News-Ticker zur Corona-Pandemie

27. Dezember wohl geplanter Starttermin für Impfungen - Aktuelle Zahlen aus der Region

Impfung Symbolbild
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Impfung (Symbolbild).
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch (16. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 196,7, Landkreis Rosenheim 212,4, Landkreis Traunstein 209,2, Landkreis Berchtesgadener Land 141,6, Landkreis Mühldorf 228,7, Landkreis Altötting 187,4 (Quelle/Stand: RKI, 16. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2034, Landkreis Rosenheim 7479, Traunstein 5039, Berchtesgadener Land 2339, Mühldorf 2811, Altötting 2589 (Quelle/Stand: RKI, 16. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 28, Landkreis Rosenheim 264, Traunstein 135, Berchtesgadener Land 55, Mühldorf 56, Altötting 86 (Quelle/Stand: RKI, 16. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 23.427 Todesfälle in Deutschland (5163 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.57 Uhr - 27. Dezember geplanter Starttermin für Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) über die zu erwartende Zulassung und Zulieferung des Impfstoffes von BioNTech informiert, gab die Berliner Senatsverwaltung am Mittwochabend bekannt. Daraus ergab sich der 27. Dezember als Starttermin für die Impfungen gegen Corona. Der Termin könnte sich aber noch ändern, denn zunächst muss die Europäische Arzneimittelagentur EMA den Impfstoff noch zulassen.

Update, 18.07 Uhr - Ausbruch in Grabenstätter Wohnheim, zwei Tote im Kreis Traunstein

Im Landkreis Traunstein liegen derzeit 1674 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 209,2. Seit der letzten Pressemitteilung am 15. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 49 Neuinfektionen eingegangen.

Acht Fälle sind auf das sozialtherapeutische Wohnheim „Haus am Kar Winkel“ in Grabenstätt zurückzuführen. Bei den sieben Bewohnern und einer Betreuerin sind nur leichte bis keine Symptomatik vorhanden.

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung zwei Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer im Alter von 70 und 78 Jahren, bei welchen eine COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 137 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 80 COVID-19-Patienten behandelt, davon 64 auf der Normalstation und 16 auf der Intensivstation.

Update, 17 Uhr - Aktuelle Zahlen aus dem Berchtesgadener Land

Im Berchtesgadener Land gibt es seit gestern 27 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis. Davon befanden sich drei Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt aktuell bei 141,6 (Stand: 16. Dezember, 0 Uhr). Im Landkreis gibt es aktuell 162 aktive Fälle.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 43 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden drei Patienten intensivmedizinisch betreut

Update, 16 Uhr - 29 neue Fälle im Kreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 15. Dezember, 29 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 16. Dezember, 8 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf am Inn 384 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 227,0.

Update, 15.05 Uhr - Ministerium: Länger gebuchte Reisen während Ausgangssperre erlaubt

Länger gebuchte Zug- oder Flugreisen in den Nachtstunden sind trotz der nun landesweit geltenden nächtlichen Ausgangssperre ausnahmsweise erlaubt. Wer also zwischen 21 und 5 Uhr zum Bahnhof oder Flughafen oder von dort nach Hause muss, muss laut Gesundheitsministerium keine 500 Euro Bußgeld fürchten.

Ein Ministeriumssprecher verwies am Mittwoch auf den gemeinsamen Appell von Bund und Ländern, angesichts der Corona-Pandemie in der Zeit bis 10. Januar von nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland abzusehen. Und angesichts der nächtlichen Ausgangssperre in Bayern seien Reisen “grundsätzlich so zu planen, dass die Zielwohnung bis 21 Uhr erreicht beziehungsweise der räumliche Geltungsbereich der Ausgangssperre verlassen ist”.

Bei Reisen, die bereits vor dem Inkrafttreten der neuen Verordnung an diesem Mittwoch gebucht worden waren, gilt aber eine Ausnahme: Wenn es bei solchen Reisen zwingend erforderlich ist, im Zeitraum zwischen 21 und 5 Uhr zum Flughafen oder zum Bahnhof oder von dort nach Hause unterwegs zu sein, dann liege ein “Ausnahmefall” vor, “der den Aufenthalt außerhalb einer Wohnung gestattet”, erklärte der Sprecher.

Und auch wer mit dem Zug Verspätung hat oder mit dem Auto im Stau steht, muss laut Ministerium kein Bußgeld fürchten. “Wer sich unverschuldet (etwa wegen Verspätungen oder Verkehrsbehinderungen bei der Heimfahrt) im Zeitraum der Ausgangssperre noch außerhalb einer Wohnung aufhält, handelt dann nicht ordnungswidrig, wenn er sich unverzüglich in eine Wohnung begibt”, erklärte der Sprecher.

Update, 13.21 Uhr - Zum ersten Mal in Bayern: Kind unter zehn Jahren stirbt an Covid-19

Zum ersten Mal in Bayern ist ein Kind aus Ingolstadt unter zehn Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Den tragischen Fall meldete die städtischer Pressestelle am Dienstag in ihrer täglichen Corona-Statistik. „Beim 52. Todesfall handelt es sich um ein achtjähriges Mädchen”, heißt es darin. Nach Informationen des „Donaukurier” soll das Kind in der Neuburger Kinderklinik gestorben sein und unter einer schweren Grunderkrankung gelitten haben.

Laut Statistik des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gab es in Bayern bislang noch nie einen Corona-Todesfall in der Altersgruppe 0 bis 9 Jahre. Spiegel-Online berichtete unlängst über dramatisch steigende Infektionszahlen bei Kindern und bezog sich dabei auf Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Ob sich das Mädchen innerhalb der Familie, in der Schule oder ganz woanders infiziert hat, blieb wie die Frage nach Vorerkrankungen aus Gründen des Datenschutzes unbeantwortet.

Update, 12.25 Uhr - Landkreis Altötting meldet 41 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 41 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 15. Dezember). Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 2635. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 187,4.
Damit gibt es laut Altöttinger Landratsamt aktuell 363 aktive Fälle. Die meisten Infektionen gibt es in Töging (120), gefolgt von Altötting (45) und Neuötting (39).

Update, 11.21 Uhr - Bayerischer Hotspot Regen nicht mehr bundesweiter Spitzenreiter

Der niederbayerische Landkreis Regen weist nicht mehr den deutschlandweiten Höchstwert bei der Inzidenz pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen auf. Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts liegt mit 631,2 jetzt der Landkreis Bautzen in Sachsen auf dem ersten Rang. Danach folgt dann der Landkreis Regen mit 617,5 und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 600,2.

Update, 10.56 Uhr - Rosenheim: „Sonderausschuss Krisenfall“ statt Stadtrat

Die heutige Stadtratssitzung wird durch den „Sonderausschuss Krisenfall“ (SKA) ersetzt. Das haben die Mitglieder des Stadtrats in einer gestern durchgeführten Abfrage mit 31:11 Stimmen entschieden. Der „Sonderausschuss Krisenfall“ besteht aus zehn Stadträtinnen und Stadträten sowie Oberbürgermeister Andreas März. Das gibt die Stadt Rosenheim in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt.

Der SKA übernimmt während dem von der Bayerischen Staatsregierung verhängten „harten Lockdown“ alle Aufgaben des Stadtrats und seiner Ausschüsse. Ziel ist es, auch in der kommunalen Gremienarbeit die Anzahl an persönlichen Kontakten zur weiteren Eindämmung des Infektionsgeschehens auf ein Minimum zu beschränken.

Update, 10.13 Uhr - Trotz Corona gen Süden - Flughafen München erwartet 200.000 Gäste

Mitten in der Corona-Pandemie starten viele Menschen per Flugzeug Richtung Süden: Mehr als 4000 Flüge sind nach Angaben des Münchner Flughafens für die gesamte corona-bedingt verlängerte Ferienzeit vom 18. Dezember bis 10. Januar angemeldet. „Für den Zeitraum erwarten wir etwa 200.000 Passagiere am Flughafen“, sagte ein Flughafensprecher. Im vergangenen Jahr seien es allerdings allein an einem Tag rund 120.000 Fluggäste gewesen. In den kürzeren Weihnachtsferien des Vorjahres hatte es in München rund 15.000 Starts und Landungen gegeben - mehr als drei Mal so viele wie dieses Jahr.

Die meisten der geplanten Flüge beträfen auch dieses Jahr innerdeutsche Ziele, sagte der Sprecher des Münchner Airports weiter. Es gebe aber auch rund 100 Flüge auf die Kanaren, rund 50 Flüge zu verschiedenen Zielen in den USA sowie rund 60 Flüge nach Asien, vor allem nach Abu Dhabi, Doha und Dubai. Außerdem gebe es Flüge nach Kapstadt in Südafrika. Die Passagierabfertigung im Terminal 1 bleibe auch über Weihnachten geschlossen. Wer nach den Ferien aus einem Risikogebiet heimkehre, müsse zunächst in Quarantäne.

Update, 9.22 Uhr - Lernplattform Mebis fällt zum Lockdown-Start aus

Die störanfällige Lernplattform Mebis ist zum Start des bayernweiten Lockdowns am Mittwochmorgen ausgefallen. Die Ursache sei noch unbekannt, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Bei Mebis hatte es in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben. Über die staatliche digitale Plattform sollen Bayerns Schüler eigentlich Lerninhalte abrufen, vor allem, wenn wie seit Mittwoch in den meisten Schulen kein Unterricht vor Ort stattfindet. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) steht in der Kritik, weil die Lernplattform zu Stoßzeiten nach wie vor immer wieder in die Knie geht.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Lehrer, Schüler und Eltern am Dienstag auf einen längeren Ausnahmezustand an den Schulen auch nach den Weihnachtsferien eingestimmt. Er gehe davon aus, dass es wegen Corona auch nach dem 10. Januar noch Wechselunterricht geben werde, sagte er.

Update, 8.02 Uhr - RKI meldet 21 Tote in der Region - Bisheriger Höchststand der zweiten Welle

Die Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand: 16. Dezember).

Noch immer hält Corona die Region fest im Griff. Die 7-Tage-Inzidenzen haben sich auf einem hohen Niveau eingependelt, das Robert-Koch-Institut (RKI) mit Stand Dienstag (15. Dezember) in vier Kreisen/kreisfreien Stadt sinkende Werte: Stadt Rosenheim (von 221,9 auf 196,7), Landkreis Rosenheim (von 228,4 auf 212,4), Landkreis Traunstein (von 245,9 auf 209,2). Dagegen sind in den Kreis Mühldorf (von 225,2 auf 228,7) und dem Kreis Altötting (von 173,1 auf 187,4) die Inzidenzen wieder leicht angestiegen.

Nicht nur im gesamten Bundesgebiet sind die Todeszahlen laut RKI (952 Todesfälle binnen 24 Stunden) erschreckend hoch. Auch die Region hat die zweithöchsten Todeszahlen seit Beginn der Corona-Pandemie und die höchsten in der zweiten Welle: Binnen 24 Stunden verzeichnete das RKI für die Region 21 Tote. Der bisherige Höchstwert lag bei 27 Toten am 17. April.

Update, 6.15 Uhr - Höchstwert: 952 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet

Die Zahl der verzeichneten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus ist sprunghaft gestiegen und hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 952 neue Todesfälle, wie aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervorgeht. Außerdem sind 27.728 Neuinfektionen verzeichnet worden. Allerdings waren in den Daten von Dienstag keine Zahlen aus Sachsen enthalten gewesen, weswegen in den neuen Zahlen auch Nachmeldungen enthalten sein könnten, wie es hieß. Vergangenen Mittwoch (9.12.) waren 20.815 Neuinfektionen und 590 Todesfälle gemeldet worden. Die bisherigen Höchstwerte von 29.875 gemeldeten Fällen und 598 Toten waren am Freitag erreicht worden.

In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Am Dienstag lag die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle bei 500 und somit auch ohne die fehlenden sächsischen Daten beim bis dahin dritthöchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 23.427.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - erreichte mit 179,8 ebenfalls einen neuen Höchststand. Am Dienstag lag dieser Wert bei 173,7. Die fehlenden Daten aus Sachsen beeinflussten den Wert nur geringfügig, hieß es vom RKI.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.379.238 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 16.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 1.025.000 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 1,06 (Vortag: 1,12). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 106 weitere Menschen anstecken. Am Dienstagabend gab das RKI den Wert mit 0,98 an, er sei aber aufgrund von noch ausstehenden Datenermittlungen nur eingeschränkt verwertbar. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.

Harter Lockdown begonnen - Impfstart in Deutschland nächste Woche?

In Deutschland hat der harte Lockdown begonnen. Im Kampf gegen das Coronavirus wird das öffentliche Leben zum zweiten Mal in diesem Jahr heruntergefahren. Abgesehen von Lebensmittelläden und anderen Geschäften für den täglichen Bedarf ist der Einzelhandel nun vorerst bis zum 10. Januar geschlossen, auch Schulen und Kitas bleiben weitgehend zu.

Einen Überblick über die geltenden Regeln findet Ihr hier.

Mitten in der Krise gibt es aber einen Lichtblick: Laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) könnte es auch in Deutschland nächste Woche mit den Impfungen losgehen. Spahn bezeichnete es als sehr gutes Signal, dass nach heutigem Stand noch vor Heiligabend der erste Impfstoff in der EU zugelassen werden dürfte. Danach könne man innerhalb von zwei bis vier Tagen mit dem Impfen beginnen, sagte er am Dienstagabend in den ARD-“Tagesthemen“. In Deutschland seien die Impfzentren und Impfstrukturen nun einsatzbereit. In einem ersten Schritt könnten nach der Zulassung „um die 400.000 Dosen ausgeliefert werden“. Pro Person werden zwei Dosen benötigt. Geimpfte sollen laut Spahn die Möglichkeit bekommen, Wirkungen und Nebenwirkungen per App zu melden.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag angekündigt, dass sie schon am 21. Dezember ihr Gutachten über den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer vorlegen will - also acht Tage früher als bisher in Aussicht gestellt. Formell muss dann noch die EU-Kommission zustimmen. Das gilt als Formsache und könnte auch innerhalb eines Tages erfolgen. Damit wäre der Weg frei für den Beginn von Massen-Impfungen in allen EU-Mitgliedsstaaten.

Mit einer schnellen Entspannung der Lage rechnet die Bundesregierung nicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warnte am Dienstag in einer Sitzung der Unionsfraktion, Januar und Februar würden nochmals richtig harte pandemische Monate werden. „Da dürfen wir uns keine Illusionen machen“, wurde sie von Teilnehmern zitiert. Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hält die Lage für so ernst wie noch nie in dieser Pandemie.

Mit den nun geltenden harten Einschränkungen wollen Bund und Länder erreichen, dass die starke Welle der Neuansteckungen gebrochen wird. Ziel ist es, die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche auf maximal 50 zu bringen, um die Kontaktnachverfolgung wieder möglich zu machen. Damit soll auch verhindert werden, dass die Kliniken überlastet werden, insbesondere die Intensivstationen. Am Dienstag lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz laut RKI-Daten bei 173,7.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, rechnet damit, dass Einschränkungen noch über Monate notwendig sein werden. „Auch wenn die Impfungen jetzt früher beginnen als erwartet, wird der Effekt nur allmählich zu einer Verbesserung der Lage beitragen. Wir werden mindestens noch bis Ostern mit verschiedenen Lockdown-Maßnahmen leben müssen“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

mh/mw/dpa

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