News-Ticker zur Corona-Pandemie

EU-Gesundheitsbehörde: Mehrwert von FFP2-Masken im Alltag nur gering - Aktuelle Zahlen aus der Region

FFP2-Maske (Symbolbild)
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 3. Februar, im Newsticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 81,8, Landkreis Rosenheim 71,9, Landkreis Traunstein 94,7, Landkreis Berchtesgadener Land 153,9, Landkreis Mühldorf 121,7, Landkreis Altötting 113,0 (Quelle/Stand: RKI, 3. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2749, Landkreis Rosenheim 10.053, Traunstein 6932, Berchtesgadener Land 3947, Mühldorf 4203, Altötting 3599 (Quelle/Stand: RKI, 3. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 51, Landkreis Rosenheim 402, Traunstein 182, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 109, Altötting 150 (Quelle/Stand: RKI, 3. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 58.956 Todesfälle in Deutschland (10.496 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 20.03 Uhr - EU-Gesundheitsbehörde: Mehrwert von FFP2-Masken im Alltag nur gering

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC steht dem zusätzlichen Nutzen von FFP2-Masken im Alltag skeptisch gegenüber. „Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering“, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber hinaus rechtfertigten die möglichen Kosten und Schäden keine Empfehlung dafür, FFP2-Masken anstelle von anderen Masken in der Öffentlichkeit zu tragen. Welche potenziellen Schäden - im englischen Original „harms“ - genau gemeint waren, blieb am Mittwochabend zunächst unklar.

Das Auftreten von neuen Varianten des Coronavirus mache keine anderen Maskentypen als diejenigen notwendig, die derzeit im Rahmen von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen im Kampf gegen Corona verwendet würden, ergänzte das ECDC. Die Behörde ist demnach gerade dabei, ein Dokument mit Einschätzungen zum Maskengebrauch im sozialen Umfeld zur Verringerung der Corona-Übertragung zu aktualisieren.

Update, 17.29 Uhr - 17 neue Fälle im Berchtesgadener Land

Es gibt seit Dienstag 17 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land. Davon befanden sich fünf Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3.947 (Meldestand RKI: 3. Februar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert bei 153,9 (Stand: 3. Februar 0 Uhr).

Von den insgesamt 3.947 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 3.635 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 223 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 42 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 163 neue COVID-19-Fälle.

Es wurde außerdem ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine Frau im Alter von 92 Jahren. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 89.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 37 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden fünf Patienten intensivmedizinisch betreut.

Update, 16.40 Uhr - Astrazeneca-Impfstoff wohl auch wirksam gegen Virus-Übertragung

Der Impfstoff des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca und der Universität Oxford soll ersten Erkenntnissen zufolge auch gegen die Übertragung des Coronavirus wirken. PCR-Tests bei einer zufälligen Stichprobe aus entsprechend Geimpften in Großbritannien hätten gezeigt, dass der Impfstoff die Übertragung um rund 67 Prozent verringere, sagte Astrazeneca-Forschungschef Mene Pangalos am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Zuvor war nur die Wirkung gegen eine Covid-19-Erkrankung festgestellt worden.

Die genannte Zahl bezieht sich auf jene, die eine erste Impfdosis hinter sich haben. Unter Getesteten, die auch die zweite Dosis schon hinter sich haben, konnte hingegen lediglich eine Verringerung der Wirksamkeit um knapp 50 Prozent festgestellt werden. „Selbst 50 Prozent sind eine signifikante Verringerung“, sagte Pangalos. Laut Andrew Pollard von der Universität Oxford könnte die Differenz an der unterschiedlichen Zusammensetzung der relativ kleinen Stichproben liegen. „Dazu müssen wir noch weitere Analysen anstellen“, räumte Pollard ein.

Update, 16.05 Uhr - 52 Neuinfektionen und vier Todesfälle im Raum Traunstein

Wie das Staatliche Gesundheitsamt in Traunstein in einer Pressemitteilung bekannt gab, haben sich seit der letzten Aussendung 52 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Derzeit gebe es im Zuständigkeitsbereich Traunstein 1032 aktive Corona-Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 94,7. Vier weitere Personen sind in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Dabei handelt es sich um zwei Männer im Alter von 67 und 86 Jahren und zwei Frauen im Alter von 64 und 78 Jahren. Insgesamt liegt die Zahl der in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorbenen Personen nun bei 186. Seit Beginn der Pandemie gab es im Kreis Traunstein 6980 bestätigte Fälle.

Als genesen gelten mindestens 5762 Personen (133 Personen mehr seit der Meldung vom 2. Februar).

Update, 15.48 Uhr - Corona-Krise stellt Prostituierte vor Probleme

Viele Prostituierte stehen wegen der geschlossenen Bordelle infolge der Corona-Krise vor großen Problemen. „Die Frauen verdienen kein Geld mehr“, sagte Hedwig Christ von der Nürnberger Beratungsstelle Kassandra. Sie befürchtet, dass einige deshalb ihr Dach über dem Kopf verlieren werden. Viele Prostituierte wohnen auch in den Bordellen und können nun keine Miete mehr an die Besitzer zahlen.

Bund und Länder haben sich auf eine Schließung der Bordelle wegen der Corona-Krise geeinigt. Auch den Escort-Services brechen wegen der Ausbreitung des neuartigen Virus die Kunden weg. Seit Anfang März gebe es nur noch wenig Buchungen, die Vermittlung sei inzwischen eingestellt, sagte Susanne Horn von Royale Escort in München.

Update, 15.20 Uhr - 29 Corona-Neuinfektionen im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 2. Februar 29 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 3. Februar 2021, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 214 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 3. Februar 2021, 0 Uhr) bei 121,7.

Update, 14.45 Uhr - Aiwanger und Wirtschaft warnen vor Pleitewelle

Der bayerischen Wirtschaft könnte in den kommenden Monaten die bislang ausgebliebene Pleitewelle noch bevorstehen. Sowohl Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) als auch der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) warnten am Mittwoch, dass vielen Firmen in den vom Lockdown getroffenen Branchen ungeachtet aller staatlichen Hilfen mittlerweile das Geld fehle.

Er sei überzeugt, dass einer Reihe von größeren und kleineren Betrieben derzeit „die Luft ausgeht, weil sie eben über Wochen hinweg nicht mehr liquide bleiben können“, sagte Aiwanger. Der Freie-Wähler-Chef forderte „Öffnungsperspektiven“ für Handel, Friseure und andere geschlossene Betriebe.

Update, 12.58 Uhr - Münchner Studie: Keine erhöhten Infektionen an Grundschulen und Kitas

Eine Münchner Studie zur Übertragung des Coronavirus bei Kindern hat keine gegenüber der Allgemeinheit erhöhte Infektionsgefahr in Kindergärten und Schulen gezeigt. Von Juni bis Ende Oktober 2020 nahmen Wissenschaftler in Münchner Grundschulen, Kitas und Kindergärten 3169 Abstriche von Kindern im Alter bis 11 Jahre sowie von Betreuern und Lehrern. Erst in der zweiten Phase dieser „Virenwächter“-Studie nach den Sommerferien gab es zwei positive Befunde. Das entsprach etwa den damaligen Infektionszahlen in der Bevölkerung. Das teilten die Forscher der Haunerschen Kinderklinik am LMU Klinikum und des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit.

„Somit tragen gesunde, asymptomatische Kinder, die die jeweiligen Einrichtungen besuchen, nicht signifikant zur Ausbreitung der Pandemie bei, wenn geeignete Maßnahmen zur Infektionskontrolle getroffen werden“, folgern die Wissenschaftler in der als Preprint veröffentlichten Studie. Zum Studienzeitpunkt waren allerdings die Virus-Mutanten aus Großbritannien und Südafrika weder bekannt noch verbreitet, wie Mitautor Martin Hoch vom LGL sagte.

Update, 12.28 Uhr - Erneut über 1400 Kontrollen der Polizei in München

Im Zeitraum von Dienstag, 2. Februar, 6 Uhr, bis Mittwoch, 3. Februar, 6 Uhr, gab es eine Vielzahl von Kontrollen und Einsätzen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München (sowohl Stadt- und Landkreis München), um die Einhaltung der aktuellen Infektionsschutzregelung zu überprüfen. Über 1400 Kontrollen wurden in diesem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden 37 Verstöße angezeigt. In 14 Fällen ging es um die Ausgangssperre.

Update, 11.26 Uhr - Ticketverkäufer will künftige Konzertbesuche nur mit Impfung

Der Ticketverkäufer und Konzertveranstalter CTS Eventim will eine Corona-Impfung zur Voraussetzung für die Teilnahme an Veranstaltungen machen. „Wenn es genug Impfstoff gibt und jeder sich impfen lassen kann, dann sollten privatwirtschaftliche Veranstalter auch die Möglichkeit haben, eine Impfung zur Zugangsvoraussetzung für Veranstaltungen zu machen“, sagte Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg der „Wirtschaftswoche“. Das Unternehmen habe bereits seine Systeme so eingerichtet, dass diese auch Impfausweise lesen könnten.

In Schleswig-Holstein hat das Gesundheitsministerium CTS Eventim mit der Vergabe von Impfterminen beauftragt. Für das Unternehmen ist das ein neues Geschäftsfeld in Zeiten, in denen durch die Corona-Beschränkungen die Veranstaltungsbranche weitgehend brach liegt. Mit anderen Bundesländern sei man im Gespräch für eine Zusammenarbeit, wenn mehr Impfstoff verfügbar sei, so Schulenberg. „Je schneller die Bevölkerung geimpft ist, desto schneller können auch Veranstaltungen wieder stattfinden.“Vor allem gehe es aber darum, „einen Beitrag zu leisten, damit wir alle diese Pandemie baldmöglichst überwinden“, sagte er.

Update, 11 Uhr - 58 Corona-Patienten an InnKliniken in Behandlung

An den Standorten des InnKlinikums in den Landkreisen Mühldorf und Altötting werden derzeit insgesamt 58 Patienten im Zusammenhang mit Corona stationär behandelt - 20 in Mühldorf, 22 in Altötting und 16 in Burghausen. Acht Personen davon müssen auf einer Intensivstation betreut, sieben beatmet werden (Stand: 1. Februar, 9.30 Uhr). Zudem meldete die Klinik einen weiteren Corona-Todesfall. Bei dem Opfern handelt es sich um eine 83-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting.

Update, 11.30 Uhr - Drosten: Bis Ostern nicht viel Bevölkerungsschutz durch Impfungen

Der Virologe Christian Drosten hat erneut eindringlich vor zu frühen Lockerungen in der Corona-Pandemie gewarnt. „Für die Zeit bis Ostern können wir noch nicht viel an Bevölkerungsschutz durch die Impfung erwarten“, sagte der Charité-Wissenschaftler im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info vom Dienstag. Im Vordergrund stehe der Schutz für die Risikogruppen. Auch wenn durch die Impfungen die Sterblichkeit sinke, bleibe das Verringern der Fallzahlen für ihn essenziell.

Wo und wie schnell man lockere, müsse man genau prüfen, betonte Drosten. Es gebe „einen großen Grund zur Sorge“. Er sprach von einem Szenario, in dem es zu zahlreichen schweren Krankheitsverläufen in der mehr als 23 Millionen Menschen umfassenden Gruppe der 40- bis 60-Jährigen kommen könnte - falls zu früh gelockert würde und diese Menschen noch nicht ausreichend geschützt seien, etwa durch Impfungen.

Über den in Aussicht gestellten Anstieg der Impfstoffdosen im Jahresverlauf zeigte sich Drosten nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern „sehr positiv überrascht“. „Die Situation ist viel besser als ich das noch vor Tagen gedacht habe.“

Update, 10 Uhr - Elf weitere Todesfälle in der Region - 7-Tage-Inzidenzen sinken

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 3. Februar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag sind fast ausnahmslos gefallen. Gestiegen ist die Inzidenz lediglich im Kreis Altötting (von 104,0 auf 113,0). Gesunken sind die Inzidenzen in den Kreisen Berchtesgadener Land (von 190,7 auf 153,9), Mühldorf (von 137,2 auf 121,7), Landkreis Rosenheim (von 72,3 auf 71,9), der Stadt Rosenheim (von 86,5 auf 81,8) und dem Kreis Traunstein (von 95,3 auf 94,7).

In der Region wurde laut RKI elf weitere Todesfälle gemeldet. Davon wurden jeweils zwei aus den Kreisen Traunstein, Mühldorf und Altötting gemeldet. Im Berchtesgadener Land sowie in der Stadt Rosenheim wurde jeweils ein Todesfall bekannt. Laut RKI sind im Landkreis Rosenheim drei Menschen verstorben. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 9.15 Uhr - Maskenverweigerer rastet in München aus - und bespuckt Security

Am Dienstagabend (2. Februar) war die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof gefordert. Dort trat gegen 18.30 Uhr ein Mann ohne Mund-Nasen-Schutz zunächst gegen einen Schaukasten. Als der Treter zunächst von Mitarbeitern der DB-Sicherheit darauf angesprochen wurde, verhielt er sich aggressiv und kam der Aufforderung, eine Maske aufzusetzen, nicht nach. Deswegen sollte der Mann des Bahnhofes verwiesen werden. Dagegen wehrte sich der Randalierer körperlich und spuckte einem Sicherheitsmitarbeiter (38) ins Gesicht.

Auch gegenüber der inzwischen hinzugerufenen Bundespolizei verhielt sich der Wohnsitzlose aggressiv. Die Beamten nahmen den Mann fest und brachten ihn zur Wache. Dabei ließ sich der 34-Jährige immer wieder nach hinten fallen, um sich dem Griff der Bundespolizisten zu entziehen. Im Rahmen der polizeilichen Überprüfung stellte sich heraus, dass für ihn bereits ein Hausverbot für den Hauptbahnhof besteht. Zudem beleidigte der Mann auf der Dienststelle die Beamten und zeigte einem auch den Mittelfinger. Der Aggressor wird nun dem Haftrichter vorgeführt.

Der Mann erhielt Anzeigen wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Hausfriedensbruch, versuchter Sachbeschädigung sowie Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Update, 8.19 Uhr - Landkreis Altötting meldet 31 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 31 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3599 Personen (Stand: 2. Februar, 17 Uhr). Aktuell gibt es im Landkreis 181 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (33), Altötting (23) und Garching (23). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 113.

Update, 7.14 Uhr - Tirschenreuth hat höchste Corona-Inzidenz in Deutschland

Die bayerische Grenzregion zu Tschechien bleibt ein Brennpunkt der Corona-Pandemie in Deutschland. Nach den neuen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 322 Infektionen pro 100.000 Einwohnern deutschlandweit sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch an der Spitze.

Unter den zehn Kommunen mit den höchsten Inzidenzwerten sind vier bayerische Kreise: Auf Platz drei liegt der Kreis Hof mit 283,8, auf Platz sechs der Landkreis Wunsiedel mit 246,4 und an siebter Stelle der Kreis Regen mit 241,6. Das „Schlusslicht“ auf Platz 10 ist die Stadt Hof mit einer aktuellen Inzidenz von 213,9. Alle fünf Landkreise grenzen an Tschechien, das mit fast einer Million Corona-Infektionen bei knapp elf Millionen Einwohnern von der Pandemie sehr stark getroffen ist.

Im Landkreis Tirschenreuth sind Mitarbeiter des Landesamtes für Gesundheit (LGL) mit der Ursachenforschung befasst. Es handele sich um ein diffuses Ausbruchsgeschehen, sagte ein Sprecher am Dienstag. So gebe es mehrere Betriebe, in denen Mitarbeiter und deren Familien infiziert seien. Dort gehen die Behörden von Corona-Mutationen aus. Anders als im restlichen Freistaat kehren Abschlussklassen im Landkreis zunächst nicht in den Wechselunterricht zurück.

9705 Corona-Neuinfektionen und 975 neue Todesfälle gemeldet

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9705 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 975 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 13.198 Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bei 82,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.237.790 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 03.02., 0 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 58.956. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 973 200 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,85 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

mh/mw/dpa

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