News-Ticker zur Corona-Pandemie

Wird der Lockdown verschärft? Merkel will bereits nächste Woche über Corona-Lage beraten

Will Merkel den Lockdown noch verschärfen?
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Kanzlerin Angela Merkel will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 14. Januar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 226,6, Landkreis Rosenheim 164,0, Landkreis Traunstein 168,6 , Landkreis Berchtesgadener Land 260,6, Landkreis Mühldorf 128,6, Landkreis Altötting 156,9 (Quelle/Stand: RKI, 14. Januar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2560, Landkreis Rosenheim 9346, Traunstein 6316, Berchtesgadener Land 3360, Mühldorf 3681, Altötting 3205 (Quelle/Stand: RKI, 14. Januar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 46, Landkreis Rosenheim 370, Traunstein 166, Berchtesgadener Land 70, Mühldorf 90, Altötting 127 (Quelle/Stand: RKI, 14. Januar, 0 Uhr)
  • Mindestens 43.881 Todesfälle in Deutschland (8216 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 21.20 Uhr - Merkel: Corona-Lage kommende Woche mit Ministerpräsidenten erörtern

Kanzlerin Angela Merkel will schon kommende Woche und nicht erst wie geplant am 25. Januar mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

Das machte Merkel am Donnerstagabend in der Online-Sitzung des CDU-Präsidiums zur Vorbereitung des Wahlparteitags der CDU am Freitag und Samstag nach Informationen der dpa von mehreren Teilnehmern deutlich. Es gebe derzeit keinen Spielraum für Öffnungen. Einen Termin für die nächste Runde mit den Regierungschefs der Länder nannte Merkel demnach nicht.

In der kommenden Woche solle die Entwicklung der Pandemie zudem auf europäischer Ebene mit allen EU-Staats- und Regierungschefs diskutiert werden, sagte die Kanzlerin nach diesen Angaben weiter. Die in Großbritannien aufgetauchte Variante des Coronavirus verbreite sich viel schneller als die ursprüngliche Form, Wissenschaftler seien in großer Sorge. Die Mutation des Virus sei nach Ansicht aller sehr aggressiv, deren Verbreitung müsse verlangsamt werden. Man müsse jetzt handeln.

Nach weiteren Angaben sind Montag oder Dienstag kommender Woche als Termin für die nächste Ministerpräsidentenkonferenz mit Merkel im Gespräch. Eine Festlegung gebe es aber noch nicht. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier sagte nach diesen Informationen, die nächste Sitzung solle so bald wie möglich stattfinden. Ein Schwerpunkt der Beratungen müsse auf die Altenheime gelegt werden.

Einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach im Kanzleramt über die Einstellung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs nachgedacht werde, wies Merkel nach Angaben mehrerer Teilnehmer zurück.

Gesundheitsminister Jens Spahn sagte nach diesen Angaben in der Sitzung, man sei in der schwersten Phase der Pandemie. Auch im Ausland sehe man, dass auch Corona-Impfungen einen Lockdown nicht verhindert hätten. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus lobte in der Sitzung, dass die Bundeswehr 10.000 weitere Soldaten zum Kampf gegen die Corona-Pandemie einsetze.

Update, 20.28 Uhr - Thüringer Landtagswahl wegen Corona-Krise um Monate verschoben

Die ursprünglich für April geplante Thüringer Landtagswahl wird angesichts dramatisch hoher Infektionszahlen vertagt. Statt am 25. April soll das Thüringer Parlament nun zusammen mit dem Bundestag am 26. September gewählt werden, entschieden die Spitzen von Linke, SPD, Grünen und CDU am Donnerstag in Erfurt nach mehrstündigen Verhandlungen. Das sei unter den Bedingungen der Pandemie der frühestmögliche Termin, um eine für Bürger und Parteien sichere Wahl zu organisieren, sagte die Partei- und Fraktionsvorsitzende der Linken, Susanne Hennig-Wellsow.

Um Ende April wählen zu können, hätte sich der Landtag in Erfurt im Februar mit Zwei-Drittel-Mehrheit auflösen müssen - und damit wahrscheinlich mitten in einer schwierigen Phase der Pandemiebekämpfung, in der Entscheidungen zum Infektionsschutz zu treffen sind. Thüringen hatte am Donnerstag bundesweit mit 310 den höchsten Sieben-Tages-Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - noch vor Sachsen.

Der neue Wahltermin am 26. September bedeutet auch, dass die Vorbereitungen weitgehend in die Sommerferien fallen werden. Bei einer Auflösung des Landtages wären noch 70 Tage Zeit bis zur Wahl. Linke, SPD, Grüne und die CDU vereinbarten nun, nach weiteren Wegen zur Neuwahl zu suchen. Im Gespräch ist derzeit eine Verfassungsänderung, um die Frist auf 100 Tage zu erhöhen. Auch eine Verkürzung der aktuellen Wahlperiode wird nicht ausgeschlossen.

Die vier Parteien in Thüringen hatten sich nach der Regierungskrise im vergangenen Jahr auf vorgezogene Neuwahlen verständigt, um im Landtag für eindeutige Mehrheiten zu sorgen.

Update, 19.20 Uhr - 46 Neuinfektionen im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1884 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 168,6.

Seit der letzten Pressemitteilung am 13. Januar sind beim Gesundheitsamt 46 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen insgesamt 6359 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden.

Als genesen gelten mindestens 4309 Personen (51 Personen mehr seit der Meldung vom 13. Januar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein weiterhin insgesamt 166 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19 vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 68 COVID-19-Patienten behandelt, davon 54 auf der Normalstation und 14 auf der Intensivstation.

Update, 17:30 Uhr - Kanzlerin Merkel will offenbar den „Mega-Lockdown“!

Bundeskanzlerin Angela Merkel will offenbar einen Mega-Lockdown und das Land komplett herunterfahren! Nach Bild-Informationen steht Deutschland vor einer weiteren massiven Verschärfung der Maßnahmen. Grund dafür, sei die britische Corona-Mutation.

Laut dem Blatt will Merkel schon in der kommenden Woche in einer dringlich einberufenen Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) die bestehenden Maßnahmen im ganzen Land vereinheitlichen (Kontaktbeschränkungen, Schulen, Kitas) und sogar noch verschärfen.

Demnach gibt es auch Überlegungen den öffentlichen Nah- und Fernverkehr komplett einzustellen. Sogar eine tatsächliche Ausgangssperre scheint möglich . Das Verkehrsministerium soll bereits prüfen, welche Konsequenzen für Mobilität und Logistik ein kompletter Shutdown des Landes hätte.

Seit Tagen wird im Kabinett die Infektionskurve aus Irland diskutiert. „Es herrscht die blanke Angst wegen der Mutation“, sagte ein Teilnehmer bild.de.

Update, 16:30 Uhr - Betrüger geben sich als Impfteam aus 

Kriminelle nutzen die derzeitige Corona-Impfkampagne aus, um Senioren um ihre Ersparnisse zu betrügen. Darauf haben am Donnerstag die Stadt Augsburg und das niederbayerische Polizeipräsidium hingewiesen.

Professionell organisierte Betrüger versuchten derzeit wegen angeblicher Impftermine Zugang zu Wohnungen von Rentnern zu erhalten, warnte die Augsburger Stadtverwaltung. Dabei fänden derzeit überhaupt keine Impfungen in Privathäusern statt. Die Impfteams seien nur in Pflegeheimen unterwegs. Darüber hinaus müssten die Bürger zum Impfzentrum kommen. Wer wegen vermeintlicher Impftermine zu Hause kontaktiert werde, solle die Polizei rufen.

Das Straubinger Polizeipräsidium berichtete, dass die Betrüger älteren Menschen im Zusammenhang mit der Pandemie mit verschiedenen Tricks Geld abnehmen wollen. Dazu gehöre, dass für Impfungen eine Vorab-Gebühr zu zahlen sei. In anderen Fällen wird behauptet, Geld müsse wegen der Corona-Krise abgehoben und anderweitig verwahrt werden.

Oder falsche Polizisten behaupten, eine drohende Anzeige wegen der Corona-Bestimmungen könne nur durch die Zahlung einer größeren Summe abgewendet werden. Das Polizeipräsidium empfiehlt, bei verdächtigen Anrufen aufzulegen.

Update, 15 Uhr - Bayern setzt nicht alle Einsatzkräfte zur Corona-Nachverfolgung ein 

Trotz der seit Monaten extremen Arbeitsbelastung an den Gesundheitsämtern setzt Bayern noch nicht alle verfügbaren Zusatzkräfte zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten ein. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor. Demnach wurde das Hilfskräfte-Potenzial bislang noch nicht ausgeschöpft, weshalb es auch keine Notwendigkeit gebe, auf die Unterstützung weiterer externer Dienstleister zurückzugreifen.

Wegen der seit Wochen hohen Inzidenz von deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche in einer Region ist eine Nachverfolgung aller Ansteckungsketten schon lange nicht mehr möglich. Bund und Länder hatten immer wieder betont, dass eine Nachverfolgung erst wieder möglich sei, wenn die Inzidenz von 50 erreicht wird

Für die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, Christina Haubrich, ist dies nicht nachvollziehbar: „Das macht schon stutzig.“ Es sei lange bekannt, dass die Gesundheitsämter am Anschlag arbeiteten, aber mit der Nachverfolgung von Kontakten nicht hinterherkämen. Wenn in einer solchen Lage Personal-Reserven ungenutzt blieben, „muss die Söder-Regierung das untersuchen und eingreifen“.

Nach Angaben des Ministeriums stammt im Freistaat das Personal für die Kontaktnachverfolgung „bislang nahezu ausschließlich“ aus eigenen Mitarbeitern und der Bundeswehr. Das Ministerium bezifferte die Zahl der eingesetzten Soldaten auf rund 560.

Ferner kritisierte Haubrich, dass die Art und Weise der Kontaktnachverfolgung nach wie vor nicht effizienter gestaltet werde. So erfolge die Erfassung von möglichen Kontakten auf einem klassischen Notizblatt und nicht digital. Es gebe zudem keine Analyse, wie lange es dauere, bis nach einem positiven Befund alle Kontakte identifiziert werden können.

Update, 14.02 Uhr - Corona-Inzidenz in 30 Landkreisen und Städten über 200

In 30 bayerischen Landkreisen und Städten liegen die vom Robert Koch-Institut (RKI) ermittelten Corona-Infektionszahlen über der wichtigen Grenze von 200 pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Der höchste Wert im Freistaat wurde am Donnerstagmorgen mit 291,8 für den Landkreis Wunsiedel ausgewiesen. Dahinter folgten die Stadt Bayreuth (282,1), der Landkreis Kronach (275,7)und die Stadt Nürnberg mit 274,1 (Stand 14. Januar, Mitternacht). Ab 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern greifen strengere Maßnahmen gegen das Virus. So sind dann Ausflüge nur noch in einem Umkreis von höchstens 15 Kilometern rund um den Wohnort möglich.

Neben den vier bereits genannten Städten und Landkreisen weist das RKI derzeit 26 weitere über 200 aus. In absteigender Reihenfolge sind das: Die Stadt Passau, die Landkreise Roth, Berchtesgadener Land, Kulmbach, Deggendorf, die Stadt Coburg, der Landkreis Lichtenfels und die Stadt Hof. Ebenso über der Marke liegen die Landkreise Passau, Coburg, Regen, Rottal-Inn, Bayreuth, Tirschenreuth, Ebersberg, die Städte Rosenheim, Landshut, Schwabach und die Landkreise Donau-Ries, Miesbach, Hof, Weißenburg-Gunzenhausen. Nur knapp oberhalb der Grenze sind die vom RKI gemeldeten Werte im Landkreis Unterallgäu, den Städten Ansbach, Kaufbeuren, Fürth und dem Landkreis Augsburg.

Update, 13.06 Uhr - Bayern will zweite Biontech-Impfdosen nicht mehr zurücklegen

Bayern ändert sein Vorgehen, um bei der Corona-Impfung schneller vorwärts zu kommen. Künftig soll beim Biontech-Impfstoff - bis auf eine gewisse Reserve - nicht mehr für jeden Erstgeimpften die Dosis für die nötige zweite Impfung zurückgelegt werden. „Das Ziel ist, möglichst schnell möglichst viel zu impfen, und da wollen wir alle Chancen nutzen“, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur - zuvor hatte die „Abendzeitung“ darüber berichtet. Inzwischen wurden nach Worten Holetscheks - Stand Donnerstagmorgen - 171.785 Menschen in Bayern geimpft.

Holetschek begründete die Kursänderung damit, dass sowohl nach Auskunft des Herstellers als auch nach Auskunft des Bundes die Biontech-Lieferungen planbar und zuverlässig kämen. Deshalb habe man abgewogen und sich dafür entschieden, möglichst schnell möglichst viele Menschen zu impfen und bis auf eine Reserve keine Impfdosen mehr zurückzuhalten. Das Risiko ist laut Holetschek überschaubar.

Das neue Vorgehen betrifft allerdings nur den Biontech-, nicht den neueren Moderna-Impfstoff. Davon gebe es derzeit noch sehr viel weniger Dosen, hier müsse man erst die weitere Entwicklung abwarten. Holetschek sagte der „Abendzeitung“, auch bei Biontech sei es anfangs wichtig gewesen, die zweiten Impfdosen zurückzulegen und „auf Nummer sicher zu gehen“. „Denn es ist ganz entscheidend, dass jeder die notwendigen zwei Impfungen bekommt, damit der volle Schutz gewährleistet werden kann“, betonte der Gesundheitsminister.

Update, 11.41 Uhr - Landkreis Altötting meldet 42 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 42 neue Corona-Fälle (keine Schnelltests) gemeldet. Seit Pandemie-Ausbruch gab es damit in Stadt und Landkreis Altötting insgesamt bislang 3215 Fälle (Stand: 13. Januar, 16.30 Uhr).
Derzeit gibt es in Stadt und Landkreis Altötting 232 aktive Fälle - die meisten davon in Garching/Alz (47), Burghausen (31) und Altötting (29). Die 7-Tage-Inzidenz betrug nach Angaben des Landratsamtes zum o.g. Zeitpunkt 151,2.

Update, 10.54 Uhr - Holetschek: Öffnung der Geschäfte im Februar „unwahrscheinlich“

Der neue bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält eine Öffnung der Geschäfte im Februar für „unwahrscheinlich“. „Ich verstehe den Wunsch der Menschen nach Normalität. Aber angesichts des mutierten Virus in Großbritannien und Irland müssen wir vorsichtig sein“, sagte er den „Nürnberger Nachrichten“ mit Blick auf das Coronavirus.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte am Mittwoch angesichts der FFP2-Maskenpflicht noch gesagt, dass man damit ab Februar vielleicht Dinge öffnen könne, bei denen man dies ohne die Masken nicht guten Gewissens tun könnte. Holetschek betonte dagegen: „Wir sind mitten im Winter und sollten keine falschen Hoffnungen wecken, sondern zusammenhalten.“ Dazu, bis wann die Pandemie überstanden sei, sagte Holetschek, dass niemand guten Gewissens ein Datum nennen könne. „Im Moment gibt es nur eine Gewissheit: Wir müssen impfen, Masken tragen und die Kontakte beschränken.“

Im Video: RKI-Briefing zur aktuellen Corona-Lage

Update, 10.19 Uhr - Wieler: Ende dieses Jahres „werden wir die Pandemie kontrolliert haben“

Am Morgen meldete das Robert-Koch-Institut mit 1244 Todesopfern binnen 24 Stunden einen neuen traurigen Höchststand in der Corona-Pandemie.  Aus diesem Grund informiert RKI-Chef Lothar Wieler über die aktuelle Corona-Lage in Deutschland. Wieler sagt direkt zu Beginn, am Endes dieses Jahres „werden wir die Pandemie kontrolliert haben“. Eine gute Nachricht zu Beginn, doch Wieler findet gleich mahnende Worte. Die intensivmedizinische Versorgung sei in Deutschland „noch nie so ausgelastet gewesen“ wie derzeit, so der RKI-Chef.

Und weiter wendet sich Wieler an die Deutschen: „Bitte denken Sie weiter an die AHA-Regel“, appelliert er. Zudem fordert er von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, Homeoffice-Möglichkeiten noch mehr auszunutzen, um die Zahl der Neuinfektionen einzudämmen. Zudem warnt er vor negativen Corona-Testergebnissen, die nicht immer eine hundertprozentige Sicherheit bieten würden. „Es wird dauern, bis sich die Effekte der aktuellen Maßnahmen bemerkbar machen“, sagt Wieler. Die Fallzahlen hätten sich zwar stabilisiert, der Anstieg sei „nicht mehr so hoch“, sagt Wieler weiter. Trotzdem seien die Zahlen noch nicht zufriedenstellend.

Update, 9.31 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 25 neue Coronafälle und einen weiteren Toten

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn ist eine weitere Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, verstorben. Seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 13. Januar gibt es 25 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 14. Januar 2021, 0 Uhr). Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 245 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 14. Januar 2021, 0 Uhr bei 128,6.

Update, 8.29 Uhr - RKI: Elf Todesfälle binnen 24 Stunden in der Region

Entwicklung der Inzidenzen in der Region (Stand 14. Januar).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Landkreisen und Städten der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickeltGesunken ist die Inzidenz lediglich im Landkreis Mühldorf (von 150,2 auf 128,6). Gestiegen sind die Inzidenzen dagegen in den Kreisen/Städten: Kreis Altötting (von 140,8 auf 156,9), Kreis Traunstein (von 151,1 auf 168,6),  Landkreis Rosenheim (von 133,2 auf 164,9), Stadt Rosenheim (von 206,1 auf 226,6) und im Kreis Berchtesgadener Land (von 156,8 auf 260,6). 

In der Region wurde laut RKI elf weitere Todesfälle gemeldetFünf Personen starben im Kreis Altötting, drei im Landkreis Rosenheim und je eine Person in den Kreisen Mühldorf, Traunstein und der Stadt Rosenheim. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Verstorbenen gab es bislang nicht.

Update, 7.17 Uhr - Neuer Höchststand: RKI meldet 1244 Todesfälle

Die Zahl der täglich verzeichneten Todesopfer durch die Corona-Pandemie in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 1244 weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte. Der bisherige Höchstwert war am vergangenen Freitag mit 1188 Verstorbenen erreicht worden. 

Laut den jüngsten Angaben des RKI stieg die Gesamtzahl der erfassten Corona-Toten in Deutschland seit Beginn der Pandemie auf 43.881. Gezählt werden dabei sowohl Menschen, die unmittelbar an der Erkrankung verstarben als auch Menschen mit Vorerkrankungen, die mit dem Coronavirus infiziert waren und bei denen sich nicht abschließend nachweisen lässt, was die genaue Todesursache war.

Das RKI gab am Donnerstag zudem 25.164 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf 1.978.590.

Corona-Ausbruch in bayerischem Pflegeheim: Impfteams sollen Virus eingeschleppt haben

In einem oberfränkischen Pflegeheim (Lichtenfels) ist das Coronavirus ausgebrochen. Doch der Geschäftsführer Fabian Franke hat einen konkreten Verdacht, wie es dazu kam: Die Impfteams hätten das Virus eingeschleppt. Die Regelung, dass nur negativ getestete Personen das Pflegeheim betreten dürften, sei strikt eingehalten worden. Aber: „Wir hatten jetzt 51 von 58 PCR-bestätigte Covid-19-Fälle“, so Franke gegenüber Tag24.de.

Nicht nur bei den Bewohnern der Einrichtung. „Wir hatten bis zum 2. Januar nicht einen positiv getesteten Bewohner, Mitarbeiter oder Angehörigen“, so der Chef der Einrichtung. Dann wären die Mitarbeiter mit dem Schutzmedikament gekommen. Daher liege für ihn die Vermutung sehr Nahe, dass die Besuche des Impfpersonals und der Ausbruch in einem direkten Zusammenhang stünden. Das Landratsamt weist die Anschuldigungen zurück. Der Heimleiter hat nun einen Antrag gestellt, um Hilfe von der Bundeswehr zu erhalten. Bislang steht eine Antwort noch aus.

mh/dpa

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