News-Ticker zur Corona-Pandemie

Weihnachtsfeier mit 40 Personen in Seniorenzentrum - Polizei muss eingreifen

Polizei im Einsatz
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Symbolbild: Die Veranstaltung wurde durch die Polizei aufgelöst
  • Martina Hunger
    vonMartina Hunger
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  • Martin Weidner
    Martin Weidner
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Montag (14. Dezember) im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 234,5, Landkreis Rosenheim 242,2, Landkreis Traunstein 256,6, Landkreis Berchtesgadener Land 155,8, Landkreis Mühldorf 260,6, Landkreis Altötting 200,9 (Quelle/Stand: RKI, 13. Dezember, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2023, Landkreis Rosenheim 7391, Traunstein 4998, Berchtesgadener Land 2312, Mühldorf 2764, Altötting 2542 (Quelle/Stand: RKI, 13. Dezember, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 27, Landkreis Rosenheim 260, Traunstein 131, Berchtesgadener Land 49, Mühldorf 54, Altötting 81 (Quelle/Stand: RKI, 13. Dezember, 0 Uhr)
  • Mindestens 21.975 Todesfälle in Deutschland (4895 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 19.09 Uhr - Weihnachtsfeier mit 40 Personen in Seniorenzentrum - Polizei muss eingreifen

Ausgerechnet in einem Seniorenzentrum haben rund 40 Mitarbeiter Weihnachten gefeiert. Nach einem anonymen Hinweis rückten mehrere Streifenwagen aus und lösten die Betriebsversammlung in Erding auf, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Feier fand am Freitag im Innenbereich und im Innenhof der Einrichtung statt.

Neben einem Ausschank für Getränke fanden die Beamten auch einen Foodtruck vor. Die Polizei nahm die Personalien auf und leitete sie an das zuständige Landratsamt weiter.

Update, 18.58 Uhr - Besucher des RoMed-Klinikums Rosenheim brauchen Negativtest

Für die RoMed Kliniken gilt weiterhin ein Besuchsverbot, wie die RoMed Kliniken in einer Presseaussendung betonen. Nur in Ausnahmefällen wird ein Besuchsschein nach Rücksprache mit der Station ausgestellt.

Aufgrund der hohen Infektionszahlen würden weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Man verweist von Seiten der RoMed-Kliniken diesbezüglich auf die Allgemeinverfügung der Stadt Rosenheim, welche auch das RoMed-Klinikum Rosenheim beträfe.

Zugelassene Besucher werden gebeten, bei der Eingangskontrolle einen negativen Covid-19-Test vorzulegen. Ein Antigen-Schnelltest darf nicht älter als 48 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 72 Stunden.

Zum Eigenschutz und Schutz von Patienten und Mitarbeitern müssen nunmehr auch Besucher während des gesamten Aufenthaltes im Klinikum eine FFP2-Maske tragen.

„Wir bitten um Verständnis für die strengen Regelungen und um Geduld, wenn es zu Wartezeiten kommt. Der Schutz vor einem neuerlichen Infektionseintrag muss in dieser Zeit Vorrang haben“, so Dr. Hanns Lohner, Ärztlicher Direktor und Pandemiebeauftragter am RoMed Klinikum Rosenheim.

Wie das Landratsamt Traunstein mitteilt, werden in der Pur Vital-Pflegeeinrichtung in Bergen aufgrund von positiven Antigen-Schnelltests derzeit Reihentestungen durchgeführt. Bisher sind insgesamt 9 positive Nachweise erfolgt. 

Update, 17.55 Uhr - Sechs weitere Corona-Fälle im Siegsdorfer Alten- und Pflegeheim Kardinal von Faulhaber

Nachdem bereits letzte Woche 20 Bewohner und 10 Mitarbeiter im Alten- und Pflegeheim Siegsdorf positiv auf Corona getestet worden waren, sind weitere sechs Fälle aufgetreten. Es handelt sich dabei um fünf Bewohner und eine Mitarbeiterin. „In enger Absprache mit den Behörden wurden die Maßnahmen zur weiteren Eindämmung des Infektionsgeschehens getroffen“, so Frau Monika Sandbichler, Geschäftsführerin und Einrichtungsleiterin. Eine palliativ betreute Bewohnerin ist mit Covid-19 verstorben.

Wie letzte Woche bekannt wurde, hatten sich 20 Bewohner und 10 Mitarbeiter des Heims mit Corona infiziert. Die Zahl der insgesamt Infizierten steigt somit auf 36.

Update, 17.11 Uhr - Vier weitere Corona-Todesfälle im Landkreis Traunstein

im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1697 aktive COVID-19-Fälle vor, wie das Landratsamt Traunstein mitteilt.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 256,6. Seit der letzten Pressemitteilung am 11. Dezember sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 155 Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein sind seit der letzten Pressemitteilung vier Todesmeldungen eingegangen. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer (83 und 89 Jahre) und um zwei Frauen (88 und 89 Jahre), bei welchen eine COVID-19-Infektion diagnostiziert wurde. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 133 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Es liegen insgesamt 5011 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 3181 Personen (44 Personen mehr seit der Meldung vom 11.12.2020).

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 74 COVID-19-Patienten behandelt, davon 58 auf der Normalstation und 16 auf der Intensivstation.

Update, 16.27 Uhr - Söder fordert Corona-Testpflicht für Einreisende an Außengrenzen

Zum Schutz vor Corona-Ansteckungen fordert Bayern vom Bund die Einführung einer Testpflicht für alle Menschen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen. «Wir brauchen am besten eine nationale Regelung, denn ich mache mir große Sorgen», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Dies gelte insbesondere mit Blick auf die trotz der Pandemie vielen geplanten Reisen in den kommenden Wochen zwischen Weihnachten und Neujahr. Die Themen Grenze und Urlaubsrückkehrer müssten «sehr ernst» genommen werden.

Söder erinnerte daran, dass Grenzgänger und Urlaubsrückkehrer bereits im Sommer nach den Ferien immer wieder das Virus nach Bayern eingetragen hätten. Auch jetzt zeige sich, dass in den Grenzgebieten die Ansteckungszahlen besonders hoch seien - nicht nur in Bayern. «Die jetzige Rechtslage ist bei der Bundesebene so, dass ist sozusagen eine Quarantäne-Pflicht gibt», sagte Söder. Verstöße seien zwar mit einem Bußgeld belegt, gleichwohl wolle Bayern noch in dieser Woche mit den Bund noch einmal diskutieren, ob nicht auch eine Testpflicht vereinbart werden könne.

Update, 15.40 Uhr - Corona-Ausbruch in Gollenshausen - Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln

Wie das Landratsamt Rosenheim in einer Aussendung mitteilt, laufen im Zusammenhang mit dem massiven Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Gollenshausen Ermittlungen durch die Rosenheimer Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft. Aufgrund dieser Ermittlungen könne man derzeit zu bestimmten Punkten und Vorwürfen des Heimbetreibers keine Angaben machen.

Um die aktuelle medizinische und pflegerische Situation in dem Pflegeheim in Gollenshausen in der Gemeinde Gstadt beurteilen zu können, werde es „zeitnah“ eine weitere Begehung der Einrichtung geben, so das Landratsamt Rosenheim weiter. Daran teilnehmen würden Mitarbeiter der Heimaufsicht im Landratsamt Rosenheim, ein Arzt oder eine Ärztin des Rosenheimer Gesundheitsamtes, die zuständige Hausärztin der Einrichtung und wenn möglich Mitarbeiter vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Abhängig vom Ergebnis würden im Anschluss gegebenenfalls weitere Maßnahmen eingeleitet. Oberste Priorität habe die medizinische und ärztliche Versorgung der Bewohner, die sich derzeit in der Einrichtung befinden. „Um den Betrieb in dem Heim aufrechterhalten zu können, gab es einzelne Sondergenehmigungen durch das Rosenheimer Gesundheitsamt“, so das Landratsamt weiter.

Pflegekräfte, die unter Quarantäne stehen und symptomfrei sind, dürfen unter strenger Einhaltung von Hygieneauflagen positiv getestete Bewohner betreuen. Am vergangenen Sonntag war ein Arzt der Bundeswehr vor Ort, um zu schauen, welche Unterstützungsmöglichkeiten durch die Bundeswehr in der Einrichtung möglich wären. Eine Entscheidung steht hier noch aus. 

Wie ja am Wochenende bekannt wurde, war es in einem Pflegeheim in Gollenshausen in der Gemeinde Gstadt (Landkreis Rosenheim) zu einem massiven Corona-Ausbruch gekommen. Alle 54 Bewohner der Einrichtung wurden positiv getestet. Auch Mitarbeiter haben sich infiziert.

Heimleiter Thomas Mühlnike beklagte fehlende Unterstützung der Behörden. „Die Heimaufsicht hat uns Hilfe verweigert“, so Mühlnicke gegenüber den OVB-Heimatzeitungen. Alles über den Corona-Ausbruch im Altersheim in Gollenshausen könnt Ihr in einem Extra-Artikel des OVB nachlesen (Paid-Content).

Update, 15.07 Uhr - Weitere Corona-Todesfälle im Kreis Mühldorf

Wie das Landratsamt Mühldorf mitteilt, sind im Zuständigkeitsbereich des Landkreises zwei weitere Personen verstorben, die mit dem Corona-Virus infiziert waren. Seit der letzten Statusmeldung vom Sonntag, 13. Dezember gibt es 31 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 14. Dezember 2020, 8 Uhr). 

Aufgrund jeweils eines Infektionsfalles befinden sich folgende Klassen/Gruppen in Quarantäne:

  • 1 Gruppe des Horts Graslitzer Straße Waldkraiburg
  • 1 Gruppe des Städt. Kindergartens am Kalander Waldkraiburg
  • 1 Klasse der Grundschule an der Graslitzer Straße Waldkraiburg
  • 1 Klasse der Mittelschule Mühldorf

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 448 aktive Fälle. Die Zahl der Verstorbenen, die mit dem Corona-Virus infiziert waren, beträgt 54. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt bei 258,1. 

Update, 15.05 Uhr - Zwei Todesfälle im Landkreis Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Samstag 30 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich acht Personen bereits als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 2.312 (Meldestand: 14. Dezember, 10 Uhr). Der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) aktuell bei 155,8 (Stand: 14. Dezember, 0.00 Uhr).
 

Von den insgesamt 2.312 mit Wohnsitz im Berchtesgadener Land bestätigten Fälle sind 2.097 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Im Landkreis gibt es aktuell 166 aktive Fälle.

Seit der letzten Meldung am Samstag wurden dem Gesundheitsamt zwei weitere Corona-Todesfälle gemeldet. Dabei handelt es sich um eine 90-jährige Frau und um einen 71-jährigen Mann. Die Gesamtzahl der im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung Verstorbenen erhöht sich somit auf 49. 

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 47 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 3 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben laut Mitteilung des Landratsamts ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und würden somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle gehören. 

Update, 13.53 Uhr - Bayern wird bei Ausgangssperre rigoros vorgehen, auch an Weihnachten

Bei der nächtlichen Ausgangssperre will und wird Bayern ganz strikt vorgehen - auch an Weihnachten und Silvester. Dies machte Staatskanzleichef Florian Herrmann deutlich. Auf Nachfrage eines Journalisten entgegnete der CSU-Politiker, dass es Ausnahmen nur bei „sehr triftigen Gründen“ gebe. Ansonsten seien die Regeln klar, so Herrmann: „Das bedeutet ganz einfach: Ab 21 Uhr bis 5 Uhr gilt die Ausgangssperre in ganz Bayern - und das an jedem Tag bis 10. Januar!“

Bei Verstößen gegen die Ausgangssperre soll es auch hohe Bußgelder geben. „Ich gehe davon aus, dass die Polizei mit Augenmaß vorgeht. Aber es muss jedem der Ernst der Lage bewusst sein“, sagte Herrmann. Auch für die bislang oft spätabends stattfindenden Weihnachtsgottesdienste soll es hier keine Ausnahmen geben. Denn schließlich sei gerecht, was für alle gelte, so Herrmann. Er räumte allerdings ein, dass es sich dabei um ein „sehr sensibles Thema“ handeln würde.

Update, 13.42 Uhr - Präsenzunterricht wird ab 16. Dezember komplett eingestellt

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) erläuterte das weitere Vorgehen für den Schulbetrieb in Bayern. Der „harte und schnelle Lockdown“ sei notwendig - auch an Schulen, wo nun ebenfalls den hohen Zahlen entgegengesteuert werden müsse. Deswegen wird der gesamte Präsenzunterricht in Bayern ab Mittwoch, 16. Dezember, eingestellt. „Wir hoffen, dass wir nach den Weihnachtsferien am 11. Januar wieder öffnen können“, sagte der Minister, der aber ganz deutlich machte, dass es sich dabei um eine „Hoffnung“ und keine Planungssicherheit handele.

Von 16. bis 22. Dezember soll für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 ebenfalls eine Notbetreuung sichergestellt werden - analog zu den Kitas. Schüler der Abschlussklassen und der beruflichen Schulen werden bis zum 18. Dezember mit Distanzunterricht beschult. Alle anderen Schüler werden auf sogenanntes „Distanzlernen“ umgestellt, so der Minister. Für den weiteren Verlauf des „nicht normalen Schuljahres“ gelten laut Piazolo drei Grundprinzipien: Hohe Flexibilität bei der Unterrichtsgestaltung, Fairness bei den Prüfungen und gegenseitige Rücksichtnahme.

Update, 13.35 Uhr - Sozialministerin Trautner: „Wollen auf Nummer sicher gehen!“

Kitas werden in Bayern bis mindestens zum 10. Januar komplett geschlossen. „Wir gehen damit auf Nummer sicher und wollen jedes Risiko so gering wie möglich halten“, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Die Ministerin betonte, dass ihr klar sei, dass die vorzeitige und verlängerte Schließung eine zusätzliche Belastung für die betroffenen Familien darstelle. Eine Notbetreuung soll sichergestellt werden. Die Staatsregierung verzichte in diesem Zusammenhang bewusst darauf, bestimmte Berufsgruppen zu definieren, denen eine Betreuung zustehe, hieß es.

„Gehen Sie bitte mit der Betreuungsmöglichkeit verantwortungsvoll um. Wenn es irgendwie geht, lassen Sie ihre Kinder bitte zuhause“, appellierte Trautner und bat zugleich die Arbeitgeber um Flexibilität und Verständnis.

Update, 13.29 Uhr - Aiwanger: „Maßnahmen unpopulär, aber zwingend notwendig!“

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) betonte, dass die nun getroffenen Maßnahmen zwar „unpopulär“, aber jetzt zwingend notwendig seien. Er ging dabei im speziellen auf den Einzelhandel ein. Die Geschäfte des täglichen Bedarfs dürften offen bleiben und dabei auch andere Produkte verkaufen, sich aber gleichzeitig „keinen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem stationären Einzelhandel“ verschaffen. Die Staatsregierung werde diesbezüglich auch für entsprechende Kontrollen sorgen, hieß es.

Zudem erläuterte Aiwanger noch einmal die Finanz- und Überbrückungshilfen und bat Betriebe, überall wo es möglich ist, auf Betriebsferien und Home-Office-Maßnahmen zu setzen. „Niemand soll jetzt pleite gehen, weil er kurzfristig seinen Umsatz nicht erwirtschaften kann“, sicherte Aiwanger den Unternehmen Unterstützung zu. „Wir streben es an, im Januar wieder Bereiche in die Normalität zu überführen, die jetzt geschlossen sind oder geschlossen werden“, so der Minister abschließend.

Update, 13.22 Uhr - Söder bittet um Geduld und Durchhaltevermögen

„Bis sich genügend Menschen haben impfen lassen, braucht es noch eine Menge Geduld und Durchhaltevermögen“, sagte Söder abschließend, der noch einmal appellierte: „Wir haben jetzt die große Aufgabe, über Weihnachten und Silvester mit großer Vernunft zu agieren. Wir müssen jetzt handeln, weil wir es tun müssen! Wir hoffen, dass wir da gemeinschaftlich Erfolg haben!“ - denn: Corona mache vor keinem von uns Halt, hieß es.

Pressekonferenz von Ministerpräsident Söder im Video

Update, 13.18 Uhr - Söder stellt Maßnahmen für Bayern vor

Anschließend stellte der Ministerpräsident nochmals die genauen Maßnahmen für den Freistaat Bayern vor. Schulen, Kitas und Geschäfte, die nicht den täglichen Bedarf abdecken, werden ab Mittwoch komplett geschlossen. Eine Notbetreuung für Schüler und Kindergarten-Kinder soll überall dort sichergestellt werden, wo es notwendig ist. 

Der Alkoholkonsum im öffentlichen Raum wird komplett verboten. Die Kontaktbeschränkungen (zwei Haushalte mit maximal fünf Personen, Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet) und Ausgangssperren gelten, wie sie bereits am Sonntag vorgestellt worden sind. Die Ausgangssperre gilt für komplett Bayern ab Mittwoch, 0 Uhr bis einschl. 10. Januar immer von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens - auch in sogenannten „Nicht-Hotspots“. „Wir müssen einen konsequenten Weg gehen wie im Frühjahr - der hilft am meisten“, so Söder. In diesem Zusammenhang erläuterte er auch nochmal die kleinen Ausnahmen für die Weihnachtsfeiertage. An Silvester wird Bayern eine sehr strenge Linie fahren: Der Verkauf von Feuerwerk und Böllern wird komplett verboten. Zudem gilt - wie an Weihnachten auch - die Ausgangssperre.

Etwaige Reisen über Weihnachten und/oder den Jahreswechsel bezeichnete Söder als „Zusatzrisiko“, über das nochmal geredet werden müsse. Hier möchte Bayern nochmal Gespräche mit dem Bund führen, um die Regelungen möglicherweise noch einmal zu verschärfen.

Update, 13.10 Uhr - Söder: „Glaube nicht, dass am 10. Januar alles vorbei ist!“

Söder bezeichnete die Umsetzung des Lockdowns in Bayern als „besonnen und konsequent“. Überall gäbe es dann einen klaren Kurs, hieß es. Die „Ausnahmedebatten“ müssten endlich aufhören und Kontakte endlich massiv reduziert werden, sagte Söder, der allerdings offen ansprach, dass er sich nicht vorstellen kann, dass Anfang des kommenden Jahres der Lockdown komplett überstanden ist: „Ich glaube nicht, dass am 10. Januar alles vorbei ist!“

Update, 13.06 Uhr - Söder wiederholt Warnung: „Corona ist außer Kontrolle geraten“

Am Vormittag tagte einmal mehr die bayerische Staatsregierung. Dabei ging es um die konkrete Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse in Bayern bezüglich des harten Corona-Lockdowns. Dieser gilt ab Mittwoch, 16. Dezember, 0 Uhr - auch im Freistaat. Am Mittag informierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse. Er hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass die Beschlüsse in Bayern „maximal umgesetzt“ würden, schließlich sei Corona „außer Kontrolle geraten“.

„Wir sind wieder im exponentiellen Wachstum“, warnte Söder angesichts der steigenden Corona-Zahlen in ganz Deutschland. Der Ministerpräsident geht zugleich davon aus, dass die Zahlen auch die nächsten zehn Tage noch weiter steigen werden, denn erst dann hätten vergleichbare Gegenmaßnahmen in der Vergangenheit ihre Wirkung entfaltet. Zudem seien die Krankenhäuser inzwischen an der absoluten Belastungsgrenze.

Update, 12.32 Uhr - Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen nächtliche Ausgangsbeschränkung in Hotspots ab

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat es in einem Normenkontroll-Eilverfahren abgelehnt, die Regelungen der Zehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (10. BayIfSMV) zu nächtlichen Ausgangsbeschränkungen in Hotspots vorläufig außer Vollzug zu setzen.

Nach §25 der 10. BayIfSMV darf die Wohnung in Städten oder Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch aus wenigen triftigen Gründen verlassen werden. Der in München lebende Antragsteller sah sich in seinen Grundrechten verletzt, weil die Regelung nächtliches Joggen und die Anfahrt zu seiner Nebenwohnung beschränke. Seinen entsprechenden Eilantrag hat der BayVGH nun abgelehnt.

Zur Begründung hat der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat ausgeführt, dass die Regelung bei summarischer Prüfung rechtmäßig sei. Es handele sich um eine vom Bundesinfektionsschutzgesetz (IfSG) ausdrücklich vorgesehene Ausgangsbeschränkung. Sie sei zur Eindämmung der Corona-Pandemie erforderlich, weil andere Strategien („Lock-down light“ und „Hotspotstrategie“) die Zahl der Neuinfektionen nicht reduziert hätten. Auch ein Verstoß gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz liege angesichts des aktuellen Infektionsgeschehens nicht vor. Der Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit sei gerechtfertigt, um Gefahren für Leib und Leben abzuwenden. Schließlich handele es sich bei der Ausgangsbeschränkung auch nicht um eine Freiheitsentziehung, sodass eine richterliche Anordnung nicht erforderlich sei.
Der Beschluss des Senats ist unanfechtbar.

Update, 11.55 Uhr - Corona-Hotspot Regen knapp unter Inzidenz von 650

Sieben Kreise überschreiten laut Lagebericht des RKI vom Montag eine Inzidenz von 500 Fällen pro 100.000 Einwohner. Zwei Landkreise weisen sogar eine Inzidenz von über 600 auf - im Landkreis Regen beträgt die Inzidenz 645,9, im Landkreis Bautzen 641,5. Der Landkreis Regen hat bereits am Sonntag die 600er-Marke geknacht.

Update, 11.27 Uhr - Weihnachtseinkauf in der Rosenheimer Innenstadt bis 20 Uhr

Wer die Weihnachtsgeschenke noch nicht besorgt hat, ist nun vom Lockdown überrumpelt worden. Darauf reagieren viele Einzelhändler der Rosenheimer Innenstadt und haben dadurch Montag und Dienstag meist bis 20 Uhr geöffnet. Damit entzerrt sich das Einkaufsgeschehen deutlich und man kann auch noch nach Feierabend vor Ort bequem einkaufen.

Wer es an diesen beiden Tagen nicht mehr schafft, viele Händler bieten auch Lieferdienste bzw. sind weiterhin telefonisch, virtuell mit Shoppingberatungen vor Ort, oder bequem 24 Stunden im Onlineshop erreichbar. Wichtig ist, beim Onlineeinkauf auf regionale Anbieter zu achten, diese sind das Gesicht der Stadtmitte und das Rückgrat der innerstädtischen Wirtschaft, so das City-Management Rosenheim.

Update, 10.43 Uhr - Söder macht klar: „Ausgangssperre gilt auch an Heilig Abend“

Diese Maßnahme könnte einigen die Feierlaune gründlich verhageln: Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will und wird in Sachen Ausgangssperre keine Ausnahme machen - auch nicht an Heilig Abend. „Corona macht an Weihnachten nicht Halt oder Pause. Und deswegen gelten die Regeln auch für die Feiertage. Das heißt: Jawohl, da gilt dann auch die Ausgangssperre“, bekräftigte Söder jetzt in einem Interview mit einem Radiosender des Bayerischen Rundfunks.

Somit scheint klar, dass vielen Bürgern womöglich an Heilig Abend Strafen drohen. Denn die wenigsten Weihnachtsfeiern im Freistaat dürften vor 21 Uhr beendet sein. Zu späterer Stunde käme der Heimweg Söders Worten zufolge jedoch einem Regelverstoß gleich. „Und es wird auch hohe Bußgelder geben, wenn jetzt gegen diese Auflagen verstoßen wird“, betonte Söder. Dass die Ausgangssperre auch zum Jahreswechsel (Silvester/Neujahr) gelten und die Polizei dies auch kontrollieren wird, hatte Söder bereits am Sonntag deutlich gemacht.

Update, 9.57 Uhr - Landkreis Altötting meldet 24 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 24 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 13. Dezember, 16 Uhr). Die Gesamtzahl der Fälle stieg damit auf 2571. Die 7-Tage-Inzidenz lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 200,9. Unter den neuen Fällen ist auch ein 10-jähriges Kind aus Teising.

Update, 9.01 Uhr - Söder will Beschlüsse in Bayern „maximal“ umsetzen

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern für einen harten Lockdown in ganz Deutschland ab diesem Mittwoch steht nun im bayerischen Kabinett die Feinabstimmung an. Bei der Sitzung des Ministerrates am Montag (11 Uhr) geht es nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder darum, den Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz “maximal” umzusetzen. Bereits am Sonntag hatte der CSU-Chef erklärt, dass dies deutlich über die Schließung von Schulen, Kitas und weiten Teilen des Handels ab diesem Mittwoch hinausgehen werde.

Demnach soll es ab dem 16. Dezember bayernweit nachts verschärfte Ausgangsbeschränkungen geben. Dies war bisher nur in Hotspots mit einer Inzidenz von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen vorgeschrieben. Am Sonntag hatte das Innenministerium mitgeteilt, dass derzeit in 40 Landkreisen und Städten diese Regelung gilt. Die Einhaltung werde von der Polizei streng kontrolliert.

Der bayerische Landtag will den Lockdown dann endgültig am Dienstag in einer neuerlichen Sondersitzung beraten und beschließen. Die Mehrheit gilt hier aber wie schon bei der Abstimmung vor weniger als einer Woche als sicher, da die Regierungsfraktionen von CSU und Freien Wählern bereits vorab in die Planungen eingebunden sind. Es ist zudem davon auszugehen, dass erneut auch zumindest die Grünen den Kurs mittragen werden. Bei der Abstimmung am vergangenen Dienstag hatten nur SPD, FDP und AfD gegen die Pläne der Regierung gestimmt.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt um 13 Uhr von der anschließenden Pressekonferenz live.

Update, 8.01 Uhr - Acht weitere Todesfälle in der Region

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 14. Dezember).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Fallzahlen haben sich in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut den neuesten RKI-Daten (Stand: 14. Dezember, 0 Uhr) meldeten die Landkreise Altötting (von 204,5 auf 200,9), Berchtesgadener Land (von 157,7 auf 155,8) und der Kreis Traunstein (von 289,3 auf 256) fallende Inzidenzen.

In den restlichen Landkreisen stiegen die Werte dagegen. Damit bewegt sich der Kreis nun auch wieder gefährlich nahe der 250-Grenze. Zudem wurden in der gesamten Region acht weitere Todesfälle registriert - zwei in den Landkreisen Mühldorf und Traunstein und je einer in den übrigen Landkreisen (Rosenheim, Altötting, Berchtesgadener und der Stadt Rosenheim. Bis auf den Landkreis Berchtesgadener Land liegen alle Städte und Kreise der Region weiterhin über der „Hotspot-Grenze”, die bei einer Inzidenz von 200 beginnt.

Update, 7.10 Uhr - Corona-Ansturm in Münchner Kliniken: 20 neue Intensivpatienten in 24 Stunden

Münchens Kliniken behandeln auf ihren Intensivstationen immer mehr Patienten. Nach Informationen unserer Partnerportale tz und Münchner Merkur mussten binnen eines Tages etwa 20 Intensiv-Patienten zusätzlich aufgenommen werden. „Wir haben in den letzten 24 Stunden einen deutlichen Anstieg der Belegungen festgestellt“, bestätigten die Krankenhaus-Koordinatoren Dr. Viktoria Bogner-Flatz und Dr. Dominik Hinzmann Sonntagabend.

Die beiden Mediziner setzten daraufhin die dritte und höchste Stufe des Krisen-Planes für die Krankenhäuser in Kraft. Trotzdem sei die Lage weiterhin im Griff, erklärten die Ärztlichen Krisen-Manager Bogner-Flatz und Hinzmann: „Wir wissen seit der ersten Corona-Welle, wie leistungsfähig die Münchner Kliniken sind, wenn es sein muss. Sie sind noch lange nicht am Ende ihrer Möglichkeiten.“

16.362 Fälle: Corona-Neuinfektionen deutlich über Vorwochenwert

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.362 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Montagmorgen bekannt gab. Das sind rund 4000 Fälle mehr als am vergangenen Montag, als die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 12.332 lag. Der bisherige Rekord war am Freitag mit 29.875 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die vom RKI veröffentlichten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 188 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 147 gelegen. Der bisherige Höchststand von 598 Todesfällen war am Freitag erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 21.975.

Die zur Lagebeurteilung entscheidende 7-Tage-Inzidenz - die gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - steigt ebenfalls deutlich an. Sie lag am Sonntag bei einem Höchststand von 169. Am Montag stieg sie weiter auf 176,4. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 1.337.078 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.12., 00.00 Uhr). Nach Schätzungen sind rund 984 200 Menschen inzwischen genesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,12 (Vortag: 1,17). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 112 weitere Menschen anstecken. Nachdem der Wert wochenlang um 1 herum schwankte, lag er seit Freitag bei über 1,1. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Erst wenn er für längere Zeit unter 1 liegt, flaut dieses ab.

mh/mw/dpa

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