News-Ticker zur Corona-Pandemie

Bayerns Einzelhandel kündigt Klage an - Testpflicht bei Ausreise aus Tirol tritt ab Freitag in Kraft

Testpflicht bei Ausreise aus Tirol tritt ab Freitag in Kraft
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Für das österreichische Bundesland Tirol gelten von Freitag an strenge Ausreisebeschränkungen.
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag, 11. Februar, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 69,2, Landkreis Rosenheim 50,5, Landkreis Traunstein 91,9, Landkreis Berchtesgadener Land 96,3, Landkreis Mühldorf 117,4, Landkreis Altötting 83,4 (Quelle/Stand: RKI, 11. Februar, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2796, Landkreis Rosenheim 10.241, Traunstein 7161, Berchtesgadener Land 4101, Mühldorf 4371, Altötting 3722 (Quelle/Stand: RKI, 11. Februar, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 51, Landkreis Rosenheim 411, Traunstein 189, Berchtesgadener Land 89, Mühldorf 117, Altötting 158 (Quelle/Stand: RKI, 11. Februar, 0 Uhr)
  • Mindestens 63.635 Todesfälle in Deutschland (11.470 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de
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Die Fallzahlen im Überblick:

Söder-PK im Livestream

>>> Der Bericht aus der Kabinettssitzung <<<

Update, 18.55 Uhr - Altmaier lädt zu einem Corona-“Wirtschaftsgipfel“ ein

Wirtschaftsminister Peter Altmaier lädt Verbände auch angesichts schwerer Kritik aus der Wirtschaft an der schleppenden Umsetzung von Hilfen zu einem „Wirtschaftsgipfe“ ein.

Wie eine Sprecherin sagte, wird Altmaier am kommenden Dienstag mit mehr als 40 Verbänden über die aktuelle Lage der Wirtschaft, die Beschlüsse von Bund und Ländern, die Wirtschaftshilfen und mögliche Öffnungsperspektiven sprechen.

Wirtschaftsverbände hatten einen solchen „Gipfel“ seit längerem gefordert. Die Beschlüsse von Bund und Ländern über eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März waren zum Teil heftig kritisiert worden.

Update, 17.57 Uhr - Testpflicht bei Ausreise aus Tirol tritt in Kraft

Für das österreichische Bundesland Tirol gelten von Freitag an strenge Ausreisebeschränkungen. Ein Verlassen des Bundeslandes in Richtung Deutschland oder in angrenzende österreichische Bundesländer ist in den nächsten zehn Tagen nur mit einem negativen Corona-Test möglich, der nicht älter als 48 Stunden sein darf.

Die Maßnahme soll helfen, eine Verbreitung der in Tirol gehäuft aufgetretenen südafrikanischen Corona-Variante zu verhindern.

Rund 1200 Polizisten und Soldaten werden nach Angaben der Behörden für die engmaschigen Kontrollen eingesetzt. Ein Verstoß kann bis zu 1450 Euro kosten. Ausgenommen von dieser Vorschrift sind Kinder sowie der Güterverkehr und die Durchreise ohne Zwischenstopp.

Update, 17.33 Uhr - 34 Neuinfektionen im Berchtesgadener Land

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit 10. Februar 34 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt.

Davon befanden sich zwei Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.101 (Meldestand RKI: 11.02.2021, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 96,3 (Stand: 11.02.2021, 0 Uhr).

In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 102 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Update, 17.11 Uhr - 24 neue Corona-Fälle im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 691 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 91,9.

Seit der letzten Pressemitteilung am 10. Februar sind beim Gesundheitsamt 24 Neuinfektionen eingegangen.

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 189 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 28 COVID-19-Patienten behandelt, davon 21 auf der Normalstation und sieben auf der Intensivstation.

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Update, 16.39 Uhr - Bayerns Einzelhandel kündigt Klage an

Der Handelsverband Bayern (HDE) hat die erneute Verlängerung des Lockdowns als „eine Bankrotterklärung der Politik“ kritisiert und will dagegen vor Gericht gehen.

Einem Buchhändler oder Floristen sei nicht zu erklären, „warum man sich zwar im Friseursalon zwei Stunden lang eine neue Dauerwelle legen lassen kann, die Händler aber wegen angeblich hoher Infektionsgefahr geschlossen bleiben müssen“, sagte HDE-Sprecher Bernd Ohlmann am Donnerstag.

Der Handelsverband werde diese „abstrusen Regelungen gerichtlich überprüfen lassen“ und rufe auch seine Mitglieder auf, zu klagen. „Wir wollen keine Extrawurst, sondern nur Chancengleichheit.“ Die Klage würde sich gegen den Freistaat Bayern richten.

Bund und Länder hätten wieder einmal stundenlang getagt, „um dann in geübter Manier das Mindesthaltbarkeitsdatum des Lockdowns einfach zu verlängern“, kritisierte der HDE. Die Politiker hätten den monatelang hochgehaltenen Inzidenzwert für Lockerungen im Handstreich von 50 auf 35 gesenkt und ihre Versprechen gebrochen. Dieser Inzidenzwert sei erst in einigen Monaten erreichbar, weil die Politik beim Beschaffen von Impfstoff „grandios versagt hat“.

Der Einzelhandel sei „nicht nur enttäuscht, sondern empört über diese beispiellose Dreistigkeit“, sagte Ohlmann. Eine Öffnungsstrategie sei weiterhin nicht in Sicht. „Kein Einzelhändler könnte mit solch einer Perspektiv- und Mutlosigkeit sein Geschäft führen.“

Der Handelsverband Bayern (HBE) vertritt die Interessen von 60.000 Einzelhandelsunternehmen mit 330.000 Beschäftigten und 67 Milliarden Euro Umsatz jährlich.

Update, 15.48 Uhr - Polizei löst Corona-Party in Innsbrucker Studentenheim auf

In der Nacht auf Donnerstag, 11. Februar, ging bei der Tiroler Polizei ein Notruf ein, wonach in einem Studentenheim in der Landeshauptstadt Innsbruck eine größere Party stattfinden solle.

Als die Beamten gegen 0.30 Uhr am „Tatort“ eintrafen, stellten sie in einem Gemeinschaftsraum insgesamt 20 Personen fest, die ohne Abstand und ohne Maske eine lautstarke Party feierten und dabei auch Alkohol konsumierten.

Ersten Ermittlungen zu Folge handelte es sich bei den Betroffenen um Erasmus-Studenten aus Spanien und Frankreich, die alle angaben, nichts von den Corona-Verordnungen beziehungsweise den Beschränkungen und der Maskenpflicht zu wissen. Die Feier wurde aufgelöst und alle Teilnehmer erhielten entsprechende Anzeigen.

Update, 15.11 Uhr - 20 Neuinfektionen und zwei Todesfälle im Landkreis Mühldorf

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn sind zwei weitere Personen verstorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Seit der letzten Statusmeldung vom Mittwoch, 10. Februar gibt es 20 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 11. Februar 2021, 0 Uhr).

Im AWO-Seniorenzentrum Waldkraiburg wurden in den vergangenen Tagen weitere neun Bewohner und vier Mitarbeiter positiv getestet. Schloss Malseneck in Kraiburg verzeichnet insgesamt sieben weitere positive bestätigte Fälle, davon sechs Bewohner und ein Mitarbeiter.

Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 220 aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 11. Februar 2021, 0 Uhr) bei 117,4.

Pressemitteilung Landratsamt Mühldorf

Update, 14.12 Uhr - So geht es mit den Schulen in Bayern weiter

Auch Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) sprach von „Licht am Ende des Tunnels“ und dankte den Bürgern für das Mitmachen und das große Durchhaltevermögen. „Wegen der Virus-Mutationen müssen wir beide Seiten im Blick behalten. Einerseits müssen wir versuchen, Bildung bestmöglich zu vermitteln, andererseits hat Gesundheit natürlich oberste Priorität“, sagte Piazolo, der dabei auch den Schutz der Lehrer und Schüler herausstellte.

Ab 22. Februar sollen neben den Abschlussklassen der Gymnasium und von FOS/BOS auch die Abschlussklassen von Real- und Mittelschulen (9. und 10. Klassen), Förderschulen (Jahrgangsstufen 1 bis 4) und Grundschulen (Jahrgangsstufen 1 bis 4) wieder mit Wechselunterricht beginnen. „Wo es kleine Gruppen und große Räume gibt, kann es sogar Präsenzunterricht geben“, sagte Piazolo. Dabei gehe es zunächst um „eine Phase des Ankommens“, so der Minister. Leistungserhebungen in den ersten Tagen sollen vermieden werden. Zudem gibt es ein erweitertes Test- und Maskenkonzept an den Schulen, um bestmögliche Sicherheit zu garantieren. Auch Selbsttests sollen integriert werden - dafür fehlt bislang allerdings noch die finale Genehmigung.

Update, 14.02 Uhr - Fahrprüfungen ab 22. Februar wieder erlaubt

„Wir haben sicher den einen oder anderen Einzelfehler gemacht - auch ich. Wir haben aber in Bayern eine gute Mischung aus Herz und Verstand gefunden und keine grundlegende Fehleinschätzung getroffen“, sagte Söder abschließend. Anschließend bat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die Bevölkerung weiter um Geduld und Durchhaltevermögen, bezeichnete die neue Regelung für die Ausgangssperre jedoch als „sozial verträglicher“ als die bisherige Umsetzung.

Bayern erlaubt zudem ab dem 22. Februar wieder theoretische und praktische Prüfungen für Fahrschüler. Auch berufliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sollen unter Auflagen dann wieder gestattet werden. Insgesamt bezeichnete Aiwanger die aktuelle Corona-Situation als „Lichtblick“.

Update, 13.57 Uhr - Söder droht mit „stationären Grenzkontrollen“ zu Tirol

Auch in Bayern werden die Friseure zum 1. März wieder öffnen dürfen - übrigens unabhängig von der Inzidenz. Grundsätzlich stellte Söder jedoch klar, dass die Staatsregierung auch in den kommenden Wochen die Zahlen stets genau im Blick behalten und ggf. reagieren werde. Am 3. März soll dann auch über eine Wiedereröffnung des Einzelhandels beraten werden. Auch für Kultur und Sport sollen dann endlich wieder erste Perspektiven erarbeitet werden.

„Das alles ist und wird aber nur möglich, wenn wir bei der Bekämpfung der Virus-Mutation restriktiv vorgehen“, so Söder. Zu den gefährlichen Mutationen in Tirol habe sich Söder mit Österreichs Bundeskanzler Kurz (ÖVP) in einem konstruktiven Gespräch ausgetauscht. Man sei sich dabei darüber einig gewesen, dass niemand „ein zweites Ischgl“ wolle. Sollte Tirol die vorgeschlagenen Maßnahmen jedoch nicht konsequent umsetzen, kann sich Bayern aber auch „stationäre Grenzkontrollen“ an den Übergängen vorstellen. Einreisen darf man dann nur, wenn man einen negativen Test vorweisen kann - ohne Ausnahmen. Menschen, die ohne negativen Corona-Test zur Grenze kommen, würden dann konsequent zurückgewiesen, betonte Söder. Gleiches gilt für Tschechien - dies möchte Söder durch den Bund zum „Mutationsgebiet“ erklären lassen.

Update, 13.47 Uhr - Abschlussklassen und Grundschulen ab 22. im Wechselunterricht

Zum weiteren Vorgehen in Sachen Schule stellte Söder klar, dass er sich darüber im Vorfeld ausführlich mit Kultusminister Piazolo (Freie Wähler) ausgetauscht habe. Schule dürfe keinesfalls ein „Versuchslabor“ werden, stellte der Ministerpräsident klar. Der Distanzunterricht wird zwar bis auf weiteres fortgesetzt, allerdings gibt es auch hier eine entscheidende Erleichterung: Ab 22. Februar sollen neben den Abschlussklassen (Gymnasium) auch jene an den Mittel- und Realschulen mit Wechselunterricht beginnen. Auch die Grundschulen in den Jahrgangsstufen 1 bis 4 sollen zu diesem Termin wieder mit Wechselunterricht beginnen - aber jeweils immer nur in Kommunen mit einer Inzidenz von unter 100. Begleitet wird der Re-Start von einem umfassenden Maskenkonzept.

Für die Kitas gilt im Prinzip dasselbe: Über 100 bleibt es bei der Not-Betreuung, darunter kann es schrittweise Öffnungen geben. „Wir wollen Schulen und Kitas Zeit zu geben, um alles in Ruhe vorzubereiten und so für allen Planungssicherheit zu gewährleisten“, sagte Söder, der weiter ausführte: „Wir glauben damit, ein kluges, aber kein überstürztes Angebot zu machen.“

Update, 13.43 Uhr - Ausgangssperre gilt bald nur noch in „Hotspots“

„Vorsicht mit Perspektive“ lautet deswegen aus Söders Sicht die Devise für die kommenden Wochen. Man müsse bei allen Maßnahmen auch einen „Mutationspuffer“ berücksichtigen, um keinen schweren Rückfall oder gar eine dritte Corona-Welle zu riskieren. Wie sieht die Strategie für Bayern nun aus? Bayern will sich dabei an drei Inzidenz-Stufen orientieren - 35, 50 und 100.

Der Lockdown wird auch in Bayern bis 7. März verlängert. Eine Änderung gibt es jedoch bei der nächtlichen Ausgangssperre. Diese wird nun angepasst - und zwar gilt diese in Zukunft nur noch in „Hotspots“ mit einer Inzidenz über 100. Zudem tritt diese dann erst um 22 Uhr in Kraft (statt wie bislang bereits um 21 Uhr). Die neuen Regeln treten übrigens am Montag, 15. Februar, 0 Uhr, in Kraft.

Update, 13.37 Uhr - Bayern in Sorge vor Virus-Mutation in Tirol

Sorgen bereiten aber weiterhin die verschiedenen Virus-Mutationen - auch in Bayern. „Die Mutationen sind im Land - und sie nehmen zu“, sagte Söder. Das Gesundheitsministerium arbeite hart, um mit der Sequenzierung gut voranzukommen, betonte der Ministerpräsident.
Entscheidend ist, die Gefahr der Mutationen zu erkennen und genau zu überlegen, wie die nächsten Wochen aussehen können.“ Unter anderem ist die Staatsregierung wegen der südafrikanischen Variante des Coronavirus besorgt, die sich derzeit besonders stark in Tirol (Österreich) ausbreitet.

Update, 13.34 Uhr - Söder: „Die Lage hat sich für Bayern deutlich verbessert“

„Die Lage hat sich für Bayern deutlich verbessert. Es ist nicht vorüber - aber es ist nun deutlich besser“, sagte Ministerpräsident Söder (CSU) zu Beginn der Pressekonferenz im Hinblick auf die „dunklen Stunden“ im Dezember und Anfang Januar. Mit den beschlossenen Maßnahmen habe man die Infektionszahlen im Freistaat seither um 90 Prozent senken können und vielen Menschen das Leben gerettet.

„Wir haben jetzt 80 Landkreise mit einer Inzidenz von unter 100. Das ist aus meiner Sicht eine sehr, sehr erfreuliche Bilanz“, so Söder, der betonte, dass diese Zahlen zeigen würden, dass die Strategie des Freistaates bislang genau die richtige gewesen sei.

Update, 13 Uhr - Söder-Pressekonferenz um 13.30 Uhr

Nach dem Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern am Mittwoch hat die bayerische Staatsregierung am Donnerstagvormittag erneut über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Um 13.30 Uhr treten dann Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) an die Öffentlichkeit, um auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse zu informieren.

Vorab sind bereits ein paar Details durchgesickert: Wie der Bayerische Rundfunk aus Koalitionskreisen erfahren haben will, werden Bayerns Schulen wohl ab 22. Februar wieder teilweise öffnen. Die Ausgangssperre soll künftig nur in Regionen mit einer Inzidenz über 100 gelten, dann ab 22 Uhr abends statt wie bisher ab 21 Uhr.

rosenheim24.de berichtet von der Pressekonferenz natürlich wieder live!

Update, 12.32 Uhr - Münchner Polizei kontrolliert rund 1300 Mal

In der Zeit zwischen Mittwoch, 10. Februar, und Donnerstag, 11. Februar, jeweils 6 Uhr, kontrollierte die Münchner Polizei insgesamt rund 1300 Mal in Stadt und Landkreis die Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln. Dabei gab es insgesamt 55 Anzeigen, wobei es in fünf Fällen um Verstöße gegen die nächtliche Ausgangssperre ging.

Update, 11.51 Uhr - Paar bricht Ausgangssperre: 1000 Euro Bußgeld für Sex im Wald

Auch das Liebesspiel ist kein triftiger Grund, weshalb man die nächtliche Corona-Ausgangssperre ignorieren kann. Ein Paar in der Oberpfalz hatte sich in der Nacht auf Samstag in einem Waldstück in Leonberg im Auto vergnügt, wie die Polizei nun bestätigte.

Den Beamten war das geparkte Auto aufgefallen. Bei der Kontrolle ertappten sie dann das Paar. Es muss nun ein Bußgeld bezahlen. Und das Bußgeld wird richtig teuer: Pro Person 500 Euro – macht 1000 Euro für einmal Sex. Die Ausgangssperre gilt in Bayern von 21 bis 5 Uhr.

Update, 11.23 Uhr - Landkreis Altötting meldet 24 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 24 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 3719 Personen (Stand: 10. Februar, 16.45 Uhr).

Aktuell gibt es im Landkreis 188 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Garching (36), Altötting (27) und Burghausen (26). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 83,4.

Update, 10.16 Uhr - Bayern-Star Müller positiv auf Corona getestet

Fußball-Star Thomas Müller wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Das berichtet der TV-Sender Sky. Demnach sei der Spieler des FC Bayern München am Mittwoch beim Training positiv getestet worden. Er fällt damit beim Klub-WM-Finale des deutschen Rekordmeisters am Abend (19 Uhr MEZ, DAZN live) gegen den mexikanischen Klub UANL Tigres aus. Die offizielle Bestätigung seitens des Vereins soll in Kürze folgen, hieß es weiter.

Zuletzt waren auch Leon Goretzka und Javi Martinez positiv getestet worden und hatten deswegen die Reise zur Klub-WM nach Katar nicht mitmachen können. Zudem flog am Donnerstag auch Innenverteidiger Jerome Boateng vorzeitig aus Doha zurück nach München, nachdem seine Ex-Freundin Kasia Lenhardt tot in einer Berliner Wohnung entdeckt worden war.

Regierungserklärung von Angela Merkel im Livestream:

Update, 9.28 Uhr - Merkel: „Am Ende können wir es gemeinsam schaffen“

Dass der Lockdown nun bis mindestens 7. März aufrechterhalten wird, begründete Merkel einerseits mit dem Kampf, die Mutationen in Deutschland möglichst klein zu halten und andererseits mit dem Ziel, bis zu diesem Termin bundesweit deutlich unter eine 7-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen. „Die Menschen können auf einen Staat setzen, der alles tut, was sinnvoll und möglich ist, um denen zu helfen, die Hilfe benötigen“, so Merkel.

Abschließend appellierte die Kanzlerin noch einmal an die Geduld und das Durchhaltevermögen der Bürger: „Am Ende können wir es gemeinsam schaffen, diese Pandemie zu besiegen und unser Land wieder in bessere Zeiten zu führen.“ Im Anschluss folgt nun eine 90-minütige Debatte und Aussprache zur Regierungserklärung.

Update, 9.25 Uhr - Noch keine Perspektive für Sport, Hotels und Gastronomie

„Wir haben für 1. März die gute Aussicht, dass wir zu diesem Termin bundesweit eine Inzidenz von 50 erreichen können“, sagte Merkel und leitete damit auch zur Erlaubnis der Wiedereröffnung von Friseursalons zu diesem Termin über. Über weitere Öffnungsschritte soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. „Das Virus richtet sich nicht nach Daten, sondern nach Infektionszahlen“, begründete Merkel dieses Vorgehen.

Deswegen sei der nächste Öffnungsschritt erst bei einer Inzidenz von 35 angepeilt. Dies betrifft dann Galerien, Museen, Einzelhandel und körpernahe Dienstleistungen. Wann Schulunterricht für höhere Jahrgangsstufen, Sport in größeren Gruppen und/oder die Öffnung von Hotels und/oder Gastronomie wieder möglich sein wird, ist derzeit noch unklar. „Wir können heute aus meiner Sicht noch nicht sagen, was wir wann machen werden können“, so Merkel. Alles sei dem Ziel, keine größere dritte Welle auszulösen, untergeordnet. Dieses Vorgehen sei für die Menschen in Deutschland deutlich berechenbarer als ein ständiges Hin und Her. Die Maßnahmen an sich bezeichnete Merkel als „geeignet und verhältnismäßig“.

Update, 9.19 Uhr - „Mutationen können uns Erfolge wieder kaputt machen!“

Große Sorge bereiten der Bundesregierung weiterhin die neuen Virus-Mutationen. Diese seien „eine große Gefahr“ für diesen „guten Weg, auf dem wir uns befinden“, betonte die Kanzlerin. In Deutschland seien vor allem drei Mutationen relevant - nämlich die englische, südafrikanische und brasilianische Variante. „Wir tun gut daran, nicht an den Annahmen von ausländischen Experten zu zweifeln“, so Merkel. Diese neuen Varianten hätten sich früher oder später bereits in anderen (europäischen) Ländern durchgesetzt und dort teilweise für katastrophale Auswirkungen gesorgt.

„Die Gefahr der Mutationen kann uns die Erfolge der letzten Wochen wieder kaputt machen“, warnte Merkel und verteidigte damit auch die am Mittwoch von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen und die Lockdown-Verlängerung bis mindestens 7. März. Die Kanzlerin räumte auch ein, dass sie sich in einigen Feldern sogar eine noch strengere Linie gewünscht hätte, vor allem beim Thema Schulen.

Update, 9.13 Uhr - „Impfbeginn ein Wendepunkt in der Pandemie“

„Ich vergesse keinen einzigen Tag, was die Maßnahmen und Einschränkungen für alle Bürger im Land bedeuten“, sagte Merkel und räumte gleichzeitig Fehler der Politik im Sommer und im Herbst ein. Man hätte „nicht vorsichtig und schnell genug“ auf die Warnungen der Wissenschaft vor einer zweiten Welle reagiert. Deswegen sei Deutschland bei den Fallzahlen zeitweise in einen exponentiellen Anstieg geraten. Doch mittlerweile sei die Trendumkehr gelungen.

Der Impfbeginn sei jedoch nun ein „Wendepunkt in der Pandemie“, sagte Merkel und verteidigte in diesem Zusammenhang auch den „europäischen Weg“, für den sich die Bundesregierung in Absprache mit ihrem europäischen Partnern entschieden habe. „Ich verstehe gleichwohl, dass der Start der Impfkampagne viele Menschen in Deutschland enttäuscht hat“, so Merkel über das Fehlen vom Impfstoff und den schleppenden Anlauf der Kampagne. Die Kanzlerin wiederholte jedoch das klare Ziel der Bundesregierung, dass jeder Bürger in Deutschland bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot erhalten soll.

Update, 9.07 Uhr - Merkel: „Corona-Pandemie eine nationale Kraftanstrengung“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) informiert aktuell den Bundestag über die Ergebnisse des Corona-Gipfels zwischen Bund und Ländern am Mittwoch. Dazu hält die Kanzlerin seit 9 Uhr zunächst eine Regierungserklärung, anschließend gibt es eine entsprechende Debatte. Der Kampf gegen die Corona-Pandemie sei „eine nationale Kraftanstrengung, die wirklich jeden erfasst und betrifft“, sagte Merkel zu Beginn.

„Wir haben im Kampf gegen die Pandemie in diesem Jahr ein schwieriges Stück Weg hinter uns gebracht“, so die Kanzlerin weiter, die in diesem Zusammenhang noch einmal allen Ärzten, Pflegern und sonstigem Personal im Gesundheitswesen dankte. Die Überlastung des Gesundheitssystems in Deutschland habe bislang vermieden werden können.

Update, 8.25 Uhr - Fallzahlen in Region entwickeln sich unterschiedlich

Corona-Fallzahlen in Südostbayern (Stand: 11. Februar 2021).

Die 7-Tage-Inzidenzen bzw. Corona-Fallzahlen haben sich in den Städten und Landkreisen der Region im Vergleich zum Vortag unterschiedlich entwickelt. Laut den neuesten RKI-Daten sind die Werte in der Stadt Rosenheim (von 62,9 auf 69,2) sowie den Landkreisen Berchtesgadener Land (von 89,7 auf 96,3) und Mühldorf (von 111,3 auf 117,4) gestiegen. Sinkende Inzidenzen wurden dagegen aus den Kreisen Rosenheim (von 63,5 auf 50,5), Altötting (von 84,3 auf 83,4) und Traunstein (von 107,7 auf 91,9) gemeldet - in letzterem fiel der Wert sogar unter die 100er-Grenze.

Zudem wurden drei weitere Todesfälle in der Region gemeldet - zwei aus dem Landkreis Mühldorf und einer aus dem Landkreis Altötting. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort der Opfer wurden bislang nicht bekannt.

Update, 7.49 Uhr - Regierungserklärung um 9 Uhr: Merkel verteidigt die Gipfel-Beschlüsse

Nach dem Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten stellt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag (9 Uhr) dem Bundestag. Bei einer Regierungserklärung informiert sie die Abgeordneten über die Ergebnisse der Bund-Länder-Gespräche und stellt sich in der anschließenden Debatte der Kritik der Opposition.

Im weiteren Tagesverlauf diskutiert das Parlament unter anderem über eine Verlängerung der Bundeswehr-Einsätze im Südsudan und in der Ägäis. Darüber hinaus soll ein Gesetz verabschiedet werden, das die Strafverfolgung bei Fällen von Geldwäsche erleichtert.

rosenheim24.de berichtet wie gewohnt live von der Regierungserklärung Merkels.

Update, 7.01 Uhr - Über 10.000 neue Fälle und 666 weitere Tote

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) jetzt 10.237 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 666 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet (Stand: 11. Februar, 0 Uhr). Am Donnerstag vergangener Woche hatte das RKI 14.211 Neuinfektionen und 786 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Der Höchststand von 1244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 64,2. Vor vier Wochen, am 13. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 155 gelegen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.310.233 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 63.635. In Bayern kamen 99 weitere Todesfälle hinzu (gesamt nun 11.470).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,82 (Stand: 10. Februar; Vortag 0,82). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Kabinett berät über Öffnungsschritte an Schulen und Kits - Söder-PK um 13.30 Uhr

Nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch will das bayerische Kabinett am Donnerstag (11 Uhr) über konkrete Öffnungstermine für die Schulen und Kitas im Freistaat entscheiden. Zuvor berät darüber dem Vernehmen nach der Koalitionsausschuss.

>>>> Die neuen Bund-Länder-Beschlüsse im Überblick <<<

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte Zeitpunkte und einzelne Öffnungsschritte am Mittwochabend völlig offen gelassen. Er sagte allerdings, Bayern werde im Vergleich mit anderen Ländern „eher etwas vorsichtig und zurückhaltend“ sein - damit scheinen erste Öffnungen mindestens für kommenden Montag eher ausgeschlossen zu sein. Als frühestmögliches Datum hatte zuletzt der kommende Mittwoch gegolten.

Priorität bei der Rückkehr an die Schulen sollen Grund- und Förderschüler sowie die Abschlussklassen aller Schularten haben. Insgesamt dürfte es noch länger auf Wechselunterricht hinauslaufen. Bislang durften lediglich die Abschlussjahrgänge an Gymnasien und beruflichen Schulen schon wieder in den Präsenzunterricht einsteigen.

Die nächtliche Ausgangssperre in Bayern könnte derweil schon bald der Vergangenheit angehören - jedenfalls außerhalb echter Hotspots. Bislang dürfen die Menschen in ganz Bayern von 21 Uhr an ohne triftigen Grund nicht mehr auf die Straße. In Baden-Württemberg war eine landesweite nächtliche Ausgangssperre zuletzt gerichtlich gekippt worden. Daraufhin hatte die Landtags-FDP in Bayern eine Klage angekündigt, sollte die Staatsregierung weiter an der umstrittenen Regel festhalten. Auch Söders Koalitionspartner, die Freien Wähler, hatten zuletzt ein Ende der landesweiten Regelung gefordert, die bei deutlich höheren Corona-Zahlen als heute eingeführt worden war.

Trotz sinkender Infektionszahlen hatten Bund und Länder am Mittwoch beschlossen, weiter einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Pandemie zu fahren. Sie einigten sich darauf, die geltenden Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Gastronomiebetrieben und Hotels grundsätzlich bis zum 7. März zu verlängern. Nächste Öffnungsschritte könnte es dann geben, wenn die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen stabil unter 35 liegt. Eine Ausnahme soll es zuvor für Friseure geben: Diese sollen unter strikten Hygiene-Auflagen bereits ab 1. März wieder öffnen dürfen.

Söder schloss im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus eine Schließung der Grenze zu Tschechien nicht aus. „Sollte Tschechien nicht in der Lage sein, seine Notmaßnahmen zu verlängern, dann muss auch klar sein, dass Tschechien ein Mutationsgebiet ist und dann muss auch die Grenzschließung ein Thema sein“, sagte Söder am Mittwochabend im ZDF-heute-journal.

Das gelte auch für Österreich. „Wir sind bei Österreich sehr verunsichert“, sagte Söder. Die Regierung in Wien habe im von der südafrikanischen Virus-Variante stark betroffenen Bundesland Tirol Quarantänemaßnahmen verhängt. „In Tirol, so hört man, interessiert das niemanden“, sagte Söder. „Ich bin schon besorgt, dass da ein zweites Ischgl droht.“

mw/mh/dpa

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