas bleiben geschlossen. Es gelten Regelungen zur Notbetreuung.
  • Ab Dienstag werden alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Beispiele: Saunas, Clubs, Discos, Kinos, Bordellbetriebe, Museen, Sportplätze, Fitnesstudios, Tierparks, VHS, Musikschulen, Jugendhäuser.
  • Ab Mittwoch gilt für die Gastronomie: Nur Speiselokale und Betriebskantinen werden betrieben. Nur bis 15 Uhr darf geöffnet werden. Es gelten spezielle Abstandsregeln für Besucher.
  • Der Lebensmittelhandel, Banken, Drogerien, Bau- Gartenmärkte, Tierbedarf, Tankstellen und Poststellen (Beispiele) bleiben geöffnet. „Überlegen Sie genau, was Sie einkaufen“, bittet Markus Söder. Es brauche keine Hamsterkäufe. Die Lebensmittelversorgung sei sichergestellt. „Es wird alles dafür getan, dass die Versorgung gewährleistet bleibt.“ Die Öffnungszeiten für den Lebensmittelbereich werden geändert: Bis 22 Uhr werktags. Auch sonntags von 12 bis 18 Uhr darf geöffnet werden.
  • Betriebe bleiben offen. Auch der ÖPNV.

Markus Söder erläutert die Maßnahmen gegen das Coronavirus: „Das öffentliche Leben wird runtergefahren. Es verändert sich. Es ist die einzige Möglichkeit, jetzt zu reagieren.“ Seit Montag 8 Uhr gibt es zu Österreich Grenzkontrollen. Der Warenverkehr bleibe grenzüberschreitend offen.

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