News-Ticker zur Corona-Pandemie

Nach Beratungen der Gesundheitsminister: Impfstart in Arztpraxen wohl erst Mitte April

Spritze wird aufgezogen
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Impfstoff (Symbolbild)
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München/Oberbayern - Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt nach wie vor für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Mittwoch, 10. März, im News-Ticker:

Das Wichtigste in Kürze:

  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 122,7, Landkreis Rosenheim 80,0, Landkreis Traunstein 72,2, Landkreis Berchtesgadener Land 92,5, Landkreis Mühldorf 112,2, Landkreis Altötting 112,1 (Quelle/Stand: RKI, 10. März, 0 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 2974, Landkreis Rosenheim 10.958, Traunstein 7657, Berchtesgadener Land 4512, Mühldorf 4787, Altötting 4133 (Quelle/Stand: RKI, 10. März, 0 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 53, Landkreis Rosenheim 424, Traunstein 193, Berchtesgadener Land 96, Mühldorf 127, Altötting 175 (Quelle/Stand: RKI, 10. März, 0 Uhr)
  • Mindestens 72.489 Todesfälle in Deutschland (12.703 in Bayern)
  • Corona-Warn-App: www.corona-warn-app.de

Die Fallzahlen im Überblick:

Update, 18.51 Uhr - Gesundheitsminister: Impfstart in Praxen spätestens bis Mitte April

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern peilen den Start von Corona-Impfungen in den Arztpraxen spätestens für Mitte April an. Ziel sei frühestmöglich, jedoch spätestens in der Woche vom 19. April damit zu starten, beschlossen die Minister nach Beratungen am Mittwoch. Dafür brauche es aber auch eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff, hieß es im Bundesgesundheitsministerium. Um dem Wunsch der Länder entsprechen zu können, ihre Impfzentren wie bisher auszulasten, könnten die Praxen wohl erst Mitte April starten.

Die Empfehlung der Fachminister soll nun Basis für Entscheidungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder sein, wie Regierungssprecher Steffen Seibert angekündigt hatte. Dies solle „zeitnah“ noch vor der nächsten Bund-Länder-Runde zum weiteren Corona-Vorgehen am 22. März geschehen. Die Gesundheitsminister hatten die Einbeziehung der Praxen zunächst für Anfang April angedacht.

Update, 17.44 Uhr - 35 Neuinfektionen und ein Todesfall im Landkreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 386 aktive COVID-19-Fälle vor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 72,2.

Seit der letzten Pressemitteilung am 9. März sind beim Staatlichen Gesundheitsamt 35 Neuinfektionen eingegangen. Es liegen damit insgesamt 7688 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 7108 Personen (13 Personen mehr seit der Meldung vom 9. März).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung eine Todesmeldung eingegangen. Es handelt sich dabei um eine Frau, im Alter von 86 Jahren. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 194 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19-Erkrankungen vor.

Derzeit werden in den Kliniken im Landkreis Traunstein 13 COVID-19-Patienten behandelt, davon 8 auf der Normalstation und 5 auf der Intensivstation.

Mittlerweile wurden im Landkreis Traunstein 12.182 Personen mit der Erstimpfung versorgt, davon haben bereits 5.770 Personen die Zweitimpfung erhalten.

Pressemitteilung des Landratsamtes Traunstein

Update, 17.07 Uhr - Homeoffice-Pflicht bis Ende April verlängert

Die Bundesregierung hat die Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten zum Schutz vor Corona Homeoffice zu ermöglichen, bis 30. April verlängert. Das Kabinett verlängerte dafür am Mittwoch die am 15. März auslaufende SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.

Damit wurde unter anderem auch die vorgeschriebene Verminderung der Personenbelegung in gemeinsam genutzten Räumen durch Vorgabe einer Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro Person verlängert.

Es gilt zudem weiter eine Verpflichtung zur Bereitstellung und Benutzung hochwertiger Masken. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte: „Homeoffice ist ein wichtiges Element, um Kontakte zu reduzieren und die Pandemie einzuschränken.“

Update, 16.29 Uhr - 31 neue COVID-19-Fälle im Berchtesgadener Land - 7-Tage-Inzidenz bei 92,5

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit gestern 31 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich eine Personen als direkte Kontaktpersonen in häuslicher Isolation. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 4.512 (Meldestand RKI: 10. März, 00.00 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 92,5 (Stand: 10. März, 0.00 Uhr).

Von den insgesamt 4.512 COVID-19-Fällen sind mittlerweile 4.276 Personen wieder genesen und ihre Quarantänezeit ist ausgelaufen. Aktuell gibt es 140 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis, davon 29 in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land (dazu zählen Alten- und Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte, Kindergärten und Schulen). Aktuell ist ein erhöhtes Infektionsgeschehen in verschiedenen Einrichtungen im Landkreis zu verzeichnen. Das Staatliche Gesundheitsamt hat bereits alle notwendigen Maßnahmen, wie eine Quarantäne, eingeleitet. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 98 neue COVID-19-Fälle.

Bei allen positiv getesteten COVID-19-Fällen ermittelt das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein, wie z. B. eine häusliche Quarantäne. Aktuell befinden sich 414 direkte Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne.

In den Kliniken im Berchtesgadener Land werden derzeit 14 COVID-19-Patienten stationär behandelt. Davon werden 2 Patienten intensivmedizinisch betreut. Hinweis: Einige dieser Patienten haben ihren Wohnsitz nicht im Berchtesgadener Land und gehören somit auch nicht zu der Gesamtgruppe der insgesamt bestätigten BGL-COVID-19-Fälle.

Information zur nächtlichen Ausgangssperre

Aufgrund mehrere Anfragen weist das Landratsamt darauf hin, dass für das Berchtesgadener Land aktuell keine Ausgangssperre gilt. Hintergrund ist die Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege von Sonntag, 7. März 2021. Darin wurde bekannt gegeben, dass der 7-Tage-Inzidenzwert für das Berchtesgadener Land zwischen 50 und 100 liegt, wodurch auch die Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr aufgehoben worden ist.

Update, 16.24 Uhr - Bayern bremst Ausbau von Impfzentren 

Angesichts der geplanten breiten Einbeziehung von Ärzten in die Corona-Impfungen werden die Kapazitäten der bayerischen Impfzentren möglicherweise doch nicht so ausgebaut wie geplant. Das berichtete der „Münchner Merkur“ (Donnerstag) unter Berufung auf ein Schreiben des Bayerischen Landkreistags, das nach Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium an Bürgermeister und Landkreise verschickt worden sei. Der Ausbau solle aller Voraussicht nach nicht mehr weiterverfolgt werden, heißt es demnach. Es werde empfohlen, keine weiteren Ausweitungen zu planen.

Bislang war geplant, die Impfmöglichkeiten in den Zentren von derzeit maximal 49 000 pro Tag bis April auf 110 000 zu erhöhen. Inzwischen haben Bund und Länder aber beschlossen, dass Ärzte auf breiter Front ins Impfsystem einbezogen werden - wobei die Menge an Impfstoff weiterhin begrenzt sein wird. 

Update, 16.06 Uhr - Corona-Selbsttests an Schulen in Bayern künftig auch für Jüngere

Auch Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren sollen sich künftig einmal pro Woche in der Schule selbst auf eine Corona-Infektion testen können – freiwillig, aber unter Anleitung und Aufsicht. Das kündigten Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch bei einem Besuch an einer Grundschule in München an. Nach Worten Piazolos wird es aber nicht überall schon am kommenden Montag, also mit der anstehenden Ausweitung des Wechselunterrichts, losgehen. Das Rote Kreuz und andere Organisationen sollen bei den Tests helfen.

Bislang waren die neuen Corona-Selbsttests für Lehrkräfte sowie für Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren vorgesehen und entsprechend vom Freistaat ausgeliefert worden. Nun habe man sich darauf verständigt, die Strategie auszuweiten, erklärten die Minister. Das Selbsttest-Angebot solle aber grundsätzlich freiwillig sein, betonte Piazolo. Das gelte auch für die einzelnen Schulen, „wenn die Schule sagt, wir kriegen das jetzt nicht hin“. Schülerinnen und Schüler über 15 sollen sich weiterhin auch zu Hause testen können. Teile der Opposition und auch Lehrerverbände hatten zuletzt moniert, dass es die Selbsttests noch nicht für die unter 15-Jährigen gebe.

Update, 15.50 Uhr - Söder: Kurzfristig 100.000 Impfdosen zusätzlich für Grenz-Hotspots

Die bayerischen Corona-Hotspots an der Grenze zu Tschechien sollen kurzfristig noch einmal 100.000 zusätzliche Dosen Impfstoff bekommen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer entsprechenden Mitteilung der EU an.

„Gute Nachricht für die Grenzregion in Bayern. Es kommen noch im März 100.000 Impfdosen extra“, sagte Söder der Deutschen Presse-Agentur in München. Damit gebe es mit den schon versprochenen Sonderzuteilungen insgesamt 150.000 Dosen zusätzlich für die von der britischen Virusvariante besonders betroffenen Grenzregionen. «Das ist eine echte Perspektive für Ostbayern. Denn wo aufgrund der hohen Inzidenzen nicht gelockert werden kann, muss mehr immunisiert und geimpft werden.“

Die Landkreise sollen nach Worten Söders beim Impfen auch etwas freier agieren können. „Die Landkreise sollen weitgehend selbst und flexibel entscheiden können, wer geimpft werden soll. Damit können auch andere Gruppen schneller an die Reihe kommen.“ Er habe sich sowohl bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als auch bei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dafür eingesetzt, berichtete Söder. „Jetzt ist die positive Nachricht da.“

Update, 14.50 Uhr - Landkreis Mühldorf meldet 19 neue Fälle, Schulen und Kitas bis Freitag geöffnet

Im Zuständigkeitsbereich des Landkreises Mühldorf a. Inn gibt es seit der letzten Statusmeldung vom Dienstag, 9. März 19 neue bestätigte Corona-Fälle (Stand: 10. März 2021, 0 Uhr).

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen und leitet die notwendigen Maßnahmen ein. Derzeit gibt es im Landkreis Mühldorf a. Inn 182 aktive Fälle.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt zum Stichzeitpunkt laut RKI (Stand: 10. März 2021, 3.12 Uhr) bei 112,2.

Um den Kindern, Jugendlichen, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern mehr Planungssicherheit zu ermöglichen, hat das Landratsamt in Absprache mit der Regierung von Oberbayern beschlossen, dass die Schulen und Kitas vorerst bis Freitag geöffnet bleiben. Dies wird per Allgemeinverfügung des Landkreises geregelt. Somit findet für die Klassen 1-4 an den Grundschulen und Förderzentren sowie für die Abschlussklassen weiterhin Wechsel- bzw. Präsenzunterricht statt. Präsenzunterricht ist dann möglich, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann.

Die Entscheidung, ob Kitas und Schulen im Landkreis Mühldorf a. Inn nächste Woche geöffnet bleiben können, wird am Freitag, 12. März anhand des 7-Tage-Inzidenzwertes des RKI für die gesamte darauffolgende Woche getroffen.

Update, 14.12 Uhr - Merkel im Live-Talk mit den Bürgern

Seit 2012 beantwortet Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Fragen der Bürgerinnen und Bürger persönlich. Seit dem Ausbruch der Corona-Krise findet das Treffen digital statt. Heute sind die Erfahrungen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von Hilfs- und Krisentelefonen Thema. Der Talk im Livestream:

Update, 13.26 Uhr - Holetschek: In Grenz-Hotspots bald andere Impfreihenfolge möglich

In Corona-Hotspots in Grenzregionen soll nach Worten von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) künftig von der eigentlich vorgegebenen Impfreihenfolge abgewichen werden können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe ihm zugesagt, die Impfverordnung des Bundes entsprechend zu ändern, sagte Holetschek am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München - er ist derzeit Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz der Länder. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin sagte, soll eine Änderung der Impfverordnung sogenannte Riegel- oder Ringimpfungen in besonders betroffenen Grenzregionen mit hohem Infektionsgeschehen ermöglichen.

In Grenzregionen, die wegen der Ausbreitung der britischen Coronavirus-Variante mit Sieben-Tage-Inzidenzen von über 100 kämpfen, sollen die Behörden vor Ort nach Darstellung Holetscheks somit freier entscheiden können, ob bestimmte Gruppen früher geimpft werden. „Es geht darum, dieses Ausbruchsgeschehen in den Griff zu bekommen“, sagte Holetschek. Als Beispiel nannte er mögliche Reihenimpfungen in Betrieben, in denen es vermehrt Corona-Infektionen gebe. Theoretisch könnten dann auch alle über 18 geimpft werden, wo dies sinnvoll sei, sagte Holetschek. Über das Vorgehen müssten aber jeweils die Behörden vor Ort entscheiden. „Wir müssen jede Option an der Grenze nutzen, weil wir sehen, dass wir dort wenig andere Handlungsoptionen haben.“

Update, 12.37 Uhr - Impf-Vordrängler im Gesundheitsamt - Chefs impften Ehepartner

Im Gesundheitsamt des Landkreises Passau haben die Leiterin und ihr Stellvertreter vorzeitig ihre Ehepartner mit einer Corona-Impfung versorgt. Wie das Landratsamt am Mittwoch berichtete, würden nun dienstrechtliche Konsequenzen geprüft. Zuvor hatte die „Passauer Neue Presse“ über den Fall berichtet.

Seit Wochen werden bundesweit immer wieder Fälle von Impf-Vordränglern bekannt. In Passau hatten die Chefs des Gesundheitsamtes nach Angaben der Kreisbehörde eine siebte Impfdosis aus Biontech/Pfizer-Ampullen gezogen. Offiziell sind jeweils nur sechs Dosen in den Arzneimittelfläschchen, diese sind oftmals aber überfüllt. Deswegen wird derzeit darüber diskutiert, ob pro Fläschchen wenn möglich auch sieben Impfdosen gezogen werden dürfen.

Landrat Raimund Kneidinger (CSU) sprach von einem „inakzeptablen Vorgang“ der beiden Behördenärzte, auch wenn bei der Aktion keine offiziellen Impfdosen verwendet worden seien. Die Betroffenen bezeichnen ihr Vorgehen laut Landratsamt als unglücklich und aus heutiger Sicht falsch. Der Impfstoff wäre sonst wohl im Abfall gelandet.

Update, 11.59 Uhr - Landkreis Altötting meldet 38 neue Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich jetzt 38 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Zahl der Infizierten seit Pandemie-Ausbruch in Stadt und Landkreis Altötting auf insgesamt 4141 Personen (Stand: 9. März). Aktuell gibt es im Landkreis 222 aktive Fälle. Die meisten Fälle gibt es derzeit in Burghausen (35), Burgkirchen (32) und Altötting (24). Die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Altötting lag zum o.g. Zeitpunkt nach Angaben des Landratsamtes bei 112,1.

Update, 11.05 Uhr - Sieben große Open-Air-Festivals wegen Corona abgesagt

Sieben große Open-Air-Festivals in Deutschland und der Schweiz fallen auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das teilte das Veranstalter-Netzwerk Eventim Live am Mittwoch mit. Abgesagt seien damit unter anderen „Rock am Ring“, „Rock im Park“, „Hurricane Festival“ und „Southside“.

Zur Begründung hieß es: „Die Veranstalter mussten sich aufgrund der weiterhin bestehenden unsicheren Infektionslage zu einer Absage entscheiden.“ Alle Ticketinhaber könnten stattdessen unkompliziert die Festivals 2022 besuchen.

Update, 10.42 Uhr - Kreis Altötting: Grundschulen, Abschlussklassen und Kitas diese Woche geöffnet

Trotz der weiter ansteigenden 7-Tage-Inzidenz (aktuelle 112,1) bleiben alle Schulen, an denen inzidenzabhängig bereits seit dem 9. März Präsenz- oder Wechselunterricht stattfindet, sowie die Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen im Landkreis Altötting bis einschließlich Freitag, 12. März geöffnet, berichtet das Landratsamt Altötting in einer aktuellen Pressemeldung.

Ab nächster Woche gilt bayernweit die Regelung, dass die Landratsämter jeweils am Freitag jeder Woche (erstmals also bereits am 12. März) nach dem tagesaktuellen Stand der Veröffentlichung der 7-Tage-Inzidenz durch das Robert-Koch-Institut die für sie maßgebliche Inzidenzeinstufung amtlich bekanntmachen. Die für den neuen Inzidenzbereich maßgebliche Regelung gilt dann durchgehend für die Dauer der darauffolgenden Kalenderwoche.

Update, 9.53 Uhr - Zahl von Zecken übertragener Krankheiten in Bayern auf Rekordhoch

Die Zahl durch Zecken übertragener Erkrankungen ist in Bayern im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert gestiegen. Nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) wurden der Behörde im vergangenen Jahr 280 Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und 6259 Fälle von Borreliose gemeldet - mehr als in allen anderen Jahren seit Beginn der Meldepflicht vor 20 Jahren.

Der deutliche Anstieg im Jahr 2020 ist nach Angaben des LGL nicht nur auf eine gestiegene Anzahl an Zecken zurückzuführen. Viele Menschen hätten wegen des Corona-Lockdowns bei schönem Wetter mehr Zeit in der Natur verbracht, sagte ein Sprecher der Behörde. Dementsprechend seien sie häufiger Zecken ausgesetzt gewesen. Wer sich im laufenden Jahr gegen Corona und FSME impfen lassen will, sollte nach Angaben des Robert-Koch-Instituts dabei auf einen Mindestabstand von zwei Wochen zwischen den Impfterminen achten.

Update, 9.09 Uhr - Kassenärzte: Ab April 20 Millionen Impfungen pro Monat möglich

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält es für möglich, dass in Deutschland ab April 20 Millionen Menschen monatlich gegen das Coronavirus geimpft werden können. Eine Erstimpfung für die erwachsene Bevölkerung könne schon in der ersten Juni-Hälfte, die weitgehende Immunisierung Anfang August abgeschlossen sein, sagte Gassen der „Welt“ (Mittwoch). Voraussetzung dafür sei ein rascher Nachschub an Impfstoffdosen.

Ab Anfang April sollen die niedergelassenen Ärzte in Deutschland flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Darauf hatten sich die Fachminister von Bund und Ländern am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz geeinigt. Gassen kritisierte, dass in den Überlegungen von Kanzlerin und weiten Teilen der Regierung überwiegend der öffentliche Gesundheitsdienst und die Impfzentren eine tragende Rolle spielten, nicht aber die Praxen. Mit fünf Millionen verimpften Dosen pro Woche in den Praxen und etwa 1,5 Millionen Impfungen in den Zentren sei „ein deutlich früherer Termin als der 21. September“ erreichbar. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte davon gesprochen, allen erwachsenen Bürger bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot machen zu wollen.

Gassen beklagte, die „deutsche Neigung, den Bürokratie-Oscar gewinnen zu wollen“, bremse die Impfkampagne. „Wir sollten nicht alles bis ins Kleinste regeln wollen“, sagte er. Um schnell so viele Bürger wie möglich zu impfen, müsse außerdem die strenge Priorisierung der Ständigen Impfkommission (Stiko) schrittweise zurückgezogen werden.

Update, 8.20 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenzen in der Region (Stand 10. März).

Die Corona-Fallzahlen bzw. 7-Tage-Inzidenzen sind in den Städten und Kreisen der Region im Vergleich zum Vortag durchweg gestiegen. Während in der Stadt Rosenheim (von 111,7 auf 122,7) die “Corona-Notbremse” bereits aktiv ist, droht nun auch zwei weiteren Landkreisen diese „Bremse”: Im Kreis Mühldorf blieb die Inzidenz erneut über 100 (von 106,2 auf 112,2), ebenso im Landkreis Altötting (von 100,4 auf 112,1). Bleibt der Wert in beiden Kreisen jetzt noch einen weiteren Tag über der 100er-Marke, gibt es wieder schärfere Corona-Regeln, wie etwa Schulschließungen oder eine nächtliche Ausgangssperre.

Steigende Zahlen meldeten auch die Landkreise Traunstein (von 69,9 auf 72,2) und Berchtesgadener Land (von 91,6 auf 92,5). Gleich geblieben ist die Inzidenz im Kreis Rosenheim (80,0). Zudem wurde ein weiterer Todesfall aus dem Landkreis Rosenheim gemeldet. Nähere Angaben zu Alter und/oder Wohnort des Opfers liegen nicht vor.

Update, 7.11 Uhr - Razzia in drei Arztpraxen wegen Masken-Attesten

Erneut hat es in Bayern eine Polizeirazzia in Arztpraxen im Zusammenhang mit möglicherweise falschen Coronamasken-Attesten gegeben. Rund 20 Beamte hätten am Dienstag zwei Praxen in Kempten und eine im Landkreis Oberallgäu durchsucht, berichtete die Polizei. „Die Staatsanwaltschaft Kempten führt ein Ermittlungsverfahren gegen insgesamt vier Ärztinnen und Ärzte im Alter zwischen 40 und 66 Jahren.“

Die Ermittler vermuten, dass die Mediziner unrichtige Gesundheitszeugnisse ausgestellt haben, damit ihre Patienten keine Masken tragen müssen. Solche Atteste sind insbesondere bei den Gegnern der Corona-Vorschriften begehrt.

Bereits in der Vergangenheit ist die Kripo gegen Ärzte wegen ähnlicher Vorwürfe vorgegangen. Unter anderem wurde die Praxis eines Mediziners im oberbayerischen Landkreis Landsberg durchsucht. Auch in Oberfranken, Mittelfranken und Niederbayern hatte es schon Razzien in Praxen gegeben.

9146 Corona-Neuinfektionen und 300 Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9146 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 300 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9019 Neuinfektionen und 418 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.50 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 65,4 - und damit niedriger als am Vortag (67,5). Vor vier Wochen, am 10. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 68 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stagnierte sie allerdings, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.518.591 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.328.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 72.489.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 (Vortag 1,03). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 97 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

mh/dp/dpa

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