Nach Corona-Alarm in Bad Feilnbacher Seniorenheim kommen Bewohner zurück 

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Zahlreiche Krankenwagen warteten in Bad Feilnbach vor dem St. Lukas Seniorenheim, um die erkrankten Bewohner abzuholen und in andere Einrichtungen zu fahren.
  • Eva Lagler
    vonEva Lagler
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Die Bewohner des Hauses St. Lukas in Bad Feilnbach mussten verlegt werden, nachdem in dem Seniorenheim sind außergewöhnlich viele Coronavirus-Fälle aufgetreten waren. Nun kehrt wieder Alltag ein. 

Update 4. Mai

Erste Bewohner sind ins Alten- und Pflegeheim St. Lukas zurückgekehrt

Pressemeldung Landratsamt Rosenheim

Einen Monat nach der Verlegung der Bewohner aus dem Alten- und Pflegeheim St. Lukas in Bad Feilnbach sind die ersten Bewohner heute (Mo. 04.05.20) wieder zurückgekehrt. 

Insgesamt zehn Bewohner konnten wieder in das Alten- und Pflegeheim zurückverlegt werden. Weitere 14 Bewohner werden morgen im Laufe des Tages nach Bad Feilnbach zurückkehren. Bewohner, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, sind inzwischen genesen. Sie wurden vor ihrer Rückkehr in das Heim noch einmal getestet. Alle Tests auf COVID-19 waren negativ.

Noch Mitarbeiter in Quarantäne

ann die restlichen Bewohner zurückkehren können, steht noch nicht fest, da noch nicht das komplette Personal der Einrichtung wieder zur Verfügung steht. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich noch in Quarantäne. Mit dem jetzt vorhandenen gesunden Personal kann aber die Versorgung der ersten 25 zurückkehrenden Bewohner sichergestellt werden.

Wie berichtet hatten die Bewohner des Alten- und Pflegeheims St. Lukas in Bad Feilnbach am 1. April verlegt werden müssen. Die Leitung der Einrichtung sowie zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befanden sich in Quarantäne. Auch ein Großteil der Bewohner war positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Von den 41 verlegten Bewohnern waren 31 nachweislich infiziert. Um eine optimale Versorgung sicherzustellen, waren die Bewohner im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark, im Medical Park Bad Feilnbach Blumenhof, in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen sowie in der Rheumaklinik Bad Aibling untergebracht worden.

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Update 1. April, 16.39 Uhr

31 Personen nachweislich infiziert

Wie das Landratsamt Rosenheim nun mitteilt, sind zahlreiche Mitarbeiter sowie die Leitung des Seniorenheimes St. Lukas in Quarantäne. Sie sind mit dem Coronavirus infiziert. Auch ein Großteil der Bewohner wurde inzwischen positiv getestet. Insgesamt wurden 41 Personen verlegt, 31 davon sind nachweislich infiziert.

Um eine Versorgung sicherzustellen, wurden die Bewohner im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark, im Medical Park Bad Feilnbach Blumenhof, in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen und in der Rheumaklinik Bad Aibling untergebracht.

An dem Einsatz beteiligt waren Kräfte der Kreisverbände Rosenheim und Miesbach des Bayerischen Roten Kreuzes, der Ambulanz Rosenheim, des Malteser Hilfsdienstes Rosenheim, der Johanniter Wasserburg sowie von Polizei und Feuerwehr Bad Feilnbach.

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Die Erstmeldung zum Einsatz in Bad Feilnbach

Bad Feilnbach – Die Verlegung der Bewohner des Seniorenheimes St. Lukas in Bad Feilnbach läuft seit Mittwochmorgen, 8 Uhr. Mit voller Wucht traf das Coronavirus das Bad Feilnbacher Altenheim. Eine aktuell noch nicht genannte Zahl an Mitarbeitern und Bewohnern ist dort an COVID-19 erkrankt, die Versorgung sei laut Heimaufsicht nicht mehr gesichert.

Auf der Apfelmarktwiese am Ortsrand von Bad Feilnbach stehen rund 25 Krankenwägen. Kräfte der FüGK-Katastrophenschutzgruppe sind vor Ort und koordinieren unter ärztlicher Leitung die Verlegung der Patienten.

Bewohner kommen auf Isolierstationen

Dazu haben die Bad Feilnbacher Medical Park Kliniken Blumenhof und Reithof jeweils 15 Betten auf ein kurzfristig eingerichteten Isolierstationen bereitgestellt, nachdem es erste Hinweise auf möglichen Handlungsbedarf bereits am Sonntag gegeben habe.

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Auf diesen Stationen gibt es nach Angaben von Medical-Park-Sprecherin Ulrike Schillo auch Beatmungsplätze am Bett. Intensivpatienten könnten dort jedoch nicht betreut werden. Im Moment sehe es so aus, als würden diese Plätze jedoch nicht ausreichen.

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