News-Ticker zur Corona-Pandemie

Opposition kritisiert polizeiliches Mittagessen mit Minister Herrmann in Rosenheim - „Fast schon freche Ausrede“

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)
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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)
  • Daniel Pichler
    vonDaniel Pichler
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Sonntag, 17. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 203,0, Landkreis Rosenheim 168,8, Landkreis Traunstein 188,9 , Landkreis Berchtesgadener Land 245,4, Landkreis Mühldorf 155,3, Landkreis Altötting 136,3 (Quelle/Stand: RKI, 16. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2588, Landkreis Rosenheim 9486, Traunstein 6420, Berchtesgadener Land 3437, Mühldorf 3759, Altötting 3249 (Quelle/Stand: RKI, 16. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 46, Landkreis Rosenheim 372, Traunstein 167, Berchtesgadener Land 73, Mühldorf 90, Altötting 129 (Quelle/Stand: RKI, 16. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 44.994 Todesfälle in Deutschland (8.513 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18 Uhr - Opposition kritisiert polizeiliches Zehner-Mittagessen mit Minister

Die Opposition im Landtag kritisiert ein polizeiliches Mittagessen mit Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Landespolizeipräsident Werner Schmidbauer. Das Treffen ereignete sich am vergangenen Donnerstag in Rosenheim. „Ein Arbeitsessen in großer Runde ist sicher kein Corona-konformes Format und eine fast freche Ausrede“, warf Grüne-Fraktionschefin Katharina Schulze Herrmann am Sonntag in der „Bild“-Zeitung vor. Zuvor sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Martin Hagen: „Markus Söder hat gesagt: Die Zeit der Schlupflochsuche sei vorbei. Man sollte doch annehmen, dass sein Innenminister das beherzigt.“

In Rosenheim war am Donnerstag die Vizepräsidentin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in den Ruhestand verabschiedet worden. Nach der Pressekonferenz habe „unter strikter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln“ eine Dienstbesprechung mit der Behördenleitung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und dem Rosenheimer Oberbürgermeister als Leiter der örtlichen Sicherheitsbehörde stattgefunden, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums. „Es handelte sich um insgesamt zehn Teilnehmer, die an zehn einzelnen Tischen mit mehr als zwei Meter Abstand platziert waren. Aufgrund der Mittagszeit wurde den Besprechungsteilnehmern eine Verpflegung angeboten und jeweils einzeln am Platz gereicht.“

Eine Dienstbesprechung in dieser Form sei nach der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zulässig. „Gleichwohl sollen dienstliche Veranstaltungen im Bereich des Innenministeriums bis auf weiteres noch häufiger per Videoschalte oder online stattfinden“, betonte der Sprecher.

Update, 17.25 Uhr - Über 1500 Impfungen in BGL vorgenommen

Bis zum 15. Januar wurden insgesamt 1.525 Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Berchtesgadener Land gegen das SARS-CoV 2 Virus geimpft. Davon wurden 643 Personen im Impfzentrum in Ainring geimpft, während 882 Personen durch mobile Impfteams das Vakzin erhielten.

Die mobilen Teams waren dabei primär in den stationären Alten- und Pflegeheimen tätig. Mittlerweile konnten 11 von 13 stationären Alten- und Pflegeheimen besucht und den Bewohnerinnen und Bewohnernn die erste von erforderlichen zwei Dosen verabreicht werden. Die verbleibenden beiden Einrichtungen sind für die KW3 vorgesehen.

Die unbeständige Zuführung von Impfstoff hat sich seit Beginn der Impfkampagne nicht verbessert. So werden mittlerweile 350 – 700 Impfstoffdosen pro Woche zur Verfügung gestellt. Wann eine regelmäßige und planbare Bereitstellung von ausreichenden Mengen erfolgt, ist nicht bekannt.

Update, 16.41 Uhr - 23 neue Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Samstag, 16. Januar 23 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 17. Januar 2021, 8 Uhr). Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 234 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 17. Januar 2021, 00:00 Uhr) bei 153,6.

Update, 15.45 Uhr - Corona-Partys halten Polizei München auf Trab

Am Freitag, 15.01.2021, gegen 23:15 Uhr, wurde der Polizeinotruf 110 darüber informiert ,dass in einer Wohnung in der Gaißacher Straße in Mittersendling eine laute Party mit mehreren Personen stattfinden würde.

Drei Streifen der Münchner Polizei fuhren zu der Örtlichkeit und trafen in der Wohnung auf acht Personen (zwei Frauen und sechs Männer, 21-36 Jahre alt). Vier Personen wohnten in der Wohnung und die anderen vier waren an anderen Wohnsitzen in München gemeldet.

Alle wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Eine 23-jährige Bewohnerin beleidigte eine eingesetzte Beamtin mit sittlich abwertenden Äußerungen. Sie wurde wegen der Beleidigung angezeigt. Dazu wurde auch die Ruhestörung angezeigt. Eine Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen unzulässigem Lärm wurde erstellt.

Danach mussten die nicht dort wohnhaften Personen die Wohnung verlassen. Am Samstag, 16. Januar, gegen 23.35 Uhr, wurde der Polizeinotruf 110 über eine laute Party mit mehreren Personen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Hahnenstraße in der Maxvorstadt informiert.

Mehrere Streifen der Münchner Polizei fuhren zur Örtlichkeit und trafen in der Wohnung auf vier Personen (zwei Frauen und zwei Männer, 23-25 Jahre alt aus München und dem Landkreis Starnberg). Eine der Personen war in der Wohnung gemeldet.

Die Beamten stellten ein offenes Fenster fest und bemerkten, dass sich auf einem Dach eines dortigen Rückgebäudes zwei Personen befanden (eine 24-Jährige und ein 32-Jähriger, beide aus München), die sich anscheinend durch das Fenster auf das Dach begeben hatten. Die beiden wurden aufgefordert über eine dortige Feuerleiter das Dach zu verlassen und in den Innenhof zu gelangen.

Die 24-Jährige versuchte in die Wohnung zurück zu klettern, wobei sie abstürzte. Sie fiel aus circa vier Meter Höhe auf ein dortiges Kiesbett, wo sie stehend aufkam. Sie war danach ansprechbar. Zur Abklärung möglicher Verletzungen wurde ein Rettungswagen alarmiert, der sie in ein Krankenhaus brachte. Alle wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Zudem wurde auch die Ruhestörung angezeigt.

Update, 14.16 Uhr - Erneute Verzögerung bei den Impfstofflieferungen - Kreis Mühldorf betroffen

Am Wochenende hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bekannt gegeben, dass BioNTech/Pfizer wegen Umbauarbeiten am Werk in Belgien die bereits zugesagte Liefermenge an Impfstoff auch für den Freistaat Bayern nicht vollständig einhalten kann. Das hat auch Auswirkungen auf die geplanten Impfungen im Landkreis Mühldorf a. Inn. Geplante Erstimpfungen in 6 Altenheimen müssen deshalb verschoben werden. Ob die für kommenden Freitag vereinbarten Termine im Impfzentrum durchgeführt werden können, steht noch nicht fest. Alle betroffenen Personen werden von den Mitarbeitern des Impfzentrums im Laufe der Woche rechtzeitig und automatisch informiert. Die Zweitimpfungen in den Heimen und im Impfzentrum finden dagegen wie geplant statt. 

Landrat Max Heimerl bedauerte die erneute Verzögerung und wies darauf hin, dass für die Versorgung mit Impfstoff einzig der Bund und die EU-Kommission zuständig seien. „Wir sind bereit mit Vollgas zu impfen, werden aber erneut ausgebremst und müssen bereits vereinbarte Termine wieder verschieben. Mit Verlässlichkeit und Planbarkeit, wie in der letzten Woche noch versprochen, hat das wenig zu tun“, sagte Landrat Heimerl. 

Update, 11.37 Uhr - Österreich verlängert Corona-Lockdown - Sicherheitsabstand ausgedehnt

Was bereits im Vorfeld durchgesickert ist, wurde nun offiziell: Österreich verlängert den Corona-Lockdown um weitere zwei Wochen. Bundeskanzler Sebastian Kurz begründete dies am Sonntag in Wien damit, dass Mutationen des Virus nun auch in Österreich angekommen seien. Die Lage habe sich nochmals deutlich verschärft. Ziel sei nun, vom 8. Februar an Handel und Museen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen. Allerdings müssten die täglich gemeldeten Neuinfektionen deutlich sinken, sagte Kurz. So lange blieben Ausgangsbeschränkungen in Kraft und Schulen im Fernunterricht.

Ursprünglich waren Lockerungen zum 25. Januar geplant. Aufgrund der neuen, in Großbritannien entdeckten Virus-Mutation hatten Experten jedoch davor gewarnt, zu früh zu öffnen. Die hoch ansteckende Virus-Variante B.1.1.7 sei ersten Erkenntnissen bereits relativ stark in Österreich verbreitet.

Zudem wird der Sicherheitsabstand, den Menschen in Österreich einhalten sollen, von einem auf zwei Meter ausgedehnt. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln müssen nun - wie in Bayern - FFP2-Masken getragen werden. Darüber hinaus appellierte die Regierung an Firmen, Beschäftigte möglichst von zu Hause arbeiten zu lassen.

Update 10.20 Uhr - Maas: Geimpfte in Restaurants und Kinos lassen

Als erster Bundesminister fordert Außenamtschef Heiko Maas (SPD), Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben. «Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen», sagte Maas der «Bild am Sonntag». «Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können. Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg.»

Maas erinnerte auch an die Betreiber von derzeit geschlossenen Restaurants, Kinos, Theater oder Museen. «Die haben ein Recht darauf, ihre Betriebe irgendwann wieder zu öffnen, wenn es dafür eine Möglichkeit gibt. Und die gibt es, wenn immer mehr Menschen geimpft sind. Denn wenn erst mal nur Geimpfte im Restaurant oder Kino sind, können die sich nicht mehr gegenseitig gefährden.»

Die Bundesregierung hatte die Wiederherstellung der Freiheiten für Geimpfte bislang auch mit dem Hinweis darauf abgelehnt, dass nicht bekannt ist, ob sie dennoch andere anstecken können. Derzeit breitet sich von Großbritannien ausgehend ein veränderter Corona-Typ aus, der als extrem ansteckend gilt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte zudem vor einer drohenden Spaltung der Gesellschaft gewarnt. Maas, der früher Justizminister war, widersprach: «Ja, das wird in einer Übergangszeit auch zu Ungleichheiten führen, aber solange es dafür einen sachlichen Grund gibt, ist das verfassungsrechtlich vertretbar.»

Allerdings sind bisher erst gut eine Million Menschen in Deutschland geimpft, das entspricht gut einem Prozent der Einwohner. Vor allem sind es Hochbetagte und Pflegebedürftige sowie medizinisches Personal beziehungsweise Pflegekräfte.

Update, 08.50 Uhr - Österreich verlängert Lockdown bis zum 7. Februar

Österreich soll seinen harten Lockdown um zwei weitere Wochen bis zum 7. Februar verlängern, wie die Nachrichtenagentur APA Samstagabend aus Verhandlerkreisen erfuhr. Handel und Gastronomie blieben demnach weiter geschlossen, Schulen bieten weiter Distanzunterricht an. Aufgrund der mittlerweile auch in Österreich festgestellten und wohl ansteckenderen Virus-Mutation aus Großbritannien haben Experten eindringlich vor zu frühen Öffnungsschritten gewarnt. Bundeskanzler Sebastian Kurz kündigte für Sonntagvormittag eine Pressekonferenz an.

Ab 8. Februar sollen nach Informationen der APA der Handel sowie körpernahe Dienstleister und Museen öffnen dürfen. Besucher und Kunden müssen dort künftig die besonders schützenden FFP2-Masken tragen und mit zwei Metern mehr Abstand halten. Mitte Februar sei geplant, die Lage für die Gastronomie, Hotellerie und für Veranstalter neu zu beurteilen.

Begonnen hatten die jüngsten Maßnahmen in Österreich in einer leichteren Variante Anfang November. Seit 26. Dezember gilt - mit Ausgangsbeschränkungen rund um die Uhr - der harte Lockdown erneut. Aktuell sind der Handel - bis auf notwendige Geschäfte - sowie Gastronomie und Hotellerie in Österreich gesperrt. Auch Schulen sind im Fernunterricht und nur für die Notbetreuung von Kindern geöffnet.

Experten und Wissenschaftler plädierten am Samstag auch für das verpflichtende Arbeiten von zu Hause, das sogenannte Home Office, für alle, denen es möglich ist.

Auch knapp drei Wochen nach Beginn des dritten harten Lockdowns in der Alpenrepublik lag die Zahl der Neuinfektionen am Samstag noch bei mehr als 1700. Seit Beginn der Pandemie sind in Österreich mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern über 7000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Update Sonntag, 07.20 Uhr - Mehr als 1400 Corona-Infektionen bei bayerischen Polizisten

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als 1400 Polizisten in Bayern mit dem Virus infiziert. Das teilte das bayerische Innenministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. 1264 der insgesamt 1436 infizierten Polizisten gelten als wieder geheilt. Mit Stand Mittwoch (13. Januar) waren 172 Beamte noch akut infiziert. Damit haben sich innerhalb von nur gut anderthalb Monaten 572 Polizeibeamte mit SARS-CoV-2 infiziert. Am 23. November 2020 lag die Gesamtzahl in Bayern noch bei 864, wie aus einer Antwort der Staatsregierung auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervorgeht.

Der SPD-Innenexperte Stefan Schuster wirft der Regierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vor, die Beamten teilweise unnötig in Gefahr zu bringen: «Unsere Polizei macht in dieser Pandemie einen tollen Job, aber sie wird von der Söder-Regierung auch verheizt», sagte er.

32 Polizeibeamte haben laut Antwort der Staatsregierung auf die Anfrage bis Ende November nach ihrer Corona-Infektion einen Antrag auf Anerkennung als Dienstunfall gestellt - alle Anträge wurden abgelehnt. Am Verwaltungsgericht München haben inzwischen nach Angaben eines Gerichtssprechers vom Donnerstag vier Polizisten Klage gegen den negativen Bescheid eingereicht.

Update, 19.06 Uhr - Landkreis Altötting meldet 20 neue Corona-Fälle

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Altötting gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 15. Januar 20 neue bestätigte Corona-Fälle. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Altötting 244 aktive FälleDie 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 16. Januar 2021, 0 Uhr) bei 136,3.

Update, 17.56 Uhr - Münchner Autokorso von Corona-Impfgegnern ohne Zwischenfälle

In München ist ein Protest-Autokorso gegen vermeintlich drohende Corona-Zwangsimpfungen ohne Zwischenfälle abgelaufen. Das sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag. Geschätzt 150 bis 200 Autos waren von der Allianz-Arena im Norden der Landeshauptstadt durch das Stadtzentrum bis zur Theresienwiese gefahren, wo sich die motorisierte Demonstration dann auflösen sollte.

Die Veranstaltung richte sich gegen eine „Zwangsimpfung mit einem genetischen Impfstoff“, der aus ihrer Sicht unzureichend geprüft sei, erklärten die Organisatoren.

Update, 16.42 Uhr - 46 Neuinfektionen und zwei Todesfälle in BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 46 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich neun Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation.

Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 3.437 (Meldestand RKI: 16. Januar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 245,4 (Stand: 16. Januar, 0 Uhr).

Seit der letzten Meldung wurde dem Gesundheitsamt zwei weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 88-jährige Frau und einen 83-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 73.

In den vergangenen sieben Tagen gab es insgesamt 260 neue COVID-19-Fälle. Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 333 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 51 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden fünf Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Update, 15.32 Uhr - Tagesausflügler bleiben Spitzingsee fern

Nach der Sperrung von Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee für auswärtige Tagesausflügler herrscht in der beliebten Ausflugsregion am Alpenrand weitgehende Leere. Bei Nebel und leichtem Schneefall kamen nur sehr wenige Menschen zum Spitzingsee, wie auf den zahlreichen Webcams des dortigen geschlossenen Skigebiets zu sehen war. Dort hatten sich am vergangenen Wochenende noch Tausende vergnügt.

Auch auf den Straßen rund um den Tegernsee herrschte, anders als üblich, weitgehende Ruhe, wie ein dpa-Reporter berichtete. Die Region zählt zum Landkreis Miesbach, der wegen hoher Corona-Fallzahlen mit einer Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen eine Einreisesperre für auswärtige Tagesgäste verhängt hat. Abgesehen von den Corona-Beschränkungen herrscht in den Bayerischen Voralpen und den Allgäuer Alpen derzeit wegen Neuschnees erhöhte Lawinengefahr.

Update, 14.34 Uhr - 30 neue Corona-Fälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf am Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Freitag, 15. Januar 30 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 16. Januar, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 240 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 16. Januar, 0 Uhr) bei 155,3.

Update, 13.25 Uhr - Noch 22 Landkreise und Städte über Inzidenzwert von 200

Die Corona-Lage in Bayern hat sich mit Blick auf die Infektionszahlen ein wenig entspannt. Am Samstag lagen noch 22 Landkreise und kreisfreie Städte im Freistaat über dem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, ein Rückgang im Vergleich zu den Vortagen. Das geht aus der täglichen Aktualisierung der Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Bayerischer Spitzenreiter ist demnach nunmehr die Stadt Bayreuth mit einer Inzidenz von 315,6. Am Freitag hatten es noch 25 Kreise und Städte die 200er-Marke überschritten.

Allerdings gibt es deutschlandweit Rückmeldungen und Klagen aus Kommunen, dass die Datenübermittlung über das neue elektronische Meldesystem Demis nicht ordnungsgemäß funktioniert und die Daten deshalb nicht zuverlässig seien. In Bayern zählten dazu in den vergangenen Tagen unter anderem die Stadt Nürnberg und der Landkreis München.

Für Kommunen mit einem Inzidenzwert über 200 gilt die 15-Kilometer-Regel, deren Bewohner Ausflüge nur noch in einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern unternehmen können. Sie tritt automatisch erstmals in Kraft, sobald das Robert Koch-Institut (RKI) in kreisfreien Städten oder Landkreisen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche meldet.

Mittlerweile sind einige Kommunen wieder unter die 200er-Marke gesunken, darunter der bei Ausflüglern sehr beliebte oberbayerische Landkreis Miesbach, der ebenso wie einige andere Kreise eine Einreisesperre für auswärtige Tagesausflügler erlassen hat. Daran wird sich vorerst auch nichts ändern, da die Inzidenzzahlen mindestens eine Woche unter 200 liegen müssen, bevor die Behörden Beschränkungen der Bewegungsfreiheit rückgängig machen.

Update, 12.16 Uhr - Corona-Impfung: Bayern bestellt zusätzliche 2,1 Millionen Spritzen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat weitere 2,1 Millionen Spritzen Für die Impfungen gegen Covid-19 bestellt. Aus einer Mitteilung des Ministeriums vom Samstag geht hervor, dass somit auch die Nutzung zusätzlicher Impfdosen sichergestellt ist.

Bayern habe bereits vor der neuesten Bestellung genügend Spritzen und Kanülen eingekauft, um die gesamte bayerische Bevölkerung zweimal zu impfen, heißt es. Die zusätzlichen 2,1 Millionen Spritzen mit einem Fassungsvermögen von jeweils einem Milliliter werden laut Ministerium dazu genutzt, noch mehr Menschen impfen zu können. Für weitere 1,5 Millionen Spritzen laufe außerdem gerade «ein Bestellvorgang».

Die bisher genutzten Spritzen könnten demnach weiterverwendet werden. Holetschek zufolge erleichtern die nun bestellten Ein-Milliliter-Spritzen die Entnahme einer sechsten Impfdosis aus den gelieferten Ampullen.

Einige der schon am 27. Dezember geimpften Bürgerinnen und Bürger werden in den kommenden Tagen die zweite erforderliche Impfung erhalten. Eine Woche danach soll nach aktuellem Forschungsstand eine Immunisierung gegen Covid-19 erreicht sein. Ausschlaggebend für die neueste Bestellung von Spritzen war die Empfehlung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für den von Biontech/Pfizer entwickelten Impfstoff.

Nach Meldungen vom Freitag über Lieferprobleme beim Corona-Impfstoff von Pfizer sind die geplanten Zweitimpfungen bei Menschen in Bayern aus Sicht des Gesundheitsministeriums nicht in Gefahr. Unklar war am Freitag hingegen, wie es mit den Erstimpfungen weitergeht.

Update, 11 Uhr - Grüne werfen Söder Versäumnisse bei Impfkampagne vor

Die bayerischen Grünen werfen Ministerpräsident Markus Söder Versäumnisse bei der Corona-Impfkampagne im Freistaat vor. Im Sommer «wäre genug Zeit gewesen, den Impfstart vernünftig vorzubereiten», sagte Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag). Und jetzt habe der CSU-Chef der Impfbereitschaft mit dem Ruf nach einer Impfpflicht für das Pflegepersonal einen «Bärendienst» erwiesen.

Notwendig wäre eine motivierende Informationskampagne. «Söder macht das genaue Gegenteil, wenn er öffentlich von einem Impfzwang für Pflegekräfte schwadroniert», kritisierte der Grünen-Politiker. «Wir fangen doch gerade erst an, die Menschen in den Heimen und die über 80-Jährigen zu impfen.»

Um den Menschen Angst zu nehmen, sollten die Hausärzte eingebunden werden. «Das sind die Vertrauenspersonen, auf die es hier ankommt», sagte Hartmann. «Beim Impfen reicht es mir nicht, dass Markus Söder sagt, er werde sich selbst impfen lassen.»

Die Grünen kritisieren auch den 15-Kilometer-Radius um die Corona-Hotspots: Das sei nicht nachvollziehbar, weil Kontakte zu vermeiden das Ziel sei, nicht Bewegung zu beschränken. Die Zumutungen müssten verständlich und ausgewogen sein, sonst leide die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen insgesamt. Statt im Privatbereich immer weiter nachzuschärfen, sollte die Arbeitswelt stärker in den Blick genommen werden: Auf dem Arbeitsweg und in der Arbeit fänden die meisten Kontakte statt, «dort muss noch mehr getan werden», sagte Hartmann.

Update, 8.53 Uhr - Virologe: Corona-Impfstoffentwicklung „gigantisch schnell“

In der Debatte um Deutschlands Corona-Impfstrategie hat der Marburger Virologe Stephan Becker das außergewöhnliche Tempo bei der Entwicklung der Impfstoffe in Erinnerung gerufen. «Man muss jetzt wirklich mal sagen, dass dies in einer sensationell schnellen Zeit gemacht worden ist», sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Uni Marburg der Deutschen Presse-Agentur. «Während man früher etwa 10 bis 15 Jahre gebraucht hat, bis man einen Impfstoff fertig entwickelt hatte, dauerte es - wie uns Biontech/Pfizer und Moderna vorgemacht haben - weniger als ein Jahr.» Das sei «gigantisch schnell».

Diese Hersteller setzen auf die neuartigen mRNA-Impfstoffe. An solchen Impfstoffen an sich wird allerdings schon seit Jahren geforscht, etwa im Kampf gegen Zika und Tollwut.

Kritiker sehen einen schleppenden Start der Impfkampagne und monieren die knappen Mengen der verfügbaren Mittel. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält dagegen: Voraussichtlich im Sommer könne allen in Deutschland ein Impfangebot gemacht werden. Der limitierende Faktor seien die Produktionskapazitäten. Zugelassen sind derzeit nur die Impfstoffe des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sowie des US-amerikanischen Herstellers Moderna.

«Man muss sehen, dass man natürlich nicht die Milliarden von Impfstoffdosen, die wir weltweit brauchen, alle auf einmal haben kann. Das geht nicht», betonte Becker. «Die Botschaft ist: Es gibt Impfstoffe, die wirksam und gut verträglich sind. Und die Produktion wird in einer wirklich kurzen Zeit noch mal erhöht, so dass die Anzahl der Impfstoffdosen in diesem Jahr für Deutschland ausreichend sein wird.» Becker und sein Team sind in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes beteiligt.

Über 18 000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben sich innerhalb von 24 Stunden über 18 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 18 678 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2 019 636 (Stand: 16.01., 00.00 Uhr). Noch am Vortag waren 22 368 Neuinfektionen gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 139,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch aktuell enorm: Die höchsten Inzidenzen haben Thüringen mit 268,3 und Sachsen mit 255,8. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80,0. Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen nach RKI-Daten vom Freitag leicht gesunken.

Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 45 974. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1 657 900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Freitag bei 0,99 (Vortag: 1,02). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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