News-Ticker zur Corona-Pandemie

Inzidenz im Berchtesgadener Land sinkt, keine Todesfälle im Kreis Traunstein - Dritter Lockdown in Österreich

Frau trägt Maske
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Symbolbild: Inzidenz im Berchtesgadener Land sinkt weiter.
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  • Markus Zwigl
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    Daniel Pichler

München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Freitag (18. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 196,7, Landkreis Rosenheim 202,8, Landkreis Traunstein 187,8, Landkreis Berchtesgadener Land 121,8, Landkreis Mühldorf 246,8, Landkreis Altötting 197,3 (Quelle/Stand: RKI, 18. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2089, Landkreis Rosenheim 7708, Traunstein 5141, Berchtesgadener Land 2382, Mühldorf 2935, Altötting 2662 (Quelle/Stand: RKI, 18. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 30, Landkreis Rosenheim 282, Traunstein 138, Berchtesgadener Land 56, Mühldorf 60, Altötting 86 (Quelle/Stand: RKI, 18. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 24.938 Todesfälle in Deutschland (5309 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.12 Uhr - Inzidenz im Berchtesgadener Land sinkt weiter - Keine Todesfälle im Kreis Traunstein

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 31 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befand sich 1 Person bereits als direkte Kontaktperson in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.426 (Meldestand: 18. Dezember, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 121,8 (Stand: 18. Dezember, 0 Uhr).

Von den insgesamt 2.426 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land bestätigten Fälle sind 2.197 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Im Landkreis gibt es aktuell 173 aktive Fälle.

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt ein weiterer Corona-Todesfall gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 74-jährigei Frau. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 56.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 252 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 45 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle. 

Kreis Traunstein: Keine neuen Todesfälle

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1681 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 187,8. Seit der letzten Pressemitteilung am 17.12.20 sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 55 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 5184 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein weiterhin insgesamt 138 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Als genesen gelten mindestens 3365 Personen (36 Personen mehr seit der Meldung vom 17. Dezember). Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 81 COVID-19-Patienten behandelt, davon 64 auf der Normalstation und 17 auf der Intensivstation.

Update, 18.37 Uhr - Österreich vor drittem Lockdown

Österreich geht ab dem 26. Dezember für mindestens drei Wochen erneut in den coronabedingten Lockdown. Ab dem 18. Januar sollen der Handel sowie erstmals seit November auch Kultur und Gastronomie wieder öffnen - allerdings nur für Menschen, die bei einem der dann landesweit umsonst angebotenen Corona-Schnelltests negativ getestet werden.

«Für alle, die nicht bereit sind, sich testen zu lassen, gelten die Regelungen des Lockdowns bis 24. Januar, also eine Woche länger», sagte Kanzler Sebastian Kurz am Freitagabend. Tests seien die Voraussetzung für Lockerungen in der Pandemie. «Ohne Einschränkungen gibt es keine Möglichkeit, durch diese Pandemie zu kommen.»

Konkret sieht der Plan für den dritten Lockdown in der Alpenrepublik vor, dass Ausgangsbeschränkungen vom 26. Dezember bis 24. Januar wieder den ganzen Tag gelten. Das Haus darf nur aus triftigen Gründen verlassen werden, zu denen neben diversen Grundbedürfnissen wie Einkauf oder Arztbesuch sowie etwa Arbeit oder Bildung auch die Erholung im Freien zählt.

Bis auf Geschäfte des täglichen Bedarfs bleiben der Handel und körpernahe Dienstleister wie Friseure bis zum 17. Januar geschlossen, Schüler lernen im Online-Unterricht. Über die Öffnung von Skigebieten und Liften, die für den 24. Dezember angekündigt war, sollen Bundesländer und Bezirke eigenständig entscheiden.

Ab dem 18. Januar sollen Schulen, Handel, Gastronomie, Tourismus wieder öffnen - unter der Bedingung der Vorlage eines negativen Antigen-Schnelltests, der nicht älter als eine Woche ist.

Der Verzicht auf einen Test bedeute bis zum 24. Januar ganztägige Ausgangsbeschränkungen und das verpflichtende Tragen einer FFP-2-Maske etwa beim Einkaufen oder auf dem Weg zur Arbeit. Auch Schüler und Lehrer ohne negativen Test müssen eine FFP-2-Maske tragen.

Update, 16:32 Uhr - 85 Neuinfektionen und ein Todesfall in Mühldorf

Im Landkreis Mühldorf am Inn ist eine weitere Person verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert war. Das teilte das Landratsamt Mühldorf am Freitag mit.

Seit Donnerstag gibt es 85 neue bestätigte Corona-Fälle. Das Gesundheitsamt ermittelt aktuell die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 466 aktive Fälle. Insgesamt 2.448 Personen gelten als genesen. Die Zahl der Verstorbenen erhöht sich laut Landratsamt auf 60. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 277,9.

Update, 14.57 Uhr - Hunderte Deutsche betroffen: RKI stuft Kanaren wieder als Risikogebiet ein

Die Bundesregierung stuft die bei deutschen Urlaubern sehr beliebten Kanarischen Inseln wieder als Corona-Risikogebiet ein. Das Robert Koch-Institut teilte am Freitag auf seiner Internetseite mit, dass damit ab Sonntag wieder ganz Spanien auf der Risikoliste steht - was auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts nach sich zieht

Die Kanaren zählen zu den ganz wenigen Urlaubszielen im europäischen Ausland, für die bisher keine Reisewarnung galt. Am 24. Oktober war sie wegen sinkender Infektionszahlen aufgehoben worden. Acht Wochen lang galten die Kanaren so als „risikofrei“. 

Seit einiger Zeit steigen die Zahlen dort aber wieder - vor allem auf Teneriffa. Dort lagen die Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche zuletzt bei 127. Dadurch erhöhte sich dieser Wert für alle sieben Kanarischen Inseln zusammen auf durchschnittlich gut 70. Ab einem Wert von 50 erfolgt die Einstufung als Risikogebiet und damit auch die Reisewarnung. 

Die Reisewarnung bedeutet zwar kein Reiseverbot, soll aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für Urlauber: Sie können bereits gebuchte Reisen stornieren, wenn ihr Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen aber bis zu zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen negativen Test ab dem fünften Tag nach Einreise vorzeitig befreien lassen.

Für die vor der Westküste Afrikas liegenden Kanaren bedeutet die Reisewarnung einen weiteren schweren Schlag für die Tourismusbranche. Neben den Deutschen stellen in normalen Zeiten die Briten die größte Urlaubergruppe. Großbritannien hatte bereits vor gut einer Woche wieder eine Quarantänepflicht für Rückkehrer von den Kanarenangeordnet.

Auf dem europäischen Festland gibt es nur noch in Frankreich, Griechenland, Estland, Finnland, Norwegen und Österreich (zwei Gemeinden an der deutschen Grenze) Regionen, die nicht als Risikogebiete eingestuft sind. Hinzu kommen einzelne Regionen in Irland, das portugiesische Madeira, ein Großteil der griechischen Inseln, die britische Isle of Man und die Kanalinsel Guernsey sowie die dänischen Inseln Grönland und Färöer.

Update, 14:11 Uhr - Söder: Neue „Spezialeinheit“ soll Heimbewohner vor Corona beschützen 

Mit einer neuen Spezialeinheit will Bayern die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen besser vor Ansteckungen mit dem Coronavirus schützen. „Experten sagen eindeutig, dass es ab einer bestimmten Höhe der Infektionszahlen und bei einem diffusen Infektionsgeschehen nahezu unmöglich ist, Alten- und Pflegeheime komplett vom Virus frei zu halten“, sagte Ministerpräsident Markus Söder dem in Aschaffenburg erscheinenden „Main Echo“ (Samstag).

Trotzdem wolle er sich mit der Situation nicht abfinden: Es werde „eine Spezialeinheit gegründet, mit der wir die Kontrollen in den Heimen verstärken“. Vorwürfe, dass die besonders anfälligen und gefährdeten Menschen in Pflegeheimen nicht gut genug geschützt würden, wies Söder zurück.

Zugleich betonte er, dass die Pandemie erst durch Impfungen langfristig unter Kontrolle gebracht werden könne: „Die großen Seuchen dieser Welt wie etwa die Pocken wurden nur erfolgreich bekämpft durchs Impfen und nicht durchs Zuwarten und Schlechtreden.“

Update, 13.21 Uhr - Gesundheitsamt Rosenheim: Zunehmend schwerer, Infektionsketten nachzuverfolgen

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim weist darauf hin, dass sich das Infektionsgeschehen in Stadt und Landkreis auf hohem Niveau um den Wert der 7-Tage-Inzidenz von 200 Fällen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen eingependelt hat. In der Stadt lag der Wert am 17.12. bei 196,7 und im Landkreis bei 203,2. Aktuell werden dem Gesundheitsamt Rosenheim täglich zwischen 130 und 150 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der seit dem letzten Wochenbericht gemeldeten Fälle liegt bei 656 und ist somit um 37 niedriger als in der Vorwoche.

Somit ist bislang in der Region Rosenheim keine richtungsweisende Veränderung bei den Fallzahlen zu erkennen. Infektionsübertragungen ereignen sich weiterhin überwiegend im privaten Umfeld. Eine besondere Bedeutung haben auch Ausbrüche in Einrichtungen wie Kliniken, Pflege- und Behindertenheimen sowie Asylbewerberunterkünften. Fälle und Folgefälle treten aber auch in Schulen auf. Es kommt auch vereinzelt zu Superspreading-Ereignissen zum Beispiel durch private Feiern. Zunehmend fällt es schwerer, die Quelle einer Ansteckung zu ermitteln und die Infektionsketten nachzuverfolgen.

Lest hier auf rosenheim24.de: Covid-19-Wochenbericht - So ist die Lage in Stadt und Landkreis Rosenheim

Update, 12.42 Uhr - Testangebote im Kreis Mühldorf werden über Feiertage ausgeweitet

Die kostenlosen Testmöglichkeiten in Waldkraiburg an Sonntagen sind auch über den Jahreswechsel hinaus verfügbar. Darüber hinaus können sich Bürgerinnen und Bürger dort auch an Heiligabend und Silvester testen lassen.

Die Termine in Waldkraiburg im Überblick: 

  • Sonntag, 20.12.2020
  • Heiligabend, 24.12.2020
  • Sonntag, 27.12.2020
  • Dienstag, 29.12.2020
  • Silvester, 31.12.2020
  • Sonntag, 03.01.2021 

Die Anmeldung ist unter folgendem Link erforderlich https://www.vitolus.de/muehldorf . Die Testungen finden zwischen 10-14 Uhr im Foyer der Schulschwimmhalle, Franz-Liszt-Straße 30 in Waldkraiburg statt. 

Am Testzentrum am Volkfestplatz werden an folgenden Terminen Tests durchgeführt - Die Anmeldung erfolgt wie gewohnt unter der Tel: 08631/36 55 11:

  • Montag, 21.12. bis Mittwoch, 23.12. von 16-19 Uhr
  • 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12. 17-19 Uhr, Terminvereinbarung bitte bis 23.12.
  • Montag 28.12. bis Mittwoch, 30.12. von 16-19 Uhr
  • Silvester, 31.12.2020 zwischen 11-15 Uhr

Update, 12.02 Uhr - Berichte: Österreich geht nach Weihnachten in dritten Lockdown

In Österreich steht laut mehreren übereinstimmenden Berichten ein weiterer, dritter harter Lockdown bevor. Dieser soll nach Weihnachten beginnen und bis zum 18. Januar andauern. Der Handel (ausgenommen Lebensmittelgeschäften oder Apotheken), körpernahe Dienstleistungen und auch die Gastronomie bleiben demnach bis inklusive 17 Januar geschlossen. Die Ausgangsbeschränkungen, die derzeit nur in der Nacht gelten, werden wieder rund um die Uhr in Kraft sein.

Ob Skifahren und andere Freizeitmöglichkeiten für Einheimische unter Auflagen erlaubt oder doch verboten werden, sollen die Länder eigenständig entscheiden dürfen. Ein generelles Verbot soll es nicht geben. Bisher war etwa eine Öffnung der Skigebiete am 24. Dezember vorgesehen.

Nach dem Lockdown ist nach übereinstimmenden Medienberichten ein Freitesten möglich, für alle anderen soll ansonsten Pflichtquarantäne gelten. Am Wochenende 16. und 17. Januar sollen dann erneut Massentests statt. Dieses Mal jedoch mit etwas mehr Druck: Wer sich nicht testen lässt, muss eine weitere Woche in Quarantäne bleiben. Um 15 Uhr berät die Regierung mit den Landeschefs per Videokonferenz. Im Anschluss soll der Lockdown dann verkündet werden.

Die Pressekonferenz von Jens Spahn im Live-Stream:

Update, 11.42 Uhr - Spahn: Die Schwächsten zu schützen ist erstes Ziel

Die erste Corona-Impfphase in Deutschland, in der vor allem sehr alte Menschen oder Pflegeheimbewohner geimpft werden sollen, wird nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein bis zwei Monate dauern. „Die Schwächsten zu schützen, das ist das erste Ziel unserer Impfkampagne“, sagte der CDU-Politiker am Freitag anlässlich der Unterzeichnung der Corona-Impfverordnung, in der eine entsprechende Impfreihenfolge festgelegt wird. Man werde mindestens ein bis zwei Monate brauchen, bis dieses Ziel erreicht sei. Erst dann könne man darüber nachdenken, Zug um Zug das Angebot zu verbreitern. „Das heißt für uns alle: Der Winter wird noch lang.“

„Jeder zweite Todesfall ist ein über 80-Jähriger, eine über 80-Jährige“, sagte Spahn weiter. Deswegen würden alle Länder in den Pflegeeinrichtungen beginnen. Auch die Ärzte und Pflegerinnen und Pfleger in Kliniken gehörten zur ersten Priorität. Aber in den ersten Tagen werde zuallererst in den Pflegeeinrichtungen geimpft. Alle anderen bat der Minister erneut um Geduld. „Ich bitte Sie darum abzuwarten, bis auch Sie an der Reihe sind. Wir beginnen zuerst mit den Älteren, den Hochbetagten, denjenigen, die sie pflegen und betreuen, um genau diese besonders Verwundbaren zu schützen.“ Geplant ist, dass die Impfungen in Deutschland am 27. Dezember beginnen.

Update, 10.17 Uhr - Landkreis Altötting meldet 18 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 18 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 17. Dezember, 17 Uhr). Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 2693. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 197,3.
Damit gibt es laut Altöttinger Landratsamt aktuell 388 aktive Fälle. Die meisten Infektionen gibt es in Töging (122), gefolgt von Burgkirchen (43), Neuötting (41) und Altötting (40).

Update, 9.51 Uhr - Kind mit Corona gestorben - Behörde: Kinder nach wie vor weniger gefährdet

Nach dem Tod einer Achtjährigen mit einer Corona-Infektion haben die Gesundheitsbehörden in Bayern betont, dass eine Infektion für Kinder nach wie vor nicht so gefährlich wie für ältere Menschen ist. „Die bisherige Einschätzung zur Gefährlichkeit der Erkrankung bei Kindern bleibt derzeit unverändert“, erklärte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). In der Altersgruppe zwischen 0 und 19 Jahren gibt es laut LGL-Statistik in Bayern mit dem jetzigen Opfer nur zwei Todesfälle.

Das Kind aus Ingolstadt soll Vorerkrankungen gehabt haben. Die Stadt hatte den Todesfall am Dienstag bekanntgegeben. Im April sei ein Jugendlicher mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben, so die LGL-Sprecherin, jedoch habe der Tod eine andere Ursache gehabt.

Die Altersverteilung der Covid-19-Todesfälle habe sich über die Zeit nicht geändert, betonte die LGL-Sprecherin. „Am häufigsten betroffen waren und sind weiterhin ältere Personen und Menschen mit Vorerkrankungen.“ Einzelfälle in jüngeren Altersgruppen seien selten, aber möglich und könnten in Phasen hoher Infektionszahlen wie jetzt entsprechend häufiger vorkommen. Bei Kindern verlaufen Infektionen häufig ohne Symptome oder mit leichter, unspezifischer Symptomatik.e

Update, 9.03 Uhr - PK um 11 Uhr: Bundesgesundheitsminister Spahn unterzeichnet Impfverordnung

Als Rechtsgrundlage für eine Priorisierung bei der Corona-Impfung will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag eine Impfverordnung unterzeichnen. In einer Pressekonferenz um 11 Uhr will der CDU-Politiker zudem darüber informieren, welche Personengruppen zuerst geimpft werden sollen. Die Verordnung soll die Grundlage für die voraussichtlich am 27. Dezember beginnenden Impfungen sein und basiert auf einer Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut. Laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ führt die Verordnung nur drei Gruppen auf, die nacheinander geimpft werden sollen. Vorgeschlagen hatte die Stiko aber fünf. 

In einer ersten Stufe sollten demnach Alten- und Pflegeheimbewohner und Menschen über 80 Jahre geimpft werden. Ebenfalls in der Reihenfolge weit vorne stehen sollte Personal mit besonders hohem Ansteckungsrisiko etwa in medizinischen Einrichtungen, beispielsweise in Notaufnahmen oder bei der Behandlung von Corona-Patienten, zudem Pflegepersonal in der ambulanten Pflege und Heimen sowie andere dort Beschäftigte mit Kontakt zu Bewohnern. Eine Prioritätensetzung ist nötig, weil zunächst nur begrenzte Mengen an Impfdosen verfügbar sein werden.

Update, 8.12 Uhr - Aktuelle RKI-Inzidenzen der Region, elf Todesfälle im Kreis Rosenheim

Die Entwicklung der Fallzahlen in der Region (Stand: 18. Dezember).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Fallzahlen sind in den Städten und Landkreisen der Region im Vergleich zum Vortag hauptsächlich gesunken: Kreis Rosenheim (von 210,5 auf 202,8), Stadt Rosenheim (von 214,0 auf 196,7), Traunstein (von 207,0 auf 187,8), Berchtesgadener Land (von 132,2 auf 121,8), Mühldorf (von 255,5 auf 246,8) meldeten jeweils leicht sinkende Inzidenzen.

Gestiegen ist der Wert dagegen im Kreis Altötting von 184,7 auf 197,3. „Spitzenreiter“ in der Region bleibt der Landkreis Mühldorf, wo der Wert laut neuesten RKI-Daten (Stand: 18. Dezember, 0 Uhr) mit einer Inzidenz von 246,8. Der bayernweite Durchschnitt bei der 7-Tage-Inzidenz beträgt derzeit 211,8. Zudem wurden in der Region 15 weitere Todesfälle gemeldet - elf aus dem Landkreis Rosenheim, jeweils ein Todesfall aus dem Berchtesgadener Land, Mühldorf, Traunstein und der Stadt Rosenheim.

Update, 7.14 Uhr - Viele Läden und Geschäfte können Miete nicht mehr zahlen

Bayerns Vermieter spüren verstärkte Auswirkungen der Corona-Krise: Von den fast 500 Mitgliedsunternehmen der bayerischen Wohnungswirtschaft (VdW) berichtet mittlerweile mehr als die Hälfte (55 Prozent), dass manche Mieter die Aussetzung ihrer Zahlungen beantragt haben. Nicht mehr zahlen können oder wollen aber weniger die Wohnungsmieter als vielmehr Ladenbesitzer, Gastronomen und Büromieter: Bei über 60 Prozent der Wohnungsunternehmen haben Gewerbemieter bereits um Stundung gebeten. Das berichtete der Verband am Freitag. Im VdW sind hauptsächlich Wohnungsgenossenschaften und kommunale Vermieter Mitglied. 

Absolute Zahlen hat der Verband nicht abfragen lassen, klar ist jedoch, dass der Trend nach oben geht. Im Sommer hatten erst 38 Prozent der VdW-Unternehmen gemeldet, dass Mieter Zahlungen stunden wollten. Die finanziellen Folgen halten sich noch in Grenzen, da die Unternehmen bislang bei den Wohnungsmietern jeweils nur Einzelfälle melden. Allerdings fürchtet eine beträchtliche Zahl der insgesamt befragten 491 Vermieter bei den Gewerbemietern ausbleibende Zahlungen in den nächsten Monaten: 27 Prozent sehen laut Umfrage ein hohes oder sogar sehr hohes Risiko weiterer Ausfälle. Gekündigt wurde laut VdW bislang keinem Mieter.

Erstmals über 30.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet

Erstmals sind in Deutschland mehr als 30.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 33.777 Infektionen gemeldet, wie das RKI am Freitagmorgen mitteilte. In der Zahl sind 3500 Nachmeldungen aus Baden-Württemberg enthalten, die am Vortag aus technischen Gründen nicht übermittelt worden waren. Abzüglich der Nachmeldungen wurden somit 30.277 neue Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesfälle erreichte mit 813 den zweithöchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

Am vergangenen Freitag (11.12.) war mit 29.875 der bisherige Höchststand an Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle lag bei 598. Der Höchstwert von 952 Todesfällen war am Mittwoch verzeichnet worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Freitag auf 24.938.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende Sieben-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - stieg am Freitag an und erreichte mit 184,8 einen Höchststand. Am Donnerstag hatte der Wert bei 179,2 gelegen. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.439.938 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 18.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.069.400 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,97 (Vortag 0,98). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Das RKI weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der Wert aufgrund noch ausstehender Datenübermittlungen nur eingeschränkt verwertbar ist. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.

mh/dp/dpa

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